Buchtipp: Die Flüchtlinge sind da!

Rund ein Drittel aller Geflüchteten, die derzeit nach Europa kommen, sind minderjährig. Die Kinder und Jugendlichen sind häufig allein unterwegs und zum Teil schulpflichtig.

Wie verändert und verbessert diese Zuwanderung unsere Schulen? Dieser Frage widmet sich das Buch „Die Flüchtlinge sind da!“ von Bildungs- und Wissenschaftsjournalist Armin Himmelrath und Katharina Blaß, freie Journalistin aus Hamburg. Dabei zeigen Schüler, Pädagogen und die Migranten selbst ihren Alltag – und wie Integration in der Schule uns alle bereichern kann.

Gewinnspiel
Das Buch „Die Flüchtlinge sind da!“ ist im Juni 2016 beim hep verlag erschienen und kostet 19 Euro. Wir verlosen zwei Exemplare des Buches von Armin Himmelrath und Katharina Blaß! Schickt einfach eine Mail mit dem Betreff „Gewinnspiel“ und eurer Adresse an post@helferzentrale.org
Einsendeschluss ist der 08.07.2016. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen: Mitmachen darf jeder, ausgenommen die Mitarbeiter der teilnehmenden Firmen. Das Los entscheidet. Die Gewinner werden nach der Ziehung benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Jeans for Refugees

RainbowMit seinem Projekt „Jeans for Refugees“ will Designer Johny Dar Geflüchteten weltweit helfen. Im Rahmen der Fundraising-Initiative spenden über einhundert Prominente, darunter etwa Sir Elton John, Woody Allen, Sharon Stone, Vivienne Westwood, Kate Moss und Emma Watson, ihre Jeans, die von Johny Dar bemalt und veredelt werden. Die Jeans-Unikate werden dann im Oktober 2016 in der Saatchi Galerie in London ausgestellt und versteigert. Der gesamte Erlös geht an das International Rescue Committee, eine Hilfsorganisation für Geflüchtete und Kriegsopfer.
15 Exemplare aus dem „Jeans for Refugees“-Projekt werden übrigens im Rahmen einer Kunstinstallation auf der PREMIUM (Hall 3 (H3-A 04), die vom 28. bis zum 30. Juni 2016 in Berlin stattfindet, zu sehen sein.
jeansforrefugees.com

Lesbos: Touristen treffen Geflüchtete

Auf der griechischen Insel Lesbos liegen Freude und Leid derzeit sehr dicht nah beieinander. Während die einen Urlaub machen, sind die anderen auf der Flucht. Die einen sind mit dem Flugzeug angereist, die anderen sind mit einem Schlauchboot gestrandet, um dem Terror und dem Krieg in ihrem Heimatland zu entkommen.

Die niederländischen Filmemacher Marieke van der Velden und Philip Brink haben Touristen und Geflüchtete nun zu Begegnungen eingeladen und es damit ermöglicht, miteinander statt übereinander zu sprechen.

Herausgekommen ist ein sehenswerter und sehr berührender 23-minütiger Dokumentarfilm mit dem Titel „The Island of All Together“.
theislandofalltogether.com

Expertise zur beruflichen Qualifizierung von jungen Geflüchteten

Um junge Geflüchtete in Lehre und Studium besser zu integrieren, haben Dr. Frank Braun und Dr. Tilly Lex vom Deutschen Jugendinstitut e.V. die wichtigsten Infos dazu in einer Broschüre mit dem Titel „Berufliche Qualifizierung von jungen Flüchtlingen in Deutschland“ zusammengefasst. Die Expertise behandelt unter anderem Themen wie Schulpflicht, Sprachförderung und die duale Berufsausbildung. Sie soll vor allem den Mitarbeitern in Jobcentern, Arbeitsagenturen und Beratungsstellen helfen, einen Überblick über die Vielzahl von Bildungs- und Fördermaßnahmen zu bekommen, um diese schneller und zielgerichteter zu vermitteln.
dji.de (Expertise als PDF) via idw-online.de

Broschüre: „Hetze gegen Flüchtlinge in Sozialen Medien – Handlungsempfehlungen“

Hassreden gegen Geflüchte im Social Web begegnen uns immer wieder. Viele wollen gegen diese rassistischen und flüchtlingsfeindlichen Aussagen vorgehen, wollen handeln, widersprechen, wissen aber oft nicht wie. Handlungsempfehlungen dazu hat nun die Amadeu Antonio Stiftung in einer Broschüre zusammengetragen. Die Publikation „Hetze gegen Flüchtlinge in Sozialen Medien - Handlungsempfehlungen“ beantwortet u.a. folgende Fragen: Wie melde ich rassistische Beiträge? Wie kann ich eine Anzeige machen? Was muss ich tun, wenn ich selbst ins Fadenkreuz gerate?
Gefördert wurde das Ganze vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend und der Freudenberg Stiftung. Die Broschüre kann kostenfrei bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt oder auf der Webseite heruntergeladen werden:
amadeu-antonio-stiftung.de

Download-Tipp: E-Book „Refugees. Richtig gute Projekte, Tipps & Tools“

refugees-coverDie Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. (bagfa) hat gemeinsam mit der Stiftung Bürgermut das E-Book „Refugees. Richtig gute Projekte, Tipps & Tools“ realisiert und als kostenloses PDF-Dokument veröffentlicht. Auf 176 Seiten werden in 49 Beiträgen zahlreiche Projekte zum Nachmachen, viele Tipps von Engagierten für die Arbeit vor Ort und wichtige Tools und Plattformen vorgestellt. Das E-Book richtet sich an Freiwillige und Profis und soll ihnen ganz praktisch beim Starten und Umsetzen von Projekten Unterstützung in Form von Informationen bieten. In einem eigenen Kapitel werden all diejenigen Tools, Plattformen, Apps und Maps vorgestellt, die PraktikerInnen in der Flüchtlingsarbeit besonders gut helfen.

Der Ausgangspunkt für das Buch war das openTransfer CAMP „Refugees“, das im November 2015 stattfand. Daran nahmen etwa 120 Initiativen und auch viele Freiwilligenagenturen und die bagfa teil. Viele der vorgestellten Projekte sowie Expertinnen und Experten, die im Buch zu Wort kommen, waren vor Ort und haben sich ausgetauscht. Eine Dokumentation der Sessions ist Teil des E-Books.
issuu.com >> (Flipbook zum Durchblättern), bagfa.de >> (PDF zum Download)

Aktuelle Zahlen zur Jobsituation von Geflüchteten

Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat neue Zahlen zur aktuellen Arbeitsmarktsituation für geflüchtete Menschen vorgelegt. Demnach 154.000 freie Jobs für Flüchtlinge in Deutschland, wegen der guten Arbeitsmarktlage könnte bis Ende 2016 noch weitere 20.000 hinzu kommen. Die Mehrzahl der Jobs liegt allerdings im Bereich für Menschen mit geringen Berufsqualifikationen.

Das IAB hat darüber hinaus ermittelt, dass bereits 95.000 AsylbewerberInnen in Lohn und Brot stehen. 145.000 anerkannte Asylbewerber sind jedoch aktuell ohne Arbeit. Diese Zahl könnte bis Jahresende auf 350.000 steigen, weil bis dahin andere Maßnahmen, wie Sprachkurse, auslaufen.

Als Fazit aus der durchwachsenen Situation empfiehlt das Institut stärkere Sprachförderung, Qualifikation und Bildung von Geflüchteten, um auch in Arbeitsfeldern für Jobs mit höheren Qualifikationsvoraussetzungen bessere Chancen zu schaffen.
csr-news.net >>

Paaraby – Syrischer Praktikant entwickelt Lernspiel

Foto: Lachs von Achtern GmbH & Co. KG
Foto: Lachs von Achtern GmbH & Co. KG

Der Syrer Kassem El Laham hat sich die Frage gestellt, was wäre, wenn zur Integration spielend beitragen könnte. Während seines Praktikums bei der Kommunikationsagentur Lachs von Achtern in Wismar entwickelte er Idee, Konzept und Gestaltung für ein Kartenspiel. Entstanden ist „Paaraby“, ein Spiel mit 32 deutsch-arabischen Spielkarten, die jeden Integrationskurs oder Sprachunterricht auflockern und das Lernen erleichtern.

Mit Hilfe des Spieles kann arabischsprachigen Geflüchteten die deutsche Kultur, Sprache und Verschrobenheiten spielerisch etwas näher gebracht werden. So erfahren die SpielerInnen mithilfe von „Paaraby“, dass es wesentliche Medikamente in Deutschland nur auf Rezept gibt, Kinder der Schulpflicht unterliegen und es helfen kann, bei der Suche nach einem Job die Arbeitsagentur aufzusuchen.

Foto: Lachs von Achtern GmbH & Co. KG
Foto: Lachs von Achtern GmbH & Co. KG

Die Agentur hofft mit „Paaraby“ möglichst viele Verbände, Vereine und Unternehmen bei Ihrer Integrationsarbeit unterstützen zu können. Bei dem Spiel handelt es sich um ein Non-Profit Projekt. Die Agentur vertreibt das Spiel deshalb lediglich zum Preis der Produktionskosten. Für Unternehmen und Organisationen, die Spiele spenden wollen, gibt es die Möglichkeit ab einer bestellten Auflage von 25 Spielen das eigene Logo auf der Spielverpackung zu verewigen. Bestellungen und weitere Infos gibt es per Mail unter: ahoi@lachsvonachtern.de

Jobvermittlung für Geflüchtete

Das Unternehmen Jobbörse.de GmbH hat auf seinem Jobvermittlungsportal einen Bereich für Jobanzeigen für Geflüchtete eingerichtet. Aktuell befinden sich in der Bewerberdaten bereits mehr als 800 registrierte Flüchtlinge, die unterschiedliche Qualifikationen und die notwendigen Voraussetzungen für die Aufnahme einer Arbeit mitbringen.

Unter „Jobs für Flüchtlinge“ bietet das Jobportal seine Vermittlungsdienste für Arbeitgeber und Geflüchtete kostenlos an und will somit einen solidarischen Beitrag zur aktuellen Flüchtlingssituation in Deutschland leisten.

Inzwischen gibt es zahlreiche Onlineportale, die sich um die Vermittlung von Arbeitsplätzen für Geflüchtete bemühen. Eine kurze Google-Suche zeigt bereits vier spezialisierte Webseiten in Deutschland: welcome2work.de, workeer.de, careers4refugees.de und eben jobbörse.de/refugees.

 

Unicef: Bericht zur Situation der Flüchtlingskinder in Deutschland

Das UN-Kinderhilfswerk Unicef beklagt in einem aktuellen Lagebericht die Situation von geflüchteten Kinder und Jugendlichen in Deutschland. Diese müssten über immer längere Zeiträume in einem nicht kindgerechten Umfeld leben. Ihre Rechte auf Schutz, Teilhabe, gesundheitliche Versorgung und Bildung werden laut Unicef oft monatelang nur eingeschränkt oder gar nicht gewahrt. Gleichzeitig wachse auch innerhalb der Gruppe der Flüchtlingskinder die Ungleichbehandlung – je nach Herkunftsland und angenommener Bleibeperspektive.

