47.249 Geflüchtete und 60.000 Asylanträge im ersten Quartal 2017

Rund 47.000 Geflüchtete kamen laut Statistik des Bundesinnenministeriums im ersten Quartal 2017 nach Deutschland – von Januar bis März 2016 waren es noch 174.000. Etwa 60.000 Asylanträge gingen in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge ein. Im selben Zeitraum entschied die Behörde über mehr als 222.000 Asylgesuche.
migazin.de, bmi.bund.de

Milliardenhilfe für syrische Flüchtlinge

Weitere 1,169 Mrd. Euro wird die Bundesrepublik für die Opfer des syrischen Bürgerkriegs zur Verfügung stellen. Das kündigte Bundesaußenminister Gabriel auf der internationalen Syrien-Geberkonferenz in Brüssel an. Konkret solle das Geld Geflüchteten im Libanon, Jordanien, der Türkei und Syrien selbst zugute kommen.
dw.com/de

Klicktipp: Plattform „InfoMigrants“

Die Deutsche Welle, France Médias Monde und die italienische Nachrichtenagentur ANSA haben sich zusammengetan und die Plattform „InfoMigrants“ ins Leben gerufen. Das Online-Projekt bietet Migranten und Geflüchteten Informationen in drei Sprachen (Englisch, Arabisch und Französisch) und will neben Tagesnachrichten und Erfahrungsberichten Geflüchteter auch über die Gefahren auf der Flucht nach Europa sowie über das europäische Asylverfahren informieren.

„Wir wollen Flüchtlingen unabhängige Informationen bieten und falsche Geschichten der Schlepper und Menschenhändler entlarven. In Zukunft können Migranten ihre Erfahrungsberichte auch einschicken, zum Beispiel als Videos und mit Fotos. Wir möchten mit ihnen über Soziale Medien ins Gespräch kommen“, erklärt DW-Programmdirektorin Gerda Meuer. Finanziert wird das Projekt von der EU-Kommission. Die französisch-deutsch-italienische Kooperation ist zunächst für ein Jahr angesetzt.
en.infomigrants.net, dw.com

Bundeskanzlerin Merkel ruft zu Offenheit auf

„Auf der einen Seite erwarten wir von den Flüchtlingen, dass sie unsere Gesetze einhalten, neugierig auf unser Land sind und unsere Werte achten. Auf der anderen Seite müssen wir als Deutsche auch offen sein. Wir müssen verstehen, dass das eine fremde Welt ist, dass es andere Gebräuche, andere Traditionen, andere Schulen und vielleicht auch anderes Familienleben gibt, und deshalb auch mit Verständnis und mit Interesse auf die Menschen zugehen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel ruft in ihrem Podcast dazu auf, offen zu sein gegenüber anderen Bräuchen und Kulturen und die Möglichkeit zu nutzen, mehr über sie zu erfahren und zu lernen.
bundeskanzlerin.de

Berliner Turnhallen freigezogen

Am vergangenen Freitag haben Asylsuchende die letzte zur Notunterkunft umfunktionierte Turnhalle in der Fritz-Reuter-Straße in Pankow verlassen. Möglichst bis zum Jahresende sollen auch Geflüchtete, die derzeit noch in Hangars und Bürogebäuden untergebracht sind, in Containerdörfer oder Modulbauten (MUFs) umziehen.

Derzeit kommen etwa 30 bis 40 Geflüchtete in Berlin an – die meisten aus Syrien, Irak und Afghanistan. Ein Grund, warum der Senat den Senat innerhalb von zehn Jahren den Bestand an günstigem Wohnraum von derzeit 300.000 Wohnungen auf 400.000 erhöhen will.
tagesspiegel.de

OECD-Umfrage zur Arbeitsmarktintegration Geflüchteter

Im Rahmen einer Umfrage wollte die OECD herausfinden, welche Erfahrungen deutsche Unternehmen in den letzten Jahren in der Arbeitsmarktintegration gemacht haben und welche Hindernisse bleiben. Demnach sind Arbeitgeber, die Geflüchtete oder Asylbewerber eingestellt haben, zu 80 Prozent hoch zufrieden mit der Arbeitsleistung und Motivation ihrer neuen Beschäftigten. Mehr als jedes dritte Unternehmen erachtet die Vermittlung von berufsbezogenen Sprachkenntnissen während der Beschäftigung für sehr wichtig. Grundsätzlich lobt die OECD, „dass Deutschland auch mit ‚starker Unterstützung durch die Zivilgesellschaft relativ rasch‘ auf den starken Zuzug von Flüchtlingen reagiert und die Rahmenbedingungen angepasst habe.“
oecd.org (Studie „Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten: Deutschland“), csr-news.net, dw.com/de

Spendenbilanz 2016

Rund 5,3 Mrd. Euro zugunsten kirchlicher und gemeinnütziger Organisationen spendeten die Deutschen 2016. Das ist laut Studie „Bilanz des Helfens“ der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) nach dem Spendenrekord im Jahr 2015 (> 5,5 Mrd. Euro) das zweitbeste Ergebnis der vergangenen zehn Jahre.
tagesspiegel.de

Stars der Modeszenen protestieren gegen Trumps Einwanderungspolitik

Für eine Kampagne hat das US-amerikanischen Modemagazin W ein Video produziert, in dem 81 weltweit bekannte Modemacher, Fotografen, Models, Künstler und Art-Direktoren, wie Adriana Lima, Doutzen Kroes oder Diane von Fürstenberg, auftreten und sich gegen Donald Trumps Einwanderungspolitik ausprechen. Die Botschaft des Clips: Wir sind alle Immigranten.

Weitere Infos über die Bewegung #IAmAnImmigrant gibt's hier:
iamanimmigrant.com, dw.com/de

Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften“

Nur noch bis heute (10.02.2017) können öffentliche, freie oder private Träger von Flüchtlingsunterkünften ihr Interesse an der Teilnahme an der Bundesinitiative "Schutz von Frauen und Kindern vor Gewalt in Flüchtlingsunterkünften" bekunden. Das Formular Interessenbekundung kann in elektronischer Form bei der Servicestelle Gewaltschutz-GU eingereicht werden.

Die 25 bisherigen Träger werden auch 2017 gefördert, zusätzlich möchte das Bundesfamilienministerium nun weitere 75 Koordinierungsstellen fördern.
gewaltschutz-gu.de, paritaet-mv.de

Businstallation vor der Dresdner Frauenkirche

Am Montag Morgen begann der Aufbau der Skulptur des deutsch-syrischen Künstlers Manaf Halbouni auf dem Neumarkt in Dresden. Direkt vor der Frauenkirche wurden drei ausrangierte Busse hochkannt aufgestellt, bilden eine Barrikade. Vorbild für die Kunstinstallation „Monument“ ist ein Foto, das 2015 um die Welt ging: Auf dem Bild waren drei aufgestellte Bus-Wracks zu sehen, hinter denen sich Menschen in der syrischen Stadt Aleppo vor Scharfschützen der syrischen Armee versteckten. Das Kunstwerk soll ein Mahnmal für zivile Opfer militärischer Gewalt sein. Das „Monument“ ist noch bis April 2017 auf dem Dresdner Neumarkt zu sehen.
monopol-magazin.de, de-wikipedia.org

Dokumentarfilm von deutschen und syrischen Frauen

„Mit anderen Augen“ – so heißt der Dokumentarfilm von deutschen und syrischen Frauen aus dem thüringischen Eckolstädt unter der Regie von Anita Leyh. In dem 500-Seelen-Dorf auf der Saaleplatte waren rund 200 Geflüchtete aus Syrien, dem Irak und Afghanistan in Unterkünften untergebracht worden. Der Film mit deutschen und arabischen Untertiteln dokumentiert das Kennenlernen der Frauen und zeigt, wie sie einander immer mehr am eigenen Leben teilhaben lassen.

Bis Mitte März wird der Film in verschiedenen thüringischen Städten (15.02. Lutherhaus, Jena | 07.03. Ev. Gemeinde, Magdala | 14.03. Polaris, Jena) zu sehen sein. Zumdem können sich Gemeinden, Kultureinrichtungen oder Schulen, die „Mit anderen Augen“ zeigen möchten, über die Homepage der Dokumentarfilmerin anmelden.
anitaleyh.de, facebook.com, fki-apolda.de

Lehrkräftequalifizierung für Integrationskurse

Die Philipps-Universität Marburg und das Goethe-Institut bieten vier verschiedenen Online-Lehrgänge an, in denen Lehrkräfte die erforderliche Qualifizierung für Integrationskurse flexibel zeit- und ortsunabhängig online erwerben können. Je nach Programm dauert die Qualifizierung zwischen drei Monaten und zwei Jahren. Die Lehrgänge sind vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF anerkannt.
bamf.de

Bamf-Chefin Jutta Cordt betont Bedeutung von Sprache für die Integration

„Bei uns liegt der erste Schritt, der die Basis für eine berufliche Qualifikation legt - und das ist das Thema Sprache. […] Denn ohne Sprache ist eine Integration in den Arbeitsmarkt nahezu ausgeschlossen und eine gesellschaftliche Integration deutlich erschwert.“

BAMF-Chefin Jutta Cordt betont, wie wichtig Sprachkenntnisse für eine gelungene Integration sind und verweist auf die Integrationkurse des BAMF, in denen die Vermittlung von kulturellen Werten und Sprache im Mittelpunkt steht.
dw.com/de

3,3 Mrd. US-Dollar für 48 Mio. Kinder in Not

3,3 Milliarden US-Dollar benötigt Unicef in diesem Jahr, um 48 Mio. Kindern in Krisengebieten weltweit zu helfen. Der größte Bedarf sei für die Nothilfe für Kinder und Familien im Bürgerkriegsland Syrien sowie für die Flüchtlinge in den Nachbarländern wie Jordanien und Libanon, so das UN-Kinderhilfswerk in seinem jährlichen Nothilfeaufruf.
unicef.de

Berlin sagt Danke!

