Seenotretter und Rettungsschwimmer helfen in Griechenland

Seit dem 7. März 2016 ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vor der griechischen Insel Lesbos mit dem Seenotrettungskreuzer MINDEN im Einsatz. Mit an Bord sind auch zwei Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Neben der Unterstützung der griechischen HelferInnen soll der Einsatz auch Hilfe zur Selbsthilfe sein.

Der Einsatz der MINDEN ist Teil der Initiative „Members assisting Members“ der International Maritime Rescue Federation (IMRF). In ihr sind 125 Seenotrettungs- und Wasserrettungsorganisationen aus 48 Ländern zusammengeschlossen.

Die IMRF-Mitglieder wollen Kapazitäten und Fähigkeiten der über die Grenzen ihrer Ressourcen hinaus tätigen griechischen Kollegen erweitern und das Hellenic Rescue Team (HRT) ausbilden. Die Freiwilligenorganisation soll zukünftig die griechische Küstenwache entlasten.

In ihrer ersten Woche konnten die Seenotretter bereits 601 Menschen auf hoher See retten, darunter mehr als 120 Kinder.
segelreporter.com, seenotretter-imrf.de

Flüchtlingshilfe Neckarbischofsheim meldet Erfolg

Obwohl die 70 angekündigten Flüchtlinge noch gar nicht in der Kleinstadt angekommen sind, war die Spendenbereitschft der BürgerInnen und Unternehmen bereits groß. Die Flüchtlingshilfe Neckarbischofsheim hatte in Kooperation mit ansässigen Firmen und einem lokalen Gymnasium zu Spenden aufgerufen und ist mit Rücklauf sehr zufrieden. Als Lager konnte ein leerstehender Supermarkt aktiviert werden, die Geflüchteten sollen im April auf einem stillgelegten Firmengelände untergebracht werden.
rnz.de, fh-nbh.de (Webseite der Flüchtlingshilfe Neckarbischofsheim)

Dortmund: FlüchtlingshelferInnen schaffen Strukturen

In Dortmund gibt es bereits mehr als 2.000 Ehrenamtliche, die sich in unterschiedlichster Weise in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Am 10. März 2016 gründeten VertreterInnen von 15 Vereinen und Organisationen das „Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe“ in Dortmund. So will man Strukturen für eine vernetzte Arbeit schaffen und eine Zentrale für die stadtweite Koordination der Ehrenamtlichen in der Arbeit mit Geflüchteten schaffen. Zukünftig will man sich in sechswöchigem Rythmus treffen.
nordstadtblogger.de, nefdo.wordpress.com (Webseite des Netzwerks)

Wissenstransfer Brandenburg – USA

Gut 30 Studierende der US-Uni Harvard Kennedy School of Goverment suchten zu Beginn der Woche den direkten Austausch zu HelferInnen der brandenburger Übergangsheime in Stahnsdorf bei Berlin. Inzwischen sei das Flüchtlingsthema auf Platz zwei direkt hinter dem VW-Dieselskandal in den USA. Das Team des Internationalen Bundes (IB), Betreiber der Unterkünfte, organisierte eine Gesprächsrunde zwischen Heimpersonal, Geflüchteten und den amerikanischen StudentInnen, die anschließend zu einem Treffen mit Bundesjustizminister Heiko Maaß (SPD) weiterreisten.
maz-online.de

Bistum Augsburg stellt bis zu 1,4 Mio. Euro für Flüchtlingshilfe bereit

Mit dem Geld werden in diesem 24 Wohnungen für ca. 90 Geflüchtete in der Augsburger Innenstadt hergerichtet. Die Unterkünfte sind Eigentum der St. Ulrichswerks der Diözese Augsburg GmbH. Die Stadt mietet für die kommenden drei Jahre die Wohnungen, das Bistum streckt einen Betrag von 600.000 Euro vor, um notwendige bauliche Anpassungen vornehmen zu können.

