Berlin: „Kochen mit Freunden“ aus aller Welt am 25. und 26. Februar 2017

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „kulinarische Mitmachreisen“ lädt das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum FEZ-Berlin Familien aus verschiedenen Ländern wie Syrien oder Bosnien Ende Februar zum gemeinsamen Kochen ein. In zehn Mitmachküchen bereiten Kinder- und Familienteams dann zusammen mit Profiköchen, wie TV-Koch Achim Müller, landestypische Spezialitäten zu. Zusätzlich gibt es eine Bühnenshow mit Musik und Tanz sowie ein Mitmachprogramm, bei dem bspw. ein Kochbuch erstellt wird.

Die Veranstaltung findet am Samstag und Sonntag jeweils von 12-18 Uhr statt. Ein Tagesicket kostet 7,50 € pro Person. Familien ab 3 Personen zahlen 6 € pro Person. Die Eintrittskarten sind unter tickets.fez-berlin.de erhältlich.
www.fez-berlin.de

Mission Lifeline: Spendensammlung für Rettungsschiff

Mehr als 138.000 Euro konnte der aus dem Dresden-Balkan-Konvoi hervorgegangene Verein Mission Lifeline inzwischen für seinen geplanten Einsatz eines Rettungsschiffes im Mittelmeer sammeln. Unter anderem werden wie berichtet im Rahmen der Aktion #ProKopfGeldspende pro Teilnehmer der rassistischen „Pegida“-Demonstrationen Beträge an den Verein gespendet. Auch der Gewinn aus den Einnahmen des hörenswerten Songs „Ich habe einen Traum“ (Live at Ballroom Talk) von Konstantin Wecker und Banda Internationale (Video hier) kommt Mission Lifeline zugute.

Da die Kosten für den Kauf des dringend benötigten Rettungsschiffes, für die Einbauten, die Verlegung ins Suchgebiet sowie für den ersten Einsatzmonat auf insgesamt rund 230.000 Euro geschätzt werden, ist der Verein weiterhin auf Spenden angewiesen. Alle für eine Spende nötigen Infos finden Sie unter den nachfolgenden Links. Ebenfalls verlinkt haben wir Download-Möglichkeiten für den genannten Song, dessen Gewinn an Mission Lifeline fließt und somit ebenfalls dem Rettungsschiff zugute kommt.
seenotrettung.info, betterplace.org; Song-Download: iTunes, Amazon

500 LandInitiativen: Förderung für ehrenamtliche Integration von Geflüchteten

Mit dem bundesweiten Programm „500 LandInitiativen" unterstützt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gezielt das Ehrenamt in ländlichen Regionen. Das Programm richtet sich an Initiativen, die sich für die nachhaltige Integration geflüchteter Menschen im ländlichen Raum einsetzen.

Das Programm soll es ermöglichen, wichtige Anschaffungen oder notwendige Ausgaben in überschaubarem Umfang zu tätigen, damit ehrenamtliche Initiativen erfolgreich arbeiten können. Zwischen 1.000 Euro und 10.000 Euro sind als Förderung für konkrete Projekte oder Anschaffungen möglich. Die Initiative ist Teil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung.
bmel.de (Flyer), 500landinitiativen.de (Projektseite)

Augsburg: Stadtführungen von Geflüchteten für Geflüchtete

Das Projekt Willkommenstour ist eine Orientierungshilfe von Geflüchteten für Geflüchtete, die erst vor kurzem in Augsburg angekommen sind, noch wenige bis keine Deutschkenntnisse haben oder mehr von ihrer neuen Stadt kennenlernen wollen. An acht Terminen in diesem Jahr stehen Muttersprachler in sechs verschiedenen Sprachen zur Verfügung, um anhand eines eigens dafür erstellten Stadtplanes die wichtigsten Lokalitäten zu zeigen.

Eine besondere Rolle spielt dabei der Erfahrungsschatz, den die ausgebildeten Guides mitbringen. Sie haben selbst viele Gänge zu den einzelnen Stationen hinter sich und können wichtige Informationen geben, die über die offiziellen Angaben hinausgehen. Die Guides wurden von den Projektbeteiligten, wie dem Büro für Migration, Interkultur und Vielfalt, der Volkshochschule, Tür an Tür sowie dem Grandhotel Cosmopolis ausgebildet.

Neben der Orientierungshilfe ermöglicht die von der Robert Bosch Stiftung finanzierte Willkommenstour, Unterstützungsangebote der Stadt kennenzulernen und das Selbsthilfe-Netzwerk unter den Geflüchteten zu vertiefen.
augsburg.de

Einzigartiges Willkommensprojekt: Dresdner Friedenspreis für Domenico Lucano

Domenico Lucano ist mit dem Dresdner Friedenspreis 2017 ausgezeichnet worden. Der Bürgermeister des italienischen Dorfes Riace in Kalabrien schuf mit dem „Dorf des Willkommens“ ein einzigartiges Projekt des Miteinanders von Italienern und Geflüchteten. Bereits seit 18 Jahren werden hier in großer Zahl geflüchtete Menschen aufgenommen und mit Wohnung, Arbeit sowie Sprachunterricht in das Dorfleben integriert. Von derzeit 1.800 Bewohnern Riaces kamen 550 als Geflüchtete.

 

„Mit den Flüchtlingen kam die Hoffnung.“

Domenico Lucano, Bürgermeister des kalabrischen Dorfes Riace, erhielt den Dresdner Friedenspreis 2017.
dnn.de, deutschlandradiokultur.de, dresdner-friedenspreis.de

Freiburg: Neues Wohnprojekt für Geflüchtete und Studenten geplant

Das zu Jahresbeginn verlängerte Wohnprojekt „Längenloh“ im Freiburger Stadtteil Zähringen, bei dem 150 Geflüchtete mit 72 Studierenden zusammenleben (wir berichteten), wird wohl im August beendet. Ein neues Wohnprojekt ist aber schon geplant: Im Stadtteil Waldsee soll eine Unterkunft in ähnlicher Größe wie in Zähringen entstehen, in der Studierende wieder mit Geflüchteten zusammenleben.
fudder.de

Uni Göttingen unterstützt Ehrenamtliche

Mit einem neuen Angebot unterstützt die Universität Göttingen Studierende, die sich für geflüchtete Menschen engagieren möchten. Das Projekt „Integrationstandems & Supervised Networking“ bereitet sie auf ihren Einsatz vor und begleitet die Arbeit mit Workshops und Seminaren.

Ziel des Projekts ist es, die Teilnehmer an ein langfristiges soziales Engagement heranzuführen und im Bereich der Integration zu qualifizieren. Die Studierenden arbeiten in Tandems und Gruppen zusammen und vernetzen sich mit Ehrenamtlichen, Geflüchteten sowie mit Göttinger Einrichtungen und Initiativen.

In Begleitveranstaltungen erhalten sie zudem eine Einführung in die Themen Ehrenamt und Integration sowie einen Einblick in die aktuelle Situation von geflüchteten Menschen in Göttingen und werden ermuntert, sich mit den eigenen Ressourcen und Kompetenzen auseinanderzusetzen. Ein wichtiger Punkt ist auch die Anbindung an die Fachinhalte, wie zum Beispiel Sprachkenntnisse oder psychologische und pädagogische Kenntnisse in der Beratung. Supervisionstreffen und offene Gespräche für Teilnehmende und Interessierte runden das Angebot ab. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Zertifikat zu erwerben.
uni-goettingen.de

Niedersachsen: Letzte Notunterkunft für Geflüchtete schließt

Mit dem „Haus Johannes“ in der Hannoverschen Straße in Osnabrück wird dieser Tage die letzte Flüchtlingsnotunterkunft des Landes Niedersachsen geschlossen, da kein Bedarf mehr besteht.

Die von den Maltesern betriebene Notunterkunft im ehemaligen Finanzamt Osnabrück-Land hatte am 8. Februar 2016 den Betrieb aufgenommen und seither 566 geflüchtete Menschen beherbergt, darunter viele Familien mit Kindern aus insgesamt 26 Nationen, die von 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut wurden.

Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf das Innenministerium berichtet, sind derzeit bis zu 6.500 Plätze für Geflüchtete in der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen vorhanden, von denen knapp 3.000 Plätze belegt sind. Zudem stünden 14.500 Reserveplätze zur Verfügung oder seien gegebenenfalls innerhalb weniger Tage und Wochen verfügbar.
noz.de, malteser-osnabrueck.de

Düsseldorf: Integration durch Tischtennis

Sowohl die Düsseldorfer Jonges mit dem Fußballcamp „Kickwinkel“ als auch Borussia Düsseldorf mit „Bunt gehts rund“ engagieren sich bereits in der Flüchtlingshilfe. Diese Erfahrungen werden nun im auf zwei Jahre angelegten Projekt „Tischwinkel“ gebündelt, das sich an jugendliche unbegleitete Flüchtlinge richtet.

Unter Nutzung eines Tischtennis-Mobils mit einem fahrbaren Tischtennis-Tisch sollen in drei Einrichtungen (Flüchtlingsunterkünfte in der Heyestraße, Ludwig-Beck-Straße und Kreuzbergstraße) Tischtennisgruppen für jugendliche unbegleitete Flüchtlinge bis 17 Jahre eingerichtet werden und monatlich integrative Angebote sowie Wettkampfangebote mit nahgelegenen Jugendfreizeiteinrichtungen im Deutschen Tischtennis-Zentrum stattfinden.
duesseldorferjonges.de

Hamburg: Geflüchteter veröffentlicht Online-Magazin

Der aus Syrien geflüchtete Journalist Hussam Al Zaher hat am 14. Februar 2017 seine erste Online-Zeitung mit dem Titel Flüchtling - Magazin für multikulturellen Ausgleich publiziert. Unterstützt wird er durch das Projekt MoveON des Vereins leetHub, das Flüchtlinge bei der Existenzgründung begleitet. Ziel des Mediums ist es, den Geflüchteten eine deutschsprachige Plattform zu bieten, auf der sie über ihre Kultur und ihre Integration in Deutschland berichten können. So sollen Ängste ab- und gegenseitiges Verständnis aufgebaut werden. Weitere freie MitarbeiterInnen werden gesucht.
www.ndr.de

Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften“

Nur noch bis heute (10.02.2017) können öffentliche, freie oder private Träger von Flüchtlingsunterkünften ihr Interesse an der Teilnahme an der Bundesinitiative "Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften" bekunden. Das Formular Interessenbekundung kann in elektronischer Form bei der Servicestelle Gewaltschutz-GU eingereicht werden.

Die 25 bisherigen Träger werden auch 2017 gefördert, zusätzlich möchte das Bundesfamilienministerium nun weitere 75 Koordinierungsstellen fördern.
gewaltschutz-gu.de, paritaet-mv.de

BMFSFJ fördert Elternbegleitung für geflüchtete Familien

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt im Rahmen des Modellprogramms „Starke Netzwerke Elternbegleitung für geflüchtete Familien“ Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, die Elternbegleitung für geflüchtete Familien anbieten. Ihre Arbeit wird ab dem Frühjahr vom BMFSFJ mit jährlich drei Millionen Euro gefördert.

Elternbegleiter sind früh- und sozialpädagogische Fachkräfte der Familienbildung, die an Kitas, Familienzentren und Familienbildungseinrichtungen aktiv sind. Sie beraten und begleiten Eltern von Kleinkindern bis hin zum Grundschulalter in Bildungs- und Entwicklungsfragen.

