App „Anerkennung in Deutschland“

Die App „Anerkennung in Deutschland“ informiert über die Anerkennung von Studien- und Berufsabschlüssen, die im Ausland erworben wurden. Außerdem liefert sie Infos für die Suche nach entsprechenden Beratungsstellen. Herausgegeben wurde das Ganze vom Bundesinstitut für Berufsbildung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die App ist – neben Deutsch und Englisch –  auch in den Sprachen Arabisch, Dari, Farsi, Paschtu und Tigrinya verfügbar und steht zum Download für Android, iOS und Windows-Phone bereit.
anerkennung-in-deutschland.de

HelpTo: Jetzt auch in Schwerin

Die Onlineplattform HelpTo ist jetzt auch in Schwerin gestartet. Über das Online-Portal können sich Organisationen, Initiativen, Unternehmen, Vereine sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger schnell und unkompliziert auf lokaler Ebene über das austauschen, was bei der Betreuung und Integration von geflüchteten Menschen und anderen Hilfebedürftigen benötigt wird.

Helfende und Hilfesuchende können sich kostenlos auf HelpTo registrieren und ihre Angebote und Gesuche einstellen. Hierfür gibt es zehn verschiedene Kategorien: Sachspenden, Begleitung und Beratung, Fahrdienste und Transporte, Freizeit, Familie und Kinder, Sprache, Bildung und Wissenschaft, Projekte und Ideen, Arbeit sowie Wohnen.

HelpTo ist bereits in zahlreichen Städten und Landkreisen verfügbar. Mit dem Portal für die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns ist HelpTo nun in elf von 16 Bundesländern aktiv, darunter flächendeckend in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Nutzung ist kostenfrei, erforderlich ist lediglich eine Online-Registrierung mit Benutzername und E-Mail-Adresse.
schwerin.de, schwerin.helpto.de

Hessen: Förderprogramm für Flüchtlingshilfe

Die Hessische Landesregierung legt ein Förderprogramm für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe auf. Für Maßnahmen zum Auf- und Ausbau der Initiativen für Flüchtlingshilfe stellt das Land allen Landkreisen und kreisfreien Städten in diesem Jahr jeweils bis zu 20.000 Euro zur Verfügung. Die Fördermittel können ab sofort bei der Hessischen Staatskanzlei beantragt werden.
staatskanzlei.hessen.de, gemeinsam-aktiv.de

DBU vergibt Stipendien an Geflüchtete

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergibt im Rahmen des MOE-Austauschstipendienprogrammes erstmals zehn Stipendien an Hochschulabsolventen, die z.B. aus Syrien nach Deutschland geflüchtet sind. Vergabevoraussetzungen sind überdurchschnittliche Diplom- oder Masterabschlüsse und gute Deutsch- oder Englischkenntnisse. Ziel ist es, den Stipendiaten Erfahrungen auf verschiedensten Feldern des Umwelt- und Naturschutzes zu vermitteln, die diese später in ihren Heimatländern umsetzen können. Der sechs- bis zwölfmonatige Forschungs- und Weiterbildungsaufenthalt startet mit einer vierwöchigen Einführungsphase in Osnabrück, die u.a. auch einen Deutschintensivkurs beinhaltet. Das Online-Bewerbungsverfahren läuft noch bis einschließlich 20. Juli 2016.
dbu.de

Entwurf des Integrationsgesetzes beschlossen

Auf seiner Klausur in Meseberg hat das Bundeskabinett den Entwurf des Integrationsgesetzes beschlossen. Die Eckpunkte hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - BAMF kurz und übersichtlich zusammengefasst:

Zudem sollen der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in den öffentlichen Verwaltungen erhöht und jährlich ein Nationaler Integrationspreis verliehen werden, „um Kommunen, Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen zu würdigen, die sich in beispielgebender Weise um die Integration von Migrantinnen und Migranten verdient gemacht haben.“
Die Meseberger Erklärung zur Integration gibt's hier zum Nachlesen:
bundesregierung.de

Kostenloses Deutsch-Lehrbuch für Geflüchtete

Ein komplett mit Spenden finanziertes und nun vorgestelltes Gratis-Lehrbuch soll geflüchteten Menschen in Erstaufnahmestellen deutlich schneller als bisher den Einstieg in die deutsche Sprache ermöglichen.

Das Buch „Deutsch-Bausteine. Deutsch für Flüchtlinge“ der Karlsruher Bürgerinitiative „Refucation" gliedert sich in drei Teile. Erst werden die Buchstaben vorgestellt - inklusive Beispielen in Form von Hauptwort, Verb und Adjektiv. Ein weiterer Teil beschäftigt sich mit Themen in Bereichen wie Nahrungsmittel, Uhrzeit, Wetter oder Ausrufe, die erklärt und bebildert werden. In einem dritten Teil wird die Grammatik erklärt. Deutschlandweit hatten sich nach einem Facebook-Aufruf zahlreiche Illustratoren gemeldet, um für das Buch zu zeichnen.

Das Buch soll zunächst an Karlsruher Erstaufnahmestellen zum Einsatz kommen, als nächstes ist eine Auflage für Stuttgart geplant. Mittelfristig könnte das Lehrwerk auch landes- und bundesweit vertrieben werden. In der ersten Version ist es auch kostenlos zum Download verfügbar.
swp.de, refucation.de (mit Download-Möglichkeit)

Tag der Kölner Flüchtlingshilfe

Am 31. Mai findet ab 17 Uhr im Historischen Rathaus Kölns ein Tag der Flüchtlingshilfe statt. Kölnerinnen und Kölner, die sich für geflüchtete Menschen engagieren möchten, können sich dabei direkt mit Ehrenamtlichen vernetzen, sich über die unterschiedlichen Bereiche der Flüchtlingshilfe informieren und ein passendes Ehrenamt annehmen.
koeln-nachrichten.de

Interreligiöses Projekt zur Flüchtlingshilfe

„Weißt du, wer ich bin?“ lautet der Titel eines neu aufgelegten Projektes, das die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gemeinsam mit dem Zentralrat der Juden, dem Zentralrat der Muslime in Deutschland, der Türkisch-Islamischen Union (DITIB), dem Verband der Islamischen Kulturzentren und dem Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland initiiert hat.

Mit dem Projekt werden muslimische, christliche und jüdische Gemeinden und Einrichtungen ermutigt, im Bereich der Flüchtlingshilfe und des Dialogs mit Flüchtlingen zusammenzuarbeiten und Einzelprojekte zur Flüchtlingshilfe und –integration durchzuführen. Mit Geldern des Bundesinnenministeriums sollen mit jeweils bis zu 15.000 Euro Projekte unterstützt werden, die interreligiös in der Flüchtlingsarbeit zusammenarbeiten.

„Weißt du, wer ich bin?“ startet mit einer Auftaktveranstaltung am kommenden Dienstag (31. Mai) um 19.30 Uhr in der Katholischen Akademie Berlin. Ab diesem Tag sind auch Bewerbungen für die Fördermittel möglich.
dbk.de, weisstduwerichbin.de

Unicef-Projekt: Pencil of Hope

Die Welt schöner malen – das ist das Ziel der Initiative „Pencil of Hope“ des ungarischen Nationalkommitees von Unicef. Online-User können dazu von syrischen Flüchtlingskindern gemalte Bilder online mit nur wenigen Strichen mit neuen positiveren Assoziationen und Hoffnung füllen.

So soll nicht nur auf Situation von Kindern in Kriegsgebieten aufmerksam gemacht, sondern auch die Spendenbereitschaft erhöht werden.
unicef-remenyrajzai.hu via wuv.de

Berlin beschließt Masterplan zur Integration

Der Berliner Senat hat gestern den Masterplan zur Integration von Flüchtlingen beschlossen – und damit ein zehnjähriges Projekt angeschoben. Der von McKinsey mit entwickelte Masterplan sieht u.a. die Neugründung eines Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten als Ersatz für das in die Schlagzeilen gekommene LAGeSo vor. Außerdem werden Registrierung, Leistungsgewährung, Erstberatung, Gesundheitsversorgung und Sprachkurse neu geregelt. Der Plan umfasst aber auch Bildung und Ausbildung, Integration in den Arbeitsmarkt und kulturelle Angebote. Jeder Flüchtling soll in Berlin künftig schnell einen Sprach- und Wertevermittlungskurs machen können. Zudem soll die "Erwerbsorientierung" gefördert werden – etwa mit Bildungsberatung, Coaching oder gemeinnütziger Arbeit. Ein Nachbarschaftsprogramm für die Integration der Zugezogenen in ihrem Wohnumfeld rundet das Maßnahmenpaket ab. Bleibt zu hoffen, dass Berlin zügig loslegt.
tagesspiegel.de, rbb-online.de, berlin.de (Masterplan im Detail)

Konzertreihe „Oper ohne Grenzen“

Im Rahmen der Konzertreihe „Oper ohne Grenzen“ laden die drei Berliner Opernhäuser am 29. Mai 2016 um 11 Uhr gemeinsam zu einem Sonderkonzert in die Deutsche Oper Berlin ein. Eröffnet wird die Veranstaltung am Sonntag von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller und Opernstar Rolando Villazón. Zu hören gibt es u.a. Stücke aus Mozarts „Zauberflöte“, Verdis „Rigoletto“ und Beethovens „Fidelio“. Eine Karte kostet 10 Euro; die Einnahmen aus dieser Veranstaltung kommen der Willkommensinitiative für Geflüchtete, „Start with a Friend e.V.“, zu Gute.
deutscheoperberlin.de

Flüchtling wird Bundesliga-Profi beim HSV

Was für eine Erfolgsgeschichte: Im Sommer 2015 ist Bakery Jatta als Flüchtling über das Mittelmeer von Nordafrika nach Italien gekommen – ohne seine Familie. Nun bekommt der Flügelflitzer aus Gambia wohl einen Vertrag beim Bundesligisten Hamburger SV. Dort hat er sich bei mehreren Probetrainings überzeugend präsentiert. Der Verein will zum 18. Geburtstag Jattas alles unter Dach und Fach bringen. Vorher war eine Verpflichtung aufgrund von Regelungen der Fifa noch nicht möglich. Bakery Jatta soll beim HSV monatlich 10.000 Euro verdienen. Hoffentlich kommt er mit seinen vom Luxus verwöhnten Kollegen gut zurecht. Wir wünschen ihm viel Erfolg und Glück bei seiner Fußball-Karriere!
bild.de, sport1.de, stuttgarter-nachrichten.de

Studie zur Ausbildung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Unbegleitete-Fluechtlinge-StatistikLaut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind Berufsausbildungen sowohl für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als auch für Ausbildungsbetriebe eine Chance: Den Jugendlichen erleichtern sie die Integration in Deutschland, Ausbildungsbetriebe können Lehrstellen besetzen, die sonst unbesetzt blieben.