Bereits 2014 hatte Unicef eine starke Benachteiligung von Flüchtlingskindern und Defizite bei der Umsetzung ihrer Rechte in Deutschland festgestellt. Diese Defizite hätten sich nun nochmals verschärft. Die großen Anstrengungen von Bund, Ländern und Gemeinden und der enorme Einsatz der Zivilgesellschaft sorgen laut dem UN-Kinderhilfswerk zwar dafür, dass eine Notversorgung sichergestellt ist. Dennoch gäben viele Entwicklungen der vergangenen Monate Anlass zur Sorge.

Unicef fordert deshalb erneut, das Wohl der Kinder zum Maßstab aller sie betreffenden Entscheidungen zu machen.
unicef.de, unicef.de (Lagebericht als PDF)

Neuss: Einladung für Flüchtlingshelfer

Der Fachdienst für Integration und Migration der Caritas Sozialdienste lädt in der Flüchtlingshilfe Engagierte zu einem ersten Helfercafé für Ehrenamtler am Donnerstag der kommenden Woche (30.6.) ins Caritashaus International in Neuss ein.

Dorota Hegerath, Koordinatorin der ehrenamtlichen Flüchtlingshilfe im Rhein-Kreis Neuss, will Helfern bei dieser Veranstaltung eine Gelegenheit bieten, sich mit Gleichgesinnten aus dem gesamten Kreis auszutauschen und Impulse für die ehrenamtliche Arbeit zu erhalten.
rp-online.de

Audi unterstützt Berufsschulklasse für weibliche Geflüchtete

Audi-weibl-Gefluechtete_AuduAG_920pxMit einer Berufsschulklasse nur für Frauen erweitern Audi und die Stadt Ingolstadt ihre Kooperation zur beruflichen Qualifizierung junger Geflüchteter. Finanziert wird auch ein weiteres Schuljahr für die 25 Schülerinnen und Schüler der bereits bestehenden Flüchtlingsklasse. Ziel des Projekts ist es, die jungen Leute fit für eine Ausbildung bei Unternehmen in der Region zu machen.

Audi hatte das Schulprojekt für Flüchtlinge im Januar 2016 in Kooperation mit der Stadt Ingolstadt ins Leben gerufen. Seitdem bereiten sich Schülerinnen und Schüler vor allem aus Eritrea und Afghanistan auf den Mittelschulabschluss oder eine berufliche Einstiegsqualifizierung vor.

Der Unterricht für die neue Frauenklasse startet im September 2016 an der Berufsschule I in Ingolstadt. Audi übernimmt die Kosten für die tägliche sozialpädagogische Betreuung und plant, auch für diese Schülerinnen ein Mentorenprogramm auf den Weg zu bringen. Den regulären Unterricht finanziert der Freistaat Bayern.
audi-mediacenter.com

„Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen“ gegründet

In Hamburg schließen sich 97 Initiativen und Helfergruppen zum "Bündnis Hamburger Flüchtlingsinitiativen" zusammen. Den Helfern geht es vor allem darum, künftig gemeinsam Flüchtlinge willkommen zu heißen, sich für ihre Rechte insbesondere gegenüber Behärden einzusetzen und ihnen bei der Integration zu helfen. "Wenn wir uns zusammenschließen, können wir von den Erfahrungen anderer profitieren und es muss nicht jede Gruppe das Rad neu erfinden", begründet Diana Ennet, erste Vorsitzende von "Die Insel hilft", den Schritt. Ein achtköpfiges Sprecherteam soll nun dafür sorgen, dass das Bündnis in Hamburg nicht überhört werden kann.
welt.de

Junge Wirtschaft bietet Geflüchteten Berufsperspektiven

Im Rahmen der Aktion „JUGEND STÄRKEN – 1000 Chancen“ engagieren sich die Wirtschaftsjunioren Deutschland für die Integration in Deutschland angekommener Flüchtlinge. Bundesweit übernehmen sie Patenschaften, vermitteln Praktika, geben Einblicke in ihre Betriebe oder stellen die duale Berufsausbildung vor. Fast 200 junge Geflüchtete konnten von diesen Chancen allein in diesem Jahr bereits profitieren.

Gesammelt Eindrücke der bisherigen Projektarbeit gibt's hier:

1000-chancen.de

Yusra Mardini für Olympia-Teilnahme nominiert

Im Herbst 2015 kam Yusra Mardini als Flüchtling in Berlin an. Mittlerweile trainiert die syrische Schwimmerin bei den Wasserfreunden Spandau und wurde Anfang Juni vom Internationale Olympische Komitee (IOC) für das Flüchtlingsteam zur Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro nominiert. Im Interview mit dem Deutschen Olympischen Sportbund erzählt die 18-Jährige, was die Teilnahme für sie bedeutet und was sie sich für Olympia vorgenommen hat.
integration-durch-sport.de (Interview), tagesspiegel.de (Yusra Weg nach Berlin)

Video-Tipp: Jahrestreffen der Willkommenslotsen

Rund 140 Willkommenslotsen an insgesamt 101 Kammern und anderen Organisationen der Wirtschaft in allen Bundesländern unterstützen seit dem Frühjahr 2016 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Besetzung offener Ausbildungs-, Praktikums- und Arbeitsstellen mit geeigneten Flüchtlingen. Hier ein paar Eindrücke vom Jahrestreffen der Willkommenslotsen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Berlin: Frühstück der Nationen und Generationen

Die City-Stiftung Berlin lädt am Sonntag, den 3. Juli um 10 Uhr, "Flüchtlingshelfer/innen und Neu-Berliner/innen" zu einem Frühstück der Nationen und Generationen ein. Dieses steigt auf dem historischen Gelände der Königlichen Porzellan-Manufaktur (KPM) in der Wegelystraße 1 in 10623 Berlin nahe dem S-Bahnhof Tiergarten.
berlin-hilft.com

UNHCR: 65 Millionen Menschen auf der Flucht

Weltweit sind über 65 Millionen Menschen auf der Flucht – so viele wie niemals zuvor. Das berichtet das UN-Flüchtlingswerk UNHCR in seinem jährlichen Statistikbericht. Vor allem in den vergangenen fünf Jahren haben Flucht und Vertreibung massiv zugenommen. Mit 4,9 Millionen Flüchtlingen aus Syrien, 2,7 Millionen aus Afghanistan und 1,1 Millionen aus Somalia kommt die Hälfte aller Flüchtlinge unter UNHCR-Mandat aus nur drei Ländern. Und während die Türkei die meisten Flüchtlinge aufnimmt, erhält Deutschland die meisten Asylanträge.
faz.net, heute.de, sueddeutsche.de

Unterstützung für den Weg in die Selbstständigkeit

Viele Geflüchtete wollen sich selbstständig machen. Um Gründungsinteressierte besser unterstützen zu können, hat die Bundesregierung ihr Informations- und Beratungsangebot erweitert und auf Menschen aus Nicht-EU-Ländern ausgerichtet.

Der Online-Leitfaden „GründerZeiten" gibt Geflüchteten auf Deutsch und Arabisch Tipps. Auch das „Existenzgründerportal" informiert in mehreren Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch).

Die Bundesregierung plant weitere Maßnahmen: Das Pilotvorhaben „Gründerpatenschaften" soll interessierte Geflüchtete mit ansässigen Unternehmen und Selbstständigen zusammenbringen. Auch die „Willkommenslotsen", das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge" und weitere Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft beraten künftig verstärkt zu Existenzgründungen.
bundesregierung.de

Praktische Hilfe: Solar-Ladestationen für Smartphones

Solarladestation-ElpisMobiltelefone sind vor allem für Geflüchtete ein äußerst wichtiges Utensil. Doch jeder Smartphone-Besitzer weiß aus eigener Erfahrung: Der Akku hält nicht lange durch. Während das Nachladen für die meisten zuhause oder am Arbeitsplatz kein Problem ist, gestaltet sich das für Menschen in überfüllten Flüchtlingscamps wie z.B. in Griechenland deutlich schwieriger. An Sonne hingegen mangelt es nicht. Studenten der Universität von Edinburgh haben deswegen eine Ladestation für Mobiltelefone entwickelt, die nur von der Kraft der Sonne versorgt wird.

Zwei der im Projekt Elpis (auf Griechisch: Hoffnung) entwickelten Solarlader wurden bereits zusammen mit der griechischen Solartechnik-Firma Entec gebaut und in Flüchtlingscamps installiert, drei weitere sind derzeit in Arbeit. Die Solar-Ladestationen liefern jeweils Strom für 240 Ladevorgänge pro Tag.
huffingtonpost.com (auf Englisch), projectelpis.org

Willkommen bei Freunden: Neue App erleichtert Flüchtlingshilfe

Willkommen_bei_Freunden_App_02Mit der gestern vorgestellten „Willkommen bei Freunden"-App möchten das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) das Helfen bundesweit einfacher machen. Die Anwendung zeigt, welche Hilfe Kommunen und Flüchtlingsinitiativen aktuell brauchen.

Entstanden ist die App in Kooperation mit den bereits bestehenden Hilfeportalen „Helpto", „ichhelfe.jetzt" und „clarat". Ziel der Zusammenarbeit ist es, die Vernetzung der Freiwilligenlandschaft in Deutschland zu fördern.

Die Anwendung bringt Freiwillige und Projekte in der Flüchtlingshilfe bedarfsorientiert zusammen: Mit wenigen Klicks können die Helfer angeben, wo und wie sie unterstützen wollen. Die App zeigt dann an, welche Hilfsorganisationen vor Ort genau diese Art der Unterstützung suchen. Die App steht ab sofort für iOS und Android in den entsprechenden Stores bereit.
bmfsfj.de, willkommen-bei-freunden.de

WelcomeCamp in Berlin

Wie kann man Geflüchteten helfen und wo? Für die Beantwortung dieser und vieler weiterer Fragen findet am 9. Juli 2016 das „WelcomeCamp“ im FMP1 am Franz-Mehring-Platz 1 statt. BerlinerInnen, die im Berufsalltag als Webdesigner, Social Media Manager oder Berater unterwegs sind, organisieren das Barcamp. Sie wollen UnterstützerInnen, karitativen Institutionen und FlüchtlingshelferInnen ein Plattform für den Austausch zur Verfügung stellen.

Die Veranstaltung ist kostenlos, um vorherige Anmeldung wird jedoch gebeten. Mitmachen kann jeder. Alle Infos und die Onlineanmeldung findet man hier refugeeswelcome.berlin >>

Mehr Infos zum Camp gibt es auch in einem ausführlichen Artikel auf tagesspiegel.de >>

 

In eigener Sache: Für HelferZentrale.org wird Jens Stoewhase vor Ort sein und freut sich über direkte Kontaktaufnahme.