Für das neue Modellprogramm können sich freie oder öffentliche Träger bewerben, die in der flüchtlingsbezogenen Elternbegleitung in Einrichtungen der Kinder- Jugend- und Familienhilfe und in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind.

Das Bundesprogramm soll nach Auswahl der Projektträger im April 2017 starten und bis Dezember 2020 laufen.
foerderdatenbank.de, elternchance.de

Afghanische Geflüchtete in Bayern sollten Ablehnungs-Bescheide neu prüfen lassen

Christine Kamm, die asylpolitische Sprecherin der Landtags-Grünen in Bayern, ruft Flüchtlings-Helferkreise und betroffene Unternehmen in ganz Bayern dazu auf, Ausbildungs- und Arbeitsplatzablehnungen für Afghanen neu von den Ausländerbehörden überprüfen zu lassen.

„Es sieht so aus, als könnten Ablehnungen, die sich auf einen ministeriellen Erlass vom Dezember stützen, nun doch positiv beschieden werden.“

Hintergrund ist ein Korrekturschreiben des CSU-Innenministeriums vom 27. Januar, in dem die ursprünglichen Restriktionen relativiert werden. Die neue Position haben Ministeriumsvertreter auch im Landtag kommuniziert. „Im Verfassungsschutzausschuss wurde uns explizit zugesagt, dass keine Flüchtlinge aus Berufsintegrationsklassen oder Ausbildungsverhältnissen heraus abgeschoben werden und dass Arbeitsverbote und Ausbildungsverbote von Afghanen, die in den letzten Wochen erteilt wurden und dies maßgeblich mit der Anerkennungsquote des Herkunftslandes begründen, auf Antrag hin neu überprüft und korrigiert werden“, so Christine Kamm.
gruene-fraktion-bayern.de

Businstallation vor der Dresdner Frauenkirche

Am Montag Morgen begann der Aufbau der Skulptur des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni auf dem Neumarkt in Dresden. Direkt vor der Frauenkirche wurden drei ausrangierte Busse hochkannt aufgestellt, bilden eine Barrikade. Vorbild für die Kunstinstallation „Monument“ ist ein Foto, das 2015 um die Welt ging: Auf dem Bild waren drei aufgestellte Bus-Wracks zu sehen, hinter denen sich Menschen in der syrischen Stadt Aleppo vor Scharfschützen der syrischen Armee versteckten. Das Kunstwerk soll ein Mahnmal für zivile Opfer militärischer Gewalt sein. Das „Monument“ ist noch bis April 2017 auf dem Dresdner Neumarkt zu sehen.
monopol-magazin.de, de-wikipedia.org

Kassel: Stadt startet Projekt für junge Flüchtlinge

„Fit für die Ausbildung“ heißt ein Projekt, mit dem zehn junge, nach Kassel geflüchtete Menschen in den betrieblichen Ausbildungsmarkt integriert werden sollen. Innerhalb von zehn Monaten werden die jungen Flüchtlinge so qualifiziert, dass sie anschließend eine duale Berufsausbildung in der Verwaltung oder der Wirtschaft und insbesondere im Handwerk beginnen können. Das Ausbildungsprojekt geht auf eine Initiative von Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen und des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration zurück.

Das Projekt hat im November 2016 begonnen und dauert zehn Monate. Zehn Geflüchtete zwischen 18 und 25 Jahren nehmen daran teil. Sie stammen aus Afghanistan, Eritrea, Somalia und Indien. Finanziert wird „Fit für die Ausbildung“ vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration aus dem Landesprogramm „Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget“ sowie von der Stadt Kassel.
stadt-kassel.de

Integration Geflüchteter: 350.000 Euro für Hochschulen

Das vom Stiftungsfonds Deutsche Bank und Stifterverband gemeinsam initiierte Förderprogramm „Angekommen, integriert, qualifiziert!" hilft künftig sieben Hochschulen dabei, Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund zur Aufnahme und zum Abschluss eines Studiums zu motivieren, sie im Studienverlauf zu begleiten und ihnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Der Stiftungsfonds stellt hierfür insgesamt 350.000 Euro bereit.

Diese sieben Hochschulen erhalten vom Stiftungsfonds Deutsche Bank jeweils 32.000 Euro als Strukturförderung: Weißensee Kunsthochschule Berlin; Universität Bremen; Goethe-Universität Frankfurt; Hochschule Anhalt, Köthen; Duale Hochschule Baden-Württemberg, Lörrach; Hochschule der Wirtschaft für Management – University of Applied Management Studies, Mannheim; Bergische Universität Wuppertal.

Außerdem erhalten die Hochschulen jeweils weitere 18.000 Euro Fördermittel zur Vergabe von jeweils zehn Jahresstipendien in Höhe von 150 Euro monatlich.
stifterverband.org

NRW: 30 Hochschulen bieten Kurse für Geflüchtete

Das gemeinsam mit dem DAAD konzipierte Programm „NRWege ins Studium" unterstützt seit Januar 2017 die dreißig in Nordrhein-Westfalen teilnehmenden Hochschulen beim Auf- und Ausbau vorbereitender und begleitender Studienangebote und stärkt die Beratungsstrukturen für die fachliche und sprachliche Begleitung von studieninteressierten Geflüchteten.

Damit können je nach Ausgangsniveau der Teilnehmer in diesem Jahr bis zu 2.000 Studienbewerber mit Fluchthintergrund intensiv auf ein Studium an ihrer Hochschule vorbereitet werden. Zusätzlich sollen gut 700 Plätze in studienbegleitenden Kursen eingerichtet werden, um den Studienstart zu begleiten und ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen.

Weitere Informationen zum Förderprogramm „NRWege ins Studium“ finden sich unter den nachfolgenden Links.
daad.de, wissenschaft.nrw.de

Baden-Württemberg: Förderprogramm zur Qualifizierung Ehrenamtlicher neu aufgelegt

Das Land Baden-Württemberg hat 2016 auf das hohe bürgerschaftliche Engagement in der Flüchtlingshilfe reagiert und Förderprogramme zur Unterstützung und Qualifizierung für Ehrenamtliche aufgelegt.

Im Rahmen dieser Maßnahmen wurde der Aktionsfonds „Qualifiziert.Engagiert.“ ins Leben gerufen, mit dem Schulungsmaßnahmen aus verschiedenen Themenfeldern förderfähig sind, z.B. Interkulturelles Training, Ehrenamtliche Sprachförderung, Psychische Belastungen und Traumata erkennen und damit umgehen, Rechtliche Rahmenbedingungen und Verfahrensfragen, Aufgabe und Grenzen des Ehrenamtes.

Auch 2017 können sich Flüchtllingshelfer um eine Förderung durch den Aktionsfonds bewerben. Antragsberechtigt sind Kommunen, eingetragene Vereine, in der Flüchtlingshilfe aktive Träger sowie lokale Initiativen.

Neu ist, dass Anträge nun ohne bestimmte Fristen laufend bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg gestellt werden können. Hinzugekommen sind außerdem einige neue Themenfelder, die sich in der praktischen Arbeit ergeben haben. Damit soll die Qualifizierung in der Flüchtlingshilfe Engagierter noch bedarfsgerechter geplant und umgesetzt werden.

Seminare, Schulungen und Workshops für bürgerschaftlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe können bis zum 30. Juni 2017 stattfinden. Die Antragstellung ist ab sofort mit dem neuen Antragsformular möglich.
lpb-bw.de (Förderrichtlinien und Antragsformular)

Dortmund: Wegweiser zur Wohnungssuche für Geflüchtete

Der Planerladen e.V. hat einen Wegweiser herausgebracht, der geflüchteten Menschen in Dortmund die Suche nach einer Wohnung erleichtern soll.

Aktuell ist der Wohnungsmarkt in Dortmund sehr angespannt, so dass nur wenig freie Wohnungen zur Verfügung stehen. Vor allem Wohnungen zu niedrigen Mieten für eine Person oder große Familien sind schwer zu finden. Daher kann die Wohnungssuche derzeit lange dauern. Davon sollte sich aber niemand entmutigen lassen, auch wenn die Suche nach einer eigenen Wohnung gerade für neu nach Deutschland gekommene Menschen nicht so einfach ist.

Viele einzelne Schritte sind notwendig, sowohl bei der Suche als auch nach dem Einzug in die eigenen vier Wände. Der Prozess ist vielschichtig und wirft eine Menge Fragen auf: Woher erfahre ich, wo es freie Wohnungen gibt? Wie kann ich Kontakt zum Vermieter aufnehmen? Welche Vorgaben müssen erfüllt sein, damit das Sozialamt oder das Jobcenter die Miete übernimmt? Was kommt alles auf mich zu, wenn ich eine Wohnung gefunden habe? Wer kann mir bei diesen vielen Fragen helfen?

Für Geflüchtete, die noch nicht in einer eigenen Wohnung leben, bietet der Planerladen e.V. nun mit einem dreisprachigen Wegweiser (deutsch, englisch, arabisch) Unterstützung an. Im Rahmen des Integrationsprojektes im Wohnbereich wurde dieser Wegweiser entwickelt, der Antworten auf diese Fragen gibt und Anlauf- und Beratungsstellen benennt, bei denen Geflüchtete Unterstützung bekommen können.

Regina Hermanns, die das Planerladen-Projekt flügge mit dem Ziel der Integration und dem Empowerment von Geflüchteten in Dortmund betreut, erläutert: „In der Broschüre werden die aufeinanderfolgenden Schritte der Wohnungssuche aufgezeigt und mit entsprechenden Hinweisen für Transferleistungsbezieher und den Anforderungen der Leistungsträger (Sozialamt oder Jobcenter) ergänzt: angefangen bei den benötigten Formularen über das Finden von Wohnungsanzeigen bis hin zu Tipps zum Besichtigungstermin und zum Mietvertrag. Der Wegweiser hört aber nicht an der Stelle auf, an der der Mietvertrag unterschrieben wird, sondern geht z.B. auch auf das Möblieren der Wohnung, das Zusammenleben in einer Hausgemeinschaft oder die Abfalltrennung ein.“

Der Wegweiser ist kostenlos in der Integrationsagentur des Planerladen e.V., Schützenstraße 42, 44147 Dortmund (Tel.: 0231/8820700, E-Mail: integration@planerladen.de) und unter dem nachfolgenden Link als Download erhältlich.
planerladen.de (PDF)

Lesetipp: Flüchtlingshelfer mobilisieren

Der Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt) erhielt Ende November des letzten Jahres den Politikaward 2016 für „Kampagnen von Bund, Ländern und Gemeinden“. Grund dafür war die Einreichung eines Kommunikationskonzeptes, das Tätigkeit von Soziallotsen kommunizieren hilft. Markus Bauer, Landrat des Salzlandkreises, hatte bereits vor der Ankunft des ersten Flüchtlingsstroms im Herbst 2015 die Diskussionen über Strukturen zur Integration angestoßen und dabei geholfen, ein Betreuungskonzept durch den Kreistag zu verabschieden. In einer Art Kurzinterview mit politik & kommunikation schildert Markus Bauer, wie der Einsatz von Soziallotsen zum wichtigen Bestandteil der Flüchtlingshilfe im Salzlandkreis geworden ist.
politik-kommunikation.de >>

Dokumentarfilm von deutschen und syrischen Frauen

„Mit anderen Augen“ – so heißt der Dokumentarfilm von deutschen und syrischen Frauen aus dem thüringischen Eckolstädt unter der Regie von Anita Leyh. In dem 500-Seelen-Dorf auf der Saaleplatte waren rund 200 Geflüchtete aus Syrien, dem Irak und Afghanistan in Unterkünften untergebracht worden. Der Film mit deutschen und arabischen Untertiteln dokumentiert das Kennenlernen der Frauen und zeigt, wie sie einander immer mehr am eigenen Leben teilhaben lassen.

