Handbookgermany: Neuer Online-Knotenpunkt für Geflüchtete in Deutschland

Um zielgerichtet geflüchtete Menschen zu erreichen, hat das Journalistennetzwerk „Neue deutsche Medienmacher“ mit handbookgermany.de ein zentrales Informationsportal für und mit geflüchteten Menschen erstellt. Es ist seit dem 1. Februar online und wird laufend erweitert.

In einer mehrsprachigen Redaktion mit Journalistinnen und Journalisten im Exil werden bestehende Informationsangebote gebündelt, der Mediennutzung der Zielgruppe angepasst und weiterentwickelt. „Vertrauenswürdigkeit ist ein wichtiges Element, denn viele Geflüchtete verlassen sich lieber auf die eigene Community. Wir bringen neben Informationen auch persönliche Erfahrungen ein.“, weiß der syrische Netzaktivist Monis Bukhari, der handbookgermany.de inhaltlich mitentwickelt.

Das neue Portal soll die Menschen dort abholen, wo sie kommunizieren – in den sozialen Netzwerken. Inhalte werden zielgerichtet über Social-Media-Kanäle verbreitet. Die zentrale Informationsplattform ist zudem auf die Nutzung mit Smartphones ausgerichtet und enthält auch niedrigschwellige Angebote: „In unseren kurzen Infovideos werden Themen wie z.B. Familienzusammenführung nicht in komplizierten Texten oder von Experten erklärt, sondern von einem syrischen Vater, der seine Frau und Kinder zu sich geholt hat“, erläutert Konstantina Vassiliou-Enz von den Neuen deutschen Medienmachern. Detailwissen und weiterführende Links gibt es als Ergänzung.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz fördert das Projekt: „Wir schaffen mit dem Portal Handbookgermany.de die Startseite für Flüchtlinge zu Themen wie Arbeit, Bildung, Leben und Wohnen in Deutschland. Das Handbuch ist ein Begleiter für die ersten Jahre, das qualifizierte Information und Alltagsorientierung liefert. Starke Medienpartner wie die Deutsche Welle, Behörden, Verbände und Initiativen unterstützen das Projekt mit Inhalten.“

handbookgermany.de wird von der Telekom und Adobe Systems unterstützt und ist die Weiterentwicklung des Portals refugees.telekom.de, das die Telekom im Herbst 2015 gestartet hatte.
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