Mit WhatsApp zur Möbel-Hilfe

Manchmal kann man Dinge – in diesem Fall Möbel – auch auf einfachste Art organisieren. Die Heilpädagogin Maria Rossdeutscher hat in Bremerhaven einfach eine WhatsApp-Gruppe ins Leben gerufen, um nicht mehr genutzte Möbel Geflüchteten zugänglich zu machen. Alles begann mit einem Radio. Inzwischen fährt Rossdeutscher gemeinsam mit syrischen Flüchtlingshelfern bis zu 500 Kilometer in der Woche, um gespendete Möbel und Haushaltsgegenstände an Bedürftige zu übergeben.
nord24.de >>

Neue Broschüre: Engagement muslimischer Jugendlicher

Die Broschüre „Politisches und zivilgesellschaftliches Engagement muslimischer Jugendlicher“ entstand im Rahmen der Initiative „JUMA - jung, muslimisch, aktiv“. Mithilfe des Papiers wird ein Überblick über die vielfältigen Aspekte gesellschaftlicher und politischer Partizipation junger MuslimInnen gegeben. Die Bundeszentrale für politische Bildung hat die Broschüre finanziert. Man kann das Whitepaper unter Angabe des Namens und der E-Mail-Adresse kostenlos heruntergeladen.
juma-projekt.de >>

35 Geflüchtete entwickeln Startup-Ideen

Seit Februar 2016 haben 42 Geflüchtete mehr als 660 Stunden an der ReDI School of Digital Integration damit verbracht, Ideen für Startups zu entwickeln, die auch das Leben der Geflüchteten verbessern helfen. Bis zum Demo Day auf dem Startup Europe Summit haben es 35 Schüler geschafft und haben drei Startups vorgestellt, die nun in der Gründung sind: Let's Integrate,Bureaucrazy und Jasmin.

Die  ReDI School of Digital Integration ist eine gemeinnützige Programmierschule für Flüchtlinge. Im Juli und August dieses Jahres wird es eine Sommerschule geben und das Team will dabei verkürzte Kurse und Workshops anbieten, bevor es ab September mit dem Wintersemester weitergeht. Dafür werden erneut ehrenamtliche HelferInnen und UnterstützerInnen gesucht. Interessierte können sich gerne per Email oder Online-Formular melden.

Flüchtinge im Fußball-Fieber

Die Gespräche in Familien und Büros drehen sich in diesen Wochen logischerweise vermehrt um Fußball. Naheliegend, dass auch die vielen Geflüchteten vom EM-Fieber nicht verschont bleiben. In vielen Unterkünften landauf, landab gibt es dementsprechend die Möglichkeit die Spiele der Europameisterschaft zu verfolgen. Hier ein paar Beispiele: In Meßstetten und Ellwangen (beide Baden-Württemberg) können die Bewohner der Landeserstaufnahmestellen (LEA) die Begegnungen auf großen Leinwänden schauen. Der SWR zeigt Eindrücke in einem TV-Beitrag. In Hamburg geht man noch einen Schritt weiter und kombiniert Fußball mit Integration: Die Initiative "Welcome Dinner" sucht Hamburger, die Flüchtlinge zu den Spielen zu sich nach Hause einladen. "Viele laden ohnehin Freunde zum Grillen, in den Garten oder ins Wohnzimmer ein, um gemeinsam ein EM-Spiel zu verfolgen", sagt Ines Burckhardt von der Initiative gegenüber dem "Hamburger Abendblatt" Da wird aus dem "Welcome Dinner" also ein "Soccer Dinner". Wir wünschen deshalb zum Wochenende allen viel Spaß bei der EM!

Ausstellung: Kinder im Exil

Vom 16. Juni bis 20. Juli 2016 zeigt die Akademie der Künste in Berlin (Pariser Platz 4, 10117 Berlin) „Kinder im Exil“, eine Ausstellung, die Erlebnisse der Kinder geflüchteter Menschen früher und heute dokumentiert.

Neben einem historischen Teil, der vor allem Exponate insbesondere aus Nachlässen von Künstlern umfasst, die mit ihren Kindern zwischen 1933 und 1945 ins Exil gehen mussten, werden im aktuellen Teil der Ausstellung Projekte von Künstlern und Kindern vorgestellt, die seit September 2015 in der Akademie und im Akademie-Archiv stattgefunden haben.

Berliner Schüler, auch aus Willkommensklassen, haben sich dort mit Nachlässen und Dokumenten von u.a. Ellen Auerbach, Alfred Döblin, Heinrich Mann oder Bruno Taut beschäftigt. Entstanden sind u.a. Filme, Modelle, Zeichnungen, Musikstücke und Theaterspiele, die Migration auch heute als Herausforderung und Bereicherung zeigen.

Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
adk.de

I SEA verteilt die Suche nach schiffbrüchigen Flüchtlingen

moas-work-ryp-4-1024x683Mit der iPhone-App „I Sea“ können Helfer per Smartphone von Zuhause aus kleine Teile des Mittelmeeres beobachten, nach Flüchtlingsbooten absuchen, diese markieren und mit den Koordinaten versehen. Migrant Offshore Aid Station (MOAS), die Organisation, die die App ins Leben rief, schaut sich die Markierungen dann an, um ggf. Hilfe einzuleiten, z.B. wenn ein Boot zu kentern droht.

Dazu verteilt MOAS unter ihren Anwendern regelmäßig aktuelle Satellitenbilder und hält die freiweilligen Helfer dazu an, ihren Ausschnitt des zentralen Mittelmeers nach Booten zu durchsuchen. Um Missbrauch zu verhindern, müssen die Helfer eim Abschicken einige persönliche Daten angegeben. Die App befindet sich derzeit in der öffentlichen Testphase.

Anfang Juni intensivierte die Seenotrettungsorganisation ihren Einsatz im zentralen Mittelmeer und weitete mit zwei Schiffen und zwei Drohnen das überwachte Gebiet aus.
moas.eu, iphone-ticker.de

18. und 19. Juni: Menschenketten gegen Rassismus

Unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus" rufen rund 40 Organisationen für das kommende Wochenende zu Menschenketten gegen Fremdenfeindlichkeit in fünf deutschen Großstädten auf, konkret in Berlin, Bochum, Hamburg, Leipzig und München.

Auch zahlreiche Prominente werben für die Teilnahme, darunter der Fußballer Gerald Asamoah, die Schauspieler Benno Fürmann und Michaela May, Kabarettist Urban Priol, Musiker Michael „Breiti“ Breitkopf von den Toten Hosen sowie die Journalistin Kübra Gümüşay.

Wie immer gilt: Je mehr Teilnehmer, desto besser! Nähere Infos zu den Treffpunkten und Routen gibt´s drüben auf der Kampagnenseite:
hand-in-hand-gegen-rassismus.de

Duisburg: Flüchtlingspaten gesucht

In immer mehr deutschen Städten starten im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekts „Menschen stärken Menschen" Initiativen, um Geflüchteten mithilfe von Paten den Start zu erleichtern. So auch jetzt in Duisburg: Ab Juli können Duisburgerinnen und Duisburger ehrenamtlich Geflüchtete und ihre Familien z.B. bei Behördengängen oder Arztbesuchen unterstützen. Ansprechpartnerin ist Stella Rauscher, Koordinatorin der örtlichen Awo-Flüchtlingshilfe.
derwesten.de

Vertrag unterzeichnet: Jatta ist HSV-Profi

Kürzlich haben wir über den aus Gambia geflüchteten Bakery Jatta berichtet, der nach überzeugenden Probetrainings gute Aussichten auf einen Profivertrag beim Bundesligisten Hamburger SV hatte. Nun ist es offiziell: Der 18-Jährige hat einen Dreijahresvertrag beim HSV unterzeichnet und wird ab dem 27. Juni fest mit dem Profiteam trainieren. Wir wünschen Bakery Jatta viel Erfolg in der Bundesliga!
abendblatt.de, hsvtotal.de (Video)

Medienprojekt will Geflüchteten eine Stimme geben

Die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum (MFH) will Geflüchteten mit dem arabisch-deutschen Medienprojekt „Re: Speech" eine Stimme geben, damit sie am gesellschaftlichen Diskurs teilnehmen und ihre Perspektive einbringen können.

In Veranstaltungen soll es um Themen wie Fluchtursachen und Fluchtrouten gehen sowie um die aktuelle politische Lage in den Herkunftsländern. Auch gilt es, Rassismus und politischer Hetze im Netz entgegenzutreten.

Geplant ist eine Zeitschrift, die erst online und später als Beilage einer großen Tageszeitung veröffentlicht wird. Bisher besteht die Redaktion aus acht Geflüchteten aus dem Ruhrgebiet und zehn weiteren aus anderen deutschen Städten. Weitere Interessierte sind herzlich willkommen, wobei journalistische Erfahrung keine Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist.
bszonline.de, derwesten.de

Investitionsprogramm für Integration

Bundesbauministerin Barbara Hendricks stellte gestern das neue „Investitionspaket für sozialen Zusammenhalt“ im Kabinett vor. Mit weiteren 800 Mio. Euro, verteilt über vier Jahre, will der Bund Städten und Gemeinden helfen, in die Infrastruktur zur Integration von Flüchtlingen zu investieren. Mit dem Geld sollen vor allem Bildungseinrichtungen, aber auch Begegnungsstätten und Stadtteilzentren ausgebaut und verbessert werden. Ab Herbst dieses Jahres kann eine Finanzierung beantragt werden.
tagesschau.de

Projekt „Join“ bringt Stadtteil- und Flüchtlingsfamilien zusammen.