Bis Mitte März wird der Film in verschiedenen thüringischen Städten (15.02. Lutherhaus, Jena | 07.03. Ev. Gemeinde, Magdala | 14.03. Polaris, Jena) zu sehen sein. Zumdem können sich Gemeinden, Kultureinrichtungen oder Schulen, die „Mit anderen Augen“ zeigen möchten, über die Homepage der Dokumentarfilmerin anmelden.
anitaleyh.de, facebook.com, fki-apolda.de

Lehrkräftequalifizierung für Integrationskurse

Die Philipps-Universität Marburg und das Goethe-Institut bieten vier verschiedenen Online-Lehrgänge an, in denen Lehrkräfte die erforderliche Qualifizierung für Integrationskurse flexibel zeit- und ortsunabhängig online erwerben können. Je nach Programm dauert die Qualifizierung zwischen drei Monaten und zwei Jahren. Die Lehrgänge sind vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF anerkannt.
bamf.de

Celle: Wohnraum für Geflüchtete gesucht

Um schutzsuchenden Menschen ein Zuhause geben zu können, bittet die Celler Zuwanderungsagentur weiterhin um private Unterstützung. Auch wenn die Zahl der in Celle ankommenden geflüchteten Menschen im Vergleich zu den Vormonaten stark gesunken sei, werde weiterhin geeigneter Wohnraum gesucht. So soll auch zukünftig die dezentrale Unterbringung außerhalb von Sammelunterkünften sichergestellt werden.
celle.de

München: Besonderer Schutz für LGBT-Geflüchtete

Die Stadt München will homo-, bi- und transsexuelle Geflüchtete bald in besonders geschützten Räumlichkeiten unterbringen und betreuen. Das hat der städtische Sozialausschuss kürzlich beschlossen.

In einem ersten Modellprojekt will das Amt für Wohnen und Migration die sogenannten LGBT-Geflüchteten in bis zu fünf Wohngemeinschaften unterbringen und sozialpädagogisch betreuen.

Rückmeldungen aus Beratungsstellen, Unterkünften sowie der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen hätten ergeben, dass es einen akuten Bedarf für eine gesonderte Unterbringung von homo-, bi- und transsexuellen Geflüchteten gibt, für die Verfolgung aufgrund sexueller Orientierung häufig der ausschlaggebende Fluchtgrund ist.

Darüber hinaus will die Stadt München die Kapazitäten zur Unterbringung von geflüchteten Frauen weiter ausbauen.
muenchen.de

Bamf-Chefin Jutta Cordt betont Bedeutung von Sprache für die Integration

„Bei uns liegt der erste Schritt, der die Basis für eine berufliche Qualifikation legt - und das ist das Thema Sprache. […] Denn ohne Sprache ist eine Integration in den Arbeitsmarkt nahezu ausgeschlossen und eine gesellschaftliche Integration deutlich erschwert.“

BAMF-Chefin Jutta Cordt betont, wie wichtig Sprachkenntnisse für eine gelungene Integration sind und verweist auf die Integrationkurse des BAMF, in denen die Vermittlung von kulturellen Werten und Sprache im Mittelpunkt steht.
dw.com/de

Troll erpöbelt Spenden für syrische Geflüchtete

Was tun gegen rassistische Trolle im Internet? Ignorieren oder endlos dagegen argumentieren? Der als Sohn indischer Immigranten in New Jersey geborene US-Schauspieler Kal Penn, bekannt u.a. durch die „Harold & Kumar“-Filme und verschiedene Serienrollen (u.a. in „Dr. House“ und „How I Met Your Mother“), griff zu einer anderen Maßnahme: Nachdem ihn ein rechter Troll auf Twitter beschimpft hatte, er gehöre nicht in die USA, startete Penn kurzerhand im Namen des Rassisten eine Spendenaktion für syrische Geflüchtete. Mehr als 800.000 US-Dollar sind bereits zusammengekommen.
huffingtonpost.de, twitter.com (Kal Penn), crowdrise.com (Spenden)

Merkel verurteilt US-Einreisestopp

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den von US-Präsident Donald Trump verhängten Einreisestopp für Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern (für ihre Verhältnisse) ungewöhnlich scharf kritisiert.

 

„Das Vorgehen widerspricht nach meiner Auffassung dem Grundgedanken der internationalen Flüchtlingshilfe und der internationalen Kooperation."

Der notwendige Kampf gegen den Terror rechtfertige „in keiner Weise einen Generalverdacht gegen Menschen bestimmten Glaubens, in diesem Falle Menschen muslimischen Glaubens" oder einer bestimmten Herkunft, sagte Merkel.
welt.de

Auf Augenhöhe: Begegnungen zwischen Geflüchteten und Einheimischen

Im vergangenen Jahr strahlte der RBB die Dokumentations-Reihe „Auf Augenhöhe" der Autorin Sally Musleh Jaber aus, im Rahmen derer in sechs Folgen jeweils zwei Fotografen, Musiker, Handwerker, Köchinnen, Studentinnen und Lehrer aus Deutschland sowie aus Syrien bzw. dem Irak einen Tag miteinander verbrachten - auf Augenhöhe, versteht sich.

Vor einigen Tagen wurde mit „Update - ein Wiedersehen auf Augenhöhe" eine Fortsetzung ausgestrahlt, bei der sich die Geflüchteten und Einheimischen nach rund einem Jahr erneut begegneten. Nachfolgend haben wir alle Links aus der RBB-Mediathek zu den Episoden dieser empfehlenswerten, weil sehr authentischen und berührenden Doku-Reihe zusammengefasst.
Folge 1, Folge 2, Folge 3, Folge 4, Folge 5, Folge 6, Wiedersehen

Bochum: Zentrale Anlaufstelle für Geflüchtete

Seit heute bündelt das Amt für Soziales der Stadt Bochum seine Hilfen für Geflüchtete und Asylbewerber. In dem frisch renovierten Gebäude in der Diekampstraße 26 fasst es für das gesamte Bochumer Stadtgebiet die Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die Beratung und Betreuung von Geflüchteten und Asylbewerbern sowie die Verwaltung von Übergangseinrichtungen zusammen. Für jeden der sechs Stadtbezirke in Bochum sind zudem separate Flüchtlingsbüros geplant. Sie sollen Anlaufstellen und Wegweiser für Ehrenamtliche, Geflüchtete sowie Bürgerinnen und Bürger sein.
bochum.de

Handbookgermany: Neuer Online-Knotenpunkt für Geflüchtete in Deutschland

Um zielgerichtet geflüchtete Menschen zu erreichen, hat das Journalistennetzwerk „Neue deutsche Medienmacher“ mit handbookgermany.de ein zentrales Informationsportal für und mit geflüchteten Menschen erstellt. Es ist seit dem 1. Februar online und wird laufend erweitert.

In einer mehrsprachigen Redaktion mit Journalistinnen und Journalisten im Exil werden bestehende Informationsangebote gebündelt, der Mediennutzung der Zielgruppe angepasst und weiterentwickelt. „Vertrauenswürdigkeit ist ein wichtiges Element, denn viele Geflüchtete verlassen sich lieber auf die eigene Community. Wir bringen neben Informationen auch persönliche Erfahrungen ein.“, weiß der syrische Netzaktivist Monis Bukhari, der handbookgermany.de inhaltlich mitentwickelt.

Das neue Portal soll die Menschen dort abholen, wo sie kommunizieren – in den sozialen Netzwerken. Inhalte werden zielgerichtet über Social-Media-Kanäle verbreitet. Die zentrale Informationsplattform ist zudem auf die Nutzung mit Smartphones ausgerichtet und enthält auch niedrigschwellige Angebote: „In unseren kurzen Infovideos werden Themen wie z.B. Familienzusammenführung nicht in komplizierten Texten oder von Experten erklärt, sondern von einem syrischen Vater, der seine Frau und Kinder zu sich geholt hat“, erläutert Konstantina Vassiliou-Enz von den Neuen deutschen Medienmachern. Detailwissen und weiterführende Links gibt es als Ergänzung.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz fördert das Projekt: „Wir schaffen mit dem Portal Handbookgermany.de die Startseite für Flüchtlinge zu Themen wie Arbeit, Bildung, Leben und Wohnen in Deutschland. Das Handbuch ist ein Begleiter für die ersten Jahre, das qualifizierte Information und Alltagsorientierung liefert. Starke Medienpartner wie die Deutsche Welle, Behörden, Verbände und Initiativen unterstützen das Projekt mit Inhalten.“

handbookgermany.de wird von der Telekom und Adobe Systems unterstützt und ist die Weiterentwicklung des Portals refugees.telekom.de, das die Telekom im Herbst 2015 gestartet hatte.
neuemedienmacher.de, bundesregierung.de, handbookgermany.de

3,3 Mrd. US-Dollar für 48 Mio. Kinder in Not

3,3 Milliarden US-Dollar benötigt Unicef in diesem Jahr, um 48 Mio. Kindern in Krisengebieten weltweit zu helfen. Der größte Bedarf sei für die Nothilfe für Kinder und Familien im Bürgerkriegsland Syrien sowie für die Flüchtlinge in den Nachbarländern wie Jordanien und Libanon, so das UN-Kinderhilfswerk in seinem jährlichen Nothilfeaufruf.
unicef.de

Bistum Magdeburg zieht positive Bilanz für Hilfsfonds

Anfang 2014 hatte der Magdeburger Bischof Feige den Spendenfonds „Flüchtlingshilfe Sachsen-Anhalt“ ins Leben gerufen und mit 60.000 Euro ausgestattet. Durch Spenden konnten insgesamt 316.000 Euro in den vergangenen Jahren aufgebracht werden, um Flüchtlinge in finanziellen Notsituationen zu unterstützen. Davon wurden bisher 209.000 Euro an 407 Antragsteller für Familienzusammenführungen, Pass- und Visagebühren, Unterstützung bei der Zahlung von Mieten und Krankenkassenbeiträgen ausgeschüttet.
bistum-magdeburg.de >>

Neue Impulse im Main-Kinzig-Kreis

Das Integrationsbüro des Main-Kinzig-Kreis (Hessen) hat unter der Überschrift „Zusammenleben in der Einwanderungsgesellschaft“ ein neues Fortbildungsformat entwickelt, das an vier Abenden in Gesprächsrunden die Annäherung zwischen neu angekommen Menschen und den bisherigen Anwohnern voranbringen soll. Das Programm besteht an jedem Abend aus einem Impulsvortrag zu den Themen historische Wanderungsbewegungen, Migrationsgeschichten, der rechtliche Rahmenbedingungen und Perspektivwechsel. Darüber hinaus gibt es weitere Fortbildungsangebote für Ehrenamtliche.
osthessen-zeitung.de >>

Ehrenamt im Rentenalter

„Ich möchte, dass die beiden eine Zukunft und eine Chance auf einen Schulabschluss haben.“

Monika Kemnitzer und ihr Mann Gerhard helfen in Gräfenhainichen (Sachsen-Anhalt) den beiden 15-Jährigen Assad aus Afghanistan und Hussein aus Syrien beim Deutschlernen. Das Rentnerehepaar lernte die Jungs bei der Unterstützung der örtlichen Integrationsarbeit kennen.
mz-web.de >>

Berlin sagt Danke!

