Programm: „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“

Kultur-acht-stark_300x200pxJunge Geflüchtete können inzwischen auch an kulturellen Bildungsprojekten des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" teilnehmen. Dafür haben acht Programmpartner, darunter der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V., der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V. und die Türkische Gemeinde in Deutschland, verschiedene Konzepte zu außerschulischen Bildungsangeboten für Geflüchtete zwischen 18 und 26 Jahren entwickelt. Gefördert wird das Ganze vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Lokale Bündnisse können sich hier um eine Förderung bewerben. Bisher konnten übrigens bereits über 12.700 Projekte realisiert werden.
buendnisse-fuer-bildung.de

Aus dem Bürgerkrieg in die Bonner Stadtverwaltung

Nidal Rashow floh vor dem Krieg in seiner Heimat Syrien. Seine Flucht führte ihn schließlich nach Bonn, wo er zunächst in einer Containerunterkunft lebte. Inzwischen arbeitet der 30-Jährige in der Bonner Stadtverwaltung und hilft dort jungen Geflüchteten, sich in Deutschland zurechtzufinden. Mit seinem Gehalt kann Nidal eine Wohnung finanzieren und auf eigenen Beinen stehen.

Unterstützung bekam er von Wedig von Heyden, dem ehemaligen Generalsekretär des Wissenschaftsrates. Er nahm Nidal und seine beiden Brüder unter seine Fittiche. Seit 2008 engagiert Wedig von Heyden für Geflüchtete und weiß, dass Migranten meist Hilfe bei der Wohnungssuche oder bei Arztbesuchen suchen. „Wedig war immer für mich da. Ich hatte großes Glück. Ohne ihn hätte ich vielleicht meinen Sprachkurs nicht abgeschlossen, vielleicht lebte ich heute noch in der Flüchtlingsunterkunft. Wir sagen, er ist unser Vater hier in Deutschland“, sagt Nidal über seinen Helfer.
dw.com/de

TU Berlin: Sommeruniversität mit Debatten über Flucht und Migration

TUB-Hauptgebaeude_300x200pxDie diesjährige Sommeruniversität des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin widmet sich dem Thema „Debatten über Flucht und Migration“. Die Anmeldung ist noch bis zum 2. September möglich.In Vorträgen und Workshops sollen Fragen nach nationaler Zugehörigkeit, juristischer Handhabe und politischer Praxis diskutiert werden. Zudem wird Grimme-Preisträger Jakob Preuss seinen Dokumentarfilm „... und das Streben nach Glück. (Als Paul über das Meer kam)“ vorstellen.
pressestelle.tu-berlin.de, tu-berlin.de (Programm)

Projekt: (M)ein Vorbild

Getreu dem Motto „Was ich kann, das kannst auch du schaffen!“ will das Projekt „(M)ein Vorbild“ junge Zugewanderte bei der Planung und Gestaltung des Starts in das Erwerbsleben unterstützen. Dazu organisiert das Pädagogische Zentrum e.V. in Bremerhaven Workshops und Veranstaltungen, bei denen Personen mit Migrationshintergrund über ihren Werdegang informieren und die Jugendlichen als Paten auf ihrem Weg in Deutschland begleiten. Das Projekt, das vom Bundesmininsterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, läuft noch bis zum 30.09.2017.
mvorbild.wordpress.com

Tag der offenen Tür der Bundesregierung

Am 27. und 28. August 2016 öffnet die Bundesregierung wieder ihre Pforten. Zum Tag der offenen Tür präsentiert sich auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an drei Standorten in Berlin – Aktionsflächen und Infostände finden sich im Bundesministerium des Innern (BMI), im Bundeskanzleramt und im Bundespresseamt. Das BAMF gibt dort Einblicke in seine Arbeit, aktuelle Projekte und beantwortet Fragen zu den Themen Flucht, Migration und Integration. Am Samstag gibt es außerdem zwei Vorträge.
bamf.de

Rechtsjournalisten informieren über neues Integrationsgesetz

Die im Berufsverband der Rechtsjournalisten aktiven Kollegen haben sich das neue Integrationsgesetz mal etwas genauer angeschaut und informieren nun über die wichtigsten Regelungen. Dabei haben sie auch herausgearbeitet, dass die neue dreijährige Wohnsitzpflicht im zugewiesen Bundesland die Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt behindert. Alle Details gibt's auf anwalt.org >>

Lese-Tipp: Flüchtlinge in der eigenen Wohnung.

Wie es ist, geflüchtete Menschen in der eigenen Wohnung unterzubringen, beschreibt Maren Aline Merken aus Berlin in einem lesenswerten Erfahrungsbericht auf Spiegel Online. Zwischen den traumatisierten Menschen in ihrem Zuhause wurden die Erste-Welt-Probleme der Berlinerin immer kleiner. Und sie kommt zu dem Schluss:

Es prallen Welten aufeinander, wenn man geflüchtete Menschen bei sich aufnimmt. Aber vielleicht ist gerade das der erste richtige Schritt in Richtung Integration. Man lernt so viel mehr, als man erwartet: Respekt, Toleranz, Mitgefühl und Akzeptanz. Und: Dass auch 65 qm reichen, um gut zu leben.

Hier entlang zum Artikel auf Spiegel Online >>

Sonderprogramm für geflüchtete Techniker und Ingenieure

Mit befristeten Stellenangeboten und Praktika in ihren Einrichtungen wollen die Wissenschaftsorganisationen Fraunhofer, Leibniz, Max-Planck und Helmholtz Geflüchteten helfen, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. So sollen bspw. dreimonatige Praktika als Unterstützung für die weitere berufliche Entwicklung dienen. Im Februar 2016 ist das Projekt bei Fraunhofer in Dresden angelaufen. Bislang konnten 16 Praktikumsplätze vermittelt und fünf befristete Jobs angeboten werden. Die Männer und Frauen arbeiten hier im Labor, helfen bei Versuchsaufbauten oder übernehmen Recherchetätigkeiten. Dabei werden sie von einem Paten der Forschungseinrichtung betreut. Das Programm läuft noch bis 2018.
www.heise.de

Qualifizierung für Geflüchtete: Einstieg in die Lebensmittelindustrie

Ab November bietet das KIN-Lebensmittelinstitut in Neumünster einen einjährigen Lehrgang zum „Qualifizierten Lebensmittelpraktiker“ an. Dieses deutschlandweit einmalige Projekt soll Geflüchteten praxisorientierte und branchenübergreifende Grundfertigkeiten für die Industrie vermitteln und so den Einstieg in eine Berufsausbildung erleichtern.

Dabei wechseln sich theoretische Schulungen und industriebezogene Sprachkurse mit Praxisphasen in Betrieben ab. Bewerben können sich Geflüchtete im Alter von 18 bis 25 Jahren mit Sprachkenntnissen der Stufe B1.

Zum Projektstart sucht das KIN bundesweit noch Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie, die den Teilnehmern einen Praktikumsplatz anbieten.
gastro.de, kin.de

GZSZ castet Geflüchtete aus Syrien

Sieben Schauspielerinnen und Schauspieler aus Syrien haben sich bei einem Casting für die RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten" bei der UFA in Potsdam-Babelsberg vorgestellt und wurden beim Vorsprechen von den GZSZ-Darstellern Wolfgang Bahro, Ulrike Frank und Lea Marlen Woitack unterstützt. Weil die Castings in der UFA-Datenbank verwaltet werden, könnten sich auch Besetzungsmöglichkeiten in anderen Produktionen ergeben.
morgenpost.de

Landesmusikakademie NRW: Integration durch Musik

Die kostenlose Kursreihe „Verstehen durch Musik“, die vom 31. August bis zum 5. Oktober 2016 an der Landesmusikakademie NRW in Heek-Nienborg stattfindet, soll vermitteln, wie Musik als universelle Sprache einen Beitrag zur gesellschaftlichen Partizipation von Geflüchteten leisten und damit Sprachbarrieren ein Stück weit überwinden kann.

In der Kursreihe werden abwechselnd jeden Mittwoch von 17:00 bis 20:00 Uhr zwei Schwerpunkte geboten: „Singen“ und „Elementares Musizieren“. Es besteht die Möglichkeit, an beiden Kursschwerpunkten teilzunehmen oder auch nur an einem.

Musikalische Voraussetzungen werden nicht erwartet und Kurzentschlossene können sogar noch am ersten Abend unangemeldet dazukommen. Regulär bittet die Landesmusikakademie aber um Anmeldung auf ihrer Website.
borkenerzeitung.de, lmr-nrw.de

Studie: Zusätzliche Ausgaben für Bildung notwendig

Die Integration junger Geflüchteter erfordert laut dem INSM-Bildungsmonitor 2016 zusätzliche Ausgaben für die Bildung - knapp 3,5 Milliarden Euro allein im kommenden Jahr. Neben Sprachkursen sind für eine reibungslose Integration auch Kitaplätze (laut Studie ca. 100.000), Schulplätze (etwa 200.000 ) und Angebote für Geflüchtete, die eine Ausbildung machen oder studieren wollen, notwendig. Desweiteren geht die Studie von bis zu 30.000 neuen Lehrkräften aus. Die Investitionen dürften sich für den Staat aber bereits in wenigen Jahren „durch geringere Ausgaben bei Sozialleistungen und höhere Steuer- und Sozialabgaben“ bezahlt machen, so Prof. Dr. Axel Plünnecke, stellvertretender Leiter des Wissenschaftsbereichs Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik und Leiter des Kompetenzfelds Humankapital und Innovationen beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).
insm-oekonomenblog.de (Prof. Dr. Axel Plünnecke), dw.com/de

Medienbericht: Jutta Cordt wird BAMF-Chefin

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) steht nach Informationen der „Nürnberger Nachrichten“ ein Führungswechsel an. Demnach wird Jutta Cordt, die seit 2014 die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit leitet, ab dem kommenden Jahr beim BAMF Nachfolgerin von Frank-Jürgen Weise, der aktuell in Personalunion Chef des BAMF und der Bundesagentur für Arbeit ist.

Jutta Cordt soll dem Bericht zufolge schon ab Oktober dieses Jahres in der Nürnberger BAMF-Zentrale eingearbeitet werden und im neuen Jahr die Leitung der Bundesbehörde übernehmen, in der jede Menge Arbeit wartet: Im BAMF stapeln sich wie kürzlich berichtet immer noch mehr als eine halbe Million noch nicht entschiedene Asylanträge.
nordbayern.de

Münster: Sommerfest für Geflüchtete

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster lädt Geflüchtete, Migranten und alle Interessierten am Samstag, dem 27.8. von 15 bis 21 Uhr zum interkulturellen Sommerfest ein. Neben diversen Sonderveranstaltungen zum Kennenlernen des Museums stellen Geflüchtete ihre Heimatländer kulturell vor.

Das Vermittlungsteam des LWL-Museums bietet an diesem Tag Besichtigungen auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Urdu, Farsi und Kurdisch an. Zusätzlich veranstaltet das Museum diverse Workshops rund um die Exponate des Hauses. Auf extra eingerichteten Vorlese-Inseln können Kindern Bücher in verschiedenen Sprachen vorgelesen werden. Auch die Geflüchteten selbst tragen zum Programm bei und präsentieren neben einer Einführung in Hennamalerei auch Grundkenntnisse in persischer Kalligrafie, die vor Ort selbst umgesetzt werden können. Für die kulinarische Versorgung stehen diverse Angebote aus den Heimatländern der Geflüchteten zur Auswahl.