In Münster hat die evangelische Familienbildungsstätte ein Projekt geschaffen, bei dem Familien auf Familien treffen. Eltern und Kinder, die schon länger hier leben, treffen auf Eltern und Kinder aus Krisengebieten. Bei gemeinsamen Spielen sowie beim Kochen und Essen können die Familien, unabhängig von Sprache und Kultur, zueinander finden und ein nachbarschaftliches Verhältnis aufbauen. Um die gemeinsamen Nachmittage vorzubereiten, werden ehrenamtliche Helfer gesucht. Wer das Projekt „Join“ unterstützen möchte, kann am 17. Juni von 15 bis 21.30 Uhr und am 18. Juni von 9 bis 15 Uhr zu einem Vorbereitungsseminar kommen. Dafür wird um Anmeldung bei der Projektoordinatorin Heike Vogl ( Tel: 0157 / 50 13 41 27, E-Mail: heike-vogl@praepaed.de) gebeten.
www.wn.de

Dialogveranstaltung in Düsseldorf

Am 17. Juni findet in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf die Dialogveranstaltung „Flucht, Migration, Integration – Herausforderungen und Chancen aus Sicht der Forschung“ statt. Den Rahmen für zwei Diskussionrunden, zum einen mit den vortragenden Wissenschaftlern und danach mit Praxisvertretern von Migrantenorganisationen, bilden vier Impulsvorträge aus Instituten der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft. Die Teilnahme an der Veranstlatung ist kostenlos, eine Anmeldung ist telefonisch, per E-Mail oder Fax möglich.
idw-online.de

BAMF: Grundgesetz-Broschüre für Zugewanderte und Geflüchtete

Mit der Broschüre „Das Grundgesetz – die Basis unseres Zusammenlebens“ will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Zugewanderte und Geflüchtete beim Einleben in Deutschland unterstützen. Mit dem Ziel der Erstorientierung und Wertevermittlung beschreibt die Broschüre in einfachen Worten, welche Bedeutung das Grundgesetz hat und wie es im Alltag gelebt wird. Die Publikation ist in sechs Sprachen (Deutsch, Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Kurdisch) verfügbar und kann kostenlos beim BAMF bestellt werden.
bamf.de

Hamburg: Bürgerverträge zur Flüchtlingsunterbringung und deutlich niedrigere Prognosen

In Hamburg rückt eine Vereinbarung zwischen Senat und dem Dachverband der Bürgerinitiativen gegen Großunterkünfte für Flüchtlinge näher. Angeblich sind für die Stadtteile sogenannte Bürgerverträge geplant, in denen Zahl, Ort und Dauer der Unterbringung von Flüchtlingen festgeschrieben werden. Damit könnte auch ein entsprechendes Volksbegehren abgewendet werden.
ndr.de

In Neugraben-Fischbek hat man sich diese Woche bereits auf einen Kompromiss geeinigt: Maximal 1.500 Menschen sollen dort nun untergebracht werden. Die Infrastruktur (Schulen, Ärzte und Nahverkehr) soll deutlich verbessert werden.
abendblatt.de

Die oben genannten Lösungen mit den Bürgern werden auch deshalb einfacher, weil die Stadt ihre Prognosen zum Flüchtlingszuzug deutlich nach unten korrigiert: Für das laufende Jahr 2016 wird mit nur 14.500 Schutzsuchenden gerechnet, für 2017 mit 15.500. Bis Ende 2017 sollen ergo nur noch 29.700 Plätze neu geschaffen werden. Bisher hatte der Senat mit 39.000 zusätzlichen Plätzen allein schon für 2016 geplant. Klar ist aber auch: Platzt der Flüchtlingsdeal mit der Türkei, könnten sich auch die Zahlen schnell wieder ändern. Und darauf sollte man vorbereitet sein, auch in Hamburg.
welt.de

Einstieg Deutsch: Sprachförderung direkt nach der Ankunft

Mit dem neuen Programm „Einstieg Deutsch" starten der Bund und die Volkshochschulen ein Programm zur sprachlichen Erstförderung. Geflüchtete können damit schon in der Erstaufnahmeeinrichtung mit dem Deutschlernen beginnen und die Grundlagen für die Integrations- und die anschließenden berufsbezogenen Sprachkurse schaffen. „Einstieg Deutsch" beinhaltet sowohl klassischen Deutschunterricht als auch begleitendes Online-Lernen.

Für die Dauer von zunächst drei Jahren sieht das Programm jährlich rund 1.900 Lernangebote vor. Teilnahmeberechtigt sind geflüchtete Menschen ab 16 Jahren, die noch keine Zulassung zum Integrationskurs haben.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit jährlich 19 Millionen Euro den schnellen Spracherwerb von bis zu 45.000 Geflüchteten pro Jahr unmittelbar nach ihrer Ankunft in Deutschland.
dvv-vhs.de

Freiburg: Paten für junge Geflüchtete gesucht

Im Rahmen des vom Bundesfamilienministerium geförderten Projekts „Menschen stärken Menschen" können auch in Freiburg Patenschaften für geflüchtete Kinder und Jugendliche sowie unbegleitete Minderjährige übernommen werden.

Betreut wird das Projekt in Freiburg von „The African Network for Germany" und dem Interkulturellen Deutsch-Afrikanischen Verein in Zusammenarbeit mit dem Verein „Stadtpiraten", Koordinatorin ist Miriam Nussbächer. Rund 100 Patenschaften sollen in Freiburg vermittelt werden.
badische-zeitung.de

Interview: Motivation für Flüchtlingshilfe

Markus Vogt ist Professor für christliche Sozialethik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und spricht in einem lesenswerten Interview mit der „Süddeutschen Zeitung" über die Hintergründe der hohen Hilfsbereitschaft gegenüber Geflüchteten.

Markus Vogt, LMU 221x298

„Wir haben von vielen Konflikten profitiert, etwa durch Waffenverkäufe. Unser Reichtum ist zwar nicht linear die Ursache für die Not anderswo. Aber es gibt viele Wirkungszusammenhänge, in die wir verwoben sind. Insofern gibt es eine ethische Verpflichtung, zu helfen - und das spüren viele.“

Hier gibt´s das gesamte Interview:
sueddeutsche.de

Ankommer: Projekte der Flüchtlingshilfe ausgezeichnet

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat drei Leuchtturmprojekte des Stipendienprogramms „Ankommer. Perspektive Deutschland" mit jeweils 20.000 Euro Startgeld ausgezeichnet. Das Programm der KfW Stiftung und der Social Impact gGmbH unterstützt Startups und Initiativen dabei, geflüchtete Menschen in Ausbildung und Arbeit zu bringen. Ausgewählt wurden die Teams zuvor von einer Expertenjury, die zudem einen Sonderpreis in Höhe von 10.000 Euro verlieh.

Die Preisträger sind:

  • „CodeDoor“, ursprünglich aus Gießen, lehrt Geflüchtete in Frankfurt und Berlin das Programmieren – teils mit hochkarätigen Branchenexperten.
  • „Stitch by Stitch" gründet in Frankfurt eine Schneiderwerkstatt mit geflüchteten Frauen als Näherinnen.
  • Die „Refugee Law Clinic" bildet an der Universität Leipzig Studenten, Sprachvermittler und Rechtsberater für Arbeitsrecht von geflüchteten Menschen aus.
  • Der Sonderpreis der Jury ging an das „Sharehaus Refugio" für sein ganzheitliches Integrationsmodell in Berlin, das auf besondere Weise Wohnen, Arbeiten und Begegnung miteinander verbindet.
    kfw.de, bmwi.de

Ratgeber „Minderjährige Flüchtlinge“

Der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. hat einen Ratgeber „Minderjährige Flüchtlinge“ veröffentlicht. Gern wollen wir auf diesen neuen Ratgeber hinweisen. Die Journalisten haben ganz kompakt zusammengefasst, welche Rechtsgrundlagen für Kinder Geflüchteter zugrunde gelegt werden. Darüber hinaus haben die Kollegen uns darauf aufmerksam gemacht, dass sie ihre wichtigsten Rechtsratgeber für Geflüchtete und Helfer nun auch ins Englische haben übersetzen lassen.
anwalt.org >> (Kids), anwalt.org >> (Englisch)

Ratgeber für Flüchtlingshelfer und Flüchtlingseltern veröffentlicht

Mit der Veröffentlichung zweier Bücher liefert die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) Informationen und Orientierungshilfen im Umgang mit Geflüchteten. Das Buch „Wie kann ich traumatisierten Flüchtlichen helfen“ wendet sich an haupt- und ehrenamtliche Helfer, die erfahren wollen, wie sich ein Trauma bemerkbar macht und was bei der Betreuung der Neuankommenden zu beachten ist. Der zweite Ratgeber „Wie helfe ich meinem traumatisierten Kind“ wendet sich an die Eltern von Flüchtlingskindern und zeigt auf, wie sich traumatisierte Kinder verhalten. Anhand konkreter Beispielsituationen wird vermittelt, wie Eltern richtig reagieren können. Beide Publikationen können auf der Website des BPtK bestellt werden.
www.integriert-in-sachsen-anhalt.de, www.bptk.de

Ausstellung: Refugee Camera

Fotograf Kevin Mc Elvaney hat Einwegkameras an Flüchtende verteilt und sie gebeten, ihren Weg zu dokumentieren. Die dabei entstandenen Bilder und Videos kann man sich nun im Rahmen der Ausstellung „Refugee Camera“ anschauen. Los geht's heute mit Vernissage und Konzert in den Spreewerkstätten (Molkenmarkt 2, 10179 Berlin). Die Ausstellung ist dann am Samstag und Sonntag (11. und 12.06.2016) jeweils von 12 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet, der Eintritt ist frei. Anschließend macht die Ausstellung in Hannover (15. bis 19. Juni 2016) und Edinburgh (01. bis 21. Juli 2016) Station.


kevin-mcelvaney.com

Flüchtlingsintegration: Potenziale der Digitalisierung

Rohleder-Bernhard_Bitkom_200x200px„Die Digitalisierung kann uns helfen, die große Herausforderung der Integration der geflüchteten Menschen besser und schneller zu meistern. Die Digitalunternehmen selbst können darüber hinaus selbst viel beitragen, um vor Ort in ihrem direkten Umfeld Flüchtlingen konkrete Hilfe zukommen zu lassen.“

Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbandes Bitkom, ist sich sicher, dass die Digitalisierung über den Arbeitsmarkt hinaus großes Potenzial bietet, um die Integration von Geflüchteten zu verbessern und zu beschleunigen. Wie das konkret aussehen kann, wurde im Positionspapier „Flüchtlingsintegration: Potenziale der Digitalisierung“ niedergeschrieben. Zudem hat der Digitalverband Fallbeispiele und einen Überblick, wie Unternehmen aktiv werden können, zusammengestellt.
bitkom.org

Sachsen: Mentoren-Programm startet

Das von uns bereits angekündigte Projekt „Arbeitsmarktmentoren für Geflüchtete“ ist jetzt gestartet. Mit dem Programm des Sächsischen Arbeitsministeriums sollen geflüchtete Menschen mithilfe von Mentoren möglichst rasch und nachhaltig in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Das auf drei Jahre angelegte und mit rund 9,5 Millionen Euro aus Landesmitteln geförderte Programm soll eine Kapazität von ca. 1.000 Teilnehmerplätzen erreichen und möglichst in jedem Landkreis bzw. jeder Kreisfreien Stadt mindestens ein Projekt mit jeweils mehreren Mentoren etablieren.

