Spenden für Geflüchtete: Erleichterungen verlängert

Bereits im September 2015 hatte das Bundesfinanzministerium im Einvernehmen mit den Bundesländern Vereinfachungen für private Spender und steuerbegünstigte Organisationen beschlossen. Diese ursprünglich bis Ende 2016 befristeten Regelungen wurden nun bis Ende 2018 verlängert.

Die wichtigsten Vereinfachungen: Für Sonderkonten von Hilfsorganisationen zur Unterstützung von Geflüchteten gilt weiterhin der vereinfachte Spendennachweis: Es genügt z.B. ein Bareinzahlungsbeleg, der Kontoauszug eines Kreditinstituts oder bei Online-Banking der PC-Ausdruck. Eine Betragsbegrenzung gibt es nicht.

Alle gemeinnützigen Organisationen dürfen unabhängig von ihren eigentlichen Satzungszwecken Spenden für geflüchtete Menschen sammeln, wenn sie auf die Sonderaktion hinweisen. Auch nicht gemeinnützige Organisationen können auf Treuhandkonten Spenden zur Förderung der Hilfe für Geflüchtete sammeln. Die Zuwendungen an diese Sammelstellen sind steuerlich abziehbar, wenn die Gelder der Sammlung an eine gemeinnützige Organisation zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge weitergeleitet werden. Zudem gelten Nachweiserleichterungen für gemeinnützige Organisationen bei der Unterstützung von Geflüchteten: So kann insbesondere auf den Nachweis der Hilfebedürftigkeit verzichtet werden.

Schenkungen zu ausschließlich mildtätigen Zwecken zugunsten der Hilfe für geflüchtete sind darüber hinaus von der Schenkungsteuer befreit.
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