„Flüchtlingsjournalistinnen“ vom Dange NWE Radio ausgezeichnet

Am 19. Oktober im Rahmen der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse der Raif-Badawi-Preis an mutige Journalisten vergeben. Der Preis geht in diesem Jahr an Haifa Ezzaz Ahmed, Haneen Hassan, Suzan Yahya und Shadan Fathulla aus Syrien und dem Irak. Die Frauen senden ein mehrsprachiges Radioprogramm aus einem der größten Flüchtlingslager in Halabja im Irak. Dabei sprechen sie auch über kontroverse Themen wie häusliche Gewalt, weibliche Genitalverstümmelung und Frauenrechte. Das journalistische Handwerk haben sich die vier selbst angeeignet.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Vorstandsmitglied der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, die den Preis u.a. mitträgt, begrüßt die Entscheidung der Jury: „Die vier jungen Frauen aus dem Irak und Syrien nehmen entschlossen ihre Zukunft in die eigene Hand und zeigen damit vielen anderen Hörerinnen ihres Radioprogramms einen möglichen Weg in die Selbständigkeit, vielleicht sogar in die Unabhängigkeit. Sie sind ein inspirierendes, sinnstiftendes Vorbild, das den Frauen in den riesigen Flüchtlingscamps eine wichtige Orientierung in dieser für sie so schweren Situation gibt. Ihr Radioprojekt steht für ein Versprechen: Freiheit durch Bildung.“
dw.com/de, freiheit.org

Programm: Emergency Social Safety Net

Ab dem 1. Oktober können Geflüchtete in der Türkei mittels spezieller Prepaid-Karten Geld am Automaten abheben. Damit sollen sie Einkäufe erledigen, Mieten begleichen oder Bildungsangebote zahlen können. Jede dieser Karten wird monatlich mit hundert türkischen Lira (ca. 30 Euro) aufgeladen. Die EU hatte für das Programm „Emergency Social Safety Net“ 348 Millionen Euro bereitgestellt (wir berichteten).
dw.com/de

Evangelische Journalistenschule bildet geflüchtete Journalisten aus

Gestern ist das Projekt „Amal, Berlin!“ („Hoffnung, Berlin!“) in der Evangelischen Journalistenschule gestartet. Zehn geflüchtete Journalistinnen und Journalisten aus Syrien, Afghanistan, Iran und Palästina werden für die Arbeit in Deutschland vorbereitet. Der zweimonatige Workshop befasst sich mit den rechtlichen, ethischen, handwerklichen und wirtschaftlichen Besonderheiten des Journalismus in Deutschland.

Im Praxisteil der Weiterbildung wird ein Online-Newsletter entwickelt, der Nachrichten aus Berlin auf Arabisch und Farsi über das Smartphone verbreitet. Voraussichtlich Anfang 2017 wird der Newsletter an den Start gehen, der für Neuangekommene die Funktion einer Lokalzeitung übernehmen soll.
ekd.de, amalberlin.net

Tagesspiegel-Interview mit der Integrationsbeauftragten Aydan Özoğuz

Staatsministerin Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und eine der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD, spricht in einem lesenswerten Interview mit dem „Tagesspiegel“ über die Integration von Geflüchteten, ihre Forderungen an die Wirtschaft, die Wahlerfolge der AfD und Störfeuer aus der Regierungskoalition.

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„Wenn aus einer Regierungspartei heraus gesagt wird, eigentlich wolle man gar nicht, dass Flüchtlinge sich integrierten, dann macht das alle Mühe geradezu absurd.“

Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.
tagesspiegel.de

Stuttgart: Neue Info-Plattform für Geflüchtete und Ehrenamtler

Die neue Website fluechtlinge.stuttgart.de (auch zu erreichen unter refugees.stuttgart.de) bietet zentral gebündelt Informationen für geflüchtete Menschen, ehrenamtliche Engagierte sowie für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Geflüchtete können sich in deutscher, englischer und arabischer Sprache beispielsweise über das Asyl- und Anerkennungsverfahren informieren und finden darüber hinaus viele Hinweise und Links rund um das Leben in Deutschland und speziell in Stuttgart.

Vielfältig ist auch das Themenfeld für ehrenamtlich Engagierte und für Menschen, die sich künftig in der Arbeit mit Geflüchteten einbringen möchten. Helferinnen und Helfer entscheiden selbst, ob sie eine länger- oder kurzfristige Verpflichtung eingehen und wie sie ihre Mitarbeit gestalten wollen. Wer sich engagieren möchte, findet auf der Webseite konkrete Informationen über Zeit-, Geld- und Sachspenden.

Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger finden auf der neuen Online-Plattform in Bereichen wie „Flüchtlingssituation“, „Soziale Integration“ und „Wohnraum für Flüchtlinge“ umfangreiche Infos, um sich ein Bild über die Situation der Geflüchteten in ihrer Stadt sowie über den „Stuttgarter Weg" in der Flüchtlingspolitik zu machen.
fluechtlinge.stuttgart.de

Tagesspiegel lässt geflüchtete Journalisten zu Wort kommen

Der Berliner „Tagesspiegel“ hat in Kooperation mit dem Internationalen Journalisten- und Mediendialogprogramm der Friedrich-Naumann-Stiftung ein Projekt entwickelt, das geflüchteten Journalisten eine eigene Stimme verleihen soll. 30 von ihnen tauschen sich seit Juni regelmäßig in Workshops mit Redakteuren aus und bereiten eine Tagesspiegel-Sonderausgabe vor, die überwiegend von den geflüchteten Journalisten geschrieben und gestaltet wird und am 15. Oktober erscheinen soll.
tagesspiegel.de

Estrel Berlin: Zweite Jobmesse angekündigt

Nach dem Erfolg der Erstauflage im Februar dieses Jahres mit über 5.000 Teilnehmern und 211 Ausstellern wird das Estrel Berlin am 25. Januar 2017 eine Neuauflage der Jobbörse für Geflüchtete und Migranten veranstalten.

Die Jobbörse, die wieder zusammen mit der Agentur für Arbeit Berlin Süd und Berlin Partner initiiert wird, möchte arbeitsberechtigte Geflüchtete in einen direkten Dialog mit Unternehmen und Bildungseinrichtungen bringen. Die Messebesucher können sich sowohl über Ausbildungsangebote und Jobchancen informieren, als auch Auskünfte zu Arbeits- und Ausbildungsstrukturen erhalten.
estrel.com, jobboerse-estrel.de

Weltgipfel zu Flucht und Migration in New York

52 Länder nahmen zu Beginn der Woche an den Weltgipfeln zu Flucht und Migration in New York teil. Sie machten Zusagen zur Aufnahme von mehr als 360.000 Flüchtlingen. Außerdem einigte sich die Staatengemeinschaft darauf, die Finanzzusagen für humanitäre Hilfe im Vergleich zu 2015 um 4,5 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Zusätzlich wurde beschlossen, einer Million Flüchtlingskinder den Zugang zu Bildung zu erleichtern und für eine Million Geflüchtete die Beschäftigungschancen zu verbessern. Beim Flüchtlingsgipfel, zu dem US-Präsident Obama eingeladen hatte, waren Deutschland, Schweden, Kanada, Mexiko, Äthiopien, Jordanien und UN-Generalssekretär Ban Ki-moon Mitgastgeber.
bundesregierung.de

Bericht: Keine Wohnsitzauflage für Geflüchtete in Niedersachsen

Niedersachsen verzichtet auf eine Anwendung der umstrittenen Wohnsitzauflage für Geflüchtete mit anerkanntem Asylanspruch, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf das niedersächsische Innenministerium. Dieses habe kürzlich einen entsprechenden Erlass an die Ausländerbehörden des Landes verschickt. Damit dürfen die Menschen ihren Wohnort nach Anerkennung des Asylantrags - anders als in Baden-Württemberg oder Bayern - in Niedersachsen frei wählen. Auch Rheinland-Pfalz lehnt die Wohnsitzauflage ab. Andere Bundesländer streiten noch um die Umsetzung.
presseportal.de

Multimilliardär investiert in Flüchtlingshilfe

Mit einer überraschenden Ankündigung meldete sich jüngst Hedgefonds-Manager George Soros zur Wort. In einem Gastbeitrag im „Wall Street Journal“ kündigte er an, 500 Millionen US-Dollar in „Start-ups, etablierte Firmen sowie soziale Initiativen und Unternehmen, die von Migranten und Geflüchteten gegründet wurden“ zu investieren. Dabei hat der Multimilliardär (geschätztes Vermögen: rund 25 Milliarden Dollar) offenbar vor allem Europa im Blick und hofft auf andere Investoren, die seinem Beispiel folgen. Wir auch.
welt.de

Lesetipp: Irrtümer der Migrationsdebatte

Entwicklungshilfe dämmt die Migration ein? Einwanderer werden von Kindergeld und Sozialleistungen angelockt? Sie drücken das Lohnniveau einheimischer Arbeiter? Stimmt so nicht. Oliviero Angeli, der an der TU Dresden forscht und Politische Theorie lehrt – vor allem zu Einwanderung und Integration, räumt mit sechs großen Irrtümern in der Migrationsdebatte auf.
spiegel.de

Österreich: Muslimische Flüchtlingsorganisation geplant

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) plant die Gründung einer Flüchtlingsorganisation, die parallel zu Caritas und Diakonie z.B. Unterkünfte bereitstellen und Asylwerber versorgen soll, um so auch staatliche Institutionen und NGOs zu entlasten. Die IGGiÖ verknüpft die Ankündigung mit einer Forderung an die Politik zur finanziellen Unterstützung, da die Moscheen diese Arbeit laut Präsident Ibrahim Olgun nicht allein durch ihre Mitgliedsbeiträge finanzieren können.
derstandard.at, islamiq.de

Kreativkurse für Flüchtlinge

Das Integrationsprojekt Quartiers-Bühne im hessischen Messel hat bereits im August 2016 mit einem Malkurs sowie einer „Quartiers-Werkstatt“ für Flüchtlinge begonnen. Nun beginnen drei weitere Kurse für Jugendliche und Erwachsene. Neben einem Chor und einer Tanzgruppe wird es eine Handarbeitsgruppe geben. Unterstützt wird die Initiative von den Ortsvereinen, Kirchengemeinden und ehrenamtlichen Helfern. Darüber hinaus gibt es eine finanzielle Unterstützung vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF).
www.echo-online.de

