Berlin: Entscheidung zu neuem Ankunftszentrum für Geflüchtete

Das geplante große Ankunftszentrum am Tempelhofer Feld wird es in der ursprünglich geplanten Form nicht geben: Es soll stattdessen am 1. September an zwei Standorten eröffnet werden.

Im Hangar 5 auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof sollen Asylbewerber künftig maximal die ersten 72 Stunden zur Aufnahme ihrer Personaldaten verbringen, sagte Sozialsenator Mario Czaja. Die Kurzzeitunterkunft soll 324 Plätze bieten. In der Bundesallee sollen Geflüchtete anschließend zusammen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weiter registriert werden und ihren Asylantrag beim BAMF stellen können. Darauf hätten sich Bund und Land nach langen Verhandlungen geeinigt, wie Czaja erläuterte. Ziel sei es, bis zum Jahresende die Hangars als Notunterkünfte aufgeben zu können.

Der Entscheidung für die nun vorgestellte Lösung sei eine intensive Prüfung der Bedingungen am Flughafen Tempelhof vorausgegangen, für die mehrere Gutachten eingeholt wurden. Auch mögliche andere Standorte seien geprüft worden. Die Prüfungen hätten ergeben, dass die Gesamtkosten für Planung, Herrichtung und Schallschutz 10 Millionen Euro betragen würden und dass sich die Bauzeit bis mindestens Januar 2017 hinziehen würde. Dagegen sei die nun getroffene Entscheidung für zwei Standorte „kurzfristig zu realisieren und kostengünstig“.
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