Auch in diesem Jahr heißt es wieder: Berlin sagt Danke! Mit dem Aktionstag am Sonntag, den 29. Januar 2017 bedankt sich die Stadt für das ehrenamtliche Engagement der Berlinerinnen und Berliner. In vielen öffentliche Einrichtungen wie Zoo, Tierpark, Aquarien, Opern, Theater oder Museen ist an diesem Tag der Eintritt frei. Hier gibt's Liste der Einrichtungen, die sich an dem Aktionstag beteiligen:
berlin.de

Freiburger Wohnprojekt „Längenloh“ verlängert

Im Rahmen des Freiburger Wohnprojektes „Längenloh“ leben 150 Geflüchtete und halb so viele Studierende zusammen in einer Wohnanlage. Das Wohnprojekt wurde ursprünglich aus der Not heraus geboren: Als der erwartete Zuzug Geflüchteter ausblieb und wertvoller Wohnraum leer stand, einigte sich die Stadt Freiburg mit dem Studierendenwerk darauf, die freien Zimmer Studierenden zur Verfügung zu stellen. Nun wird das Projekt verlängert – zumindest für das Sommersemester. Dann wird neu geplant. Übrigens plant die Stadt auch ein langfristiges Neubauprojekt nach dem Vorbild „Längenloh“.
swr.de

Bundeskanzlerin Merkel ist stolz auf die in Deutschland geleistete Integrationsarbeit

„Ich finde, dass hier etwas Großartiges gelungen ist, und möchte die Gelegenheit auch nehmen, sowohl den Ehrenamtlern zu danken, aber auch den vielen Hauptamtlichen, die mit diesen Initiativen natürlich zusammenarbeiten. Wir hätten das nicht so hingekriegt, wenn wir nicht die vielen Bereitschaften gehabt hätten, ehrenamtlich tätig zu sein. Und es gibt ja auch heute noch so viele, die sich kümmern und wirklich Vieles machen.“

Bundeskanzlerin Angela Merkel würdigt in ihrem Podcast die Arbeit der Kommunen sowie der ehrenamtlichen Helfer bei der Flüchtlingsintegration. Deutschland könne stolz sein, was auf diesem Gebiet geleistet wird.
bundesregierung.de

Ideegration – Integrationskonzepte in Österreich gesucht

Im Rahmen des Projektes „Ideegration“ suchen Accenture, Ashoka, Bundeskanzleramt und Österreichisches Rotes Kreuz Digitalinitiativen zur Unterstützung der Integration von Geflüchteten. Auf der Ideegration Konferenz am 10. November 2016 wurden aus 104 eingereichten Integrationsprojekten fünf Initiativen ausgewählt, die bis Juni 2017 am „Ideegration Digital“-Entwicklungsprogramm teilnehmen, um ihre Verbindungen zu Hilfsorganisationen, Unternehmen und Verwaltung zu stärken.

Mit dabei sind eine Dolmetschplattform für soziale Einrichtungen (interprAID), eine Plattform mit niederschwellig umsetzbaren Integrationsprojekten für Gemeinden (ZIAG), eine interaktive und mehrsprachige Karte für Geflüchtete (new here), eine Matchmaking-Plattform zwischen Freiwilligen und Hilfsorganisationen (help2day) und ein Weiterbildungsprogramm für geflüchtete Akademiker (MTOP).
ideegration.unhcrideas.org, futurezone.at

Buchtipp: Echte Schätze 2

Katze Kim ist zurück! In der zweiten mehrsprachigen Ausgabe von „Echte Schätze“ wird in den Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch, Russisch und Arabisch kindgerecht erklärt, wie Jungen und Mädchen mit Gefühlen wie Trauer umgehen und um Hilfe bitten können, und wie wichtig es ist, selbst über den eigenen Körper bestimmen zu können. Wie schon die erste Ausgabe (wir berichteten) entstand auch „Echte Schätze 2“ aus der Zusammenarbeit des PETZE-Instituts mit dem Verlag mebes & noack. Das Buch kostet 7,50 Euro.
verlagmebesundnoack.de

Downloadtipp: Projektjahrbuch 2015

Etwa 200 Projekte hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 2015 im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Im Mittelpunkt dieser Integrationsprojekte – von journalistischen Medienprojekten über interkulturelle Kochtreffs bis hin zu Sporttreffs – stand das soziale Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. All diese Projekte listet das BAMF nun im „Projektjahrbuch 2015“, das kostenlos zum Download bereitsteht. Die Vielfalt an gelungenen Beispielen soll Inspiration bieten und zur Nachahmung anregen. Zudem gibt's in der Publikation Infos, wie man sich um eine Projektförderung bewerben kann.
bamf.de

Kampagne: #Menschlichkeit steht dir am besten

Die Hamburger Networkagentur FCB hat im Auftrag der Spendenplattform betterplace.org die Kampagne „#Menschlichkeit steht dir am besten“ entwickelt. Parallel zur Fashion Week in Berlin wurde das Fake-Label „Epic Escape“ gelauncht. Auf den ersten Blick werben Models in Klamotten im Used-&-Destroyed-Look für die neue Marke. In Wahrheit erzählen Geflüchtete ihre bewegenden Geschichten. Die Auflösung findet sich auf der Seite www.menschlichkeit.de. Prominente Unterstützung für die Aktion gibt's u.a. von Modedesignerin Sibilla Pavenstedt, Schauspielerin Jana Pallaske, Comedian Dave Davis, Starkoch Steffen Henssler und Musiker Smudo mit den Fantastischen Vier. Alle Spenden, die über die Kampagnenseite und den Verkauf der Sweatshirts, T-Shirts, Mützen und Co. generiert werden, gehen an 500 sozialen Projekte auf der Plattform zusammen-fuer-fluechtlinge.de.
horizont.net

Merken

Integration Geflüchteter ist Thema in Davos

„Wir müssen asylsuchende Menschen so schnell wie möglich in Arbeit kriegen. Das beginnt mit der Klärung der Kompetenzen geht über Sprachtraining und Aus- und Weiterbildung bis hin zur Vermittlung einer Arbeit.“

Alain Dehaze, Chef des weltgrößten Personaldienstleisters Adecco, stellt noch einmal heraus, dass Integration mit Arbeit und gezielter Schulung am schnellsten und besten funktioniert. Dabei lobt er auch, dass Asylsuchende dank Gesetzesänderungen in Deutschland inzwischen schneller Zugang zum Arbeitsmarkt haben.
wiwo.de

Interaktive Landkarte: Bildungszugang von geflüchteten Kindern

Welchen Zugang haben geflüchtete Kinder zu Bildung? Antworten auf diese Frage gibt die www.landkarte-kinderrechte.de des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Dafür wurden im vergangenen Jahr die Sozial- und Kultusministerien aller Bundesländer befragt, wie sie den Zugang für geflüchtete Kinder zu Schulen und Kitas regeln. Für den Bereich Kitas liegen keine Antworten aus Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen vor, in Sachen Schule hat Brandenburg nicht geantwortet. Die Visualiserung zeigt: Um den menschenrechtlichen Vorgaben einer vorrangigen Berücksichtigung der besten Interessen von Kindern gemäß Artikel 3 der UN-Kinderrechtskonvention zu entsprechen, muss an dieser Stelle noch einiges getan werden.
institut-fuer-menschenrechte.de

Berlin: Freizug der Turnhallen bis Ende März

Berlins neuer Senat hat ein 100-Tage-Programm vorgelegt. Laut diesem sollen 1.600 Geflüchtete, die aktuell noch in Turnhallen untergebracht sind, bis Ende März in feste Quartiere umziehen. Bis dahin sollen noch sechs weitere Containerdörfer fertiggestellt werden: Stadion Wilmersdorf an der Fritz-Künstler Straße, Alte Jakobstraße in Kreuzberg, Dingolfinger Straße in Marzahn-Hellersdorf, Am Oberhafen in Spandau und Finckensteinallee in Steglitz-Zehlendorf.
tagesspiegel.de (100-Tage-Programm), tagesspiegel.de (Container-Dörfer)

Projekt „Work für Refugees“

„Work for Refugees“, ein Projekt des Paritätischen Wohlfahrtsverbands und der Stiftung Zukunft Berlin, will Geflüchteten Arbeitsplätze vermitteln – kostenfrei. Nach Eingabe der persönlichen Daten werden die Bewerber zu einem Beratungstermin eingeladen, bei dem die Deutsch- und Fachkenntnisse überprüft werden. Ihre Daten werden dann an potenzielle Arbeitsgeber weitergeleitet, die sich mit Stellenangeboten bei „Work for Refugees“ registriert haben. Die Menüführung auf der Seite gibt es in arabischer, englischer, französischer und deutscher Sprache. Über dieses Projekt hat übrigens auch Hany, ein Kopte, der aus Ägypten flüchtete, seinen Job gefunden. Seit zehn Monaten organisiert er als „Steward“ die Spülküche im Kultrestaurant Nobelhardt&Schmutzig im Berliner Stadtteil Kreuzberg. So konnte Hany eine Wohnung finden und diese auch selbst finanzieren.
work-for-refugees.de, paritaet-berlin.de, sueddeutsche.de (Hany)