Schon seit 2008 öffnet Deutschland schrittweise den Ausbildungsmarkt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, dennoch müssten die je nach Aufenthaltsstatus teils sehr unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten zu Ausbildungsplätzen weiter erleichtert werden, um geflüchtete Jugendliche und Betriebe weiter zu entlasten, argumentieren die IAB-Forscherinnen Franziska Schreyer und Angela Bauer. Auch sei eine Unterstützung über die Volljärhigkeit hinaus sinnvoll, um Aufnahme und/oder Verbleib in Ausbildung zu ermöglichen.
doku.iab.de (PDF), csr-news.net

Vereinte Nationen: Weltweit 60 Millionen Flüchtlinge brauchen humanitäre Hilfe

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind weltweit 125 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 60 Millionen Flüchtlinge. Deshalb findet heute in Istanbul der erste Welt-Nothilfegipfel statt. 90 Staats- und Regierungschefs, darunter auch Bundeskanzlerin Angeka Merkel, sind vor Ort. Wir wünschen uns mehr Zusammenarbeit und Völkerverständigung. Denn wie rechnet "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart heute vor: "Gäbe es eine eigene Nation der Notleidenden – sie wäre der zwölftgrößte Staat der Erde."
zeit.de, spiegel.de, morningbriefing.handelsblatt.com (2. Absatz)

Hamburg: Wohnungen statt Kleingärten

Bei der Suche nach Flächen für den sozialen Wohnungsbau (auch zur Unterbringung von Geflüchteten) will Hamburg neue Wege gehen – und ein Tabu brechen: Kleingärtner sollen ihre Parzellen räumen und Platz schaffen für neue Wohnungen. Denn in Hamburg gibt es noch recht viele Laubenpieper in zentraler Lage – ein Luxus, den sich die Stadt womöglich ab 2019 nicht mehr leisten kann. Aus einem Strategie-Papier geht hervor, dass der Senat eine stärkere Verdichtung im Stadtgebiet anstrebt, um künftig 12.000 neue Wohnungen pro Jahr bauen zu können. Und es liegt auf der Hand: Die Entschleunigung weniger kann in wachsenden Städten nicht der Unterbringung vieler im Wege stehen. Das gilt nicht nur für Hamburg. In der Hansestadt sind zudem auch neue Gewerbeflächen gefragt, damit die Wirtschaft wachsen kann. So soll die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt schneller und besser gelingen.
bild.de, abendblatt.de

„Kultur öffnet Welten“ startet mit Preisverleihung

Am Samstag startete die Initiative „Kultur öffnet Welten“ mit einer Preisverleihung im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Kulturstaatsministerin Monika Grütters vergab den „Sonderpreis für Projekte zur kulturellen Teilhabe geflüchteter Menschen“ an die Dresdner Brass-Band „Banda Internationale“, die sich aus deutschen und geflüchteten Musikern aus aller Welt zusammensetzt, die Münchner Initiative „Kino Asyl“, in der sich jugendliche Flüchtlinge als Kuratoren eines Filmfestivals engagiert haben, und an das Projekt „Multaka“, im Rahmen dessen sich Geflüchtete aus Syrien und dem Irak durch Berliner Museen führen (wir berichteten). Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Monika-Gruetters_Christof_Rieken_150x150px"Kunst kann gemeinsame Sprache sein, wo unterschiedliche Begriffe Schweigen oder Missverstehen provozieren; sie kann gemeinsame Erfahrungen bescheren, wo unterschiedliche Herkunft ab- und ausgrenzt. Kunst kann uns aber auch nötigen, die Perspektive zu wechseln und die Welt aus anderen Augen zu sehen",

erklärte Monika Grütters (CDU), Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, bei der Verleihung.
bundesregierung.de, dw.com

Danke Patricia!

Wir, die MacherInnen von HelferZentrale.org bedanken uns ganz herzlich bei der Autorin, Bloggerin und Twitterheldin Patricia Cammarata a.k.a. dasnuf. Sie hat unsere Arbeit durch einen ausführlichen Beitrag auf ihrem Blog wieder ein Stück bekannter gemacht. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Natürlich ist der Blogpost lesenswert, da er ihre ganz eigene Sicht auf das Thema Flüchtlingshilfe enthält. Damit ist das hier auch gleich ein Lesetipp. 😉
dasnuf.de

Schöne Geste: Enkel von Joan Miró unterstützt mit Kunstwerken seines Großvaters

Joan Punyet Miró ist einer der Enkel des katalanischen Künstlers Joan Miró. Über das Auktionshaus Christie's ließ er jüngst 28 Arbeiten seines Opas versteigern. Die erlösten 61.100 Euro sollen nach dem Wunsch des Enkels an das Rote Kreuz gehen und die Flüchtlingsarbeit der Hilfsorganisation unterstützen. Der Maler Miró lebte selbst auf der Flucht vor dem spanischen Bürgerkrieg 1938/39 in Paris. Mirós Enkel sieht sein Handeln im Sinne seines Großvaters.
donaukurier.de

Nürnberg – Bürgertelefon & Suchmaske für Fragen zu Flüchtlingshilfe

Ein neu eingerichtetes Bürgertelefon beantwortet allgemeine Fragen rund um das Thema Flüchtlingshilfe in Nürnberg. Darüber hinaus bringt eine neue Suchmaske des Zentrums Aktiver Bürger (ZAB) Menschen zusammen, die in der Flüchtlingshilfe aktiv werden wollen bzw. die Unterstützung bei der Flüchtlingshilfe benötigen.
nuernberg.de (Infos), www.buergernetz.nuernberg.de (Suchmaske)

Freiwilligenagentur Regensburg baut Online-Service aus

Die Freiwilligenagentur des Landkreises Regensburg bietet über ihre Homepage das „Austauschforum Flüchtlingshilfe“ an. So sollen Gesuche und Angebote von ehrenamtlichen HelferInnen für Asylbewerber und Geflüchtete online koordiniert werden können. Eine unbürokratische Form der Hilfe und Vernetzung wird somit gefördert. Darüber hinaus soll auch ein E-Mail-Verteiler dazu beitragen, dass besondere Problemstellungen in einem größeren Rahmen diskutiert und gelöst werden können.
wochenblatt.de (Info), freiwilligenagentur.landkreis-regensburg.de (Webseite)

Patenschaften als praktische und langfristige Flüchtlingshilfe

„In den letzten Monaten hat sich ja das Tätigkeitsfeld der Bürgerhilfe, die Situation der Flüchtlinge, vor allem auch die von Familien und Kindern, erträglicher zu gestalten und damit zu ihrer Integration beizutragen, erheblich erweitert.“

Manfred Sauer erklärt, warum die Flüchtlingshilfe Medebach (NRW) inzwischen auch eine Patenschaft für ein zehnjähriges Mädchen in Nigeria übernommen hat. Man will so ein Signal setzen und auch andere Initiativen und Vereine zur Nachahmung animieren.
derwesten.de

Motel One: Integrationsprojekt für Geflüchtete

Das Motel One hat ein Pilotprojekt zur Integration von geflüchteten Menschen gestartet. In vier Münchener Motel-One-Häusern begannen im April acht Geflüchtete ein ausbildungsvorbereitendes Praktikum, das von einem intensiven Deutschkurs begleitet wird. Ziel ist es, die Praktikanten im September in die zweijährige Ausbildung zur Fachkraft im Gastgewerbe zu übernehmen.

Das Projekt soll in den nächsten Jahren möglichst auf alle Motel-One-Betriebe in Deutschland und Österreich ausgeweitet werden.
gastrotel.de

Work Here: BMW unterstützt Integration von Geflüchteten

Ziel der Initiative „Work Here!“ der BMW Group ist es, die langfristige Perspektive von Geflüchteten in Deutschland zu verbessern. Der gemeinsam mit dem Arbeitgeber-Service Asyl der Agentur für Arbeit Berlin Süd aufgelegte Orientierungseinsatz unterstützt qualifizierte Geflüchtete bei der sozialen und beruflichen Integration. Anfang Mai startete das Programm im Werk Berlin mit insgesamt 12 Teilnehmern zwischen 19 und 38 Jahren.

BMW Work Here
Im Rahmen von „Work Here!“ vermittelt BMW Kompetenzen, die Geflüchteten den Einstieg in ihren neuen Alltag erleichtern sollen. Während des sechswöchigen Orientierungseinsatzes werden die Teilnehmer von Mitarbeitern als Betreuer begleitet und erhalten bis zu sechs Stunden täglich Einblicke in die Arbeitsabläufe der unterschiedlichen Produktionsbereiche, wie zum Beispiel der Motorradmontage, der Lackiererei und der Pkw-Bremsscheibenfertigung.

Hinzu kommen ein täglicher Sprachkurs, ein Computerkurs und ein eigens entwickeltes Training zur Vermittlung von sozialen und interkulturellen Schlüsselqualifikationen. Nach Ablauf der sechs Wochen erhält jeder Teilnehmer einen Abschlussbericht über die erworbenen Qualifikationen.

Bis zum Jahresende wird das Angebot in Berlin – wie auch an allen anderen deutschen Werksstandorten und Niederlassungen der BMW Group – weiter ausgedehnt. Derzeit ist laut BMW in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und den Berliner Jobcentern ein weiterer Durchlauf im Herbst geplant.
automobilwoche.de, bmwgroup.com

Praxisforum: Schule im Einwanderungsland Deutschland gestalten

Von den Schulen wird in den nächsten Jahren in hohem Maße abhängen, ob die nach Deutschland geflüchteten Kinder und Jugendlichen ihren Platz in der Gesellschaft finden. Davon sind die Stiftung der Deutschen Wirtschaft (sdw), die Robert Bosch Stiftung und die Stiftung Bildung und Gesellschaft überzeugt. Mit einem Praxisforum am 6. Juni an der Ruhr-Universität Bochum wollen sie ihre Aufmerksamkeit ganz denjenigen Personen widmen, die an Schulen oder im schulischen Umfeld tätig sind.

Nach einem Impulsvortrag von Sylvia Löhrmann, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, wird in parallel laufenden Workshops diskutiert, wie Personen aus der Praxis agieren sollten und unter welchen Voraussetzungen eine Integration der zugezogenen Kinder und Jugendlichen gelingt. Erfahrene Referenten geben den thematischen Rahmen der Workshops vor, jeder Teilnehmende wird jedoch auch als Experte seiner individuellen Erfahrungen betrachtet und ist eingeladen, selbst Praxisrelevantes beizutragen.