Weitere 800.000 Euro fließen in ein Projekt des Stadt-Caritasverbandes. Auf dem Grundstück einer Pfarrei entstehen Unterkünfte für insgesamt 60 Flüchtlinge.
zenit.org

ReDI School of Integration – Anne Kjær Riechert im Interview

Anne Kjaer Riechert - copyright Ben Fuchs„Wir fragen uns selbst: Wie kann Technologie das Leben der Flüchtlinge verbessern, die bereits in Deutschland angekommen sind.“

Anne Kjær Riechert ist eine der GründerInnen der ReDI School of Integration, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Geflüchtete auf ihrem Weg in Software-Development-Jobs zu unterstützen. In einem ausführlichen Interview lässt sie ihren Weg vom Treffen mit einem irakischen Flüchtling bis zum Aufbau einer Hilfsorganisation Revue passieren.
factoryberlin.com

ÖPNV-Tickets mit Bedürftigen teilen

In Berlin kann man auf bestimmte ÖPNV-Tickets zu eingegrenzten Zeiten zusätzlich Personen in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen. Die „NaturFreunde Berlin“ haben dafür schon vor einiger Zeit die Aktion „Ticketteilen“ ins Leben gerufen. Mit einem Button zeigen Ticketinhaber, dass sie bereit sind eine oder mehrere Personen auf ihrer Fahrt mitzunehmen.

Foto: © Flüchtlinge mitnehmen 2016
Foto: © Flüchtlinge mitnehmen 2016

Auch im Pott gibt es eine ähnliche Aktion. Die „youngcaritas im ruhrbistum“ hat für die Städte Köln, ‎Herne‬, Essen‬, Gelsenkirchen‬, ‎Bochum‬ und ‎Duisburg‬ „Flüchtlinge mitnehmen“ gestartet. Es funktioniert nach dem gleichen Prinzip – ein Button an der Jacke zeigt Flüchtlingen, dass sie der tragenden Person mitfahren können. Die Macherinnen sind derzeit auf der Suche nach Spenden, um die Aktion auf weitere Städte auszuweiten.
ticketteilen.org (Berlin), fluechtlinge-mitnehmen.de (Ruhrpott)

McKinsey soll Berlin bei Integrationskonzept beraten

Drei bis vier Mitarbeiter der Wirtschaftsberatung McKinsey haben bereits seit September 2015 das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin bei der Bewältigung der Registrierung der großen Zahl an Zuwanderern unterstützt. Das bisherige Engagement und die Leistungen von McKinsey-Beratern wurden probono erbracht. Für die Entwicklung eines Masterplans zur Integration soll McKinsey nun einen regulären Beratungsvertrag erhalten und ein tragfähiges Konzept bis Ende März für die Hauptstadt erarbeiten.

rbb-online.de

Freifunk verhilft Geflüchteten zu Internetzugang

„Der Aufbau und Unterhalt der Freifunkinfrastruktur in Arnsberg ist nicht nur ehrenamtliches bürgerschaftliches Engagement, sondern auch aktive Flüchtlingshilfe.“

Ronny Gängler ist einer der Freifunker in Arnsberg, die sich für die digitale Vernetzung der Stadt in Nordrhein-Westfalen stark machen. Freifunk ist eine deutschlandweite Initiative, die mithilfe von privat zur Verfügung gestelltem jedoch öffentlich zugänglichem WLAN die freie Kommunikation in digitalen Datennetzen ermöglichen will.

In Arnsberg gibt es für Nutzung – eben auch durch Flüchtlinge – ganz konkrete Zahlen. So seien an einem durchschnittlichen Abend etwa 40 Prozent der Freifunk-Nutzer Personen in Flüchtlingsunterkünften der Stadt.
derwesten.de, freifunk.net

Christen und Muslime unter einem Dach

Im ehemaligen Benediktinerkloster der Gemeinde St. Martin in Weingarten (Baden-Württemberg) leben seit zwei Jahren Christen und Muslime unter einem Dach. Die katholische Gemeinde hat unter Pfarrer Eckehard Schmid die Tore für christliche und muslimische Geflüchtete geöffnet und den ehemaligen Wohntrakt der Mönche als Unterkunft für Menschen aus Eirtrea und Syrien freigegeben. Thomas Wagner berichtet für Deutschlandradio Kultur über die Integrationsarbeit im Ländle.
deutschlandradiokultur.de