Düsseldorf: kostenlose medizinische Hilfe für Flüchtlinge

Im Rahmen der Initiative STAY! erhalten Flüchtlinge seit rund einem Jahr kostenlose medizinische Hilfe. Bereits 170 Menschen konnten behandelt werden. Die Sprechstunden finden zweimal wöchentlich statt. Die Stadt Düsseldorf stellt hierfür jährlich 100.000 € zur Verfügung. Die kommenden zwei Jahre wurden bereits genehmigt. Weitere ehrenamtliche Helfer werden gesucht.
www.wdr.de, www.stay-duesseldorf.de

Kongress: 2gather – gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit

Am 8. und 9. Oktober 2016 findet im Festspielhaus Hellerau in Dresden der Kongress „2gather - gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit“ statt. Der Straßengezwitscher e.V. bringt an diesen zwei Tagen Experten aus Zivilgesellschaft, Kunst, Journalismus und Politik mit interessierten Bürgern zusammen. Auf dem Kongress sollen Möglichkeiten des Engagements gegen Rechts erörtert und in Workshops vertieft werden. Zudem soll die Veranstaltung zur Vernetzung der verschiedenen Akteure beitragen. Das komplette Programm gibt's hier.

Am Sonntag wird Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlament, eine Rede auf dem Kongress halten. Ein Statement gibt's schon mal vorab:

Tickets gibt's für einen oder für beide Tage. Wer sich besonders für die Podiumsdiskussion am Sonntag interessiert, kann auch ein Halbtagesticket ordern. Der Ticketverkauf basiert auf einem freiwilligen Bezahlmodell – der Mindestbetrag für einen Tag liegt bei 10 Euro, für das Tickets fürs Abschlusspodium bei 5 Euro.
strassengezwitscher.de

Dresden: kostenlose Stadtführungen für Flüchtlinge

Seit Mai 2016 bringt die Stadtführerin Iris Strauch Flüchtlingen die Sehenswürdigekiten der sächsischen Landeshauptstadt näher. Vier Führungen haben bereits stattgefunden. Zukünftig geplant sind zwei Termine im Monat. Unterstützt wird sie dabei von zwei Dolmetschern, die den Teilnehmern die Einzelheiten, z.B. zur Frauenkirche, ins Arabsiche übersetzen. Wer geflüchtete Menschen über die Stadtführungen informieren will, kann sich bei Iris Strauch per E-Mail (isa@isasite.de) melden.
www.dnn.de

Portal „Freifunk hilft“ gestartet

freifunk_hilft_400pxDie Freifunker haben „Freifunk hilft“ gestartet. Das Hilfe-Portal „soll die Kontaktaufnahme zwischen sozialen Trägern und lokalen Freifunkgruppen erleichtern und dokumentiert für neue Freiwillige die Erfahrungen, die die Freifunk-Community bei der Vernetzung von bisher über vierhundert sozialen Einrichtungen gesammelt hat.“ So sollen der ehrenamtliche Aufbau und die Betreuung von Freifunk-Standorten an Orten, denen wenig Geld für digitale Infrastruktur zur Verfügung steht, koordiniert und u.a. noch mehr Flüchtlingsunterkünfte mit Internetzugängen ausgestattet werden können.
freifunk-hilft.de, netzpolitik.org

#NichtEgal – Kampagne gegen Hass im Netz

Nach dem Video-Wettbewerb (wir berichteten) startet YouTube nun gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) die Toleranz-Kampagne #NichtEgal. Im Rahmen dieser Kampgane sprechen sich bekannte YouTuber, wie z.B. Die Lochis, Dagi Bee oder die Datteltäter, für mehr Toleranz und Demokratie aus und sollen dazu ermutigen, aktiv gegen Hass im Netz vorzugehen:

Zusätzlich sind Schulbesuche und Workshops geplant, in denen Jugendliche zu Mentoren ausgebildet werden sollen. Zudem stellt die BpB Unterrichtsmaterial für Lehrer bereit.
spiegel.de

Kölner Künstlermanifest „Checkpoint Demokratie“

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Hetze salonfähig wird!“, heißt es in dem Manifest „Checkpoint: Demokratie“ von Schauspielerin Renan Demirkan, das im Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlicht wurde. Gemeinsam mit anderen prominenten Kulturschaffenden und Intellektuellen hat sich Renan Demirkan in die aktuelle Debatte über Fremdenfeindlichkeit, Migration und Integration eingeschaltet.

Mehr als 70 Unterstützer, darunter Heiner Lauterbach, Jochen Busse, Marion Kracht, Antonia Rados, Michel Friedman u.v.m., protestieren gemeinsam gegen Hetze, Rassismus, Islam- und Judenfeindlichkeit und werben für eine Kultur der Offenheit. So laden sie zu Gesprächen und Diskussionen ein – mit allen, über alles – und betonen dabei: „Aber lasst das Verbindende unser Ziel sein – und die Stärkung der Demokratie.“

Parallel hat der Sozialpsychologe Harald Welzer mit seiner „futurzwei-Stiftung“ die Gesprächsinitiative „Die offene Gesellschaft 365“ gestartet. Bis zur Bundestagswahl 2017 will die Initiative täglich einen Diskussionsbeitrag zur Verteidigung der Demokratie und ihrer Werte leisten.
ksta.de, dw.com/de

New York: UNICEF appelliert an Regierungen

Christian-Schneider-Unicef_150x150px„Kein Land kann die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und menschlichen Herausforderungen der weltweiten Bevölkerungsbewegungen allein lösen. Bei der Suche nach globalen Antworten muss dem Schutz der Kinder besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden“,

erklärt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, zur Eröffnung der Weltgipfel zu Flucht und Migration in New York. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen appelliert an die Regierungen, sechs zentrale Ziele für Kinder zu unterstützen, die im Report „Uprooted“ formuliert wurden (wir berichteten).
unicef.de

Projekt vermittelt Wohnraum an Geflüchtete

Mit dem Projekt 83 - Konstanz integriert konnten in der baden-württembergischen Stadt bereits 63 Asylbewerber eine neue Bleibe finden. Zwanzig weitere Vermittlungen sollen folgen. Denn Ziel der Initiative ist es, Personen, die Wohnraum zur Verfügung stellen, und Flüchtlinge, die privat leben möchten, zusammen zu bringen. Die ehrenamtlich Tätigen des Projekts helfen zudem bei Behördengängen und dem Abschluss des Mietvertrages. Interessenten, die ein freies Zimmer anbieten möchten, können sich auf www.83integriert.de informieren.
www.suedkurier.de

Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2016

Das von der Bundesregierung gegründete Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) würdigt im Rahmen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ zivilgesellschaftliche Projekte, die sich u.a. für Radikalisierungsprävention (z.B. gegen Islamismus und Salafismus) sowie gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (z.B. gegen Antiziganismus, Antisemitismus, Rassismus, Muslimenfeindlichkeit und Homosexuellenfeindlichkeit) einsetzen. Zu gewinnen gibt es Geldpreise in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro. Wer sich bewerben will, kann noch bis zum 25.09.2016 seine Unterlagen einreichen.
buendnis-toleranz.de

15-jährige Berlinerin setzt sich für Kopftuch-Emoji ein

Rayouf Alhumedhi lebt in Berlin. Beim Einrichten eines Social-Media-Chats mit Freunden stellte die 15-jährige Schülerin fest, dass es kein Emoji gibt, das sie – eine junge Frau, die Kopftuch trägt – repräsentiert. Nachdem sie einen Artikel über das Design von Emojis gelesen hatte, schrieb Rayouf Alhumedhi an das Unicode-Consortium, das über die Liste der kleinen Bildchen wacht, und schlug die Einführung enstprechender Symbole vor. Das Feedback war positiv, Entwürfe wurden gemacht – im November soll dem Unicode-Consortium die finale Fassung vorgelegt werden. Sollten die Vorschläge angenommen werden, könnten sie 2017 als Emoji verfügbar sein. Unterstützung für die Idee gibt's übrigens von Reddit-Mitgründer Alexis Ohanian, der letzte Woche auf Reddit eine Online-Livediskussion mit Alhumedhi veranstaltet hat.
bbc.com

BAMF fördert 14 Ressourcen-Häuser fürs Ehrenamt

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF fördert deutschlandweit 14 Anlaufstellen, die Ehrenamtliche unterstützen. An die „Houses of Resources“ können sich integrativ tätige Organisationen wenden, wenn sie Unterstützung vor Ort benötigen – beispielsweise einen Raum für Besprechungen, Beratung von einem Anwalt oder einen Zuschuss für eine Veranstaltung. Anders als bei einem Projekt gibt es bei den „Houses of Resources“ keine pauschale Fördersumme, sondern konkrete Ressourcen werden anlassbezogen und bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Dieses Modell, das seinen Ursprung in Stuttgart hat, soll nun an mehreren Standorten im Bundesgebiet, nämlich zusätzlich in Lübeck, Hamburg, Berlin, Magdeburg, Hannover, Dortmund, Halle (Saale), Bautzen, Dresden, Bonn, Frankfurt am Main, Nürnberg und München, getestet werden.
bamf.de

Termin: BAfF-Tagung 2016

Zur Feier seines zehnjährigen Bestehens richtet der refugio thüringen e.V. die Jahrestagung der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer BAfF e.V. in Jena aus. „Durch die Wand im Kopf - Tabus in der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten“ lautet der Titel der Jahrestagung, die vom 6. bis zum 8. November 2016 stattfindet. Neben Vorträgen zur aktuellen Flüchtlingspolitik, Neuerungen im Asylrecht oder psychotherapeutischen Methoden in der Arbeit mit Geflüchteten bietet ein Kulturprogramm Theater und Musik.
refugio-thueringen.de (Programm)

Katholische Jugend: Aktionsjahr für die Integration von Geflüchteten

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) setzt sich gemeinsam mit seinen Mitglieds- und Diözesanverbänden für die Integration von Geflüchteten und gegen Menschenfeindlichkeit ein. Unter dem Motto „Zukunftszeit. Gemeinsam für ein buntes Land“ beginnt am heutigen Freitag ein Aktionsjahr.