Das Praxisforum „Schule im Einwanderungsland Deutschland gestalten“ richtet sich an Lehrkräfte, Schulleitungen, Lehramtsstudierende, engagierte Personen aus dem schulischen Umfeld und der Zivilgesellschaft sowie Schüler. Interessierte können sich unter Angabe ihres Namens, ihrer Tätigkeit bzw. Funktion sowie Institution bis zum 25. Mai mit einer E-Mail an studienkolleg@sdw.org für das Praxisforum anmelden.
sdw.org (Programm als PDF)

Brandenburg: Budgets für regionale Integrationsprojekte

Mit Regionalbudgets unterstützt das „Bündnis für Brandenburg“ kommunales Engagement zur Integration Geflüchteter. Um eigene Projekte und Maßnahmen zur gesellschaftlichen Teilhabe sowie die Ausbildungs- und Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen zu fördern, können Landkreise und kreisfreie Städte demnach bis zu 20.000 Euro zur eigenen Bewirtschaftung beantragen. Auch freie Träger können sich um eine Förderung bewerben.
niederlausitz-aktuell.de

BAMF kontrolliert Flüchtlinge in Hamburg

Mobile Teams von Zoll und Bundeswehr rücken derzeit in Hamburger Erstaufnahmen an, um für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Bearbeitung von Asylverfahren zu beschleunigen. Dabei werden die Geflüchteten erkennungsdienstlich behandelt und Daten aktualisiert. "Es ist eine Art Nacherfassung", sagte Kerstin Graupner, die Sprecherin des Hamburger Flüchtlingskoordinators Anselm Sprandel gegenüber der "taz" und ergänzte: "Bei dem Andrang in den Wintermonaten sind nicht alle richtig erfasst worden."
taz.de

Ratgeber zum Asyl- und Migrationsrecht

Einen nützlichen Ratgeber zu rechtlichen Fragen von Asyl und Migration hat der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. herausgegeben. Dabei wird das Recht auf Asyl von der Historie bis in die heutige Ausprägung in Deutschland und der Welt beleuchtet. Nicht nur für Journalisten, sondern auch für so manchen ehrenamtlichen und institutionellen Helfer ist diese Zusammenstellung sicher interessant. Hier der Inhalt im Überblick:

1 Was ist Asylrecht?
1.1 Arten von Migration
1.1.1 Europäisches Asylrecht
2 Gesetze und Rechtsverordnungen, die für das Asylrecht relevant sind
2.1 Zuwanderungsgesetz und Aufenthaltsgesetz
2.1.1 Ausweisung und Abschiebung
2.1.2 Familiennachzug und Ehegattennachzug
2.2 Asylgesetz
2.2.1 Deutsch für Asylbewerber
2.3 Asylbewerberleistungsgesetz
3 Rechtsgebiete, die das Asylrecht berühren
3.1 Ausländerrecht, Fremdenrecht und Migrationsrecht
3.2 Völkerrecht
3.3 Bleiberecht
3.4 Staatsangehörigkeitsrecht
4 Was wird durch das Asylrecht geregelt?
4.1 Asylverfahren
4.2 Drittstaatenregelung
4.3 Sicherer Herkunftsstaat
4.4 Flughafenregelung

Den kompletten Ratgeber gibt es unter anwalt.org >>

Kommunalbefragung zur Flüchtlingsarbeit

Der VHW (Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung) hat mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und des Hessischen Städtetages von März bis April per Umfrage die Eindrücke und Herausforderungen der Flüchtlingsaufnahme in Städten und Landkreisen eingeholt. Insgesamt haben 583 Kommunen und 71 Landkreise an der Befragung teilgenommen. Die Ergebnisse: Insbesondere die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Akteuren und Flüchtlingsinitiativen vor Ort wurde bei der Bewältigung der Aufgaben überwiegend positiv bewertet. Etwas schlechter kam die Kooperation mit Unternehmen, Migrantenorganisationen oder Moscheevereinen weg.
Infos, Fragebogen (PDF), Ergebnisse (PDF)

Tagung „Zufluchtsort Berlin“ am 7. Juni 2016

Am 7. Juni 2016 findet in Berlin eine Tagung mit dem Titel "Zufluchtsort Berlin - Anforderungen an die Rechtsextremismusprävention, Demokratieförderung und politische Bildung" statt. Die Veranstaltung geht der Frage nach, welche Bedeutung die Ankunft von zahlreichen Geflüchteten für das Handlungsfeld der Rechtsextremismusprävention, Demokratieförderung und politischen Bildung hat. Im ersten Teil der Konferenz soll eine Bestandsaufnahme der gegenwärtigen Bedarfe in der politischen Bildungs- und Präventionsarbeit stattfinden. Der zweite Teil wird durch wissenschaftliche Beiträge zur gegenwärtigen Entwicklung der Berliner Stadtgesellschaft eingeleitet. In Runden Tischen und Workshops können sich die Teilnehmer aktiv beteiligen. "Zufluchtsort Berlin" richtet sich an Leitungen von Träger der Demokratieförderungs-, Bildungs- und Präventionsarbeit, an Selbstorganisationen von Geflüchteten und an Akteure aus dem Feld der politischen Bildung. Anmelden kann man sich kostenfrei bis zum 30. Mai 2016.
berlin.de (weitere Infos und Anmeldung)

WelcomeCamp in Berlin

Am 9. Juli 2016 findet in Berlin (FMP1, Franz-Mehring-Platz 1) das erste WelcomeCamp statt. So soll Flüchtlingshelfern, karitativen Institutionen sowie Kommunikationsprofis und Multiplikatoren eine Plattform geboten werden, sich zu informieren und direkt einzubringen. Auf dieser„Unkonferenz“, wie es auf der Veranstaltungsseite heißt, gibt es „kein festes Programm und keine strikte Unterscheidung zwischen Referenten und Publikum. Alle können, dürfen und sollen sich aktiv mit einer eigenen Session oder im Rahmen einer Session einbringen.“ Die Teilnahme ist kostenlos.
refugeeswelcome.berlin

Refugees Welcome Index

In Deutschland, Großbritannien und China sind Flüchtlinge besonders willkommen. Das zeigt der Refugees Welcome Index, für den im Auftrag der Menschenrechtsorganisation Amnesty International mehr als 27.000 Menschen rund um den Globus befragt wurden. Demnach würden 80 Prozent der Menschen weltweit Flüchtlinge mit offenen Armen empfangen, jeder Zehnte würde Geflüchtete in der Wohnung aufnehmen.


Insgesamt gaben sogar 96 Prozent der befragten Bundesbürger an, Flüchtlinge in Deutschland zu akzeptieren. In China würde fast die Hälfte der Befragten Geflüchtete im eigenen Haushalt aufnehmen, in Großbritannien gab dies knapp ein Drittel der Befragten an.
„Es ist weltweit ganz deutlich, dass Menschen den Schmerz derjenigen nachvollziehen können, die vor Krieg und Verfolgung flüchten müssen“, fasst Salil Shetty, Generalsekretär von Amnesty International, die Ergebnisse der Studie zusammen.
amnesty.org, zeit.de

Mesut Özil kickt mit Flüchtlingskindern

Auf Einladung des UN-Flüchtlingshilfswerks besuchte Fußballer Mesut Özil das Zaatari-Flüchtlingslager in Jordanien, das mit 80.000 Flüchtlingen mittlerweile zur viertgrößten Stadt des Landes herangewachsen ist. Özil spielte mit syrischen Flüchtlingskindern Fußball und sorgte so bei den Jungen und Mädchen für große Begeisterung.


de.euronews.com

Radfahrkurse für Frauen aus Flüchtlingsfamilien

Geflüchtete Frauen, die aufgrund ihres kulturellen Hintergrunds bislang nicht Fahrradfahren konnten, haben nun die Möglichkeit, dies im bayerischen Amberg zu lernen. Unterstützung erhalten sie dabei durch haupt- und ehrenamtliche Helfer des Caritasverbandes Amberg-Sulzbach. Der erste Kurs hat bereits stattgefunden. Hier bekamen die Frauen gespendete Fahrräder und -helme geschenkt. An zwei Tagen in der Woche haben sie neben dem Fahren auch die Verkehrsregeln und die Durchführung kleinerer Reparaturen erlernt. Da dieser Kurs so erfolgreich war, ist bereits ein zweiter in Planung.
www.onetz.de, www.caritas-amberg.de

Gelungene Integration in Jugenddorf

Insgesamt 15 minderjährige Flüchtlinge zwischen 16- und 18 Jahren, die ohne Begleitung nach Deutschland gekommen sind, haben im nordrhein-westfälischen Olpe ein neues Zuhause gefunden. Denn seit 2015 bietet das Christliches Jugenddorf (CJD) Plätze in zwei Wohngruppen an. Zum Alltag der Jugendlichen gehören neben dem regelmäßigen Besuch des ortsansässigen Berufskollegs auch Praktika in den umliegenden Unternehmen. Darüber hinaus erhalten die Mädchen und Jungen Unterstützung beim Deutschlernen, bei Behördengängen und in der Gesundheitsvorsorge. Durch Spenden konnte für die Geflüchteten vor Kurzem auch ein Kraft- und Fitnessraum eingerichtet werden.
www.derwesten.de

Hamburg: Mikrokredite für Existenzgründungen von Geflüchteten?

SPD und Grüne wollen in dieser Woche einen Antrag in die Bürgerschaft einbringen, wonach geflüchteten Menschen der Zugang zu Mikrokrediten für Existenzgründungen erleichtert werden soll. Nach Vorstellung der rot-grünen Koalition sollte die Hamburgische Investitions- und Förderbank, die Jungunternehmern mit günstigen Krediten von bis zu 25.000 Euro unter die Arme greift, die Mikrokredite bereitstellen.
ndr.de, abendblatt.de

Hanau: Neue Website zur Flüchtlingshilfe

Unter dem Titel „Hanau engagiert“ wurde eine Internetseite mit Infos rund um die Flüchtlingshilfe online gestellt. Damit will die hessische Stadt künftig umfassender und aktueller zu allen Entwicklungen im Bereich der Flüchtlingshilfe informieren. Neben Infos zu den unterschiedlichen Hilfsangeboten und aktuellen Hilfsgesuchen wird unter dem Motto „Aufklärung statt Schlagzeilen“ auch ein Katalog an kritischen Fragen gestellt und beantwortet.
op-online.de, hanau-engagiert.de

Good Morning Deutschland: Radio für Geflüchtete

Seit dem 1. Mai gibt es in Stuttgart, Donaueschingen und Frankfurt ein Radioprojekt von und für Geflüchtete. Der Sender „Good Morning Deutschland“ berichtet live aus Flüchtlingsunterkünften und lokalen Radiostudios und überträgt Diskussionen von Bürgern mit Flüchtlingen. Die Beiträge werden in Arabisch, Farsi, Tigrinya, Deutsch und Englisch produziert. Dazu gibt es natürlich auch Musik – aus der Konserve, aber auch live. Die Sendungen sind online abrufbar.

Good Morning Deutschland sendet dreimal wöchentlich, jeweils von 17 bis 20 Uhr – dienstags aus dem Studio Frankfurt, mittwochs aus dem Studio Donaueschingen und sonntags aus dem Studio Stuttgart.
swr.de, goodmorningdeutschland.org

Ankommen: App für Geflüchtete wurde erweitert

Die App „Ankommen“, die Geflüchtete bei der schnellen Orientierung während der ersten Wochen in Deutschland helfen soll (wir berichteten), verzeichnet gut drei Monate nach ihrem Start bereits rund 135.000 Downloads. Zum 1. Mai wurde die Anwendung aktualisiert und erweitert.

So wurden Informationen zum Asylpaket 2 der Bundesregierung eingebaut und die Tipps zum Leben in Deutschland um Texte zu Medien und Gesundheit ergänzt. Darüber hinaus umfasst der Selbstlernsprachkurs nun zwei weitere Kapitel.

Die kostenlose angebotene App wurde vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, der Bundesagentur für Arbeit und dem Goethe-Institut in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk erstellt. Sie steht für Geräte mit den Betriebssystemen iOS und Android bereit und ist auch offline nutzbar.

Die in fünf Sprachen (Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Deutsch) nutzbare App soll auch in den kommenden Monaten weiter ausgebaut und an die sich laufend ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden.
arbeitsagentur.de, ankommenapp.de

Österreich: Erste Berufsmesse für Geflüchtete

Am 29. Juni wird im Wiener Museumsquartier unter dem Titel „Chancen:reich" Österreichs erste Jobmesse für geflüchtete Menschen stattfinden. Sie wurde vom Verein Chance Integration in Zusammenarbeit u.a. mit dem Arbeitsmarktservice Wien, der Wirtschaftsagentur Wien und Unternehmen wie Penny, Rewe, Semperit, Simacek, Spar, Ströck, T-Mobile und der Österreichischen Post ins Leben gerufen.