Der Dokumentarfilm „Weltklasse Kreisklasse. Eine Saison bei Genclikspor Recklinghausen" liefert um 17.15 Uhr Einblicke in den Trainingsalltag eines türkisch geprägten Fußballvereins. Abgerundet wird das Sommerfest durch ein Konzert der Refugee-Band "Révolution R." um 19 Uhr.

Der Eintritt in die Sammlung ist ab 15 Uhr kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
lwl.org

DRK: Lob für Helfer, Kritik an Flüchtlingspolitik

Rudolf Seiters, der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), bezeichnete die Lage in Syrien als „eine der schlimmsten humanitären Katastrophen seit Ende des Zweiten Weltkrieges" und forderte von der Politik „ein faires Verteilsystem für Flüchtlinge und eine europäische Gesamtkonzeption". Lobende Worte fand Seiters für die vielen ehrenamtlichen Helfer:

Rudolf Seiters

 

 

„Die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor überwältigend. In dieser Form, in dieser Größenordnung und über einen so langen Zeitraum haben wir das in Deutschland noch nie gesehen."

Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)
domradio.de

Ausstellung: FLUCHT.PUNKT.MENSCH

Im Rahmen der dezentralen Wanderausstellung FLUCHT.PUNKT.MENSCH unter der Schirmherrschaft von Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs werden Bilder von 24 Menschen gezeigt, die vor Krieg, Terror, Hunger und Armut in die bayrische Stadt geflohen sind. Porträtiert hat sie Fotograf Patrick Reinig, ihre Geschichten hat Autorin Christine Rüth niedergschrieben.

Anschauen kann man sich das Ganze entweder im Online-Katalog zur Ausstellung oder an verschiedenen Orten in Regensburg, aktuell sind Bilder u.a. im Universitätsklinikum der Stadt sowie Audimax-Foyer im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität zu sehen.
fluchtpunktmensch.de

Menschen mit Hintergrund 2016

Mit dem Preis für „Menschen mit Hintergrund“ ehrt die Universität Regensburg seit 2014 Menschen mit „Migrationshintergrund […], die lebendige, transnationale Brücken zwischen Deutschland und ihren jeweiligen Herkunftsländern, aber auch weit darüber hinaus schlagen“. Noch bis zum 18. September können Kandidaten vorgeschlagen werden. Eine unabhängige Jury aus Vertretern der Universität Regensburg, einem Vertreter der Sponsoren, Spezialisten und Wissenschaftlern wird dann den Haupt- und einen Förderpreisträger auswählen. Die Verleihung des Haupt- (15.000 Euro) und Förderpreises (5.000 Euro) findet im 12. Dezember 2016 an der Universität Regensburg statt.
uni-regensburg.de, bamf.de

Programm für Geflüchtete: JOBLINGE Kompass

JOBLINGE_300x200pxIn der Initiative JOBLINGE unterstützen Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft gemeinsam junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen beim Einstieg in eine Ausbildung oder eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt. Um junge Geflüchtete für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren, wurde das Programm Kompass ins Leben gerufen. Dabei wird auf Qualifizierung in der Praxis und 1:1 Betreuung durch ehrenamtliche Mentoren gesetzt. Auch sprachliche Qualifizierung, interkulturelle Trainings und Unterstützung bei Behördengängen sind Teil des Programms. 250 Teilnehmer gibt es dieses Jahr, im kommenden Jahr sollen es 550 sein. Rund 1.700 Unternehmen sind am Programm beteiligt, darunter auch Dax-Konzerne wie die Commerzbank und BMW.
joblinge.de, spiegel.de

Berlin: Start für Willkommenszentrum

In der Potsdamer Straße hat heute das Willkommenszentrum seine Arbeit aufgenommen, das als zentrale Anlaufstelle zur Integration für Geflüchtete und andere Neu-Berliner gedacht ist.

Die Mitarbeiter sollen in mehreren Sprachen nicht nur über Aufenthalts-Perspektiven und Arbeitsmöglichkeiten informieren, sondern auch das Zusammenleben in Berlin erklären und dabei eng mit Verbänden und ehrenamtlichen Organisationen zusammenarbeiten.

Die Leitung des beim Beauftragten des Senats für Integration und Migration angesiedelten Zentrums übernimmt Nele Allenberg.
rbb-online.de, berliner-zeitung.de, berlin.de (Website des Willkommenszentrums)

Niedersachsen: Deutschunterricht für Flüchtlingskinder

Niedersachsen will in allen Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes ein einheitliches schulisches Angebot für Flüchtlingskinder einrichten. Vorbild ist das Konzept der „Interkulturellen Lernwerkstatt“, das bereits erfolgreich in Friedland eingesetzt wird.

In den niedersächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen sind derzeit 325 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren untergebracht. Die Schulpflicht gilt für sie noch nicht, da diese erst nach der Verteilung der Asylbewerber auf die Kommunen greift.
braunschweiger-zeitung.de

Österreich: Geflüchtete Syrer verteilen Dankeskarten

Mit einer landesweiten Aktion wollen sich syrische Flüchtlinge bei der österreichischen Bevölkerung für ihre Gastfreundschaft und Menschlichkeit bedanken und am Freitag und Samstag unter dem Motto „Die Brücke des Friedens“ Dankeskarten verteilen.

In der Ankündigung auf Facebook heißt es:
„Wir Syrer wollen uns bei der österreichischen Bevölkerung für die Gastfreundschaft und Menschlichkeit bedanken. Wir möchten euch sagen, dass wir nicht hier sind um zu töten oder zu terrorisieren. Wir sind genau vor solchem Terror aus unsere Heimat geflüchtet. Wir sind Flüchtlinge und möchten wie alle anderen Menschen in Frieden leben. Wir haben die Initiative ergriffen und werden Dankeskarten am 19. und 20. August österreichweit verteilen.“
facebook.com via oe24.at

Projekt „Physik für Flüchtlinge“ für Kinder und Jugendliche

In insgesamt 30 deutschlandweit angesiedelten Flüchtlingsunterkünften (z.B. Berlin, Freiburg, Frankfurt) können geflüchtete Kinder und Jugendliche spielerisch die Physik entdecken. Die Mädchen und Jungen bekommen dann Besuch von Physikern der Deutschen Physikalischen Gesellschaft DPG, die das Projekt Physik für Flüchtlinge ins Leben gerufen hat.

An einem Nachmittag in der Woche lernen die Geflüchteten dann das Experimentieren mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. So erfahren sie bspw., wie man eine Lampe mit Schaltkreis, Kabel und Batterie zum Leuchten bringt. Für das Projekt engagieren sich zur Zeit 170 freiwillige Helfer. Eine finanzielle Unterstützung in Höhe rund 150.000 Euro kommt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Weitere Helfer und Helferinnen sind willkommen.
www.deutschlandfunk.de

Das #BAMFfördert

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF bietet auch in diesem Jahr wieder ein- oder mehrtägige Multiplikatorenschulungen für Menschen an, die sich ehrenamtlich engagieren. Die Förderung richtet sich an an alle Vereine und Organisationen der Integrationsarbeit, in denen Ehrenamtliche tätig sind. Antragsfrist ist der 30. September 2016 (Poststempel).
bamf.de

Zeitung Abwab mit wachsender Auflage

70.000 Exemplare zählt die Auflage von Abwab, der ersten bundesweiten Zeitung in arabischer Sprache, inzwischen. Die Zeitung liefert Geflüchteten aus Syrien, dem Irak und dem Nahen Osten einmal im Monat wichtige Informationen zum Alltag in Deutschland. Die Inhalte steuern Journalisten bei, die hier im Exil leben. Abwab wird an über 600 Stellen bundesweit verteilt – Nachfrage steigend.
wuv.de

HS Bremen: Weiterbildung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Ab dem 9. September wird an der Hochschule Bremen das Weiterbildungsmodul „Orientierung zur Begleitung geflüchteter Menschen“ angeboten. An fünf Nachmittagen mit jeweils sechs Unterrichtsstunden werden Themen wie Interkulturelle Kompetenz, Asyl- und Aufenthaltsrecht, Konfliktmanagement, Nähe / Distanz und sozialrechtliche Leistungen und Rechtsschutz behandelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten auch einen Überblick über Angebote und Leistungen für Geflüchtete in der Stadt Bremen.

Angesprochen sind Menschen, die sich in die Thematik einarbeiten wollen, die beruflich am Rande mit geflüchteten Menschen zu tun haben und Menschen die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren und handlungssicherer werden möchten.
hs-bremen.de

Studie: Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Im Rahmen der zweiten bundesweiten EFA-Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität wurden 2.291 Personen online befragt, die sich ehrenamtlich in der Arbeit mit Geflüchteten engagieren.

Die Mehrheit der Ehrenamtlichen ist sich einig, dass Deutschland durch die verstärkte Ankunft von Geflüchteten im Herbst 2015 nicht überfordert gewesen sei. Konsens herrscht auch bezüglich des gesellschaftspolitischen Anspruchs: Die überwiegende Mehrheit der Befragten möchte mit ihrem Einsatz die Gesellschaft zumindest im Kleinen verändern (97 Prozent) und ein Zeichen gegen Rassismus setzen (90 Prozent).

Bemerkenswert: Drei Viertel aller Ehrenamtlichen sind nach wie vor Frauen, bei den unter 50-jährigen sogar über 80 Prozent.
tagesspiegel.de, hu-berlin.de (Studie)

Berliner Unis kooperieren: Neue Kurse für studieninteressierte Geflüchtete

In Kooperation mit der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) bietet die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) ab dem Wintersemester 2016/2017 vier zusätzliche Deutschsprachkurse und Vorbereitungskurse an. Studieninteressierte Geflüchtete sollen so gezielt auf den Zugang zum regulären Studium vorbereitet werden.

Mit der Kooperation soll nicht nur die Möglichkeit der Integration geschaffen werden, sondern die Hochschulen wollen ihre Angebote für Geflüchtete optimal umsetzen und diese gezielt fördern.

Mit der Förderung aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird ab September ein bereits bestehender Sprachkurs der HU am gemeinsamen Studienkolleg der HU und Freien Universität fortgeführt, zwei neue Sprachkurse starten an der HU im Oktober, ein weiterer wird zusammen mit dem Studienkolleg der TU Berlin angeboten.

Mit Vorbereitungskursen werden Geflüchtete in Ergänzung zu den Sprachkursen in das wissenschaftliche Arbeiten und die Fachsprache eingeführt. Geflüchtete, die teilnehmen wollen, können sich ab sofort bis zum 16. September 2016 in der offenen Sprechstunde für Geflüchtete der HU anmelden. Nähere Infos dazu gibt´s unter dem nachfolgenden Link.
hu-berlin.de

Bureaucrazy – App gegen die Bürokratie

Bureaucrazy ist eine App, die Geflüchteten und anderen Neuankömmlingen in Deutschland im Umgang mit der Bürokratie hierzulande helfen soll. Entwickelt wurde sie von sechs syrischen Flüchtlingen, die sich in Berlin selbst schon mit unklaren Zuständigkeiten, zahllosen Formularen und Beamtendeutsch herumschlagen mussten. App und die dazugehörige Website sollen Übersetzungen, Erklärungen und Stadtpläne mit den Standorten der wichtigsten Behörden, wie Bürgerämtern und Jobcentern, liefern, einmal eingegebene Daten gespeichert und automatisch wieder aufgerufen werden können.