Viele Jugendverbandsgruppen engagieren sich schon stark in der Flüchtlingshilfe oder gegen Rechtsextremismus. Zukunftszeit soll dieses Engagement sichtbarer machen und weitere Aktionen anstoßen. Um ein Zeichen zu setzen, sollen dabei bis zur Bundestagswahl im September 2017 mit möglichst vielen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland 35.000 Stunden des Engagements für die Integration von Geflüchteten und gegen Menschenfeindlichkeit gesammelt werden. 35.000 Stunden entsprechen etwa vier Jahren, der Dauer einer Legislaturperiode des Deutschen Bundestags.

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„Der Widerstand gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus ist für uns als Christinnen und Christen Pflicht und Auftrag zugleich.“

Lisi Maier, Bundesvorsitzende der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
bdkj.info

Mix It! startet in Brandenburg

Mix it!, eine Initiative der Deutschen Filmakademie in Kooperation mit bilderbewegen e.V, hat zum Ziel, dass ich einheimische und geflüchtete Jugendliche über das Medium Film auf Augenhöhe begegnen, kennenlernen und zusammenarbeiten (wir berichteten). Nach drei Projektwochen in Berlin, fällt nun der Startschuss für Brandenburg. Ab Montag, den 19. September, werden in Schwedt 30 Jugendliche im Rahmen einer Projektwoche unter Anleitung von Filmschaffenden drei Kurzfilme zum Thema „Identität“ entwickeln. Zu sehen sein werden die Filme bei einer Premiere im Kino sowie ab Oktober auf dem YouTube-Channel des Projektes, auf dem bereits die Kurzfilme der Berliner Jugendlichen zu sehen sind. Eine weitere Projektwoche in Brandenburg ist für Januar 2017 geplant.
deutsche-filmakademie.de, facebook.com

UNICEF-Mahnwache „Carry Light for Children“

Im Vorfeld der zwei Gipfeltreffen der Vereinten Nationen zu Flucht und Migration am 19. und 20. September 2016 in New York organisiert das UN-Kinderhilfswerk UNICEF am Sonntag, den 18. September, eine Mahnwache mit Flüchtlingskindern und prominenten Teilnehmern vor dem UN-Hauptquartier. Ziel ist es, die Regierungen daran zu erinnern, den elementaren Rechten der Kinder Priorität einzuräumen. Laut UNICEF-Report „Uprooted“ sind fast 50 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit in Folge von Flucht und Migration entwurzelt (wir berichteten).
unicef.de

Ausbildung bei der Deutschen Bahn

Im September haben 10 junge Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Pakistan ihre Ausbildung bei der DB begonnen. Sie wollen Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik und Koch werden, berichtet Ulrich Weber, Vorstand Personal der Deutsche Bahn AG und der DB Mobility Logistics AG, zum Start des Ausbildungsjahres.
linkedin.com

Kostenfreier Lesestoff für Schulen

Im September startet nun bereits zum 14. Mal das bundesweite Leseförderungsprojekt „Zeitschriften in die Schulen“ der Stiftung Lesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Buch-, Zeitungs- und Zeitschriften-Grossisten e. V. und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e. V. Ziel des Projektes ist es, Kinder und Jugendliche für das Lesen zu begeistern und speziell dem „Leseknick“ in der Pubertät entgegenzuwirken.

Ab sofort können sich interessierte Lehrkräfte der Klassenstufen 5 bis 12, inkl. der berufsbildenden Schulen, online für die neue Projektrunde im Schuljahr 2016/17 anmelden. Die zur Auswahl stehenden Titel können ebenfalls auf der Website der Stiftung eingesehen werden – das Spektrum reicht inhaltlich von Jugend- und Wissenszeitschriften über Comics bis hin zu Motorsport- und Frauenmagazinen. Anmeldeschluss ist der 24. Oktober 2016.
stiftunglesen.de

Dresden: Psychosoziales Zentrum für Geflüchtete eröffnet

In Dresden wurde vor wenigen Tagen ein psychosoziales Zentrum für seelisch belastete Geflüchtete eröffnet. Es ist als zentrale Anlaufstelle für diese Menschen gedacht und soll sie beraten und an Fachärzte vermitteln. Zudem sollen haupt-und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer geschult und sensibiliert werden. Auch in Leipzig gibt es bereits ein solches Zentrum.
mdr.de, medienservice.sachsen.de

Broschüre „Integration von Flüchtlingen fördern“

broschuere-integration-von-fluechtlingen-foerdern_150x150pxIn ihrer neuen Broschüre „Integration von Flüchtlingen fördern“ zeigt die Bundesregierung Beispiele und gibt Anregungen, wie man Geflüchtete auf dem Weg in unsere Gesellschaft unterstützen und begleiten kann. Zusätzlich enthält die Publikation Informationen zum Asylverfahren und den verschiedenen Aufenthaltstiteln, auch „Fördern und Fordern“, der Grundsatz des neuen Integrationsgesetzes, wird erläutert. Die 18-seitige Broschüre gibt's als PDF zum Download, sie kann aber auch in gedruckter Form bestellt werden.
bundesregierung.de

Video-Tipp: Integration auf dem Spielplatz.

Neuruppin - wo ist das? Und was gibt es dort überhaupt? Video-Blogger Firas hat sich nach Neuruppin in Brandenburg aufgemacht und sich den dortigen Abenteuer-Bauspielplatz angeschaut. Auf dem wird neuerdings auch in Sachen Integration von Flüchtlingen Großes geleistet. Und nicht nur dort, sondern auch auf den umliegenden Dörfern, wo viele Neuankömmlinge in leerstehenden Häusern untergebracht werden konnten. Film ab:

Krefeld: Jugendliche Paten unterstützen geflüchtete Minderjährige

Mit dem neuen Projekt „I go, You go, We go" der Union der türkischen und islamischen Vereine in Krefeld und Umgebung soll geflüchteten Kindern und Jugendlichen die Orientierung und Integration in ihrer neuen Heimat erleichtert werden. 30 Jugendliche haben sich laut der „Rheinischen Post“ bereits als Paten zur Verfügung gestellt, um den jungen Geflüchteten zum Beispiel bei den Hausaufgaben zu helfen oder einfach nur Freizeit mit ihnen zu verbringen.
rp-online.de

FH Lübeck startet Deutschkurse für Geflüchtete

Mit Unterstützung durch das Programm „Integra“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und in der Projektträgerschaft des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Bonn (DAAD) führt das Sprachenzentrum der Fachhochschule Lübeck zwei studienvorbereitende Deutschkurse für Geflüchtete durch.

Anfang September hat der erste der beiden Deutschkurse begonnen. Er bereitet 13 junge Menschen aus Syrien, dem Iran, dem Irak und aus dem Jemen, die bereits eine Hochschulzugangsberechtigung (HZB) haben, sprachlich auf das Studium vor. Einige Teilnehmende werden ihr Studium schon im kommenden Wintersemester 2016/ 2017 aufnehmen und sind bereits eingeschrieben. Ein weiterer Deutschkurs für Geflüchtete, ebenfalls mit Hochschulzugangsberechtigung, wird semesterbegleitend ab Oktober bis Ende Januar 2017 angeboten.
fh-luebeck.de

Fahum: Fortschrittliche Übersetzungs-App für arabisch sprechende Geflüchtete

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat in Zusammenarbeit mit seiner Spin-off Firma Yocoy die Übersetzungs-App Fahum entwickelt, die es arabisch sprechenden Geflüchteten ermöglicht, schnell und effizient mit Deutschsprechern zu kommunizieren, was den Dialog beispielsweise mit Behörden, auf der Straße oder beim Einkaufen erleichtern soll.

Im Gegensatz zur Google-Übersetzung werden nach Angaben der Entwickler dank der sogenannten ACT-Technologie (Always Correct Translation) die relevanten Dialoge garantiert korrekt übersetzt. Dies geschieht nämlich nicht Wort für Wort, sondern über flexible Dialog-Bausteine, die es den Gesprächspartnern erlauben, ihre Fragen, Gedanken und Informationen in der eigenen Muttersprache einzugeben und die Antworten dann wieder in dieser zu erhalten – in geschriebener oder gesprochener Form.

Die App bietet außerdem Links zu vielen wichtigen flüchtlingsrelevanten Informationen auf Arabisch, die auf dem Fahum-Webportal bereitgestellt sind. Bei der Übersetzung und Auswahl der Themengebiete und Inhalte haben syrische Studenten, Geflüchtete und andere freiwillige Muttersprachler geholfen.

Erweitert werden die Dialoge über Lexika und die Möglichkeit, Fotos zu machen und einzubinden. Großen Wert haben die Entwickler auf die Tonalität gelegt. Dialoge können auch als Sprachdateien abgespielt werden.

Die Technologiestiftung Berlin und der Rotary Club Hamburg-Walddörfer haben die Entwicklung unterstützt. Das Ziel ist nun, dass die App möglichst große Verbreitung findet, damit Geflüchtete Hilfe und Erleichterung bei der Überwindung der Sprachbarrieren finden. Zudem sollen weitere Unterstützer gewonnen werden, um die Dialoge zu erweitern und die App auch für andere Sprachen wie Urdu, Paschtu und Farsi anbieten zu können.
dfki.de, play.google.com (App für Android), itunes.apple.com (App für iOS)

TÜV Nord: Führerscheinprüfung bald auch auf Arabisch möglich

Ab dem 4. Oktober kann die theoretische Führerscheinprüfung in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen und Schleswig-Holstein auch auf Hocharabisch auf dem Prüfungs-PC abgelegt werden. Alle vier Bundesländer, in denen der TÜV Nord als Prüforganisation tätig ist, haben diese Prüfungssprache zugelassen. Die erforderlichen Softwareupdates wurden auf alle Theorie-Standorte verteilt und die Fahrerlaubnisprüfer auf die Umsetzung entsprechend vorbereitet.
tuev-nord-group.com

Berliner Turnhallen sollen bis Jahresende freigezogen werden

Wie der Berliner Senat gestern beschloss, sollen bis Ende des Jahres die noch als Notunterkünfte umfunktionierten 43 Turnhallen freigezogen sein. Bis dahin sollen die dort derzeit noch untergebrachten etwa 5.000 Geflüchteten in hergerichtete Gebäude oder Containersiedlungen ziehen. 18 dieser Containersiedlungen will man bis Ende Dezember fertigstellen. Eigentlich sollten 30 dieser sogenannten Tempohomes an Standorten im gesamten Stadtgebiet errichtet werden. Ob die restlichen zwölf trotz der zurückgegangen Flüchtlingszahlen gebaut werden, soll im nächsten Jahr geprüft werden.
morgenpost.de

Hamburg baut Folgeunterkunft für 400 Menschen.