Ziel der Initiative ist es, motivierten und qualifizierten arbeitsberechtigten Geflüchteten eine Chance auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Mit über 50 Ausstellern soll die Messe geflüchtete Arbeitssuchende und potenzielle Arbeitgeber direkt und unkompliziert zusammenzubringen.

Auch das Thema Unternehmensgründung wird am 29. Juni bei der Berufsmesse diskutiert. Die Wirtschaftsagentur Wien will umfassende Informationen darüber bieten, welche Unterstützung es gibt, wenn Menschen in Wien ein Unternehmen gründen wollen.
derstandard.at, ots.at, chancenreich.org (Website der Messe)

Innatura verteilt Warenüberschüsse an Helfer

Die seit 2013 tätige gemeinnützige Innatura mit Sitz in Köln betreibt Deutschlands erste Plattform, die fabrikneue Sachspenden bedarfsgerecht an gemeinnützige Organisationen vermittelt. Dadurch erhalten gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen planbaren Zugang zu Sachspenden.

Bei den vermittelten Waren handelt es sich um Wasch- und Reinigungsmittel, Hygieneartikel, Bettwaren, Säuglingsprodukte, Spielwaren, Kleidung und vieles andere mehr, die fabrikneu sind und direkt von den Herstellern und Handelsunternehmen stammen. Es sind überwiegend Waren, die nicht in den Handel kommen würden, weil sie leichte Mängel haben – etwa wegen Fehlproduktionen, falscher Füllmengen oder falscher bzw. nicht mehr gültiger Etikettierung.

Innatura lagert die Waren ein und vermittelt sie bedarfsgerecht weiter. Hilfsorganisationen zahlen als Vermittlungsgebühr nur einen Bruchteil dessen, was bei einem normalen Einkauf fällig würde. Mehr als 15 Prozent der Empfängerorganisationen arbeiten laut Innatura mit Geflüchteten. Auch Helfer, die sich direkt vor Ort, etwa in Griechenland, um geflüchtete Menschen kümmern, können die von Innatura gelagerten Produkte beziehen.
huffingtonpost.de, innatura.org

Flüchtlingspolitik: 550.000 Integrationskurse in diesem Jahr

Die Bundesregierung rechnet damit, dass im laufenden Jahr 550.000 Geflüchtete einen Integrationskurs neu belegen können. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Grünen-Fraktion hervor, die der „Rheinischen Post" vorliegt. Die Haushaltsmittel für die allgemeine Sprachförderung seien für 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 290 Millionen Euro auf 559 Millionen Euro aufgestockt worden, heißt es in der Antwort.
rp-online.de

Refugees@Beuth: Großes Interesse bei Auftaktveranstaltung

Die Beuth Hochschule, die größte technische Fachhochschule in Berlin und Brandenburg, startet ihr Integrationsprogramm für Geflüchtete namens Refugees@Beuth. An der Auftaktveranstaltung am 29. April nahmen rund 100 studierwillige Geflüchtete teil.

In den kommenden Wochen werden bis zu 30 Geflüchtete praxisnah und theoretisch fundiert Studienfächer kennenlernen. In Pflichtmodulen wie „Leben, Studieren und Arbeiten in Deutschland“ werden die Eigenheiten Deutschlands diskutiert und grundlegende Werte erörtert.

Studentische Mentorinnen und Mentoren begleiten die Geflüchteten dabei. Ziel des Programms ist die Integration von studierfähigen Geflüchteten in die regulären Studiengänge.
idw-online.de, beuth-hochschule.de (Infos zum Projekt)

Hamburg will Schulgesetz für bessere Integration von Flüchtlingskindern anpassen

Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe will die Gesetze so anpassen, dass geflüchtete Kinder besser integriert werden können. So könnte etwa die freie Schulwahl ausgesetzt werden, damit in Schulen in der Nähe von Flüchtlingsunterkünften keine Konzentration entsteht, sondern die Kinder auf Schulen im gesamten Stadtgebiet verteilt werden können. Außerdem soll es Schülern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, erlaubt werden in Prüfungen Wörterbücher zu benutzen, um einen Nachteilsausgleich zu ermöglichen. "Für die Integration ist aus meiner Sicht enorm wichtig, dass sie in einer Schulklasse unterrichtet werden, aufwachsen und Freunde finden, die einen großen Teil des typischen Hamburger Lebens verkörpern", sagte Senator Rabe.
ndr.de, abendblatt.de

Integrationsreport: Bildung bleibt Baustelle

Datenreport-2016Strukturelle Probleme im deutschen Bildungssystem verhindern eine bessere Integration von Migranten und Flüchtlingen in Deutschland. Das ist eine der Kernaussagen, die Wissenschaftler vom Statistischen Bundesamt, der Bundeszentrale für politische Bildung und des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) jetzt in ihrem aktuellen Integrationsreport zusammengetragen haben. Demnach würden Kinder mir Migrationshintergrund bei gleichen Leistungen und gleichen Fähigkeiten seltener auf höhere weiterführende Schulen geschickt. Das lässt auf Diskriminierung schließen. Auch am Arbeitsmarkt gebe es weiter immense Herausforderungen, weil mangelnde Sprachkenntnisse und die langen Asylverfahren die Menschen trotz Motivation vom Arbeitsmarkt fernhalten. Und doch stimmt es zuversichtlich, dass Migranten mit ihrem Leben zufriedener sind und optimistischer in die Zukunft schauen, so die Forscher. Vielleicht sollten wir Einheimischen uns genau das zum Vorbild nehmen – und nebenbei den zu uns kommenden Menschen einen besseren Start ermöglichen.
spiegel.de, destatis.de (Integrationsreport als PDF)

St. Pölten: 2. Social Work Science Day

FH-St-Poelten_-Foto-Kraus_300x200pxAm 19. Mai findet an der FH St. Pölten in Österreich der 2. Social Work Science Day statt. U.a. berichten Akteure, Betroffene, Lehrende und Forschende von ihren Erfahrungen zum Thema soziale Arbeit mit Geflüchteten – „Grenzen der Hilfsbereitschaft? Analysen, Kontroversen und Praxen der Arbeit mit und von Geflüchteten“ lautet hier die Überschrift.
idw-online.de

Hamburg: Zimmer für junge Geflüchtete gesucht

In Hamburg leben derzeit rund 1.300 unbegleitete, noch minderjährige Flüchtlinge. Etwa 750 davon, die kurz vor ihrer Volljährigkeit stehen, sind bereits selbstständig in ihrer Lebensführung und könnten auch außerhalb von Jugendhilfeeinrichtungen leben. Aus diesem Grund sucht das Projekt „Zimmerfrei – Wohnraum für unbegleitete minderjährige Geflüchtete“ der Lawaetz wohnen & leben gGmbH ab sofort Wohnraum für 16 und 17-jährige unbegleitete Geflüchtete in Privatwohnungen.

„Wir suchen Privatpersonen und Wohngemeinschaften, die sich vorstellen können, ein Zimmer in ihrer Wohnung an einen jungen Geflüchteten zu vermieten, um ihm ein gutes Ankommen und eine schnellere Integration in Hamburg zu ermöglichen“, sagt Willi van Buggenum, Geschäftsführer der Lawaetz gGmbH.

In Frage kommen Zimmer und kleine Appartements, WG-Zimmer sowie Zimmer zur Zwischenmiete mit langfristiger Perspektive. Die Zimmer können möbliert, teilmöbliert oder unmöbliert vermietet werden. Die potenziellen Vermieter gehen dabei keine weiteren Verpflichtungen ein, da die jungen Menschen einen gesetzlichen Vormund haben, der sich um die rechtlichen Belange kümmert. Die Miete und gegebenenfalls Kaution können gesichert über Leistungen der Grundsicherung oder ALG II finanziert werden. Sozialpädagogische Unterstützung erhalten die jungen Geflüchteten durch Mitarbeiter eines Jugendhilfeträgers.

Wer ein ungenutztes Zimmer anbieten möchte, kann sich direkt bei Sabine Vielhaben und Jonas Ehrsam, den beiden Mitarbeitern von Zimmerfrei telefonisch (040-7166 87650) oder per E-Mail melden: zimmerfrei@lawaetz-ggmbh.de
hamburg.de, zimmerfrei-lawaetz.de (Website des Projekts)

NRW: Integration von Geflüchteten an Hochschulen

Das Land Nordrhein-Westfalen wird ab dem Wintersemester 2016/17 bis zu 30 Millionen Euro jährlich für die Integration von geflüchteten Menschen an Hochschulen zur Verfügung stellen. Durch die Mittel aus dem Hochschulpakt können die NRW-Hochschulen studienvorbereitende Angebote für Geflüchtete zur sprachlichen und fachlichen Studierfähigkeit auf- oder ausbauen. Zudem können Beratungsstrukturen gestärkt werden.
land.nrw

Portrait: Kristin Rein von der Servicestelle Integration in Schwerin

Kristin Rein arbeitet seit März 2016 für die neu geschaffene Servicestelle Integration in Mecklenburg-Vorpommerns Landeshauptstadt Schwerin. Die Schweriner Volkszeitung widmet Frau Rein ein Portrait und zeichnet den Weg von der ehrenamtlichen Helferin über die Mitarbeit bei den Maltesern bis zum neuen Job bei der Servicestelle Integration nach.
svz.de

Wissentransfer Odenthal–USA

Eine Abordnung des American Refugee Committee (ARC) machte in der Gemeinde Odenthal (Nordrhein-Westfalen) auf ihrer Europa-Tour halt. Die amerikanische Hilfsorganisation setzt sich weltweit für Geflüchtete ein und ist aktuell auf Informationsreise durch Europa, denn der Kontinent war bisher nicht auf ihrer Liste. In Odenthal waren die Gäste begeistert von der engen Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und Ehrenamtlichen.
rundschau-online.de

Veröffentlichung des Buches „Grenzenlos – Essen verbindet“

Unter dem Titel „Grenzenlos – Essen verbindet“ haben 14 Schülerinnen und Schüler der Eichendorffschule im hessischen Kelkheim ein Kochbuch auf den Markt gebracht. Das Werk, das mehr als 150 Seiten und 30 Rezepte umfasst, beinhaltet Flüchtlingsgeschichten aus über einem Jahrhundert und so erzählen Menschen aus Schlesien, der DDR, Syrien oder Afghanistan von ihrem Weg nach Deutschland und stellen gleichzeitig Rezepte aus ihrer Heimat vor. Das Buch kostet 12 Euro und ist im Kelkheimer Buchhandel oder oder per Mail an recigees@gmail.com erhältlich.
www.kreisblatt.de

Besonders wirksame Flüchtlingsprojekte ausgezeichnet

Das unabhängige Analyse- und Beratungshaus Phineo hat 13 gemeinnützige Organisationen für besonders erfolgreiches Engagement im Bereich Flüchtlingshilfe ausgezeichnet. Dafür hat Phineo fast zwei Jahre lang soziales Engagement für geflüchtete Menschen in Deutschland untersucht.

