#NichtEgal – Kampagne gegen Hass im Netz

Nach dem Video-Wettbewerb (wir berichteten) startet YouTube nun gemeinsam mit der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) die Toleranz-Kampagne #NichtEgal. Im Rahmen dieser Kampgane sprechen sich bekannte YouTuber, wie z.B. Die Lochis, Dagi Bee oder die Datteltäter, für mehr Toleranz und Demokratie aus und sollen dazu ermutigen, aktiv gegen Hass im Netz vorzugehen:

Zusätzlich sind Schulbesuche und Workshops geplant, in denen Jugendliche zu Mentoren ausgebildet werden sollen. Zudem stellt die BpB Unterrichtsmaterial für Lehrer bereit.
spiegel.de

Kölner Künstlermanifest „Checkpoint Demokratie“

„Wir dürfen nicht zulassen, dass die Hetze salonfähig wird!“, heißt es in dem Manifest „Checkpoint: Demokratie“ von Schauspielerin Renan Demirkan, das im Kölner Stadt-Anzeiger veröffentlicht wurde. Gemeinsam mit anderen prominenten Kulturschaffenden und Intellektuellen hat sich Renan Demirkan in die aktuelle Debatte über Fremdenfeindlichkeit, Migration und Integration eingeschaltet.

Mehr als 70 Unterstützer, darunter Heiner Lauterbach, Jochen Busse, Marion Kracht, Antonia Rados, Michel Friedman u.v.m., protestieren gemeinsam gegen Hetze, Rassismus, Islam- und Judenfeindlichkeit und werben für eine Kultur der Offenheit. So laden sie zu Gesprächen und Diskussionen ein – mit allen, über alles – und betonen dabei: „Aber lasst das Verbindende unser Ziel sein – und die Stärkung der Demokratie.“

Parallel hat der Sozialpsychologe Harald Welzer mit seiner „futurzwei-Stiftung“ die Gesprächsinitiative „Die offene Gesellschaft 365“ gestartet. Bis zur Bundestagswahl 2017 will die Initiative täglich einen Diskussionsbeitrag zur Verteidigung der Demokratie und ihrer Werte leisten.
ksta.de, dw.com/de

New York: UNICEF appelliert an Regierungen

Christian-Schneider-Unicef_150x150px„Kein Land kann die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und menschlichen Herausforderungen der weltweiten Bevölkerungsbewegungen allein lösen. Bei der Suche nach globalen Antworten muss dem Schutz der Kinder besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden“,

erklärt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, zur Eröffnung der Weltgipfel zu Flucht und Migration in New York. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen appelliert an die Regierungen, sechs zentrale Ziele für Kinder zu unterstützen, die im Report „Uprooted“ formuliert wurden (wir berichteten).
unicef.de

Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2016

Das von der Bundesregierung gegründete Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) würdigt im Rahmen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ zivilgesellschaftliche Projekte, die sich u.a. für Radikalisierungsprävention (z.B. gegen Islamismus und Salafismus) sowie gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (z.B. gegen Antiziganismus, Antisemitismus, Rassismus, Muslimenfeindlichkeit und Homosexuellenfeindlichkeit) einsetzen. Zu gewinnen gibt es Geldpreise in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro. Wer sich bewerben will, kann noch bis zum 25.09.2016 seine Unterlagen einreichen.
buendnis-toleranz.de

15-jährige Berlinerin setzt sich für Kopftuch-Emoji ein

Rayouf Alhumedhi lebt in Berlin. Beim Einrichten eines Social-Media-Chats mit Freunden stellte die 15-jährige Schülerin fest, dass es kein Emoji gibt, das sie – eine junge Frau, die Kopftuch trägt – repräsentiert. Nachdem sie einen Artikel über das Design von Emojis gelesen hatte, schrieb Rayouf Alhumedhi an das Unicode-Consortium, das über die Liste der kleinen Bildchen wacht, und schlug die Einführung enstprechender Symbole vor. Das Feedback war positiv, Entwürfe wurden gemacht – im November soll dem Unicode-Consortium die finale Fassung vorgelegt werden. Sollten die Vorschläge angenommen werden, könnten sie 2017 als Emoji verfügbar sein. Unterstützung für die Idee gibt's übrigens von Reddit-Mitgründer Alexis Ohanian, der letzte Woche auf Reddit eine Online-Livediskussion mit Alhumedhi veranstaltet hat.
bbc.com