Besserer Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften

Um die Sicherheit von Kindern, Frauen und Jugendlichen sowie anderen besonders schutzbedürftigen Personen in Not- und Gemeinschaftsunterkünften zu verbessern, haben UNICEF und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im vergangenen Jahr die Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ ins Leben gerufen. Die mit 25 Koordinatorenstellen gestartete Initiative soll in diesem Jahr ausgebaut werden. Weitere 75 Koordinatorenstellen für Gewaltschutz sind bundesweit geplant, von der jede mit jährlich 40.000 Euro vom BMFSFJ gefördert wird. Aufgabe der Koordinatoren ist es, basierend auf den im Juli 2016 von UNICEF, BMFSFJ und weiteren Partnern veröffentlichten Mindeststandards, mit den Leitern der Unterkünfte Schutzkonzepte zu entwickeln, zu implementieren und deren Umsetzung zu verfolgen.

„Kinder und ihre Familien sollten grundsätzlich möglichst kurz in Not- und Gemeinschaftsunterkünften bleiben. Solange sie sich dort aufhalten, müssen sie vor Gewalt und Missbrauch geschützt werden und Zugang zu strukturierten Spiel- und Lernangeboten haben. Dass sich künftig 75 weitere Koordinatoren um besseren Schutz in Einrichtungen kümmern und ihr Wissen in ihre Netzwerke weitertragen werden, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“,

so Kirsten Di Martino, Country Coordinator, Refugee and Migrant Response – Germany, UNICEF.

Um die Stellen bewerben können sich freie, kommunale und private Träger von Flüchtlingsunterkünften ebenso wie Einrichtungen in Landesträgerschaft. Das Verfahren zur Interessenbekundung endet am 10. Februar 2017.
unicef.de

Buchtipp: Firas Alshaters Autobiographie „Ich komm auf Deutschland zu“

ich-komm-auf-deutschland-zu_199x300pxDer aus Syrien geflohene YouTube-Star Firas Alshater, der mit der Webserie „Zukar“ bekannt wurde (wir berichteten), hat seine Autobiographie geschrieben. Das Buch „Ich komm auf Deutschland zu“ ist im Oktober 2016 beim Ullstein Verlag erschienen und kostet 14,99 Euro. Darin erzählt Firas Alshaters von seinen Erlebnissen in Deutschland und Syrien – auf seine ganz eigene offene, witzige und liebenswert freche Art.
deutschlandradiokultur.de

Jutta Cordt wird neue BAMF-Chefin

Jutta Cordt tritt die Nachfolge von Nachfolgerin von Frank-Jürgen Weise an und wird neue Chefin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge BAMF. Unter ihrer Leitung sollen u.a. die Wartezeiten für Geflüchtete kürzer und Dolmetscher besser eingesetzt werden. Noch nicht entschiedener Asylanträge sollen abgebaut werden, die Entscheidungen „zeitnah und rechtssicher“ fallen. In einem kurzen Video stellt das ZDF die neue BAMF-Chefin vor.
zdf.de

Wettbewerb „Aus meiner Sicht“: Gewinner stehen fest

Die Gewinner des Videowettbewerbes „Aus meiner Sicht –Videowettbewerb mit Geflüchteten“ der Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus (wir berichteten) stehen fest. Die Jury prämierte aus über 63 eingereichten Beiträgen fünf Clips. Den ersten Platz sicherte sich eine Gruppe von sieben Personen, die Teilnehmenden eines Deutschkurses in Hamburg, mit dem Video „Vorurteile“.

Musaab Alibrahim, Sabrin Abuissa, Mohammad Issa, Bashar Ahmad, Zeinab Maamo, Omar Hammad und Philip Mordecai erhalten für ihren gemeinsam produzierten Beitrag ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Damit wollen sie gemeinsam einen Ausflug nach Berlin machen.
bamf.de

Ban Ki-moon fordert mehr Toleranz gegenüber Geflüchteten

ban-ki-moon_150x150px„Jeder Migrant ist ein Mensch ausgestattet mit Menschenrechten. Es ist die Grundlage der New Yorker Erklärung, die Menschenrechte und Grundfreiheiten aller Migranten unabhängig von ihrem Status zu schützen und zu wahren.“

In seiner Erklärung zum Internationalen Tag der Migranten am 18. Dezember 2016 rief der scheidende UN-Generalsekretär Ban Ki-moon weltweit zu mehr Kooperation und Toleranz gegenüber Geflüchteten und Migranten auf. Er forderte die Herkunfts-, Transit- und Zielländer auf, stärker international zusammenzuarbeiten.
unric.org

Geflüchteter schließt Gymnasium in Australien als Jahrgangsbester ab

Saad Al-Kassab floh 2013 mit seiner Familie aus dem syrischen Bürgerkrieg nach Australien. Als er 2014 in Melbourne ankam, sprach er kaum Englisch und wurde am Gymnasium abgelehnt. Al-Kassab und sein drei Jahre jüngerer Bruder Omar beschlossen also Englisch zu lernen – auf eine ungewöhnliche und vor allem zeitsparende Weise: Sie schauten sich die Fragestunden des Parlaments im Fernsehen an. Vier Monate später wurde Al-Kassab an seiner Wunschschule anegnommen. Diese hat er nun sogar als Jahrgangsbester abgeschlossen! Daufhin wurde ihm ein Universitätsstipendium angeboten. Al-Kassab will Medizin studieren, um später anderen helfen zu können.
welt.de

Syrische Kultur auf dem Weihnachtsmarkt in Schillingsfürst

Neben Glühwein, Bratwurst und Lebkuchenherzen können Besucher des Weihnachtsmarktes in der mittelfränkischen Stadt Schillingsfürst in diesem Jahr auch Falafel und Kibbeh essen – und zwar am Stand einer Familie, die aus Syrien geflohen ist. Während die 20-jährige Mayar Ballish syrische Leckereien verkauft, stellen Mayars Schwester Nawar und Vater Moneer im Barockschloss hinter dem Weihnachtsmarkt Gemälde aus. Moneer Ballish ist Künstler und will mit seinen Werken zum Ausdruck bringen, was Menschen in Syrien durchmachen. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Bilder kommen syrischen Kindern zugute, die im Krieg verletzt wurden.
morgenpost.de (Video), reuters.com

Ankommen in Mümmelmannsberg

Mümmelmannsberg, eine Siedlung im Hamburger Stadtteil Billstedt, ist für ihre Vielfältigkeit bekannt. Und genau diese Vielfalt wird in den kurzen Videos über die Bewohner, ihr Leben und ihren Weg in die neue Heimat deutlich, die im Rahmen des Projektes „Ankommen in Mümmelmannsberg“ entstanden sind. Wir wünschen viel Vergnügen mit den zehn Filmprotraits!
ankommen-in-muemmelmannsberg.de

Ratgeber: Diskriminierungsschutz in Deutschland

fluechtlingsbroschuere_deutsch_250pxJeder darf sich gegen Diskriminierung in Deutschland wehren – und das unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) stärkt nun ihr Angebot für Geflüchtete und Neuzugewanderte: Im neuen Ratgeber „Diskriminierungsschutz in Deutschland“ wird in zehn Sprachen erläutert, wie rechtlich gegen Diskriminierung vorgegangen werden kann und wo es Unterstützung und Hilfe gibt. Das juristische Beratungsteam der ADS bietet außerdem künftig auch eine Beratung auf Arabisch an.
antidiskriminierungsstelle.de

Studie „Wie viele Muslime leben in Deutschland?“

Ende 2015 lebten zwischen 4,4 und 4,7 Mio. Muslime in Deutschland. Legt man eine Einwohnerzahl von 82,2 Mio. zugrunde, sind also zwischen 5,4 und 5,7 Prozent muslimische Glaubensangehörige. Das zeigt eine Hochrechnung des BAMF-Forschungszentrums. „Aus Befragungen wissen wir, dass die Zahl der Muslime von vielen Menschen in Deutschland teilweise deutlich überschätzt wird", erklärt BAMF-Forscherin Dr. Anja Stichs. Die Bezifferung soll zur Versachlichung der Diskussion beitragen.
bamf.de

Zahl der Asylanträge rückläufig

26.438 Asylanträge wurden im November beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gestellt – gut 54 Prozent weniger als im Vorjahresmonat und 19 Prozent weniger als noch im Oktober dieses Jahres. Die Asybehörde bearbeitet pro Monat übrigens inzwischen mehr Anträge als eingereicht werden.
wiwo.de

Ankommer. Perspektive Deutschland: 2. Runde im Stipendienprogramm

ankommer-rgb-kfw_300pxDas Stipendienprogramm „Ankommer. Perspektive Deutschland" der KfW Stiftung und der Social Impact gGmbH (wir berichteten) geht in die zweite Runde. Aus etwa 100 Bewerbungen, vorranging aus den Bereichen Gastronomie und Handwerk, wurden insgesamt 15 Gründerteams mit Ideen zur sozioökonomischen Integration Geflüchteter ausgewählt – acht davon kommen aus Berlin, fünf aus dem Rhein-Main-Gebiet, weitere aus Hamburg und Duisburg.

