Berliner Bürgermeister: Mindestlohn für Flüchtlinge

Wie können Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden und was bedeutet das für den Mindestlohn? Eine klare Ansage kommt dazu vom Regierenden Bürgermeister von Berlin. Im Interview mit der "Zeit" formuliert Michael Müller einen sehr wichtigen Punkt:

Foto: Senatskanzlei/Martin Becker
Foto: Martin Becker
"Am Mindestlohn darf nicht gerüttelt werden. Und die CDU erweist den Flüchtlingen und uns allen einen Bärendienst, wenn sie alle paar Wochen erneut mit Vorschlägen zu Aufweichungen um die Ecke kommt, noch dazu ganz offensichtlich ohne politische Verständigung in den eigenen Reihen. Es darf auf keinen Fall ein Niedriglohnsektor für Flüchtlinge entstehen. Und wir dürfen nicht selbst Konkurrenz zu anderen Arbeitnehmern durch unterschiedliche Entlohnung schaffen. Gleichzeitig müssen wir aus meiner Sicht diskutieren, wie wir den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Wir brauchen zum Beispiel eine Form von zweitem Arbeitsmarkt der Gemeinnützigkeit."

In dem Interview thematisiert Müller auch die aktuelle Situation am Lageso und die Unterstützung von McKinsey beim Erstellen eines Masterplans für die Integration der Neuankömmlinge in Berlin. Vieles klingt schlüssig, vor allem die Menschlichkeit ist dem Bürgermeister wichtig. Schade nur, dass er die großartige Arbeit der vielen freiwilligen Helfer in den Notunterkünften und anderswo mit keinem Wort erwähnt. Nachzulesen ist das vollständige (und viel diskutierte) Interview unter zeit.de