Auch in diesem Jahr heißt es wieder: Berlin sagt Danke! Mit dem Aktionstag am Sonntag, den 29. Januar 2017 bedankt sich die Stadt für das ehrenamtliche Engagement der Berlinerinnen und Berliner. In vielen öffentliche Einrichtungen wie Zoo, Tierpark, Aquarien, Opern, Theater oder Museen ist an diesem Tag der Eintritt frei. Hier gibt's Liste der Einrichtungen, die sich an dem Aktionstag beteiligen:
berlin.de

Freiburger Wohnprojekt „Längenloh“ verlängert

Im Rahmen des Freiburger Wohnprojektes „Längenloh“ leben 150 Geflüchtete und halb so viele Studierende zusammen in einer Wohnanlage. Das Wohnprojekt wurde ursprünglich aus der Not heraus geboren: Als der erwartete Zuzug Geflüchteter ausblieb und wertvoller Wohnraum leer stand, einigte sich die Stadt Freiburg mit dem Studierendenwerk darauf, die freien Zimmer Studierenden zur Verfügung zu stellen. Nun wird das Projekt verlängert – zumindest für das Sommersemester. Dann wird neu geplant. Übrigens plant die Stadt auch ein langfristiges Neubauprojekt nach dem Vorbild „Längenloh“.
swr.de

Bundeskanzlerin Merkel ist stolz auf die in Deutschland geleistete Integrationsarbeit

„Ich finde, dass hier etwas Großartiges gelungen ist, und möchte die Gelegenheit auch nehmen, sowohl den Ehrenamtlern zu danken, aber auch den vielen Hauptamtlichen, die mit diesen Initiativen natürlich zusammenarbeiten. Wir hätten das nicht so hingekriegt, wenn wir nicht die vielen Bereitschaften gehabt hätten, ehrenamtlich tätig zu sein. Und es gibt ja auch heute noch so viele, die sich kümmern und wirklich Vieles machen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigt in ihrem Podcast die Arbeit der Kommunen sowie der ehrenamtlichen Helfer bei der Flüchtlingsintegration. Deutschland könne stolz sein, was auf diesem Gebiet geleistet wird.
bundesregierung.de

Studienkreis: Kostenloser Sprachunterricht für Geflüchtete

Gute Sprachkenntnisse gehören zu den wichtigsten Voraussetzungen, um geflüchtete Menschen erfolgreich in Schule und Beruf integrieren zu können. Das war für den Nachhilfeanbieter Studienkreis Anlass, um geflüchteten Kindern und Erwachsenen kostenfreien Sprachunterricht zu ermöglichen. Seit dem vergangenen Jahr hat das Institut nach eigenen Angaben mehr als 300 Geflüchtete in Köln, Düsseldorf, Neuss, Lingen und Saarbrücken gefördert.
Sein Engagement will der Studienkreis in diesem Jahr fortführen und ausweiten und ist deshalb der Initiative „Wir zusammen“ beigetreten, einem Zusammenschluss von 150 deutschen Unternehmen, die sich in verschiedenen Projekten für die Integration Geflüchteter engagieren. >> studienkreis.de

Refugee Consulting Germany: Neues Infoportal für Flüchtlingshelfer

Christoph Tiefensee ist seit 2014 ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe im Saarland tätig und musste im Laufe der Zeit feststellen, dass vor allem die Recherchen nach den doch recht umfangreichen Regelungen, Bestimmungen, Gesetzen und Verordnungen eine sehr umfangreiche und zeitaufwendige Aufgabe darstellen. Deshalb hat er das Projekt „Refugee Consulting Germany“ ins Leben gerufen.

Unter rcg-online.eu finden Flüchtlingshelfer gesammelte Informationen, Links und Formulare für eine sinnvolle und effektive Flüchtlingsarbeit. Im Einzelnen bietet das neue Portal Infos zu folgenden Themen:

  • Helferinnen und Helfer im Ehrenamt (Versicherung, rechtl. Grundlagen)
  • Asylverfahren (Unterschiede der einzelnen Anerkennungsarten, etc.)
  • Familiennachzug (Voraussetzung, Unterlagen, Termine)
  • Leistungen (Grundsicherung, Jobcenter, Arbeitsamt etc.)
  • Arbeit und Beruf (Bewerbung, Arbeit, Ausbildung u. Praktikum)
  • Krankenkasse (Wissenswertes zur Gesetzlichen Krankenkasse)
  • Auto, Führerschein und Verkehr (Voraussetzungen für Umschreibung, etc.)
  • Verbraucherportal (Widerrufsrecht, AGB-Fallen, Zahlungsmethoden etc.)

Das Projekt erhebt laut Christoph Tiefensee keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr soll es auch dem Austausch von persönlichen Erfahrungen und Informationen dienen, lebt letztlich also auch von der Mitwirkung anderer in der Flüchtlingshilfe Engagierter.
rcg-online.eu

Terre des Femmes: Info-Flyer und Patinnen-Projekt

Mit einem Info-Flyer in neun Sprachen (Albanisch, Arabisch, Englisch, Kurdisch, Persisch, Französisch, Serbisch, Patschu und Urdu) klärt die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes geflüchtete Frauen über ihre Rechte auf. Der Flyer informiert mit Hilfe von Illustrationen an einigen Beispielen, dass für Frauen und Männer in Deutschland die gleichen Rechte gelten.
Durch die Illustrationen ist der Flyer auch für Primäre und Sekundäre Analphabeten bzw. ohne entsprechende Sprachkenntnisse verständlich. Es wird deutlich gemacht, dass Frauen über dieselben persönlichen Freiheiten verfügen wie Männer, und dass geschlechtsspezifische Gewaltformen in Deutschland verboten sind. Außerdem sind die Notrufnummern der Polizei und des Hilfetelefons abgedruckt. So sollen Frauen ermutigt werden, Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie von Gewalt betroffen sind.

Um geflüchteten Frauen die Integration in Deutschland zu erleichtern und zwischenmenschliche Begegnungen zu fördern, startet Terre des Femmes zudem das Patinnenprogramm „CONNECT – Empowerment für geflüchtete Frauen“. Für die Patenschaft werden noch engagierte Frauen gesucht, die in Deutschland geboren bzw. erfolgreich integriert sind, in Berlin leben und eine mindestens einjährige Patenschaft übernehmen möchten.

Die Patinnen werden die geflüchteten Frauen durch wöchentliche Treffen bei ihrem Ankommen in Deutschland begleiten und sie bei ihrer Integration unterstützen. Bevor die Patenschaft beginnt, wird laut Terre des Femmes voraussichtlich Ende März eine umfassende zweieinhalbtägige Schulung stattfinden.
frauenrechte.de (Flyer), frauenrechte.de (Patinnen)

Uni Göttingen: DAAD fördert Integration Geflüchteter

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert die Integration von geflüchteten Menschen an der Universität Göttingen mit über 600.000 Euro für weitere zwei Jahre.

Im Rahmen seines Programmes „Integra“ unterstützt der DAAD die Studienvorbereitung durch Sprachkurse am Institut für Interkulturelle Kommunikation in Kooperation mit der Uni Göttingen.

Während des ersten Durchgangs im Jahr 2016 nahmen 89 geflüchtete Menschen an dem kostenlosen Angebot teil. Neben dem Sprachunterricht vermittelt das Institut Kontakte zu den einzelnen Studiengängen und bietet individuelle Beratung an; bei Bedarf wird auf psychologische und juristische Hilfe verwiesen. Mit den nun bewilligten Mitteln in Höhe von rund 520.000 Euro werden über 750 Kursplätze für ca. 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die nächsten zwei Jahre finanziert.

Im Programm „Welcome“ fördert der DAAD die Integration studierfähiger Geflüchteter durch den Einsatz studentischer Hilfskräfte. Sieben Hilfskräfte werden in den kommenden zwei Jahren mit rund 80.000 Euro finanziert. Sie bereiten unter anderem Informationen für Geflüchtete, Multiplikatorinnen und Multiplikatoren auf, unterstützen die fachbezogene Sprachförderung oder stellen Online-Materialien für studienspezifische Lernangebote für Flüchtlinge zusammen.
uni-goettingen.de

Arbeitsagentur erwartet schnelle Integration Geflüchteter

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) geht davon aus, dass sich die nach Deutschland geflohenen Menschen auf dem Arbeitsmarkt langfristig gut integrieren werden.

 

„Wir rechnen damit, dass im ersten Jahr zwischen acht und zehn Prozent von ihnen Arbeit finden werden, im fünften Jahr wird rund die Hälfte einen Job haben, nach 15 Jahren dann etwa 70 Prozent."

Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit
zeit.de

Städteregion Aachen: Letzte Notunterkunft geschlossen

Zum Jahresende 2016 ist in Monschau-Höfen die letzte Notunterkunft der Städteregion Aachen für geflüchtete Menschen geschlossen worden. Um allen Helfern „Danke“ zu sagen und gemeinsam auf die zeitweise sehr turbulenten Monate zurückzublicken zu können, wurde eine kleine Abschiedsfeier veranstaltet. Die Städteregion hatte seit Anfang Oktober 2015 sieben Notunterkünfte mit insgesamt 1.103 Plätzen betrieben.
aachener-nachrichten.de, staedteregion-aachen.de

Ideegration – Integrationskonzepte in Österreich gesucht

Im Rahmen des Projektes „Ideegration“ suchen Accenture, Ashoka, Bundeskanzleramt und Österreichisches Rotes Kreuz Digitalinitiativen zur Unterstützung der Integration von Geflüchteten. Auf der Ideegration Konferenz am 10. November 2016 wurden aus 104 eingereichten Integrationsprojekten fünf Initiativen ausgewählt, die bis Juni 2017 am „Ideegration Digital“-Entwicklungsprogramm teilnehmen, um ihre Verbindungen zu Hilfsorganisationen, Unternehmen und Verwaltung zu stärken.