Zudem sollen am 6. Juni 2017 in Frankfurt zwei Gründergurppen mit dem „Special Impact Award“, der mit einem Startgeld in Höhe von insgesamt 45.000 EUR dotiert ist, ausgezeichnet werden: Ein Leuchtturmprojekt für die ökonomische Integrationsleistung von Geflüchteten aus dem Kreis der neuen ANKOMMER-Stipendiatenteams 2016/2017 sowie eines mit besonderer sozialer Wirksamkeit aus dem Kreis der „AndersGründer“.
ankommer.eu, csr-news.net, fr-online.de

Vom Kindersoldaten zum „Australier des Jahres“?

songs-of-a-war-boy_150x150pxIm Alter von sechs Jahren wurde Deng Adut im Sudan von Milizen entführt und zum Kindersoldaten gemacht. Mit 14 Jahren gelang ihm über Kenia die Flucht nach Australien – Helfer schmuggelten ihn in einem Getreidesack auf der Ladefläche eines Lkw. Down Under lernte der damalige Analphabeth lesen und schreiben, studierte Jura und arbeitet inzwischen als Anwalt für Strafrecht. Seine bewegende Lebensgeschichte hat er gemeinsam mit seinem engen Freund Ben McKelvey in dem Buch „Songs of a War Boy“ (hachette Australia) festgehalten. Wegen seines Engagements für afrikanische Migranten ist Deng Adut als „Australier des Jahres“ nominiert. Die Auszeichnung wird im Januar 2017 vergeben.
theguardian.com , bbc.com

Integration von Flüchtlingen in ländlichen Räumen

Für die Studie „Integration von Flüchtlingen in ländlichen Räumen“ hat der Deutsche Landkreistag 18 gelungene Praxisbeispiele für Integration in den Landkreisen unter die Lupe genommen. Dafür wurden 150 Interviews mit Landräten, Integrationsbeauftragten und Projektleitern geführt. Die Publikation zeigt, wie vielfältig das Thema ist und stellt neben den Best Practices auch strategische Leitlinien vor.

Auf der Integrationskonferenz des Deutschen Landkreistages betont DTL-Präsident Landrat Reinhard Sager: „Die Landkreise können die herausfordernde Integration von Flüchtlingen in Gesellschaft und Arbeitsmarkt meistern. Integration darf nicht scheitern. Gerade die Landkreise haben ein ausgeprägtes Interesse daran und sind der Ort, an dem wesentliche Weichen für eine gelingende Integration gestellt werden.“
landkreistag.de

„Ankommen“ jetzt auch als Website

Die App „Ankommen“, die Geflüchteten speziell in den ersten Wochen in Deutschland Orientierung bieten soll (wir berichteten), gibt es jetzt auch als Website. Auch unter www.ankommenapp.de erhalten Asylsuchende künftig Hilfe und Infos zu Deutschkursen, Asylverfahren, Arbeitsmarktzugang und zum Leben in Deutschland. Die Website ist in insgesamt fünf Sprachen verfügbar. „Die Ausweitung der App auf die Website und die ständige Weiterentwicklung garantieren stets aktuelle Informationen rund um das Ankommen von Geflüchteten in Deutschland“, erklärt Frank-Jürgen Weise, Vorstandsvorsitzender der Bundesagentur für Arbeit und Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge.
arbeitsagentur.de

Arabisch-Unterricht an Berliner Schulen

Bisher wurde Arabisch nur an zwei Berliner Privatschulen als Fremdsprache angeboten. Das soll sich nun ändern. Vier Grundschulen in der Bundeshauptstadt bieten bereits das Projekt „Muttersprache Arabisch“ an. Dabei werden arabischstämmige Schüler zusätzlich zum regulären Stundenplan zwei Stunden pro Woche in kleinen Lerngruppen in Arabisch unterrichtet.

Laut Berliner Zeitung plant der Senat mindestens eine deutsch-arabische Schule nach dem Vorbild der staatlichen Europaschulen in Berlin. Im Koalitionsvertrag von Rot-Rot-Grün ist eine zweisprachige Bildung und Erziehung festgeschrieben – genannt werden dort Türkisch, Arabisch und Kurdisch sowie allgemein osteuropäische Sprachen. Das soll die Integration fördern und Wertschätzung signalisieren. Petra Stanat, Leiterin des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen an der Humboldt-Universität, betont: „Ein solch bilinguales Angebot steht und fällt mit der Qualität des Lehrpersonals.“
berliner-zeitung.de

Spendenaktion: 3.000 Mal Freude schenken

freude-schenken_150x150pxGemeinsam haben HelpTo und das „Bündnis für Brandenburg“ eine große Weihnachtsspendenaktion gestartet: Über Partner wie die Arche, die Tafeln sowie die Betreiber von Flüchtlingsunterkünften sollen im ganzen Land Brandenburg 3.000 kleine Geschenkpakete an Kinder aus hilfsbedürftigen Familien verteilt werden. Jedes dieser Geschenke hat einen Wert von fünf Euro und enthält ein kleines Buch, Stifte, Malblock, Spielzeug und Süßigkeiten.

Um die Aktion „3.000 Mal Freude schenken“ realisieren zu können, werden Spender gesucht. Eingepackt werden die Geschenke dann in einer gemeinsamen Aktion in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Landtag am Potsdamer Brauhausberg. Daran beteiligen sich die in der Einrichtung lebenden Geflüchtete sowie weitere ehrenamtliche Helfer. Ab Mitte Dezember geht's ans Verteilen.
betterplace.org (Spendenseite)

WOMEN`S WELCOME BRIDGE – Berlinerinnen bauen Brücken

WOMEN`S WELCOME BRIDGE ist ein Projekt von Frauen für Frauen. Realisiert hat das Ganze das Bildungs- und Beratungszentrum Raupe und Schmetterling – Frauen in der Lebensmitte e.V. in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung Arbeit, Integration und Frauen – Geschäftsstelle Gleichstellung. Auf dem digitalen schwarzen Brett können Angebote und Gesuche schnell und einfach eingestellt und auf konkrete Anfragen reagiert werden – so kommen Berlinerinnen, geflüchtete Frauen und Fraueninitiativen ganz unkompliziert zusammen. Die Angebote und Gesuche reichen von Sprachunterricht über Begleitung zu Ämtern bis hin zum gemeinsamen Tierpark-Besuch.
womens-welcome-bridge.de

„Gemeinsam kochen“ in Olpe

Seit letztem Jahr veranstalten die Integrationsagentur der Diakonie Olpe, die evangelische Kirche und das Asylbewerberprojekt von IN VIA regelmäßig Kochtreffen im Evangelischen Gemeindehaus. Geflüchtete und ehrenamtlich Engagierte kommen dort mehrmals im Jahr zusammen, kochen und essen gemeinsam. Ziel ist es, die deutsche Kultur und Sprache zu vermitteln, Kontakte zu knüpfen und sich auszutauschen. Das Projekt „Gemeinsam kochen“ erfreut sich großer und wachsender Beliebtheit, so kamen zum letzten Treffen statt der erwarteten 20 fast 50 Personen.
lokalplus.nrw

Jugendprojekt „TEO Neu(es) Land“

Die Nordkirche und das Itzehoer Berufsbildungszentrum haben gemeinsam das Projekt „TEO Neu(es) Land“ auf die Beine gestellt. TEO steht für „Tage Ethischer Orientierung“. Drei Tage verbrachten 20 geflüchtete und 18 deutsche Jugendliche aus dem schleswig-holsteinischen Itzehoe in der evangelischen Begegnungsstätte Koppelsberg bei Plön. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter des Regionalen Bildungszentrums Itzehoe (RBZ) und der Nordkirche kümmerten sich um sie. Gemeinsam wurde getanzt, musiziert und Sport getrieben. Ziel des Projektes war es, persönliche Kontakte zu vertiefen, freundschaftliche Beziehungen zu pflegen und so den geflüchteten Jugendlichen die Integration zu erleichtern.
shz.de

Daheim: Videotelefonie-Plattform für Sprachunterricht

Eine Sprache lernt man am besten, indem man sie spricht. Dieser Grundgedanke steht hinter der Onlineplattform Daheim, über die man mit Fremden per Video-Call eine Sprache üben kann. Madita Best, Gründerin der Videotelefonie-Plattform für mobiles Lernen und kulturellen Austausch, finanziert das Ganze über Spenden.