Ob kleiner ehrenamtlich arbeitender Verein oder eine große, mit Hauptamtlichen arbeitende gemeinnützige Organisation: Gemeinsam sollte ihnen sein, dass sie sich für all jene Menschen einsetzen, die in Deutschland Schutz suchen oder gefunden haben. Von den 59 Organisationen, die mit ihren Projekten teilgenommen haben, wurden jetzt die folgenden 13 mit dem „Wirkt-Siegel“ ausgezeichnet (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Akinda Netzwerk Einzelvormundschaften (Xenion Psychosoziale Hilfen für politisch Verfolgte)
  • Angebotskette für Flüchtlingsmädchen (IB e. V. Jugendhilfe & Migration)
  • Cricket in Bielefeld (Freie Turn- und Sportvereinigung Ost)
  • Dezentrale Flüchtlingshilfe (Flüchtlingsrat Schleswig-Holstein)
  • Heimat geben – da wo Du bist. Hilfen für Flüchtlinge (Caritasverband Mannheim)
  • Jugendwerk (Jugendwerk e. V.)
  • Malteser Migranten Medizin Berlin (Malteser Hilfsdienst im Erzbistum Berlin)
  • Projekt Berufsorientierung für Flüchtlingsfrauen (Kurdistan Kultur- und Hilfsverein)
  • Rechtshilfe für Flüchtlinge (Refugee Law Clinic Cologne)
  • SchlaU-Schule (Trägerkreis Junge Flüchtlinge)
  • Sommermediensprachcamp (ABC Bildungs- und Tagungszentrum)
  • Spielmobil Falkenflitzer (Verein zur Förderung der Jugendarbeit)
  • Therapie und Netzwerkarbeit für minderjährige Flüchtlinge (Refugio – Psychosoziales Zentrum für ausländische Flüchtlinge)

Die im April durchgeführte Abstimmung über die drei Projekte, die von Phineo finanziell unterstützt werden sollen (wir berichteten), ist derweil abgeschlossen: Über jeweils 6.000 Euro können sich der IB e. V. Jugendhilfe & Migration, die Refugee Law Clinic Köln und die Betreuungseinrichtung Spielmobil Falkenflitzer freuen.

Gelingenskriterien und Tipps, wie Unternehmen, Stiftungen und SpenderInnen erfolgreiche Projekte fördern können sowie eine nähere Vorstellung der 13 prämierten Projekte finden sich im nachfolgend verlinkten Themenreport "Begleiten, stärken, integrieren - Ausgezeichnete Projekte und Ansätze für Flüchtlinge in Deutschland“, der unter Schirmherrschaft der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung Aydan Özoguz steht und von der Bertelsmann Stiftung, dem BAMF, dem Forschungsbereich beim Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration, der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer LLP, der HIT-Stiftung und der Stiftung Mercator unterstützt wird.
phineo.org (PDF)

Böll-Studie: Investitionen in Integration rechnen sich

Zuwanderung aus humanitären Gründen kann die deutschen Staatsfinanzen auf lange Sicht entlasten, wenn eine ausreichende Integration der geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt gelingt. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung.

Die Studie wurde von Prof. Dr. Holger Bonin vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erstellt und bietet neue Fakten und Zahlen zur wirtschaftlichen Integration Geflüchteter: Eine um ein Jahr schnellere wirtschaftliche Integration ist demnach mit Zusatzeinnahmen in Höhe von etwa zehn Mrd. Euro verbunden.

Die Nachhaltigkeit der öffentlichen Haushalte verbessere sich, wenn Geflüchteten im Durchschnitt innerhalb von zehn Jahren die Leistungsfähigkeit von beruflich qualifizierten Einheimischen erreichen und der Integrationsprozess bis dahin nicht viel mehr als zehn Jahre dauert. Wirksame Investitionen in die Qualifizierung und Integration geflüchteter Menschen lohnen sich also.

Im Umkehrschluss bedeutet dies: Eine misslungene Integration kostet den Staat bzw. die Steuerzahler Geld. Auch hierzu nennt die Studie Zahlen: Demnach entsteht im denkbar schlechtesten Fall mangelnder Integration pro Kopf und Jahr eine Zusatzbelastung von 86 Euro pro Jahr. Ein Betrag, der allerdings beherrschbar erscheint angesichts der 1.154 Euro, der sich laut der Studie schon jetzt pro Jahr rechnerisch aus der öffentlichen Verschuldung und dem demografischen Alterungsprozess ergibt.
boell.de

Dorothee Schulte-Basta, Referentin für Sozialpolitik der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin, spricht im Interview mit der Deutschen Welle über die wesentlichen Erkenntnisse der Studie:

2016-04-29 Dorothee Schulte-Basta 208x303

„Es braucht eine massive politische Intervention zugunsten von Qualifikation - und zwar jetzt. [...] Wichtig ist: schnell und massiv intervenieren. Das lohnt sich.“

Kommunalbefragung zur Flüchtlingssituation

Der Bundesverband für Wohnen und Stadtentwicklung hat vom 7. März bis zum 8. April 2016 eine bundesweite Online-Befragung zur Situation, den Herausforderungen und den Perspektiven der Flüchtlingsaufnahme durchgeführt. Insgesamt nahmen 583 Kommunen und 71 Landkreise an der Befragung teil, die zusammen etwa 425.000 Geflüchtete aufgenommen haben.

Das erfreulichste Ergebnis gleich vorneweg: 90 Prozent der Befragten sehen in der Zuwanderung perspektivisch mehr Chancen als Risiken. Als größte Chance gilt dabei mit 62 Prozent der Weg zu einer vielfältigen, weltoffenen Kommune.

Allerdings wurde von drei Vierteln der Kommunen die personelle Belastung durch die Flüchtlingsaufnahme als stark oder sehr stark beschrieben, wobei sich die Großstädte überdurchschnittlich stark betroffen fühlen. Die Zusammenarbeit mit den Akteuren vor Ort bei der Bewältigung der Aufgaben, insbesondere jene mit ehrenamtlich Engagierten und Flüchtlingsinitiativen, wurde überwiegend positiv bewertet.

Unter den Angeboten, die nach Ansicht der Befragten erweitert werden müssten, rangieren Maßnahmen zur Arbeitsmarktqualifizierung an erster Stelle (75 Prozent), gefolgt von günstigem Wohnraum (70 Prozent, Großstädte: 82 Prozent) und zusätzlichen Sprachkursen (65 Prozent).
tagesspiegel.de, presseportal.de, vhw.de (Kommunalbefragung als PDF)

Refugium: Geflüchtete als Gesundheits-Multiplikatoren

Im dem am vergangenen Montag bei einer Infoveranstaltung vorgestellten Programm Refugium der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg werden Frauen und Männer, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen, zu Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für die Gesundheitsvorsorge ausgebildet. Sie sollen so in die Lage versetzt werden, mit kleinen Maßnahmen ihre Gesundheit zu fördern und ihr Wissen an andere weiterzugeben.

Dazu werden Inhalte zu den Bereichen Ernährung, Bewegung, Hygiene, psychische Gesundheit und Gesundheitsversorgung in Deutschland vermittelt – etwa, dass man bei allgemeinen Beschwerden zuerst zum Hausarzt geht und nicht ins nächstgelegene Krankenhaus.

Die Ausbildung erfolgt an vier Schulungsterminen am 2./9./23. und 30. Mai 2016 von 16.00 bis 19.30 Uhr. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten alle ein Zertifikat. Eingeladen wurde für das Programm vor Ort in den Flüchtlingsunterkünften in acht Sprachen (Deutsch, Englisch, Arabisch, Albanisch, Dari/Farsi, Russisch, Türkisch und Bulgarisch). Auch die Schulungsmaterialien wurden in diesen Sprachen entwickelt.
haw-hamburg.de

Heimstärke: Neues Fußballprojekt für Geflüchtete

Anpfiff-ins-LebenDie Initiative „Heimstärke“ von Anpfiff ins Leben e.V., TSG 1899 Hoffenheim, SV Sandhausen und FC-Astoria Walldorf möchte Geflüchtete und Einheimische der Metropolregion Rhein-Neckar über die gemeinsame Leidenschaft Fußball zusammenbringen. Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr angelegt und wird durch SAP ermöglicht.

Dabei ist der Fußball nicht nur im Training Thema, sondern auch beim integrierten Deutschunterricht. Aktuell gibt es Trainingsgruppen in Walldorf und Sandhausen, in Kürze soll auch Hoffenheim folgen.
heidelberg24.de, anpfiff-ins-leben.de

Theaterarbeit mit Asylsuchenden in Braunschweig

Vorurteile abbauen und die Begegnung zwischen Neuankommenden und Alteingesessenen fördern – das sind die Ziele des Vereins GRINS e.V. in Braunschweig. Gelingen soll dies auf der Bühne! Bevor die Geschichten aufgeführt werden – häufig in der Deutsch-Brasilianischen Gemeinde oder im Theaterpädagogischen Zentrum (TPZ) –, wird in in Theaterworkshops gemeinsam geprobt. Geleitet wird das Ganze von Pädagogen.
grinsverein.wordpress.com

BAMF will Informationsangebot verbessern

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF hat ein Projekt zur Etablierung eines zentralen Service-Centers gestartet. Damit sollen eine bessere Erreichbarkeit und klare Servicestrukturen gewährleistet werden. In einer zentralen Auskunftsstelle sollen die Mitarbeiter Informationen zu allen Fragen von Migranten, ehrenamtlich Engagierten sowie Behörden zu den Themen Asyl, Migration und Integration geben können. Dafür sollen die Hotlines der Behörde unter einer Nummer gebündelt, die Service-Zeiten vereinheitlicht und IT-gestützte Auskunftsprozesse etabliert werden. Fachliche Unterstützung gibt's von Mitarbeitern der Bank ING-DiBa, die u.a. Erfahrungen und Know-how im Kundendialog einbringen.
bamf.de

Hamburg: Erster Medizin-Container in Flüchtlingsunterkunft in Betrieb

Insgesamt zehn Medizin-Container, in denen Ärzte Dolmetscher per Videochat hinzuschalten können, hatte die Dorit & Alexander Otto-Stiftung angekündigt finanzieren zu wollen (wir berichteten). Seit dem 25. April ist der erste davon in Betrieb – und zwar in der Zentralen Erstaufnahme Rugenbarg im Stadtteil Osdorf. Etwa zehn Personen finden im Warteraum des drei Meter langen Containers Platz. Derzeit werde geprüft, welche Standorte für die weiteren neun Container infrage kommen.
abendblatt.de

Unfreiwillige Spender für Flüchtlingshilfe

Weil bei einer Pegida-Kundgebung in München Transporter mit Buchbinder-Logo gesehen wurden, handelte sich der Autovermieter einen Social-Media-Shitstorm ein – und zog sich clever aus der Affäre: In einem Facebook-Post der Firma Buchbinder heißt es wörtlich:

„Wir haben für die Anmietung unserer Fahrzeuge zu einer Kundgebung in München viel einstecken müssen. Doch hiermit bekennen wir uns deutlich für ein weltoffenes und buntes Deutschland. Aus diesem Grund spenden wir alle Mieteinnahmen, die im Zusammenhang dieser und vorheriger Pegida-Kundgebungen entstanden sind, an die Flüchtlingshilfe der Stadt München.“

Die Fremdenfeinde werden also unfreiwillig zu Spendern für die Flüchtlingshelfer...
abendzeitung-muenchen.de, sueddeutsche.de, merkur.de

Studienwerk bildet Flüchtlingslotsen aus

Das muslimische Studienwerk Avicenna will mit dem Projekt „Unsere Zukunft. Mit Dir!“ Stipendiaten von Begabtenförderungswerken für die Flüchtlingshilfe ausbilden. Unter professioneller Anleitung sollen die Teilnehmer in Kursen zu Themen wie Asylrecht, Hochschulzugang für Geflüchtete, Erstaufnahme und interkulturelles Konfliktmanagement geschult werden und anschließend als Flüchtlingslotsen eigene Aktionen an ihren Wohn- und Studienorten durchführen.

