Leipzig: Symposium zur Unterbringungspraxis von Geflüchteten

Der Initiativkreis: Menschen.Würdig veranstaltet am 12. März gemeinsam mit dem Kulturbüro Sachsen im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Uni Leipzig das Symposium „Das Wohnen lernen? Zur Unterbringungspraxis von Geflüchteten und Wege zum selbstbestimmten Wohnen“. Ziel der Tagung ist neben einer kritischen Analyse der Wohn- und Lebenssituation von Geflüchteten, US-amerikanische und europäische Projekte der Wohnungslosenhilfe der gegenwärtigen Praxis gegenüber zu stellen und zu diskutieren.

Insbesondere wird das Konzept des „Housing first“ als Alternative zum herkömmlichen System der vorübergehenden Unterbringung in Notunterkünften vorgestellt. Dieser relativ neue Ansatz aus der US-Sozialpolitik hat sich überaus bewährt und setzt im Gegensatz zu vielen anderen Konzepten darauf, obdachlosen Menschen zuerst schnell und vor allem ohne Vorbedingungen Wohnraum zu vermitteln und diese daran anschließend durch Sozialarbeiter bedarfsgerecht zu betreuen. Damit werden Kostenträgern und Wohnungssuchenden Zwischenlösungen wie die Unterbringung in einer Notunterkunft erspart.
l-iz.de, menschen-wuerdig.org