Eutin mit zentraler Anlaufstelle für Flüchtlingshilfe

Im ehemaligen Katasteramt der Stadt ist bereits eine Unterkunft für Geflüchtete untergebracht. Nun konnte auch die Flüchtlingskoordinatorin Sophia Schutte mit ihrem kleinen Team ein Büro in dem Gebäude beziehen. Dadurch entsteht nun eine zentrale Anlaufstelle für die Flüchtlingshilfe für die Stadt Eutin in Schleswig-Holstein.

2015 lag der Fokus der Koordinationsarbeit auf der Notversorgung geflüchteter Menschen. In diesem Jahr verschoben sich die Aufgabenstellungen weiter in Richtung Integrationsarbeit und Unterstützung bei Amts- und Arztgängen, Job- und Wohnungssuche sowie Geburtsvorbereitung und Integrationskurse.
shz.de >>

Lesetipp – Integration als persönliche Herausforderung

Inga Pylypchuk wurde in der Ukraine geboren und kam vor acht Jahren nach Deutschland. In einem persönlichen Beitrag für Die Welt berichtet sie über ihre eigenen Erfahrungen mit der Integration und darüber, wie sie inzwischen selbst zwei syrische Geflüchtete aus Homs dabei unterstützt, in Deutschland Fuß zu fassen. Belal und Moustapha hat Inga über die Internetplattform „Let's integrate“ kennengelernt. Das Projekt bringt BerlinerInnen und geflüchtete Menschen zusammen.
welt.de >>, letsintegrate.de >>

„Jeans for Refugees“ – Charity-Auktion des Künstlers Johny Dar startet

Der Modedesigner und Künstler Johny Dar hat weltweit 100 Prominente davon überzeugen können, je eine Jeans zu spenden. Die Jeans wurden anschließend von Dar lackiert und mit verschiedenen künstlerischen Bearbeitungen veredelt.

Ab dem 22. Juli 2016 kann man für die ersten 15 modischen Kunstwerke beim Online-Auktionshaus Catawiki bieten. Diese ersten 15 Stücke wurden gespendet von Sharon Stone, Anna Wintour, P!nk, Elle McPherson, Emma Watson, Lily Allen, Eva Longoria, Heather Graham, Kate Moss, Joan Smalls, Sofia Coppola, Rachel McAdams, Zoe Saldana, Tal und Jessica Hart.

Weitere Jeans der Stars werden über die nächsten 100 Tage versteigert. Die Auktion der Initiative „Jeans for Refugees“ wird in einer einwöchigen Ausstellung aller Modelle in der Saatchi Gallery in London beendet.

Die Verkaufserlöse der Sammlerobjekte gehen an das International Rescue Committee (IRC), das täglich Millionen von Flüchtlingen weltweit unterstützt.

Johny Dar will ebenfalls eine Reihe von Jeans in einer Live-Kunst-Performance über 10 Tage in einem Flüchtlingslager bemalen [Dar wird non-stop die Jeans bemalen]. Dieser Mal-Marathon soll auf die Ausdauer und die Entschlossenheit von Millionen von Flüchtlingen hinweisen, die notwendig sind um ihre Reise und ihren gemeinsamen Traum von einer neuen Heimat und einem Neuanfang zu erfüllen.

Link zum Auktionsangebot: catawiki.com >>

Kunstausstellung „daHEIM“ im Museum Europäischer Kulturen in Berlin

In Berlin Dahlem im Museum Europäischer Kulturen und in einem Spandauer Wohnheim für Asylsuchende wurde das Ausstellungsprojekt „daHEIM: Einsichten in flüchtige Leben“ realisiert. Dafür haben die Künstlerin Barbara Caveng und die Initiative KUNSTASYL mit Geflüchteten und BewohnerInnen des Wohnheims für Asylsuchende, Staakener Straße in Berlin-Spandau, zusammengearbeitet. Die Ausstellung „soll mit Mitteln der Kunst und Methoden der Kulturanthropologie in einem experimentellen, werkstattartigen Prozess Erfahrungen, Wünsche, Lebensperspektiven und Wohnwelten von Menschen, die fliehen mussten, aufzeigen.“

Die Kulturredakteurin der TAZ, Katrin Bettina Müller, hat dazu ein einfühlsames, kleines Portrait der teilnehmenden Menschen aufgeschrieben, die ihre Erfahrungen der Flucht in Form von Wandbildern eingebracht haben. Eine Leseempfehlung.

Ausstellungsinfos:
22. Juli 2016 bis 02. Juli 2017
Museum Europäischer Kulturen

smb.museum >> (Ausstellungsinfos), taz.de >> (Portrait)

Berlin: LAF eröffnet im August

Das neue Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) soll im August eröffnen. Geleitet wird das Amt von Claudia Langeheine. Die 49-jährige ist Juristin und derzeit noch Direktorin des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten. Seinen Hauptsitz hat das LAF in der Bundesallee. Dort sollen sich künftig 550 Mitarbeiter um die Anliegen von Geflüchteten kümmern. Weitere Standorte sind in der Kruppstraße und in den Treptowers – für 2017 ist außerdem ein Standort in der Darwinstraße geplant. Mit dem neuen Amt soll auch das Lageso in der Turmstraße entlastet werden.
tagesspiegel.de

Paderborn: Erzbistum startet neue Plattform für Flüchtlingshilfe

Unter dem Motto „Miteinander füreinander“ wurde die neue Internetseite fluechtlingshilfe-paderborn.de ins Leben gerufen, mit der das Erzbistum Paderborn Engagement und Initiativen bündeln und vernetzen will. Wer geflüchteten Menschen in Paderborn helfen möchte, findet auf dieser neuen Plattform ab sofort ein breites Spektrum von Informationen, Tipps und Ansprechpartnern.
erzbistum-paderborn.de, fluechtlingshilfe-paderborn.de

Filmuni Babelsberg: Kostenlose Workshops für geflüchtete Filmschaffende

Die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf will Geflüchteten, die in ihren Herkunftsländern in der Film- und Medienbranche gearbeitet haben, in Deutschland den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern. Vom 8. bis 12. August bietet die Uni deshalb zusammen mit dem Career College der Berliner Universität der Künste (UdK) eine „Refugee Class goes Filmuniversität“ an.

Gemeinsam mit Akteuren aus der Film- und Fernsehbranche geben Dozentinnen und Dozenten der Filmuniversität kostenlose Workshops und Seminare für geflüchtete Film- und Medienschaffende. Im Fokus stehen Themen wie Filmstudium, Film- und Fernsehproduktion, Freiberuflichkeit sowie Festivalarbeit in Deutschland. Dazu geben etablierte Partner wie die Deutsche Welle und die UFA im Rahmen von Exkursionen praktische Einblicke in die Medienarbeit.

Ziel der Workshops ist eine bestmögliche Unterstützung für professionelle Akteure mit Fluchthintergrund und darüber hinaus eine Vernetzung in die Film- und Medienwelt in Berlin und Brandenburg. Anmeldungen sind bis zum 3. August möglich.
maz-online.de, kulturradio.de, filmuniversitaet.de

Berlin: Entscheidung zu neuem Ankunftszentrum für Geflüchtete

Das geplante große Ankunftszentrum am Tempelhofer Feld wird es in der ursprünglich geplanten Form nicht geben: Es soll stattdessen am 1. September an zwei Standorten eröffnet werden.

Im Hangar 5 auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof sollen Asylbewerber künftig maximal die ersten 72 Stunden zur Aufnahme ihrer Personaldaten verbringen, sagte Sozialsenator Mario Czaja. Die Kurzzeitunterkunft soll 324 Plätze bieten. In der Bundesallee sollen Geflüchtete anschließend zusammen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weiter registriert werden und ihren Asylantrag beim BAMF stellen können. Darauf hätten sich Bund und Land nach langen Verhandlungen geeinigt, wie Czaja erläuterte. Ziel sei es, bis zum Jahresende die Hangars als Notunterkünfte aufgeben zu können.

Der Entscheidung für die nun vorgestellte Lösung sei eine intensive Prüfung der Bedingungen am Flughafen Tempelhof vorausgegangen, für die mehrere Gutachten eingeholt wurden. Auch mögliche andere Standorte seien geprüft worden. Die Prüfungen hätten ergeben, dass die Gesamtkosten für Planung, Herrichtung und Schallschutz 10 Millionen Euro betragen würden und dass sich die Bauzeit bis mindestens Januar 2017 hinziehen würde. Dagegen sei die nun getroffene Entscheidung für zwei Standorte „kurzfristig zu realisieren und kostengünstig“.
morgenpost.de, tagesspiegel.de, berlin.de

Berlin: Print-Kampagne für Willkommenskultur

Berlin-wieder-und-wieder-vereint_920px„Berlin wieder und wieder vereint“ – unter diesem Motto haben Plantage Berlin und die Schwarzkopf Stiftung eine Anzeigen- und Plakatkampagne gestartet, die Offenheit, Toleranz und Engagement in der Bundeshauptstadt fördern soll. Ziel ist es, dazu beizutragen, dass – vor allem in Berlin – positiv an die Herausforderungen der Flüchtlingskrise herangegangen wird.

Andre-Schmitz-Schwarzkopf_150x150px„In den letzten Monaten sind in Berlin viele Initiativen entstanden, die zeigen, dass 'Wir schaffen das!' auch in der jetzigen Situation nicht nur eine Wunschformel ist, sondern konkretes Handeln. Darauf möchten wir mit der Kampagne aufmerksam machen",

sagt André Schmitz-Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Schwarzkopf-Stiftung.

wuv.de

Merken

BIFF – Initiative am Wirtschaftsstandort Frankfurt-Rhein-Main

Unternehmen in Frankfurt Rhein-Main wollen geflüchteten Menschen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt bieten und stellen dafür Ausbildungs- und Arbeitsplätze bereit. In Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt am Main, der Arbeitsagentur Frankfurt und der Industrie-und Handelskammer Frankfurt am Main wurde ein Programm zur Integration in Arbeit entwickelt, das auf mehrere Jahre angelegt ist. Im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative BIFF – Berufliche Integration von Flüchtlingen in Frankfurt-Rhein-Main sollen in der Region die drei Phasen Berufsorientierung, Qualifizierung und Berufsausbildung durchlaufen werden. Teilnehmen können zugewanderte junge Menschen ab 16 Jahren mit Bleibeperspektive in Frankfurt und mindestens einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung. So soll für sie eine gesicherte Beschäftigung und folglich eine gelungene Integration gewährleistet werden.
gjb-frankfurt.de

Leipzig: Projekt für geflüchtete Kunst-Studenten

An der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) wurde eine „Akademie für transkulturellen Austausch“ gegründet. Es handelt sich um bundesweit einmaliges Projekt, bei dem geflüchtete Design- und Kunst-Studenten ein akademisches Angebot erhalten. Leute, die ihr Studium aufgrund von Krieg und Flucht abbrechen mussten, sollen damit ihre Ausbildung fortsetzen können.

