Gründerpatenschaften: BMWi unterstützt Selbständigkeit von Geflüchteten

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) startet in der Region Berlin-Brandenburg das Pilotprojekt „Gründerpatenschaften", das die unternehmerischen Potenziale von geflüchteten Menschen für eine Selbständigkeit aktivieren und stärken soll. Interessierte Organisationen können sich bis zum 7. Dezember 2016 bewerben.

Gründungswillige Geflüchtete stehen aufgrund sprachlicher Barrieren und fehlender Kenntnisse der hiesigen Strukturen vor zusätzlichen Herausforderungen, wenn es um den Aufbau eines eigenen Unternehmens geht. Damit diese Faktoren nicht zum Ausschlusskriterium für eine Selbständigkeit werden, bedarf es einer gezielten Unterstützung. Indem sie ihr Wissen weitergeben, Netzwerke eröffnen und als persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung stehen, können erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer hier einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Gründung eines Geflüchteten leisten. Mit dem Pilotprojekt sollen sie als „Gründerpaten" gewonnen und mit Geflüchteten zusammengebracht werden, die an der Umsetzung ihrer Ideen arbeiten und Unterstützung bei der Gestaltung ihrer Selbständigkeit benötigen.

Neben dem Ziel, Geflüchteten die Selbständigkeit als berufliche Perspektive zu eröffnen, soll gleichzeitig der Aufbau einer nachhaltigen Zusammenarbeit zwischen den Partnern in diesem Bereich erreicht werden. Dazu ist u. a. die Zusammenarbeit mit bereits etablierten Netzwerken und regionalen Akteuren vorgesehen.

Das Pilotprojekt ist Teil der Initiative „Die Neue Gründerzeit" des BMWi. Die Förderung erfolgt bis Ende 2018.
bmwi.de (Förderbekanntmachung)