BAMF fördert 14 Ressourcen-Häuser fürs Ehrenamt

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF fördert deutschlandweit 14 Anlaufstellen, die Ehrenamtliche unterstützen. An die „Houses of Resources“ können sich integrativ tätige Organisationen wenden, wenn sie Unterstützung vor Ort benötigen – beispielsweise einen Raum für Besprechungen, Beratung von einem Anwalt oder einen Zuschuss für eine Veranstaltung. Anders als bei einem Projekt gibt es bei den „Houses of Resources“ keine pauschale Fördersumme, sondern konkrete Ressourcen werden anlassbezogen und bedarfsgerecht zur Verfügung gestellt. Dieses Modell, das seinen Ursprung in Stuttgart hat, soll nun an mehreren Standorten im Bundesgebiet, nämlich zusätzlich in Lübeck, Hamburg, Berlin, Magdeburg, Hannover, Dortmund, Halle (Saale), Bautzen, Dresden, Bonn, Frankfurt am Main, Nürnberg und München, getestet werden.
bamf.de

Termin: BAfF-Tagung 2016

Zur Feier seines zehnjährigen Bestehens richtet der refugio thüringen e.V. die Jahrestagung der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer BAfF e.V. in Jena aus. „Durch die Wand im Kopf - Tabus in der psychosozialen Arbeit mit Geflüchteten“ lautet der Titel der Jahrestagung, die vom 6. bis zum 8. November 2016 stattfindet. Neben Vorträgen zur aktuellen Flüchtlingspolitik, Neuerungen im Asylrecht oder psychotherapeutischen Methoden in der Arbeit mit Geflüchteten bietet ein Kulturprogramm Theater und Musik.
refugio-thueringen.de (Programm)

Mix It! startet in Brandenburg

Mix it!, eine Initiative der Deutschen Filmakademie in Kooperation mit bilderbewegen e.V, hat zum Ziel, dass ich einheimische und geflüchtete Jugendliche über das Medium Film auf Augenhöhe begegnen, kennenlernen und zusammenarbeiten (wir berichteten). Nach drei Projektwochen in Berlin, fällt nun der Startschuss für Brandenburg. Ab Montag, den 19. September, werden in Schwedt 30 Jugendliche im Rahmen einer Projektwoche unter Anleitung von Filmschaffenden drei Kurzfilme zum Thema „Identität“ entwickeln. Zu sehen sein werden die Filme bei einer Premiere im Kino sowie ab Oktober auf dem YouTube-Channel des Projektes, auf dem bereits die Kurzfilme der Berliner Jugendlichen zu sehen sind. Eine weitere Projektwoche in Brandenburg ist für Januar 2017 geplant.
deutsche-filmakademie.de, facebook.com

UNICEF-Mahnwache „Carry Light for Children“

Im Vorfeld der zwei Gipfeltreffen der Vereinten Nationen zu Flucht und Migration am 19. und 20. September 2016 in New York organisiert das UN-Kinderhilfswerk UNICEF am Sonntag, den 18. September, eine Mahnwache mit Flüchtlingskindern und prominenten Teilnehmern vor dem UN-Hauptquartier. Ziel ist es, die Regierungen daran zu erinnern, den elementaren Rechten der Kinder Priorität einzuräumen. Laut UNICEF-Report „Uprooted“ sind fast 50 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit in Folge von Flucht und Migration entwurzelt (wir berichteten).
unicef.de

Ausbildung bei der Deutschen Bahn

Im September haben 10 junge Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und Pakistan ihre Ausbildung bei der DB begonnen. Sie wollen Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker, Elektroniker für Automatisierungstechnik und Koch werden, berichtet Ulrich Weber, Vorstand Personal der Deutsche Bahn AG und der DB Mobility Logistics AG, zum Start des Ausbildungsjahres.
linkedin.com

Kostenfreier Lesestoff für Schulen

Im September startet nun bereits zum 14. Mal das bundesweite Leseförderungsprojekt „Zeitschriften in die Schulen“ der Stiftung Lesen in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Deutscher Buch-, Zeitungs- und Zeitschriften-Grossisten e. V. und dem Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e. V. Ziel des Projektes ist es, Kinder und Jugendliche für das Lesen zu begeistern und speziell dem „Leseknick“ in der Pubertät entgegenzuwirken.

