Stuttgart: Stadt schafft Dienstleistungszentrum für Geflüchtete

Die Stadt Stuttgart schafft in der Jägerstraße ein Dienstleistungszentrum für geflüchtete Menschen, in dem diese alles für ihre ersten Schritte aus einer Hand erhalten sollen.

Bereits seit Juli ist dort das Sozialamt mit der neuen „Abteilung Flüchtlinge" und dem „Bürgerservice Soziale Leistungen" dort vertreten. Nun folgt das Amt für öffentliche Ordnung mit dem „Sachgebiet Flüchtlinge" der Ausländerbehörde. Anfang nächsten Jahres werden laut einer Mitteilung der Stadt zudem die Abteilung „Migration und Teilhabe" des Jobcenters sowie der „Ausbildungscampus" ihre Arbeit in dem Gebäude aufnehmen.

Die Abteilung Flüchtlinge im Sozialamt ist federführend bei der Unterbringung der Geflüchteten, die nach dem „Stuttgarter Modell" erfolgt. 44 Mitarbeiter kümmern sich um Zuweisung und Aufnahme von Geflüchteten in die Unterkünfte, das Belegungsmanagement, die Akquise, oder den Unterhalt der Unterkünfte. 41 Mitarbeiter des Bürgerservice Soziale Leistungen versorgen Geflüchtete mit Transferleistungen.

Die Abteilung Migration und Teilhabe des Jobcenters wird im Frühjahr 2017 ihre Arbeit aufnehmen. 20 Mitarbeiter kümmern sich dann um 2.600 Geflüchtete, die einen Aufenthaltstitel haben, und unterstützen diese u.a. bei der Sicherung des Lebensunterhalts und der Eingliederung in den Arbeitsmarkt.

Ebenfalls im Frühjahr 2017 startet der Ausbildungscampus, in dem Vertreter von Arbeitsagentur, Jobcenter, Sozial- und Jugendamt, der Abteilung Integration, freie Träger, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Region Stuttgart zusammenarbeiten. Sie sind Servicepartner für die Geflüchteten und die Unternehmen der Region. Ziel ist es, vor allem jungen Geflüchteten aus dem Vorbereitungsjahr Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse („VABO-Klassen") Perspektiven zu eröffnen. Die rund 370 Schüler sollen leichter in Ausbildung und Arbeit vermittelt werden. Unternehmen werden zudem beraten, wie sie Geflüchtete ausbilden und einstellen können.
stuttgart.de