Im Hamburger Stadtteil Groß Borstel entsteht bis Ende 2017 eine Folgeunterkunft für max. 400 Flüchtlinge nahe einer historischen Gartenanlage. Darauf hat sich das Bezirksamt in Gesprächen mit Institutionen vor Ort geeinigt. Dazu werden fünf viergeschossige sowie ein dreigeschossiges Gebäude mit Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnungen gebaut. Nach Fertigstellung können dann auch etwa 100 Menschen aus einer Containern in der Nähe in die neuen Räumlichkeiten umziehen.
abendblatt.de

Netzwerk „Not alone“ unterstützt minderjährige Geflüchtete

In Berlin und Brandenburg will sich künftig das Netzwerk „Not alone“ um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kümmern. Dafür arbeiten Freiwillige aus Sozialverbänden, Ärzteschaft und Flüchtlingsheimen zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei die persönliche Begleitung durch Paten. Bereits 20 Medizinstudenten haben sich bereit erklärt, sich in ihrer Freizeit um einen minderjährigen Geflüchteten zu kümmern und dabei zu helfen, passende Sportvereine, Praktikums- oder Ausbildungsplätze zu finden. „Wir holen die Jugendlichen da ab, wo sie untergebracht sind, und stellen ihnen Lotsen an die Seite. Dann geht es darum, die Jugendlichen auf das Leben in Deutschland vorzubereiten“, erklärt Reiner Felsberg, Geschäftsführer des Marburger Bundes Berlin Brandenburg. Die Ärztegewerkschaft hat das Projekt mitinitiiert.
tagesspiegel, dw.com/de

Buchtipp: „Tausend Meilen über das Meer“

Wahba_ATausend_Meilen_600x879pxIn ihrem neuen Roman „Tausend Meilen über das Meer“ (cbj, 8,00 Euro) erzählt Annabel Wahba, seit 2007 Mitarbeiterin der ZEIT, die Geschichte von Karim, dem die Flucht aus seiner umkämpften Heimatstadt Homs gelingt: Zunächst schafft er es mit seiner Familie nach Ägypten, will von dort aus mit dem Onkel übers Mittelmeer nach Italien. Doch er verliert den Onkel im Gedränge, verpasst das Schlepperboot und landet im Gefängnis. Beim nächsten Fluchtversuch kommt Karim bei einem Sturm fast ums Leben. Dass er heute in Konstanz die Schule besucht, grenzt an ein Wunder. Karim vermisst seine Eltern, findet nur schwer Freunde, doch er fasst langsam Fuß – bis eine Mitschülerin ihn einer üblen Mobbingaktion bezichtigt …

„Als ich mich zum ersten Mal mit Karim traf, wurde mir schnell klar, dass die eigentliche Flucht für ihn fast schon in den Hintergrund gerückt war. Sie hatte ihn geprägt, er hatte Traumatisches erlebt, aber die Ankunft in Deutschland, die neue Schule, die neuen Freunde, die neue Sprache – all das waren nun die noch viel größeren Herausforderungen“, berichtet Annabel Wahba. Sie wolle mit ihrem Buch die Flüchtlingstragödie, eines der bestimmenden Themen unserer Zeit, jungen Leuten näher bringen, so die Autorin. Das Buch ist für Leser ab zwölf Jahren.
randomhouse.de

EU gibt Geldkarten an Flüchtlinge in der Türkei aus.

In der Türkei lebende syrische Flüchtlinge sollen ihren Alltagsbedarf bald selbst bezahlen können, statt sich in Lagern versorgen zu lassen. Die EU will ihnen erstmals über Guthabenkarten direkt Geld zukommen lassen, damit die Flüchtlinge Nahrungsmittel, Unterbringung oder Schulbücher für Kinder finanzieren können. Dafür werden 348 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Es sei das größte humanitäre EU-Hilfsprogramm aller Zeiten und eine bahnbrechende Neuerung, sagte EU-Kommissar Christos Stylianides.
dw.com, zeit.de

BBQ-Party und Kochabend für Einheimische und Geflüchtete

Zu einem gemeinsamen Grillfest lädt die Inititative nice to meet you am Samstag, dem 10. September 2016 auf der Neckarwiese in Mannheim ein. Der gemeinsame Nachmittag mit Einheimischen und Flüchtlingen beginnt um 16 Uhr. Für die musikalische Untermalung wird ein DJ sorgen. Eine weitere Veranstaltung des Vereins, der sich aktiv um die Integration von Geflüchteten in der Rhein-Neckar-Region kümmert, findet am Donnerstag, dem 22. September 2016 statt. Hier wird es einen Koch- und Begegnungsabend geben, der ebenfalls in Mannheim stattfindet und um 19 Uhr beginnen wird.
nicetomeetyoumannheim.com

Projekt: „Interreligiöse Begegnungen“

In der baden-württembergischen Gemeinde Edingen-Neckarhausen stellt der örtliche Kindergarten Kindern unterschiedliche Gotteshäuser vor und setzt so den „Engel der Kulturen“ zusammen. Die Kinder lernen bei dieser Kunstaktion etwas über die eigene, aber auch über andere Religionen. Die Karawane startet am 12. Oktober 2016 um Schlosspark Neckarhausen, macht dann Station an der Moschee, am Rathaus, an der evangelischen und an der katholischen Kirche. Dann geht es zum Melanchthon Kindergarten. Dort kann dann der „Engel der Kulturen“, als Brosche oder Kette, für 10 Euro erworben werden. Das Projekt soll interreligiöse und interkulturelle Begegnungen, Austausch und Zusammenarbeit fördern.
eki-edingen.de

Mannheim: Einheimische und Flüchtlinge nehmen Rap-Album auf.

Der Sprechgesang der "Rapfugees" kennt viele Sprachen. Denn in der Band rappen dutzende männliche Flüchtlinge aus Gambia, Iran, Syrien oder Afghanistan und Mannheimer in ihrer Muttersprache, z.B. über alltägliche Probleme und Freundschaft. Nach diversen Auftritten bei Veranstaltungen wird nun im Rahmen des Projekts Sprachen, die verbinden ein Album mit den Songs der Rapper in einem Mannheimer Tonstudio aufgenommen, welches zum Ende des Jahres veröffentlicht werden soll.
www.swp.de

Interview: Ted Chaiban zum UNICEF-Report „Uprooted“

Ted_Chaiban_150x150px„Insgesamt hat Europa in den letzten eineinhalb Jahren rund 600.000 Kinder aufgenommen und sich dabei großzügig gezeigt. Jetzt müssen wir sicher stellen, dass auch alle ausreichend geschützt sind, dass sie nicht in Aufnahmelager gesperrt werden und Zugang zum Schulunterricht bekommen, auch wenn ihr rechtlicher Status noch nicht geklärt ist.“

Im Interview mit der DW erläutert Ted Chaiban, seit August 2014 Programmdirektor von UNICEF, die Zahlen aus dem Bericht „Uprooted“ und fordert u.a., dass Asylanträge von Kindern schneller bearbeitet werden und sie Zugang zu Informationen und Rechtsvertretern bekommen.
dw.com/de

UNICEF: Fast 50 Millionen Kinder sind entwurzelt

 

UnicefDas UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat den Report „Uprooted“ veröffentlicht, der erstmals alle verfügbaren Informationen zu Flucht und Migration von Kindern zusammenträgt. Demnach sind fast 50 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit in Folge von Flucht und Migration entwurzelt – mehr als die Hälfte von ihnen (28 Millionen) wurden durch Konflikte aus ihrem Zuhause vertrieben.

Die Kinder und Jugendlichen, die oft traumatischen Situationen von Konflikt und Gewalt entkommen sind, sind auf der Flucht großen Risiken ausgesetzt: der Gefahr, bei der Bootsüberfahrt zu ertrinken, an Hunger und Durst zu sterben und Opfer von Menschenhandel, Kidnapping, Vergewaltigung oder Mord zu werden. In den Transit- und Zielländern begegnet ihnen häufig Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Trotzdem ist die Not der Familien in ihren Herkunftsländern häufig so groß, dass ihnen keine andere Wahl bleibt, als diese Gefahren in Kauf zu nehmen.

Unter 18-Jährige stellen nur rund ein Drittel der Weltbevölkerung, aber die Hälfte der Flüchtlinge. Rund 45 Prozent aller Flüchtlingskinder unter dem Mandat des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) kamen 2015 aus Syrien und Afghanistan. Immer mehr Kinder und Jugendliche verlassen ihre Heimat allein, ohne den Schutz der Eltern: 2015 haben über 100.000 sogenannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in 78 Ländern Asyl beantragt – das sind drei Mal so viele wie 2014.

Während die Türkei die größte Zahl an Flüchtlingen weltweit aufgenommen hat, beherbergt der Libanon die meisten Flüchtlinge pro Einwohner. Gemessen an ihrer Wirtschaftskraft haben hingegen die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien und Pakistan die meisten Flüchtlinge zu versorgen.