Ab sofort können sich interessierte Lehrkräfte der Klassenstufen 5 bis 12, inkl. der berufsbildenden Schulen, online für die neue Projektrunde im Schuljahr 2016/17 anmelden. Die zur Auswahl stehenden Titel können ebenfalls auf der Website der Stiftung eingesehen werden – das Spektrum reicht inhaltlich von Jugend- und Wissenszeitschriften über Comics bis hin zu Motorsport- und Frauenmagazinen. Anmeldeschluss ist der 24. Oktober 2016.
stiftunglesen.de

Broschüre „Integration von Flüchtlingen fördern“

broschuere-integration-von-fluechtlingen-foerdern_150x150pxIn ihrer neuen Broschüre „Integration von Flüchtlingen fördern“ zeigt die Bundesregierung Beispiele und gibt Anregungen, wie man Geflüchtete auf dem Weg in unsere Gesellschaft unterstützen und begleiten kann. Zusätzlich enthält die Publikation Informationen zum Asylverfahren und den verschiedenen Aufenthaltstiteln, auch „Fördern und Fordern“, der Grundsatz des neuen Integrationsgesetzes, wird erläutert. Die 18-seitige Broschüre gibt's als PDF zum Download, sie kann aber auch in gedruckter Form bestellt werden.
bundesregierung.de

Berliner Turnhallen sollen bis Jahresende freigezogen werden

Wie der Berliner Senat gestern beschloss, sollen bis Ende des Jahres die noch als Notunterkünfte umfunktionierten 43 Turnhallen freigezogen sein. Bis dahin sollen die dort derzeit noch untergebrachten etwa 5.000 Geflüchteten in hergerichtete Gebäude oder Containersiedlungen ziehen. 18 dieser Containersiedlungen will man bis Ende Dezember fertigstellen. Eigentlich sollten 30 dieser sogenannten Tempohomes an Standorten im gesamten Stadtgebiet errichtet werden. Ob die restlichen zwölf trotz der zurückgegangen Flüchtlingszahlen gebaut werden, soll im nächsten Jahr geprüft werden.
morgenpost.de

Netzwerk „Not alone“ unterstützt minderjährige Geflüchtete

In Berlin und Brandenburg will sich künftig das Netzwerk „Not alone“ um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kümmern. Dafür arbeiten Freiwillige aus Sozialverbänden, Ärzteschaft und Flüchtlingsheimen zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei die persönliche Begleitung durch Paten. Bereits 20 Medizinstudenten haben sich bereit erklärt, sich in ihrer Freizeit um einen minderjährigen Geflüchteten zu kümmern und dabei zu helfen, passende Sportvereine, Praktikums- oder Ausbildungsplätze zu finden. „Wir holen die Jugendlichen da ab, wo sie untergebracht sind, und stellen ihnen Lotsen an die Seite. Dann geht es darum, die Jugendlichen auf das Leben in Deutschland vorzubereiten“, erklärt Reiner Felsberg, Geschäftsführer des Marburger Bundes Berlin Brandenburg. Die Ärztegewerkschaft hat das Projekt mitinitiiert.
tagesspiegel, dw.com/de

Buchtipp: „Tausend Meilen über das Meer“

Wahba_ATausend_Meilen_600x879pxIn ihrem neuen Roman „Tausend Meilen über das Meer“ (cbj, 8,00 Euro) erzählt Annabel Wahba, seit 2007 Mitarbeiterin der ZEIT, die Geschichte von Karim, dem die Flucht aus seiner umkämpften Heimatstadt Homs gelingt: Zunächst schafft er es mit seiner Familie nach Ägypten, will von dort aus mit dem Onkel übers Mittelmeer nach Italien. Doch er verliert den Onkel im Gedränge, verpasst das Schlepperboot und landet im Gefängnis. Beim nächsten Fluchtversuch kommt Karim bei einem Sturm fast ums Leben. Dass er heute in Konstanz die Schule besucht, grenzt an ein Wunder. Karim vermisst seine Eltern, findet nur schwer Freunde, doch er fasst langsam Fuß – bis eine Mitschülerin ihn einer üblen Mobbingaktion bezichtigt …

„Als ich mich zum ersten Mal mit Karim traf, wurde mir schnell klar, dass die eigentliche Flucht für ihn fast schon in den Hintergrund gerückt war. Sie hatte ihn geprägt, er hatte Traumatisches erlebt, aber die Ankunft in Deutschland, die neue Schule, die neuen Freunde, die neue Sprache – all das waren nun die noch viel größeren Herausforderungen“, berichtet Annabel Wahba. Sie wolle mit ihrem Buch die Flüchtlingstragödie, eines der bestimmenden Themen unserer Zeit, jungen Leuten näher bringen, so die Autorin. Das Buch ist für Leser ab zwölf Jahren.
randomhouse.de

