#proKOPFGELDSPENDE – Jeder Pegida-Teilnehmer steigert die Spendenhöhe für Geflüchtete

Woche für Woche gehen Pegida-Teilnehmer gegen die vermeintliche „Islamisierung des Abendlandes“ auf die Straße und pöbeln dabei gegen alles, was nicht in ihr Weltbild passt – die Parolen sind hinlänglich bekannt. Künftig haben die „Spaziergänger“ noch einen weiteren Anlass, sich aufzuregen: Der Dresdner Martin Barth dreht den Spieß jetzt um und spendet pro Pegida-Teilnehmer fünf Cent für Geflüchtete – in seinem Fall für die aus dem Dresden-Balkan-Konvoi hervorgegangene sächsische Initiative Mission Lifeline, die sich für eine privat finanzierte Seenotrettung einsetzt.

Die vor Kurzem gestartete Aktion fand bereits Nachahmer: Einige sind dem Beispiel von Barth schon gefolgt und spenden pro Pegida-Teilnehmer einen bestimmten Betrag an eine Organisation ihrer Wahl, die sich für geflüchtete Menschen einsetzt. Dem Aufruf folgend werden die Spendennachweise zudem unter #proKOPFGELDSPENDE auf Twitter veröffentlicht – die „besorgten Bürger“ sollen es ja schließlich mitbekommen und sich ärgern, dass sie mit ihrer Teilnahme an den Pegida-Treffen unfreiwillig Geflüchtete unterstützen. Ihre Wirkung hat die Aktion jedenfalls schon jetzt nicht verfehlt: Pegida-Gründer Lutz Bachmann kommentierte die Initiative via Facebook bereits in gewohnt aggressiver Weise.
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