Ihre Programmierfähigkeiten haben die Macher der App übrigens in den letzten Monaten an der ReDi-School of Digital Integration, einer gemeinnützigen Programmierschule für Geflüchtete (wir berichteten), erworben.
zeit.de

Migranten schaffen Jobs in Deutschland

Mindestens 1,3 Millionen Menschen beschäftigten Unternehmer mit ausländischen Wurzeln im Jahr 2014 in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung. Demnach machen sich – trotz höherer Hürden und niedrigerem Nettoeinkommen im Vergleich zu Menschen ohne Zuwanderergeschichte – immer mehr Migranten in Deutschland selbstständig – und sind so ein „Jobmotor für Deutschland“.
bertelsmann-stiftung.de via spiegel.de

Musikunterricht für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Für rund 90 geflüchtete Jungen wird im Allgäu seit Kurzem Musikunterricht angeboten. Hierzu hat die Hilfsorganisation Die Johanniter, die die 14- bis 17-Jährigen in verschiedenen familienähnlichen Unterkünften betreut, einen Musikpädagogen eingestellt. Im Einzel- und Gruppenunterricht lernen die Jugendlichen diverse Instrumente zu spielen. In verschiedenen Einrichtungen haben sich bereits Bands formiert, in denen die Jungen bspw. E-Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboards spielen. Darüber hinaus bauen sie aber auch selbst Instrumente, die sie aus ihrer Heimat kennen. Zur Weiterentwicklung des Projekts würden sich die Standorte Oy-Mittelberg, Oberstdorf, Lauben bei Erkheim, Bad Wörishofen und Roßhaupten über Geld- und Sachspenden freuen.
www.allgaeuhit.de

BAMF: Aktuelle Zahlen zu Asylanträgen

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat aktuelle Zahlen zu den Asylanträgen in Deutschland vorgelegt. Demnach hat die Behörde im Juli über die Anträge von 53.008 Personen entschieden (Vormonat 51.757).

16.579 der Antragssteller erhielten im Juli die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (31,3% aller Asylentscheidungen), 15.943 Personen (30,01%) einen eingeschränkten Status (subsidiärer Schutz) und 1.027 Personen (1,9%) Abschiebungsschutz. Abgelehnt wurden 12.434 Anträge (30,1%).

Die Anzahl der noch nicht entschiedenen Anträge lag laut BAMF Ende Juli noch bei über einer halben Million. Die Behörde rechnet damit, „einen Großteil“ der anhängigen Verfahren bis zum Jahresende entschieden zu haben, da Neuzugänge von Asylsuchenden nach Deutschland gegenwärtig rückläufig sind und die Entscheidungen des Bundesamts zunehmen.
bamf.de

WBS-Flüchtlingsinitiative meldet bundesweit Erfolge

Als im letzten Jahr viele Geflüchtete nach Deutschland kamen, hat der Weiterbildungsspezialist WBS Training bundesweit 50.000 Euro für kostenlose Kurse bereitgestellt - sowohl für Flüchtlinge als auch für ehrenamtliche Deutschlehrer und für Unternehmen, die geflüchtete Menschen einstellen wollten. Es folgten förderfähige Deutsch-Einstiegskurse und seit 2016 Integrationskurse, Fachkurse inklusive Deutschunterricht und begleitende Angebote zur Integration von Migranten.

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Von Oktober 2015 bis März 2016 besuchten etwa 3.000 geflüchtete Menschen die Willkommenskurse und kostenlosen Deutschkurse. An den Integrationskursen und Trainings mit Deutschanteil nahmen bereits rund 500 Geflüchtete teil. Nachfolgend berichtet WBS exemplarisch über drei Erfolgsgeschichten aus Bremen, Wuppertal und Bautzen.
wbstraining.de

Willkommensfest 2016 auf dem Tempelhofer Feld

Willkommensfest-2016_150x150pxGemeinsam feiern, essen, entspannen, spielen, diskutieren und musizieren – am Samstag, den 3. September 2016 findet auf dem Tempelhofer Feld in Berlin von 12 bis 18 Uhr das Willkommensfest 2016 statt.

Wie schon im vergangenen Jahr hat sich die Neuköllner Initiative „Schön, dass ihr da seid!“ erneut zusammengefunden, um mit dem Verein SONED aus Friedrichshain ein großes und buntes Festival zu organisieren. Auch ein Picknick soll es wieder geben, zu dem alle eingeladen sind, Speisen mitzubringen und so für ein buntes und reichhaltiges Buffet zu sorgen. Begleitet wird das Ganze von einem Bühnenprogramm, Vorträgen Diskussionen, Workshops, Sportangeboten, Spielen und Musik.

Das Team braucht übrigens noch Unterstützung! Gesucht werden Dolmetscher, Helfer beim Auf-und Abbau sowie bei der Verteilung von Flyern, Fahrer und Menschen, die als Ordner auf dem Tempelhofer Feld helfen.
schoen-dass-ihr-da-seid.de, facebook.com

Piktogramme zur Überwindung von Sprachbarrieren

Piktogramm_150x150pxIm Rahmen des Projektes „Asyl-Piktogramme – Bildnerische Kommunikation im Asylkontext“ haben Schüler aus dem bayrischen Eckental 100 hilfreiche Piktogramme entwickelt, die Motive aus dem täglichen Leben in Deutschland wie auch typische soziale (Konflikt-)Situationen zeigen. Auch eine Broschüre mit Piktogrammen, die die Kommunikation beim Arztbesuch erleichtern, wurde erstellt. Die kleinen Bilder sollen Geflüchteten helfen, die Kommunikation im Alltag trotz Sprachbarrieren zu meistern. Die Piktogramme sowie die Broschüre können auf der Seite der Caritas Bamberg heruntergeladen werden.
caritas-bamberg.de

„Willkommen in Frankfurt“ jetzt auch auf Arabisch

Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) haben ihre Broschüre „Welcome to Frankfurt“, die sie im Oktober 2015 als Willkommens-Broschüre für Geflüchtete in Frankfurt auf Englisch entworfen hatten, jetzt in arabischer Sprache veröffentlicht. Die Broschüre soll durch verschiedene lokale Organisationen an Geflüchtete verteilt werden. Eine deutsche Übersetzung für den Sprachunterricht wird gegenwärtig vorbereitet.

Die englischsprachige Broschüre wurde aufgrund der starken Nachfrage im November 2015 in einer zweiten Auflage gedruckt und soll in den nächsten Wochen in einer dritten Auflage erscheinen.
frankfurt-university.de

BAMF unter Druck: Klagewelle wegen schleppender Asylverfahren

Immer mehr Geflüchtete sind mit der langsamen Bearbeitungszeit ihrer Asylanträge unzufrieden und ziehen deshalb vor Gericht. Nach Informationen des Radiosenders hr-Info waren Ende Mai bundesweit knapp 6.000 sogenannte Untätigkeitsklagen gegen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anhängig, fast doppelt so viel wie zwei Monate zuvor. Diese Zahl habe das Amt auf Anfrage des Senders genannt.
hr-online.de

Freiwilliges Soziales Jahr für 100 Flüchtlinge

Ab September 2016 haben junge Flüchtlinge in Stuttgart die Möglichkeit, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) zu absolvieren. In sozialen Einrichtungen, wie Seniorenzentren oder Jungendverbänden, werden 100 Flüchtlinge im Alter von 16 bis 26 Jahren kleine Tätigkeiten verrichten oder Hilfestellungen geben. Sie unterstützen mit ihrer Arbeit dann die Pflege- und Fachkräfte. Hierfür bekommen sie eine monatliche Vergütung in Höhe von 357 Euro und können so aktiv am gesellschaftlichen Miteinander teilnehmen. Das Besondere am FSJ-Integration ist, dass die Teilnehmer während des Jahres individuell begleitet werden und bspw. Deutschkurse angeboten bekommen. Das Sozialministerium Baden-Württemberg stellt hierfür 300.000 Euro zur Verfügung.
www.stuttgarter-nachrichten.de

Uni Potsdam: Zweiter Durchgang des Qualifizierungsprogramms für geflüchtete Lehrer

Das an der Universität Potsdam im April 2016 begonnene, bundesweit einmalige Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrkräfte (wir berichteten) geht in die nächste Runde: Bis zum 31. August können sich berufserfahrene Lehrerinnen und Lehrer, die nach Deutschland geflohen sind, für die Teilnahme am einjährigen Refugee Teachers Welcome Programm online bewerben. Im ersten Durchgang hatten sich laut der Uni 700 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren zunächst einen Deutsch-Intensivkurs und bekommen „Buddys“ zur Seite gestellt - Studierende, die beim Einleben in Potsdam und an der Universität helfen sollen und zum Beispiel bei der Bewältigung bürokratischer Angelegenheiten sowie weiterer Herausforderungen des neuen Alltags unterstützen.

Im Anschluss an diese erste Ausbildungsetappe besuchen die Lehrkräfte im Sommersemester 2017 pädagogische und fachdidaktische Lehrveranstaltungen. Auch hier sind sie nicht auf sich allein gestellt: Ihnen wird ein intensiver Austausch mit deutschen Lehramtsstudierenden ermöglicht. Praktika sorgen zudem dafür, dass die Geflüchteten an das deutsche Schul- und Unterrichtssystem herangeführt werden.

Das Programm erfordert die tägliche Teilnahme an den Seminaren. Der Unterricht ist dank der Unterstützung durch das brandenburgische Wissenschaftsministerium in Höhe von 200.000 Euro kostenlos. Voraussetzungen für die Teilnahme sind ein Universitätsabschluss, mehrjährige Berufspraxis als Lehrerin oder Lehrer in der Heimat, der Flüchtlingsstatus und Englischkenntnisse (Niveau B1).
uni-potsdam.de

DRK Gießen: Neue Angebote für Geflüchtete

Der DRK-Kreisverband Gießen hat zwei neue Projekte ins Leben gerufen, um weiterführende Hilfe und damit einen Beitrag zur Integration von Geflüchteten zu leisten: eine Migrationsberatung und ein Patenschaftsprogramm.

Stephanie Hillgärtner ist ab sofort für die Migrationsberatung des Kreisverbandes zuständig. Diese richtet sich an erwachsene Migranten, die aufenthaltsberechtigt sind oder an Integrationskursen teilnehmen und soll aufzeigen, welche Angebote und Hilfestellungen Stadt, Landkreis oder Organisationen in Gießen bieten und wie diese in Anspruch genommen werden können. Informationen über staatliche Hilfen, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse oder der Umgang mit Behörden – all diese Themen werden in der Migrationsberatung ausführlich behandelt. Wichtig sei, dass Geflüchtete eine Vertrauensperson mitbringen, die übersetzen kann, wenn die eigenen Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen.