Projekt: „Interreligiöse Begegnungen“

In der baden-württembergischen Gemeinde Edingen-Neckarhausen stellt der örtliche Kindergarten Kindern unterschiedliche Gotteshäuser vor und setzt so den „Engel der Kulturen“ zusammen. Die Kinder lernen bei dieser Kunstaktion etwas über die eigene, aber auch über andere Religionen. Die Karawane startet am 12. Oktober 2016 um Schlosspark Neckarhausen, macht dann Station an der Moschee, am Rathaus, an der evangelischen und an der katholischen Kirche. Dann geht es zum Melanchthon Kindergarten. Dort kann dann der „Engel der Kulturen“, als Brosche oder Kette, für 10 Euro erworben werden. Das Projekt soll interreligiöse und interkulturelle Begegnungen, Austausch und Zusammenarbeit fördern.
eki-edingen.de

Interview: Ted Chaiban zum UNICEF-Report „Uprooted“

Ted_Chaiban_150x150px„Insgesamt hat Europa in den letzten eineinhalb Jahren rund 600.000 Kinder aufgenommen und sich dabei großzügig gezeigt. Jetzt müssen wir sicher stellen, dass auch alle ausreichend geschützt sind, dass sie nicht in Aufnahmelager gesperrt werden und Zugang zum Schulunterricht bekommen, auch wenn ihr rechtlicher Status noch nicht geklärt ist.“

Im Interview mit der DW erläutert Ted Chaiban, seit August 2014 Programmdirektor von UNICEF, die Zahlen aus dem Bericht „Uprooted“ und fordert u.a., dass Asylanträge von Kindern schneller bearbeitet werden und sie Zugang zu Informationen und Rechtsvertretern bekommen.
dw.com/de

Pixi für geflüchtete Kinder

Pixi-Walter_150x150px„Mein großer Freund Walter“ heißt die Geschichte von Erhard Dietl, die der Carlsen-Verlag als Print- und E-Book-Ausgabe in vier Sprachen, nämlich Arabisch, Kurdisch, Serbisch und Persisch, herausgebracht hat. Anfang Dezember 2015 wurden 30.000 gedruckte Exemplare des Pixi-Buches an viele deutsche Erstaufnahmestellen verschickt. Die digitale Version der Geschichte vom großen Bär Walter und dem kleinen Jungen mit den roten Haaren gibt es auf der Seite des Verlages zum Herunterladen und Teilen.
carlsen.de

Paris will humanitäre Aufnahmelager einrichten

Mitte Oktober soll im Norden von Paris in einer Lagerhalle der Staatsbahn SNCF ein Aufnahmezentrum für 400 geflüchtete Männer öffnen. Ein zweites Zentrum für etwa 350 Frauen und Kinder soll bis Jahresende in einer aufgelassenen Wasseraufbereitungsanlage im Pariser Vorort Ivry-sur-Seine eingerichtet werden. „Diese Aufnahmezentren sind die ersten ihrer Art in Europa, denn sie sind im Herzen einer dichtbesiedelten Stadt, im Herzen von Paris. Wir handeln mit klarem Verstand und ohne Naivität, sondern human. Das ist unsere Aufgabe”, kommentierte Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris, am Dienstag die Pläne.
de.euronews.com, tempsreel.nouvelobs.com (frz.)

Breitensport und Integration im Sauerland

Im südlichen Sauerland bietet der Sportverein TuS 08 Bilstein seit mehr als 100 Jahren ein vielfältiges Sportangebot für Menschen jeden Alters. Seit Frühjahr 2015 haben auch Geflüchtete die Möglichkeit, das umfangreiche sportliche Angebot des Vereins zu nutzen. Dabei soll bei gemeinsamen sportlichen Aktivitäten der Grundstein für eine gelunge Integration in der Gemeinde gelegt werden. Für sein gesellschaftliches Engagement erhielt der Verein nun eine Spende in Höhe von 2.500 Euro von der Krombacher Brauerei.
derwesten.de, tus08-bilstein.de

Ja, wir schaffen das!