Daheim funktioniert ganz einfach: Man meldet sich an und richtet ein Profil ein. Dann kann mittels Matching-Algorithmus die Suche nach passenden Gesprächspartnern losgehen. Diese werden benachrichtigt und schon kann das Gespräch starten. Knapp 1.000 Nutzer hat die browserbasierte Plattform bisher - aktuell sind es mehr, die Deutsch lernen wollen als solche, die die Sprache vermitteln können. Deshalb telefoniert das Team auch selbst.
willkommen-daheim.org, gruenderszene.de

Bundestrainer Joachim Löw bekommt Bambi für Integration

jogi-loew_bambi-2016_150x150px„Man kann gar nicht genug tun für Integration. Nur wenn auch wir alles tun dafür und Hilfestellung leisten, können wir all diese Menschen gut integrieren. Das ist unsere Zukunft.“

Bundestrainer Joachim Löw wurde in Berlin mit dem Bambi für Integration ausgezeichnet. Vor der Preisverleihung mahnt er, dass Integration eine zentrale Aufgabe ist und bleiben wird. Als Jogi Löw den Preis dann in den Händen hält, appelliert er: „Lassen Sie uns alle zu einer deutschen Integrationsmannschaft werden.“
focus.de, dw.com/de

Til Schweiger eröffnet Kita für Flüchtlingskinder

schweiger-kita750Gemeinsam mit dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius hat Schauspieler und Regisseur Til Schweiger am Mittwoch in einer Osnabrücker Aufnahmeeinrichtung eine Kindertagesstätte für Flüchtlingskinder eröffnet. Bis zu 50 Kinder können dort betreut werden. 915.000 Euro hat das Projekt insgesamt gekostet, 500.000 Euro hat die Til Schweiger Foundation beigesteuert. Die Kita wurde in der Modulbauweise errichtet und kann leicht ab- und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden, sollte die Aufnahmeeinrichtung geschlossen werden.
spiegel.de, ndr.de, welt.de, tilschweigerfoundation.de

50.000 Geflüchtete im Job.

50.000 nach Deutschland geflüchtete Menschen sind von September 2015 bis September 2016 in Arbeit gekommen, 30.000 von ihnen gehen einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Das sagte Frank-Jürgen Weise, Leiter des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) auf einer Veranstaltung in Erlangen. Die Werte stammen aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, die am Mittwoch vorgestellt werden soll. Reichlich Arbeit gibt es dennoch, waren doch im selben Zeitraum rund 100.000 Zuzügler als arbeitslos gemeldet. Aber laut Weise sind "Flüchtlinge besser ausgebildet, als Fachleute bisher gedacht hatten" – was angesichts der robusten Konjunktur in Deutschland sicher für alle Seiten von großem Nutzen ist.
spiegel.de, zeit.de

Begegnungsstätte „Mühlencafé“ in Elmshorn

muehlencafe-elmshorn_300pxSeit Ende Oktober betreibt des Willkommensteam Elmshorn mit dem Mühlencafé eine Begegnungsstätte für Alteingesessene und Zugewanderte. Dort können Menschen aus unterschiedlichen Sprach- und Kulturkreisen zusammenkommen und sich austauschen. Geflüchtete erhalten Hilfe bei Fragen zu Formularen und Behördengängen, auch ein Deutschkurs speziell für Flüchtlinge aus Afghanistan wird angeboten.

Neben Getränken und Snacks bietet das Mühlencafé eine kleine Bibliothek und Informationsmaterial rund um Flucht und Asyl, Wörterbücher für viele verschiedene Sprachen, Bücher zum Deutsch lernen, eine Spielecke für Kinder sowie wechselnde Kunstausstellungen. Auch die Mitglieder des Willkommensteams kommen dort regelmäßig zusammen, um sich über ihre ehremamtliche Arbeit auszutauschen. Das Café ist von Dienstag bis Donnerstag von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag von 13 uhr bis 17 Uhr.
willkommensteamelmshorn.wordpress.com

Benefizkonzert zugunsten der Behandlung traumatisierter geflüchteter Menschen

Kommenden Samstag (12.11.2016) findet im Kulturforum in der St. Matthäus-Kirche (Mattähikirchplatz, 10785 Berlin) um 19:30 Uhr ein Benefizkonzert zugunsten der Behandlung traumatisierter geflüchteter Menschen statt. Unter Mitwirkung der Berliner Stadtstreicher, von Mitgliedern des Orchesters der Berliner Musikfreunde und des Japanisch-Deutschen Jazz-the-Mass Ensembles werden Edward Elgar: 5 Intermezzi für Holzbläser; Bob Chilcott: A Little Jazz Mass sowie W.A. Mozart: Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur aufgeführt. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt zehn Euro. Der Reinerlös des Konzerts wird zweckgebunden an Amnesty International gespendet.
facebook.com

Infoveranstaltung: „Existenzsicherung und soziale Teilhaberechte für Geflüchtete in Berlin“

Am 21.11.2016 findet von 17:30 Uhr bis 20:30 Uhr im Haus der Demokratie und Menschenrechte Berlin (Greifswalderstr. 4, Havemann-Saal im EG, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg) die Infoveranstaltung „Existenzsicherung und soziale Teilhaberechte für Geflüchtete in Berlin“ statt. Sie richtet sich als Einführung an aktive Ehrenamtliche aus Initiativen und in den Unterkünften in Berlin. Die Veranstaltung soll einen einführenden Überblick über Registrierung und Behördenzuständigkeit, Aufenthaltsdokumente und -titel, Wohnsitzauflagen, Existenzsicherung, Qualitätsanforderungen an die Unterkünfte und soziale Teilhaberechte Geflüchteter geben. Anmeldefrist ist der 13.11.2016.
fluechtlingsrat-berlin.de

Infoveranstaltung: „Förderprogramm Frauen-iD“

Am 28.11.2016 findet in den Räumlichkeiten der Weiberwirtschaft (Anklamer Straße 38, 10115 Berlin-Mitte, Raum 5) von 10.30 Uhr bis 17.00 Uhr eine Informationsveranstaltung zum „Förderprogramm Frauen-iD“ statt. Neben einer Vorstellung des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Programms (wir berichteten) gibt es spannende Vorträge u.a. zu Möglichkeiten kultureller Teilhabe geflüchteter Frauen. Die Anmeldung läuft noch bis zum 15.11.2016.
frauen-id.de

Augsburg: Neues Bildungs- und Beratungszentrum

Gemeinsam mit der Tür an Tür-Integrationsprojekte gGmbH und dem Diakonischen Werk richtet die Stadt Augsburg in der Kresslesmühle (Barfüßerstraße 4) ein neues Bildungs- und Beratungszentrum ein. Das Beratungsangebot wird sich an Zugewanderte aus EU-Ländern und Geflüchtete sowie an Augsburger ab 16 Jahren richten. Zusätzlich sollen wechselnde Träger Sprechstunden zu integrationsfördernden Themen, wie Spracherwerb, Ausbildung, Schule oder Hochschule, anbieten.

Die Aufgabe zweier Bildungskoordinatoren der Stadt wird es sein, die Bildungsangebote aufeinander abzustimmen, Akteure zu vernetzen und das bereits laufende Projekt „Bildung integriert“ zu ergänzen. Finanziert werden die Stellen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
presse-augsburg.de

Eberswalde: Flüchtlingshelfer aus Kenia

2009 flüchtete Thomas Mboya Ochieng nach Deutschland. Heute koordiniert der Kenianer die Flüchtlingshilfe im brandenburgischen Eberswalde, ist Ansprechpartner für 1.100 Geflüchtete. Er steht in engem Kontakt mit den freiwilligen Helfern der Stadt, informiert die geflüchteten Menschen über die Angebote in Eberswalde, wie z.B. Sprachunterricht, und erklärt, an welche Behörden sie sich wenden können. Dabei hilft Thomas Mboya Ochieng, dass er Ähnliches durchlebt hat: „Ich habe das Gleiche durchgemacht wie sie. Ich kenne ihre Erwartungen, ich verstehe ihre Schwierigkeiten. Und ich erkenne, wobei sie wirklich Hilfe brauchen.“ Doch seine wichtigste Aufgabe ist es, Brücken zu bauen zwischen Neuankömmlingen und Anwohnern.
dw.com/de

Filmfestival: KINO ASYL

kino-asyl_300x200pxVom 4. bis 8. Dezember zeigen in München junge Erwachsene aus Syrien, Afghanistan, Sierra Leone, Uganda und Somalia Filme aus ihren Herkunftsländern. Veranstaltet wird das Filmvestival vom Medienzentrum München. Es findet in den Kammerspielen München, im Münchner Gasteig und in der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München statt. Das Festival wird von den Kuratoren mit Fluchterfahrung mit Unterstützung von Fachleuten selbst gestaltet.


kinoasyl.de (Programm mit Infos zu den einzelnen Filmen)

Kinotipp: Willkommen bei den Hartmanns

kino_hartmanns_warner_300x300pxGestern lief „Willkommen bei den Hartmanns“ im Kino an, eine deutsche Komödie, die das Thema Flüchtlinge aufgreift. In seinem Film lässt Regisseur Simon Verhoeven Welten aufeinanderprallen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Vorstadtvilla vs. Flüchtlingsunterkunft, der Kampf gegen den Alterungsprozess vs. der Kampf ums Überleben.