Die Akademie besteht aus einem viersemestrigen Programmstudium mit der Möglichkeit, jederzeit in das reguläre Diplomstudium wechseln zu können. Studiengebühren fallen nicht an. 10 bis 15 Geflüchtete sollen mit Beginn des Wintersemesters Anfang Oktober in Leipzig anfangen.
lvz.de

Berlin: Summer School von Studierenden für Geflüchtete

Am 2. August startet an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin die erste Summer School für Geflüchtete. Einen Monat lang moderieren Studierende der HWR Berlin Seminare für Geflüchtete in kleinen Gruppen von bis zu 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Auf dem englischsprachigen Workshop-Programm stehen neben landeskundlichen Themen Einführungskurse in die Betriebs-Wirtschaftslehre sowie Exkursionen. An vier Wochentagen – außer montags – beginnen die Kurstage jeweils um 10.00 Uhr mit einer Gesprächsrunde in deutscher Sprache, in der die ausländischen Teilnehmer/innen ihre Sprachkenntnisse aufbauen und vertiefen können.
hwr-berlin.de

Brandenburg: Ausbildungsinitiative für Geflüchtete gestartet

Brandenburg hat die Weichen für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit gestellt. Die Landesregierung und die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit starteten mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern, den Industrie- und Handels- sowie den Handwerkskammern und dem Landkreistag die Initiative „Gemeinsam Perspektiven eröffnen!“. Damit verpflichten sie sich, Geflüchtete bei der Integration in den Brandenburger Arbeitsmarkt intensiv und aufeinander abgestimmt zu unterstützen.
rbb-online.de, stk.brandenburg.de

Stadtführung durch Berlin mit einem Geflüchteten

Über Querstadtein, ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Stadtsichten e.V., haben wir bereits im April berichtet. Dabei zeigen geflüchtete Menschen ihre neue Heimat Berlin als Stadtführer aus ihrer Perspektive. Silke Fokken hat nun den Syrer Firas Zakri bei einer solchen Stadtführung begleitet. Dabei stellt er auch seine Kundschaft auf die Probe – und dokumentiert damit sein Leben als Flüchtling in Deutschland. Prädikat: erst lesens- und dann erlebeswert!
spiegel.de

Lese-Tipp: Wie integriert bin ich eigentlich?

Das fragt sich Yahya Alaous in einem ausgesprochen lesenswerten Beitrag in der "Süddeutschen Zeitung". Der syrische Journalist flüchtete 2015 mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern nach Deutschland und lebt nun in Berlin. Und was er schreibt, macht Freude. Kostprobe gefällig? Bitteschön:

"Manchmal mache ich mir Sorgen, ob ich mich schnell genug in die Gesellschaft einfüge - darum mache ich mir dann sehr viele Gedanken. Ich würde gerne irgendwie kontrollieren können, dass ich auf einem normalen Level bin. So wie Diabetiker einfach in die Apotheke gehen können, um ihren Blutzuckerspiegel zu messen, so würde ich gerne auch ein elektronisches Gerät haben, um meinen Integrationsfortschritt zu prüfen."

Den kompletten Beitrag von Yahya Alaous gibt es auf sueddeutsche.de >>

Ansteckende Mitmenschlichkeit: Praktische „Flüchtlingshilfe“ im Zug

Auf Facebook wird derzeit tausendfach ein herzerwärmendes Erlebnis während einer Zugfahrt geteilt, das zeigt, wie einfach – und ansteckend – Mitmenschlichkeit sein kann. Die Kurzversion:

Wegen einer falschen Buchung geriet ein Geflüchteter „ohne Deutsch- und Deutsche-Bahn-Kenntnisse“ im Zug in Schwierigkeiten. Sein „Gute-Reise“-Ticket war nicht im ICE gültig und er hätte entweder 103 Euro für ein neues Ticket bezahlen oder in die Regionalbahn umsteigen müssen. Leider hatte der junge Mann nicht genug Geld bei sich und die Fahrt mit der Regionalbahn hätte die ganze Nacht gedauert. Das „Gute-Reise“-Ticket war aber nur bis drei Uhr gültig. Der Mann wäre beinahe mitten in der Nacht „irgendwo hinter Gießen" gestrandet, ohne Geld und ohne ein Wort Deutsch zu sprechen – wenn, ja wenn es nicht hilfsbereite Fahrgäste gegeben hätte, die ihm aus dieser misslichen Situation halfen.

Hier gibt es die ganze Geschichte nachzulesen:
facebook.com via focus.de

 

Konferenz zur Flüchtlingspolitik

Frank-Walter-Steinmeier_photothek_Thomas-Koehler_150x150pxBeim Treffen „Dialog mit internationalen Flüchtlings- und Migrationsorganisationen über verstärkte globale Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise“, zu dem Außenminister Frank-Walter Steinmeier am vergangenen Dienstag eingeladen hatte, ging es um folgende Frage: Wie kann man Fluchtursachen bekämpfen und flüchtenden Menschen in Not helfen?

Die Teilnehmer verständigten sich auf eine Reihe praktischer Maßnahmen, wie z.B. den Aufbau einer neuen Analyseplattform für Migration in Zusammenarbeit mit den Flüchtlingsorganisationen und Informationskampagnen in den Herkunftsländern, um dort über Fehlinformationen und Einwanderungsmöglichkeiten aufzuklären. Zudem soll durch das Angebot von Sprachkursen und Programmen der beruflichen Bildung, die Anerkennung erworbener Fähigkeiten und Abschlüsse, die Förderung der gesellschaftlichen Einbindung und den Abbau von Fremdenfeindlichkeit die Integration erleichtert werden.
auswaertiges-amt.de, deutschlandfunk.de

Ausstellung: „Freedom From Fear“

Noch bis Sonntag, den 17. Juli 2016 zeigt The Archivist, eine Galerie in East London, Portraits Geflüchteter, u.a. aus der DR Kongo, Syrien und dem Iran. Sie erzählen die Geschichten von Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und jetzt im Vereinigten Königreich in Freiheit leben. Mit dieser Ausstellung wollen die britische Fotografin Caroline Irby und die Journalistin Veronique Mistiaen herausstellen, welchen positiven Einfluss Geflüchtete auf die Gesellschaft haben.
theproudarchivist.co.uk, reuters.com

ZDF begleitet BAMF-Entscheiderin

Insgesamt vier Entscheidungszentren betreibt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Deutschland – in Nürnberg, Berlin, Bonn und Mannheim. Das ZDF hat die ehemalige Unternehmsberaterin Birgit Schoierer, die in einem dieser Zentren für das BAMF Flüchtlingsgeschichten protokolliert, begleitet. Ihre Zeilen entscheiden mit, ob ein Geflüchteter in Deutschland ‪Asyl‬ bekommt. „Ich versuche, in den Gesprächen Sicherheit zu vermitteln und Vertrauen zu schaffen und dem Antragsteller Raum zu geben“, so die Entscheiderin im zweieinhalbminütigen Video.
zdf.de

Ai Weiwei visualisiert erneut Flüchtlingsthematik

Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei setzt sich erneut mit der Flüchtlingsthematik auseinander. Wie schon im Februar in Berlin (wir berichteten) kamen für die Installion im Wasserbecken des Wiener Belvedere-Schlossparks gebrauchte Rettungswesten zu Einsatz. Die auf Plattformen angeordneten 1.005 Westen bilden zusammen den Buchstaben F. Welches F-Wort Ai Weiwei damit meint, lässt er offen.

Das Video zeigt, wie das Kunstwerk installiert wurde:

Bis zum 20. November wird „translocation - transformation“, die erste große Einzelpräsentation des Künstlers in Österreich, die sich mit Veränderungsprozessen beschäftigt, die durch Vertreibung und Migration ausgelöst werden, übrigens noch zu sehen sein.
ots.at, spiegel.de, dw.com/de

Köln: Stadt unterstützt Geflüchtete bei der Wohnungssuche

Seit 2011 unterstützt das Projekt „Auszugsmanagement" der Stadt Köln Geflüchtete in Köln erfolgreich bei der Wohnungssuche. Mitarbeiter des Wohnungsamtes und drei freier Träger der Flüchtlingshilfe akquirieren Wohnungen, begleiten die Menschen bei Besichtigungsterminen mit Vermietern, helfen bei Behördengängen und unterstützen die neuen Mieter dabei, sich im Stadtteil zu integrieren. Darüber hinaus stehen die Mitarbeiter des Auszugsmanagements Mietern und Vermietern in den ersten drei Monaten nach Bezug der Wohnung als Ansprechpartner zur Verfügung.

Im ersten Halbjahr 2016 konnten bereits 194 Wohnungen bezogen werden. 575 Menschen fanden auf diese Weise ein eigenes Zuhause außerhalb städtischer Unterkünfte. Das Projekt knüpft damit erfolgreich an das Vorjahr an und wird die Vermittlungszahlen vermutlich noch einmal steigern können: Im Jahr 2015 waren insgesamt 288 Wohnungen vermittelt worden. 652 Personen fanden dadurch ein neues Zuhause.

Allerdings ist das Auszugsmanagement auch weiterhin auf Angebote aus der Bevölkerung angewiesen. Kölnerinnen und Kölner, die freien Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können dies per E-Mail unter auszugsmanagement@stadt-koeln.de mit Angaben zum freien Wohnraum tun.
stadt-koeln.de

Bremen: Weiterbildung für Flüchtlingshelfer

In der Flüchtlingshilfe sind zunehmend Berufsanfänger bzw. Quereinsteiger tätig. Der Alltag ist häufig gekennzeichnet durch die unzureichende Kenntnis rechtlicher und ökonomischer Rahmenbedingungen, fehlende Informationen über die Effekte psychischer Belastung und Traumatisierung, aber auch durch Fragen der Gestaltung von Beziehungsarbeit, des Umgangs mit Konflikten und Fragen im Bereich der Selbstfürsorge.

An diese Helfer richtet sich die neue berufsbegleitende Qualifizierung „Neu in der Flüchtlingshilfe“ der Koordinierungsstelle für Weiterbildung der Hochschule Bremen, die in Kooperation mit der FH Münster am 8. August 2016 startet. In vier Teilmodulen werden Fachkräfte der Sozialen Arbeit in das komplexe Handlungsfeld der Flüchtlingshilfe eingeführt. Zusätzlich wird ein Modul „Beziehungsarbeit und Selbstfürsorge / Deeskalation und Konfliktmanagement“ angeboten.

Die einzelnen Teilmodule werden von Dozentinnen und Dozenten aus Wissenschaft und Praxis übernommen, die alle einen engen Bezug zur Flüchtlingshilfe haben. Noch gibt es einige freie Plätze; der Anmeldeschluss ist der 29. Juli.

Weitere Informationen können auch angefordert werden bei Tanja Sklarek, Koordinierungsstelle für Weiterbildung der Hochschule Bremen, Werderstraße 73, 28199 Bremen, Tel.: 0421-5905-4166, E-Mail: tanja.sklarek@hs-bremen.de
hs-bremen.de

Kiel: Weitere Paten für geflüchtete Menschen gesucht

Nach der ersten Informationsveranstaltung im Mai haben sich viele Kielerinnen und Kieler entschlossen, eine „Ankommenspatenschaft“ zu übernehmen. Die Nachfrage unter den Geflüchteten ist weiterhin groß. Daher möchte das nettekieler Ehrenamtsbüro am 14. Juli erneut über das Projekt informieren.

Mit dem Projekt „Ankommenspatenschaften“ bietet das nettekieler Ehrenamtsbüro, gemeinsam mit den Ehrenamtskoordinatoren und den Willkommensinitiativen der Kieler Gemeinschaftsunterkünfte sowie den Flüchtlingskoordinatoren der Stadt Kiel, Interessierten eine weitere Möglichkeit, sich einzubringen.

Zu einer Ankommenspatenschaft gehören mindestens drei Treffen à drei Stunden mit einer geflüchteten Einzelperson oder Familie. Gemeinsam erkunden sie die Stadt, lernen öffentliche Einrichtungen und andere wichtige Orte oder auch die direkte Nachbarschaft kennen. Freizeit- oder Sportangebote sind ebenfalls mögliche Aktivitäten. Die Patenschaften bieten damit eine Möglichkeit, Geflüchtete zu unterstützen, ohne eine langfristige Verpflichtung einzugehen. Dieses Angebot richtet sich vor allem an jene, die sich erstmals in der Flüchtlingshilfe engagieren und zunächst eine überschaubare Aufgabe übernehmen wollen. Freiwillige, die sich bereits in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit engagieren, sind ebenso willkommen.