Linktipp: Infopool der bagfa

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. (bagfa) hat bereits einen großen Infopool angelegt, in dem man Beispiele aus der Arbeit von Freiwilligenagenturen findet und der eine Übersicht zu Webportalen, Websites, Studien, Artikeln, Leitfäden mit dem Bezug zu Engagement für und von Flüchtlinge(n) bietet. Das Team der bagfa ist an weiteren Hinweisen interessiert und aktualisiert die Übersicht regelmäßig.
bagfa.de

Flüchtlingsrat Berlin sucht ab sofort neue Räume für die Geschäftsstelle

Das Team des Flüchtlingsrates Berlin ist auf der Suche nach einer neuen Bleibe für seine Geschäftsstelle. Bisher stapeln sich die KollegInnen in einem einzigen, viel zu kleinen Büroraum. Vor diesem Hintergrund erreichte uns die Rundmail mit der Bitte um Hilfe bei der Suche nach geeigneten Räumen.

Die harten Fakten bzw. (flexiblen) Vorstellungen für die künftige Geschäftsstelle lauten:  “Flüchtlingsrat Berlin sucht ab sofort neue Räume für die Geschäftsstelle” weiterlesen

youvo.org – eine Plattform stellt sich vor

Foto: Sebastian Schütz
Foto: Sebastian Schütz

Zahllose Menschen, Initiativen und Organisationen unterstützen die notwendige Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Dabei kann einiges zu kurz kommen. youvo.org will im Bereich Kommunikation und Fundraising unterstützen. In loser Abfolge stellen wir Tools und Plattformen vor, die für einzelne Themenfelder der Flüchtlingsarbeit relevant sein können. Den Anfang macht Anne-Sophie Pahl, sie stellt youvo.org vor.
“youvo.org – eine Plattform stellt sich vor” weiterlesen

Erst Facebook-Gruppe, jetzt Verein

Bisher hatte sich die Krefelder Flüchtlingshilfe über eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Helfende Hände“ organisiert. So wurden unbürokratisch Hilfegesuche- und angebote von 780 Mitgliedern koordiniert. Aus ganz pragmatischen Gründen soll nun ein gemeinnütziger Verein „Helfende Hände Krefeld“ gegründet werden, für den die Gemeinnützigkeit beantragt werden. Als Facebook-Gruppe kann man Firmen keine Spendenbescheinigung ausstellen. Der Verein soll genau das ermöglichen und somit die Spendenbereitschaft örtlicher Unternehmen unterstützen. Darüber hinaus will sich der Verein um Lagerkapazitäten für Sachspenden kümmern.
rp-online.de

Tagung „Integration heißt Teilhabe“

Am 21. und 22. Juni 2016 veranstaltet die Stiftung Mitarbeit in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung die Tagung „Integration heißt Teilhabe“. Dabei soll die Frage im Mittelpunkt stehen, wie die Zivilgesellschaft den Wandel mitgestaltet, der durch die Zuwanderung der Flüchtlinge auf die Gesellschaft zukommt. Dabei fokussiert die Veranstaltung auf das bürgerschaftliche Engagement von, für und mit Flüchtlingen und deren Partizipation. Das Angebot der Tagung richtet sich an selbstorganisierte Initiativen und zivilgesellschaftliche Organisationen und an Menschen mit Fluchterfahrungen und Zuwanderungsgeschichte. Die Veranstaltung findet in Berlin statt.
mitarbeit.de

Informationsseminare & Blog: Wege zur Anerkennung von Gesundheitsberufen

Das mibeg-Institut Medizin veranstaltet regelmäßig Informationsseminare zur Anerkennung in reglementierten Gesundheitsberufen. Das Seminar richtet sich an Interessentinnen und Interessenten, die eine Studien- oder Berufsabschluss im ausländischen Gesundheitswesen erworben haben und nun in NRW anerkannen lassen wollen. Die Teilnahme am Seminar ist kostenfrei.
Die nächsten Termine sind:

  • Dienstag, 16. Februar 2016, 10 Uhr, mibeg-Institut Medizin, Köln
  • Dienstag, 1. März 2016, 10 Uhr, mibeg-Institut Medizin, Köln
  • Dienstag, 15. März 2016, 10 Uhr, mibeg-Institut Medizin, Köln
  • Dienstag, 29. März 2016, 10 Uhr, mibeg-Institut Medizin, Köln
  • Dienstag, 12. April 2016, 10 Uhr, mibeg-Institut Medizin, Köln
  • Dienstag, 26. April 2016, 10 Uhr, mibeg-Institut Medizin, Köln
  • Dienstag, 10. Mai 2016, 10 Uhr, mibeg-Institut Medizin, Köln

Weitere Infos finden sich hier mibeg.de

Das mibeg-Institut Medizin betreibt darüber hinaus einen ganzen Blog zum Thema Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen im Gesundheitswesen. anerkennung-nrw.de

Moonjourney – Kurzfilmprojekt #‎astronautswelcome‬

Der Verein Perspektiven für jugendliche Flüchtlinge e.V. und die Werbe-Abteilung der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München) haben gemeinsam den Kurzfilm "Moonjourney" umgesetzt. Die Studierenden der HFF haben ehrenamtlich dafür gearbeitet. Der Perspektiven für jugendliche Flüchtlinge e.V. unterstützt unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland. „Der Film konnte vor allem entstehen konnte, weil wir ganz viel Hilfe aus der Filmbranche bekommen  haben,“ so Philipp Trauer von der Co-Produktionsfirma Trimaphilm.
rtl2.de, pfjf.de

Deutschbuch für Geflüchtete – Kooperation zwischen München und Leipzig

Die MacherInnen des soziokulturellen Zentrums "Die VILLA" stellen Geflüchteten, die in Leipzig angekommen sind, ein Deutschlernbuch mit den wesentlichsten deutschen Grundbegriffen und Redewendungen zu Verfügung.

Die Hefte finden ihre Anwendung in den ehrenamtlichen Sprachlernangeboten, können aber auch zum Selbststudium genutzt werden. Im ersten Schwung wurden bereits 4.000 Stück mit englischer und mit arabischer Übersetzung gedruckt.

Gleichzeitig ist der Einsatz der Bücher in Leipzig ein schönes Vernetzungsprojekt. So wurden die Hefte von der Flüchtlingshilfe München entwickelt und auch der "Die VILLA" zum Nachdruck unkompliziert zur Verfügung gestellt.
villa-leipzig.de, fluechtlingshilfe-muenchen.de (Hefte in sieben Versionen zum Download)

Termin: IntegrationsCamp der Wirtschaft – ICW16

Am Montag, 29.02.2016 veranstaltet der Unternehmerverband Hessenmetall das IntegrationsCamp der Wirtschaft – ICW16 im Haus der Wirtschaft Hessen in Frankfurt/Main.

Die Wirtschaft will Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung integrieren, so der Verband. Das IntegrationsCamp stellt den Erfahrungsaustausch zu den Konzepten, die bereits erprobt werden oder in den nächsten Wochen starten, in den Mittelpunkt. Vorgestellt werden die wichtigsten Förderinstrumente und Ansprechpartner für Unternehmen. Interessierte können im Lauf des Tages Konzepte näher kennen lernen, die erfolgversprechend sind und Kontakte zu knüpfen.

IntegrationsCamp der Wirtschaft – ICW16
Montag, 29.02.2016, 10:00 bis 18:00 Uhr
Haus der Wirtschaft Hessen
Emil-von-Behring-Str. 4
60439 Frankfurt

hessenmetall.de >>

Rüdesheim setzt auf Outsourcing

Die Stadt Rüdesheim (Hessen) will die Ökumenische Flüchtlingshilfe, die bisher ehrenamtlich arbeitet, mit einer Vollzeitstelle unterstützen. Dabei wird jedoch keine Stelle bei der Stadt geschaffen. Die Stadt stellt allerdings die finanziellen Mittel zur Verfügung, um die notwenige Leistung bei Organisationen, wie dem ASB, den Maltesern oder anderen Organisationen einzukaufen. Ziel ist es, zügig die Postion für die Sozialarbeit zu besetzen.
wiesbadener-tagblatt.de