Darum geht's:
Die Hartmanns sind wohlsituiert und unglücklich – alle leben aneinander vorbei. Als Mutter Angelika (Senta Berger), eine pensionierte Lehrerin, nach dem Besuch eines Flüchtlingsheims gegen den Willen ihres Mannes Richard (Heiner Lauterbach) beschließt, einen der Bewohner bei sich zu Hause aufzunehmen, brechen turbulente Zeiten an. Diallo (Eric Kabongo) kommt aus Nigeria und hat seine Familie durch die Terrormiliz Boko Haram verloren. Als dann auch Tochter Sophie (Palina Rojinski) und Sohn Philipp (Florian David Fitz) samt Enkel Basti (Marinus Hohmann) wieder daheim einziehen, wird es im Hause Hartmann richtig voll. Schnell wird Diallo zum Familienpsychologen und sorgt auf charmant naive Art dafür, dass sich alle wieder annähern.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

Mit Humor und Originalität werden den Zuschauern Klischees vor Augen geführt, der Film kombiniert geschickt Slapstick mit Gesellschaftskritik.
dw.com/de

Leipzig: Akademie für transkulturellen Austausch

An der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) wurde die Akademie für transkulturellen Austausch (ATA) gegründet. Ab dem Wintersemester haben Geflüchtete dort die Möglichkeit, als ordentlich immatrikulierte Studierende ihr abgebrochenes Kunst- oder Designstudium fortzusetzen. Eine Studentin und vierzehn Studenten aus Syrien und dem Irak sind bisher aufgenommen worden. Einige von ihnen können erst in den nächsten Wochen mit dem Studium beginnen, wenn ihr Asylverfahren abgeschlossen ist und sie nach Leipzig ziehen dürfen.
faz.net

Mehr Geld für die Länder

Um die Kosten für Integration und die Unterstützung geflüchteter Menschen abdecken zu können, bekommen die Länder vom Bund mehr Geld. Zusätzlich zu den bisher bereits zur Verfügung gestellten Finanzhilfen will der Bund in diesem Jahr noch 2,6 Mrd. Euro zahlen. 2017 sollen es dann 1,16 Mrd. Euro sein - auch diese zusätzlich zu den bereits geleisteten oder vereinbarten Finanzhilfen. Einen entsprechenden Gesetzesentwurf hat das Bundeskabinett beschlossen. Bis einschließlich 2020 will der Bund die Länder mit mehr als 24,5 Mrd. Euro unterstützen.
tagesschau.de

Wettbewerb: „Die Gelbe Hand“

Im Rahmen des Wettbewerbs „Die Gelbe Hand“ sind (Berufs-)Schüler und Auszubildene dazu aufgerufen, mit einem künstlerischen Wettbewerbsbeitrag ein kreatives Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und für ein solidarisches Miteinander zu setzen. Zu gewinnen gibt es 1.000 Euro für den ersten Platz, 500 Euro für den zweiten und 300 Euro für den dritten Platz. Zudem stellt das Land Rheinland-Pflaz Sonderpreise bereit. Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 15. Januar 2017. Die Preisverleihung findet im März 2017 in Mainz statt.
gelbehand.de

Video-Experiment: Unterwegs mit dem Smartphone eines Geflüchteten

Die BBC Media Action, die Charity-Organisation der britischen Rundfunkanstalt, hat ein bewegendes Experiment gewagt und will basierend auf Interviews mit insgesamt über 100 Geflüchteten und Helfern auf die Missstände in der Kommunikation von Menschen auf der Flucht – unterwegs, im „Transit“-Bereich oder in Europa – aufmerksam machen. Die Ergebnisse der Interviews veranschaulicht die BBC Media Action in einem Video – und versetzt die Zuschauer temporär in die lebensbedrohliche Welt eines Geflüchteten:

Im Rahmen der Interviews machten die Befragten auch Vorschläge, wie sich die Kommunikation verbessern ließe, z.B. durch (mehr) Übersetzer und Rechtsberater in den Camps, regelmäßige Treffen, auf denen über die aktuelle Situation auf den Fluchtrouten informiert wird, oder (mehr und bessere) Internetzugänge in den Camps.
bbc.co.uk

Download-Tipp: Interkultureller Kalender 2017

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF hat für den interkulturellen Kalender 2017 die beutendsten Festtage der Weltreligionen Christentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und Judentum sowie weitere Gedenktage zusammengetragen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Den Kalender gibt es zum Download im pdf- und ics-Format (für Kalender-Programme).
bamf.de

Forschungsgutachten „Gelingende Integration im Quartier“

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr beim Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) hat ein Forschungsgutachten zur Frage, wie die Integrationsbedingungen in den Quartieren und Kommunen langfristig verbessert werden können, in Auftrag gegeben. Dafür wurden in acht Städten in NRW – Altena, Bergheim, Bielefeld, Dortmund, Hamminkeln, Mülheim, Münster und Nordkirchen – mithilfe von Experteninterviews, der Analyse der lokalen Medienberichterstattung sowie der Kooperationsnetzwerke die Bedingungen der Aufnahme, Unterbringung und Integration von Geflüchteten untersucht. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Das Gutachten belegt, dass die Integration durch Zusammenarbeit verschiedener Ämter und eine enge Vernetzung mit bürgerschaftlichen Aktivitäten gefördert werden kann. Außerdem zeigt sich, dass gerade in kleineren Kommunen Einzelpersonen eine Vorbildfunktion zukommt – im Zusammenspiel mit der Koordinierung der ehrenamtlichen Helfer kann es so gelingen, ein positives Klima für die Aufnahme der Geflüchteten zu schaffen. „Durch die Förderung von Wohnungsbau sowie sozialer und kultureller Infrastruktur stärken wir die Stadtteile als Orte der Integration. Vor allem aber werden wir die Begegnung und Zusammenarbeit durch Quartiersmanagement noch weiter fördern“, kommentiert NRWs Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr Michael Groschek das Gutachten.
idw-online

„Wohin?“: 21 Fragen zu Flucht und Migration

Für das Goethe Institut beantworteten Autoren und Intellektuelle aus knapp 40 Ländern der Welt einen Fragebogen zu Flucht und Migration. Als Inspiration dienten dabei die Fragebögen aus den Tagebüchern des Schweizer Schriftstellers Max Frisch. Die Antworten auf Fragen wie „Was bedeutet für Sie der Begriff Flüchtling?“ oder „Was sind für Sie Voraussetzungen für erfolgreiche Integration?“ gibt es hier zum Nachlesen:
goethe.de

Brandenburg: Verkehrssicherheitsarbeit mit Asylsuchenden

Deutschlands Straßenverkehr unterscheidet sich hinsichtlich Gesetzgebung, Verkehrsaufkommen und Verhalten der Verkehrsteilnehmer von dem der Herkunftsländer Asylsuchender. Deshalb hat das Bundesland Brandenburg das Pilotprojekt „Verkehrssicherheitsarbeit für Geflüchtete und Asylsuchende“ aufgesetzt. Neben der Einführung in die wichtigsten Verkehrsregeln haben die Verkehrswachten des Landes Brandenburg drei thematische Schwerpunkte gesetzt: Fahrradkurse, ÖPNV-Schulungen sowie Eltern-Kind-Kurse. Ziel ist es, soziale und kommunikative Verhaltensformen weiterzugeben sowie zu lernen, wie der Straßenverkehr in Deutschland funktioniert und wie man sich mit größtmöglicher Sicherheit darin bewegt. Das Projekt soll bis Ende dieses Jahres umgesetzt und bei Erfolg auch 2017 fortgesetzt werden.
deutsche-verkehrswacht.de

„Ort der Begegnung“ entsteht am Flughafen Tempelhof

tempelhof-ort-der-begegnung-govolunteer_300x200pxAuf dem Vorfeld vor den Hangars am Flughafen Tempelhof soll auf 6.000 Quadratmetern ein Park entstehen, der Begegnung und Integration ermöglicht. Dafür errichten Geflüchtete und helfende Berliner gemeinsam Gärten, Spiel- und Sportflächen, Sitzmöglichkeiten sowie Räume für Bildung und Austausch. Initiiert wurde das Projekt „Ort der Begegnung“ von GoVolunteer und TAMAJA, dem Betreiber der Notunterkunft am ehemaligen Flughafen Tempelhof. Vedad Ibisevic, Kapität von Hertha BSC, ist Botschafter des Projektes und unterstützt dieses auch finanziell.

Vom 24. bis zum 29. Oktober soll jeweils von 10 bis 17 Uhr aufgebaut, geschraubt, gepflanzt und gestrichen werden. Wer dabei mithelfen möchte, kann sich hier anmelden. Eingeweiht wird der „Ort der Begegnung“ dann am 20. November mit allen Bewohnern der TAMAJA-Unterkunft Flughafen Tempelhof und allen Helfern von GoVolunteer.
facebook.com >>

Vortragsreihe zum Thema „Flucht und Geschlechterverhältnisse“

Das Frankfurter Cornelia Goethe Centrum für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse veranstaltet im Wintersemester 2016/17 eine Vortragsreihe zum Thema „Flucht und Geschlechterverhältnisse: Zur Dialektik von Handlungsräumen in einer spezifischen Krise“. Los geht's am Mittwoch, den 26. Oktober 2016 mit einem Vortrag des Sozialpsychologen Prof. Dr. Phil C. Langer von der International Psychoanalytic University Berlin.