Interessierte können sich beim nettekieler Ehrenamtsbüro anmelden, entweder telefonisch unter 0431 / 901 55 02, per E-Mail an ehrenamtsbüro@nette-kieler.de oder direkt bei der Infoveranstaltung am 14. Juli.
nette-kieler.de

In Arnsberg werden Flüchtlinge zu Helfern

Im sauerländischen Arnsberg (NRW) wächst gerade ein Projekt, das möglicherweiser zum Vorbild für andere Kommunen (verschiedener Größen) werden kann. Dort kümmern sich nämlich Flüchtlinge, die schon etwas länger vor Ort sind, um die Integration von Neuankömmlingen. Ämtergänge begleiten, Dokumente übersetzen, Wohnungen und Arbeitsplätze suchen oder den Frauentreff organisieren: All das machen in anderen Städten und Gemeinden vor allem eherenamtliche Helferinnen und Helfer. Anders in Arnsberg: Dort nehmen Flüchtlinge diese Aufgaben selbst in die Hand und helfern damit der Kommune, ihre Hilfen für Geflüchtete ausweiten zu können. Christoph Herwartz berichtet umfassend über das beispielhafte Vorgehen im Sauerland.
zeit.de

Flüchtlingskompromiss in Hamburg

Die gute Nachricht zuerst: In Hamburg wird es keinen Volksentscheid gegen große Flüchtlingsunterkünfte geben. Ein verhandelter Kompromiss zwischen Senat und der entsprechenden Volksinitiative "Hamburg für gute Integration" wurde von der Bürgerschaft mehrheitlich abgesegnet. Die Vereinbarung sieht vor, dass in allen dauerhaften Folge-Unterkünften maximal 300 Menschen untergebracht werden. Die geplanten Heime werden entsprechend umgeplant. Im Gegenzug kann die Stadt dafür bis zu 300 solcher Unterkünfte planen, etwa doppelt so viele wie bisher. Was vor allem für den Fall wichtig ist, wenn der Zustrom wieder ansteigt. Natürlich kann man den Entscheidungsprozess in Hamburg nun kritisieren, was die Opposition auch ausführlich tut, doch entscheidend ist wohl, dass es nicht zum Volksentscheid kommt – und somit auch Stimmungsmache gegen Flüchtlinge vermieden werden kann.
ndr.de, shz.de, zeit.de

Kreis Würzburg plant Integrationspauschale für Kommunen

Der unterfränkische Landkreis Würzburg will seinen Städten und Gemeinden pro Jahr 1.000 Euro für jeden Geflüchteten bezahlen, den sie aufnehmen. Zwei Millionen Euro seien hierfür im Kreishaushalt vorgesehen, sagte eine Sprecherin des Landratsamtes.

Als „Integrationspauschale" sollen die Gelder den Kommunen dabei helfen, Kosten von Kindergartenplätzen, Helferkreisen und Schulmaterial zu decken. Der Kreistag muss die Aktion noch formal beschließen, doch alle 52 Bürgermeister im Landkreis haben bereits zugestimmt. Das Projekt ist bayernweit einmalig.
welt.de, br.de

München legt Integrationsplan für Geflüchtete vor

Die Stadt München hat einen Gesamtplan zur Integration von Flüchtlingen vorgestellt, mit dem Lücken geschlossen werden sollen, die Bund und Länder offenlassen. Insgesamt werden dafür in den kommenden drei Jahren rund 21 Millionen Euro aus kommunalen Mitteln bereitgestellt.

Konkret beinhaltet der Integrationsplan folgende Maßnahmen:

Deutschkurse: Das Angebot an städtisch finanzierten Deutschkursen wird wegen der starken Nachfrage ab August nochmals um 1.200 Plätze erhöht. In den Folgejahren wird dann das Budget auf insgesamt 5 Millionen Euro für 2.000 Plätze aufgestockt.

Erstclearingstelle: Für alle Geflüchteten ab 16 Jahren wird eine zentrale Erstclearingstelle eingerichtet, um den individuellen Bildungshintergrund und die vorhandene Kompetenzen systematisch zu erfassen und die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten bedarfsgerecht auszuwählen.

Integrationszentrum Sprache und Beruf: Das Integrationszentrum Sprache und Beruf (IBZ) wird personell um fünf Stellen aufgestockt, damit auch Flüchtlinge mit unsicherer Bleibeperspektive qualifiziert beraten und ihnen dabei konkrete Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt eröffnet werden können.

Volkshochschule: Die Münchner Volkshochschule, die eine starke Nachfrage nach Integrationskursen, sprachlicher Erstorientierung und Bildungsangeboten verzeichnet, erhält für Deutschkurse und zum Ausbau der schulischen und beruflichen Qualifizierungsmöglichkeiten für jugendliche Flüchtlinge zusätzliche Stellen.

Informations- und Fortbildungsangebote: Der Träger IMMA e.V., der mit Schulungen und Workshops den Integrationsprozess von geflüchteten Menschen präventiv unterstützt, und „Refugio“, das als Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer auch umfangreiche Fortbildungsangeboten zum Thema „Umgang mit traumatisierten Menschen“ anbietet, erhalten ebenfalls finanzielle Zuschüsse für die Erweiterung ihrer Angebote.
tz.de, muenchen.de

Köln vergibt Sonderpreis für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe

Eine unabhängige Jury unter Vorsitz von Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat jetzt aus 148 Vorschlägen die Preisträgerinnen und Preisträger von „KölnEngagiert 2016", dem Ehrenamtspreis der Stadt Köln, ausgewählt.

Willkommenskultur-KoelnDabei wurde erstmals auch der Sonderpreis „Ehrenamtliche Flüchtlingshilfe" vergeben. Er geht an das Netzwerk „Willkommenskultur Köln", in dem sich zahlreiche in der Flüchtlingsarbeit aktive Vereine und Willkommensinitiativen zusammengeschlossen haben, um eine nachhaltige Willkommenskultur in Köln zu verankern, sich auszutauschen und zu vernetzen und sich in Kooperation mit den hauptamtlichen Beratungsstellen für geflüchtete Menschen zu engagieren.
rundschau-online.de, stadt-koeln.de

PROTHEGE: Therapie für geflüchtete Menschen

Hundertausende flohen in den vergangenen Monaten vor Krieg, Verfolgung und Armut nach Deutschland. Viele von ihnen leiden u.a. unter den traumatischen Erlebnissen in ihrer Heimat und auf der Flucht oder ihrem unsicheren Aufenthaltsstatus. Aus verschiedenen Gründen ist die Aussicht auf eine psychotherapeutische Behandlung für diese Menschen allerdings gering.

Ein Team aus Psychologen, die an der Psychologischen Hochschule Berlin und der Berliner Akademie für Psychotherapie in Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie ausgebildet werden, hat deshalb das Projekt „Therapie für Geflüchtete“ (PROTHEGE) ins Leben gerufen. So soll für Geflüchtete die Möglichkeit einer stabilisierenden Kurzzeittherapie geschaffen werden. PROTHEGE kann noch bis zum 1. August 2016 auf gemeinschaftscrowd.de, der Crowdfundingplattform der GLS Treuhand, unterstützt werden. Die Umsetzung des Projektes ist für den Zeitraum Oktober 2016 - September 2017 geplant.
facebook.com, gemeinschaftscrowd.de

Länder wollen Notunterkünfte schließen

In vielen Bundesländern sollen die Notunterkünfte für Geflüchtete geschlossen und laut dpa-Umfrage auch die Zahl der regulären Erstaufnahmeplätze weiter reduziert werden. Grund ist der starke Rückgang des Flüchtlingszuzugs – so wurden von Anfang Januar bis Ende Juni nach Angaben von Innenminister de Maizière (CDU) nur noch 222.264 Neuankömmlinge registriert, im vergangenen Jahr waren es 1,1 Mio. bundesweit. Da aber niemand weiß, wie sich die Zahlen entwickeln werden, planen viele Länder, bei den Unterkünften Reserven vorzuhalten.

Der steigende Bedarf an normalem Wohnraum für geflüchtete Menschen hingegen stellt die Bundesländer vor Herausforderungen. Laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young rechnen die Kommunen damit, dass in diesem Jahr ca. 733.000 Flüchtlinge unterzubringen sind. Somit müsste bis Ende des Jahres noch Wohnraum für etwa 460.000 Menschen geschaffen werden.
welt.de

Hamburg: Schwimmunterricht für Flüchtlinge

Nachdem in Hamburg zuletzt mehrere Geflüchtete beim Baden ums Leben kamen, hat die Stadt an den vielen Badeseen im Bezirk Bergedorf nun spezielle Schilder aufgestellt. Diese machen mit Zeichnungen auf die Abbruchkanten im Wasser aufmerksam. Zudem werden ein Notfallplan für Unfälle entwickelt und die Nichtschwimmerbereiche der Badeseen besser gekennzeichnet. Und es soll Schwimmunterricht für Flüchtlinge geben.
ndr.de

Website: „Deutschland kann das“

Mit der Verabschiedung des Integrationsgesetzes (wir berichteten) hat die Bundesregierung auch die Website „Deutschland kann das“ online gestellt. Dort werden Projekte vorgestellt, deren Ziel es ist, die Integration Geflüchteter zu fördern. Außerdem werden die Kernpunkte des Integrationsgesetzes erklärt. Zudem gibt es auf der Seite einen Überblick über Broschüren, Apps und andere Online-Angebote zum Thema Integration.
deutschland-kann-das.de via dw.com/de

Mix It!: Weitere Projektwochen in Brandenburg geplant

Mix-it_Filmpremiere-Berlin_Liedel_920pxIm Rahmen des Projektes Mix It!, einer Initiative der Deutschen Filmakademie in Kooperation mit bilderbewegen e.V., haben 90 Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund innerhalb von drei Projektwochen in Berlin unter Anleitung von Filmschaffenden in Workshops Kurzfilme zum Thema „Identität“ entwickelt. Diese feierten diese Woche im Filmtheater am Friedrichshain Leinwandpremiere und sind ab sofort auf YouTube zu sehen.

Ab September sind zwei weitere Projektwochen in Brandenburg geplant. Ziel des Projektes ist es, dass sich einheimische und geflüchtete Jugendliche über das Medium Film auf Augenhöhe begegnen, kennenlernen und zusammenarbeiten.
deutsche-filmakademie.de , facebook.com

In Rottweil geht es voran

Das Rottweiler Bündnis für Flüchtlingshilfe und Integration kann eine recht anständige Zwischenbilanz beim Engagement für geflüchtete Menschen vorweisen. So sind die Kinder aus Familien Geflüchteter bereits dezentral in Schulen und Kindergärten aufgenommen worden bzw. werden in den kommenden Wochen aufgenommen.

In den kommenden Monaten will sich das Bündnis und die Stadt um die Überführung der Hilfsbedürftigen in regulären Wohnraum stark machen. Die stadteigene „Stadtbau Rottweil“ wird in diesem Jahr noch mit dem Bau einer Wohnhauses beginnen und will so den lokalen Wohnungsmarkt entlasten. Grundsätzlich ist die Stadt jedoch bemüht, die Geflüchteten über das gesamte Stadtgebiet zu verteilen.
nrwz.de

Integrationsgesetz beschlossen

Der Bundestag hat gestern mit den Stimmen der Regierungskoalition das Integrationsgesetz verabschiedet. Es soll Geflüchteten den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern und beinhaltet neue Fördermöglichkeiten, aber auch neue Restriktionen.