Dagmar-Engel_DW_150x150px„Das Urteil über die deutsche Flüchtlingspolitik wird die Geschichte fällen. Und darin wird es heißen, dass die Deutschen den Mut hatten, Flüchtlingen in Not zu helfen - gegen alle Berührungsängste, trotz aller Probleme und großer Schwierigkeiten.“

So fällt die Bilanz von Dagmar Engel, Leiterin des DW-Hauptstadtstudios Berlin, nach einem Jahr „Wir schaffen das!“ aus. Dabei lobt sie sowohl die „steile Lernkurve“ als auch die „nachhaltige Hilfsbereitschaft“ – aller Debatten und Auseinandersetzungen zum Trotz.
dw.com/de

Bundeswehr: 45 Syrer in Ausbildung

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte ein Pilotprojekt angekündigt, bei dem mehr als hundert aus Syrien geflüchtete Menschen in den Bereichen Handwerk, Technik, Medizin und Logistik einen Ausbildungsplatz bei der Bundeswehr erhalten sollen (wir berichteten). Seit Beginn dieser Woche werden nun zunächst 45 Männer aus Syrien in Ingolstadt und an mehreren weiteren Bundeswehr-Standorten in den Grundfähigkeiten im Holz- und Betonbau sowie in Maurer- und Schweißarbeiten geschult.
dw.com/de

Forschungsprojekt zur Integration von Einwandererkindern

Im Rahmen eines über drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsprojekts zum Thema „Segregation, Peer-Effekte und frühkindliche Kompetenzentwicklung“ untersuchen Wuppertaler Bildungsökonomen Prof. Dr. Hendrik Jürges und Prof. Dr. Kerstin Schneider (WIB – Wuppertaler Institut für bildungsökonomische Forschung) zuammen mit Dr. Anna Makles (ebenfalls WIB) die Auswirkung unterschiedlicher ethnischer und sozialer Zusammensetzung in Wohnumfeld und Kindergarten auf die Kompetenzentwicklung von Kindern bis zum Eintritt in die Schule. „Als wir unser Projekt bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft beantragt haben, war noch nicht klar, welche politische Relevanz es angesichts der aktuellen Flüchtlingssituation bekommen würde“, so Bildungsforscherin Schneider. „Umso mehr glauben wir, nun durch unsere Forschung einen wichtigen wissenschaftlichen Beitrag zu einer zentralen bildungs- und sozialpolitischen Frage unserer Zeit leisten zu können.“
presse.uni-wuppertal.de, wib.uni-wuppertal.de

Hilfsprogramm für Geflüchtete mit psychischen Störungen

Seit dem 1. November 2015 fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das „Interpersonelle Integrative Modellprojekt für Flüchtlinge“. Dabei betreuen Psychiater, Sozialarbeiter und Ergotherapeuten in Zusammenarbeit mit Dolmetschern an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB), PUK der Charité im SHK, der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Campus Charité Mitte sowie weiteren Kliniken und Praxen Berlins geflüchtete Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben. „Wir möchten die Flüchtlinge durch die Therapie entlasten, ihnen bei der Bearbeitung ihrer psychischen Probleme und interpersonellen Belastungen helfen und gleichzeitig ihre Integration in die Arbeits- und Sozialwelt erleichtern“, erklärt Projektgründerin Prof. Eva-Lotta Brakemeier. Noch bis Oktober dieses Jahres läuft das Modellprojekt, das bereits wertvolle Informationen zu Entlastung und Verbesserung der psychischen Symptome durch eine Kurzzeittherapie liefert.
idw-online.de

Programm: „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“

Kultur-acht-stark_300x200pxJunge Geflüchtete können inzwischen auch an kulturellen Bildungsprojekten des Programms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung" teilnehmen. Dafür haben acht Programmpartner, darunter der Deutsche Volkshochschul-Verband e.V., der Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e.V. und die Türkische Gemeinde in Deutschland, verschiedene Konzepte zu außerschulischen Bildungsangeboten für Geflüchtete zwischen 18 und 26 Jahren entwickelt. Gefördert wird das Ganze vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Lokale Bündnisse können sich hier um eine Förderung bewerben. Bisher konnten übrigens bereits über 12.700 Projekte realisiert werden.
buendnisse-fuer-bildung.de

Aus dem Bürgerkrieg in die Bonner Stadtverwaltung

Nidal Rashow floh vor dem Krieg in seiner Heimat Syrien. Seine Flucht führte ihn schließlich nach Bonn, wo er zunächst in einer Containerunterkunft lebte. Inzwischen arbeitet der 30-Jährige in der Bonner Stadtverwaltung und hilft dort jungen Geflüchteten, sich in Deutschland zurechtzufinden. Mit seinem Gehalt kann Nidal eine Wohnung finanzieren und auf eigenen Beinen stehen.