Das Projekt steht für Stipendiaten aller 13 Begabtenförderungswerke offen. Die Schulungen finden in dreitägigen Wochenendseminaren zwischen Juli und September an acht Standorten in Deutschland statt. Insgesamt sollen jährlich etwa 160 Flüchtlingslotsen ausgebildet werden. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
islamiq.de, avicenna-studienwerk.de

Workshop zur psychischen Gesundheit von geflüchteten Kindern und Jugendlichen

Im Rahmen des Projektes „Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland - Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse“ der Aktion Psychisch Kranke e. V. (APK) findet in Berlin am 30. Mai ein Workshop mit dem Titel „Psychische Gesundheit von nach Deutschland geflüchteten Kindern und Jugendlichen“ satt. Die Veranstaltung dient dem interdisziplinären Austausch von Fachleuten aus den Bereichen Kinder- und Jugendpsychiatrie, Selbsthilfe, Flüchtlingshilfe, Jugendhilfe, Kassen, Fachverbände etc.
apk-ev.de

„Ärzte ohne Grenzen“ nimmt Hilfseinsätze im Mittelmeer wieder auf

Am Wochenende hat die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ ihre Hilfseinsätze im Mittelmeer wieder aufgenommen. Bereits am Sonntag war eines ihrer Schiffe, die „Dignity 1“, an der Rettung von mehr als 300 Menschen beteiligt. In den kommenden Wochen sollen zwei weitere Schiffe der Organisation bei den Such- und Rettungsaktivitäten helfen. Die Teams an Bord leisten medizinische Nothilfe, erste psychologische Hilfe und können Dehydrierung, Verbrennungen durch Treibstoff, Unterkühlung sowie Hautkrankheiten behandeln.
aerzte-ohne-grenzen.de

Asylpolitik im Vergleich

Der Mediendienst Integration hat wichtige Fakten zum Thema Asyl und Flucht aus den Ländern Ungarn, Schweden, Italien, Österreich, Frankreich und der Schweiz zusammengestellt. Die Übersicht liefert z.B. Infos dazu, wie das Asylverfahren in diesen Ländern abläuft und wie es dort mit Unterbringungsmöglichkeiten und Sozialleistungen aussieht.
mediendienst-integration.de

Weniger Expresswohnungen in Hamburg

5.600 Expresswohnungen für bis zu 28.000 Flüchtlinge wollte der Hamburger Senat eigentlich bauen lassen. Nun werden die Pläne aufgrund des rückläufigen Zustroms nach unten korrigiert. Die Stadt plant jetzt noch mit 4.800 Wohnungen, die zunächst Flüchtlingen zur Verfügung stehen. Wo genau diese Unterkünfte entstehen, können die Bürger der Hansestadt vom 11. Mai an über die Flächensuche CityScope mitbestimmen. Der Streit um die geplanten Großunterkünfte geht derweil weiter. Eine Initiative hofft auf kleinere Unterkünfte mit mehr Standorten. Hamburg will dagegen an jeweils einer Stelle 800 Wohnungen bauen.
ndr.de, welt.de

Hessen: 23 Erstaufnahme-Einrichtungen werden geschlossen

Die hessische Landesregierung zieht die Konsequenzen aus dem massiven Rückgang der Zahl der ankommenden Geflüchteten: Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) kündigte jetzt an, dass im Laufe dieses Jahres 23 der bislang rund 60 Einrichtungen zur Erstaufnahme von Flüchtlingen geschlossen werden.

19 Standorte mit rund 20.000 Plätzen sollen weiterhin zur Verfügung stehen. Parallel dazu will die Landesregierung 20 Standorte mit rund 15.000 Plätzen als „passive Reserve“ beibehalten, die bei Bedarf aktiviert werden kann.

Nach Angaben des Ministers kommen derzeit täglich nur noch rund 50 geflüchtete Menschen nach Hessen, die in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden. Im Oktober 2015 habe der Spitzenwert noch bei 1.370 Asylsuchenden täglich gelegen.
faz.net, fnp.de

St. Pauli und HSV: Gemeinsam für Integration

Die Hamburger Fußball-Lokalrivalen FC St. Pauli und HSV unterstützen in einem gemeinsamen Projekt die Integration von geflüchteten Jugendlichen. Beide Vereine stellten gestern ihr Engagement für das bundesweite Integrationsprogramm „Willkommen im Fußball" der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung vor, das jungen Geflüchteten den Zugang zum Sport ermöglicht und damit ihre Integration unterstützt.

HSV und St.PauliDas Programm setzt auf Willkommensbündnisse, die jeweils aus einem Proficlub der Bundesliga oder 2. Bundesliga mit lokalen Bildungsträgern, bürgerschaftlichen Initiativen und Amateurvereinen bestehen. Rund ein Jahr nach dem Start gibt es bereits 19 Willkommensbündnisse, ein weiteres ist in konkreter Planung.

Das Bündnis mit der HSV-Stiftung „Der Hamburger Weg“, dem HSV und dem Willkommen-Team Norderstedt bietet pro Woche zwei Trainings für Geflüchtete ab 16 Jahren an. Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, sich als Co-Trainer oder Sprachmittler einzubringen. Darüber hinaus werden auch andere Sportangebote des HSV wie Badminton und Hockey für die jungen Geflüchteten geöffnet.

Für Kinder und Jugendliche der Erstaufnahme Papenreye zwischen 4 und 18 Jahren bietet das Bündnis um den FC St. Pauli zwei Mal die Woche ein Training auf dem eigenen Trainingsgelände an. A- und B-Jugend-Spieler werden an den Bündnispartner TuS Germania Schnelsen vermittelt. Die Bündnispartner arbeiten zudem am Aufbau einer Plattform für die Vernetzung und Vermittlung von geflüchteten Spielern und Spielerinnen in Hamburg.

Ziel aller Willkommensbündnisse ist es, jungen Flüchtlingen über Sport- und Bildungsangebote den Zugang zur Gesellschaft zu erleichtern. Die Bundesliga-Stiftung fördert das Integrationsprogramm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung gemeinsam mit der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoguz, mit insgesamt 1,25 Millionen Euro.

Staatsministerin Aydan Özoğuz unterstreicht, warum sich der Fußball besonders für die Integration junger Geflüchteter eignet: „Fußball bringt überall Menschen auch über kulturelle Unterschiede hinweg sehr unverkrampft zusammen und kann so den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken. Er folgt überall den gleichen Regeln, fördert die Begegnung, schafft Verständigung und baut wechselseitige Vorurteile im gemeinsamen Erleben ab. Kein Team hat Erfolg ohne Zusammenhalt. Und der Fußball erreicht so viele Menschen wie keine andere Sportart. Daher eignet sich der Fußball ganz besonders, vor allem junge Menschen zu erreichen.“
dkjs.de, fcstpauli.com, hsv.de

Berlin: ICC soll „Leistungszentrum“ für Flüchtlinge werden

Seit Dezember 2015 wird das ICC, das ehemalige Kongresszentrum im Berliner Stadttteil Charlottenburg, als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Nun soll es zu einem sogenannten „Leistungszentrum“ umgewandelt werden: Wie Sozialsenator Mario Czaja (CDU) ankündigte, sollen Geflüchtete dort ab dem 20. Mai 2016 die ihnen zustehenden Sozialleistungen abholen können. In dem ehemaligen Kongresszentrum sind dafür 100 Arbeitsplätze geplant, so der rbb.
Ebenfalls in Charlottenburg soll eine eigene Behörde für Flüchtlingsfragen entstehen. Die endgültige Entscheidung über den Stadtort des neuen Flüchtlingsamts wird am 27. April erwartet.
rbb-online.de („Leistungszentrum“), rbb-online.de (Flüchtlingsamt)

Berlin: Standorte von sieben Flüchtlingscontainern stehen fest

Insgesamt sollen in Berlin 30 Containerunterkünfte für Flüchtlinge entstehen. Wie der rbb berichtet, haben sich der Berliner Senat und die Bezirke nach monatelagen Diskussionen nun auf die ersten sieben Standorte festgelegt. Zwei Wohncontainer, in der Zossener Straße in Hellersdorf sowie am Bahnweg in Treptow, sollen bereits im Juni eröffnet werden. Die Fertigstellung vier weiterer, in Hohenschönhausen in der Wollenberger Straße, in Spandau Am Oberhafen, in Britz am Buckower Damm, in Karow in der Siverstorpstraße und in Französisch Buchholz am Rosenthaler Weg, ist für Mitte August geplant.
rbb-online.de

Stadtführung: „Geflüchtete zeigen ihr Berlin“

Isabel-Haerdtle_querstadtein.org_Tour-Gefluechtete_920x515Querstadtein, ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Stadtsichten e.V., hat es sich zur Aufgabe gemacht, Berlin aus neuen Blickwinkeln zu zeigen. Begonnen hat das mit Touren durch die Stadt aus Perspektive von ehemals Obdachlosen. Nun werden im Rahmen des Projektes auch Stadttouren angeboten, auf denen geflüchtete Menschen ihre Sichtweise auf Berlin vermitteln. So mischen sich persönliche Erfahrungen der Geflüchteten mit Informationen zu Flucht und Asyl. Die erste Tour startet mit Arij und Samer, einem syrischen Ehepaar, in Neukölln. Die Tour findet auf Englisch statt, dauert etwa zwei Stunden und kostet 13 Euro (ermäßigt 6,50 Euro).
querstadtein.org, mediathek.rbb-online.de (Beitrag radioeins, 05:10 min)

Rund 130 Willkommenslotsen zur Integration von Geflüchteten

Das Bundeswirtschaftsministerium hat eine Liste mit rund 80 Kammern und anderen Wirtschaftsorganisationen veröffentlicht, die im Rahmen des Programms „Passgenaue Besetzung“ neue Willkommenslotsen einsetzen werden. Diese rund 130 speziell ausgebildeten Personen sollen bundesweit kleinen und mittelständischen Unternehmen vor Ort bei der Integration von Flüchtlingen in die Betriebe zur Seite stehen.

Die Willkommenslotsen werden bei Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern, den Kammern der freien Berufe sowie bei weiteren Organisationen der Wirtschaft angesiedelt sein. Sie beraten rund um Fragen zu rechtlichen Rahmenbedingungen, zum verwaltungstechnischen Aufwand sowie zu regionalen und nationalen Förder- und Unterstützungsangeboten und sollen Unternehmen helfen, geeignete Geflüchtete für Praktikums-, Ausbildungs- oder Arbeitsplatzangebote zu finden.
bmwi.de, zdh.de (weitere Infos), bmwi.de (Liste)

Geflüchtete kontern rechte Vorurteile im Netz

Die Organisation „Flüchtlinge Willkommen" will rechter Hetze im Internet mit einer neuen Strategie begegnen. Die Berliner Initiative hat unter dem Slogan „Search Racism, Find Truth" gezielt die YouTube-Werbeplätze vor Hassvideos gebucht. Wer nach fremdenfeindlichen Videos sucht, bekommt in ausgewählten Fällen einen vorgeschalteten Clip zu sehen, in dem Geflüchtete die nachfolgenden Vorurteile mit gezielten Fakten entkräften und ihre persönliche Geschichte erzählen.