Projektanträge können bis zum 15. Juli bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB) eingereicht werden.
sachsen.de, sab.sachsen.de (Projektaufruf)

Aktion: Bücher, nicht Boote

Aktion_Auoren-helfen_Mit der Aktion „Bücher, nicht Boote“ unterstützt die Initiative Autoren helfen die Arbeit des Flüchtlingspaten Syrien e.V. Im Rahmen dessen findet am Montag, den 13. Juni 2016, in den Räumen des Flüchtlingspaten Syrien e.V. (Paulstraße 19, Berlin-Moabit) eine Benefizlesung statt. Los geht's um 16 Uhr mit einer einstündigen Lesung für Kinder, um 19:30 Uhr beginnt die Abendlesung.
Außerdem gibt es für alle neuen Patenschaften ab zehn Euro, die am Aktionstag (Dienstag, den 14. Juni) per Lastschrift auf www.fluechtlingspaten-syrien.de abgeschlossen werden, eine „Bücher-Flatrate“ – solange die Patenschaft läuft, bis zu einem ganzen Jahr lang: Monatlich kommt dann ein signiertes Buch frei Haus! Die Flatrate gibt's mit Lesestoff für Erwachsene, aber natürlich auch für Kinder und Jugendliche.
fluechtlingspaten-syrien.de

DLRG gibt Bade-Tipps für Flüchtlinge heraus

Baderegeln-DLRG-ArabischZuletzt haben sich leider die Fälle gehäuft, bei denen Flüchtlinge beim Baden in deutschen Gewässern verunglückt sind. Daher empfehlen wir heute die Baderegeln der DLRG, die es auch in Arabisch oder Serbisch gibt. Diese sollten nach Möglichkeit in jeder Erstaufnahme oder Unterkunft zugänglich und sichtbar gemacht werden, um weitere Unfälle zu vermeiden. Das Faltblatt und ein Plakat gibt es einsprachig oder bis zu viersprachig als PDF-Dateien zum Herunterladen und Ausdrucken.
dlrg.de

Goethe-Institut: Spielerisch Deutsch lernen

Mit einem spielerischen Konzept will das Goethe-Institut Geflüchteten das Deutschlernen erleichtern und ehrenamtliche Helfer bei der Spracharbeit unterstützen. Die in Partnerschaft mit der Freudenberg Gruppe entstandenen „Sprachlernspiele“ sollen ihnen ein konkretes Werkzeug an die Hand geben, mit dem Neuankömmlinge schnell und einfach lernen können, erste Gespräche auf Deutsch führen zu können.

Es handelt sich um Spielkarten, die verschiedene Alltagssituationen in 53 Varianten abdecken: Einkaufen, Verabredungen treffen, sich in der neuen Umgebung zurechtfinden etc. „Der Vorteil der Spiele ist, dass Menschen aus fast allen Kulturen mit den Regeln vertraut sind. Spielen auf Deutsch reduziert zudem die Angst vor Fehlern beim Deutschlernen und fördert die Kreativität sowie die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen“, erläutert Autorin Judit Szklenár das Konzept. Damit es aufgeht, hat sie die Sprachlernspiele mit Geflüchteten erprobt.

Die Sprachlernspiele stehen ehrenamtlichen Lernbegleitenden, die die Einführungskurse in die Spracharbeit absolviert haben, zur Ausleihe in den Mediotheken der Goethe-Institute in Deutschland zur Verfügung. Zudem lassen sie sich mitsamt den Spielregeln und weiteren Tipps für die Spracharbeit hier herunterladen.
goethe.de

DBU: Weitere Fördermittel für Integration Geflüchteter

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) setzt ihr Engagement fort, mit Integrationsangeboten durch Umweltaktivitäten die Situation nach Deutschland geflüchteter Menschen zu verbessern. 125.000 Euro werden dem BUND zur Verfügung gestellt, um Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland nachhaltiger zu gestalten, weitere 125.000 Euro fließen in ein Qualifizierungsprogramm der ANU zur Berücksichtigung von Sprachbarrieren, interkulturellen Fragestellungen und fluchtbedingten Traumatisierungen in Umweltbildungsmaßnahmen.
dbu.de

BAMF mit interaktiver Karte

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF ist mit Außenstellen sowie Entscheidungs- und Ankunftszentren in ganz Deutschland vertreten. Alle entsprechenden Adressen kann man sich künftig auch in einer interaktiven Karte anzeigen lassen, die außerdem die Möglichkeit bietet, Entfernungen und Anfahrtswege zu berechnen.
bamf.de

Wefugees – Gemeinschaft ohne Grenzen

Die Plattform Wefugees will Geflüchtete, Helfer und Experten zusammenbringen. In der „Gemeinschaft ohne Grenzen“ können diese sich über ganz alltägliche Fragen zum Leben in Deutschland, wie z.B. nach mehrsprachigen Ärzten, der Führerscheinprüfung oder über den Ablauf des Asylverfahrens, austauschen. Dieser Austausch erfolg hauptsächlich auf Englisch und bietet natürlich auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich zu vernetzen.
wefugees.de

Neue Flüchtlingsberatung in Wesseling

In der Bonner Straße 11 in Wesseling (Nordrhein-Westfalen) haben Vertreter der Kirchengemeinden, der Stadtverwaltung, der Gemeindecaritas und engagierte Freiwillige eine neue Beratungsstelle für geflüchtete Menschen eröffnet. Flüchtlinge und Migranten erhalten dort Informationen zu Asylverfahren, Aufenthaltsrecht, Sozialleistungen, Behörden und Einrichtungen, Zugang zu Arbeit und Ausbildung sowie Ankommen, Wohnen und Leben in Deutschland.
werbekurier.de

Hamburg: Flüchtlingszahlen auf Rekordtief

Nur 948 Geflüchtete haben im Mai die Hansestadt erreicht – der niedrigste Wert seit Beginn des starken Zustroms vor einem Jahr. Von den im Vormonat in Hamburg angekommenen Menschen mussten die Behörden sogar nur 346 in Erstaufnahme-Einrichtungen unterbringen, die anderen kamen privat unter oder wurden auf andere Bundesländer verteilt. Eine Einigung zwischen dem Senat und der Volksinitiative gegen Großunterkünfte wird wahrscheinlicher.
welt.de

Berlin: „Gesucht: Engagierte Menschen!“

Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt am 15. Juni ab 17 Uhr zu einer Diskussionsveranstaltung in Berlin ein. Der Titel: "Gesucht: Engagierte Menschen!" Die Veranstaltung beleuchtet insbesondere das Engagement junger Menschen und sucht nach Faktoren, die langfristige ehrenamtliche Tätigkeiten begünstigen. Die deutschlandweite Hilfe für Geflüchtete ist ein Aspekt der Runde.
fes.de (Infos und Anmeldung)

Lübeck sucht Wohnraum für Flüchtlinge

In Lübeck bleibt Wohnraum für Flüchtlinge knapp. Das Land Schleswig-Holstein bietet der Stadt daher nun an, das Containerdorf auf dem Volksfest-Platz, das bisher als Erstaufnahme genutzt wird, zu übernehmen. Von den 1.100 Plätzen dort sind nur noch 126 belegt, berichtet der NDR. Mehr als 500 Flüchtlinge bringt die Stadt aktuell in Hotels und Ferienwohnungen unter – für Lübeck ein teures Unterfangen. Im Containerdorf müssten allerdings die Abwasser-Infrastruktur erneuert und Küchen eingebaut werden, damit die Menschen dort auch für längere Zeit wohnen können.
ndr.de (Video)

Ramadan Mubarak

Für 1,6 Milliarden Muslime weltweit begann gestern der Fastenmonat Ramadan. Auch in Flüchtlingsunterkünften in Berlin wird gefastet, so z.B. im Hangar 1 des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Neben geänderten Essenzeiten (Frühstück gibt es von 1.30 Uhr bis 2.30 Uhr, Abendessen von 21.30 bis 23.30 Uhr) wurde dort auch ein eigener Bereich zum Beten und Essen während des Ramadan eingerichtet. Die Sozialarbeiter sind während der Fastenzeit bis Mitternacht, statt wie sonst bis 19 Uhr in den Unterkünften.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. (ZDM) unterstützt auch in diesem Jahr mit seiner Ramadan-Aktion „Deutschland sorgt für die Flüchtlinge“ seine Gemeinden logistisch und finanziell bei der Organisation der Iftar-Abende (Mahl am Ende eines Tages während des Ramadan) mit Flüchtlingen.

Einen Ramadan-Guide für Nicht-Muslime hat Saeed Ahmed für CNN erstellt.
tagesspiegel.de (Berlin), islam.de (ZDM), edition.cnn.com (Guide)

refyougee.com vermittelt Arbeitsstellen an Flüchtlinge

Gemeinsam einen Job finden, das ist das Ziel von refyougee.com.
Denn das Nürnberger Startup-Unternehmen CPW Projekt konzentriert sich mit seiner Plattform ausschließlich auf die Vermittlung von Arbeitsplätzen an Flüchtlinge. Dabei holt das Team Stellenangebote von Unternehmen aus ganz Deutschland ein. Die Arbeitssuchenden können sich mit ihrem vollständigen Bewerberprofil registrieren und bekommen dann passende Jobs per E-Mail zugesendet. Darüber hinaus überprüfen die Personalvermittler das Sprachniveau der Bewerber mit Hilfe von Onlinetests gemäß europäischer Standards und übernehmen die gesamte Kommunikation zwischen Bewerber und Arbeitgeber bis hin zum finalen Bewerbungsgespräch. Knapp 500 Personen sind derzeit registriert.
www.az-online.de, refyougee.com

Offenbach: Workshop für Leitfaden zur Flüchtlingshilfe

Die Stabsstelle „Offenbach hilft“ lädt Engagierte aus der Flüchtlingshilfe ein, in einem zweiteiligen Workshop zur Erstellung eines Leitfadens beizutragen. Die Erfahrungen der letzten Monate sollen Hilfestellung für andere Ehrenamtliche und Interessierte sein. Mögliche Fragen sind: Was lief gut? Wo waren Schwierigkeiten? Wo wäre Hilfe nötig gewesen? Wie haben es die Ehrenamtlichen gemacht? Wie haben sie sich verständlich gemacht? Was hätten sich die Freiwilligen gewünscht und von wem?

Die zweiteilige Veranstaltung findet am 10. Juni und am 1. Juli, jeweils von 17 bis 19 Uhr im Freiwilligenzentrum in der Domstraße 81 statt. Anmeldungen sind unter offenbach-hilft@fzof.de oder 069 - 82 36 70 39 möglich. Workshop-Leiterin ist Katja Werner.
offenbach.de

Festival contre le racisme Berlin

Fünf Tage lang - vom 6. bis 10. Juni 2016 – veranstaltet der AStA FU Berlin gemeinsam mit Studierenden an der Freien Universität das festival contre le racisme. Themen der Veranstaltungswoche sind Rassismus‬ und sexualisierte Gewalt, Anti-Romaismus und die EU-Flüchtlingspolitik. Es gibt Vorträge, Filmvorführungen sowie drei Abendveranstaltungen.
fclr-berlin.org (Programm)

Duisburg: Alltags-Lotsen für Geflüchtete gesucht

Die AWO-Flüchtlingshilfe Duisburg will Asylbewerbern mit Hilfe von ehrenamtlichen Paten den Start der Stadt erleichtern. Ab Juli können Interessierte die Geflüchteten und ihre Familien mit ihrem Wissen unterstützen. Die AWO-Duisburg startet das neue Projekt im Rahmen der Initiative „Menschen stärken Menschen“ des Bundesministeriums für Familie, Jugend, Frauen und Jugend.