Unterstützung bekam er von Wedig von Heyden, dem ehemaligen Generalsekretär des Wissenschaftsrates. Er nahm Nidal und seine beiden Brüder unter seine Fittiche. Seit 2008 engagiert Wedig von Heyden für Geflüchtete und weiß, dass Migranten meist Hilfe bei der Wohnungssuche oder bei Arztbesuchen suchen. „Wedig war immer für mich da. Ich hatte großes Glück. Ohne ihn hätte ich vielleicht meinen Sprachkurs nicht abgeschlossen, vielleicht lebte ich heute noch in der Flüchtlingsunterkunft. Wir sagen, er ist unser Vater hier in Deutschland“, sagt Nidal über seinen Helfer.
dw.com/de

TU Berlin: Sommeruniversität mit Debatten über Flucht und Migration

TUB-Hauptgebaeude_300x200pxDie diesjährige Sommeruniversität des Zentrums für Antisemitismusforschung (ZfA) der TU Berlin widmet sich dem Thema „Debatten über Flucht und Migration“. Die Anmeldung ist noch bis zum 2. September möglich.In Vorträgen und Workshops sollen Fragen nach nationaler Zugehörigkeit, juristischer Handhabe und politischer Praxis diskutiert werden. Zudem wird Grimme-Preisträger Jakob Preuss seinen Dokumentarfilm „... und das Streben nach Glück. (Als Paul über das Meer kam)“ vorstellen.
pressestelle.tu-berlin.de, tu-berlin.de (Programm)

Projekt: (M)ein Vorbild

Getreu dem Motto „Was ich kann, das kannst auch du schaffen!“ will das Projekt „(M)ein Vorbild“ junge Zugewanderte bei der Planung und Gestaltung des Starts in das Erwerbsleben unterstützen. Dazu organisiert das Pädagogische Zentrum e.V. in Bremerhaven Workshops und Veranstaltungen, bei denen Personen mit Migrationshintergrund über ihren Werdegang informieren und die Jugendlichen als Paten auf ihrem Weg in Deutschland begleiten. Das Projekt, das vom Bundesmininsterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird, läuft noch bis zum 30.09.2017.
mvorbild.wordpress.com

Tag der offenen Tür der Bundesregierung

Am 27. und 28. August 2016 öffnet die Bundesregierung wieder ihre Pforten. Zum Tag der offenen Tür präsentiert sich auch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) an drei Standorten in Berlin – Aktionsflächen und Infostände finden sich im Bundesministerium des Innern (BMI), im Bundeskanzleramt und im Bundespresseamt. Das BAMF gibt dort Einblicke in seine Arbeit, aktuelle Projekte und beantwortet Fragen zu den Themen Flucht, Migration und Integration. Am Samstag gibt es außerdem zwei Vorträge.
bamf.de

Studie: Zusätzliche Ausgaben für Bildung notwendig

Die Integration junger Geflüchteter erfordert laut dem INSM-Bildungsmonitor 2016 zusätzliche Ausgaben für die Bildung - knapp 3,5 Milliarden Euro allein im kommenden Jahr. Neben Sprachkursen sind für eine reibungslose Integration auch Kitaplätze (laut Studie ca. 100.000), Schulplätze (etwa 200.000 ) und Angebote für Geflüchtete, die eine Ausbildung machen oder studieren wollen, notwendig. Desweiteren geht die Studie von bis zu 30.000 neuen Lehrkräften aus. Die Investitionen dürften sich für den Staat aber bereits in wenigen Jahren „durch geringere Ausgaben bei Sozialleistungen und höhere Steuer- und Sozialabgaben“ bezahlt machen, so Prof. Dr. Axel Plünnecke, stellvertretender Leiter des Wissenschaftsbereichs Bildungspolitik und Arbeitsmarktpolitik und Leiter des Kompetenzfelds Humankapital und Innovationen beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW).
insm-oekonomenblog.de (Prof. Dr. Axel Plünnecke), dw.com/de

Ausstellung: FLUCHT.PUNKT.MENSCH

Im Rahmen der dezentralen Wanderausstellung FLUCHT.PUNKT.MENSCH unter der Schirmherrschaft von Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs werden Bilder von 24 Menschen gezeigt, die vor Krieg, Terror, Hunger und Armut in die bayrische Stadt geflohen sind. Porträtiert hat sie Fotograf Patrick Reinig, ihre Geschichten hat Autorin Christine Rüth niedergschrieben.

