Notunterkünfte: Berlin will Turnhallen räumen.

Die NUK als Abkürzung für Notunterkunft gehört inzwischen zum normalen Berliner Sprachgebrauch. Gemeint sind damit zumeist Turnhallen, die zu Wohnstätten für geflüchtete Menschen umfunktioniert worden sind. Schließlich fand man in der Hauptstadt lange keine andere Möglichkeit für die massenhafte Unterbringung von Flüchtlingen in den Stadtbezirken. Doch nun sollen die Turnhallen geräumt werden. Bis Jahresende sollen alle derzeit 63 noch als NUK genutzten Sportstätten wieder ihrer ursprünglichen Verwendung zugeführt werden – nach einer Sanierung. 9.300 Menschen leben derzeit noch in den Hallen. Künftig kommen sie in anderen Gebäuden und vielen neuen Wohncontainern unter. Beim "Freizug" sollen vorhandene Bindungen im Kiez berücksichtigt werden. Soll heißen: Die Flüchtlinge sollen möglichst im Bezirk bleiben können. Das hilft auch der Arbeit der Unterstützerkreise, die sich vielerorts gebildet haben. Die Aktivitäten, welche die zumeist ehrenamtlichen Helfer aufgebaut haben, könnten auf diese Weise fortgeführt werden, hoffen die Unterstützerkreise.
tagesspiegel.de, rbb-online.de, morgenpost.de