Buchtipp: Beratung nach Flucht und Migration

Serfiraz Demir, Hanna Reich und Ricarda Mewes wollen mit ihrem Handbuch zur psychologischen
Erstbetreuung von Geflüchteten die Notwendigkeit der gesundheitlichen und psychologischen Betreung Geflüchteter mit einem Grundlagenwerk untermauern. Denn Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, leiden häufig unter migrationsspezifischen Stressoren und psychischen Belastungen. Gleichzeitig ist die Auseinandersetzung mit dieser großen Aufgabe für die psychologische Betreuung Deutschland mit noch wenig Literatur beleuchtet.
Das Buch ist bei WeltTrends, Potsdam 2015, erschienen, hat 139 Seiten und kostet 15,90 Euro zzgl. Porto.
welttrends.de

Asylpaket II: Große Koalition einigt sich auf neue Eckpunkte zum Asylverfahren

Nach den öffentlichen und scharfen Diskursen zwischen CSU, CDU und SPD um Detailregelungen im Umgang mit Asylsuchenden, hat Vizekanzler Sigmar Gabriel am gestrigen Abend die neuen Rahmenbedingungen (Asylpaket II) bekannt gegeben, auf die sich die Parteichefs Merkel, Seehofer und Gabriel am Tage geeinigt hatten. Spiegel Online hat die wichtigsten Änderungen in einem ersten Überblick zusammengestellt.
spiegel.de

Unser Interview bei Radio FluxFM

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Peter und Jens – wir konnten gestern beim Berliner Radiosender FluxFM das Projekt HelferZentrale.org im Interview mit Moderatorin Nadine Kreutzer vorstellen. Den Mitschnitt hat uns die Redaktion verdammt schnell zur Verfügung gestellt und wir wollen ihn deshalb all denen nicht vorenthalten, die gestern nicht zuhören konnten.

Katze präsentiert Literatur für Deutsch-Kurse

Katze Paulinchen (sic!) betreibt mit ihrem Frauchen das Projekt „4 Pfoten für Flüchtlinge“ und hat dabei bereits eine lange Liste zum Thema „Deutsch als Zweitsprache“ zusammengestellt und Literatur, die das Deutschlernen für Geflüchtete erleichtern soll. Die Katzenmutter arbeitet hauptberuflich und ehrenamtlich mit Flüchtlingen, ist ausgebildete Lehrerin und gibt Deutschunterricht für Menschen aus verschiedensten Ländern. Ihr Projekt soll einen Überblick zu verschiedenen Unterrichtsmaterialien liefern und kann gern mit weiteren Tipps unterstützt werden.
samtpfotenleserei.wordpress.com (Projekt-Webseite mit allen Links)

Hamburger Info-Seite zu Kulturangeboten

Willkommenskultur-Hamburg-300Die redaktionell betreute Internetplattform Willkommenskultur-hamburg.de ging in der vergangenen Woche online. Sie stellt Wissenswertes zum Thema Kulturarbeit mit Flüchtlingen in Hamburg zur Verfügung. Laut der Hamburger Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler hätten die Hamburger Kultureinrichtungen sehr schnell und sehr vielfältige Angebote für Geflüchtete initiiert. Die Webseite soll die Kulturangebote bündeln und als Anlaufstelle fungieren für alle, die sich in diesem Bereich engagieren. Zusätzlich werden auch allgemeine Informationen zur Situation von Flüchtlingen in Hamburg, bundesweite Nachrichten und aktuelle Termine veröffentlicht.