Der DRK-Kreisverband Gießen beteiligt sich darüber hinaus auch am Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen“ des Bundesfamilienministeriums. Basher Ali wird als zuständiger Mitarbeiter des DRK künftig Geflüchtete und Paten zusammenbringen. Die ersten Patenschaften wurden bereits geschlossen.
giessener-anzeiger.de, drk-giessen.de (weitere Infos)

Pferdetherapie für Flüchtlingskinder

Im baden-württembergischen Nürtingen wird es ab Herbst eine pferdegestützte Therapie für traumatisierte Flüchtlingskinder geben. Entwickelt wird dieses Projekt von der ortsansässigen Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) und dem Psychosozialen Netzwerk der Stadt. Den Kindern soll so geholfen werden die schrecklichen Bilder, die sie auf ihrer Flucht erlebt haben, zu verarbeiten. Bei der Therapie lernen die Mädchen und Jungen dann spielerisch das Verhalten und die Pflege der Tiere kennen und können durch den Kontakt zum Pferd ihr verloren gegangenes Vertrauen wiederaufbauen. Die Auftaktveranstaltung für Kinder, Eltern und Sponsoren wird am 9. Oktober 2016 im nahegelegenden Hippotherapiezentrum in Ostfildern-Scharnhausen stattfinden.
www.gea.de

Charité: Arbeitsgruppe transkulturelle Psychiatrie

Im Rahmen der Arbeitsgruppe transkulturelle Psychiatrie bieten Psychiater, Psychologen, Sozialarbeiter und Ethnologen am Zentrum für interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie (Zipp) der Berliner Charité Therapien für Geflüchtete und Migranten an. Neben Einzel- und Gruppentherapien gibt es in der psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) eine offene pychiatrische Akutsprechstunde für Geflüchtete und Asylsuchende – Dolmetscher für Arabisch und Farsi sind vor Ort. Drei neue Projekte werden nun voraussichtlich mit 1,1 Millionen Euro bewilligt.
psy-ccm.charite.de, spiegel.de (kostenpflichtig)

Studie: Freiwilliges Engagement in Deutschland weiterhin stark

In Deutschland übernehmen freiwillige Flüchtlingshelfer wichtige Lotsenfunktionen – von der Begleitung bei Behördengängen über Sprachförderung und Patenschaften bis hin zu Hilfe bei der Suche nach Jobs oder Wohnungen. Das Engagement ist in hohem Maße stabil, die Helfer motiviert.

Brigitte-Mohn_Berstelsmann-Stiftung_Foto-Jan-Voth_150x150px„Die Studie zeigt, dass viele Initiativen inzwischen dabei sind, sich zu institutionalisieren und beispielsweise Vereine gründen. Das ist wichtig, damit Engagement langfristig wirkt.“

So kommentiert Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, die Ergebnisse der Studie „Koordinationsmodelle und Herausforderungen ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe in den Kommunen“, die zeigt, dass Deutschlands Flüchtlingshelfer weiterhin hoch motiviert, aber auch auf die Unterstützung von Profis angewiesen sind.

Doch bei administrativen Fragen stoßen sie oft an ihre Grenzen. Da braucht es professionelle Unterstützung. Das zeigt die Studie „Koordinationsmodelle und Herausforderungen ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe in den Kommunen“, die vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Berliner Humboldt-Universität im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt wurde.
bertelsmann-stiftung.de, dw.com/de

Hamburg: Apartments für homo- und transsexuelle Geflüchtete

Die Stadt Hamburg will Apartments für besonders schutzbedürftige LSBTI-Geflüchtete nach dem Frauenhaus-Modell reservieren, kündigte Sozialsenatorin Melanie Leonhard an. Zurzeit finden die abschließenden Gespräche statt, um das Belegungsverfahren abzustimmen. Eine Belegung soll kurzfristig ermöglicht werden.

Die Allgemeine Vermittlungsstelle weist bereits seit Monaten all jenen Geflüchteten prioritär einen Platz in der Folgeunterkunft zu, die einen besonderen Schutzbedarf haben. Hierzu zählen nicht nur hochschwangere Frauen und schwerkranke Personen, sondern auch LSBTI-Geflüchtete.

Schon jetzt gibt es ausgewiesene Plätze für LSBTI-Geflüchtete in der Erstaufnahmeeinrichtung Hellmesbergerweg, die auch mit separaten, abschließbaren Sanitärcontainern verknüpft sind.

Die Betreiber der Unterkünfte wurden ergänzend dazu verpflichtet, bis spätestens Ende August 2016 ein Schutzkonzept für jede einzelne Einrichtung zu entwickeln. Die Konzepte sollen sowohl den Schutz von Geflüchteten mit Behinderung, Kindern und Frauen, als auch LSBTI-Geflüchteten vor Gewalt sicherstellen.
hamburg.de

NRW investiert in Sozialberatung von Geflüchteten

Nordrhein-Westfalen fördert die Sozialberatung von Geflüchteten dieses Jahr mit rund 27 Millionen Euro, rund 20 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Mit dem Geld sollen rund 400 Personalstellen in der sozialen Beratung gefördert werden.

In Dortmund, Siegen und Bonn entstehen drei neue Psychosoziale Zentren. In den bisher bestehenden zehn Zentren soll zudem das Personal aufgestockt werden. Ein weiterer Förderschwerpunkt liegt in die Beratung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten.
mik.nrw.de

Schaffe ich das? Ein Flüchtlingshelfer berichtet.

Joachim Ortmann ist Journalist. Oder war es. Bis vor kurzem hat er noch für die Chefredaktion der "Hamburger Morgenpost" gearbeitet. Mit dem Ruhestand setzte er sich nicht etwa zur Ruhe – sondern engagierte sich als Flüchtlingshelfer in der Hansestadt. Seither bestimmen die kleinen großen Sorgen der Flüchtlinge sein Leben. In einem absolut lesenswerten Erfahrungsbericht schreibt Ortmann über völlig überlastete Behörden, verschwundene Pässe, die eigene Unsicherheit und stellt fest: "Ohne all diese Unterstützer, das erlebe ich jeden Tag, wäre das Chaos perfekt."
mopo.de

Trier krönt syrische Geflüchtete als Weinkönigin.

In Trier, der ältesten Stadt Deutschlands, zeigt sich, wie Integration wirklich geht: Dort ist soeben die vor drei Jahren aus Syrien geflüchtete Ninorta Bahno neue Weinkönigin geworden. Die Krönung fand am Mittwoch auf dem Trierer Weinfest statt. Als Weinkönigin will Ninorta Bahno nun "eine Botschafterin für die Integration" werden, wie sie dem SWR sagte. Darauf lassen wir die Gläser klingen!
swr.de, ze.tt

Hamburg: Weiterbildung für geflüchtete Ingenieure geht in die zweite Runde

Mit der Weiterbildung „integral“ bietet die Technische Universität Hamburg (TUHH) wie berichtet ein in Deutschland einzigartiges Programm für geflüchtete Ingenieurinnen und Ingenieure und setzt dieses nun nach einem erfolgreichen Start fort.

Ziel ist es, Geflüchteten den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Das Weiterbildungsprogramm startet am 4. Oktober 2016. Eine Infoveranstaltung für Interessenten findet am 9. August 2016 um 18 Uhr an der TUHH statt.

Das Programm besteht aus den Schwerpunkten fachliche und sprachliche Weiterbildung sowie einer Einführung in den Arbeitsmarkt. In der Weiterbildung werden die fachlichen Kenntnisse mit den Anforderungen möglicher Arbeitgeber verglichen und ein individueller Lehrplan entworfen. In Sprachkursen wird die deutsche Ingenieurssprache vermittelt und gefestigt. Durch Jobmessen, Exkurse, Bewerbungstrainings und Praktika wird ein enger Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern geschaffen. Das Programm dauert bis zu drei Semester und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Teilnahmebedingungen sind ein abgeschlossenes Ingenieursstudium (Bachelor oder Master), gute Deutschkenntnisse (Niveau B1/B2) und eine Aufenthaltserlaubnis. Die Weiterbildung ist kostenfrei. Gesucht werden noch Firmen, die Interesse am Programm haben und im Rahmen dessen Praktika oder Projekte durchführen möchten.
tuhh.de

Garmisch-Partenkirchen: Integration in der Autowerkstatt

Abdullah Mohamad ist von Syrien nach Deutschland geflüchtet.Nach zahlreichen erfolglosen Bewerbungen beginnt Abdullah ein Praktikum bei der Auto Maier GmbH, einer freien Werkstatt mit 13 Mitarbeitern, in Garmisch-Partenkirchen. Seit Oktober 2015 macht der 22-Jährige dort eine Ausbildung zum KfZ-Mechatroniker, träumt vom Meisterbrief. Schon während Abdullahs Praktikum wusste Betriebsleiter Stefan Maier, dass er mit dem jungen Syrer einen wertvollen Mitarbeiter gefunden hatte: „Mein Bauchgefühl hat mir vom ersten Moment an gesagt: Er passt zu uns.“ Die ganze Geschichte „Vom Aufmachen und Ankommen“ gibt's hier zum Nachlesen:
deutschland-kann-das.de

Oper mit Geflüchteten

Gemeinsam mit dem Zuflucht Kultur e. V. produzierten die Ludwigsburger Schlossfestspiele Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Idomeneo“. In der Oper geht es um das Leben nach dem Krieg und das Überleben. Ein internationales Ensemble aus Asylsuchenden wirkte an der Produktion mit. Nach den Aufführungen bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen Anfang Juli soll es weitere Termine geben – am 31.10.2016 um 19:30 Uhr in der Stadthalle Biberach sowie am 3. und 4.11.2016 im Rahmen der EUROPA-KULTURTAGE der EZB im Kurtheater Bad Homburg. Aufführungen im Cuvilliés-Theater München und im Radialsystem Berlin sind in Planung.
zufluchtkultur.de, reportage1.stzn.de (Multimediareportage)

Mehrgenerationenhaus erhält 25.000 Euro für Flüchtlingshilfe

Im bayrischen Haßfurt haben ehrenamtliche Helfer 25.000 Euro für die Arbeit mit Flüchtlingen erhalten. Neben gemeinsamen Aktivitäten können so bspw. vermehrt Bildungsangebote für die ins Mehrgenerationenhaus kommenden Geflüchteten angeboten werden. Die Geldsumme wurde im Rahmen des Sonderprogramms Zusammenhalt fördern, Integration stärken der Bayerischen Staatsregierung zur Verfügung gestellt. Insgesamt werden durch dieses Projekt 14 Mehrgenerationenhäuser in Bayern mit 390.000 Euro unterstützt.
www.br.de

#NichtEgal – Mit Kreativität gegen den Hass im Netz

Mit dem Video-Wettbewerb „#NichtEgal ‒ Die 360°-YouTube-Challenge“ will YouTube zusammen mit seiner Community für mehr Offenheit und Toleranz werben. YouTube-Nutzer sind dazu aufgerufen, Videos gegen Online-Hass zu konzipieren. Zur Teilnahme braucht es einen YouTube-Kanal sowie eine Idee für einen Clip, erklärt in maximal 300 Wörtern, und einen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Außerdem muss man mindestens 18 Jahre alt sein, um teilzunehmen. Einsendeschluss für die Konzepte ist der 28. August 2016. Die besten drei Ideen sollen dann als Teil unserer groß angelegten Initiative umgesetzt werden.
youtubecreatorde.blogspot.de, nichtegal.withyoutube.com

Berlin: LAF löst LaGeSo in Flüchtlingsfragen ab

Seit dem gestrigen 1. August ist in Berlin das neue Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) für Geflüchtete zuständig und löst damit das wegen Überforderung häufig kritisierte Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) ab.