Die Vorträge finden am 26.10.2016, 09.11.2016, 23.11.2016, 14.12.2016, 18.01.2017 und 08.02.2017 (Roundtable) von 18 bis 20 Uhr im PEG-Gebäude, Raum 1.G 191, Campus Westend der Goethe-Universität statt. Interessierte sind herzlich zur Teilnahme eingeladen.
cgc.uni-frankfurt.de (Programm), cgc.uni-frankfurt.de (Booklet, PDF)

Hotline für besorgte Büger

Ali Can kam mit zwei Jahren aus der Türkei nach Deutschland. Heute studiert er in Gießen Ethik und Deutsch – und er betreibt eine „Hotline für besorgte Bürger“. Immer mittwochs von 16 bis 18 Uhr können diese anrufen und mit ihm über ihre Ängste, Sorgen und Erfahrungen zum Thema Zuwanderung sprechen – auf friedliche Weise, versteht sich. Das Angebot ist ernst gemeint und kostenlos, die Identität der Anrufer hält Ali geheim. „Mir ist es wichtig, auch mit denen zu sprechen, die von Integration scheinbar nichts wissen wollen“, sagt er.

Als interkultureller Trainer hält Ali zudem Vorträge und gibt Workshops an Schulen, Universitäten und beim Deutschen Akademischne Austauschdienst e. V. (DAAD). Dafür hat er den Verein für Interkulturellen Frieden gegründet.
interkulturell-leben.de (Kontakt), zeit.de, wdr.de (Ali Can im Video-Interview, ca. 12 Minuten)

Projekt: Aus meiner Sicht –Videowettbewerb mit Geflüchteten

Im Rahmen des Projektes „Aus meiner Sicht –Videowettbewerb mit Geflüchteten“ der Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus können Geflüchtete in Form von selbstgedrehten, drei- bis fünfminütigen Videoclips von ihrer Flucht, der Zeit in Deutschland und „ihrer Sicht“ der Dinge erzählen. Durch die Darstellung individueller Geschichten soll zum Abbau von Voruteilen beigetragen werden.

Von den Videos, die bis zum 31. Oktober eingesendet werden, werden 30 ausgewählt, deren Produzenten eine finanzielle Förderung erhalten, um eine Veranstaltung mit Musik, Speisen und Getränken durchzuführen, z.B. ein Fest mit Freunden, und hierbei ihr Video zu zeigen. Von allen Videos, die bis zum 30. November eingesendet werden, werden die drei Sieger mit Wertgutscheinen (1.000 Euro, 500 Euro und 250 Euro) ausgezeichnet.
stiftung-gegen-rassismus.de

Mehr als 50.000 unbegleitete minderjährige Geflüchtete

Nach Angaben der Bundesregierung halten sich hierzulande 51.068 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge auf (Stichtag 15. September 2016) – die meisten von ihnen aktuell in Nordrhein-Westfalen (11.051), Bayern (7.330) und Baden-Württemberg (6.825). Als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling gilt, wer unter 18 Jahre alt ist und ohne einen Sorgeberechtigten oder Bevollmächtigten einreist.
welt.de

BAMF-Flüchtlingsstudie

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF hat kürzlich eine Studie veröffentlicht, in der die Motivation von Geflüchteten abgefragt wurde, nach Deutschland zu kommen. In der Umfrage gaben 64 Prozent als Grund die Achtung der Menschenrechte hierzulande an. Für 38 Prozent ist ein Grund die Hoffnung auf freie Religionsausübung, für 31 Prozent die politische Stabilität. Nur zwölf Prozent gaben die wirtschaftliche Stärke der BRD als Grund an. Bei der Angabe der Gründe waren Mehrfachnennungen möglich.

„Die Mehrheit der Flüchtlinge will in Deutschland bleiben und sich hier ein Leben aufbauen, und zwar auf eigenen Füßen und ohne Hilfe vom Staat. Dies gelingt noch nicht allen, die materielle Situation ist oft bescheiden und die Beteiligung am Arbeitsmarkt ausbaufähig. Aber die Motivation ist da, oft basierend auf einer Dankbarkeit, dass Deutschland ihnen Schutz gewährt hat. Dies hat mich persönlich sehr berührt“, kommentiert Dr. Susanne Worbs, Hauptautorin der Studie, im Interview die Ergebnisse.

Im Rahmen der „Flüchtlingsstudie 2014“ wurden anerkannte Flüchtlinge befragt, die zwischen 2008 und 2012 nach Deutschland kamen.
morgenpost.de, bamf.de (Interview)

„Berlin und wir!“: Doku-Reihe zu Integration und Zusammenleben

berlin-und-wir_sendung_300x200pxAb 17. Oktober zeigt KiKA montags bis donnerstags um 20:10 Uhr „Berlin und wir!“, eine achtteilige Doku-Reihe zu Integration und Zusammenleben. Darin wollen vier geflüchtete Jugendliche und vier Jugendliche aus Berlin gemeinsam herausfinden: „Wie werden wir gut miteinander leben?“ Dafür werden die Elf- bis 15-jährigen drei Monate lang mit der Kamera begleitet. Sie treffen sich regelmäßig zu gemeinsamen Unternehmungen und lernen die Familien der anderen kennen. Das Projekt soll Bereicherung, aber auch mögliche Konflikte und deren Lösung dokumentieren, die interkulturelles Zusammenleben mit sich bringt. Am Ende des Projektes soll ein Musikvideo entstehen.
blog.tivi.de

Berlin: Arbeitsmarktgespräch für geflüchtete Frauen

Zusammen mit dem VIA- Regionalverband für interkulturelle Arbeit und TIO e. V. – Treff- und Informationsort bietet der trixiewiz e.V. (Bernkasteler Str. 78, 13088 Berlin-Weißensee) am 18. Oktober 2016 von 10 bis 12 Uhr ein Arbeitsmarktgespräch für geflüchtete Frauen (zum Veranstaltungsflyer) an. Als Referentin wird Frau Rafaela Subaie, Bildungsberaterin für Migrantinnen und geflüchtete Frauen (TIO e.V.), vor Ort sein. Im Rahmen des Gespräches soll gemeinsam überlegt werden, wie geflüchteten Frauen der Zugang zum Arbeitsmarkt in Deutschland erleichtert werden kann und welche Fördermöglichkeiten es gibt. Die Veranstaltung findet auf Arabisch, Englisch und Deutsch statt. Wer dabei sein möchte, kann sich per E-Mail anmelden: mail@trixiewiz.de
trixiewiz.de

Hochschulprogramme für Geflüchtete verlängert

Im Rahmen des „Welcome“-Programms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bundesweit studentische Initiativen, die sich beispielsweise in Form von Rechtsberatungen oder Sprachvermittlung an ihren Hochschulen für Geflüchtete engagieren.

johanna-wanka_150x150px„Es ist beeindruckend, mit wie viel Elan Studierende in Zusammenarbeit mit ihren Hochschulen Projekte ins Leben gerufen haben, um Flüchtlingen zu helfen. Die Resonanz an den Hochschulen auf unsere Programme ist groß. Für studieninteressierte Flüchtlinge ist vor allem die Orientierung im deutschen Hochschulsystem anfangs eine Herausforderung, die studentischen Initiativen helfen sehr dabei, hier die richtigen Hilfestellungen zu geben. Dieses Engagement unterstützen wir mit dem ‚Welcome‘-Programm“,

so Bundesbildungsministerin Johanna Wanka.

Das Programm wird nun über das Jahr 2016 hinaus bis einschließlich 2018 verlängert, ebenso wie die Förderung von Sprachkursen und Propädeutika an Hochschulen für Flüchtlinge im Rahmen des „Integra“-Programms.
bmbf.de

Braunschweiger Turnhallen sollen bald freigegeben werden

Fünf Turnhallen wurden in Braunschweig in den vergangenen Monaten als Unterkünfte für Geflüchtete genutzt. Drei von ihnen – in Watenbüttel, in der Weststadt und im Heidberg – sollen in Kürze wieder für die Nutzung durch Vereine und Schulen freigegeben werden. Schon seit dem Sommer wohnen dort keine geflüchteten Menschen mehr. Bereits Ende dieser Woche soll der Umbau abgeschlossen sein – im Wesentlichen geht es dabei um den Rückbau von Trennwänden, Essenausgaben, Schutzbelägen auf den Fußböden sowie Zu- und Ableitungen. Ein genauer Termin für die Freigabe steht allerdings noch nicht fest, da u.a. noch die Böden gutachterlich geprüft werden müssen.
braunschweiger-zeitung.de

Erlangen: Wohnen für Hilfe

Das in Erlangen bereits etablierte Projekt „Wohnen für Hilfe“ soll künftig auch auf anerkannte Asylbewerber ausgedehnt werden. Bei diesem Programm „vermieten“ meist Ältere, aber auch Familien und Alleinerziehende, Wohnraum an Jüngere – derzeit meist an Studierende –, die ihnen im Gegenzug im Haushalt helfen. In Erlangen warten aktuell noch 270 Asysuchende auf eine Wohnung, doch sozial geförderter Wohnraum ist knapp. Alternative Vermietungsformen wie „Wohnen für Hilfe“ könnten zur Lösung des Wohnungsproblems beitragen.
nordbayern.de

Konferenz: „Flucht, Exil und Migration in der deutschsprachigen Literatur“

Am Institut für Germanistik der Universität Leipzig findet heute und morgen die Konferenz „Flucht, Exil und Migration in der deutschsprachigen Literatur“ statt. Dabei sollen der Dialog zwischen syrischer und deutscher Germanistik vertieft und die Perspektiven geflüchteter syrischer Forscher in Deutschland diskutiert werden. Neben fachvorträgen wird es auch Workshops geben. Eine Podiumsdiskussion, auf der zukünftige Perspektiven der syrischen Germanistik erörtert werden, bildet den Abschluss der Konferenz. Die Vorträge und die Podiumsdiskussion sind öffentlich, der Besuch ist kostenlos.
zv.uni-leipzig.de