In dem Bericht „Uprooted“ setzt sich UNICEF für sichere und legale Zuzugsmöglichkeiten ein. Migration könne sowohl für die Kinder als auch für die Gesellschaften, in die sie zuwandern, große Chancen bieten. Einer Analyse zufolge zahlen Migranten in Ländern mit hohem Einkommen mehr Steuern und Sozialleistungen, als sie erhalten, füllen Lücken im Arbeitsmarkt und tragen zu Wirtschaftswachstum und Innovationen bei.

Vor den beiden Weltgipfeln zu Flucht und Migration am 19. und 20. September bei den Vereinten Nationen in New York hat UNICEF sechs Forderungen die Regierungen formuliert.
unicef.de (Zusammenfassung mit Forderungen) unicef.de (Report als PDF)

Projekt „Sport und Flüchtlinge“ unterstützt die Integration

Im hessischen Wächtersbach sollen die dort lebenden Flüchtlinge durch die Initiative „Sport und Flüchtlinge“ in die lokalen Sportgruppen und Vereine integriert werden. Hierzu werden durch die Stadt Wächtersbach, dem Hessischen Ministerium des Inneren sowie der Sportjugend Hessen Fördermittel zur Verfügung gestellt, die für gemeinsame Turniere und Trainigstage genutzt werden können. Darüber hinaus fungieren zwei Sportcoaches als Ansprechpartner für die Vereine, die auch Erfahrung in der Flüchtlingsarbeit mitbringen. Im Rahmen des Förderprogramms wird am 03.10.2016 ein Fußballtunier stattfinden, welches den „Anstoß für die Integration“ geben soll.
osthessen-news.de

Pixi für geflüchtete Kinder

Pixi-Walter_150x150px„Mein großer Freund Walter“ heißt die Geschichte von Erhard Dietl, die der Carlsen-Verlag als Print- und E-Book-Ausgabe in vier Sprachen, nämlich Arabisch, Kurdisch, Serbisch und Persisch, herausgebracht hat. Anfang Dezember 2015 wurden 30.000 gedruckte Exemplare des Pixi-Buches an viele deutsche Erstaufnahmestellen verschickt. Die digitale Version der Geschichte vom großen Bär Walter und dem kleinen Jungen mit den roten Haaren gibt es auf der Seite des Verlages zum Herunterladen und Teilen.
carlsen.de

Paris will humanitäre Aufnahmelager einrichten

Mitte Oktober soll im Norden von Paris in einer Lagerhalle der Staatsbahn SNCF ein Aufnahmezentrum für 400 geflüchtete Männer öffnen. Ein zweites Zentrum für etwa 350 Frauen und Kinder soll bis Jahresende in einer aufgelassenen Wasseraufbereitungsanlage im Pariser Vorort Ivry-sur-Seine eingerichtet werden. „Diese Aufnahmezentren sind die ersten ihrer Art in Europa, denn sie sind im Herzen einer dichtbesiedelten Stadt, im Herzen von Paris. Wir handeln mit klarem Verstand und ohne Naivität, sondern human. Das ist unsere Aufgabe”, kommentierte Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris, am Dienstag die Pläne.
de.euronews.com, tempsreel.nouvelobs.com (frz.)

H2D: Flüchtlingsfernsehen geht auf Sendung.

h2dMit H2D ("Handshake2Deutschland") ist heute der erste private TV-Sender für Flüchtlinge auf Sendung gegangen. Das Programm möchte etwas zur Integration von Flüchtlingen beitragen und richtet sich insbesondere an jene mit Bleibeperspektive. Aber auch Helfer werden als Zielgruppe angesprochen. Hinter dem Projekt stehen die beiden TV-Unternehmer Frank Apfel und Alexander Trauttmansdorff. Über das Pilotprojekt in der Flüchtlingsunterkunft der Kurpfalz-Kaserne Speyer hatten wir schon im März berichtet. Die Finanzierung soll eine gemeinnützige GmbH sicherstellen und die Inhalte bestehen aus angelieferten Beiträgen anderer Medien sowie selbstproduzierten Talkrunden. Empfangbar ist H2D über das Satelliten-Fernsehen von Astra und Unitymedia.
wuv.de, h-2-d.de

No Stranger Place: Fotoserie zeigt gelebte Integration

Anlässlich des Jahrestages der Ereignisse vom 4. September 2015 hat das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Kooperation mit dem renommierten Dokumentarfotografen Aubrey Wade das Fotoprojekt „No Stranger Place“ ins Leben gerufen. Es zeigt in 14 Familienporträts Menschen in Deutschland, Österreich und Schweden, die Geflüchtete bei sich aufgenommen haben und erzählt deren Geschichten. Es sind Berichte von Solidarität, Mitgefühl und Freundschaft, die dem großen zivilgesellschaftlichen Engagement des letzten Jahres ein Gesicht geben.
unhcr.de

Brandenburg übernimmt Geflüchtete aus Berlin

Um die Erstaufnahmeeinrichtungen in der Hauptstadt zu entlasten, sollen ab Oktober neu in Berlin ankommende Geflüchtete in Brandenburg unterbracht werden. Ein entsprechender Beschluss der Brandenburger Landesregierung sei für den heutigen Dienstag geplant, berichtet der rbb. Den Anfang sollen knapp tausend Geflüchtete machen, die in eine Erstaufnahmeeinrichtung in Wünsdorf (Teltow-Fläming) ziehen. Das Land Berlin werde die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung der Menschen übernehmen und die Beschulung der Kinder finanzieren.
rbb-online.de

HWR Berlin: Gasthörerschaft für Geflüchtete

Im Oktober 2016 startet das neue GasthörerInnen-Programm für Geflüchtete „JUST - Join Us and Study“ an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin. Das Spektrum der Seminare reicht von Wirtschaftsdeutsch für Anfänger über Marketing und Mathematik bis zu Themen rund um Menschenrechte und interkulturelle Kommunikation.

Die kostenlose Teilnahme an den ausgewählten Lehrveranstaltungen in deutscher und englischer Sprache ist für Geflüchtete, die in Berlin leben, auch dann möglich, wenn sie noch keine Zusage für einen regulären Studienplatz erhalten haben.

Interessierte können sich zudem in den Sprechstunden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentralen Studienberatung am Campus Schöneberg und am Campus Lichtenberg individuell beraten lassen. Das Programm wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert.

Am 22. September wird die Studienberatung im Rahmen einer Infoveranstaltung Auskünfte zum Kursangebot und den Anmeldemodalitäten erteilen.
idw-online.de

EKD-Studie: Steigende Hilfsbereitschaft in Deutschland

Die Zahl der in der Flüchtlingshilfe Engagierten ist von November 2015 (10,9 Prozent) bis Mai 2016 (11,9 Prozent) weiter gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland, für die zwischen November 2015 und August 2016 in vier Befragungswellen jeweils 2.000 bzw. 1.000 Deutsche befragt wurden.

Weitere Erkenntnisse der Befragungen: Drei von vier Deutschen können sich laut der Erhebung einen persönlichen Beitrag zur Flüchtlingshilfe vorstellen und knapp zwei Drittel der Bevölkerung haben inzwischen bereits eigene Erfahrungen im Kontakt zu Geflüchteten gemacht.
ekd.de, ekd.de (Studie als PDF)

Goethe-Institut – mit Hören und Lesen Deutsch lernen

Das Goethe-Institut hat gemeinsam mit dem Verlag Hans Schiler und Quantara.de, dem Portal für einen Dialog mit der islamischen Welt, die Projekte„Einfach Lesen!“ und „Einfach Hören!“ umgesetzt. Bei„Einfach Lesen!“ handelt es sich um eine sechsteilige deutsch-arabische Kinderbuchreihe,„Einfach Hören!“ sind fünf Podcast-Folgen in arabischer Sprache.  Die beiden Projekte sollen den Erstkontakt mit der neuen Sprache fördern, geben Einblicke in die Lebenswelt deutscher Kinder und bieten für einen Moment Ablenkung und Zerstreuung.

300 Bücherpakete werden jetzt an ehrenamtliche Initiativen und Einrichtungen verschickt, die mit geflüchteten Kindern arbeiten. Finanziell ermöglicht wurden die Initiativen durch eine Spende der Japan Art Association.

„Mit den Büchern von ‚Einfach Lesen!‘ können die Beteiligten in ihrer Muttersprache Geschichten deutscher Autoren kennenlernen und bekommen gleichzeitig die Möglichkeit, sich mit der deutschen Sprache vertraut zu machen“, so die Leiterin des Fachbereichs Literatur des Goethe-InstitutsHeike Friesel. „Den Eltern fällt es oft schwerer, die deutsche Sprache zu lernen, weshalb die Kinder ihnen sprachlich schnell voraus sind. Dabei ist gerade in der Fremde die eigene Sprache ein wichtiges Element der Vertrautheit. Hier setzen die Bilder- und Hörbücher an und bieten die Möglichkeit, sich der deutschen Sprache in ersten Schritten anzunähern.“
goethe.de

IoT – das Internet der Dinge für die politische Bildung nutzen

Für Ende November 2016 lädt die Bundeszentrale für politische Bildung zu einem Hackathon in Berlin ein. Thema ist das Internet der Dinge, das bisher vorwiegend für Industrie- oder Smart-Home-Anwendungen relevant scheint. Die BpB möchte bei dem Hackathon der Werkstatt am 26. und 27. November 2016 in Berlin gemeinsam mit Interessierten mögliche Prototypen für IoT-Anwendungen für die politische Bildungsarbeit entwickeln. Man will der Frage nachgehen, wie das Internet der Dinge unsere Gesellschaft verändern wird und wie man sich die Technologie für die politische Bildung Nutzen bringen kann.

Eingeladen sind Programmierer und Software-EntwicklerInnen, KonzepterInnen und Didaktiker, RedakteurInnen und WissenschaftlerInnen, PädagogInnen und Lehrende der schulischen und außerschulischen politischen Bildungsarbeit. Geflüchtete, Asylsuchende und Eingewanderte sind als Teilnehmende ebenfalls herzlich willkommen.
bpb.de >>

Bundesinnenminister besuchte Berliner School of Digital Integration

Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière hat im Rahmen seiner Sommerreise das Berliner Projekt „ReDi – School of Digital Integration“ besucht. ReDi bildet u.a. junge IT-Experten aus Syrien aus und weiter, die sich so in Deutschland auf ihr Berufsleben vorbereiten. Gemeinsam mit den ehrenamtlichen MentorInnen entstand an der Schule beispielsweise eine App, die Geflüchteten bei Behördengängen helfen soll.