Für Geflüchtete mit laufendem Asylverfahren sollen 100.000 gemeinnützige Jobs geschaffen werden, ähnlich der Ein-Euro-Jobs für Hartz-IV-Empfänger, und Asylbewerber sollen künftig ohne Wartezeit als Leiharbeiter arbeiten dürfen. Zudem soll in Regionen mit geringer Arbeitslosigkeit die Vorrangprüfung für drei Jahre ausgesetzt werden.

Was im Integrationsgesetz außerdem zu den Punkten Integrationskurse, Ausbildung, Wohnsitzzuweisung etc. festgeschrieben ist und welche Kritikpunkte es gibt, haben die Kollegen von tagesschau.de zusammengefasst.
tagesschau.de

„Hamburger Appell“ warnt vor Spaltung der Stadt

15 gesellschaftlich relevante Gruppen haben gestern mit ihrem "Hamburger Appell" vor einer Spaltung der Stadt in der Flüchtlingsfrage gewarnt. Die Unterzeichner, darunter evangelische und katholische Kirche, Diakonie, Caritas, die islamische Vertretung Schura und diverse Gewerkschaften sowie der Hamburger Sportbund, fordern den Senat und die Initiative gegen Großunterkünfte zu einer Einigung auf, womit vor allem ein entsprechender Volksentscheid verhindert werden soll. Nicht nur der Volksentscheid zu Flüchtlingsunterkünften, sondern schon der entsprechende Wahlkampf drohe die Stadt zu spalten und die Integration der Schutzsuchenden zu erschweren. Der Brexit sei allen eine Warnung.
ndr.de

München vereint die Nationen beim Fußball

Bernhard Slawinski, Vorsitzender des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) im Kreis München, veranstaltet zusammen mit dem ehemaligen Fußballprofi und ehrenamtlichen DFB-Integrationsbotschafter Jimmy Hartwig am kommenden Sonntag den 1. Münchner Nationen Cup, ein länderübergreifendes Benefiz-Fußballturnier.

Das Besondere daran: Die Freizeitmannschaften setzen sich je zur Hälfte aus gewöhnlichen Vereinsspielern sowie Asylbewerbern zusammen. Am Nachmittag fordert der Sieger des Kleinfeldturniers dann in einem Showmatch den Gewinner einer separaten Prominenten-Runde heraus. Am Turnier nehmen auch die Senioren-Teams des FC Bayern und des TSV 1860 München teil.

Im Anschluss an die Siegerehrung wird dem Projekt „Youth Connect“ des Münchner Wilhelmsgymnasiums zur Förderung der Integration von Flüchtlingen der Spendenerlös des Turniers überreicht. Der Kerngedanke des Projektes „Bayerische Schüler bringen jungen Geflüchteten ihre Heimat näher“ soll um die Idee des gemeinsamen Fußball-Spielens erweitert werden. Dazu ist ein Fußballplatz geplant, der mit Spenden finanziert werden muss.
bfv.de, münchnernationencup.de

2016-07-07-Jimmy-Hartwig_Bernhard-Slawinski

„Die Helferkreise sind untereinander noch schlecht vernetzt. Jeder macht Gutes, will noch mehr Gutes tun - und braucht dafür wahnsinnig viel Kraft. Mit einem intakten Netzwerk kann man voneinander profitieren.“
Bernhard Slawinski, BFV-Vorsitz Kreis München

Im folgenden Interview erzählen die Initiatoren Bernhard Slawinski und Jimmy Hartwig, worauf sich die Fußballfans und Teilnehmer des 1. Münchner Nationen Cups freuen dürfen.
bfv.de

Köln: Ferienschule für geflüchtete Jugendliche

Vom 11. bis zum 22. Juli findet an der Adolph-Kolping-Hauptschule in Köln-Kalk die Ferienschule „Wir sind Köln“ für geflüchtete Jugendliche statt. Neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler erhalten von Lehramtsstudierenden eine intensive Förderung in der deutschen Sprache und können ihre Freizeit für eine Vorbereitung auf das neue Schuljahr nutzen.

Neben der sprachlichen Förderung gibt die Ferienschule den Jugendlichen die Gelegenheit, ihre unmittelbare Umgebung und die Stadt zu entdecken und als einen identitätsstiftenden Lebensmittelpunkt kennen zu lernen.

Höhepunkt und Abschluss bildet eine Theaterperformance in der Sporthalle der Adolph-Kolping-Schule, zu der Freunde, Familien und alle Interessierten herzlich eingeladen sind: Mit Hilfe von neu gelernten sprachlichen Mitteln bringen die Jugendlichen gemeinsam mit den Lehramtsstudierenden ihre Erfahrungen in und mit der Stadt Köln auf die Bühne.
uni-koeln.de

Baden-Württemberg: Fördermittel für 54 Flüchtlingshilfe-Bündnisse

Die baden-württembergische Landesregierung hat die 54 Initiativen bekannt gegeben, die von einer unabhängigen Jury für eine Förderung durch das Landesprogramm „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“ ausgewählt wurden.

Ziel des im letzten Jahr erfolgreich angelaufenen Programms ist es, vor Ort alle relevanten Akteure der Flüchtlingshilfe – Flüchtlingsinitiativen, Vereine, Kirchen und Wohlfahrtsverbände sowie Kommunen und Kreise – zusammenzubringen. Diese Vernetzung soll es den Beteiligten erleichtern, gemeinsame Projekte zur Integration von Flüchtlingen in den Kommunen umzusetzen und Ressourcen bestmöglich aufeinander abzustimmen.

Die für eine Förderung ausgewählten Initiativen erhalten in der Regel 15.000 Euro, größere Städte und Landkreise bis zu 50.000 Euro. Insgesamt stellt die Landesregierung in diesem Jahr eine Million Euro für das Programm zur Verfügung.
baden-wuerttemberg.de (Übersicht der 54 geförderten Bündnisse)

Halbjahresbilanz: 10.985 Flüchtlinge in Hamburg

Erneut ist in Hamburg die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge gesunken. Gerademal 808 Menschen wurden im Juni registriert – so wenige wie zuletzt im Dezember 2014. Diese Zahlen hat der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge am Dienstag mitgeteilt. Damit kamen in den ersten sechs Monaten des Jahres genau 10.985 Geflüchtete in Hamburg an, wovon 6.879 auch in der Hansestadt geblieben sind. Die übrigen wurden nach dem Königsteiner Schlüssel auf andere Länder verteilt. Die Rangfolge der Herkunftsländer sieht für den Juni übrigens so aus: Afghanistan liegt vor Russland (!), Syrien und Irak.
ndr.de

Funktioniert die Balkanroute wieder?

Diese These stellt zumindest Franz Meyer, der Landrat des Landkreises Passau auf. Seinen Schilderungen zufolge kommen wieder mehr Menschen an der deutschen Grenze an – allerdings nicht zu Fuß, sondern in Fahrzeugen von Schleusern. Zwischen 40 und 60 Flüchtlinge am Tag zählt die Bundespolizei an der Grenze zu Österreich. Man stehe vor dem Beginn eines neuen Flüchtlingsstroms. "Wir haben alle Anzeichen, die dafürsprechen", so Meyer. Gut möglich also, dass sich Helferinnen und Helfer in Bayern auf neue Herausforderungen einstellen müssen.
welt.de

#TeamRefugees bei Olympia 2016

Vom 5. bis zum 21. August 2016 werden in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele 2016 ausgetragen. Zum ersten Mal ermöglicht das IOC „Flüchtlings-Athleten und Athletinnen“ eine Teilnahme. Insgesamt zehn geflüchtete Sportlerinnen und Sportler aus Syrien, der DR Kongo, dem Südsudan und Äthiopien werden als Team Refugee Olympic Athletes an den Spielen teilnehmen. Mit dabei ist auch die syrische Schwimmerin Yusra Mardini, die im Herbst 2015 nach Deutschland flüchtete (wir berichteten). Auf der Seite des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) werden die Mitglieder des #TeamRefugees vorgestellt.
unhcr.org

Merken

Fotoserie: „Where the children sleep“

Gemeinsam mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), dem Stockholmer Fotomuseum Fotografiska und der schwedischen Zeitung Aftonbladet hat Magnus Wennman im Rahmen einer Fotoreportage Menschen auf der Flucht porträtiert. Auf dem Weg von Jordanien bis in seine Heimat Schweden hat der preigekrönte Fotoreporter Aufnahmen gemacht – in offiziellen Lagern, improvisierten Camps und Notunterkünften. Für die Fotoserie „Where the children sleep“ haben Kinder auf der Flucht Magnus Wennman gezeigt, wo sie nachts schlafen, und ihm ihre Geschichten erzählt.

Die berührenden Bilder sind in einer Wanderausstellung und auf der Website von Aftonbladet zu sehen. Der Kehrer Verlag bringt außerdem einen Bildband heraus.
daserste.de

Veranstaltung: REFUGEEUM – Erste Hilfe für die Seele

In einem gemeinsamen Projekt zwischen dem Institut für Psychologie der Universität Hamburg und der Arbeitsgruppe Psychosoziale Migrationsforschung am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurde im Wintersemester 2015/16 ein Seminar zum Thema "Counseling and Psychological Support for Refugees" durchgeführt. Zahlreiche Studierende und Professionelle haben dabei ein Online-Selbsthilfeinstrument für psychisch belastete Geflüchtete entwickelt. Im Rahmen einer Abschlussveranstaltung am 07. Juli ab 18:00 Uhr in der Mollerstrasse 10 in Hamburg berichten die Macher über das Tool.
uni-hamburg.de

Discover Football: Fußball vereint Frauen aus aller Welt

Die Initiative „Discover Football“ will in diesem Sommer wieder Frauen aus aller Welt in Berlin bei Turnieren und Workshops zusammenbringen und dabei erstmals auch geflüchtete Frauen einbeziehen.

Für die Spiele unter dem Motto „Home Game“ vom 28. August bis 4. September haben sich bereits Frauenfußball-Teams aus Kenia, dem Iran, Afghanistan, Frankreich, Italien, Libyen, Saudi-Arabien, der Türkei und dem Sudan angekündigt.

Für den Aktionstag „Discover Football! A Day for Girls and Women“ am 31. August suchen die Veranstalterinnen weitere Teilnehmerinnen: nach Berlin geflüchtete Mädchen und Frauen, die Lust auf einen Sport-Austausch mit Fußballerinnen aus Deutschland und anderen Ländern haben.
berlin.de, discoverfootball.de

Informationsfilm zur Anhörung beim BAMF

Die Anerkennung als Flüchtling in Deutschland entscheidet über die Perspektive jener Menschen, die zu uns kommen. Basis dafür ist die Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, kurz BAMF. Damit Flüchtlinge auf dieses Gespräch gut vorbereitet sind, gibt es nun einen Film, der die wichtigsten Informationen zu der Anhörung vermitteln soll. Geschaffen hat ihn eine Initiative des Kölner Flüchtlingsrats e.V. und verschiedenen Kölner FilmemacherInnen und ProduzentInnen. Das Video können Helferinnen und Helfer frei nutzen, teilen und zugänglich machen. Das Video steht in 14 Sprachen zur Verfügung.
asylindeutschland.de, youtube.com (das Video in allen Sprachen)

Positionspapier der Initiative „Chance Ausbildung“

Positionspapier_Chance-AusbildungUm Zugewanderte schnell und effektiv in den Arbeitsmarkt integrieren zu können, bedarf es vereinfachter Zugangsmöglichkeiten, so die Initiative „Chance Ausbildung – jeder wird gebraucht!“, an der Vertreter von elf Ministerien aus acht deutschen Bundesländern sowie die Bundesagentur für Arbeit zusammen mit der Bertelsmann Stiftung beteiligt sind. Im Rahmen eines Positionspapiers stellt die Initiative konkrete Ziele und Handlungsvorschläge zur Diskussion. Neben spezifischer Unterstützung werden u.a. auch übergreifende Angebote, wie z.B. Aufbau und Weiterentwickling von Netzwerken und Mentoring-Angeboten, gefordert, um eine Integrationsinfrastruktur zu entwickeln.
bertelsmann-stiftung.de

Österreich: Großer Andrang bei erster Berufsmesse für Geflüchtete

Am vergangenen Mittwoch fand in Wien wie angekündigt Österreichs erste Jobmesse für geflüchtete Menschen statt. Laut den Initiatoren informierten sich dabei rund 3.500 Besucherinnen und Besucher über freie Stellen und Ausbildungsmöglichkeiten. Es wurden bereits vor Ort 900 Bewerbungsgespräche geführt und erste Jobs vergeben.