Interkulturelles Musikforum Sachsen

Integration und Vielfalt in unserer Gesellschaft nachhaltig zu fördern, ist das Ziel des Projektes „Interkulturelles Musikforum Sachsen“, das sich an Musiker und Musikpädagogen verschiedener Kulturen richtet. Um eine Plattform zum Ideenaustausch sowie für Projektvorstellungen zu bieten, findet vom 21. bis zum 23. Oktober in der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (Freitag und Samstag) und beim Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden e.V. (Sonntag) das Symposium „Kulturelle Vielfalt in der Musikpädagogik“ statt. Neben Referaten, Workshops und Diskussionenn gibt es natürlich auch Musik. Teilnahme und Verpflegung sind kostenfrei. Der Anmeldeschluss ist heute!
interkulturelles-musikforum.de

Buchtipp: „Nachgefragt: Flucht und Integration“

buch-nachgefragt-flucht-und-migration_432x600In der Loewe-Buchrreihe „Nachgefragt“ werden gesellschaftliche und politische Sachverhalte für Jugendliche ab zwölf Jahren leicht verständlich über eine Frage-Antwort-Struktur erklärt. In der neuesten Ausgabe geht es um Flucht und Integration. Die Autorin Christine Schulz-Reiss gibt darin einen Überblick zum Thema Flucht und wie sich dieses im Laufe der Geschichte entwickelt hat. Sie widmet sich der Frage, unter welchen Bedingungen ein Staat einen Fremden integrieren kann, und zeigt Möglichkeiten des Engagements auf. Abstrakte Informationen werden im Buch auf ein verständliches Niveau gebracht und mithilfe von Fotos und Abbildungen veranschaulicht, Fremdwörter und Fachbegriffe werden im Glossar erklärt. Wer jetzt neugierig geworden ist und mal reinlesen möchte, findet hier eine Leseprobe.

Gewinnspiel
Das Buch „Nachgefragt: Flucht und Integration“ ist im Loewe Verlag erschienen und kostet 6,95 Euro. Wir verlosen drei Exemplare des Buches von Christine Schulz-Reiss! Schickt einfach eine Mail mit dem Betreff „Gewinnspiel“ und eurer Adresse an post@helferzentrale.org
Einsendeschluss ist der 14.10.2016. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen: Mitmachen darf jeder, ausgenommen die Mitarbeiter der teilnehmenden Firmen. Das Los entscheidet. Die Gewinner werden nach der Ziehung benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Nürnberg: BAMF sucht Azubis

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF sucht am Ausbildungsstadnort Nürnberg Auszubildende für den Beruf Kauffrau/Kaufmann für Büromanagement. Wer also gern mit Menschen aller Nationalitäten im Team arbeiten möchte, sollte einen qualifizierten Hauptschulabschluss mitbringen, um am Auswahlverfahren teilnehmen zu können. Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2016. Weitere Infos zur Ausbildung gibt's in der Stellenausschreibung des BAMF:
bamf.de (PDF)

Wohnleitfaden für Berlin und Brandenburg

wohnleitfaden_screenshot_300x200pxMüll trennen, richtig lüften, Notdienst informieren – mit einem Wohnleitfaden wollen die großen Wohnungsunternehmen in Berlin und Brandenburg Geflüchtete „bei ihren ersten Schritten in den neuen Nachbarschaften unterstützen und ihnen das Einleben erleichtern“, so Maren Kern, Vorstand beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). Der vierseitige Leitfaden erklärt auf Arabisch, Englisch und Deutsch und mithilfe von Piktogrammen viele Wohnthemen, wie z.B. „Gemeinschaftlicher Umgang“, „Nutzung der Wohnung“ und „Müllentsorgung“. Der Wohnleitfaden steht als PDF zum kostenlosen Download zur Verfügung.
bbu.de

Die ersten Geflüchteten ziehen in die HafenCity

Etwa 100 Menschen sollen pro Woche in die Unterkunft in der Kirchenpauerstraße in der Hamburger HafenCity einziehen. Die ersten beziehen die Wohneinheiten, die je drei Doppelzimmer à 14 qm, Bad und Gemeinschaftsküche umfassen, am 4. Oktober. Pro Etage gibt es Küchen und Sanitärbereiche, auch Verwaltungsbereiche, Waschräume, Beratung und Gruppenräume sind vorhanden. Die Stadt hatte für die Folgeunterkunft, die zeitlich begrenzt betrieben wird, 528 Container gekauft. Ab Januar 2020 sollen dort Wohnungen im üblichen Drittelmix gebaut werden.
welt.de, ndr.de (mit Video)

10 Handlungsempfehlungen zur Integration von Geflüchteten

In einem Positionspapier gibt die Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), Leibniz-Forum für Raumwissenschaften, zehn Handlungsempfehlungen zur sozialen und ökonomischen Integration von Geflüchteten auf kommunaler und regionaler Ebene. Vorgeschlagen werden u.a. ein Fonds zum Finanzausgleich zwischen unterschiedlich stark belasteten Kommunen und Landkreisen sowie die Einrichtung von zentralen Koordinierungsstellen in Kommunen und Regionen, um Integrationsmaßnahmen besser aufeinander abzustimmen.
idw-online.de, shop.arl-net.de (Positionspapier, PDF)

#BAMFfaq: Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

In der Reihe #BAMFfaq geht es in dieser Woche um das Thema Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen. Im sogenannten Anerkennungsverfahren können Berufsabschlüsse, die im Ausland erworben wurden, mit einem deutschen Beruf verglichen werden. Auf der Seite des Bundesministeriums für Migration und Flüchtlinge BAMF wird u.a. erklärt, wo der entsprechende Antrag gestellt werden kann, welche Unterlagen erforderlich sind und wie lange das Verfahren in etwa dauert.
bamf.de

„Flüchtlingsjournalistinnen“ vom Dange NWE Radio ausgezeichnet

Am 19. Oktober im Rahmen der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse der Raif-Badawi-Preis an mutige Journalisten vergeben. Der Preis geht in diesem Jahr an Haifa Ezzaz Ahmed, Haneen Hassan, Suzan Yahya und Shadan Fathulla aus Syrien und dem Irak. Die Frauen senden ein mehrsprachiges Radioprogramm aus einem der größten Flüchtlingslager in Halabja im Irak. Dabei sprechen sie auch über kontroverse Themen wie häusliche Gewalt, weibliche Genitalverstümmelung und Frauenrechte. Das journalistische Handwerk haben sich die vier selbst angeeignet.

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Vorstandsmitglied der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, die den Preis u.a. mitträgt, begrüßt die Entscheidung der Jury: „Die vier jungen Frauen aus dem Irak und Syrien nehmen entschlossen ihre Zukunft in die eigene Hand und zeigen damit vielen anderen Hörerinnen ihres Radioprogramms einen möglichen Weg in die Selbständigkeit, vielleicht sogar in die Unabhängigkeit. Sie sind ein inspirierendes, sinnstiftendes Vorbild, das den Frauen in den riesigen Flüchtlingscamps eine wichtige Orientierung in dieser für sie so schweren Situation gibt. Ihr Radioprojekt steht für ein Versprechen: Freiheit durch Bildung.“
dw.com/de, freiheit.org

Programm: Emergency Social Safety Net

Ab dem 1. Oktober können Geflüchtete in der Türkei mittels spezieller Prepaid-Karten Geld am Automaten abheben. Damit sollen sie Einkäufe erledigen, Mieten begleichen oder Bildungsangebote zahlen können. Jede dieser Karten wird monatlich mit hundert türkischen Lira (ca. 30 Euro) aufgeladen. Die EU hatte für das Programm „Emergency Social Safety Net“ 348 Millionen Euro bereitgestellt (wir berichteten).
dw.com/de

Weltgipfel zu Flucht und Migration in New York

52 Länder nahmen zu Beginn der Woche an den Weltgipfeln zu Flucht und Migration in New York teil. Sie machten Zusagen zur Aufnahme von mehr als 360.000 Flüchtlingen. Außerdem einigte sich die Staatengemeinschaft darauf, die Finanzzusagen für humanitäre Hilfe im Vergleich zu 2015 um 4,5 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Zusätzlich wurde beschlossen, einer Million Flüchtlingskinder den Zugang zu Bildung zu erleichtern und für eine Million Geflüchtete die Beschäftigungschancen zu verbessern. Beim Flüchtlingsgipfel, zu dem US-Präsident Obama eingeladen hatte, waren Deutschland, Schweden, Kanada, Mexiko, Äthiopien, Jordanien und UN-Generalssekretär Ban Ki-moon Mitgastgeber.
bundesregierung.de

Lesetipp: Irrtümer der Migrationsdebatte

Entwicklungshilfe dämmt die Migration ein? Einwanderer werden von Kindergeld und Sozialleistungen angelockt? Sie drücken das Lohnniveau einheimischer Arbeiter? Stimmt so nicht. Oliviero Angeli, der an der TU Dresden forscht und Politische Theorie lehrt – vor allem zu Einwanderung und Integration, räumt mit sechs großen Irrtümern in der Migrationsdebatte auf.
spiegel.de