Anschauen kann man sich das Ganze entweder im Online-Katalog zur Ausstellung oder an verschiedenen Orten in Regensburg, aktuell sind Bilder u.a. im Universitätsklinikum der Stadt sowie Audimax-Foyer im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität zu sehen.
fluchtpunktmensch.de

Menschen mit Hintergrund 2016

Mit dem Preis für „Menschen mit Hintergrund“ ehrt die Universität Regensburg seit 2014 Menschen mit „Migrationshintergrund […], die lebendige, transnationale Brücken zwischen Deutschland und ihren jeweiligen Herkunftsländern, aber auch weit darüber hinaus schlagen“. Noch bis zum 18. September können Kandidaten vorgeschlagen werden. Eine unabhängige Jury aus Vertretern der Universität Regensburg, einem Vertreter der Sponsoren, Spezialisten und Wissenschaftlern wird dann den Haupt- und einen Förderpreisträger auswählen. Die Verleihung des Haupt- (15.000 Euro) und Förderpreises (5.000 Euro) findet im 12. Dezember 2016 an der Universität Regensburg statt.
uni-regensburg.de, bamf.de

Programm für Geflüchtete: JOBLINGE Kompass

JOBLINGE_300x200pxIn der Initiative JOBLINGE unterstützen Wirtschaft, Staat und Zivilgesellschaft gemeinsam junge Menschen mit schwierigen Startbedingungen beim Einstieg in eine Ausbildung oder eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt. Um junge Geflüchtete für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren, wurde das Programm Kompass ins Leben gerufen. Dabei wird auf Qualifizierung in der Praxis und 1:1 Betreuung durch ehrenamtliche Mentoren gesetzt. Auch sprachliche Qualifizierung, interkulturelle Trainings und Unterstützung bei Behördengängen sind Teil des Programms. 250 Teilnehmer gibt es dieses Jahr, im kommenden Jahr sollen es 550 sein. Rund 1.700 Unternehmen sind am Programm beteiligt, darunter auch Dax-Konzerne wie die Commerzbank und BMW.
joblinge.de, spiegel.de

Das #BAMFfördert

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF bietet auch in diesem Jahr wieder ein- oder mehrtägige Multiplikatorenschulungen für Menschen an, die sich ehrenamtlich engagieren. Die Förderung richtet sich an an alle Vereine und Organisationen der Integrationsarbeit, in denen Ehrenamtliche tätig sind. Antragsfrist ist der 30. September 2016 (Poststempel).
bamf.de

Zeitung Abwab mit wachsender Auflage

70.000 Exemplare zählt die Auflage von Abwab, der ersten bundesweiten Zeitung in arabischer Sprache, inzwischen. Die Zeitung liefert Geflüchteten aus Syrien, dem Irak und dem Nahen Osten einmal im Monat wichtige Informationen zum Alltag in Deutschland. Die Inhalte steuern Journalisten bei, die hier im Exil leben. Abwab wird an über 600 Stellen bundesweit verteilt – Nachfrage steigend.
wuv.de

Bureaucrazy – App gegen die Bürokratie

Bureaucrazy ist eine App, die Geflüchteten und anderen Neuankömmlingen in Deutschland im Umgang mit der Bürokratie hierzulande helfen soll. Entwickelt wurde sie von sechs syrischen Flüchtlingen, die sich in Berlin selbst schon mit unklaren Zuständigkeiten, zahllosen Formularen und Beamtendeutsch herumschlagen mussten. App und die dazugehörige Website sollen Übersetzungen, Erklärungen und Stadtpläne mit den Standorten der wichtigsten Behörden, wie Bürgerämtern und Jobcentern, liefern, einmal eingegebene Daten gespeichert und automatisch wieder aufgerufen werden können.

