München: Aufstockung der Angebote für geflüchtete Frauen

Die Stadt München hat, nachdem sie bereits zwei Unterkünfte für geflüchtete Frauen reserviert hatte, am vergangenen Dienstag weitere Beschlüsse zur Verbesserung der Situation von geflüchteten Frauen und Mädchen gefasst.

Unter anderem erhalten die Beratungsstellen Jadwiga und Solwodi mehr Geld, um ihre Beratungsangebote dem erhöhten Bedarf anzupassen. Diese Angebote richten sich an Opfer von internationalem Menschenhandel, an von Zwangsheirat oder Genitalverstümmelung bedrohte Frauen sowie an Frauen, die unter Gewalterfahrungen aller Art zu leiden haben.

Eine sechsstellige Summe erhält außerdem das Projekt „Berufsstarterinnen plus“, das Frauen mit Fluchthintergrund beim Einstieg in den Arbeitsmarkt oder in eine Ausbildung unterstützt. Finanziert werden auch ein sexualpädagogisches Angebot von Pro Familia und die Arbeit von Marikas zur Vermeidung von Prostitution.

„Das Thema wird den Stadtrat allerdings noch weiter beschäftigen“, kündigt Gülseren Demirel, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Münchner Stadtrat, an. „Wir brauchen dringend noch mehr gesonderte Unterkünfte für geflüchtete Frauen, die in den Gemeinschaftsunterkünften nicht gut aufgehoben sind." Ein weiteres Defizit sei der starke Männer-Überhang beim Sicherheitspersonal. „Hier drängen wir darauf, verstärkt weibliches Security-Personal einzustellen, denn männliches Personal trägt bei vielen geflüchtete Frauen nicht zum subjektiven Sicherheitsgefühl bei“, so Demirel.
tz.de, gruene-fraktion-muenchen.de