Mit dabei sind eine Dolmetschplattform für soziale Einrichtungen (interprAID), eine Plattform mit niederschwellig umsetzbaren Integrationsprojekten für Gemeinden (ZIAG), eine interaktive und mehrsprachige Karte für Geflüchtete (new here), eine Matchmaking-Plattform zwischen Freiwilligen und Hilfsorganisationen (help2day) und ein Weiterbildungsprogramm für geflüchtete Akademiker (MTOP).
ideegration.unhcrideas.org, futurezone.at

Arnsberg macht Mut

In Arnsberg (Nordrhein-Westfalen) kommen ca. 700 ehrenamtliche HelferInnen auf ca. 1.400 Geflüchtete. Die Stadt im Sauerland ist damit auf einem guten Weg die Integration der neuen BürgerInnen zu packen. Gleichzeitig freut man sich im Rathaus auch über die positive Resonanz und das neubürgerliche Engagement der Menschen, die Arnsberg neu angekommen sind.
wp.de >>

Hilfe für unbegleitete Minderjährige

„Hauptamtliche scheiden nach dem 18. Geburtstag aus. Dann fallen viele Jugendliche meist in ein Loch. Ehrenamtliche haben oft eine engere Beziehung.“

Irene Froese vom Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) kümmert sich um „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ in Leverkusen. Der SKF hat ein Programm zur Weiterbildung Ehrenamtlicher entwickelt, die im Anschluss junge Geflüchtete im Alter von 14 bis 16 Jahren begleiten können. Froese sieht darin auch eine Option, hilfsbereite Menschen zu unterstützen, die lieber eine Patenschaft als gleich eine – rechtlich verbindliche – Vormundschaft zu übernehmen. Insgesamt ist es Ziel der verschiedenen Aktivitäten, die Jugendlichen bis zur Volljährigkeit zu begleiten und wenn es notwendig ist, auch darüber hinaus.
ksta.de >>

Buchtipp: Echte Schätze 2

Katze Kim ist zurück! In der zweiten mehrsprachigen Ausgabe von „Echte Schätze“ wird in den Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch, Russisch und Arabisch kindgerecht erklärt, wie Jungen und Mädchen mit Gefühlen wie Trauer umgehen und um Hilfe bitten können, und wie wichtig es ist, selbst über den eigenen Körper bestimmen zu können. Wie schon die erste Ausgabe (wir berichteten) entstand auch „Echte Schätze 2“ aus der Zusammenarbeit des PETZE-Instituts mit dem Verlag mebes & noack. Das Buch kostet 7,50 Euro.
verlagmebesundnoack.de

Porsche setzt Integrationsprogramm fort

In der zweiten Runde des Integrationsprogramms von Porsche werden 15 Frauen und Männer aus Afghanistan, Syrien, Eritrea und Irak bis August diesen Jahres so weit qualifiziert, dass sie im Anschluss auch auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einen Ausbildungsplatz erhalten oder den direkten Berufseinstieg schaffen können. Generell will Porsche nicht nur für die eigenen Unternehmensbelange entsprechende Qualifizierungsmaßnahmen durchführen, sondern bildet bewusst auch für Branchen aus, die unter einem Fachkräftemangel leiden, oder Firmen, die aufgrund ihrer Betriebsgröße kein eigenes Integrationsprogramm aufsetzen können – so die Pressemitteilung des Sportwagenherstellers.
Dafür arbeitet die Firma auch eng mit der Agentur für Arbeit zusammen. Nach der ersten Runde haben elf Flüchtlinge eine Anschlussbeschäftigung bei Porsche erhalten.
presse.porsche.de >>

Downloadtipp: Projektjahrbuch 2015

Etwa 200 Projekte hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 2015 im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Im Mittelpunkt dieser Integrationsprojekte – von journalistischen Medienprojekten über interkulturelle Kochtreffs bis hin zu Sporttreffs – stand das soziale Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. All diese Projekte listet das BAMF nun im „Projektjahrbuch 2015“, das kostenlos zum Download bereitsteht. Die Vielfalt an gelungenen Beispielen soll Inspiration bieten und zur Nachahmung anregen. Zudem gibt's in der Publikation Infos, wie man sich um eine Projektförderung bewerben kann.
bamf.de

München: Syrisch-bayerische Band gegründet

Die beiden geflüchteten syrischen Musiker Ehab Abo Fakhir und Abathar Kmash kamen im Januar 2016 nach München und trafen im Theater am Sozialamt (TamS) auf den experientierfreudigen Multiinstrumentalisten Ardhi Engl. Inzwischen haben die drei zusammen mit dem Percussionist Rudolf Roth das A.E.R.A.-Quartett gegründet. Gemeinsam gelingt der Formation ein ganz eigener spielerischer Brückenschlag: die Verwebung europäischer Klassik und bayrischer Volksmusik mit arabischen Elementen.

Wer neugierig geworden ist, kann sich heute und morgen Abend bei zwei Konzerten der Musiker unter dem Titel „A Syrian-Bavarian Connection" im TamS-Theater in München-Schwabing selbst überzeugen. Karten gibt es für 20 Euro (ermäßigt: 13 Euro).
tamstheater.de

Hamburg: Projekte fördern Integration geflüchteter Frauen

Die Hamburger Regierungsfraktionen SPD und Grüne wollen zwei Projekte finanziell unterstüzen, um die Integration von Flüchtlingsfrauen in der Stadt zu verbessern. Mit dem Projekt LibertA sollen die beruflichen Chancen optimiert werden. Hierbei lernen die Frauen in Handarbeitskursen deutsch. Die Initiative SWITCHMind kümmert sich in muttersprachlichen Workshops um die Vermittlung von Grundwerten, wie Gerechtigkeit und Gleichstellung. Beide Projekte werden mithilfe des Integrationsfonds gefördert. So soll das Projekt LibertA mit 176.000 Euro und die Initiative SWITCHMind mit 25.000 Euro bezuschusst werden.
www.bundeswirtschaftsportal.de

Uni Freiburg bereitet Geflüchtete aufs Studium vor

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert über das Integra-Programm des Deutschen Akademischen Austauschdiensts in den kommenden beiden Jahren erneut Vorkurse an der Universität Freiburg, die Geflüchtete darauf vorbereiten, ein Studium an einer deutschen Hochschule aufzunehmen. Das BMBF stellt der Uni dafür insgesamt knapp 300.000 Euro bereit.

Der nächste Vorkurs findet von April bis Dezember 2017 statt. Vorgesehen sind zwei Klassen mit jeweils bis zu 22 Plätzen, für die sich Interessierte bis zum 16. Februar online bewerben können. Geflüchtete können sich zudem am 2. Februar 2017 ab 18 Uhr im Hörsaal 1098, Kollegiengebäude I, Platz der Universität 3 über den Vorkurs und die Bedingungen zur Teilnahme informieren.
uni-freiburg.de (mit weiterführenden Links)

Uni Potsdam: Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrkräfte

Noch bis zum 10. Februar können sich Lehrerinnen und Lehrer, die vor Krieg und Verfolgung nach Deutschland geflohen sind, für einen neuen Durchgang des „Refugee Teachers Program“ an der Universität Potsdam bewerben. Voraussetzungen sind ein Universitätsabschluss, Berufspraxis als Lehrerin oder Lehrer an einer Schule in der Heimat, der Flüchtlingsstatus und Englischkenntnisse auf Niveau B1. Ein neuer Kurs beginnt im April. Weitere Infos gibt es unter dem nachfolgenden Link.
uni-potsdam.de

Kampagne: #Menschlichkeit steht dir am besten

Die Hamburger Networkagentur FCB hat im Auftrag der Spendenplattform betterplace.org die Kampagne „#Menschlichkeit steht dir am besten“ entwickelt. Parallel zur Fashion Week in Berlin wurde das Fake-Label „Epic Escape“ gelauncht. Auf den ersten Blick werben Models in Klamotten im Used-&-Destroyed-Look für die neue Marke. In Wahrheit erzählen Geflüchtete ihre bewegenden Geschichten. Die Auflösung findet sich auf der Seite www.menschlichkeit.de. Prominente Unterstützung für die Aktion gibt's u.a. von Modedesignerin Sibilla Pavenstedt, Schauspielerin Jana Pallaske, Comedian Dave Davis, Starkoch Steffen Henssler und Musiker Smudo mit den Fantastischen Vier. Alle Spenden, die über die Kampagnenseite und den Verkauf der Sweatshirts, T-Shirts, Mützen und Co. generiert werden, gehen an 500 sozialen Projekte auf der Plattform zusammen-fuer-fluechtlinge.de.
horizont.net

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BAMF-Chefin Cordt: Trennung in Anhörer und Entscheider aufheben

Jutta Cordt, die neue Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF), prüft laut einem Bericht des „Focus“ eine Änderung im Ablauf der Asylverfahren: So könnte die bisherige gängige Praxis, wonach bestimmte Mitarbeiter die Fluchtgründe der Asylbewerber angehört, andere dann aber über die Anträge entschieden haben, aufgehoben werden.

Die über 400.000 Altanträge von Asylbewerbern aus den vergangenen zwei Jahren sollen laut Cordt zudem „bis zum Ende des Frühjahrs“ abgearbeitet sein.
focus.de

Zum Jahreswechsel noch rund 400.000 offene Asylanträge in Deutschland

Laut Frank-Jürgen Weise, der wie berichtet zum Jahresbeginn die Leitung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an Jutta Cordt abgab, wurden 2016 zwar 700.000 Entscheidungen zu Asylverfahren getroffen, dennoch nehme das BAMF 300.000 neue Anträge mit ins neue Jahr, die noch entschieden werden müssen. Als Grund führt er an, dass der Personalaufbau ein Vierteljahr länger als geplant gedauert habe. Hinzu kämen 100.000 Fälle, in denen noch intensiv recherchiert werden müsse, etwa weil Dokumente fehlen bzw. Anfragen bei Botschaften laufen.
focus.de

 

 

„Wer heute einen Antrag stellt, kann im Durchschnitt schon nach weniger als drei Monaten mit einem Bescheid rechnen.“

Frank-Jürgen Weise, bis Ende 2016 Chef des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Köln: 840 Geflüchtete in Wohnungen vermittelt

Wie die Stadt Köln mitteilt, konnten im vergangenen Jahr durch das Projekt „Auszugsmanagement" des Amtes für Wohnungswesen, das Geflüchtete bei der Wohnungssuche unterstützt, 840 Personen in 293 Wohnungen vermittelt werden.

Auch im Jahr 2017 ist das Auszugsmanagement weiterhin auf die Unterstützung der Bevölkerung bei der Wohnungssuche angewiesen. Kölnerinnen und Kölner, die freien Wohnraum zur Verfügung stellen können, finden hier weitere Informationen.
stadt-koeln.de

Hamburg: Förderung für Integration geflüchteter Frauen

Das rot-grüne Regierungsbündnis in Hamburg hat beschlossen, Geld aus dem Integrationsfonds für ein Projekt zu beantragen, das sich speziell an geflüchtete Frauen ohne formelle Ausbildung richtet. Rund 177.000 Euro sollen in das Projekt LibertA der Vereine Made auf Veddel und BIN fließen, in dem geflüchtete Frauen unter professioneller Anleitung nähen, stricken und häkeln lernen und parallel dazu in Deutsch- und Integrationskursen ihre sprachlichen Kompetenzen stärken können.
welt.de

Integration Geflüchteter ist Thema in Davos

„Wir müssen asylsuchende Menschen so schnell wie möglich in Arbeit kriegen. Das beginnt mit der Klärung der Kompetenzen geht über Sprachtraining und Aus- und Weiterbildung bis hin zur Vermittlung einer Arbeit.“

Alain Dehaze, Chef des weltgrößten Personaldienstleisters Adecco, stellt noch einmal heraus, dass Integration mit Arbeit und gezielter Schulung am schnellsten und besten funktioniert. Dabei lobt er auch, dass Asylsuchende dank Gesetzesänderungen in Deutschland inzwischen schneller Zugang zum Arbeitsmarkt haben.
wiwo.de

DIW: Geflüchtete als Konjunkturprogramm für Deutschland

Die hohen staatlichen Ausgaben für geflüchtete Menschen sowie private Mehrausgaben der Migranten stimulieren laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ nach Einschätzung von führenden Ökonomen die Konjunktur und tragen dauerhaft zu mehr Wachstum bei.


„Die staatlichen Ausgaben für Geflüchtete haben 2016 das Wirtschaftswachstum um etwa 0,3 Prozentpunkte erhöht. Der positive Effekt der Geflüchteten auf die Wirtschaftsleistung wird sich in den kommenden Jahren weiter verstärken."