Damit werden statt 165 Mitarbeitern künftig 550 in Vollzeit Angestellte für den Asylbereich zuständig sein, wobei derzeit noch 50 bis 60 der Stellen unbesetzt sind. Seinen Hauptsitz hat das LAF in der Bundesallee in Wilmersdorf, weitere Standorte sollen folgen. Das LAF kümmert sich fortan um die Aufnahme, Registrierung und Unterbringung von Asylsuchenden sowie die Gewährung von Sozialleistungen.

Leiterin der neuen Behörde ist Claudia Langeheine, die zuvor Direktorin des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten war. Sie will dafür sorgen, dass Geflüchtete im LAF für alle Fragen künftig nur noch einen Ansprechpartner haben.
tagesspiegel.de, rbb-online.de, berliner-zeitung.de

Til-Schweiger-Stiftung zieht erste Bilanz

Die Stiftung von Filmemacher und Schauspieler Til Schweiger hat ihren ersten Geschäftsbericht vorgelegt. Von den in den ersten vier Monaten zusammengekommenen Spendengeldern in Höhe von rund einer Million Euro seien rund 643.000 Euro bewilligt worden, teilte die Til Schweiger Foundation mit. Rund 20 verschiedene Projekte habe die Stiftung damit unterstützt, viele davon im Bereich Flüchtlingshilfe.

Neben unmittelbaren Sofortmaßnahmen wie traumatherapeutischer Stabilisierung und einer mobilen Arztpraxis sei vor allem Integration und Sprachförderung von Kindern unterstützt worden.

Die Bauarbeiten für das von der Stiftung finanzierte Kinderbetreuungs-Haus auf dem Gelände der Flüchtlingsaufnahmeeinrichtung in Osnabrück sollen im August beginnen.
stern.de, ndr.de, tilschweigerfoundation.de

#BAMFfaq: Das BAMF beantwortet Fragen rund um Integration, Arbeitsmarktzugang etc.

Im Rahmen der neuen Reihe #BAMFfaq beantwortet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF Fragen zu Themen wie Integration, Blaue Karte EU, Rückkehrförderung oder Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Los geht's mit dem Thema Arbeitsmarktzugang für geflüchtete Menschen. Dabei werden beispielsweise die verschiedenen Aufenthaltstitel erläutert und darauf aufbauend die Zugangsmöglichkeiten und -bedingungen zum Arbeitsmarkt für Geflüchtete.
bamf.de

Refugee Radio Rhein-Neckar: Radio von Geflüchteten

Der bermuda.funk, das Freie Radio Rhein-Neckar, hat das Projekt „Refugee Radio Rhein-Neckar“ gestartet. Es soll zum einen Geflüchteten die Möglichkeit geben, selbst auf Sendung zu gehen. Zum anderen möchte es Gruppen und Initiativen in der Region vernetzen. Zur Umsetzung erhält der Sender 14.000 Euro aus dem Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Konkret findet seit Ende Juli einmal wöchentlich ein Refugee Radio-Café statt. Hier gibt es die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre Radiotechnik kennenzulernen, zu erfahren, welche Plattformen das freie Radio Rhein-Neckar bietet, selbst auf Sendung zu gehen oder einfach Radio zu hören und sich bei einem Kaffee oder Tee auszutauschen. Ergänzend werden Kurz- und Langworkshops zu Radio-Interview, Studio- und Aufnahmetechnik sowie weiteren Themen der freien Radioarbeit angeboten.
rnz.de, bermudafunk.org

FC St. Pauli integriert Flüchtlingsclub

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli übernimmt nun auch offiziell die Patenschaft für den aus Geflüchteten bestehenden Fußballverein FC Lampedusa Hamburg. Nach einem zweieinhalbjährigen Miteinander habe man sich entschieden, „eine sportliche und gesellschaftspolitische Einheit" zu werden, so der FC Lampedusa in einer Mitteilung.

Gemeinsam möchten beide Clubs Geflüchteten und Migrierten in der Hansestadt die Möglichkeit geben, Fußball zu spielen, unabhängig von Pässen, Dokumenten aller Art, Herkunft, Religion, Aufenthaltsdauer oder fußballerischen Fähigkeiten.

Der FC Lampedusa Hamburg bleibt weiterhin ein selbstorganiserter Fußballclub, wird vom FC St. Pauli bei der Bereitstellung von Sportanlagen und Ausrüstung unterstützt, und versteht sich als das offizielle ‘Refugee-Team’ des FCSP. Um den Zusammenschluss noch deutlicher zu machen, heißt der FC Lampedusa Hamburg ab sofort FC Lampedusa St. Pauli.
ndr.de, fclampedusa-hh.de

Brandenburg: Etwa 1.200 Flüchlingsausweise ausgestellt

Seit dem Start am 11. Mai sind in Brandenburg laut Innenministerium rund 1.200 Flüchtlingsausweise ausgestellt worden. Bundesweit wurden bereits mehr als 90.000 Asylsuchende mit dem Auskunftsnachweis ausgestattet, so das BAMF.

Das Dokument enthält neben Namen, Geburtsdatum, Körpergröße, Augenfarbe und Lichtbild auch die zuständige Aufnahmeeinrichtung sowie die ausstellende Behörde und soll das Asylverfahren beschleunigen und Missbrauch durch Mehrfachregistrierungen verhindern.
rbb-online.de

München: Flüchtling bietet Schutz während Amoklauf

Ein afghanischer Flüchtling hat während der Massenpanik beim Amoklauf in München 200 Menschen bei sich aufgenommen und in seinem Keller in Sicherheit gebracht. Denn wenn es nach Amir Najiarzadeh geht, sind alle Menschen gleich, unabhängig ob Deutscher oder Flüchtling. Der im Sicherheitsdienst tätige Mann war selbst verängstigt, hat aber aus Menschlichkeit gehandelt und sieht sein Handeln als gute Tat im Namen aller Afghanen.
www.dw.com

Ein Jahr ShareTheMeal in Deutschland mit positivem Fazit

ShareTheMeal_app_map_Deutsch-WEBIm Juni 2015 startete die ShareTheMeal-App des UN World Food Programme (WFP) in Deutschland. Gut ein Jahr später haben sich 550.000 Menschen die App für ihr Smartphone heruntergeladen und mehr als 6,5 Millionen Mahlzeiten geteilt.

Die Mahlzeiten erreichen die Menschen in Not über Schulmahlzeiten, spezielle Ernährungsprogramme für Mütter- und Kinder sowie Nahrungsmittelgutscheine des WFP. Während der Pilotphase wurden Mittel für das Schulmahlzeitenprogramm im südafrikanischen Lesotho gesammelt. Nutzer unterstützten bedürftige Schulkinder binnen weniger Monate mit mehr als 1,8 Millionen Tagesrationen. Im Anschluss an die erfolgreiche Pilotphase wurde ShareTheMeal im November 2015 weltweit verfügbar gemacht. In den darauffolgenden Spendenkampagnen unterstützten Nutzer die notleidende Bevölkerung in Syrien und den Nachbarländern.

Aktuelles Ziel der MacherInnen ist es, 1.500 Flüchtlingskindern unter 12 Jahren in Bar Elias, in der Bekaa-Ebene, für ein ganzes Jahr zu helfen.

ShareTheMeal ist in neun Sprachen verfügbar und ermöglicht Spenden in 27 Währungen.
sharethemeal.org >>

(mit Pressematerial des UN World Food Programms)

Schwimmkurs für Kinder von Geflüchteten

In Brokdorf, Schleswig-Holstein, erhalten die Kinder von geflüchteten Menschen einen Schwimmkurs im Freibad des Ortes. Auf Initiative der Bürgermeisterin Elke Göttsche gibt Schwimmmeister Lutz Stüven den Kids Schwimmunterricht.

In den vergangenen Wochen gab es – nicht nur im Brokdorfer Freibad – Badeunfälle, bei denen Geflüchtete zu Schaden kamen. Offenbar gibt es beim Schwimmen Nachholbedarf, den die Brokdorfer zumindest in ihrer Gemeinde gern bedienen wollen und somit die Sicherheit der Kinder erhöhen. An drei Tagen in der Woche will man sich im Freibad treffen, bis die Kinder schwimmen können.
shz.de >>

Gartenmöbel aus Paletten

Manchmal können die Ideen einfach sein und trotzdem helfen. In einem Düsseldorfer Flüchtlingscamp wurden so aus 60 Holzpaletten an einem Wochenende 16 Tische und Bänke für den Garten der Unterkunft. 150 Männer leben in dem Camp noch in zwei Zelten. Mithilfe der Ehrenamtlichen vom Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM) und dem Heimatverein Düsseldorfer Jonges wurde die Idee der Outdoor-Möbel gemeinsam mit 15 Geflüchteten umgesetzt.
lokalkompass.de >>

PS: Zahlreiche Ideen als Anregungen für Möbel aus Logistik-Paletten gibt es heimwerker.de >>

Berlin: Fitnesscenter für Flüchtlinge eröffnet

Die 2000 Bewohner der Notunterkunft Flughafen Tempelhof haben ab sofort die Möglichkeit sich sportlich zu betätigen. Auf einer Fläche von 1200 Quadratmetern im Hangar 1 des ehemaligen Flughafens können die Geflüchteten an verschiedenen Geräten trainieren oder an Sportkursen teilnehmen. Neben einem Tennisplatz und Badminton-Feld gibt es einen Billard- und einen Kickertisch sowie eine Tischtennisplatte. Darüber hinaus werden Tanz-, Zumba- und Yogakurse angeboten. Initiiert wurde das Projekt vom Betreiber der Notunterkunft TAMAJA und ehrenamtlichen Helfern. Die Fitnessgeräte wurden vom Landessportbund und dem Berliner Leichtathletik Verband (BLV) gespendet.
www.tagesspiegel.de

Hochschule Darmstadt: Einstiegsprogramm für studieninteressierte Geflüchtete

Die Hochschule Darmstadt startet ein weiteres Angebot, um geflüchteten Studieninteressierten den Einstieg ins Studium zu erleichtern. Ab dem kommenden Wintersemester 2016/17 erhalten Geflüchtete mit direkter Hochschulzugangs-Berechtigung und Interesse an einem ingenieurwissenschaftlichen Bachelor-Studium die Gelegenheit, dieses auch ohne die dafür nötigen Deutschkenntnisse zu beginnen. Um auf das für ein Studium geforderte Sprachniveau zu kommen, besuchen sie über zwei Semester hinweg einen Intensiv-Deutschkurs.

Mittelpunkt des neuen Programms ist die Unterstützung von Geflüchteten beim Studienstart. Sie belegen englischsprachige Mathematik-Module für ingenieurwissenschaftliche Studierende sowie eine Einführung in die Elektrotechnik. Flankierend gibt es einen Intensiv-Sprachkurs vom Sprachenzentrum der Hochschule Darmstadt. Ziel ist das Bestehen der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang. Die Lehrveranstaltungen besuchen die Geflüchteten gemeinsam mit regulären Studierenden der Hochschule. Unterstützung beim Studienstart erhalten sie von mehrsprachigen Tutorinnen und Tutoren.

Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Einstiegsprogramm sind unter anderem der Nachweis einer Hochschulzugangsberechtigung für das Studium in Deutschland, Deutschkenntnisse auf mindestens abgeschlossenem A2-Niveau und gute Englisch-Kenntnisse. Die Bewerbungsunterlagen müssen unter anderem ein kurzes Motivationsschreiben in englischer Sprache enthalten. Geflüchtete mit fortgeschrittenen Deutschkenntnissen (abgeschlossenes B2-Niveau) können das Einstiegsprogramm auf ein Semester verkürzen.

Ausführliche Infos zu den Voraussetzungen und zum Bewerbungsprozess finden sich in englischer Sprache unter h-da.com/refugees.
idw-online.de

Website für psychisch belastete Geflüchtete

Wie bereits vorab berichtet haben Studierende und Mitarbeiter des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und der Universität Hamburg gemeinsam ein Online-Selbsthilfeinstrument für psychisch belastete Flüchtlinge entwickelt, das nun gestartet ist. Auf der Website refugeeum.eu können sich Geflüchtete ab sofort über verschiedene Belastungsreaktionen wie Angst, Traurigkeit oder Wut informieren. Zugleich werden ihnen Selbsthilfestrategien aufgezeigt. Die Informationen sollen Geflüchteten und ihren Angehörigen dabei helfen, solche Belastungsreaktionen besser zu verstehen und das Wohlbefinden zu steigern.

Die Informations- und Selbsthilfematerialien wurden auf wissenschaftlicher Basis entwickelt, sind leicht verständlich geschrieben und werden zunächst in drei Sprachen (Deutsch, Farsi und Englisch) angeboten. Vier weitere Übersetzungen (Arabisch, Albanisch, Serbisch und Französisch) werden in Kürze folgen.

„Alle auf der Website angebotenen Selbsthilfestrategien können ohne weitere Hilfsmittel angewendet werden. Sie sind ein niederschwelliges Hilfsangebot, ersetzen aber bei psychisch erkrankten Flüchtlingen keinesfalls eine professionelle Behandlung“, erklärt Dr. Mike Mösko, Leiter der Arbeitsgruppe Psychosoziale Migrationsforschung im Institut und der Poliklinik für Medizinische Psychologie des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf.
uke.de, refugeeum.eu

Helfer-Allianz für Deutschland gegründet

Die drei Online-Portale für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe GoVolunteer, HelpTo und ichhelfe.jetzt bündeln ihre Kräfte und rufen die Helfer-Allianz ins Leben. Mit der Initiative sollen digitale Angebote für ehrenamtliches Engagement effizient vernetzt werden.

Über die technische Zusammenführung ihrer Helfer-Plattformen soll eine zentrale digitale Anlaufstelle für alle Bürger geschaffen werden, die helfen möchten. Wer noch keine Erfahrung in der Flüchtlingshilfe gesammelt hat, soll Projekte entdecken, Fragen stellen und seine Hilfe anbieten können. Wer Unterstützung für sich selbst oder sein Projekt brauche, könne ein Gesuch einstellen oder den bereits über 200.000 Nutzern der drei Portale Möglichkeiten zur Mitarbeit präsentieren.

„Wir wollen den Grundstein für mehr Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe legen und laden alle digitalen Hilfsinitiativen ein, sich der Helfer-Allianz anzuschließen“, sagt Malte Bedürftig, Gründer von GoVolunteer und einer der Initiatoren der neuen Initiative.

Mehr als 20 Projekte folgten dem Aufruf bereits – darunter Betterplace, die D21-Helfer-Community der deutschen IT-Wirtschaft, die Hilfsinitiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Auf lange Sicht soll eine gemeinsame Online-Plattform entstehen, die alle Angebote verbindet“, sagt Bedürftig. „Zur Verwirklichung dieser Vision werden jetzt Unterstützer aus Wirtschaft und Politik gesucht.“ Daniel Wetzel von HelpTo ergänzt: „Um die Vernetzung von Helfern und Organisatoren technisch zu ermöglichen, müssen wir jetzt finanzielle Förderer gewinnen. Dafür wollen wir ein Fonds einrichten.“
govolunteer.com

65 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention

Heute vor 65 Jahren, nämlich am 28. Juli 1951, wurde auf einer UN-Sonderkonferenz in Genf das „Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“ verabschiedet, welches 1964 in Kraft trat. Ergänzt wurde es im Jahr 1967 durch das „Protokoll über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“.

Die Genfer Flüchlingskonvention ist auch heute noch das wichtigste internationale Dokument für den Flüchtlingsschutz, denn sie legt fest, wer ein Flüchtling ist und welchen Schutz, welche Hilfe und Rechte der- oder diejenige von den Unterzeichnerstaaten, bisher 147, erhalten sollte. Pflichten, die ein Flüchtling gegenüber dem Gastland erfüllen muss, sind dort genauso festgeschrieben wie Gruppen, z.B. Kriegsverbrecher, die vom Flüchtlingsstatus ausgeschlossen sind.
dw.com, unhcr.de

Förderpreis „Helfende Hand“ – Bewerbungsschluss rückt näher

Mit dem Förderpreis „Helfende Hand“ des Bundesinnenministeriums werden Ideen und Konzepte, die das Interesse der Menschen für das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz wecken, sowie Unternehmen, Einrichtungen und Personen ausgezeichnet, die den ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitarbeiter vorbildlich begleiten und fördern. In diesem Jahr vergibt die Jury außerdem den Sonderpreis „Integration von Flüchtlingen in die (Hilfs-)Organisationen des Bevölkerungsschutzes“. Bewerbungen können noch bis zum 31. Juli 2016 eingereicht werden. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière wird den Preis dann am 28. November 2016 in Berlin verleihen.
helfende-hand-foerderpreis.de

Tagesgruppe „AID“ hilft minderjährigen Flüchtlingen

Im nordrhein-westfälischen Derschlag hat der Verein Abenteuerwerkstatt e.V. das Projekt Ankommen in Deutschland (AID) ins Leben gerufen. Seit Mai 2016 werden sechs minderjährige Flüchtlinge zwischen 15 und 17 Jahren tagsüber im Jugend- und Familienzentrum bei der Integration unterstützt. Sie sind allein nach Deutschland gekommen und leben in Flüchtlingsunterkünften oder Gastfamilien. In der Tagesgruppe können sie wieder zu einem geregelten Alltag finden. So lernen sie vormittags Deutsch und helfen bei der Vorbereitung der Mahlzeiten, am Nachmittag besuchen Sie Museen oder übernehmen handwerkliche Tätigkeiten.
www.rundschau-online.de

Umfrage zur Motivation von Flüchtlingshelfern

Sarah Mittelbach, die sich in Berlin selbst in der Flüchtlingshilfe engagiert, beschäftigt sich nun auch in ihrer Abschlussarbeit mit dem Thema "Flucht". Mittels einer Online-Umfrage will sie beispielsweise mehr über die Motivation von Flüchtlingshelferinnen und -helfern erfahren. Die Beantwortung der Fragen nimmt nur etwa zwei bis drei Minuten in Anspruch. Über rege Teilnahme freut sich Sarah Mittelbach!
Hier geht's zum Umfrage-Tool >>

Brandenburg: DGB informiert Geflüchtete über Arbeitsrecht

Mit der neuen Fachstelle „Migration und Gute Arbeit“ baut der Deutsche Gewerkschaftsbund sein Beratungsangebot in Brandenburg weiter aus. Die Fachstelle wird von der Weiterbildungseinrichtung Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg, die gemeinsam vom DGB und den Volkshochschulen getragen wird, betrieben.

Sie informiert Migrantinnen und Migranten in Brandenburg über arbeitsrechtliche Fragen wie z.B. Lohn, Arbeitszeiten, Überstunden und Urlaub, sowie über sozialrechtliche Fragen wie z.B. Kranken- und Pflegeversicherung. So soll verhindert werden, dass Zuwanderer und insbesondere Geflüchtete als billige Arbeitskräfte ausgebeutet werden.

Die neue Fachstelle ist landesweit auch mobil unterwegs, um z. B. Geflüchtete in den Unterkünften beraten zu können.
masgf.brandenburg.de

Erlangen: Neue Kommunikationsangebote für Geflüchtete und Helfer

Mit zwei neuen Kommunikationsplattformen will die Stadt Erlangen Informationen für Geflüchtete und Helfer besser bündeln: Die „Welcome App Erlangen“ bietet künftig neben Deutsch in fünf weiteren Sprachen (Arabisch, Farsi, Englisch, Französisch und Russisch) grundlegende Infos an. Auf dem Internetportal „HelpTo Erlangen“ können zudem Gesuche und Angebote der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit eingestellt und so besser vernetzt werden.
nordbayern.de, erlangen.de

NRW plant Verdopplung der Sprachkurse

Nordrhein-Westfalen will doppelt so viele Sprachkurse wie bisher anbieten, um geflüchtete Menschen auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. So soll die Zahl der Basissprachkurse von derzeit 3.600 auf 7.200 Plätze ausgebaut werden.

Hintergrund ist, dass der Bund den Ländern vor der Sommerpause bis 2018 insgesamt sieben Milliarden Euro zusätzlich für Geflüchtete zugesichert hatte, von denen NRW 1,3 Milliarden erhält. Das zusätzliche Geld soll neben den weiteren Sprachkursen auch in die kommunalen Integrationszentren sowie in den Ausbau des Landesprogramms „Komm-an NRW“ fließen.
wdr.deaachener-zeitung.de

Bundeswehr: Ausbildungsplätze für Geflüchtete

Um bei der Integration im Arbeitsmarkt zu helfen, sollen zunächst im Rahmen eines Pilotprojektes mehr als hundert aus Syrien geflüchtete Menschen einen Ausbildungsplatz bei der Bundeswehr erhalten, und zwar in den Bereichen Handwerk, Technik, Medizin und Logistik. „Die Idee ist, dass sie eines Tages nach Syrien zurückgehen und beim Aufbau helfen“, so Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Als Soldaten sollen Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit aber nicht zum Einsatz kommen.
zeit.de

Eutin mit zentraler Anlaufstelle für Flüchtlingshilfe

Im ehemaligen Katasteramt der Stadt ist bereits eine Unterkunft für Geflüchtete untergebracht. Nun konnte auch die Flüchtlingskoordinatorin Sophia Schutte mit ihrem kleinen Team ein Büro in dem Gebäude beziehen. Dadurch entsteht nun eine zentrale Anlaufstelle für die Flüchtlingshilfe für die Stadt Eutin in Schleswig-Holstein.

2015 lag der Fokus der Koordinationsarbeit auf der Notversorgung geflüchteter Menschen. In diesem Jahr verschoben sich die Aufgabenstellungen weiter in Richtung Integrationsarbeit und Unterstützung bei Amts- und Arztgängen, Job- und Wohnungssuche sowie Geburtsvorbereitung und Integrationskurse.
shz.de >>

Lesetipp – Integration als persönliche Herausforderung

Inga Pylypchuk wurde in der Ukraine geboren und kam vor acht Jahren nach Deutschland. In einem persönlichen Beitrag für Die Welt berichtet sie über ihre eigenen Erfahrungen mit der Integration und darüber, wie sie inzwischen selbst zwei syrische Geflüchtete aus Homs dabei unterstützt, in Deutschland Fuß zu fassen. Belal und Moustapha hat Inga über die Internetplattform „Let's integrate“ kennengelernt. Das Projekt bringt BerlinerInnen und geflüchtete Menschen zusammen.
welt.de >>, letsintegrate.de >>

„Jeans for Refugees“ – Charity-Auktion des Künstlers Johny Dar startet

Der Modedesigner und Künstler Johny Dar hat weltweit 100 Prominente davon überzeugen können, je eine Jeans zu spenden. Die Jeans wurden anschließend von Dar lackiert und mit verschiedenen künstlerischen Bearbeitungen veredelt.