Aufgrund der erfolgreichen Jobvermittlung und der positiven Resonanz denken die Veranstalter über eine weitere Auflage der Messe nach. Konkrete Anfragen, die Messe in weiteren Städten zu organisieren, kommen aus Graz, Salzburg, Linz, Innsbruck und Berlin.
ots.at

Internetportal der gesetzlichen Unfallversicherung zur Flüchtlingshilfe

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat ein Internetportal zur Flüchtlingshilfe eingerichtet, das zahlreiche, teils auch mehrsprachige, Informationen enthält und Fragen beantwortet - von Anforderungen in Erstaufnahmeeinrichtungen, Hinweisen zum Umgang mit Flüchtlingskindern in Schulen und Kitas bis hin zum Versicherungsschutz der ehrenamtlich Tätigen.

Auch Arbeitgeber finden hier Informationen, die sie bei der Integration von Geflüchteten unterstützen, insbesondere mit Blick auf Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Die Inhalte des Portals werden laufend erweitert und aktualisiert.
dguv.de

HelpTo: Jetzt auch in Esslingen

Ab sofort ist das Internet-Portal HelpTo auch für den Landkreis Esslingen verfügbar und bietet die Möglichkeit, kostenlos Angebote und Gesuche im Bereich der Flüchtlingshilfe einzustellen. Zudem können Organisationen, Kommunen, Initiativen, Bürger und Geflüchtete in direkten Kontakt zueinander treten. Deutschlandweit gibt es inzwischen bereits 78 HelpTo-Portale in elf Bundesländern.
stuttgarter-zeitung.de, es-esslingen.helpto.de

Modekollektion für Menschen auf der Flucht

Modedesignerin Angela Luna, Absolventin der Parsons School of Design in New York, hat im Rahmen ihrer Abschlussarbeit eine Unisex-Kleiderkollektion namens Adiff entwickelt. Beim Design stand dabei die Frage im Fokus, wie Mode dazu beitragen kann, Menschen auf der Flucht zu helfen. Ihre Kollektion umfasst sieben Multifunktionsjacken aus reiß- und wetterfesten Materialien, die je nach Modell als Schlafsack, Rucksack, Kinder-Rückentrage, Rettungsweste und sogar als Zelt für bis zu sechs Personen verwendet werden können.

Nachdem Angela Luna nun ihren Abschluss in der Tasche hat, soll Adiff auf den Markt gebracht werden. Die Designerin ist derzeit im Gespräch mit Textilherstellern und Lieferanten. Auch das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und das International Rescue Committee (IRC) sollen schon Interesse signalisiert haben.

Neben Angela Luna gibt es noch mehr Designer, die Mode und Flüchtlingshilfe zusammenbringen, wie z.B. Studierende des London Royal College of Arts, die eine Weste entworfen haben, welche sich auch zum Schlafsack mit Platz für einen Erwachsenen und ein Kind oder zum Zelt umbauen lässt (wir berichteten).
adiff.com, fastcodesign.com

THW: Arabisch mit deutschen Untertiteln

Was ist das THW? Und warum lohnt es sich, dabei zu sein? Diese Fragen will das Technische Hilfswerk in einem Animtationsclip beantworten – und zwar auf Arabisch. Der Informationsfilm will arabischsprachige Menschen animieren, sich zu engagieren – er zeigt die Vorteile eines solches Engagements auf und auch, welche Voraussetzungen man mitbringen muss, um dabei zu sein. Film ab!


youtube.com

Wanderausstellung „anders? – cool!“ zeigt Lebensgeschichten von geflüchteten Jugendlichen

Die Ausstellung "anders? - cool!", welche vom 04.07. bis 15.07.2016 im rheinland-pfälzischen Dahn im Schulzentrum zu sehen ist, befasst sich mit den Integrationsgeschichten von vier Jugendlichen. Auf Bildttafeln und in Texten werden die Sorgen, Freuden und Hoffnungen der Jugendlichen widergespiegelt. So wird bspw. die 17-jährige Omeira aus Afghanistan porträtiert, für die es zu gefährlich war, in ihrer Heimat zur Schule zu gehen und die nun in Deutschland eine Ausbildung zur Bürokauffrau absolviert. Darüber hinaus können Besucher spielerisch, z.B. mit Quizfragen, und mithilfe interaktiver Medien viel über ihre eigene Heimat und ausländische Kulturen erfahren. Organisiert wird die Wanderausstellung vom Jugendmigrationsdienst, der so für mehr Respekt und Toleranz werben möchte. Alle Infos, Orte und Termine zur Wanderausstellung sind auf der Website zu finden.
anderscool.de

We.Inform: Info-Kampagne für Geflüchtete in Hamburg

Geflüchtete in Hamburger Unterkünften erhalten ab Juli durch das neue ehrenamtliche Projekt We.Inform von Studierenden der Bucerius Law School strukturierte Informationen, die ihnen eine Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben in der Hansestadt ermöglichen sollen.

Hierfür setzt die Initiative auf drei Methoden: die persönliche Beratung durch geschulte Informationguides in den Unterkünften, zielgruppengerechte und mehrsprachige Flyer sowie eine auf die Bedürfnisse der Geflüchteten zugeschnittene Website. Die Projektidee entstand gemeinsam mit syrischen und afghanischen Geflüchteten.

We.Inform besteht aus 40 jungen Menschen im Organisationsteam und über 100 speziell geschulten ehrenamtlichen Informationguides. In kleinen Gruppen werden die Guides bis zu 20 Einsätze pro Monat in Erstaufnahme- und Folgeunterkünften in Hamburg absolvieren. Dabei sollen Basisinformationen zu Themen wie Asyl, Sprachkursen, Wohnen, Arbeit und Bildung, Gesundheit sowie Sport und Freizeitangeboten vermittelt werden. Die Informationen liegen in den sechs Sprachen Arabisch, Farsi, Sorani, Tirgrinisch, Englisch und Deutsch vor.

Das Projekt finanziert sich über Sponsoren und erhält Unterstützung über das Dialogforum Kommunikation des Forums Flüchtlingshilfe der Freien und Hansestadt Hamburg.
welt.de, hamburg.de, we-inform.de

Bundeswehr: Zwei Millionen Arbeitsstunden für Geflüchtete

Soldaten der Bundeswehr haben seit Juni 2015 in mehr als 2,2 Millionen Arbeitsstunden geflüchtete Menschen in Deutschland versorgt. Damit sei die Flüchtlingshilfe der bisher längste und personalaufwändigste Bundeswehreinsatz im Inland, schreiben die Zeitungen der Funke-Mediengruppe unter Berufung auf eine interne Auswertung des Verteidigungsministeriums.

Zurzeit helfen demnach 1.450 Soldaten und Mitarbeiter den Flüchtlingen in Deutschland – in Spitzenzeiten waren es 9.000. Die Bundeswehr sei rund 850 Hilfsanträgen der Länder und Kommunen nachgekommen, heißt es weiter. U.a. hätte die Bundeswehr 170.000 Unterbringungsplätze bereitgestellt, eine Million Mahlzeiten ausgeliefert und in über 4.300 Fahrten rund 200.000 Asylsuchende transportiert.
derwesten.de

Refugee Class an der UdK Berlin

Im Rahmen der Refugee Class for Professionals für den Bereich der darstellenden Kunst lädt das Berlin Career College der Universität der Künste Berlin zu einem weiteren Modul ein. Vom 11. bis zum 15. Juli geben ehrenamtliche Dozenten der UdK Berlin kostenlose Workshops für geflüchtete Künstler. Zu den Schwerpunkten gehören u.a. Video, biografisches Theater sowie Körper- und Improvisationstraining. So soll dazu beigetragen werden, professionelle Akteure – egal ob etabliert und neu angekommen – in der Welt der darstellenden Künste in Berlin zu unterstützen und zu vernetzen.
ziw.udk-berlin.de (Programm in englischer Sprache)

Hunderttausende Flüchtlinge noch ohne Asylantrag

Noch immer sind viele Menschen, die 2015 nach Deutschland geflüchtet sind, nicht im Asylverfahren. Allein in Hamburg sind 2.000 Flüchtlinge betroffen, bundesweit wird von "weniger als 300.000 Menschen" ausgegangen, berichtet das "Hamburger Abendblatt". Das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) will den Stau noch schneller abbauen als geplant (derzeit liegt die Bearbeitungszeit noch immer bei sechs Monaten) und die betroffenen Menschen zügig vorladen, um das Asylverfahren zu eröffnen. Das Problem: Ohne Asylantrag haben Geflüchtete kaum Zugang zu Sozialleistungen und Sprachkursen.
abendblatt.de

Ehrlicher Finder

50.000 Euro Bargeld und Sparbücher mit einem Guthaben von mehr als 100.000 Euro – das fand Muhannad M., ein 25-jähriger Flüchtling aus Syrien, als er in seiner noch kaum eingerichteten Wohnung in Minden einen von einer karitativen Einrichtung gespendeten Schrank aufbaute. Die Bankunterlagen sowie die hundert neuwertigen 500-Euro-Scheine waren in einer Art Geheimfach unter einem Einlegeboden versteckt.

Muhannad meldete seinen wertvollen Fund der Ausländerbehörde, die wiederum die Polizei informierte. Laut einer Sprecherin der Stadt Minden wissen die Beamten auch bereits, wer das Geld im Schrank gelassen habe. Der junge Syrer kann sich nun wohl über einen Finderlohn freuen – drei Prozent des Wertes seines Fundes stünden ihm laut Stadtsprecherin zu.
welt.de

Buchtipp: Die Flüchtlinge sind da!

Rund ein Drittel aller Geflüchteten, die derzeit nach Europa kommen, sind minderjährig. Die Kinder und Jugendlichen sind häufig allein unterwegs und zum Teil schulpflichtig.

Wie verändert und verbessert diese Zuwanderung unsere Schulen? Dieser Frage widmet sich das Buch „Die Flüchtlinge sind da!“ von Bildungs- und Wissenschaftsjournalist Armin Himmelrath und Katharina Blaß, freie Journalistin aus Hamburg. Dabei zeigen Schüler, Pädagogen und die Migranten selbst ihren Alltag – und wie Integration in der Schule uns alle bereichern kann.