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW)
rp-online.de

Interaktive Landkarte: Bildungszugang von geflüchteten Kindern

Welchen Zugang haben geflüchtete Kinder zu Bildung? Antworten auf diese Frage gibt die www.landkarte-kinderrechte.de des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Dafür wurden im vergangenen Jahr die Sozial- und Kultusministerien aller Bundesländer befragt, wie sie den Zugang für geflüchtete Kinder zu Schulen und Kitas regeln. Für den Bereich Kitas liegen keine Antworten aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen vor, in Sachen Schule hat Brandenburg nicht geantwortet. Die Visualiserung zeigt: Um den menschenrechtlichen Vorgaben einer vorrangigen Berücksichtigung der besten Interessen von Kindern gemäß Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention zu entsprechen, muss an dieser Stelle noch einiges getan werden.
institut-fuer-menschenrechte.de

Flüchtlinge und Düsseldorfer Musiker präsentieren gemeinsame Songs

Unter dem Motto „Future me“ findet am Samstag, dem 14. Januar 2017 im Düsseldorfer Kulturzentrum zakk ein Konzert von Geflüchteten und sechs ortsansässigen Bands statt. Das Besondere an der Veranstaltung ist, dass die Lieder in den vergangenen sechs Monaten gemeinsam komponiert und professionell aufgenommen worden sind. Die Musikrichtungen reichen dabei von Punk über Hip Hop, World und Dub bis Pop. Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
www.duesseldorfer-anzeiger.de

Berlin: Berufsmesse für Geflüchtete ausgebucht

Am 25. Januar findet im Estrel Berlin erneut eine Jobbörse statt, die arbeitssuchende Geflüchtete und Migranten mit potenziellen Arbeitgebern zusammenbringen soll. Mit 4.200 angemeldeten Teilnehmern ist die Jobbörse schon jetzt ausgebucht. Insgesamt haben 189 Aussteller mehr als 3.000 offene Ausbildungsplätze, Praktika und Jobs in unterschiedlichsten Wirtschaftszweigen gemeldet.

Die Schirmherrschaft der Messe hat Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller übernommen. Veranstaltet wird die Jobbörse bereits zum zweiten Mal vom Estrel Berlin in Kooperation mit der Agentur für Arbeit Berlin Süd. Die Erstauflage der Messe fand wie berichtet im Februar 2016 statt.
estrel.com

Düsseldorf: Geflüchtete ziehen aufs Gelände der Bergischen Kaserne

Die Stadt Düsseldorf hat auf dem ehemaligen Sportplatz der Bergischen Kaserne in Hubbelrath elf Leichtbauhallen und weitere Container zur Unterbringung von insgesamt 384 geflüchteten Menschen errichtet. Acht Hallen mit festen Wänden und doppeltem Zeltdach dienen als Unterkunft, drei sind als Speise- und Aufenthaltsräume mit je 140 Plätzen vorgesehen. Dazu kommen je 16 Toiletten- und Duschcontainer und acht Container mit je vier Waschmaschinen und Trockner. Außerdem gibt es weitere acht Container für Pförtner, Verwaltung, Beratung und Lager sowie acht Kinderwagen-Überdachungen.
lokalkompass.de, duesseldorf.de

Uni Bielefeld: Was die Gesundheitskarte für Geflüchtete bringt

Elektronische Gesundheitskarten sollen Geflüchteten in Deutschland unbürokratisch zu medizinischer Versorgung verhelfen. Bewirkt diese Regelung auch, dass sich diese Menschen als selbstbestimmt empfinden und gesellschaftlich besser mitwirken können? Das untersucht jetzt ein Projekt der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld. Es ist eins von zwei neuen Forschungsprojekten der Fakultät zu sozialer Teilhabe und Gesundheit von Geflüchteten. Beide Studien starten im Februar 2017, gefördert vom Wissenschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Gesundheitswissenschaftler Professor Dr. Oliver Razum und Judith Wenner leiten die neuen Projekte.

Das Projekt zur Gesundheitskarte heißt „Soziale Teilhabe durch Gesundheit: Analyse der Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte für Geflüchtete in NRW“, das zweite Projekt „Vergleichsdatenbank für quantitative Forschung zu Gesundheit und gesundheitlicher Versorgung Geflüchteter“. Die Datenbank soll repräsentative Studien bereitstellen, die Vergleiche zwischen der Gesundheit von Geflüchteten mit anderen Gruppen erlauben, die in Deutschland leben.

Die beiden Projekte werden mit insgesamt 365.000 Euro gefördert und laufen bis Ende 2019. Sie gehören zum Forschungsschwerpunkt „Flucht und Gesundheit“ der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld.
ekvv.uni-bielefeld.de

SESAM-Projekt unterstützt international ausgerichtete Unternehmen.

In der Region Niederrhein hat fast jedes zehnte Unternehmen (von rund 5.000 insgesamt) einen internationalen Hintergrund. Um die Integration von Zugewanderten in den Firmen zu stärken, gibt es bereits seit drei Jahren das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales initiierte Projekt SESAM, welches von der Stadt Duisburg umgesetzt wird. Die Abkürzung steht für „Spezifische Aktivierung von Migrantenunternehmen in der Region Niederrhein“ und soll den Firmen in Duisburg und den Kreisen Kleve und Wesel helfen, ihre Personalentwicklung strategisch und langfristig auszurichten. Hierzu wird zunnächst ein Selbstcheck in Form eines Fragebogens durchgeführt. Die Unternehmen werden dann gezielt beraten, z.B. im Hinblick auf den Qualizierungsbedarf der Mitarbeiter, und es werden gemeinsam Maßnahmen zur Umsetzung entwickelt.
www.rp-online.de

Berlin: Freizug der Turnhallen bis Ende März

Berlins neuer Senat hat ein 100-Tage-Programm vorgelegt. Laut diesem sollen 1.600 Geflüchtete, die aktuell noch in Turnhallen untergebracht sind, bis Ende März in feste Quartiere umziehen. Bis dahin sollen noch sechs weitere Containerdörfer fertiggestellt werden: Stadion Wilmersdorf an der Fritz-Künstler Straße, Alte Jakobstraße in Kreuzberg, Dingolfinger Straße in Marzahn-Hellersdorf, Am Oberhafen in Spandau und Finckensteinallee in Steglitz-Zehlendorf.
tagesspiegel.de (100-Tage-Programm), tagesspiegel.de (Container-Dörfer)

Projekt „Work für Refugees“

„Work for Refugees“, ein Projekt des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und der Stiftung Zukunft Berlin, will Geflüchteten Arbeitsplätze vermitteln – kostenfrei. Nach Eingabe der persönlichen Daten werden die Bewerber zu einem Beratungstermin eingeladen, bei dem die Deutsch- und Fachkenntnisse überprüft werden. Ihre Daten werden dann an potenzielle Arbeitsgeber weitergeleitet, die sich mit Stellenangeboten bei „Work for Refugees“ registriert haben. Die Menüführung auf der Seite gibt es in arabischer, englischer, französischer und deutscher Sprache. Über dieses Projekt hat übrigens auch Hany, ein Kopte, der aus Ägypten flüchtete, seinen Job gefunden. Seit zehn Monaten organisiert er als „Steward“ die Spülküche im Kultrestaurant Nobelhardt&Schmutzig im Berliner Stadtteil Kreuzberg. So konnte Hany eine Wohnung finden und diese auch selbst finanzieren.
work-for-refugees.de, paritaet-berlin.de, sueddeutsche.de (Hany)

Subsidiärer Schutz: BAMF unterliegt vor dem OVG Thüringen

Das Thüringer Oberverwaltungsgericht hat die im Jahr 2016 bei ihm anhängigen Anträge der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), auf Zulassung der Berufung in Asylstreitigkeiten syrischer Staatsangehöriger als unzulässig abgelehnt. Wie das OVG mitteilt, sind damit die angegriffenen Urteile des Verwaltungsgerichts Meiningen, welches die Bundesrepublik verpflichtet hatte, den Klägern den vollen Flüchtlingsstatus nach § 3 Asylgesetz zuzuerkennen, rechtskräftig.

Rund 100 nach Thüringen geflohene Syrer hatten zuvor am VG Meiningen gegen den ihnen vom BAMF zugesprochenen Status des „subsidiären Schutzes“ geklagt, der auf ein Jahr begrenzt ist und keinen Nachzug von Familienangehörigen ermöglicht. Die Kläger behalten durch die Entscheidung des OVG Thüringen, die Anträge des BAMF auf Berufung nicht zuzulassen, nun endgültig ihren Status als anerkannte Geflüchtete.

Erleichtert auf die OVG-Entscheidung reagierte die flüchtlingspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Thüringer Landtag, Sabine Berninger: „Auch wenn damit leider vom OVG keine Entscheidung der Frage, ob syrische Geflüchtete in ihrem Herkunftsland Verfolgung ausgesetzt sind und daher als Flüchtlinge gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention anerkannt werden müssen, getroffen wurde, stärkt das OVG mit der Entscheidung die Rechte der geflüchteten Menschen im Verfahren."

Berninger rät allen aus Syrien geflüchteten Menschen, die Entscheidung des BAMF, nur den subsidiären Schutzstatus anzuerkennen, in jedem Fall auf dem Klageweg anzugreifen. „Viele Geflüchtete und auch UnterstützerInnen haben Angst vor dem Klageweg, weil sie befürchten, im Falle einer Niederlage auch den subsidiären Schutz als Bürgerkriegsflüchtlinge zu verlieren. Diese Befürchtung ist aber unbegründet, eine Schlechterstellung gibt es bei diesem Verfahrensschritt nicht. Wichtig ist, die äußerst kurze Frist von zwei Wochen einzuhalten, die nach Zugang des Bescheides vom BAMF bleibt", so Berninger.
neues-deutschland.de, die-linke-thl.de, thovg.thueringen.de

Hessen: Hochschulen erhalten 550.000 Euro für Flüchtlingshilfe

100.000 Euro gehen an die Justus-Liebig-Universität Gießen für ihr Gasthörerprogramm sowie Integrationsangebote der Fachbereiche. Das hessische Wissenschaftsministerium hat den Hochschulen des Landes insgesamt 550.000 Euro für Flüchtlingshilfe bewilligt. Die Hochschulen können so die Beratungs- und Betreuungsangebote fortführen, die sie im vergangenen Jahr mit Hilfe einer ersten Förderung des Ministeriums eingerichtet hatten.
fnp.de, wissenschaft.hessen.de

Spenden für Geflüchtete: Erleichterungen verlängert

Bereits im September 2015 hatte das Bundesfinanzministerium im Einvernehmen mit den Bundesländern Vereinfachungen für private Spender und steuerbegünstigte Organisationen beschlossen. Diese ursprünglich bis Ende 2016 befristeten Regelungen wurden nun bis Ende 2018 verlängert.

Die wichtigsten Vereinfachungen: Für Sonderkonten von Hilfsorganisationen zur Unterstützung von Geflüchteten gilt weiterhin der vereinfachte Spendennachweis: Es genügt z.B. ein Bareinzahlungsbeleg, der Kontoauszug eines Kreditinstituts oder bei Online-Banking der PC-Ausdruck. Eine Betragsbegrenzung gibt es nicht.

Alle gemeinnützigen Organisationen dürfen unabhängig von ihren eigentlichen Satzungszwecken Spenden für geflüchtete Menschen sammeln, wenn sie auf die Sonderaktion hinweisen. Auch nicht gemeinnützige Organisationen können auf Treuhandkonten Spenden zur Förderung der Hilfe für Geflüchtete sammeln. Die Zuwendungen an diese Sammelstellen sind steuerlich abziehbar, wenn die Gelder der Sammlung an eine gemeinnützige Organisation zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge weitergeleitet werden. Zudem gelten Nachweiserleichterungen für gemeinnützige Organisationen bei der Unterstützung von Geflüchteten: So kann insbesondere auf den Nachweis der Hilfebedürftigkeit verzichtet werden.