Das Web-Projekt wurde von Kulturbehörde mit 5.000 Euro untertsützt. Der Stadtkultur Hamburg e.V. und der LAG Kinder- und Jugendkultur e.V. sind die Initiatoren.
hamburg.de (Presse-Info), willkommenskultur-hamburg.de

Nürnberger Tage zum Asyl- und Aufenthaltsrecht – Tagungsdoku online

Im vergangenen Herbst fanden am 16. und 17. November die 5. Nürnberger Tage zum Asyl- und Aufenthaltsrecht statt. Überschrieben waren sie mit „Humanitäre Krisen und Flucht: Herausforderungen für Deutschland und Europa“. Jetzt ging auf der Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Tagungsdokumentation online mit einer Zusammenfassung der Reden, Diskussionen und Foren.
bamf.de >> (Online-Dossier)

Berliner Kunsthochschule bereitet Flüchtlinge aufs Studium vor

Die Weißensee Kunsthochschule Berlin startet zum Sommersemester 2016 mit einer *foundationClass für Geflüchtete. Personen, die in ihren Heimatländern entweder ein Kunst- oder Designstudium aufnehmen wollten, schon begonnen hatten oder einen Studienwechsel anstreben, sollen in einem über ein bis zwei Semester geplanten Kurs die Grundlagen für eine Bewerbung an einer deutschen Kunsthochschule vermittelt bekommen. Prof. Ulf Aminde – vom Fachgebiet Künstlerische Grundlagen – leitet den Kurs. Das Projekt wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft aus der Berliner Qualitätsoffensive für die Lehre finanziert.
kh-berlin.de via art-in-berlin.de, kh-berlin.de (Englisch)

Kölner Karneval für alle

Mit einem Flyer erklärt das Festkomitee des Kölner Karnevals Geflüchteten in arabischer, englischer und deutscher Sprache, wie und was ihr buntes Treiben in der fünften Jahreszeit bedeutet. Dabei verzichten die Verfasser auf spezielle Hinweise zum Umgang mit Frauen und Alkohol.
rp-online.de

openSAP: Onlinekurs für ehrenamtliche DeutschlehrerInnen

In enger Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband bietet die Onlineplattform openSAP ab dem 1. Februar 2016 einen mehrwöchigen Online-Kurs für Interessierten, die als ehrenamtliche DeutschlehrerInnen für Asylsuchende und in der Flüchtlingsarbeit aktiv werden wollen. „Dieser Kurs soll Sie als ehrenamtlicher Deutschlehrer bei Ihren ersten Schritten unterstützen. Sie müssen keine formale Ausbildung als Lehrer haben – Sie brauchen nur etwas freie Zeit, Geduld und die Bereitschaft, mit den Asylsuchenden in Ihrem Umfeld in Kontakt zu treten.“

Im Kurs stellen ehrenamtliche DeutschlehrerInnen ihre Aktivitäten vor und erläutern Methoden, die bei der Unterrichtsvorbereitung und Durchführung helfen. Darüber hinaus bieten MitarbeiterInnen vom Paritätischen Wohlfahrtsverband wertvolle Tipps zu den logistischen und organisatorischen Aspekten, wenn man solch ein Deutschlernprojekt umsetzen möchte.

Der Kurs wird kostenlos angeboten, Einschreibevoraussetzung sind nur das Anlegen eines Nutzerkontos auf openSAP und eine Anmeldung. open.sap.com

Pressemitteilung HelferZentrale.org – Neuer Nachrichten-Service für Flüchtlingshilfe und Integration

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In dieser Woche startet HelferZentrale.org, ein neuer und kostenloser Nachrichten-Service für ehrenamtliche und institutionelle Helfer in der Arbeit mit Geflüchteten. Ein Netzwerk von Medienunternehmen hat das Projekt entwickelt und will so die Ersthilfe und Integrationsarbeit mit einem einfachen und schnell zugänglichen Informationsmedium unterstützen.  “Pressemitteilung HelferZentrale.org – Neuer Nachrichten-Service für Flüchtlingshilfe und Integration” weiterlesen

Malteser: Erste-Hilfe-Kurse für Geflüchtete

In Bad Honnef (NRW) fand bereits der zweite Erste-Hilfe-Kurse für Geflüchtete statt. Die Malteser haben den Kurs veranstaltet. Die notwendige Finanzierung kam vom Flüchtlingsfonds der Bürgerstiftung Bad Honnef. Das katholischen Pfarrzentrum in Aegidienberg (Stadteil von Bad Honnef) stellte die Räume zur Verfügung. Der Kurs wurde in englischer Sprache gegeben, ein syrischer Flüchtling übersetzte Teile der Inhalt auch in Arabisch.
honnef-heute.de

