Uni Bielefeld: Was die Gesundheitskarte für Geflüchtete bringt

Elektronische Gesundheitskarten sollen Geflüchteten in Deutschland unbürokratisch zu medizinischer Versorgung verhelfen. Bewirkt diese Regelung auch, dass sich diese Menschen als selbstbestimmt empfinden und gesellschaftlich besser mitwirken können? Das untersucht jetzt ein Projekt der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld. Es ist eins von zwei neuen Forschungsprojekten der Fakultät zu sozialer Teilhabe und Gesundheit von Geflüchteten. Beide Studien starten im Februar 2017, gefördert vom Wissenschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Gesundheitswissenschaftler Professor Dr. Oliver Razum und Judith Wenner leiten die neuen Projekte.

Das Projekt zur Gesundheitskarte heißt „Soziale Teilhabe durch Gesundheit: Analyse der Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte für Geflüchtete in NRW“, das zweite Projekt „Vergleichsdatenbank für quantitative Forschung zu Gesundheit und gesundheitlicher Versorgung Geflüchteter“. Die Datenbank soll repräsentative Studien bereitstellen, die Vergleiche zwischen der Gesundheit von Geflüchteten mit anderen Gruppen erlauben, die in Deutschland leben.

Die beiden Projekte werden mit insgesamt 365.000 Euro gefördert und laufen bis Ende 2019. Sie gehören zum Forschungsschwerpunkt „Flucht und Gesundheit“ der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld.
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