Wer als Lotse in Duisburg lebende Geflüchtete zum Beispiel bei einem Arztbesuch oder einem Behördengang begleiten will, kann sich ab sofort bei der Koordinatorin der AWO-Flüchtlingshilfe Stella Rauscher melden (0151-40714596, rauscher@awo-duisburg.de). Eine Schulung gehört ebenso zum Projekt wie die Begleitung während der Tätigkeit.
awo-duisburg.de

Windfirma stellt Praktikumsplätze zur Verfügung

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Ausbildungsleiter Holger Sumbeck mit Christoph Kramer und Mara Schulten (Betreuer vom Internationalen Freundeskreis Salzbergen) sowie Christina Marzodko, Personalleiterin von SSB Wind Systems, gemeinsam mit den Flüchtlingen aus fünf Nationen beim Rundgang durch die Produktion.

„Möchte man Menschen helfen, die zum Teil unter Lebensgefahr aus ihrer Heimat geflüchtet sind, muss man sie nicht nur in die Gesellschaft integrieren, sondern ihnen auch eine Zukunftsperspektive bieten.“

Holger Sumbeck ist Ausbildungsleiter beim Unternehmen SSB Wind Systems. Die Firma ist einer der führenden Hersteller von elektrischen Pitchsystemen für Windenergieanlagen und hat ihren Hauptsitz im niedersächsischen Salzbergen. Insgesamt fünf Praktikumsplätze will SSB Wind Systems aktuell zur Verfügung stellen und bei entsprechender Eignung, den Praktikanten anschließend einen Ausbildungsplatz anbieten.
ssbwindsystems.de >>

FH Erfurt: B2-Sprachkurs für Geflüchtete gestartet

Im Sprachenzentrum der Fachhochschule Erfurt haben in der vergangenen Woche 20 aus Syrien und dem Irak geflüchtete Männer einen Sprachkurs aufgenommen. Sie hatten bereits in ihren Heimatländern ein Studium begonnen, konnten dieses aber nicht beenden.

Bis Oktober lernen sie nun in insgesamt zwölf Unterrichtsstunden an vier Tagen in der Woche Deutsch des Sprachniveaus B2 (selbstständige Sprachanwendung). Nach dem erfolgreichen Ablegen einer Sprachprüfung sind die Syrer und Iraker damit zur Aufnahme eines Studiums an einer deutschen Hochschule berechtigt und wollen bereits zum Wintersemester 2016/2017 ein Vollzeitstudium aufnehmen.

Das Angebot wird durch eine Förderung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ermöglicht. Die Fachhochschule Erfurt hatte über das Programm „Integration von Flüchtlingen ins Fachstudium“ des DAAD 15.000 Euro erhalten, aus denen nun maßgeblich die Dozentinnen und Dozenten der Sprachkurse finanziert werden.
fh-erfurt.de

Studie: Smartphones und ihre Bedeutung für Geflüchtete

thomas-silberhorn„Das Handy ist für Flüchtlinge der wichtigste Begleiter und oft das einzige, was diese Menschen neben ihrer Kleidung noch bei sich tragen. Zugleich bietet es sich als direkter Kanal zu denen an, die über konventionelle Informationswege nicht zu erreichen sind: Das Handy kann zum Entwicklungshelfer werden.“

Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung fokussiert mit dieser Aussage einen Teil der Erkenntnisse einer Studie, die untersucht hat, welchen Beitrag die Digitalisierung bei der Bewältigung der Fluchtkrise leisten kann?

Demnach nutzen Geflüchtete mit Smartphones überwiegend Facebook und WhatsApp, um sich auf ihrer Flucht zu informieren. Die Autoren der Studie kommen u.a. zu dem Ergebnis, dass einfache Informationsangebote über diese beiden Kanäle schon helfen können.

n-tv.de >> (kurz), bmz.de >> (Pressemeldung zur Studie)

Kurzfilm & EP mit Robert de Niro, Woodkid, Nils Frahm, Eric Roth & JR

Es dürfte eine der spannendsten Künstler-Kolabos der vergangenen Jahre sein. In dem knapp 15 minütigen Kurzfilm ELLIS spielt Robert de Niro die Hauptrolle. Forest-Gumpt-Autor Eric Roth schrieb das Drehbuch dazu. Der für seine großflächigen Fotoinstallationen bekannte Künstler JR übernahm die Regie und die Musiker Woodkid und Nils Frahm komponierten den Soundtrack. Am 8. Juli wird die Filmmusik als EP erscheinen und sämtliche Erlöse werden zu Gunsten der Seenothilfe für Geflüchtete Sea Watch gespendet.
Den Film gibt es kostenlos auch bei iTunes >> & Netflix >>

Mehr Infos zum Film bei ankerherz.de >> und fernsehersatz.blogspot.de >>

Benefizkonzert in der Kirche St. Marien Hilden

Der Gospelchor Auftakt wird sein diesjähriges Frühjahrskonzert ganz im Zeichen des Düsseldorfer Projekts „Flüchtlingshilfe St. Jacobus - neue Nachbarn“ veranstalten. Die Pfarrgemeinde St. Jacobus Hilden unterstützt Geflüchtete mit verschiedenen Integrationsangeboten und Lebenshilfe. Die 45 Mitglieder des Chors werden sämtliche Einnahmen des Konzertes an das Hilfsprojekt spenden und die Kosten für das Konzert selbst übernehmen.

Wann: Samstag, 4. Juni, um 19 Uhr (Einlass ab 18.15 Uhr)
Wo: Kirche St. Marien Hilden, Gerresheimer Straße 228, Düsseldorf

Mehr Infos via rp-online.de >>

Berlin: Noch 10.000 Flüchtlinge in Turnhallen

Man fühlt sich unweigerlich an den Pannenflughafen erinnert: Noch immer leben in Berlin rund 10.000 geflüchtete Menschen in Turnhallen, davon ein Drittel Kinder und Jugendliche. Der Fahrplan für den Aufbau der Container-Heime, in welche die Turnhallen-Bewohner umziehen sollen, steht zwar. Allein: Der Aufbau dieser "Tempohomes" geht nicht schnell genug voran, warnt das Berliner Immobilienmanagement (BIM). Immerhin sollen die meisten der 57 derzeit noch belegten Turnhallen an 45 Standorten noch vor dem neuen Schuljahr "freigezogen" werden. Allein im Bezirk Pankow entstehen neun zusätzliche Container- und Fertigbauunterkünfte. Die Integrationsbeauftragte des Bezirks, Katarina Niewiedzial, sieht ihren Tätigkeitsschwerpunkt deshalb so langsam vor dem Wandel – weg von der Hilfe und Versorgung, hin zur Integration. Und sie gesteht: Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer im Bezirk wäre die Flüchtlingshilfe kaum zu schaffen gewesen. Um so glücklicher ist Frau Niewiedzial, dass sich auch rund um die neuen Tempohomes schon Helfergruppen formieren.
tagesspiegel.de (Tempohomes), morgenpost.de (Hallen-Freizug), tagesspiegel.de (Pankow)

Mitmach-Wettbewerb „Kita malt“ für ein buntes Sachsen-Anhalt

Unter dem Motto „Meine Heimat. Buntes Sachsen-Anhalt“ ist am 01.06.2016 ein Malwettbewerb gestartet. Hierbei soll der besondere und unvoreingenomme Blick der Kleinen in selbst gemalten oder gestalteten Arbeiten eingefangen werden. Zum Ausdruck gebracht werden soll so, wie vielfältig und bunt das Leben aus Sicht der Kinder ist,unabhängig davon, ob sie schon perfekt deutsch sprechen können oder aber bspw. mit einer Behinderung leben müssen. Zum Mitmachen aufgerufen sind die landesweit rund 1.900 Krippen, Kindergärten und Horte. Die drei schönsten Bilder erhalten eine Prämie in Höhe von 1.000 Euro. Darüber hinaus werden die 12 besten Werke in einem Kalender zusammengefasst und veröffenlicht. Je Einrichtung können bis zu fünf Arbeiten eingereicht werden. Die Einsendungen unter dem Stichwort „Kita malt“ sind bis zum Weltkindertag am 20. September möglich und können an das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration, Pressestelle, Turmschanzenstraße 25, in 39114 Magdeburg, gesendet werden.
www.integriert-in-sachsen-anhalt.de

Eschborn: Paten für Flüchtlinge gesucht!

Der Arbeitskreis für Flüchtlinge im hessischen Eschborn sucht zur Zeit ehrenamtliche Helfer, die eine Patenschaft für Geflüchtete übernehmen möchten. Momentan leben 200 Flüchtlinge in der Stadt und 150 weitere Asylbewerber werden folgen. Wie eine Patenschaft funktioniert, zeigt die 73-jährige Ute Grote, die bereits drei Familien betreut. Dabei unterstützt sie die Geflüchteten bei alltäglichen Herausforderungen wie dem Gang zur Arbeitsagentur. Aber auch der gemeinsame Besuch von Veranstaltungen zählt zu den Aktivitäten der Eschbornerin. Ziel des Arbeitskreises ist es, dass sich die Paten in einem nachbarschaftlichen Verhältnis um die Flüchtlinge kümmern. Wer sich engagieren möchte, kann sich an die Stadtverwaltung unter fluechtlinge@eschborn.de wenden oder am nächsten Treffen, welches am 30. Juni um 18.30 Uhr im kleinen Sitzungssaal des Rathauses stattfindet, teilnehmen.
www.fr-online.de, www.eschborn.de

Jobführerschein: Integrationsprogramm für Flüchtlinge in Berlin

Der Berliner Energieversorger Gasag und die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC haben in der Bundeshauptstadt ein Integrationsprogramm für Flüchtlinge gestartet. Kern des sogenannten Jobführerscheins ist ein achtwöchiger Kurs für Geflüchtete, der den Weiterbildungsangeboten der Bundesagentur für Arbeit vorangestellt ist. In Rahmen dieses Kurses sollen sprachliche Qualifikationen vermittelt werden, um so wiederum die Zugangsvoraussetzungen für weitere staatliche Qualifikationskurse zu schaffen. Außerdem gehören u.a. Infos zu Rechten und Pflichten von Arbeitsnehmern in Deutschland sowie Bewerbungsübungen zum Programm.