Während einer Gesprächsrunde trugen die Studierenden dem Minister auch ihre eigenen Probleme mit der deutschen Bürokratie vor. De Maizière lies wiederum durchblicken, vor welch enormer administrativer Herausforderung Deutschland im letzten Jahr mit rund einer Million Geflüchteten in nur acht Monaten stand: „Ich bitte Sie um eins: Geduld. Gehen Sie den langen Weg, er wird erfolgreich sein.“ Der Minister zeigte sich beeindruckt sowohl von den Studierenden, als auch dem Mentorenprogramm: „Hiervon sollte es noch mehr geben.“
bmi.bund.de >>

Breitensport und Integration im Sauerland

Im südlichen Sauerland bietet der Sportverein TuS 08 Bilstein seit mehr als 100 Jahren ein vielfältiges Sportangebot für Menschen jeden Alters. Seit Frühjahr 2015 haben auch Geflüchtete die Möglichkeit, das umfangreiche sportliche Angebot des Vereins zu nutzen. Dabei soll bei gemeinsamen sportlichen Aktivitäten der Grundstein für eine gelunge Integration in der Gemeinde gelegt werden. Für sein gesellschaftliches Engagement erhielt der Verein nun eine Spende in Höhe von 2.500 Euro von der Krombacher Brauerei.
derwesten.de, tus08-bilstein.de

Darmstadt: Bildungs- und Beratungsprojekt für geflüchtete Frauen

Das nun vorgestellte städtisch geförderte Bildungs- und Beratungsprojekt „FriDa – Geflüchtete Frauen – Respekt und Integration in Darmstadt“ des Frauenkompetenzzentrums richtet sich an Frauen und Mütter, die sich in einem Asylverfahren befinden oder einen Antrag auf Asyl in Deutschland stellen wollen und qualifiziert in das Berufsleben einsteigen möchten.

Die Schwerpunkte liegen dabei in der Förderung der Sprachkompetenz sowie der individuellen Begleitung für die beruflichen Perspektiven der Frauen. Durch Beratungs- und Qualifizierungsangebote soll die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verbessert werden.

Für die Bewohnerinnen der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete der Darmstädter Außenstelle Michaelisstraße sind ebenfalls Zugangsmöglichkeiten zu „FriDa“ geplant. Als Voraussetzung zur Teilnahme am Projekt sind lediglich Grundkenntnisse der deutschen oder englischen Sprache sowie ein Schulabschluss nötig. Für die Teilnehmerinnen ist das Projekt kostenfrei.
darmstaedter-tagblatt.de, darmstadt.de, femkom.de

#WithRefugees: Petition geht an Regierungen weltweit

Mehr als 700.000 Menschen haben bereits die Petition #WithRefugees des UNHCR unterschrieben. Sie wird am 19. September vor dem UN-Weltgipfel zu Flüchtlingen und Migranten an die UN-Zentrale in New York übergeben.

Mit der Petition werden Regierungen dazu aufgerufen, sicherzustellen, dass jedes Flüchtlingskind eine Ausbildung erhält, jede Flüchtlingsfamilie an einem sicheren Platz leben kann und jeder Geflüchtete die Möglichkeit hat, zu arbeiten oder einen Beruf zu erlernen, um einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können.

Weitere Unterzeichner sind natürlich herzlich willkommen!
unhcr.org

Übersichtskarte: Über 500 Integrationsprojekte für Geflüchtete

Auf der Landkarte der kürzlich von der Bundesregierung gestarteten Website „Deutschland kann das“ (wir berichteten) finden sich inzwischen mehr als 500 Projekte, die sich für die Integration von Geflüchteten in Deutschland einsetzen.

Die regelmäßig aktualisierte Projektkarte bietet einen räumlichen Überblick, wo in Deutschland Menschen für Integration aktiv sind. Die Übersicht erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Rote Markierungen zeigen Projekte an, bei denen man mitmachen kann, blaue stehen für andere interessante Initiativen. Neue Projekte können über dieses Kontaktformular gemeldet werden.
deutschland-kann-das.de

Ja, wir schaffen das!

Dagmar-Engel_DW_150x150px„Das Urteil über die deutsche Flüchtlingspolitik wird die Geschichte fällen. Und darin wird es heißen, dass die Deutschen den Mut hatten, Flüchtlingen in Not zu helfen - gegen alle Berührungsängste, trotz aller Probleme und großer Schwierigkeiten.“

So fällt die Bilanz von Dagmar Engel, Leiterin des DW-Hauptstadtstudios Berlin, nach einem Jahr „Wir schaffen das!“ aus. Dabei lobt sie sowohl die „steile Lernkurve“ als auch die „nachhaltige Hilfsbereitschaft“ – aller Debatten und Auseinandersetzungen zum Trotz.
dw.com/de

Bundeswehr: 45 Syrer in Ausbildung

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte ein Pilotprojekt angekündigt, bei dem mehr als hundert aus Syrien geflüchtete Menschen in den Bereichen Handwerk, Technik, Medizin und Logistik einen Ausbildungsplatz bei der Bundeswehr erhalten sollen (wir berichteten). Seit Beginn dieser Woche werden nun zunächst 45 Männer aus Syrien in Ingolstadt und an mehreren weiteren Bundeswehr-Standorten in den Grundfähigkeiten im Holz- und Betonbau sowie in Maurer- und Schweißarbeiten geschult.
dw.com/de

Forschungsprojekt zur Integration von Einwandererkindern

Im Rahmen eines über drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekts zum Thema „Segregation, Peer-Effekte und frühkindliche Kompetenzentwicklung“ untersuchen Wuppertaler Bildungsökonomen Prof. Dr. Hendrik Jürges und Prof. Dr. Kerstin Schneider (WIB – Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung) zuammen mit Dr. Anna Makles (ebenfalls WIB) die Auswirkung unterschiedlicher ethnischer und sozialer Zusammensetzung in Wohnumfeld und Kindergarten auf die Kompetenzentwicklung von Kindern bis zum Eintritt in die Schule. „Als wir unser Projekt bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft beantragt haben, war noch nicht klar, welche politische Relevanz es angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation bekommen würde“, so Bildungsforscherin Schneider. „Umso mehr glauben wir, nun durch unsere Forschung einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zu einer zentralen bildungs- und sozialpolitischen Frage unserer Zeit leisten zu können.“
presse.uni-wuppertal.de, wib.uni-wuppertal.de

Hilfsprogramm für Geflüchtete mit psychischen Störungen

Seit dem 1. November 2015 fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das „Interpersonelle Integrative Modellprojekt für Flüchtlinge“. Dabei betreuen Psychiater, Sozialarbeiter und Ergotherapeuten in Zusammenarbeit mit Dolmetschern an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB), PUK der Charité im SHK, der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Campus Charité Mitte sowie weiteren Kliniken und Praxen Berlins geflüchtete Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben. „Wir möchten die Flüchtlinge durch die Therapie entlasten, ihnen bei der Bearbeitung ihrer psychischen Probleme und interpersonellen Belastungen helfen und gleichzeitig ihre Integration in die Arbeits- und Sozialwelt erleichtern“, erklärt Projektgründerin Prof. Eva-Lotta Brakemeier. Noch bis Oktober dieses Jahres läuft das Modellprojekt, das bereits wertvolle Informationen zu Entlastung und Verbesserung der psychischen Symptome durch eine Kurzzeittherapie liefert.
idw-online.de

Dresden: Integrationspreis für Ehrenamtliche

Die Stadt Dresden will mit einem Integrationspreis erfolgreiches Engagement für die Integration von Asylsuchenden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der sächsischen Landeshauptstadt auszeichnen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und soll am 20. Dezember vergeben werden.

Noch bis zum 2. Oktober können Bewerbungen und Vorschläge bei der Stadt eingereicht werden. Gesucht werden vorbildliche Aktivitäten des interkulturellen Engagements, die einen nachhaltigen Beitrag für ein vielfältiges, weltoffenes und solidarisches Miteinander in der Dresdner Stadtgesellschaft leisten.

Mit dem Dresdner Integrationspreis können Initiativen, Vereine, Verbände und Unternehmen ausgezeichnet werden, die im besonderen Maße Verantwortung übernehmen.
dnn.de, dresden.de

„Wir schaffen das.“ Die Bilanz ein Jahr danach.

Angela-Merkel-150x150"Wir schaffen das."

Diesen fast schon legendären Satz hat Bundeskanzlerin Angela Merkel heute vor genau einem Jahr auf dem Höhepunkt des Flüchtlingszustroms gesagt. Nun ziehen viele Medien eine Bilanz. Und es zeigt sich: Insbesondere die ehrenamtliche Hilfe vieler Menschen im Land hat ein Chaos verhindert oder zumindest schnell gemildert. Bei der Unterbringung gibt es nur noch in einigen Metropolen wie Berlin größere Probleme. Dagegen sind die Ämter immer noch mit Bergen von Asylverfahren überfordert. Und bei der Integration der Zugezogenen ist allerhöchstens ein Anfang gemacht. "Wir schaffen das", sollte also weiterhin das Motto aller Menschen hier bleiben.
spiegel.de

Aktion Deutschland Hilft: Zwischenbilanz zur Flüchtlingshilfe

Vor einem Jahr rief das Nothilfebündnis Aktion Deutschland Hilft zu Spenden für geflüchtete Menschen weltweit auf. Vom bisherigen Spendeneingang in Höhe von 21,3 Millionen Euro entfallen 4,1 Millionen auf Deutschland.

Mit den Spendengeldern für die Flüchtlingshilfe weltweit wurden mehrheitlich Projekte für aus Syrien Geflohene und auch für Binnenflüchtlinge im Nordirak finanziert. Zudem lag der Fokus auf Krisenregionen in Afrika wie Kongo, Tschad, Somalia und Südsudan. Neben der Versorgung mit Hilfsgütern geht es dabei vor allem um Strukturhilfe und medizinische Versorgung.

