Noch immer harren tausende Flüchtlinge in Berliner Sporthallen aus

In Berlin müssen noch immer tausende Flüchtlinge in Sporthallen wohnen, weil längst fertige Folgeunterkünfte wegen fehlerhafter Ausschreibungen nicht in Betrieb genommen werden können. Das Versagen der Verwaltung betrifft rund 3.300 Menschen in 38 Turnhallen. Besonders angespannt sei die Lage im Stadtteil Wilmersdorf, wo in einer Halle 200 Menschen seit nunmehr 12 Monaten unter einem Dach wohnen, wie die Initiative "Willkommen in Wilmersdorf" berichtet. Dort ist ein umgebautes Bürogebäude längst bezugsfertig, kann aber nicht bezogen werden, weil ein unterlegener Betreiber von Flüchtlingsheimen gegen die Ausschreibung klagt. Leidtragende sind die Zugezogenen, die weiter unter menschenunwürdigen Zuständen ausharren müssen.
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