München legt Integrationsplan für Geflüchtete vor

Die Stadt München hat einen Gesamtplan zur Integration von Flüchtlingen vorgestellt, mit dem Lücken geschlossen werden sollen, die Bund und Länder offenlassen. Insgesamt werden dafür in den kommenden drei Jahren rund 21 Millionen Euro aus kommunalen Mitteln bereitgestellt.

Konkret beinhaltet der Integrationsplan folgende Maßnahmen:

Deutschkurse: Das Angebot an städtisch finanzierten Deutschkursen wird wegen der starken Nachfrage ab August nochmals um 1.200 Plätze erhöht. In den Folgejahren wird dann das Budget auf insgesamt 5 Millionen Euro für 2.000 Plätze aufgestockt.

Erstclearingstelle: Für alle Geflüchteten ab 16 Jahren wird eine zentrale Erstclearingstelle eingerichtet, um den individuellen Bildungshintergrund und die vorhandene Kompetenzen systematisch zu erfassen und die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten bedarfsgerecht auszuwählen.

Integrationszentrum Sprache und Beruf: Das Integrationszentrum Sprache und Beruf (IBZ) wird personell um fünf Stellen aufgestockt, damit auch Flüchtlinge mit unsicherer Bleibeperspektive qualifiziert beraten und ihnen dabei konkrete Einstiegsmöglichkeiten in den Arbeitsmarkt eröffnet werden können.

Volkshochschule: Die Münchner Volkshochschule, die eine starke Nachfrage nach Integrationskursen, sprachlicher Erstorientierung und Bildungsangeboten verzeichnet, erhält für Deutschkurse und zum Ausbau der schulischen und beruflichen Qualifizierungsmöglichkeiten für jugendliche Flüchtlinge zusätzliche Stellen.

Informations- und Fortbildungsangebote: Der Träger IMMA e.V., der mit Schulungen und Workshops den Integrationsprozess von geflüchteten Menschen präventiv unterstützt, und „Refugio“, das als Beratungs- und Behandlungszentrum für Flüchtlinge und Folteropfer auch umfangreiche Fortbildungsangeboten zum Thema „Umgang mit traumatisierten Menschen“ anbietet, erhalten ebenfalls finanzielle Zuschüsse für die Erweiterung ihrer Angebote.
tz.de, muenchen.de