Besserer Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften

Um die Sicherheit von Kindern, Frauen und Jugendlichen sowie anderen besonders schutzbedürftigen Personen in Not- und Gemeinschaftsunterkünften zu verbessern, haben UNICEF und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im vergangenen Jahr die Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ ins Leben gerufen. Die mit 25 Koordinatorenstellen gestartete Initiative soll in diesem Jahr ausgebaut werden. Weitere 75 Koordinatorenstellen für Gewaltschutz sind bundesweit geplant, von der jede mit jährlich 40.000 Euro vom BMFSFJ gefördert wird. Aufgabe der Koordinatoren ist es, basierend auf den im Juli 2016 von UNICEF, BMFSFJ und weiteren Partnern veröffentlichten Mindeststandards, mit den Leitern der Unterkünfte Schutzkonzepte zu entwickeln, zu implementieren und deren Umsetzung zu verfolgen.

„Kinder und ihre Familien sollten grundsätzlich möglichst kurz in Not- und Gemeinschaftsunterkünften bleiben. Solange sie sich dort aufhalten, müssen sie vor Gewalt und Missbrauch geschützt werden und Zugang zu strukturierten Spiel- und Lernangeboten haben. Dass sich künftig 75 weitere Koordinatoren um besseren Schutz in Einrichtungen kümmern und ihr Wissen in ihre Netzwerke weitertragen werden, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“,

so Kirsten Di Martino, Country Coordinator, Refugee and Migrant Response – Germany, UNICEF.

Um die Stellen bewerben können sich freie, kommunale und private Träger von Flüchtlingsunterkünften ebenso wie Einrichtungen in Landesträgerschaft. Das Verfahren zur Interessenbekundung endet am 10. Februar 2017.
unicef.de