Gewinnspiel
Das Buch „Die Flüchtlinge sind da!“ ist im Juni 2016 beim hep verlag erschienen und kostet 19 Euro. Wir verlosen zwei Exemplare des Buches von Armin Himmelrath und Katharina Blaß! Schickt einfach eine Mail mit dem Betreff „Gewinnspiel“ und eurer Adresse an post@helferzentrale.org
Einsendeschluss ist der 08.07.2016. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen: Mitmachen darf jeder, ausgenommen die Mitarbeiter der teilnehmenden Firmen. Das Los entscheidet. Die Gewinner werden nach der Ziehung benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Jeans for Refugees

RainbowMit seinem Projekt „Jeans for Refugees“ will Designer Johny Dar Geflüchteten weltweit helfen. Im Rahmen der Fundraising-Initiative spenden über einhundert Prominente, darunter etwa Sir Elton John, Woody Allen, Sharon Stone, Vivienne Westwood, Kate Moss und Emma Watson, ihre Jeans, die von Johny Dar bemalt und veredelt werden. Die Jeans-Unikate werden dann im Oktober 2016 in der Saatchi Galerie in London ausgestellt und versteigert. Der gesamte Erlös geht an das International Rescue Committee, eine Hilfsorganisation für Geflüchtete und Kriegsopfer.
15 Exemplare aus dem „Jeans for Refugees“-Projekt werden übrigens im Rahmen einer Kunstinstallation auf der PREMIUM (Hall 3 (H3-A 04), die vom 28. bis zum 30. Juni 2016 in Berlin stattfindet, zu sehen sein.
jeansforrefugees.com

Lesbos: Touristen treffen Geflüchtete

Auf der griechischen Insel Lesbos liegen Freude und Leid derzeit sehr dicht nah beieinander. Während die einen Urlaub machen, sind die anderen auf der Flucht. Die einen sind mit dem Flugzeug angereist, die anderen sind mit einem Schlauchboot gestrandet, um dem Terror und dem Krieg in ihrem Heimatland zu entkommen.

Die niederländischen Filmemacher Marieke van der Velden und Philip Brink haben Touristen und Geflüchtete nun zu Begegnungen eingeladen und es damit ermöglicht, miteinander statt übereinander zu sprechen.

Herausgekommen ist ein sehenswerter und sehr berührender 23-minütiger Dokumentarfilm mit dem Titel „The Island of All Together“.
theislandofalltogether.com

Expertise zur beruflichen Qualifizierung von jungen Geflüchteten

Um junge Geflüchtete in Lehre und Studium besser zu integrieren, haben Dr. Frank Braun und Dr. Tilly Lex vom Deutschen Jugendinstitut e.V. die wichtigsten Infos dazu in einer Broschüre mit dem Titel „Berufliche Qualifizierung von jungen Flüchtlingen in Deutschland“ zusammengefasst. Die Expertise behandelt unter anderem Themen wie Schulpflicht, Sprachförderung und die duale Berufsausbildung. Sie soll vor allem den Mitarbeitern in Jobcentern, Arbeitsagenturen und Beratungsstellen helfen, einen Überblick über die Vielzahl von Bildungs- und Fördermaßnahmen zu bekommen, um diese schneller und zielgerichteter zu vermitteln.
dji.de (Expertise als PDF) via idw-online.de

Broschüre: „Hetze gegen Flüchtlinge in Sozialen Medien – Handlungsempfehlungen“

Hassreden gegen Geflüchte im Social Web begegnen uns immer wieder. Viele wollen gegen diese rassistischen und flüchtlingsfeindlichen Aussagen vorgehen, wollen handeln, widersprechen, wissen aber oft nicht wie. Handlungsempfehlungen dazu hat nun die Amadeu Antonio Stiftung in einer Broschüre zusammengetragen. Die Publikation „Hetze gegen Flüchtlinge in Sozialen Medien - Handlungsempfehlungen“ beantwortet u.a. folgende Fragen: Wie melde ich rassistische Beiträge? Wie kann ich eine Anzeige machen? Was muss ich tun, wenn ich selbst ins Fadenkreuz gerate?
Gefördert wurde das Ganze vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend und der Freudenberg Stiftung. Die Broschüre kann kostenfrei bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt oder auf der Webseite heruntergeladen werden:
amadeu-antonio-stiftung.de

Download-Tipp: E-Book „Refugees. Richtig gute Projekte, Tipps & Tools“

refugees-coverDie Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. (bagfa) hat gemeinsam mit der Stiftung Bürgermut das E-Book „Refugees. Richtig gute Projekte, Tipps & Tools“ realisiert und als kostenloses PDF-Dokument veröffentlicht. Auf 176 Seiten werden in 49 Beiträgen zahlreiche Projekte zum Nachmachen, viele Tipps von Engagierten für die Arbeit vor Ort und wichtige Tools und Plattformen vorgestellt. Das E-Book richtet sich an Freiwillige und Profis und soll ihnen ganz praktisch beim Starten und Umsetzen von Projekten Unterstützung in Form von Informationen bieten. In einem eigenen Kapitel werden all diejenigen Tools, Plattformen, Apps und Maps vorgestellt, die PraktikerInnen in der Flüchtlingsarbeit besonders gut helfen.

Der Ausgangspunkt für das Buch war das openTransfer CAMP „Refugees“, das im November 2015 stattfand. Daran nahmen etwa 120 Initiativen und auch viele Freiwilligenagenturen und die bagfa teil. Viele der vorgestellten Projekte sowie Expertinnen und Experten, die im Buch zu Wort kommen, waren vor Ort und haben sich ausgetauscht. Eine Dokumentation der Sessions ist Teil des E-Books.
issuu.com >> (Flipbook zum Durchblättern), bagfa.de >> (PDF zum Download)

Aktuelle Zahlen zur Jobsituation von Geflüchteten

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat neue Zahlen zur aktuellen Arbeitsmarktsituation für geflüchtete Menschen vorgelegt. Demnach 154.000 freie Jobs für Flüchtlinge in Deutschland, wegen der guten Arbeitsmarktlage könnte bis Ende 2016 noch weitere 20.000 hinzu kommen. Die Mehrzahl der Jobs liegt allerdings im Bereich für Menschen mit geringen Berufsqualifikationen.

Das IAB hat darüber hinaus ermittelt, dass bereits 95.000 AsylbewerberInnen in Lohn und Brot stehen. 145.000 anerkannte Asylbewerber sind jedoch aktuell ohne Arbeit. Diese Zahl könnte bis Jahresende auf 350.000 steigen, weil bis dahin andere Maßnahmen, wie Sprachkurse, auslaufen.

Als Fazit aus der durchwachsenen Situation empfiehlt das Institut stärkere Sprachförderung, Qualifikation und Bildung von Geflüchteten, um auch in Arbeitsfeldern für Jobs mit höheren Qualifikationsvoraussetzungen bessere Chancen zu schaffen.
csr-news.net >>

Paaraby – Syrischer Praktikant entwickelt Lernspiel

Foto: Lachs von Achtern GmbH & Co. KG
Foto: Lachs von Achtern GmbH & Co. KG

Der Syrer Kassem El Laham hat sich die Frage gestellt, was wäre, wenn zur Integration spielend beitragen könnte. Während seines Praktikums bei der Kommunikationsagentur Lachs von Achtern in Wismar entwickelte er Idee, Konzept und Gestaltung für ein Kartenspiel. Entstanden ist „Paaraby“, ein Spiel mit 32 deutsch-arabischen Spielkarten, die jeden Integrationskurs oder Sprachunterricht auflockern und das Lernen erleichtern.

Mit Hilfe des Spieles kann arabischsprachigen Geflüchteten die deutsche Kultur, Sprache und Verschrobenheiten spielerisch etwas näher gebracht werden. So erfahren die SpielerInnen mithilfe von „Paaraby“, dass es wesentliche Medikamente in Deutschland nur auf Rezept gibt, Kinder der Schulpflicht unterliegen und es helfen kann, bei der Suche nach einem Job die Arbeitsagentur aufzusuchen.

Foto: Lachs von Achtern GmbH & Co. KG
Foto: Lachs von Achtern GmbH & Co. KG

Die Agentur hofft mit „Paaraby“ möglichst viele Verbände, Vereine und Unternehmen bei Ihrer Integrationsarbeit unterstützen zu können. Bei dem Spiel handelt es sich um ein Non-Profit Projekt. Die Agentur vertreibt das Spiel deshalb lediglich zum Preis der Produktionskosten. Für Unternehmen und Organisationen, die Spiele spenden wollen, gibt es die Möglichkeit ab einer bestellten Auflage von 25 Spielen das eigene Logo auf der Spielverpackung zu verewigen. Bestellungen und weitere Infos gibt es per Mail unter: ahoi@lachsvonachtern.de

Jobvermittlung für Geflüchtete

Das Unternehmen Jobbörse.de GmbH hat auf seinem Jobvermittlungsportal einen Bereich für Jobanzeigen für Geflüchtete eingerichtet. Aktuell befinden sich in der Bewerberdaten bereits mehr als 800 registrierte Flüchtlinge, die unterschiedliche Qualifikationen und die notwendigen Voraussetzungen für die Aufnahme einer Arbeit mitbringen.

Unter „Jobs für Flüchtlinge“ bietet das Jobportal seine Vermittlungsdienste für Arbeitgeber und Geflüchtete kostenlos an und will somit einen solidarischen Beitrag zur aktuellen Flüchtlingssituation in Deutschland leisten.

Inzwischen gibt es zahlreiche Onlineportale, die sich um die Vermittlung von Arbeitsplätzen für Geflüchtete bemühen. Eine kurze Google-Suche zeigt bereits vier spezialisierte Webseiten in Deutschland: welcome2work.de, workeer.de, careers4refugees.de und eben jobbörse.de/refugees.

 

Unicef: Bericht zur Situation der Flüchtlingskinder in Deutschland

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef beklagt in einem aktuellen Lagebericht die Situation von geflüchteten Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Diese müssten über immer längere Zeiträume in einem nicht kindgerechten Umfeld leben. Ihre Rechte auf Schutz, Teilhabe, gesundheitliche Versorgung und Bildung werden laut Unicef oft monatelang nur eingeschränkt oder gar nicht gewahrt. Gleichzeitig wachse auch innerhalb der Gruppe der Flüchtlingskinder die Ungleichbehandlung – je nach Herkunftsland und angenommener Bleibeperspektive.

Bereits 2014 hatte Unicef eine starke Benachteiligung von Flüchtlingskindern und Defizite bei der Umsetzung ihrer Rechte in Deutschland festgestellt. Diese Defizite hätten sich nun nochmals verschärft. Die großen Anstrengungen von Bund, Ländern und Gemeinden und der enorme Einsatz der Zivilgesellschaft sorgen laut dem UN-Kinderhilfswerk zwar dafür, dass eine Notversorgung sichergestellt ist. Dennoch gäben viele Entwicklungen der vergangenen Monate Anlass zur Sorge.

Unicef fordert deshalb erneut, das Wohl der Kinder zum Maßstab aller sie betreffenden Entscheidungen zu machen.
unicef.de, unicef.de (Lagebericht als PDF)

Neuss: Einladung für Flüchtlingshelfer

Der Fachdienst für Integration und Migration der Caritas Sozialdienste lädt in der Flüchtlingshilfe Engagierte zu einem ersten Helfercafé für Ehrenamtler am Donnerstag der kommenden Woche (30.6.) ins Caritashaus International in Neuss ein.

Dorota Hegerath, Koordinatorin der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe im Rhein-Kreis Neuss, will Helfern bei dieser Veranstaltung eine Gelegenheit bieten, sich mit Gleichgesinnten aus dem gesamten Kreis auszutauschen und Impulse für die ehrenamtliche Arbeit zu erhalten.
rp-online.de

Audi unterstützt Berufsschulklasse für weibliche Geflüchtete

Audi-weibl-Gefluechtete_AuduAG_920pxMit einer Berufsschulklasse nur für Frauen erweitern Audi und die Stadt Ingolstadt ihre Kooperation zur beruflichen Qualifizierung junger Geflüchteter. Finanziert wird auch ein weiteres Schuljahr für die 25 Schülerinnen und Schüler der bereits bestehenden Flüchtlingsklasse. Ziel des Projekts ist es, die jungen Leute fit für eine Ausbildung bei Unternehmen in der Region zu machen.