Ausschreibung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Die Bundeszentrale für politische Bildung will mindestens 20 Modellprojekte zum Themenfeld Flucht und Asyl noch in diesem Jahr fördern. Förderungsfähige Projekte müssen mindestens über sechs Monate laufen und das im Zeitraum zwischen März und Dezember 2016. Dabei können die zu fördernden Angebote sehr unterschiedlich sein und von Fortbildungsangeboten über Veranstaltungen bis zu interkulturellen Maßnahmen reichen. Entsprechende Projektanträge müssen bis zum 31. Januar 2016 eingereicht werden. Als Fördersummen stehen mindestens 20.000 € bis maximal 50.000 € pro pro Projekt zur Verfügung.
bpb.de (Infos inkl. Ausschreibung & Antragsformular) via wie-kann-ich-helfen.info

Modellversuch: Anonymer Krankenschein

In Göttingen startet die medizinische Flüchtlingshilfe einen dreijährigen Modellversuch, der es Menschen ohne gültige Ausweispapiere ermöglicht, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. In einer neu eröffneten Geschäftsstelle wird nach Prüfung des Bedarfs ein Krankenschein zur Verfügung gestellt, der sowohl die Anonymität der Kranken als auch eine saubere Abrechnung der behandelnden Ärzte mit den Kostenträgern, wie Krankenkassen, ermöglicht. Das Land Niedersachsen finanziert das Projekt in Göttingen und Hannover mit mehr als 1,6 Mio. Euro über den Projektzeitraum.
goettinger-tageblatt.de >>, mfh-goe.org >> (Webseite des Göttinger Vereins)

Sea Watch II vorgestellt

Mit dem Kutter „Sea Watch“ startete eine private Initiative 2015 die selbstorganisierte Hilfe von Flüchtlingsbooten im Mittelmeer. In der vergangenen Woche stellte man nun den 1968 gebauten ehemaligen Fischtrawler "Clupea" vor. Er soll bis zum Frühjahr 2016 auf der Pella-Sietas-Werft in Hamburg zur ausgebaut werden und als „Sea Watch II" gen Mittelmeer in See stechen. Das Schiff ist mit 33 Metern doppelt so lang, wie die erste „Sea Watch“. Somit ist eine deutlich verbesserte medizinische Notversorgung an Bord möglich.
abendblatt.de >>, sea-watch.org >> (Projektwebseite)

Auch Techno kann helfen

Jens Thele, Boss des Hamburger Technolabels Kontor Records, sah den 55-jährigen Syrer Bassam Hourani in einem Fernsehbericht über eine erfolglose Aktion der Bundesagentur für Arbeit. Inzwischen arbeitet der ehemalige Arabisch-Englisch-Übersetzer Hourani als Hausmeister-Assistent in der Plattenrima. Das ist zwar nur ein kleiner Einstieg, Hourani betont jedoch, dass er inzwischen kaum noch auf staatliche Hilfe angewiesen ist.
ndr.de >>

Multaka – Museumsprojekt von Geflüchteten in Berlin

Multaka bedeutet in arabischer Sprache Treffpunkt. In Berlin ist es der Name für ein Museumsprojekt. Irakische und syrische Flüchtlinge bieten Führungen durch verschiedene Museen der Hauptstadt in arabischer Sprache an. Insgesamt 19 Guides wurden dafür bisher ausgebildet, sie erhalten nun das gleiche Honorar, wie alle anderen Museumsführer. Das Projekt wurde von Geflüchteten aus Syrien in Zusammenarbeit mit Berliner Museen entwickelt.

Aktuell werden Führungen im Pergamonmuseum, im Bodemuseum, im Museum für Byzantinische Kunst und im Deutschen Historischen Museum angeboten.
art-magazin.de >>, facebook.com/MultakaTreffpunktMuseum >>, smb.museum >> (Projektwebseite)