Stiftung-Jobfuehrerschein„Uns ist es wichtig, ein systemisches Integrations-Programm anzubieten, das zum einen sehr früh ein Angebot bereitstellt, zum anderen nachhaltige Wirkung entfalten kann. Wir haben den Jobführerschein in enger Abstimmung mit der Bundesagentur für Arbeit entwickelt und bieten den Teilnehmern somit einen passgenauen Start für eine berufliche Laufbahn in Deutschland“,

fasst Thorsten Schramm, Geschäftsführer der Stiftung Jobführerschein gGmbH und Manager bei PwC Deutschland, zusammen.

pwc.de

Hamburg: Bunte Boxen in der HafenCity

Weiße und grüne Container werden in Kürze das Zuhause für 720 geflüchtete Menschen in Hamburg sein. In der Hafencity wurde dazu kürzlich bis zu einer Höhe von acht Metern Sand aufgeschüttet – als Schutz gegen Hochwasser. So richtig entspannt werden die Menschen in der HafenCity allerdings nicht wohnen: Ringsum drehen sich Bagger und Kräne. Im Quartier Elbbrücken entstehen gleichzeitig Wohnungen, Straßen, Bahnhöfe und im Untergrund auch noch ein Bahn-Tunnel. Ohnehin ist der Standort nicht von Dauer: Die Container-Siedlung soll 2020 wieder abgebaut werden. Dann entstehen dort Wohnhäuser.
bild.de

Online-Kurs für Arbeit mit Geflüchteten

Der Studiengang Online BWL der Ostfalia Hochschule hat auf seiner Lernplattform für Flüchtlinge einen kostenfreien Online-Kurs namens "Interkulturelle Integration und Kommunikation für Einwanderer, Migranten, Flüchtlinge und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer" ins Leben gerufen. Damit wollen die BML-Studenten die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund verbessern und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer unterstützen.
integration.oncampus.de

Look Beyond Borders: Das 4-Minuten-Experiment

„Ein vierminütiger Augenkontakt bringt Menschen einander näher als irgendetwas anderes“, so der Psychologe Arthur Aron. Amnesty International hat nun Teile des Experiments des US-Psychologen aus dem Jahr 1997 in Berlin nachgestellt. Dabei saßen sich jeweils ein Europäer und ein Geflüchteter gegenüber und hielten vier Minuten lang Augenkontakt. Das Ergebnis: Ein Video, das berührt und zeigt, wie in kürzesteer Zeit zwischen zwei Menschen mit unterschiedlichen Biografien Nähe und Intimität entsteht:

abendblatt.de

Wertvoller Fund

20.000 Euro haben eine ehrenamtliche Helferin einer Münchner Kleiderkammer für Flüchtlinge und ein Asylbewerber gefunden – und zwar eingerollt in eine Badematte, die als Spende in der Einrichtung abgegeben wurde. Die ehrlichen Finder meldeten das Ganze der Polizei, die das Geld an ein Fundbüro weiterleitete. Nach dem Eigentümer des Bargeldes wird nun gesucht.
sueddeutsche.de

Integrationsbarometer: Deutschland ist freundlich

Das Integrationsklima in Deutschland wird nach wie vor als freundlich wahrgenommen. Das zeigt eine eine repräsentative Befragung zu ebendiesem, die der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen durchgeführt hat.
JG-2016_Abb-4_IKIDafür wurden in der Zeit von März bis August 2015 bundesweit insgesamt 5.396 Personen, davon 1.333 ohne Migrationshintergrund, 999 Spät-/Aussiedler, 1.003 Türkeistämmige, 1.037 Zuwanderer aus einem EU-Land oder ihre Nachkommen und 1.024 Menschen mit einem Migrationshintergrund aus der „übrigen Welt“, interviewt. Herkunftsübergreifend sieht eine Mehrheit der Befragten die Teilhabe am Arbeitsmarkt als mit Abstand wichtigstes Kriterium für eine Zugehörigkeit zur Gesellschaft in Deutschland.
svr-migration.de

Deutschlernen mit dem deutschlernblog

Schon seit 2008 bloggt das deutschlernerblog-Team für Deutschlehrer in aller Welt und natürlich für alle, die Deutsch lernen wollen. Auf der Seite werden Materialien für verschiedene Sprachniveaus und Kategorien, z.B. Hörverstehen, Wortschatz oder Grammatik, bereitgestellt. Ergänzt wird das Ganze mit Hör- und Lesetexten, Cartoons und Videos. Sprachlerntipps, Spiele und Bilder, die u.a. deutsche Redewendungen illustrieren, machen das Angebot rund.
deutschlernerblog.de

Neu im Juni: Basiskonto auch für Asylsuchende

Ab dem 19. Juni gibt's das neue Basiskonto, das auch Wohnungslose, Asylsuchende und Personen ohne Aufenthaltsstatus, "die aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht abgeschoben werden dürfen (sogenannte Geduldete)", eröffnen können. Banken können somit die Kontoeröffnung nicht mehr verweigern – und für die Nutzer entsteht eine wichtige Basis für Wohnen und Beschäftigung. Das Team von bundesregierung.de erklärt in einem Beitrag, wie das neue Basiskonto für jedermann funktioniert. Und der Deutschlandfunk ordnet die Neuerung noch mal umfassend ein und erläutert auch, warum Banken nur noch selten eine Basiskonto-Eröffnung ablehen können.
bundesregierung.de, deutschlandfunk.de

Sachsen: Antragsfrist für Flüchtlingshilfe-Förderprogramm

Für das Sonderprogramm des Freistaats Sachsen zur Unterstützung ehrenamtlichen Engagements bei der Betreuung von Geflüchteten und Asylbewerbern besteht noch bis zum 30. Juni die Möglichkeit, Anträge für das zweite Halbjahr 2016 einzureichen. Im Rahmen des Programms können Helfende wie berichtet für eine ehrenamtliche Tätigkeit von durchschnittlich mindestens 20 Stunden monatlich eine pauschale Aufwandsentschädigung von bis zu 40 Euro monatlich erhalten.
sachsen.de

App „Anerkennung in Deutschland“

Die App „Anerkennung in Deutschland“ informiert über die Anerkennung von Studien- und Berufsabschlüssen, die im Ausland erworben wurden. Außerdem liefert sie Infos für die Suche nach entsprechenden Beratungsstellen. Herausgegeben wurde das Ganze vom Bundesinstitut für Berufsbildung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die App ist – neben Deutsch und Englisch –  auch in den Sprachen Arabisch, Dari, Farsi, Paschtu und Tigrinya verfügbar und steht zum Download für Android, iOS und Windows-Phone bereit.
anerkennung-in-deutschland.de

HelpTo: Jetzt auch in Schwerin

Die Onlineplattform HelpTo ist jetzt auch in Schwerin gestartet. Über das Online-Portal können sich Organisationen, Initiativen, Unternehmen, Vereine sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger schnell und unkompliziert auf lokaler Ebene über das austauschen, was bei der Betreuung und Integration von geflüchteten Menschen und anderen Hilfebedürftigen benötigt wird.

Helfende und Hilfesuchende können sich kostenlos auf HelpTo registrieren und ihre Angebote und Gesuche einstellen. Hierfür gibt es zehn verschiedene Kategorien: Sachspenden, Begleitung und Beratung, Fahrdienste und Transporte, Freizeit, Familie und Kinder, Sprache, Bildung und Wissenschaft, Projekte und Ideen, Arbeit sowie Wohnen.

HelpTo ist bereits in zahlreichen Städten und Landkreisen verfügbar. Mit dem Portal für die Landeshauptstadt Mecklenburg-Vorpommerns ist HelpTo nun in elf von 16 Bundesländern aktiv, darunter flächendeckend in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die Nutzung ist kostenfrei, erforderlich ist lediglich eine Online-Registrierung mit Benutzername und E-Mail-Adresse.
schwerin.de, schwerin.helpto.de

Hessen: Förderprogramm für Flüchtlingshilfe

Die Hessische Landesregierung legt ein Förderprogramm für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe auf. Für Maßnahmen zum Auf- und Ausbau der Initiativen für Flüchtlingshilfe stellt das Land allen Landkreisen und kreisfreien Städten in diesem Jahr jeweils bis zu 20.000 Euro zur Verfügung. Die Fördermittel können ab sofort bei der Hessischen Staatskanzlei beantragt werden.
staatskanzlei.hessen.de, gemeinsam-aktiv.de

DBU vergibt Stipendien an Geflüchtete

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergibt im Rahmen des MOE-Austauschstipendienprogrammes erstmals zehn Stipendien an Hochschulabsolventen, die z.B. aus Syrien nach Deutschland geflüchtet sind. Vergabevoraussetzungen sind überdurchschnittliche Diplom- oder Masterabschlüsse und gute Deutsch- oder Englischkenntnisse. Ziel ist es, den Stipendiaten Erfahrungen auf verschiedensten Feldern des Umwelt- und Naturschutzes zu vermitteln, die diese später in ihren Heimatländern umsetzen können. Der sechs- bis zwölfmonatige Forschungs- und Weiterbildungsaufenthalt startet mit einer vierwöchigen Einführungsphase in Osnabrück, die u.a. auch einen Deutschintensivkurs beinhaltet. Das Online-Bewerbungsverfahren läuft noch bis einschließlich 20. Juli 2016.
dbu.de

Entwurf des Integrationsgesetzes beschlossen

Auf seiner Klausur in Meseberg hat das Bundeskabinett den Entwurf des Integrationsgesetzes beschlossen. Die Eckpunkte hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - BAMF kurz und übersichtlich zusammengefasst:

Zudem sollen der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in den öffentlichen Verwaltungen erhöht und jährlich ein Nationaler Integrationspreis verliehen werden, „um Kommunen, Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen zu würdigen, die sich in beispielgebender Weise um die Integration von Migrantinnen und Migranten verdient gemacht haben.“
Die Meseberger Erklärung zur Integration gibt's hier zum Nachlesen:
bundesregierung.de

Kostenloses Deutsch-Lehrbuch für Geflüchtete

Ein komplett mit Spenden finanziertes und nun vorgestelltes Gratis-Lehrbuch soll geflüchteten Menschen in Erstaufnahmestellen deutlich schneller als bisher den Einstieg in die deutsche Sprache ermöglichen.

Das Buch „Deutsch-Bausteine. Deutsch für Flüchtlinge“ der Karlsruher Bürgerinitiative „Refucation" gliedert sich in drei Teile. Erst werden die Buchstaben vorgestellt - inklusive Beispielen in Form von Hauptwort, Verb und Adjektiv. Ein weiterer Teil beschäftigt sich mit Themen in Bereichen wie Nahrungsmittel, Uhrzeit, Wetter oder Ausrufe, die erklärt und bebildert werden. In einem dritten Teil wird die Grammatik erklärt. Deutschlandweit hatten sich nach einem Facebook-Aufruf zahlreiche Illustratoren gemeldet, um für das Buch zu zeichnen.