Schenkungen zu ausschließlich mildtätigen Zwecken zugunsten der Hilfe für geflüchtete sind darüber hinaus von der Schenkungsteuer befreit.
handelsblatt.combundesfinanzministerium.de

Anfragen-Rekord von Geflüchteten beim Suchdienst des DRK

Im vergangenen Jahr haben sich so viele Geflüchtete wie noch nie mit Anfragen beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes gemeldet. Von Januar bis zum Stichtag 21. Dezember haben sich demnach 2.724 geflüchtete Menschen auf der Suche nach Angehörigen ans DRK gewandt, rund 66 Prozent mehr als 2015. Die meisten Anfragen kamen von Menschen aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Eritrea und Irak. In etwa jedem zweiten Fall konnte das DRK mit seinem internationalen Netzwerk weiterhelfen.
stuttgarter-zeitung.de

Besserer Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften

Um die Sicherheit von Kindern, Frauen und Jugendlichen sowie anderen besonders schutzbedürftigen Personen in Not- und Gemeinschaftsunterkünften zu verbessern, haben UNICEF und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im vergangenen Jahr die Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ ins Leben gerufen. Die mit 25 Koordinatorenstellen gestartete Initiative soll in diesem Jahr ausgebaut werden. Weitere 75 Koordinatorenstellen für Gewaltschutz sind bundesweit geplant, von der jede mit jährlich 40.000 Euro vom BMFSFJ gefördert wird. Aufgabe der Koordinatoren ist es, basierend auf den im Juli 2016 von UNICEF, BMFSFJ und weiteren Partnern veröffentlichten Mindeststandards, mit den Leitern der Unterkünfte Schutzkonzepte zu entwickeln, zu implementieren und deren Umsetzung zu verfolgen.

„Kinder und ihre Familien sollten grundsätzlich möglichst kurz in Not- und Gemeinschaftsunterkünften bleiben. Solange sie sich dort aufhalten, müssen sie vor Gewalt und Missbrauch geschützt werden und Zugang zu strukturierten Spiel- und Lernangeboten haben. Dass sich künftig 75 weitere Koordinatoren um besseren Schutz in Einrichtungen kümmern und ihr Wissen in ihre Netzwerke weitertragen werden, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“,

so Kirsten Di Martino, Country Coordinator, Refugee and Migrant Response – Germany, UNICEF.

Um die Stellen bewerben können sich freie, kommunale und private Träger von Flüchtlingsunterkünften ebenso wie Einrichtungen in Landesträgerschaft. Das Verfahren zur Interessenbekundung endet am 10. Februar 2017.
unicef.de

Buchtipp: Firas Alshaters Autobiographie „Ich komm auf Deutschland zu“

ich-komm-auf-deutschland-zu_199x300pxDer aus Syrien geflohene YouTube-Star Firas Alshater, der mit der Webserie „Zukar“ bekannt wurde (wir berichteten), hat seine Autobiographie geschrieben. Das Buch „Ich komm auf Deutschland zu“ ist im Oktober 2016 beim Ullstein Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro. Darin erzählt Firas Alshaters von seinen Erlebnissen in Deutschland und Syrien – auf seine ganz eigene offene, witzige und liebenswert freche Art.
deutschlandradiokultur.de

Jutta Cordt wird neue BAMF-Chefin

Jutta Cordt tritt die Nachfolge von Nachfolgerin von Frank-Jürgen Weise an und wird neue Chefin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge BAMF. Unter ihrer Leitung sollen u.a. die Wartezeiten für Geflüchtete kürzer und Dolmetscher besser eingesetzt werden. Noch nicht entschiedener Asylanträge sollen abgebaut werden, die Entscheidungen „zeitnah und rechtssicher“ fallen. In einem kurzen Video stellt das ZDF die neue BAMF-Chefin vor.
zdf.de

Köln: Mindeststandards zur Unterbringung Geflüchteter beschlossen

Der Kölner Stadtrat hat in dieser Woche verbindliche Mindeststandards für die Unterbringung und Betreuung geflüchteter Menschen beschlossen, von denen derzeit mehr als 13.300 in städtischen Einrichtungen untergebracht sind. So wird unter anderem der personelle Betreuungsschlüssel für die Sozialarbeiter in den als Notunterkunft genutzten Standorten an der Friedrich-Naumann-Straße (Porz-Eil) und Matthias-Brüggen-Straße (Ossendorf) auf 1:60 (bisher 1:80) festgesetzt. Gleiches gilt mit Blick auf alle Leichtbauhallen-Standorte sowie noch belegte Turnhallen. Für die übrigen Einrichtungen soll ein detailliertes Betreuungskonzept ausgearbeitet und dem Rat bis März 2017 vorgelegt werden.

Ebenfalls bis zum März soll die Verwaltung ein Umsetzungskonzept vorlegen, um das Ehrenamt zu stärken. Darin sollen insbesondere die Eigenarten und unterschiedlichen Bedarfe in den Stadtteilen berücksichtigt werden. Für die medizinische Versorgung soll die Verwaltung zudem Verbesserungsvorschläge erarbeiten, die insbesondere die Situation in den kleineren Notunterkünften berücksichtigen. Wie die Stadt betont, werden die Mindeststandards nur „vorübergehend aufgrund des enormen Handlungsdrucks bei der Flüchtlingsunterbringung“ angewandt.

Darüber hinaus wurde bekanntgegeben, dass die Stadt Köln nun spezielle Wohneinheiten für homo-, bi-, trans- und intersexuell veranlagte Geflüchtete, sogenannte LSBTI-Schutzbedürftige, bereitstellt und die ersten fünf solcher Plätze bereits bezogen wurden. Weitere LSBTI-Wohngemeinschaften sollen von der Stadt Köln in Kürze zur Verfügung gestellt werden.
stadt-koeln.de, (Standards), stadt-koeln.de (LSBTI)

Berlin: In die Umquartierung von Geflüchteten kommt Bewegung

Nach Informationen des „rbb“ werden im Laufe der nächsten Tage rund 800 Geflüchtete aus Sporthallen in eine Unterkunft in der Heerstraße im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und zwei Containerdörfer in Lichtenberg und Pankow umziehen können. Dann sollen insgesamt neun Berliner Turnhallen sollen wieder für den Sport genutzt werden können. Der neue rot-rot-grüne Senat hatte wie berichtet letzte Woche angekündigt, den Umzug von Geflüchteten aus Sporthallen in menschenwürdige Unterkünfte beschleunigen zu wollen.
rbb-online.de

Freiburger Wohnprojekt: Studenten und Geflüchtete wünschen sich Verlängerung

150 Geflüchtete und 72 Studierende leben in Freiburg in einem integrativen Wohnprojekt (wir berichteten) zusammen. Allerdings war das Projekt von Beginn an auf sechs Monate bis März 2017 begrenzt. Die Geflüchteten und Studierenden wollen nun aber, dass dieses deutschlandweit einzigartige Projekt verlängert wird. Die Stadt zeigt sich dem gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen und will eine Verlängerung prüfen, berichtet die „Badische Zeitung“.
badische-zeitung.de

Wettbewerb „Aus meiner Sicht“: Gewinner stehen fest

Die Gewinner des Videowettbewerbes „Aus meiner Sicht –Videowettbewerb mit Geflüchteten“ der Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus (wir berichteten) stehen fest. Die Jury prämierte aus über 63 eingereichten Beiträgen fünf Clips. Den ersten Platz sicherte sich eine Gruppe von sieben Personen, die Teilnehmenden eines Deutschkurses in Hamburg, mit dem Video „Vorurteile“.

Musaab Alibrahim, Sabrin Abuissa, Mohammad Issa, Bashar Ahmad, Zeinab Maamo, Omar Hammad und Philip Mordecai erhalten für ihren gemeinsam produzierten Beitrag ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Damit wollen sie gemeinsam einen Ausflug nach Berlin machen.
bamf.de

DRK sammelt Geschenke und organisiert Weihnachtsfeiern in Flüchtlingsunterkünften

Unter dem Motto Deutsches Rotes Geschenk sammelt das Deutsche Rote Kreuz Weihnachtsgeschenke für Bedürftige in Deutschland und weltweit. Auch die Ehrenamtlichen der nordrhein-westfälischen Hilfsorganisation sammeln Präsente, um sie dann u.a. an in Armut lebende Menschen oder Geflüchtete zu verschenken. In Flüchtlingsunterkünften, z.B. im Kreis Euskirchen, veranstalten sie zudem Weihnachtsfeste, bei denen dann gemeinsam gesungen und gegessen wird. Dabei werden die gespendeten Geschenke verteilt. Darüber hinaus beschenken auch die Flüchtlinge ihre Besucher und singen Lieder aus ihren Heimatländern. So entsteht ein Austausch zur Förderung der Integration.
www.rp-online.de

Ban Ki-moon fordert mehr Toleranz gegenüber Geflüchteten

ban-ki-moon_150x150px„Jeder Migrant ist ein Mensch ausgestattet mit Menschenrechten. Es ist die Grundlage der New Yorker Erklärung, die Menschenrechte und Grundfreiheiten aller Migranten unabhängig von ihrem Status zu schützen und zu wahren.“

In seiner Erklärung zum Internationalen Tag der Migranten am 18. Dezember 2016 rief der scheidende UN-Generalsekretär Ban Ki-moon weltweit zu mehr Kooperation und Toleranz gegenüber Geflüchteten und Migranten auf. Er forderte die Herkunfts-, Transit- und Zielländer auf, stärker international zusammenzuarbeiten.
unric.org

NDR veröffentlicht Märchen in Leichter Sprache

Der NDR hat sein barrierefreies Angebot erweitert und nun auch Märchen in eine Leichte Sprache und Gebärdensprache übersetzt. Unterstützt wurde der Sender dabei von Studenten der Forschungsstelle Leichte Sprache der Universität Hildesheim, die die Verständlichkeit der Geschichten im Hinblick auf Grammatik und Wortschatz vereinfacht haben, so dass es bspw. keine Nebensätze mehr gibt und Fachbegriffe generell erläutert werden. So können u.a. Menschen mit Lese- und Schreibschwäche, Migranten oder ältere Menschen die Texte besser verstehen. Insgesamt werden 12 Märchen auf www.ndr.de zum Hören und Sehen angeboten.
www.presseportal.de, www.dwdl.de

Mannheim: Flüchtlingsfonds für 2017 freigegeben

Der Mannheimer Gemeinderat hat für 2017 einen mit 150.000 Euro ausgestatteten Fonds für Initiativen und Ehrenamtliche, die sich in der Mannheimer Flüchtlingshilfe engagieren, bewilligt. Über den Fonds wurden nach Angaben der Stadt Mannheim 2016 insgesamt 55 Projekte aus der bürgerschaftlichen Mannheimer Flüchtlingshilfe erfolgreich gefördert. 2017 liegt der Fokus vor allem auf der Förderung von Projekten und Aktivitäten, die das gesellschaftliche Miteinander und die sozialen Strukturen unterstützen - insbesondere in den Stadtteilen, in denen Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes errichtet wurden.