Von den Spendengeldern wurden bislang mit knapp 3 Millionen Euro Projekte in Deutschland gefördert. Hier liegt der Schwerpunkt auf Integrationsmaßnahmen wie der Unterstützung von Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und der Sprachförderung in Kindertagesstätten und Schulen.
aktion-deutschland-hilft.de

Asylplus: Neue Lernzentren im Landkreis München

Der Verein Asylplus, der Geflüchteten Zugang zu computergestütztem Deutschlernen und anderen integrationsfördernden Themenbereichen bietet, richtet mit Unterstützung des Landkreises München neue Lernzentren in Städten und Gemeinden des Kreises ein.

Asylplus stellt dafür bis zu 200 Chromebooks zur Verfügung, die der Verein im Rahmen des Project Reconnect, einer Initiative der Google Stiftung für Geflüchtete in Deutschland, erhalten hat. Die ersten 130 Geräte wurden bereits an die Gemeinden Gräfelfing, Haar, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Kirchheim, Oberhaching, Putzbrunn, Unterföhring und Unterschleißheim ausgeliefert; weitere Auslieferungen sollen in Kürze erfolgen.

Aus der zunächst lokalen Initiative ist eine deutsche Erfolgsgeschichte geworden: Asylplus hat bundesweit inzwischen mehr als 70 Lernzentren mit mehr als 700 Computern ausgestattet, den weitaus größten Teil davon in Bayern.
landkreis-muenchen.de

Frauen iD: Kulturelle Projekte mit geflüchteten Frauen

Das Paritätisches Bildungswerk kann ab sofort bis Ende 2017 Kulturmaßnahmen mit geflüchteten Frauen im Alter von 18-26 Jahren mit insgesamt 600.000 Euro fördern. Es handelt sich um Fördermittel, die im Auftrag des Bundesbildungsministeriums im Programm "Kultur macht stark" vergeben werden.

Unter dem Titel „Frauen iD" (Frauen in Deutschland) können regionale Bündnisse für Bildung, die aus mindestens drei Partnerorganisationen bestehen, Anträge stellen. Ziel ist es, das Selbstwertgefühl und die Selbstlernkompetenzen der geflüchteten Frauen in Deutschland durch kulturelle Bildungsangebote zu fördern. Gefördert werden Kulturangebote aus allen Sparten wie Malerei, Theater, Musik, Tanz und angewandte Kunst.
presseportal.de, b-paritaet.de

Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen

Unterkünfte für geflüchtete Menschen bergen durch das Zusammenleben von Personen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Sprachen, dem engen Zusammenleben, der oftmals mangelnden Privatsphäre, der Unsicherheit über den Aufenthaltsstatus und weiterer Faktoren Konfliktpotentiale. Zudem sind Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und rechtsradikal motivierte Straftaten traurige Realität.

Aus diesem Grund haben der ASB Regionalverband Münsterland und der ASB NRW die Broschüre „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“ entwickelt und stellen diese ab sofort zur Verfügung. Der Gewaltschutz geht dabei über das Eingreifen bei tatsächlichen Tätigkeiten hinaus und beinhaltet unter anderem ein Konzept zur Raumaufteilung und ein Bekenntnis zu einem harmonischen und respektvollen Umgang innerhalb der Einrichtung. Die Broschüre enthält daher auch Empfehlungen für präventive Maßnahmen. Sie kann hier als PDF heruntergeladen werden. Gedruckte Einzelexemplare können (solange der Vorrat reicht) kostenfrei bestellt werden beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW, per E-Mail: velte@asb-nrw.de

Ergänzend zur Broschüre wurden vom ASB NRW mit Unterstützung des ASB Regionalverbands Münsterland auch Empfehlungen und Dokumente für Willkommensmappen erarbeitet, die Geflüchteten die Orientierung in einer Einrichtung und in der deutschen Gesellschaft erleichtern und für mehr Transparenz sorgen sollen. Die Dokumente sind in den Sprachen Albanisch, Arabisch, Dari, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Russisch und Serbisch verfasst. Der Download ist auf der Website des ASB NRW möglich.
asbnrw.de

Bürgerstiftung vermittelt Ehrenämter an Flüchtlinge

In Thüringen vermittelt die Bürgerstiftung Jena engagierte Menschen an gemeinnützige Einrichtungen, wie Alten- oder Pflegeheime. Mit ihrem neuen Projekt Brücken bauen – Gutes tun. Förderung interkultureller Freiwilligentätigkeit suchen die Beteiligten nun auch Geflüchtete, die ehrenamtlich helfen möchten. Darüber hinaus sucht das Team der Bürgerstiftung Menschen mit Migrationshintergrund, die Beratungen für Interessierte durchführen möchten. Ziel der Initiative ist es, dass sich Deutsche und Menschen ausländischer Herkunft vernetzen und voneinader lernen. Alle Info’s und Aktionen werden am 17.09.2016 beim 12. Jenaer Freiwilligentag vorgestellt.
jena.otz.de

Italien: Geflüchtete spenden für Erdbebenopfer

Aus der Katastrophenregion in Zentralitalien, die bis heute leider immer noch von zahlreichen Nachbeben erschüttert wird und in der nach aktuellem Stand mindestens 267 Menschen ihr Leben verloren, gibt es zum Glück auch einige mutmachende Meldungen. Die Rettung der zehnjährigen Giorgia, die nach 16 Stunden lebend aus den Trümmern geborgen werden konnte, gehört ebenso dazu wie der unermüdliche Einsatz der Retter und Helfer trotz der weiterhin akuten Gefahrenlage.

Und dann haben wir auch die folgende berührende Geschichte entdeckt, die zeigt, wie Menschen zusammenhalten, wenn es wirklich darauf ankommt: Etwa 75 Geflüchtete, die im süditalienischen Gioiosa Ionica leben, wollen dem Land, in dem sie sich willkommen fühlen, etwas zurückgeben und spenden einen Teil ihres knappen Taschengelds.
metro.co.uk

TU Dresden: Fachtag zum Deutschunterricht mit Geflüchteten

Heute findet der erste Fachtag „Deutsch von Anfang an für Flüchtlinge fördern“ an der TU Dresden statt. Dabei werden sich über 80 Fachwissenschaftler, professionelle Lehrkräfte sowie ehrenamtliche Sprachvermittler aus ganz Deutschland zur Spezifik des Deutschunterrichts mit Geflüchteten austauschen.

Die Teilnehmer wollen damit zum einen Fachwissen koordinieren, Schnittstellen zwischen Ehrenamt und fundiertem Unterricht in den Fächern Deutsch als Fremdsprache bzw. Deutsch als Zweitsprache professionalisieren, aber auch neue Forschungsfragen aufdecken.
tu-dresden.de

Freiburg: Wohnprojekt für Geflüchtete und Studierende

Studentinnen und Studenten, die in Freiburg ein günstiges Zimmer suchen und sich zudem für Geflüchtete engagieren wollen, können jetzt beides miteinander verbinden. Denn die Stadt hat zusammen mit dem Studierendenwerk ein interessantes Wohnprojekt gestartet.

Das Prinzip: Studierende wohnen für relativ kleines Geld in vollmöblierten WGs in einer gemeinsamen Wohnanlage mit Geflüchteten und engagieren sich im Gegenzug in Projekten mit Geflüchteten wie zum Beispiel Tandempartnerschaften, Sportangeboten oder Deutschkursen.

Interessierte Studentinnen und Studenten können sich ab sofort für das Wohnprojekt bewerben.
badische-zeitung.de, swfr.de (Infos und Bewerbung)

Berlin: Mehr Geld zur Förderung von Kursen für Geflüchtete

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft stellt zusätzliche Mittel für die Förderung von Kursen für Geflüchtete an den Studienkollegs der Technischen Universität und der Freien Universität bereit. Rund 285.000 Euro werden zugesichert, die sich zu etwa gleichen Teilen auf die beiden Universitäten aufteilen. Mit der Förderung sollen zwei bzw. bei entsprechender Nachfrage vier weitere Kurse für Geflüchtete an den Studienkollegs finanziert werden.
berlin.de

Programm: „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“

Kultur-acht-stark_300x200pxJunge Geflüchtete können inzwischen auch an kulturellen Bildungsprojekten des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" teilnehmen. Dafür haben acht Programmpartner, darunter der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V., der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V. und die Türkische Gemeinde in Deutschland, verschiedene Konzepte zu außerschulischen Bildungsangeboten für Geflüchtete zwischen 18 und 26 Jahren entwickelt. Gefördert wird das Ganze vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Lokale Bündnisse können sich hier um eine Förderung bewerben. Bisher konnten übrigens bereits über 12.700 Projekte realisiert werden.
buendnisse-fuer-bildung.de

Aus dem Bürgerkrieg in die Bonner Stadtverwaltung

Nidal Rashow floh vor dem Krieg in seiner Heimat Syrien. Seine Flucht führte ihn schließlich nach Bonn, wo er zunächst in einer Containerunterkunft lebte. Inzwischen arbeitet der 30-Jährige in der Bonner Stadtverwaltung und hilft dort jungen Geflüchteten, sich in Deutschland zurechtzufinden. Mit seinem Gehalt kann Nidal eine Wohnung finanzieren und auf eigenen Beinen stehen.