Das Buch soll zunächst an Karlsruher Erstaufnahmestellen zum Einsatz kommen, als nächstes ist eine Auflage für Stuttgart geplant. Mittelfristig könnte das Lehrwerk auch landes- und bundesweit vertrieben werden. In der ersten Version ist es auch kostenlos zum Download verfügbar.
swp.de, refucation.de (mit Download-Möglichkeit)

Tag der Kölner Flüchtlingshilfe

Am 31. Mai findet ab 17 Uhr im Historischen Rathaus Kölns ein Tag der Flüchtlingshilfe statt. Kölnerinnen und Kölner, die sich für geflüchtete Menschen engagieren möchten, können sich dabei direkt mit Ehrenamtlichen vernetzen, sich über die unterschiedlichen Bereiche der Flüchtlingshilfe informieren und ein passendes Ehrenamt annehmen.
koeln-nachrichten.de

Interreligiöses Projekt zur Flüchtlingshilfe

„Weißt du, wer ich bin?“ lautet der Titel eines neu aufgelegten Projektes, das die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) gemeinsam mit dem Zentralrat der Juden, dem Zentralrat der Muslime in Deutschland, der Türkisch-Islamischen Union (DITIB), dem Verband der Islamischen Kulturzentren und dem Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland initiiert hat.

Mit dem Projekt werden muslimische, christliche und jüdische Gemeinden und Einrichtungen ermutigt, im Bereich der Flüchtlingshilfe und des Dialogs mit Flüchtlingen zusammenzuarbeiten und Einzelprojekte zur Flüchtlingshilfe und –integration durchzuführen. Mit Geldern des Bundesinnenministeriums sollen mit jeweils bis zu 15.000 Euro Projekte unterstützt werden, die interreligiös in der Flüchtlingsarbeit zusammenarbeiten.

„Weißt du, wer ich bin?“ startet mit einer Auftaktveranstaltung am kommenden Dienstag (31. Mai) um 19.30 Uhr in der Katholischen Akademie Berlin. Ab diesem Tag sind auch Bewerbungen für die Fördermittel möglich.
dbk.de, weisstduwerichbin.de

Unicef-Projekt: Pencil of Hope

Die Welt schöner malen – das ist das Ziel der Initiative „Pencil of Hope“ des ungarischen Nationalkommitees von Unicef. Online-User können dazu von syrischen Flüchtlingskindern gemalte Bilder online mit nur wenigen Strichen mit neuen positiveren Assoziationen und Hoffnung füllen.

So soll nicht nur auf Situation von Kindern in Kriegsgebieten aufmerksam gemacht, sondern auch die Spendenbereitschaft erhöht werden.
unicef-remenyrajzai.hu via wuv.de

Berlin beschließt Masterplan zur Integration

Der Berliner Senat hat gestern den Masterplan zur Integration von Flüchtlingen beschlossen – und damit ein zehnjähriges Projekt angeschoben. Der von McKinsey mit entwickelte Masterplan sieht u.a. die Neugründung eines Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten als Ersatz für das in die Schlagzeilen gekommene LAGeSo vor. Außerdem werden Registrierung, Leistungsgewährung, Erstberatung, Gesundheitsversorgung und Sprachkurse neu geregelt. Der Plan umfasst aber auch Bildung und Ausbildung, Integration in den Arbeitsmarkt und kulturelle Angebote. Jeder Flüchtling soll in Berlin künftig schnell einen Sprach- und Wertevermittlungskurs machen können. Zudem soll die "Erwerbsorientierung" gefördert werden – etwa mit Bildungsberatung, Coaching oder gemeinnütziger Arbeit. Ein Nachbarschaftsprogramm für die Integration der Zugezogenen in ihrem Wohnumfeld rundet das Maßnahmenpaket ab. Bleibt zu hoffen, dass Berlin zügig loslegt.
tagesspiegel.de, rbb-online.de, berlin.de (Masterplan im Detail)

Konzertreihe „Oper ohne Grenzen“

Im Rahmen der Konzertreihe „Oper ohne Grenzen“ laden die drei Berliner Opernhäuser am 29. Mai 2016 um 11 Uhr gemeinsam zu einem Sonderkonzert in die Deutsche Oper Berlin ein. Eröffnet wird die Veranstaltung am Sonntag von Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller und Opernstar Rolando Villazón. Zu hören gibt es u.a. Stücke aus Mozarts „Zauberflöte“, Verdis „Rigoletto“ und Beethovens „Fidelio“. Eine Karte kostet 10 Euro; die Einnahmen aus dieser Veranstaltung kommen der Willkommensinitiative für Geflüchtete, „Start with a Friend e.V.“, zu Gute.
deutscheoperberlin.de

Flüchtling wird Bundesliga-Profi beim HSV

Was für eine Erfolgsgeschichte: Im Sommer 2015 ist Bakery Jatta als Flüchtling über das Mittelmeer von Nordafrika nach Italien gekommen – ohne seine Familie. Nun bekommt der Flügelflitzer aus Gambia wohl einen Vertrag beim Bundesligisten Hamburger SV. Dort hat er sich bei mehreren Probetrainings überzeugend präsentiert. Der Verein will zum 18. Geburtstag Jattas alles unter Dach und Fach bringen. Vorher war eine Verpflichtung aufgrund von Regelungen der Fifa noch nicht möglich. Bakery Jatta soll beim HSV monatlich 10.000 Euro verdienen. Hoffentlich kommt er mit seinen vom Luxus verwöhnten Kollegen gut zurecht. Wir wünschen ihm viel Erfolg und Glück bei seiner Fußball-Karriere!
bild.de, sport1.de, stuttgarter-nachrichten.de

Studie zur Ausbildung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Unbegleitete-Fluechtlinge-StatistikLaut einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) sind Berufsausbildungen sowohl für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als auch für Ausbildungsbetriebe eine Chance: Den Jugendlichen erleichtern sie die Integration in Deutschland, Ausbildungsbetriebe können Lehrstellen besetzen, die sonst unbesetzt blieben.

Schon seit 2008 öffnet Deutschland schrittweise den Ausbildungsmarkt für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, dennoch müssten die je nach Aufenthaltsstatus teils sehr unterschiedlichen Zugangsmöglichkeiten zu Ausbildungsplätzen weiter erleichtert werden, um geflüchtete Jugendliche und Betriebe weiter zu entlasten, argumentieren die IAB-Forscherinnen Franziska Schreyer und Angela Bauer. Auch sei eine Unterstützung über die Volljärhigkeit hinaus sinnvoll, um Aufnahme und/oder Verbleib in Ausbildung zu ermöglichen.
doku.iab.de (PDF), csr-news.net

Vereinte Nationen: Weltweit 60 Millionen Flüchtlinge brauchen humanitäre Hilfe

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind weltweit 125 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 60 Millionen Flüchtlinge. Deshalb findet heute in Istanbul der erste Welt-Nothilfegipfel statt. 90 Staats- und Regierungschefs, darunter auch Bundeskanzlerin Angeka Merkel, sind vor Ort. Wir wünschen uns mehr Zusammenarbeit und Völkerverständigung. Denn wie rechnet "Handelsblatt"-Herausgeber Gabor Steingart heute vor: "Gäbe es eine eigene Nation der Notleidenden – sie wäre der zwölftgrößte Staat der Erde."
zeit.de, spiegel.de, morningbriefing.handelsblatt.com (2. Absatz)

Hamburg: Wohnungen statt Kleingärten

Bei der Suche nach Flächen für den sozialen Wohnungsbau (auch zur Unterbringung von Geflüchteten) will Hamburg neue Wege gehen – und ein Tabu brechen: Kleingärtner sollen ihre Parzellen räumen und Platz schaffen für neue Wohnungen. Denn in Hamburg gibt es noch recht viele Laubenpieper in zentraler Lage – ein Luxus, den sich die Stadt womöglich ab 2019 nicht mehr leisten kann. Aus einem Strategie-Papier geht hervor, dass der Senat eine stärkere Verdichtung im Stadtgebiet anstrebt, um künftig 12.000 neue Wohnungen pro Jahr bauen zu können. Und es liegt auf der Hand: Die Entschleunigung weniger kann in wachsenden Städten nicht der Unterbringung vieler im Wege stehen. Das gilt nicht nur für Hamburg. In der Hansestadt sind zudem auch neue Gewerbeflächen gefragt, damit die Wirtschaft wachsen kann. So soll die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt schneller und besser gelingen.
bild.de, abendblatt.de

„Kultur öffnet Welten“ startet mit Preisverleihung

Am Samstag startete die Initiative „Kultur öffnet Welten“ mit einer Preisverleihung im Deutschen Historischen Museum in Berlin. Kulturstaatsministerin Monika Grütters vergab den „Sonderpreis für Projekte zur kulturellen Teilhabe geflüchteter Menschen“ an die Dresdner Brass-Band „Banda Internationale“, die sich aus deutschen und geflüchteten Musikern aus aller Welt zusammensetzt, die Münchner Initiative „Kino Asyl“, in der sich jugendliche Flüchtlinge als Kuratoren eines Filmfestivals engagiert haben, und an das Projekt „Multaka“, im Rahmen dessen sich Geflüchtete aus Syrien und dem Irak durch Berliner Museen führen (wir berichteten). Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

Monika-Gruetters_Christof_Rieken_150x150px"Kunst kann gemeinsame Sprache sein, wo unterschiedliche Begriffe Schweigen oder Missverstehen provozieren; sie kann gemeinsame Erfahrungen bescheren, wo unterschiedliche Herkunft ab- und ausgrenzt. Kunst kann uns aber auch nötigen, die Perspektive zu wechseln und die Welt aus anderen Augen zu sehen",

erklärte Monika Grütters (CDU), Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, bei der Verleihung.
bundesregierung.de, dw.com

Danke Patricia!

Wir, die MacherInnen von HelferZentrale.org bedanken uns ganz herzlich bei der Autorin, Bloggerin und Twitterheldin Patricia Cammarata a.k.a. dasnuf. Sie hat unsere Arbeit durch einen ausführlichen Beitrag auf ihrem Blog wieder ein Stück bekannter gemacht. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Natürlich ist der Blogpost lesenswert, da er ihre ganz eigene Sicht auf das Thema Flüchtlingshilfe enthält. Damit ist das hier auch gleich ein Lesetipp. 😉
dasnuf.de

Schöne Geste: Enkel von Joan Miró unterstützt mit Kunstwerken seines Großvaters

Joan Punyet Miró ist einer der Enkel des katalanischen Künstlers Joan Miró. Über das Auktionshaus Christie's ließ er jüngst 28 Arbeiten seines Opas versteigern. Die erlösten 61.100 Euro sollen nach dem Wunsch des Enkels an das Rote Kreuz gehen und die Flüchtlingsarbeit der Hilfsorganisation unterstützen. Der Maler Miró lebte selbst auf der Flucht vor dem spanischen Bürgerkrieg 1938/39 in Paris. Mirós Enkel sieht sein Handeln im Sinne seines Großvaters.
donaukurier.de