Zu Beginn der Aktion am Dienstag waren die Clips vor rund 100 Hassvideos geschaltet. Laufend sollen neue dazukommen. Die Verknüpfung funktioniert durch die Kombination mit bestimmten Schlüsselbegriffen. Überspringen lassen sich die Clips nicht. Insgesamt wurden neun verschiedene Spots produziert. Auch bei Google wird Werbung von „Search racism. Find truth." angezeigt, wenn nach bestimmten einschlägigen Schlagworten gesucht wird.
sueddeutsche.de, spiegel.de, search-racism-find-truth.com

Hilden: Benefizkonzert für Integration am 07.05.2016

Ein besonderes Konzert wird am Samstag, dem 07.05.2016 um 18.00 Uhr im nordrhein-westfälischen Hilden stattfinden. Denn hier werden fünf MusikerInnen ausschließlich mit Schlagzeug, Klavier und Fagott verschiedene Stücke aus dem dem 20. und 21. Jahrhundert, wie "TRaInspOrt" oder "Paganini-Variationen", präsentieren. Mit diesem musikalischen Beitrag wollen sie die Integrationsarbeit von Flüchtlingen in Hilden unterstützen und verzichten daher auf ihre Gage. Die Konzertkarten kosten 10 Euro und sind ausschließlich eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse erhältlich.
www.hilden.de

Griechenland: EU bewilligt weitere Gelder für Soforthilfe

Die Europäische Kommission stellt zusätzliche 83 Millionen Euro bereit, um die Situation der geflüchteten Menschen in Griechenland zu verbessern. Das Geld wird mit sofortiger Wirkung dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, dem Internationalen Roten Kreuz sowie sechs internationalen NGOs zur Verfügung gestellt und wird u.a. in Lebensmittel und die primäre Gesundheitsversorgung für die Geflüchteten sowie in die Errichtung von Notunterkünften fließen.

Auch der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ist an den Hilfsmaßnahmen beteiligt und beginnt sofort mit dem Bau von zwei Flüchtlingslagern im Bezirk Thessaloniki. Dort werden 250 modular anpassbare Wohncontainer entstehen, die 1.500 geflüchtete Menschen beherbergen können.

Bereits im Februar hatte der ASB Krankenwagen für die medizinische Versorgung von geflüchteten Menschen an den griechischen Katastrophenschutz übergeben. Im Flüchtlingslager in Idomeni verteilt der ASB zudem Hilfsgüter und kümmert sich zusammen mit Partnern um die Versorgung der vielen minderjährigen Flüchtlinge in dem provisorischen Camp.
ec.europa.eu (EU- Kommission), asb.de (ASB)

Notunterkünfte: Berlin will Turnhallen räumen.

Die NUK als Abkürzung für Notunterkunft gehört inzwischen zum normalen Berliner Sprachgebrauch. Gemeint sind damit zumeist Turnhallen, die zu Wohnstätten für geflüchtete Menschen umfunktioniert worden sind. Schließlich fand man in der Hauptstadt lange keine andere Möglichkeit für die massenhafte Unterbringung von Flüchtlingen in den Stadtbezirken. Doch nun sollen die Turnhallen geräumt werden. Bis Jahresende sollen alle derzeit 63 noch als NUK genutzten Sportstätten wieder ihrer ursprünglichen Verwendung zugeführt werden – nach einer Sanierung. 9.300 Menschen leben derzeit noch in den Hallen. Künftig kommen sie in anderen Gebäuden und vielen neuen Wohncontainern unter. Beim "Freizug" sollen vorhandene Bindungen im Kiez berücksichtigt werden. Soll heißen: Die Flüchtlinge sollen möglichst im Bezirk bleiben können. Das hilft auch der Arbeit der Unterstützerkreise, die sich vielerorts gebildet haben. Die Aktivitäten, welche die zumeist ehrenamtlichen Helfer aufgebaut haben, könnten auf diese Weise fortgeführt werden, hoffen die Unterstützerkreise.
tagesspiegel.de, rbb-online.de, morgenpost.de

Assessment-Center und Praktika für Flüchtlinge

Stärken herausfinden und damit einen leichteren Einstieg in das Berufsleben finden - das versucht ein Pilotprojekt für Flüchtlinge im hessischen Neu-Isenburg. Hierzu wird im Bildungswerk der Hessischen Wirtsachaft ein dreiwöchiger Kurs angeboten, der strukturell an ein Assessment-Center im Unternehmen angelehnt ist und so die realen Bedingungen im Bewerbungsprozess abbildet.

Die 18 Männern und Frauen müssen hierbei verschiedene Aufgaben erfüllen und im Ergebnis können Eigenschaften wie Kommunikationsstärke oder Teamfähigkeit abgeleitet werden. Darüber hinaus schnuppern die Teilnehmer und Teilnehmerinnen an Praxistagen in verschiedene Branchen, denn insgesamt bieten 20 Unternehmen Praktikumsplätze im Rahmen des Projekts an.
hessenschau.de

TU Berlin: Förderung für die Integration Geflüchteter

Mit rund 1,1 Millionen Euro fördert der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) bis Ende 2019 den Ausbau der MINT-Sprachkurse für Geflüchtete am Internationalen Studienkolleg der TU Berlin. Diese vermitteln Kenntnisse der deutschen Sprache und bereiten auch fachlich sowie methodisch auf das Studium in einem MINT-Studiengang vor. Die Kurse werden in Zusammenarbeit mit der Zentraleinrichtung Moderne Sprachen der TU Berlin durchgeführt.

Der erste vom DAAD geförderte MINT-Sprachkurs hat im März begonnen, die Teilnehmenden für den zweiten Kurs mit Start im Mai sind bereits ausgewählt. Pro Semester schließt sich je ein weiterer Kurs an. Die Kursdauer beträgt elf Monate. Teilnehmen können je 25 Personen. Der Kurs wird mit der Feststellungsprüfung Deutsch abgeschlossen, die als Sprachnachweis für die Bewerbung zum Fachstudium gilt.

Mit rund 80.000 Euro fördert der DAAD darüber hinaus bis Ende 2016 den Ausbau der studentischen Fachberatungen an den sieben Fakultäten der TU Berlin, ein Integrationscoaching für die MINT-Sprachkursklassen sowie das vom AStA der TU Berlin initiierte Projekt „In(2)TU – Mitbewohner(4)U“ zur Vermittlung von Wohnraum für Geflüchtete.
tu-berlin.de

Tübingen: Wohnkonzept bezieht Geflüchtete ein

Eine außergewöhnliche Art, neuen Wohnraum für geflüchtete Menschen zu schaffen, wird derzeit in Tübingen auf den Weg gebracht. Das „urbane Regal“ ist vor allem deshalb besonders, weil die späteren Bewohner am Ausbau mitwirken sollen. Das sorgt für ein Gemeinschaftsgefühl und für fachliche Fähigkeiten und senkt zudem die Kosten.

Das modulare System wurde von dem Berliner Architekt Max Schwitalla zusammen mit der ETH Zürich und dem Aufzugbauer Schindler entwickelt und soll von handwerklich geschickten Asylsuchenden unter professioneller Anleitung umgesetzt werden. Bevor es konkret losgehen kann, sind allerdings noch einige offene Fragen zu klären.
tagblatt.de

Benefiz-Festival in der Waldbühne Berlin

pxp_plakat_200x295Am Sonntag, den 5. Juni steigt in der Berliner Waldbühne das „Peace x Peace Festival“. Dabei stehen ab 17 Uhr u.a. Künstler wie die Beasteaks, Seeed, Aloe Blacc, Max Herre, Cro und Namika auf der Bühne, um unter dem Motto „Your Voice For Children“ Spenden für UNICEF zu sammeln. Die Musiker verzichten auf jegliche Gagen. Reinerlös und Spenden aus dem Konzert fließen in die internationale Hilfe von UNICEF in Krisengebieten sowie in Flüchtlingsprojekte in Deutschland. Tickets gibt's für 35 Euro z.B. bei Eventim und an allen bekannten Vorverkaufsstellen.
pxpfestival.com

Integrationsradio „funkbunt!“ geht auf Sendung

Auf der Radioplattform der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat Bayerns Integrationsbeauftragter Martin Neumeyer "funkbunt! Die Station für Integration" in Leben gerufen. Unter radio.blm.de sind im Podcast-Format kurze Berichte zur Integration, Flüchtlingsarbeit und Asylpolitik zu hören, die vorerst im 14-tägigen Rhythmus aktualisiert werden. Neben themenspezifischen Informationen wird auch über engagierte Menschen, Projekte und Veranstaltungen berichtet.
www.wochenblatt.de

Ready for Study: Online-Kurs der Leuphana Universität Lüneburg

Um Flüchtlingen die Integration in das deutsche Hochschulsystem und den Arbeitsmarkt zu erleichtern, bietet die Leuphana Universität Lüneburg im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit den Online-Kurs „Ready for Study“ an. So können sich die Studieninteressierten über das deutsche Hochschulbildungssystem informieren, ihre Sprachkenntnisse verbessern und sich auf das Studium vorbereiten. Für die Teilnahme sind Grundkenntnisse der deutschen Sprache sowie Englischkenntnisse erforderlich.
leuphana.de

Zeitschrift für geflüchtete Akademiker

Der deutsche Philosophiestudent Paul Ostwald aus Oxford hat das „Journal of Interrupted Studies" gegründet, mit dem er geflüchteten Akademikern eine Plattform bieten möchte, auf der sie ihre Texte veröffentlichen können. Schon jetzt hat er so viele Texte erhalten, dass diese in der ersten Ausgabe gar nicht alle veröffentlichen werden können.

Rund 2.500 gedruckte Exemplare der Erstausgabe sollen ab Juni kostenlos an Universitäten in Großbritannien und in Deutschland verteilt werden. Auch als Onlinemagazin wird die Zeitschrift veröffentlicht.