Ab dem 22. Juli 2016 kann man für die ersten 15 modischen Kunstwerke beim Online-Auktionshaus Catawiki bieten. Diese ersten 15 Stücke wurden gespendet von Sharon Stone, Anna Wintour, P!nk, Elle McPherson, Emma Watson, Lily Allen, Eva Longoria, Heather Graham, Kate Moss, Joan Smalls, Sofia Coppola, Rachel McAdams, Zoe Saldana, Tal und Jessica Hart.

Weitere Jeans der Stars werden über die nächsten 100 Tage versteigert. Die Auktion der Initiative „Jeans for Refugees“ wird in einer einwöchigen Ausstellung aller Modelle in der Saatchi Gallery in London beendet.

Die Verkaufserlöse der Sammlerobjekte gehen an das International Rescue Committee (IRC), das täglich Millionen von Flüchtlingen weltweit unterstützt.

Johny Dar will ebenfalls eine Reihe von Jeans in einer Live-Kunst-Performance über 10 Tage in einem Flüchtlingslager bemalen [Dar wird non-stop die Jeans bemalen]. Dieser Mal-Marathon soll auf die Ausdauer und die Entschlossenheit von Millionen von Flüchtlingen hinweisen, die notwendig sind um ihre Reise und ihren gemeinsamen Traum von einer neuen Heimat und einem Neuanfang zu erfüllen.

Link zum Auktionsangebot: catawiki.com >>

Kunstausstellung „daHEIM“ im Museum Europäischer Kulturen in Berlin

In Berlin Dahlem im Museum Europäischer Kulturen und in einem Spandauer Wohnheim für Asylsuchende wurde das Ausstellungsprojekt „daHEIM: Einsichten in flüchtige Leben“ realisiert. Dafür haben die Künstlerin Barbara Caveng und die Initiative KUNSTASYL mit Geflüchteten und BewohnerInnen des Wohnheims für Asylsuchende, Staakener Straße in Berlin-Spandau, zusammengearbeitet. Die Ausstellung „soll mit Mitteln der Kunst und Methoden der Kulturanthropologie in einem experimentellen, werkstattartigen Prozess Erfahrungen, Wünsche, Lebensperspektiven und Wohnwelten von Menschen, die fliehen mussten, aufzeigen.“

Die Kulturredakteurin der TAZ, Katrin Bettina Müller, hat dazu ein einfühlsames, kleines Portrait der teilnehmenden Menschen aufgeschrieben, die ihre Erfahrungen der Flucht in Form von Wandbildern eingebracht haben. Eine Leseempfehlung.

Ausstellungsinfos:
22. Juli 2016 bis 02. Juli 2017
Museum Europäischer Kulturen

smb.museum >> (Ausstellungsinfos), taz.de >> (Portrait)

Berlin: LAF eröffnet im August

Das neue Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) soll im August eröffnen. Geleitet wird das Amt von Claudia Langeheine. Die 49-jährige ist Juristin und derzeit noch Direktorin des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten. Seinen Hauptsitz hat das LAF in der Bundesallee. Dort sollen sich künftig 550 Mitarbeiter um die Anliegen von Geflüchteten kümmern. Weitere Standorte sind in der Kruppstraße und in den Treptowers – für 2017 ist außerdem ein Standort in der Darwinstraße geplant. Mit dem neuen Amt soll auch das Lageso in der Turmstraße entlastet werden.
tagesspiegel.de

Paderborn: Erzbistum startet neue Plattform für Flüchtlingshilfe

Unter dem Motto „Miteinander füreinander“ wurde die neue Internetseite fluechtlingshilfe-paderborn.de ins Leben gerufen, mit der das Erzbistum Paderborn Engagement und Initiativen bündeln und vernetzen will. Wer geflüchteten Menschen in Paderborn helfen möchte, findet auf dieser neuen Plattform ab sofort ein breites Spektrum von Informationen, Tipps und Ansprechpartnern.
erzbistum-paderborn.de, fluechtlingshilfe-paderborn.de

Filmuni Babelsberg: Kostenlose Workshops für geflüchtete Filmschaffende

Die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf will Geflüchteten, die in ihren Herkunftsländern in der Film- und Medienbranche gearbeitet haben, in Deutschland den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern. Vom 8. bis 12. August bietet die Uni deshalb zusammen mit dem Career College der Berliner Universität der Künste (UdK) eine „Refugee Class goes Filmuniversität“ an.

Gemeinsam mit Akteuren aus der Film- und Fernsehbranche geben Dozentinnen und Dozenten der Filmuniversität kostenlose Workshops und Seminare für geflüchtete Film- und Medienschaffende. Im Fokus stehen Themen wie Filmstudium, Film- und Fernsehproduktion, Freiberuflichkeit sowie Festivalarbeit in Deutschland. Dazu geben etablierte Partner wie die Deutsche Welle und die UFA im Rahmen von Exkursionen praktische Einblicke in die Medienarbeit.

Ziel der Workshops ist eine bestmögliche Unterstützung für professionelle Akteure mit Fluchthintergrund und darüber hinaus eine Vernetzung in die Film- und Medienwelt in Berlin und Brandenburg. Anmeldungen sind bis zum 3. August möglich.
maz-online.de, kulturradio.de, filmuniversitaet.de

Berlin: Entscheidung zu neuem Ankunftszentrum für Geflüchtete

Das geplante große Ankunftszentrum am Tempelhofer Feld wird es in der ursprünglich geplanten Form nicht geben: Es soll stattdessen am 1. September an zwei Standorten eröffnet werden.

Im Hangar 5 auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof sollen Asylbewerber künftig maximal die ersten 72 Stunden zur Aufnahme ihrer Personaldaten verbringen, sagte Sozialsenator Mario Czaja. Die Kurzzeitunterkunft soll 324 Plätze bieten. In der Bundesallee sollen Geflüchtete anschließend zusammen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weiter registriert werden und ihren Asylantrag beim BAMF stellen können. Darauf hätten sich Bund und Land nach langen Verhandlungen geeinigt, wie Czaja erläuterte. Ziel sei es, bis zum Jahresende die Hangars als Notunterkünfte aufgeben zu können.

Der Entscheidung für die nun vorgestellte Lösung sei eine intensive Prüfung der Bedingungen am Flughafen Tempelhof vorausgegangen, für die mehrere Gutachten eingeholt wurden. Auch mögliche andere Standorte seien geprüft worden. Die Prüfungen hätten ergeben, dass die Gesamtkosten für Planung, Herrichtung und Schallschutz 10 Millionen Euro betragen würden und dass sich die Bauzeit bis mindestens Januar 2017 hinziehen würde. Dagegen sei die nun getroffene Entscheidung für zwei Standorte „kurzfristig zu realisieren und kostengünstig“.
morgenpost.de, tagesspiegel.de, berlin.de

Berlin: Print-Kampagne für Willkommenskultur

Berlin-wieder-und-wieder-vereint_920px„Berlin wieder und wieder vereint“ – unter diesem Motto haben Plantage Berlin und die Schwarzkopf Stiftung eine Anzeigen- und Plakatkampagne gestartet, die Offenheit, Toleranz und Engagement in der Bundeshauptstadt fördern soll. Ziel ist es, dazu beizutragen, dass – vor allem in Berlin – positiv an die Herausforderungen der Flüchtlingskrise herangegangen wird.

Andre-Schmitz-Schwarzkopf_150x150px„In den letzten Monaten sind in Berlin viele Initiativen entstanden, die zeigen, dass 'Wir schaffen das!' auch in der jetzigen Situation nicht nur eine Wunschformel ist, sondern konkretes Handeln. Darauf möchten wir mit der Kampagne aufmerksam machen",

sagt André Schmitz-Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Schwarzkopf-Stiftung.

wuv.de

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BIFF – Initiative am Wirtschaftsstandort Frankfurt-Rhein-Main

Unternehmen in Frankfurt Rhein-Main wollen geflüchteten Menschen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt bieten und stellen dafür Ausbildungs- und Arbeitsplätze bereit. In Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt am Main, der Arbeitsagentur Frankfurt und der Industrie-und Handelskammer Frankfurt am Main wurde ein Programm zur Integration in Arbeit entwickelt, das auf mehrere Jahre angelegt ist. Im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative BIFF – Berufliche Integration von Flüchtlingen in Frankfurt-Rhein-Main sollen in der Region die drei Phasen Berufsorientierung, Qualifizierung und Berufsausbildung durchlaufen werden. Teilnehmen können zugewanderte junge Menschen ab 16 Jahren mit Bleibeperspektive in Frankfurt und mindestens einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung. So soll für sie eine gesicherte Beschäftigung und folglich eine gelungene Integration gewährleistet werden.
gjb-frankfurt.de

Leipzig: Projekt für geflüchtete Kunst-Studenten

An der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) wurde eine „Akademie für transkulturellen Austausch“ gegründet. Es handelt sich um bundesweit einmaliges Projekt, bei dem geflüchtete Design- und Kunst-Studenten ein akademisches Angebot erhalten. Leute, die ihr Studium aufgrund von Krieg und Flucht abbrechen mussten, sollen damit ihre Ausbildung fortsetzen können.

Die Akademie besteht aus einem viersemestrigen Programmstudium mit der Möglichkeit, jederzeit in das reguläre Diplomstudium wechseln zu können. Studiengebühren fallen nicht an. 10 bis 15 Geflüchtete sollen mit Beginn des Wintersemesters Anfang Oktober in Leipzig anfangen.
lvz.de

Berlin: Summer School von Studierenden für Geflüchtete

Am 2. August startet an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin die erste Summer School für Geflüchtete. Einen Monat lang moderieren Studierende der HWR Berlin Seminare für Geflüchtete in kleinen Gruppen von bis zu 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Auf dem englischsprachigen Workshop-Programm stehen neben landeskundlichen Themen Einführungskurse in die Betriebs-Wirtschaftslehre sowie Exkursionen. An vier Wochentagen – außer montags – beginnen die Kurstage jeweils um 10.00 Uhr mit einer Gesprächsrunde in deutscher Sprache, in der die ausländischen Teilnehmer/innen ihre Sprachkenntnisse aufbauen und vertiefen können.
hwr-berlin.de

Brandenburg: Ausbildungsinitiative für Geflüchtete gestartet

Brandenburg hat die Weichen für eine erfolgreiche Integration von Geflüchteten in Ausbildung und Arbeit gestellt. Die Landesregierung und die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit starteten mit den Wirtschafts- und Sozialpartnern, den Industrie- und Handels- sowie den Handwerkskammern und dem Landkreistag die Initiative „Gemeinsam Perspektiven eröffnen!“. Damit verpflichten sie sich, Geflüchtete bei der Integration in den Brandenburger Arbeitsmarkt intensiv und aufeinander abgestimmt zu unterstützen.
rbb-online.de, stk.brandenburg.de

Stadtführung durch Berlin mit einem Geflüchteten

Über Querstadtein, ein Projekt des gemeinnützigen Vereins Stadtsichten e.V., haben wir bereits im April berichtet. Dabei zeigen geflüchtete Menschen ihre neue Heimat Berlin als Stadtführer aus ihrer Perspektive. Silke Fokken hat nun den Syrer Firas Zakri bei einer solchen Stadtführung begleitet. Dabei stellt er auch seine Kundschaft auf die Probe – und dokumentiert damit sein Leben als Flüchtling in Deutschland. Prädikat: erst lesens- und dann erlebeswert!
spiegel.de

Lese-Tipp: Wie integriert bin ich eigentlich?

