Köln: Mindeststandards zur Unterbringung Geflüchteter beschlossen

Der Kölner Stadtrat hat in dieser Woche verbindliche Mindeststandards für die Unterbringung und Betreuung geflüchteter Menschen beschlossen, von denen derzeit mehr als 13.300 in städtischen Einrichtungen untergebracht sind. So wird unter anderem der personelle Betreuungsschlüssel für die Sozialarbeiter in den als Notunterkunft genutzten Standorten an der Friedrich-Naumann-Straße (Porz-Eil) und Matthias-Brüggen-Straße (Ossendorf) auf 1:60 (bisher 1:80) festgesetzt. Gleiches gilt mit Blick auf alle Leichtbauhallen-Standorte sowie noch belegte Turnhallen. Für die übrigen Einrichtungen soll ein detailliertes Betreuungskonzept ausgearbeitet und dem Rat bis März 2017 vorgelegt werden.

Ebenfalls bis zum März soll die Verwaltung ein Umsetzungskonzept vorlegen, um das Ehrenamt zu stärken. Darin sollen insbesondere die Eigenarten und unterschiedlichen Bedarfe in den Stadtteilen berücksichtigt werden. Für die medizinische Versorgung soll die Verwaltung zudem Verbesserungsvorschläge erarbeiten, die insbesondere die Situation in den kleineren Notunterkünften berücksichtigen. Wie die Stadt betont, werden die Mindeststandards nur „vorübergehend aufgrund des enormen Handlungsdrucks bei der Flüchtlingsunterbringung“ angewandt.

Darüber hinaus wurde bekanntgegeben, dass die Stadt Köln nun spezielle Wohneinheiten für homo-, bi-, trans- und intersexuell veranlagte Geflüchtete, sogenannte LSBTI-Schutzbedürftige, bereitstellt und die ersten fünf solcher Plätze bereits bezogen wurden. Weitere LSBTI-Wohngemeinschaften sollen von der Stadt Köln in Kürze zur Verfügung gestellt werden.
stadt-koeln.de, (Standards), stadt-koeln.de (LSBTI)