Im Interview mit „Spiegel Online“ spricht Paul Ostwald über seine Beweggründe.
spiegel.de, jis-oxford.co.uk

Spenden: Deutlicher Zuwachs in 2015

Die Deutschen haben im vergangenen Jahr die Rekordsumme von 6,73 Milliarden Euro für gemeinnützige Zwecke gespendet. Damit wurde das bereits hohe Spendenniveau der privaten Haushalte im Jahr 2014 nochmals um rund vier Prozent gesteigert, teilte das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) mit. Allein für die Flüchtlingshilfe in Deutschland kamen im vergangenen Jahr mindestens 117 Millionen Euro zusammen. Nicht eingerechnet sind die vielen „Zeitspenden“ in Form des ehrenamtlichen Engagements zahlreicher Menschen in Deutschland.
welt.de, dzi.de

Benefizkunstauktion von TERRE DES FEMMES

Am Samstag, 16.04.2016, findet um 18:00 Uhr eine Benefizkunstauktion von TERRE DES FEMMES zugunsten geflüchteter Mädchen und Frauen statt. Für die Versteigerung stellt die Berlinische Galerie ihre Räume zur Verfügung. Über 50 renommierte Künstlerinnen und Künstler und aufstrebende Talente haben Werke für die Auktion zu Gunsten der Frauenrechtsorganisation gestiftet. Mit dabei sind u.a. Julian Rosefeldt, Nasan Tur, Mathilde ter Heijne und Wolfgang Tillmans.
berlin-hilft.com

„Konzert der Religionen“ – zu Pfingsten in der Wismarer Georgen-Kirche

Die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin will gemeinsam mit der Nordkirche zu Pfingsten ein „Konzert der Religionen“ in der Wismarer Georgen-Kirche veranstalten. So wolle man ein Zeichen für Solidarität und Toleranz setzen. Insgesamt sollen 650 Karten verkauft werden, der Erlös geht komplett an das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR. Das Programm des Konzertes am 14. Mai 2016 wird u.a. mit Stücken aus der katholischen, jüdischen, muslimischen, buddhistischen Musikwelt bestritten.
musik-heute.de

Gastfamilien und Wohnraum für minderjährige Flüchtlinge gesucht

Im niedersächsischen Osnabrück werden zur Zeit Familien gesucht, die junge Flüchtlinge in ihrer Familie aufnehmen möchten oder aber Wohnraum zur Verfügung wollen. Momentan suchen 119 Mädchen und Jungen, die zwischen 15 und 17 Jahre alt sind, ein neues Zuahuse. Betreut wird das Vorhaben durch den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und den Internationalen Bund (IB). Alle Informationen zum Vorhaben gibt es am 20.04.2016 um 18.00 Uhr in der „Alten Kasse“ im Stadtteil Hellern - Anmeldungen nimmt Herr Möller bis Montag 18.04.2016 per Telefon unter: 0541/3589530 oder E-Mail an: Mirko-Moeller@internationaler.bund de entgegen.
www.noz.de

Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) unterstützt Hilfsorganisationen in Syrien und Irak

Insgesamt 215.000 Euro gehen an zwei Projekte christlicher Hilfsorganisationen in Syrien und im Nordirak. Ein Hilfsprojekt des Christian Aid Program Northern Iraq (CAPNI) kümmert sich um Binnenflüchtlinge in der Region Dohuk einsetzt. Das Projetkt National Evangelical Synod of Syria & Lebanon (NESSL) hilft syrischen Geflüchteten in Syrien und dem Libanon. Das Geld stammt aus dem Kirchlichen Entwicklungsdienst der EKM.
ekmd.de

Wohnbauten – ohne Hast, aber Sinn und Verstand

Unter der Überschrift „Bauen für Geflüchtete – Neue Wohnkonzepte“ hat die Autorin Ute Maasberg für den Blog des Gothe-Instituts aktuelle Vorschläge für das sinnvolle Bauen von Wohnunterkünften für Geflüchtete zusammengestellt. So würden aktuell auf „Bundes- und Länderebene [...] im Eiltempo baurechtliche Planungserleichterungen beim Bereitstellen vorhandener und beim Bauen neuer Unterkünfte geschaffen“, wodurch jedoch die Gefahr besteht, dass nun mehr improvisiert würde. Maasberg verweist u.a. auf den Architekturprofessor Jörg Friedrich, der sich von Verantwortlichen sinnvolle Bebauungen wünscht, statt improvisierter Schnellschüsse.
goethe.de

50.000 Euro für Berlin

Berliner Rundfunk 91.4 vergibt 50.000 Euro für Berlin. Eigentragene Vereine oder andere rechtsfähige Gesellschaften, Organisationen, Initiativen, Stiftungen mit Sitz in Berlin und/oder Brandenburg können sich für einen von fünf Wochengewinnen in Höhe von 10.000 Euro bewerben. Drei Gewinnerprojekte stehen bereits fest, zwei werden noch gekürt – und zwar am 18.04. und am 25.04. Auf der Webseite zum Projekt kann abgestimmt werden, wer die Förderung erhalten soll.

In der Kategorie „Soziales“ ist auch die Flüchtlingsbäckerei Bantabaa dabei, die Flüchtlingen aus Westafrika in einer Restaurantküche Kochen und Backen sowie sonstige Fertigkeiten rund um das Thema Küche vermitteln will. Die in der Lehrwerkstatt hergestellten Essen und Kuchen sollen an Büros und Unternehmen geliefert werden. Begleitet werden soll das Projekt von einem Deutschkurs, Hilfe bei der Unterbringung sowie rechtlicher Beratung, z.B. beim Asylverfahren.
50000.brf914.de (Abstimmung)

Deutschlands Entwicklungsfinanzierung stieg 2015 um 26 Prozent

Die Bundesrepublik Deutschland hat im Jahr gut 26 Prozent mehr Finanzmittel für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit bereitgestellt. Zu diesem Ergebnis kommt die OECD und veröffentlichte in dieser Woche die vorläufigen Zahlen zu den staatlichen Leistungen für Entwicklungszusammenarbeit, die als ODA (Official Development Assistance) bezeichnet werden. Insgesamt lag das damit das deutsche ODA-Budget für das zurückliegende Jahr bei rund 16 Milliarden Euro. Damit liegt Deutschland auf Platz drei der Geberländer von Entwicklungsleistungen, hinter den USA und Großbritannien.

Gleichzeitig bilden die 16 Mrd. Euro den marginalen Anteil von 0,52 Prozent am deutschen Bruttonationaleinkommen. Laut epo.de ist der Anstieg der Leistungen „fast ausschließlich auf die Anrechnung der Flüchtlingskosten im Inland zurückzuführen“.
epo.de, tagesschau.de

Cooking with Friends im FEZ-Berlin

cookingIm April begegnen sich im FEZ-Berlin (Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin) Kinder und Familien aus verschiedenen Ländern kulinarisch! Es wird gemeinsam geschnippelt, gekocht, gegrillt und gegessen. Im Kochduell zeigen dann TV-Koch Achim Müller und Profikoch Ausama Oliwi aus Syrien, was sie auf der Pfanne haben. Außerdem ewarten die Besucher an den insgesamt vier Terminen (Sa, 16.04., So, 17.04, Sa, 23.04 und So, 24.04.) u.a. auch Fußballspiele, ein Bobby-Car-Rennen und eine Schnippelparty. Der Eintritt ist frei, verkosten darf man für 0,50 bis 1,00 Euro.
fez-berlin.de

STF-Kocht! erhält Jugendintegrationspreis der Bertelsmann Stiftung

Der Berliner Verein „Schüler Treffen Flüchtlinge“ hat das Projekt STF-Kocht! ins Leben gerufen. Dabei werden gemeinsam mit Geflüchteten Food-Events organisiert, um einander zu vernetzen und Erfahrungen auszutauschen.

Das Projekt wurde kürzlich beim Jugendintegrationswettbewerb „Alle Kids sind VIPs“ der Bertelsmann Stiftung ausgezeichnet.
stfberlin.wordpress.com

BRK betreut die Helferpforte in Nürnberg

Die Stadt Nürnberg und das Bayerische Rote Kreuz haben die Anlaufstelle „Helferpforte“ ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Initiative können sich Geflüchtete bei Gesprächsbedarf an Menschen mit sozialpädagogischer Ausbildung wenden, um über Erlebtes zu sprechen, werden von Helfern bei Behördengängen begleitet und erhalten Unterstützung bei der Freizeitgestaltung. Dafür ist die „Helferpforte“ auf der Suche nach ehrenamtlichen Unterstützern, z.B. Sozialpädagogen, Menschen mit seelsorgerischer Ausbildung oder Künstler.
kvnuernberg-stadt.brk.de

Senioren helfen Flüchtlingskindern bei der Integration

Die Wohngemeinschaft für Senioren (WGfS) in Filderstadt und die ortsansässige Gotthard-Müller-Schule haben ein Integrationsprojekt für Flüchtlingskinder geschaffen, bei dem sich jung und alt gegenseitig helfen. In der Vorbereitungsklasse gibt es jeden Donnerstag einen Praxistag, bei dem Alltägliches gemeinsam mit den Rentnern erlernt und erledigt wird. So wurden z.B. zu Ostern zusammen Eier bemalt oder für alle eine herbstliche Kürbissuppe gekocht. Das Projekt ist so erfolgreich, dass es nun von der Kreissparkasse Esslingen mit dem Bildungspreis ausgezeichnet wurde.
www.pt-magazin.de

Leipzig: Unterstützung für studentisches Hilfsprojekt

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert die „AG Geflüchtete“ der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK) bis zum Jahresende mit knapp 30.000 Euro. Mit dem Geld wird das ehrenamtliche „Buddy“-Programm unterstützt, mit dem Geflüchtete in Leipzig integriert werden sollen.

Regelmäßig finden in den Räumen der HTWK Leipzig Treffen statt, bei denen in lockerer Atmosphäre Kontakte geknüpft werden können. Mehr als 75 Studierende engagieren sich inzwischen.

HTWK Leipzig 320x177Dank der Förderung können zunächst bis zum Jahresende fünf neue studentische Hilfskräfte eingestellt werden. Eine kümmert sich um die Anfragen und Probleme von Geflüchteten und Hilfsorganisationen, eine andere bereitet Studierende auf die Tätigkeit als „Buddy“ und den Umgang mit Geflüchteten vor.

Zudem sind Seminare zur interkulturellen Kompetenz geplant, die ebenfalls durch studentische Hilfskräfte angeboten bzw. organisiert werden sollen. Langfristiges Ziel ist es, studierfähigen Geflüchteten den Einstieg in ein Fachstudium zu erleichtern.
htwk-leipzig.de

Dresden: Benefizkonzert für Flüchtlingshelfer

Am morgigen Freitag findet von 17 bis 19 Uhr in der Himmelfahrtskirche Leuben ein Benefizkonzert zugunsten des „Dresden-Balkan-Konvoi“ statt. Dessen Freiwillige sind wie berichtet seit Monaten für Geflüchtete im Einsatz, unter anderem im griechischen Grenzort Idomeni.

Beim dem vom Netzwerk „Leuben ist bunt" veranstalteten Konzert treten unter anderem Künstlerinnen und Künstler der Staatsoperette Dresden, der Deutsch-Französische Chor Dresden, der Chor und die Schülerband der HOGA-Schule auf. Die Spenden, die nach dem Konzert eingenommen werden, kommen natürlich dem „Dresden-Balkan-Konvoi“ zugute. Mitarbeiter des Hilfsprojekts werden ihr Projekt morgen Abend auch vorstellen und für Fragen zur Verfügung stehen.
dnn.de, dresden.de

Köln kauft Wohnheim für Flüchtlinge in Holland

Im Kölner Stadtteil Rodenkirchen sollen 232 zweigeschossige Hartplastik-Container, die ehemals zu einem Studentenwohnheim gehörten, Platz für etwa 300 Menschen bieten. Jeder Container hat die Größe einer kleinen Wohnung, auf jeder Etage gibt es eine Gemeinschaftsküche. Für rund 2,2 Millionen Euro hatte die Stadt Köln die Container in den Niederlanden gekauft. Schon bald sollen nun geflüchtete Familien einziehen. Auf dem Gelände in Rodenkirchen entstehen deshalb noch eine Spielwiese mit Fußballtoren und ein Spielplatz.
wdr.de