Audi hatte das Schulprojekt für Flüchtlinge im Januar 2016 in Kooperation mit der Stadt Ingolstadt ins Leben gerufen. Seitdem bereiten sich Schülerinnen und Schüler vor allem aus Eritrea und Afghanistan auf den Mittelschulabschluss oder eine berufliche Einstiegsqualifizierung vor.

Der Unterricht für die neue Frauenklasse startet im September 2016 an der Berufsschule I in Ingolstadt. Audi übernimmt die Kosten für die tägliche sozialpädagogische Betreuung und plant, auch für diese Schülerinnen ein Mentorenprogramm auf den Weg zu bringen. Den regulären Unterricht finanziert der Freistaat Bayern.
audi-mediacenter.com

„Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen“ gegründet

In Hamburg schließen sich 97 Initiativen und Helfergruppen zum "Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen" zusammen. Den Helfern geht es vor allem darum, künftig gemeinsam Flüchtlinge willkommen zu heißen, sich für ihre Rechte insbesondere gegenüber Behärden einzusetzen und ihnen bei der Integration zu helfen. "Wenn wir uns zusammenschließen, können wir von den Erfahrungen anderer profitieren und es muss nicht jede Gruppe das Rad neu erfinden", begründet Diana Ennet, erste Vorsitzende von "Die Insel hilft", den Schritt. Ein achtköpfiges Sprecherteam soll nun dafür sorgen, dass das Bündnis in Hamburg nicht überhört werden kann.
welt.de

Junge Wirtschaft bietet Geflüchteten Berufsperspektiven

Im Rahmen der Aktion „JUGEND STÄRKEN – 1000 Chancen“ engagieren sich die Wirtschaftsjunioren Deutschland für die Integration in Deutschland angekommener Flüchtlinge. Bundesweit übernehmen sie Patenschaften, vermitteln Praktika, geben Einblicke in ihre Betriebe oder stellen die duale Berufsausbildung vor. Fast 200 junge Geflüchtete konnten von diesen Chancen allein in diesem Jahr bereits profitieren.

Gesammelt Eindrücke der bisherigen Projektarbeit gibt's hier:

1000-chancen.de

Yusra Mardini für Olympia-Teilnahme nominiert

Im Herbst 2015 kam Yusra Mardini als Flüchtling in Berlin an. Mittlerweile trainiert die syrische Schwimmerin bei den Wasserfreunden Spandau und wurde Anfang Juni vom Internationale Olympische Komitee (IOC) für das Flüchtlingsteam zur Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro nominiert. Im Interview mit dem Deutschen Olympischen Sportbund erzählt die 18-Jährige, was die Teilnahme für sie bedeutet und was sie sich für Olympia vorgenommen hat.
integration-durch-sport.de (Interview), tagesspiegel.de (Yusra Weg nach Berlin)

Video-Tipp: Jahrestreffen der Willkommenslotsen

Rund 140 Willkommenslotsen an insgesamt 101 Kammern und anderen Organisationen der Wirtschaft in allen Bundesländern unterstützen seit dem Frühjahr 2016 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Besetzung offener Ausbildungs-, Praktikums- und Arbeitsstellen mit geeigneten Flüchtlingen. Hier ein paar Eindrücke vom Jahrestreffen der Willkommenslotsen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

UNHCR: 65 Millionen Menschen auf der Flucht

Weltweit sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht – so viele wie niemals zuvor. Das berichtet das UN-Flüchtlingswerk UNHCR in seinem jährlichen Statistikbericht. Vor allem in den vergangenen fünf Jahren haben Flucht und Vertreibung massiv zugenommen. Mit 4,9 Millionen Flüchtlingen aus Syrien, 2,7 Millionen aus Afghanistan und 1,1 Millionen aus Somalia kommt die Hälfte aller Flüchtlinge unter UNHCR-Mandat aus nur drei Ländern. Und während die Türkei die meisten Flüchtlinge aufnimmt, erhält Deutschland die meisten Asylanträge.
faz.net, heute.de, sueddeutsche.de

Unterstützung für den Weg in die Selbstständigkeit

Viele Geflüchtete wollen sich selbstständig machen. Um Gründungsinteressierte besser unterstützen zu können, hat die Bundesregierung ihr Informations- und Beratungsangebot erweitert und auf Menschen aus Nicht-EU-Ländern ausgerichtet.

Der Online-Leitfaden „GründerZeiten" gibt Geflüchteten auf Deutsch und Arabisch Tipps. Auch das „Existenzgründerportal" informiert in mehreren Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch).

Die Bundesregierung plant weitere Maßnahmen: Das Pilotvorhaben „Gründerpatenschaften" soll interessierte Geflüchtete mit ansässigen Unternehmen und Selbstständigen zusammenbringen. Auch die „Willkommenslotsen", das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge" und weitere Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft beraten künftig verstärkt zu Existenzgründungen.
bundesregierung.de

Praktische Hilfe: Solar-Ladestationen für Smartphones

Solarladestation-ElpisMobiltelefone sind vor allem für Geflüchtete ein äußerst wichtiges Utensil. Doch jeder Smartphone-Besitzer weiß aus eigener Erfahrung: Der Akku hält nicht lange durch. Während das Nachladen für die meisten zuhause oder am Arbeitsplatz kein Problem ist, gestaltet sich das für Menschen in überfüllten Flüchtlingscamps wie z.B. in Griechenland deutlich schwieriger. An Sonne hingegen mangelt es nicht. Studenten der Universität von Edinburgh haben deswegen eine Ladestation für Mobiltelefone entwickelt, die nur von der Kraft der Sonne versorgt wird.

Zwei der im Projekt Elpis (auf Griechisch: Hoffnung) entwickelten Solarlader wurden bereits zusammen mit der griechischen Solartechnik-Firma Entec gebaut und in Flüchtlingscamps installiert, drei weitere sind derzeit in Arbeit. Die Solar-Ladestationen liefern jeweils Strom für 240 Ladevorgänge pro Tag.
huffingtonpost.com (auf Englisch), projectelpis.org

Willkommen bei Freunden: Neue App erleichtert Flüchtlingshilfe

Willkommen_bei_Freunden_App_02Mit der gestern vorgestellten „Willkommen bei Freunden"-App möchten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) das Helfen bundesweit einfacher machen. Die Anwendung zeigt, welche Hilfe Kommunen und Flüchtlingsinitiativen aktuell brauchen.

Entstanden ist die App in Kooperation mit den bereits bestehenden Hilfeportalen „Helpto", „ichhelfe.jetzt" und „clarat". Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Vernetzung der Freiwilligenlandschaft in Deutschland zu fördern.

Die Anwendung bringt Freiwillige und Projekte in der Flüchtlingshilfe bedarfsorientiert zusammen: Mit wenigen Klicks können die Helfer angeben, wo und wie sie unterstützen wollen. Die App zeigt dann an, welche Hilfsorganisationen vor Ort genau diese Art der Unterstützung suchen. Die App steht ab sofort für iOS und Android in den entsprechenden Stores bereit.
bmfsfj.de, willkommen-bei-freunden.de

WelcomeCamp in Berlin

Wie kann man Geflüchteten helfen und wo? Für die Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen findet am 9. Juli 2016 das „WelcomeCamp“ im FMP1 am Franz-Mehring-Platz 1 statt. BerlinerInnen, die im Berufsalltag als Webdesigner, Social Media Manager oder Berater unterwegs sind, organisieren das Barcamp. Sie wollen UnterstützerInnen, karitativen Institutionen und FlüchtlingshelferInnen ein Plattform für den Austausch zur Verfügung stellen.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um vorherige Anmeldung wird jedoch gebeten. Mitmachen kann jeder. Alle Infos und die Onlineanmeldung findet man hier refugeeswelcome.berlin >>

Mehr Infos zum Camp gibt es auch in einem ausführlichen Artikel auf tagesspiegel.de >>

 

In eigener Sache: Für HelferZentrale.org wird Jens Stoewhase vor Ort sein und freut sich über direkte Kontaktaufnahme.

Mit WhatsApp zur Möbel-Hilfe

Manchmal kann man Dinge – in diesem Fall Möbel – auch auf einfachste Art organisieren. Die Heilpädagogin Maria Rossdeutscher hat in Bremerhaven einfach eine WhatsApp-Gruppe ins Leben gerufen, um nicht mehr genutzte Möbel Geflüchteten zugänglich zu machen. Alles begann mit einem Radio. Inzwischen fährt Rossdeutscher gemeinsam mit syrischen Flüchtlingshelfern bis zu 500 Kilometer in der Woche, um gespendete Möbel und Haushaltsgegenstände an Bedürftige zu übergeben.
nord24.de >>

Neue Broschüre: Engagement muslimischer Jugendlicher

Die Broschüre „Politisches und zivilgesellschaftliches Engagement muslimischer Jugendlicher“ entstand im Rahmen der Initiative „JUMA - jung, muslimisch, aktiv“. Mithilfe des Papiers wird ein Überblick über die vielfältigen Aspekte gesellschaftlicher und politischer Partizipation junger MuslimInnen gegeben. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat die Broschüre finanziert. Man kann das Whitepaper unter Angabe des Namens und der E-Mail-Adresse kostenlos heruntergeladen.
juma-projekt.de >>

35 Geflüchtete entwickeln Startup-Ideen

Seit Februar 2016 haben 42 Geflüchtete mehr als 660 Stunden an der ReDI School of Digital Integration damit verbracht, Ideen für Startups zu entwickeln, die auch das Leben der Geflüchteten verbessern helfen. Bis zum Demo Day auf dem Startup Europe Summit haben es 35 Schüler geschafft und haben drei Startups vorgestellt, die nun in der Gründung sind: Let's Integrate,Bureaucrazy und Jasmin.

Die  ReDI School of Digital Integration ist eine gemeinnützige Programmierschule für Flüchtlinge. Im Juli und August dieses Jahres wird es eine Sommerschule geben und das Team will dabei verkürzte Kurse und Workshops anbieten, bevor es ab September mit dem Wintersemester weitergeht. Dafür werden erneut ehrenamtliche HelferInnen und UnterstützerInnen gesucht. Interessierte können sich gerne per Email oder Online-Formular melden.

Flüchtinge im Fußball-Fieber

Die Gespräche in Familien und Büros drehen sich in diesen Wochen logischerweise vermehrt um Fußball. Naheliegend, dass auch die vielen Geflüchteten vom EM-Fieber nicht verschont bleiben. In vielen Unterkünften landauf, landab gibt es dementsprechend die Möglichkeit die Spiele der Europameisterschaft zu verfolgen. Hier ein paar Beispiele: In Meßstetten und Ellwangen (beide Baden-Württemberg) können die Bewohner der Landeserstaufnahmestellen (LEA) die Begegnungen auf großen Leinwänden schauen. Der SWR zeigt Eindrücke in einem TV-Beitrag. In Hamburg geht man noch einen Schritt weiter und kombiniert Fußball mit Integration: Die Initiative "Welcome Dinner" sucht Hamburger, die Flüchtlinge zu den Spielen zu sich nach Hause einladen. "Viele laden ohnehin Freunde zum Grillen, in den Garten oder ins Wohnzimmer ein, um gemeinsam ein EM-Spiel zu verfolgen", sagt Ines Burckhardt von der Initiative gegenüber dem "Hamburger Abendblatt" Da wird aus dem "Welcome Dinner" also ein "Soccer Dinner". Wir wünschen deshalb zum Wochenende allen viel Spaß bei der EM!

Ausstellung: Kinder im Exil

Vom 16. Juni bis 20. Juli 2016 zeigt die Akademie der Künste in Berlin (Pariser Platz 4, 10117 Berlin) „Kinder im Exil“, eine Ausstellung, die Erlebnisse der Kinder geflüchteter Menschen früher und heute dokumentiert.