Auch die Schaffung von Begegnungs- und Informationsmöglichkeiten, Schulungen sowie sonstigen Zusammenkünften, die dem gegenseitigen Kennenlernen dienen, sowie Maßnahmen, die zur Erhöhung der interkulturellen Kompetenz aller Beteiligten beitragen, können gefördert werden. Dies gilt ebenso für Schulungsmaßnahmen von ehrenamtlichen Helfern zu bürgerschaftlichem Engagement in der Flüchtlingshilfe, die Unterstützung von Tagesstrukturangeboten für Geflüchtete und die Unterstützung von Angeboten, die das Demokratieverständnis fördern.
swr.de, mannheim.de

RefuShe: Neue App unterstützt geflüchtete Frauen

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens bietet geflüchteten Frauen mit der kostenlosen App „RefuShe“ ab sofort leicht verständliche Informationen unter anderem über die Lebensweise und Gesellschaft in Deutschland, Grundwerte wie Gleichstellung und Selbstbestimmung sowie Hilfsangebote für Frauen. „Die App soll das Ankommen in Nordrhein-Westfalen erleichtern, die Frauen unterstützen und ihnen ein Bewusstsein dafür vermitteln, dass sie hier frei und gleichberechtigt leben können“, erklärte Emanzipationsministerin Barbara Steffens bei der Vorstellung.

In der App RefuShe, die ab sofort für Android-Smartphones in fünf Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Kurdisch, Paschtu) zur Verfügung steht, werden unter anderem Videos eingesetzt, die Grundrechte wie Gewaltfreiheit und Gleichberechtigung erklären. Thematisiert wird beispielsweise Selbstbestimmung, der Umgang mit Sexualität in Deutschland, und dass jeder Mensch hier seinen individuellen Lebensstil verwirklichen kann, so lange niemand anders deswegen in seinen Rechten eingeschränkt wird.

Außerdem bietet die App von Gewalt betroffenen oder bedrohten Frauen Kontaktdaten von Frauenberatungsstellen und Hilfeeinrichtungen sowie Notrufnummern. Eine Navigationsfunktion führt die Nutzerinnen zu Beratungsstellen in ihrer Nähe.
wdr.de, dw.com, mgepa.nrw.de

Trekstor: Spezielles Tablet soll Integration erleichtern

Trekstor bringt in Zusammenarbeit mit Microsoft, HeiReS und der Organisation Stifter-helfen das LingoTab heraus. Das Tablet kommt mit dreisprachiger Anstecktastatur, bei der neben dem deutschen auch das englische und arabische Layout auf die Tasten aufgedruckt sind, einem Headset sowie vielen Anwendungen, um die Integration von Geflüchteten durch moderne Technik zu erleichtern. Vor allem soll es dabei helfen, Sprachbarrieren zu durchbrechen, und den Zugang zu wichtigen Informationen bezüglich Landeskultur, Behördengängen oder Formularen ermöglichen.

Dazu gibt es ein speziell auf Geflüchtete abgestimmtes Softwarepaket. Anwendungen wie die multilinguale Welcome-App von HeiReS sowie die Sprach-Lern-Programme Schlaumäuse und Languagenut sollen bei der Orientierung und dem Erwerb von Sprachkenntnissen helfen.

Das LingoTab kann von Non-Profit-Organisationen über Stifter-helfen in der aktuellen Aktion zu einem Selbstkostenpreis von 162,90 Euro bezogen werden.
areamobile.de, trekstor.de, stifter-helfen.de

Stuttgart: Stadt schafft Dienstleistungszentrum für Geflüchtete

Die Stadt Stuttgart schafft in der Jägerstraße ein Dienstleistungszentrum für geflüchtete Menschen, in dem diese alles für ihre ersten Schritte aus einer Hand erhalten sollen.

Bereits seit Juli ist dort das Sozialamt mit der neuen „Abteilung Flüchtlinge" und dem „Bürgerservice Soziale Leistungen" dort vertreten. Nun folgt das Amt für öffentliche Ordnung mit dem „Sachgebiet Flüchtlinge" der Ausländerbehörde. Anfang nächsten Jahres werden laut einer Mitteilung der Stadt zudem die Abteilung „Migration und Teilhabe" des Jobcenters sowie der „Ausbildungscampus" ihre Arbeit in dem Gebäude aufnehmen.

Die Abteilung Flüchtlinge im Sozialamt ist federführend bei der Unterbringung der Geflüchteten, die nach dem „Stuttgarter Modell" erfolgt. 44 Mitarbeiter kümmern sich um Zuweisung und Aufnahme von Geflüchteten in die Unterkünfte, das Belegungsmanagement, die Akquise, oder den Unterhalt der Unterkünfte. 41 Mitarbeiter des Bürgerservice Soziale Leistungen versorgen Geflüchtete mit Transferleistungen.

Die Abteilung Migration und Teilhabe des Jobcenters wird im Frühjahr 2017 ihre Arbeit aufnehmen. 20 Mitarbeiter kümmern sich dann um 2.600 Geflüchtete, die einen Aufenthaltstitel haben, und unterstützen diese u.a. bei der Sicherung des Lebensunterhalts und der Eingliederung in den Arbeitsmarkt.

Ebenfalls im Frühjahr 2017 startet der Ausbildungscampus, in dem Vertreter von Arbeitsagentur, Jobcenter, Sozial- und Jugendamt, der Abteilung Integration, freie Träger, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Region Stuttgart zusammenarbeiten. Sie sind Servicepartner für die Geflüchteten und die Unternehmen der Region. Ziel ist es, vor allem jungen Geflüchteten aus dem Vorbereitungsjahr Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse („VABO-Klassen") Perspektiven zu eröffnen. Die rund 370 Schüler sollen leichter in Ausbildung und Arbeit vermittelt werden. Unternehmen werden zudem beraten, wie sie Geflüchtete ausbilden und einstellen können.
stuttgart.de

Geflüchteter schließt Gymnasium in Australien als Jahrgangsbester ab

Saad Al-Kassab floh 2013 mit seiner Familie aus dem syrischen Bürgerkrieg nach Australien. Als er 2014 in Melbourne ankam, sprach er kaum Englisch und wurde am Gymnasium abgelehnt. Al-Kassab und sein drei Jahre jüngerer Bruder Omar beschlossen also Englisch zu lernen – auf eine ungewöhnliche und vor allem zeitsparende Weise: Sie schauten sich die Fragestunden des Parlaments im Fernsehen an. Vier Monate später wurde Al-Kassab an seiner Wunschschule anegnommen. Diese hat er nun sogar als Jahrgangsbester abgeschlossen! Daufhin wurde ihm ein Universitätsstipendium angeboten. Al-Kassab will Medizin studieren, um später anderen helfen zu können.
welt.de

Geflüchtete veranstalten Konzertabend und präsentieren eigene Zeitung

Im Rahmen des-Projekts talentCAMPus 18plus haben 20 geflüchtete Männer im Alter zwischen 18 und 26 Jahren vier Wochen lang musiziert, deutsch gelernt und ihre neue Heimatstadt Balve näher erkundet. Sie probierten neue und unbekannte Instrumente aus und studierten neben rockigen auch weihnachtliche Musikstücke ein. Darüber hinaus hielten sie ihre persönlichen Geschichten u.a. in Gedichten und Reportagen fest, gingen mit der Fotokamera durch die Stadt und interviewten die Einheimischen, z.B. zum Thema Weihnachten. Entstanden ist so eine Zeitung mit dem Titel der „Der vergessene Mensch“. Die Ergebnisse vom Bandworkshop und Zeitungsprojekt sind am Sonntag, dem 18. Dezember, ab 16 Uhr im Musikhaus des Musikvereins Balve zu sehen und zu hören.
www.waz.de, www.balve.de

Syrische Kultur auf dem Weihnachtsmarkt in Schillingsfürst

Neben Glühwein, Bratwurst und Lebkuchenherzen können Besucher des Weihnachtsmarktes in der mittelfränkischen Stadt Schillingsfürst in diesem Jahr auch Falafel und Kibbeh essen – und zwar am Stand einer Familie, die aus Syrien geflohen ist. Während die 20-jährige Mayar Ballish syrische Leckereien verkauft, stellen Mayars Schwester Nawar und Vater Moneer im Barockschloss hinter dem Weihnachtsmarkt Gemälde aus. Moneer Ballish ist Künstler und will mit seinen Werken zum Ausdruck bringen, was Menschen in Syrien durchmachen. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Bilder kommen syrischen Kindern zugute, die im Krieg verletzt wurden.
morgenpost.de (Video), reuters.com

Ankommen in Mümmelmannsberg

Mümmelmannsberg, eine Siedlung im Hamburger Stadtteil Billstedt, ist für ihre Vielfältigkeit bekannt. Und genau diese Vielfalt wird in den kurzen Videos über die Bewohner, ihr Leben und ihren Weg in die neue Heimat deutlich, die im Rahmen des Projektes „Ankommen in Mümmelmannsberg“ entstanden sind. Wir wünschen viel Vergnügen mit den zehn Filmprotraits!
ankommen-in-muemmelmannsberg.de

Ratgeber: Diskriminierungsschutz in Deutschland

fluechtlingsbroschuere_deutsch_250pxJeder darf sich gegen Diskriminierung in Deutschland wehren – und das unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) stärkt nun ihr Angebot für Geflüchtete und Neuzugewanderte: Im neuen Ratgeber „Diskriminierungsschutz in Deutschland“ wird in zehn Sprachen erläutert, wie rechtlich gegen Diskriminierung vorgegangen werden kann und wo es Unterstützung und Hilfe gibt. Das juristische Beratungsteam der ADS bietet außerdem künftig auch eine Beratung auf Arabisch an.
antidiskriminierungsstelle.de

Lahr: Theaterprojekt präsentiert zweites Stück

Im Theater "BAAL novo" der Stadt Lahr feiert das zweite Stück des Theaterprojekts Theater der Migranten am Sonntag, dem 18. Dezember 2016 Premiere. Die seit 2015 existierende Theatergruppe besteht aus Flüchtlingen, Migranten und Einheimischen. Im neuen Stück "Im Wartesaal der Träume" geht es u.a. um Vertreibung, Flucht und die Hoffnung auf ein besseres Leben. Geflüchtete haben freien Eintritt, Flüchtlingshelfer zahlen 5 Euro, der reguläre Eintritt kostet 9 Euro. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.
www.lahrer-zeitung.de, baalnovo.com

Studie „Wie viele Muslime leben in Deutschland?“

Ende 2015 lebten zwischen 4,4 und 4,7 Mio. Muslime in Deutschland. Legt man eine Einwohnerzahl von 82,2 Mio. zugrunde, sind also zwischen 5,4 und 5,7 Prozent muslimische Glaubensangehörige. Das zeigt eine Hochrechnung des BAMF-Forschungszentrums. „Aus Befragungen wissen wir, dass die Zahl der Muslime von vielen Menschen in Deutschland teilweise deutlich überschätzt wird", erklärt BAMF-Forscherin Dr. Anja Stichs. Die Bezifferung soll zur Versachlichung der Diskussion beitragen.
bamf.de

Städteregion Aachen: Infoveranstaltung für Helfer

Das Kommunale Integrationszentrum StädteRegion Aachen lädt für den 21. Dezember in Monschau zu einer Infoveranstaltung unter dem Motto „Ehrenamtskultur: Positionsbestimmung und Selbstverständnis von Ehrenamtlichen im Engagement für Geflüchtete“ ein. Die Veranstaltung findet im Rahmen des landesweiten Projekts „KOMM AN – NRW“ statt.
staedteregion-aachen.de