Unterstützung bekam er von Wedig von Heyden, dem ehemaligen Generalsekretär des Wissenschaftsrates. Er nahm Nidal und seine beiden Brüder unter seine Fittiche. Seit 2008 engagiert Wedig von Heyden für Geflüchtete und weiß, dass Migranten meist Hilfe bei der Wohnungssuche oder bei Arztbesuchen suchen. „Wedig war immer für mich da. Ich hatte großes Glück. Ohne ihn hätte ich vielleicht meinen Sprachkurs nicht abgeschlossen, vielleicht lebte ich heute noch in der Flüchtlingsunterkunft. Wir sagen, er ist unser Vater hier in Deutschland“, sagt Nidal über seinen Helfer.
dw.com/de

TU Berlin: Sommeruniversität mit Debatten über Flucht und Migration

TUB-Hauptgebaeude_300x200pxDie diesjährige Sommeruniversität des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin widmet sich dem Thema „Debatten über Flucht und Migration“. Die Anmeldung ist noch bis zum 2. September möglich.In Vorträgen und Workshops sollen Fragen nach nationaler Zugehörigkeit, juristischer Handhabe und politischer Praxis diskutiert werden. Zudem wird Grimme-Preisträger Jakob Preuss seinen Dokumentarfilm „... und das Streben nach Glück. (Als Paul über das Meer kam)“ vorstellen.
pressestelle.tu-berlin.de, tu-berlin.de (Programm)

Projekt: (M)ein Vorbild

Getreu dem Motto „Was ich kann, das kannst auch du schaffen!“ will das Projekt „(M)ein Vorbild“ junge Zugewanderte bei der Planung und Gestaltung des Starts in das Erwerbsleben unterstützen. Dazu organisiert das Pädagogische Zentrum e.V. in Bremerhaven Workshops und Veranstaltungen, bei denen Personen mit Migrationshintergrund über ihren Werdegang informieren und die Jugendlichen als Paten auf ihrem Weg in Deutschland begleiten. Das Projekt, das vom Bundesmininsterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, läuft noch bis zum 30.09.2017.
mvorbild.wordpress.com

Tag der offenen Tür der Bundesregierung

Am 27. und 28. August 2016 öffnet die Bundesregierung wieder ihre Pforten. Zum Tag der offenen Tür präsentiert sich auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an drei Standorten in Berlin – Aktionsflächen und Infostände finden sich im Bundesministerium des Innern (BMI), im Bundeskanzleramt und im Bundespresseamt. Das BAMF gibt dort Einblicke in seine Arbeit, aktuelle Projekte und beantwortet Fragen zu den Themen Flucht, Migration und Integration. Am Samstag gibt es außerdem zwei Vorträge.
bamf.de

Rechtsjournalisten informieren über neues Integrationsgesetz

Die im Berufsverband der Rechtsjournalisten aktiven Kollegen haben sich das neue Integrationsgesetz mal etwas genauer angeschaut und informieren nun über die wichtigsten Regelungen. Dabei haben sie auch herausgearbeitet, dass die neue dreijährige Wohnsitzpflicht im zugewiesen Bundesland die Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt behindert. Alle Details gibt's auf anwalt.org >>

Lese-Tipp: Flüchtlinge in der eigenen Wohnung.

Wie es ist, geflüchtete Menschen in der eigenen Wohnung unterzubringen, beschreibt Maren Aline Merken aus Berlin in einem lesenswerten Erfahrungsbericht auf Spiegel Online. Zwischen den traumatisierten Menschen in ihrem Zuhause wurden die Erste-Welt-Probleme der Berlinerin immer kleiner. Und sie kommt zu dem Schluss:

Es prallen Welten aufeinander, wenn man geflüchtete Menschen bei sich aufnimmt. Aber vielleicht ist gerade das der erste richtige Schritt in Richtung Integration. Man lernt so viel mehr, als man erwartet: Respekt, Toleranz, Mitgefühl und Akzeptanz. Und: Dass auch 65 qm reichen, um gut zu leben.

Hier entlang zum Artikel auf Spiegel Online >>

Sonderprogramm für geflüchtete Techniker und Ingenieure

Mit befristeten Stellenangeboten und Praktika in ihren Einrichtungen wollen die Wissenschaftsorganisationen Fraunhofer, Leibniz, Max-Planck und Helmholtz Geflüchteten helfen, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. So sollen bspw. dreimonatige Praktika als Unterstützung für die weitere berufliche Entwicklung dienen. Im Februar 2016 ist das Projekt bei Fraunhofer in Dresden angelaufen. Bislang konnten 16 Praktikumsplätze vermittelt und fünf befristete Jobs angeboten werden. Die Männer und Frauen arbeiten hier im Labor, helfen bei Versuchsaufbauten oder übernehmen Recherchetätigkeiten. Dabei werden sie von einem Paten der Forschungseinrichtung betreut. Das Programm läuft noch bis 2018.
www.heise.de

Qualifizierung für Geflüchtete: Einstieg in die Lebensmittelindustrie

Ab November bietet das KIN-Lebensmittelinstitut in Neumünster einen einjährigen Lehrgang zum „Qualifizierten Lebensmittelpraktiker“ an. Dieses deutschlandweit einmalige Projekt soll Geflüchteten praxisorientierte und branchenübergreifende Grundfertigkeiten für die Industrie vermitteln und so den Einstieg in eine Berufsausbildung erleichtern.

Dabei wechseln sich theoretische Schulungen und industriebezogene Sprachkurse mit Praxisphasen in Betrieben ab. Bewerben können sich Geflüchtete im Alter von 18 bis 25 Jahren mit Sprachkenntnissen der Stufe B1.

Zum Projektstart sucht das KIN bundesweit noch Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie, die den Teilnehmern einen Praktikumsplatz anbieten.
gastro.de, kin.de

GZSZ castet Geflüchtete aus Syrien

Sieben Schauspielerinnen und Schauspieler aus Syrien haben sich bei einem Casting für die RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten" bei der UFA in Potsdam-Babelsberg vorgestellt und wurden beim Vorsprechen von den GZSZ-Darstellern Wolfgang Bahro, Ulrike Frank und Lea Marlen Woitack unterstützt. Weil die Castings in der UFA-Datenbank verwaltet werden, könnten sich auch Besetzungsmöglichkeiten in anderen Produktionen ergeben.
morgenpost.de

Landesmusikakademie NRW: Integration durch Musik

Die kostenlose Kursreihe „Verstehen durch Musik“, die vom 31. August bis zum 5. Oktober 2016 an der Landesmusikakademie NRW in Heek-Nienborg stattfindet, soll vermitteln, wie Musik als universelle Sprache einen Beitrag zur gesellschaftlichen Partizipation von Geflüchteten leisten und damit Sprachbarrieren ein Stück weit überwinden kann.

In der Kursreihe werden abwechselnd jeden Mittwoch von 17:00 bis 20:00 Uhr zwei Schwerpunkte geboten: „Singen“ und „Elementares Musizieren“. Es besteht die Möglichkeit, an beiden Kursschwerpunkten teilzunehmen oder auch nur an einem.

Musikalische Voraussetzungen werden nicht erwartet und Kurzentschlossene können sogar noch am ersten Abend unangemeldet dazukommen. Regulär bittet die Landesmusikakademie aber um Anmeldung auf ihrer Website.
borkenerzeitung.de, lmr-nrw.de

Studie: Zusätzliche Ausgaben für Bildung notwendig

Die Integration junger Geflüchteter erfordert laut dem INSM-Bildungsmonitor 2016 zusätzliche Ausgaben für die Bildung - knapp 3,5 Milliarden Euro allein im kommenden Jahr. Neben Sprachkursen sind für eine reibungslose Integration auch Kitaplätze (laut Studie ca. 100.000), Schulplätze (etwa 200.000 ) und Angebote für Geflüchtete, die eine Ausbildung machen oder studieren wollen, notwendig. Desweiteren geht die Studie von bis zu 30.000 neuen Lehrkräften aus. Die Investitionen dürften sich für den Staat aber bereits in wenigen Jahren „durch geringere Ausgaben bei Sozialleistungen und höhere Steuer- und Sozialabgaben“ bezahlt machen, so Prof. Dr. Axel Plünnecke, stellvertretender Leiter des Wissenschaftsbereichs Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik und Leiter des Kompetenzfelds Humankapital und Innovationen beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).
insm-oekonomenblog.de (Prof. Dr. Axel Plünnecke), dw.com/de

Medienbericht: Jutta Cordt wird BAMF-Chefin

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) steht nach Informationen der „Nürnberger Nachrichten“ ein Führungswechsel an. Demnach wird Jutta Cordt, die seit 2014 die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit leitet, ab dem kommenden Jahr beim BAMF Nachfolgerin von Frank-Jürgen Weise, der aktuell in Personalunion Chef des BAMF und der Bundesagentur für Arbeit ist.

Jutta Cordt soll dem Bericht zufolge schon ab Oktober dieses Jahres in der Nürnberger BAMF-Zentrale eingearbeitet werden und im neuen Jahr die Leitung der Bundesbehörde übernehmen, in der jede Menge Arbeit wartet: Im BAMF stapeln sich wie kürzlich berichtet immer noch mehr als eine halbe Million noch nicht entschiedene Asylanträge.
nordbayern.de

Münster: Sommerfest für Geflüchtete

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster lädt Geflüchtete, Migranten und alle Interessierten am Samstag, dem 27.8. von 15 bis 21 Uhr zum interkulturellen Sommerfest ein. Neben diversen Sonderveranstaltungen zum Kennenlernen des Museums stellen Geflüchtete ihre Heimatländer kulturell vor.

Das Vermittlungsteam des LWL-Museums bietet an diesem Tag Besichtigungen auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Urdu, Farsi und Kurdisch an. Zusätzlich veranstaltet das Museum diverse Workshops rund um die Exponate des Hauses. Auf extra eingerichteten Vorlese-Inseln können Kindern Bücher in verschiedenen Sprachen vorgelesen werden. Auch die Geflüchteten selbst tragen zum Programm bei und präsentieren neben einer Einführung in Hennamalerei auch Grundkenntnisse in persischer Kalligrafie, die vor Ort selbst umgesetzt werden können. Für die kulinarische Versorgung stehen diverse Angebote aus den Heimatländern der Geflüchteten zur Auswahl.

Der Dokumentarfilm „Weltklasse Kreisklasse. Eine Saison bei Genclikspor Recklinghausen" liefert um 17.15 Uhr Einblicke in den Trainingsalltag eines türkisch geprägten Fußballvereins. Abgerundet wird das Sommerfest durch ein Konzert der Refugee-Band "Révolution R." um 19 Uhr.

Der Eintritt in die Sammlung ist ab 15 Uhr kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
lwl.org