Neben einem historischen Teil, der vor allem Exponate insbesondere aus Nachlässen von Künstlern umfasst, die mit ihren Kindern zwischen 1933 und 1945 ins Exil gehen mussten, werden im aktuellen Teil der Ausstellung Projekte von Künstlern und Kindern vorgestellt, die seit September 2015 in der Akademie und im Akademie-Archiv stattgefunden haben.

Berliner Schüler, auch aus Willkommensklassen, haben sich dort mit Nachlässen und Dokumenten von u.a. Ellen Auerbach, Alfred Döblin, Heinrich Mann oder Bruno Taut beschäftigt. Entstanden sind u.a. Filme, Modelle, Zeichnungen, Musikstücke und Theaterspiele, die Migration auch heute als Herausforderung und Bereicherung zeigen.

Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
adk.de

I SEA verteilt die Suche nach schiffbrüchigen Flüchtlingen

moas-work-ryp-4-1024x683Mit der iPhone-App „I Sea“ können Helfer per Smartphone von Zuhause aus kleine Teile des Mittelmeeres beobachten, nach Flüchtlingsbooten absuchen, diese markieren und mit den Koordinaten versehen. Migrant Offshore Aid Station (MOAS), die Organisation, die die App ins Leben rief, schaut sich die Markierungen dann an, um ggf. Hilfe einzuleiten, z.B. wenn ein Boot zu kentern droht.

Dazu verteilt MOAS unter ihren Anwendern regelmäßig aktuelle Satellitenbilder und hält die freiweilligen Helfer dazu an, ihren Ausschnitt des zentralen Mittelmeers nach Booten zu durchsuchen. Um Missbrauch zu verhindern, müssen die Helfer eim Abschicken einige persönliche Daten angegeben. Die App befindet sich derzeit in der öffentlichen Testphase.

Anfang Juni intensivierte die Seenotrettungsorganisation ihren Einsatz im zentralen Mittelmeer und weitete mit zwei Schiffen und zwei Drohnen das überwachte Gebiet aus.
moas.eu, iphone-ticker.de

18. und 19. Juni: Menschenketten gegen Rassismus

Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus" rufen rund 40 Organisationen für das kommende Wochenende zu Menschenketten gegen Fremdenfeindlichkeit in fünf deutschen Großstädten auf, konkret in Berlin, Bochum, Hamburg, Leipzig und München.

Auch zahlreiche Prominente werben für die Teilnahme, darunter der Fußballer Gerald Asamoah, die Schauspieler Benno Fürmann und Michaela May, Kabarettist Urban Priol, Musiker Michael „Breiti“ Breitkopf von den Toten Hosen sowie die Journalistin Kübra Gümüşay.

Wie immer gilt: Je mehr Teilnehmer, desto besser! Nähere Infos zu den Treffpunkten und Routen gibt´s drüben auf der Kampagnenseite:
hand-in-hand-gegen-rassismus.de

Duisburg: Flüchtlingspaten gesucht

In immer mehr deutschen Städten starten im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekts „Menschen stärken Menschen" Initiativen, um Geflüchteten mithilfe von Paten den Start zu erleichtern. So auch jetzt in Duisburg: Ab Juli können Duisburgerinnen und Duisburger ehrenamtlich Geflüchtete und ihre Familien z.B. bei Behördengängen oder Arztbesuchen unterstützen. Ansprechpartnerin ist Stella Rauscher, Koordinatorin der örtlichen Awo-Flüchtlingshilfe.
derwesten.de

Vertrag unterzeichnet: Jatta ist HSV-Profi

Kürzlich haben wir über den aus Gambia geflüchteten Bakery Jatta berichtet, der nach überzeugenden Probetrainings gute Aussichten auf einen Profivertrag beim Bundesligisten Hamburger SV hatte. Nun ist es offiziell: Der 18-Jährige hat einen Dreijahresvertrag beim HSV unterzeichnet und wird ab dem 27. Juni fest mit dem Profiteam trainieren. Wir wünschen Bakery Jatta viel Erfolg in der Bundesliga!
abendblatt.de, hsvtotal.de (Video)

Medienprojekt will Geflüchteten eine Stimme geben

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum (MFH) will Geflüchteten mit dem arabisch-deutschen Medienprojekt „Re: Speech" eine Stimme geben, damit sie am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen und ihre Perspektive einbringen können.

In Veranstaltungen soll es um Themen wie Fluchtursachen und Fluchtrouten gehen sowie um die aktuelle politische Lage in den Herkunftsländern. Auch gilt es, Rassismus und politischer Hetze im Netz entgegenzutreten.

Geplant ist eine Zeitschrift, die erst online und später als Beilage einer großen Tageszeitung veröffentlicht wird. Bisher besteht die Redaktion aus acht Geflüchteten aus dem Ruhrgebiet und zehn weiteren aus anderen deutschen Städten. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen, wobei journalistische Erfahrung keine Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist.
bszonline.de, derwesten.de

Investitionsprogramm für Integration

Bundesbauministerin Barbara Hendricks stellte gestern das neue „Investitionspaket für sozialen Zusammenhalt“ im Kabinett vor. Mit weiteren 800 Mio. Euro, verteilt über vier Jahre, will der Bund Städten und Gemeinden helfen, in die Infrastruktur zur Integration von Flüchtlingen zu investieren. Mit dem Geld sollen vor allem Bildungseinrichtungen, aber auch Begegnungsstätten und Stadtteilzentren ausgebaut und verbessert werden. Ab Herbst dieses Jahres kann eine Finanzierung beantragt werden.
tagesschau.de

Projekt „Join“ bringt Stadtteil- und Flüchtlingsfamilien zusammen.

In Münster hat die evangelische Familienbildungsstätte ein Projekt geschaffen, bei dem Familien auf Familien treffen. Eltern und Kinder, die schon länger hier leben, treffen auf Eltern und Kinder aus Krisengebieten. Bei gemeinsamen Spielen sowie beim Kochen und Essen können die Familien, unabhängig von Sprache und Kultur, zueinander finden und ein nachbarschaftliches Verhältnis aufbauen. Um die gemeinsamen Nachmittage vorzubereiten, werden ehrenamtliche Helfer gesucht. Wer das Projekt „Join“ unterstützen möchte, kann am 17. Juni von 15 bis 21.30 Uhr und am 18. Juni von 9 bis 15 Uhr zu einem Vorbereitungsseminar kommen. Dafür wird um Anmeldung bei der Projektoordinatorin Heike Vogl ( Tel: 0157 / 50 13 41 27, E-Mail: heike-vogl@praepaed.de) gebeten.
www.wn.de

Dialogveranstaltung in Düsseldorf

Am 17. Juni findet in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf die Dialogveranstaltung „Flucht, Migration, Integration – Herausforderungen und Chancen aus Sicht der Forschung“ statt. Den Rahmen für zwei Diskussionrunden, zum einen mit den vortragenden Wissenschaftlern und danach mit Praxisvertretern von Migrantenorganisationen, bilden vier Impulsvorträge aus Instituten der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft. Die Teilnahme an der Veranstlatung ist kostenlos, eine Anmeldung ist telefonisch, per E-Mail oder Fax möglich.
idw-online.de

BAMF: Grundgesetz-Broschüre für Zugewanderte und Geflüchtete

Mit der Broschüre „Das Grundgesetz – die Basis unseres Zusammenlebens“ will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Zugewanderte und Geflüchtete beim Einleben in Deutschland unterstützen. Mit dem Ziel der Erstorientierung und Wertevermittlung beschreibt die Broschüre in einfachen Worten, welche Bedeutung das Grundgesetz hat und wie es im Alltag gelebt wird. Die Publikation ist in sechs Sprachen (Deutsch, Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Kurdisch) verfügbar und kann kostenlos beim BAMF bestellt werden.
bamf.de

Hamburg: Bürgerverträge zur Flüchtlingsunterbringung und deutlich niedrigere Prognosen

In Hamburg rückt eine Vereinbarung zwischen Senat und dem Dachverband der Bürgerinitiativen gegen Großunterkünfte für Flüchtlinge näher. Angeblich sind für die Stadtteile sogenannte Bürgerverträge geplant, in denen Zahl, Ort und Dauer der Unterbringung von Flüchtlingen festgeschrieben werden. Damit könnte auch ein entsprechendes Volksbegehren abgewendet werden.
ndr.de

In Neugraben-Fischbek hat man sich diese Woche bereits auf einen Kompromiss geeinigt: Maximal 1.500 Menschen sollen dort nun untergebracht werden. Die Infrastruktur (Schulen, Ärzte und Nahverkehr) soll deutlich verbessert werden.
abendblatt.de

Die oben genannten Lösungen mit den Bürgern werden auch deshalb einfacher, weil die Stadt ihre Prognosen zum Flüchtlingszuzug deutlich nach unten korrigiert: Für das laufende Jahr 2016 wird mit nur 14.500 Schutzsuchenden gerechnet, für 2017 mit 15.500. Bis Ende 2017 sollen ergo nur noch 29.700 Plätze neu geschaffen werden. Bisher hatte der Senat mit 39.000 zusätzlichen Plätzen allein schon für 2016 geplant. Klar ist aber auch: Platzt der Flüchtlingsdeal mit der Türkei, könnten sich auch die Zahlen schnell wieder ändern. Und darauf sollte man vorbereitet sein, auch in Hamburg.
welt.de

Einstieg Deutsch: Sprachförderung direkt nach der Ankunft

Mit dem neuen Programm „Einstieg Deutsch" starten der Bund und die Volkshochschulen ein Programm zur sprachlichen Erstförderung. Geflüchtete können damit schon in der Erstaufnahmeeinrichtung mit dem Deutschlernen beginnen und die Grundlagen für die Integrations- und die anschließenden berufsbezogenen Sprachkurse schaffen. „Einstieg Deutsch" beinhaltet sowohl klassischen Deutschunterricht als auch begleitendes Online-Lernen.

Für die Dauer von zunächst drei Jahren sieht das Programm jährlich rund 1.900 Lernangebote vor. Teilnahmeberechtigt sind geflüchtete Menschen ab 16 Jahren, die noch keine Zulassung zum Integrationskurs haben.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit jährlich 19 Millionen Euro den schnellen Spracherwerb von bis zu 45.000 Geflüchteten pro Jahr unmittelbar nach ihrer Ankunft in Deutschland.
dvv-vhs.de

Freiburg: Paten für junge Geflüchtete gesucht

Im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekts „Menschen stärken Menschen" können auch in Freiburg Patenschaften für geflüchtete Kinder und Jugendliche sowie unbegleitete Minderjährige übernommen werden.

Betreut wird das Projekt in Freiburg von „The African Network for Germany" und dem Interkulturellen Deutsch-Afrikanischen Verein in Zusammenarbeit mit dem Verein „Stadtpiraten", Koordinatorin ist Miriam Nussbächer. Rund 100 Patenschaften sollen in Freiburg vermittelt werden.
badische-zeitung.de

Interview: Motivation für Flüchtlingshilfe

Markus Vogt ist Professor für christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und spricht in einem lesenswerten Interview mit der „Süddeutschen Zeitung" über die Hintergründe der hohen Hilfsbereitschaft gegenüber Geflüchteten.

Markus Vogt, LMU 221x298

„Wir haben von vielen Konflikten profitiert, etwa durch Waffenverkäufe. Unser Reichtum ist zwar nicht linear die Ursache für die Not anderswo. Aber es gibt viele Wirkungszusammenhänge, in die wir verwoben sind. Insofern gibt es eine ethische Verpflichtung, zu helfen - und das spüren viele.“

Hier gibt´s das gesamte Interview:
sueddeutsche.de