Aus dem Bürgerkrieg in die Bonner Stadtverwaltung

Nidal Rashow floh vor dem Krieg in seiner Heimat Syrien. Seine Flucht führte ihn schließlich nach Bonn, wo er zunächst in einer Containerunterkunft lebte. Inzwischen arbeitet der 30-Jährige in der Bonner Stadtverwaltung und hilft dort jungen Geflüchteten, sich in Deutschland zurechtzufinden. Mit seinem Gehalt kann Nidal eine Wohnung finanzieren und auf eigenen Beinen stehen.

Unterstützung bekam er von Wedig von Heyden, dem ehemaligen Generalsekretär des Wissenschaftsrates. Er nahm Nidal und seine beiden Brüder unter seine Fittiche. Seit 2008 engagiert Wedig von Heyden für Geflüchtete und weiß, dass Migranten meist Hilfe bei der Wohnungssuche oder bei Arztbesuchen suchen. „Wedig war immer für mich da. Ich hatte großes Glück. Ohne ihn hätte ich vielleicht meinen Sprachkurs nicht abgeschlossen, vielleicht lebte ich heute noch in der Flüchtlingsunterkunft. Wir sagen, er ist unser Vater hier in Deutschland“, sagt Nidal über seinen Helfer.
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