Das fragt sich Yahya Alaous in einem ausgesprochen lesenswerten Beitrag in der "Süddeutschen Zeitung". Der syrische Journalist flüchtete 2015 mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern nach Deutschland und lebt nun in Berlin. Und was er schreibt, macht Freude. Kostprobe gefällig? Bitteschön:

"Manchmal mache ich mir Sorgen, ob ich mich schnell genug in die Gesellschaft einfüge - darum mache ich mir dann sehr viele Gedanken. Ich würde gerne irgendwie kontrollieren können, dass ich auf einem normalen Level bin. So wie Diabetiker einfach in die Apotheke gehen können, um ihren Blutzuckerspiegel zu messen, so würde ich gerne auch ein elektronisches Gerät haben, um meinen Integrationsfortschritt zu prüfen."

Den kompletten Beitrag von Yahya Alaous gibt es auf sueddeutsche.de >>

Ansteckende Mitmenschlichkeit: Praktische „Flüchtlingshilfe“ im Zug

Auf Facebook wird derzeit tausendfach ein herzerwärmendes Erlebnis während einer Zugfahrt geteilt, das zeigt, wie einfach – und ansteckend – Mitmenschlichkeit sein kann. Die Kurzversion:

Wegen einer falschen Buchung geriet ein Geflüchteter „ohne Deutsch- und Deutsche-Bahn-Kenntnisse“ im Zug in Schwierigkeiten. Sein „Gute-Reise“-Ticket war nicht im ICE gültig und er hätte entweder 103 Euro für ein neues Ticket bezahlen oder in die Regionalbahn umsteigen müssen. Leider hatte der junge Mann nicht genug Geld bei sich und die Fahrt mit der Regionalbahn hätte die ganze Nacht gedauert. Das „Gute-Reise“-Ticket war aber nur bis drei Uhr gültig. Der Mann wäre beinahe mitten in der Nacht „irgendwo hinter Gießen" gestrandet, ohne Geld und ohne ein Wort Deutsch zu sprechen – wenn, ja wenn es nicht hilfsbereite Fahrgäste gegeben hätte, die ihm aus dieser misslichen Situation halfen.

Hier gibt es die ganze Geschichte nachzulesen:
facebook.com via focus.de

 

Konferenz zur Flüchtlingspolitik

Frank-Walter-Steinmeier_photothek_Thomas-Koehler_150x150pxBeim Treffen „Dialog mit internationalen Flüchtlings- und Migrationsorganisationen über verstärkte globale Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise“, zu dem Außenminister Frank-Walter Steinmeier am vergangenen Dienstag eingeladen hatte, ging es um folgende Frage: Wie kann man Fluchtursachen bekämpfen und flüchtenden Menschen in Not helfen?

Die Teilnehmer verständigten sich auf eine Reihe praktischer Maßnahmen, wie z.B. den Aufbau einer neuen Analyseplattform für Migration in Zusammenarbeit mit den Flüchtlingsorganisationen und Informationskampagnen in den Herkunftsländern, um dort über Fehlinformationen und Einwanderungsmöglichkeiten aufzuklären. Zudem soll durch das Angebot von Sprachkursen und Programmen der beruflichen Bildung, die Anerkennung erworbener Fähigkeiten und Abschlüsse, die Förderung der gesellschaftlichen Einbindung und den Abbau von Fremdenfeindlichkeit die Integration erleichtert werden.
auswaertiges-amt.de, deutschlandfunk.de

Ausstellung: „Freedom From Fear“

Noch bis Sonntag, den 17. Juli 2016 zeigt The Archivist, eine Galerie in East London, Portraits Geflüchteter, u.a. aus der DR Kongo, Syrien und dem Iran. Sie erzählen die Geschichten von Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und jetzt im Vereinigten Königreich in Freiheit leben. Mit dieser Ausstellung wollen die britische Fotografin Caroline Irby und die Journalistin Veronique Mistiaen herausstellen, welchen positiven Einfluss Geflüchtete auf die Gesellschaft haben.
theproudarchivist.co.uk, reuters.com

ZDF begleitet BAMF-Entscheiderin

Insgesamt vier Entscheidungszentren betreibt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Deutschland – in Nürnberg, Berlin, Bonn und Mannheim. Das ZDF hat die ehemalige Unternehmsberaterin Birgit Schoierer, die in einem dieser Zentren für das BAMF Flüchtlingsgeschichten protokolliert, begleitet. Ihre Zeilen entscheiden mit, ob ein Geflüchteter in Deutschland ‪Asyl‬ bekommt. „Ich versuche, in den Gesprächen Sicherheit zu vermitteln und Vertrauen zu schaffen und dem Antragsteller Raum zu geben“, so die Entscheiderin im zweieinhalbminütigen Video.
zdf.de

Ai Weiwei visualisiert erneut Flüchtlingsthematik

Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei setzt sich erneut mit der Flüchtlingsthematik auseinander. Wie schon im Februar in Berlin (wir berichteten) kamen für die Installion im Wasserbecken des Wiener Belvedere-Schlossparks gebrauchte Rettungswesten zu Einsatz. Die auf Plattformen angeordneten 1.005 Westen bilden zusammen den Buchstaben F. Welches F-Wort Ai Weiwei damit meint, lässt er offen.

Das Video zeigt, wie das Kunstwerk installiert wurde:

Bis zum 20. November wird „translocation - transformation“, die erste große Einzelpräsentation des Künstlers in Österreich, die sich mit Veränderungsprozessen beschäftigt, die durch Vertreibung und Migration ausgelöst werden, übrigens noch zu sehen sein.
ots.at, spiegel.de, dw.com/de

Köln: Stadt unterstützt Geflüchtete bei der Wohnungssuche

Seit 2011 unterstützt das Projekt „Auszugsmanagement" der Stadt Köln Geflüchtete in Köln erfolgreich bei der Wohnungssuche. Mitarbeiter des Wohnungsamtes und drei freier Träger der Flüchtlingshilfe akquirieren Wohnungen, begleiten die Menschen bei Besichtigungsterminen mit Vermietern, helfen bei Behördengängen und unterstützen die neuen Mieter dabei, sich im Stadtteil zu integrieren. Darüber hinaus stehen die Mitarbeiter des Auszugsmanagements Mietern und Vermietern in den ersten drei Monaten nach Bezug der Wohnung als Ansprechpartner zur Verfügung.

Im ersten Halbjahr 2016 konnten bereits 194 Wohnungen bezogen werden. 575 Menschen fanden auf diese Weise ein eigenes Zuhause außerhalb städtischer Unterkünfte. Das Projekt knüpft damit erfolgreich an das Vorjahr an und wird die Vermittlungszahlen vermutlich noch einmal steigern können: Im Jahr 2015 waren insgesamt 288 Wohnungen vermittelt worden. 652 Personen fanden dadurch ein neues Zuhause.

Allerdings ist das Auszugsmanagement auch weiterhin auf Angebote aus der Bevölkerung angewiesen. Kölnerinnen und Kölner, die freien Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können dies per E-Mail unter auszugsmanagement@stadt-koeln.de mit Angaben zum freien Wohnraum tun.
stadt-koeln.de

Bremen: Weiterbildung für Flüchtlingshelfer

In der Flüchtlingshilfe sind zunehmend Berufsanfänger bzw. Quereinsteiger tätig. Der Alltag ist häufig gekennzeichnet durch die unzureichende Kenntnis rechtlicher und ökonomischer Rahmenbedingungen, fehlende Informationen über die Effekte psychischer Belastung und Traumatisierung, aber auch durch Fragen der Gestaltung von Beziehungsarbeit, des Umgangs mit Konflikten und Fragen im Bereich der Selbstfürsorge.

An diese Helfer richtet sich die neue berufsbegleitende Qualifizierung „Neu in der Flüchtlingshilfe“ der Koordinierungsstelle für Weiterbildung der Hochschule Bremen, die in Kooperation mit der FH Münster am 8. August 2016 startet. In vier Teilmodulen werden Fachkräfte der Sozialen Arbeit in das komplexe Handlungsfeld der Flüchtlingshilfe eingeführt. Zusätzlich wird ein Modul „Beziehungsarbeit und Selbstfürsorge / Deeskalation und Konfliktmanagement“ angeboten.

Die einzelnen Teilmodule werden von Dozentinnen und Dozenten aus Wissenschaft und Praxis übernommen, die alle einen engen Bezug zur Flüchtlingshilfe haben. Noch gibt es einige freie Plätze; der Anmeldeschluss ist der 29. Juli.

Weitere Informationen können auch angefordert werden bei Tanja Sklarek, Koordinierungsstelle für Weiterbildung der Hochschule Bremen, Werderstraße 73, 28199 Bremen, Tel.: 0421-5905-4166, E-Mail: tanja.sklarek@hs-bremen.de
hs-bremen.de

Kiel: Weitere Paten für geflüchtete Menschen gesucht

Nach der ersten Informationsveranstaltung im Mai haben sich viele Kielerinnen und Kieler entschlossen, eine „Ankommenspatenschaft“ zu übernehmen. Die Nachfrage unter den Geflüchteten ist weiterhin groß. Daher möchte das nettekieler Ehrenamtsbüro am 14. Juli erneut über das Projekt informieren.

Mit dem Projekt „Ankommenspatenschaften“ bietet das nettekieler Ehrenamtsbüro, gemeinsam mit den Ehrenamtskoordinatoren und den Willkommensinitiativen der Kieler Gemeinschaftsunterkünfte sowie den Flüchtlingskoordinatoren der Stadt Kiel, Interessierten eine weitere Möglichkeit, sich einzubringen.

Zu einer Ankommenspatenschaft gehören mindestens drei Treffen à drei Stunden mit einer geflüchteten Einzelperson oder Familie. Gemeinsam erkunden sie die Stadt, lernen öffentliche Einrichtungen und andere wichtige Orte oder auch die direkte Nachbarschaft kennen. Freizeit- oder Sportangebote sind ebenfalls mögliche Aktivitäten. Die Patenschaften bieten damit eine Möglichkeit, Geflüchtete zu unterstützen, ohne eine langfristige Verpflichtung einzugehen. Dieses Angebot richtet sich vor allem an jene, die sich erstmals in der Flüchtlingshilfe engagieren und zunächst eine überschaubare Aufgabe übernehmen wollen. Freiwillige, die sich bereits in der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit engagieren, sind ebenso willkommen.

Interessierte können sich beim nettekieler Ehrenamtsbüro anmelden, entweder telefonisch unter 0431 / 901 55 02, per E-Mail an ehrenamtsbüro@nette-kieler.de oder direkt bei der Infoveranstaltung am 14. Juli.
nette-kieler.de