Ihre Programmierfähigkeiten haben die Macher der App übrigens in den letzten Monaten an der ReDi-School of Digital Integration, einer gemeinnützigen Programmierschule für Geflüchtete (wir berichteten), erworben.
zeit.de

Migranten schaffen Jobs in Deutschland

Mindestens 1,3 Millionen Menschen beschäftigten Unternehmer mit ausländischen Wurzeln im Jahr 2014 in Deutschland. Das zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung. Demnach machen sich – trotz höherer Hürden und niedrigerem Nettoeinkommen im Vergleich zu Menschen ohne Zuwanderergeschichte – immer mehr Migranten in Deutschland selbstständig – und sind so ein „Jobmotor für Deutschland“.
bertelsmann-stiftung.de via spiegel.de

Willkommensfest 2016 auf dem Tempelhofer Feld

Willkommensfest-2016_150x150pxGemeinsam feiern, essen, entspannen, spielen, diskutieren und musizieren – am Samstag, den 3. September 2016 findet auf dem Tempelhofer Feld in Berlin von 12 bis 18 Uhr das Willkommensfest 2016 statt.

Wie schon im vergangenen Jahr hat sich die Neuköllner Initiative „Schön, dass ihr da seid!“ erneut zusammengefunden, um mit dem Verein SONED aus Friedrichshain ein großes und buntes Festival zu organisieren. Auch ein Picknick soll es wieder geben, zu dem alle eingeladen sind, Speisen mitzubringen und so für ein buntes und reichhaltiges Buffet zu sorgen. Begleitet wird das Ganze von einem Bühnenprogramm, Vorträgen Diskussionen, Workshops, Sportangeboten, Spielen und Musik.

Das Team braucht übrigens noch Unterstützung! Gesucht werden Dolmetscher, Helfer beim Auf-und Abbau sowie bei der Verteilung von Flyern, Fahrer und Menschen, die als Ordner auf dem Tempelhofer Feld helfen.
schoen-dass-ihr-da-seid.de, facebook.com

Piktogramme zur Überwindung von Sprachbarrieren

Piktogramm_150x150pxIm Rahmen des Projektes „Asyl-Piktogramme – Bildnerische Kommunikation im Asylkontext“ haben Schüler aus dem bayrischen Eckental 100 hilfreiche Piktogramme entwickelt, die Motive aus dem täglichen Leben in Deutschland wie auch typische soziale (Konflikt-)Situationen zeigen. Auch eine Broschüre mit Piktogrammen, die die Kommunikation beim Arztbesuch erleichtern, wurde erstellt. Die kleinen Bilder sollen Geflüchteten helfen, die Kommunikation im Alltag trotz Sprachbarrieren zu meistern. Die Piktogramme sowie die Broschüre können auf der Seite der Caritas Bamberg heruntergeladen werden.
caritas-bamberg.de

Charité: Arbeitsgruppe transkulturelle Psychiatrie

Im Rahmen der Arbeitsgruppe transkulturelle Psychiatrie bieten Psychiater, Psychologen, Sozialarbeiter und Ethnologen am Zentrum für interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie (Zipp) der Berliner Charité Therapien für Geflüchtete und Migranten an. Neben Einzel- und Gruppentherapien gibt es in der psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) eine offene pychiatrische Akutsprechstunde für Geflüchtete und Asylsuchende – Dolmetscher für Arabisch und Farsi sind vor Ort. Drei neue Projekte werden nun voraussichtlich mit 1,1 Millionen Euro bewilligt.
psy-ccm.charite.de, spiegel.de (kostenpflichtig)

Studie: Freiwilliges Engagement in Deutschland weiterhin stark

In Deutschland übernehmen freiwillige Flüchtlingshelfer wichtige Lotsenfunktionen – von der Begleitung bei Behördengängen über Sprachförderung und Patenschaften bis hin zu Hilfe bei der Suche nach Jobs oder Wohnungen. Das Engagement ist in hohem Maße stabil, die Helfer motiviert.

Brigitte-Mohn_Berstelsmann-Stiftung_Foto-Jan-Voth_150x150px„Die Studie zeigt, dass viele Initiativen inzwischen dabei sind, sich zu institutionalisieren und beispielsweise Vereine gründen. Das ist wichtig, damit Engagement langfristig wirkt.“

So kommentiert Brigitte Mohn, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, die Ergebnisse der Studie „Koordinationsmodelle und Herausforderungen ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe in den Kommunen“, die zeigt, dass Deutschlands Flüchtlingshelfer weiterhin hoch motiviert, aber auch auf die Unterstützung von Profis angewiesen sind.

Doch bei administrativen Fragen stoßen sie oft an ihre Grenzen. Da braucht es professionelle Unterstützung. Das zeigt die Studie „Koordinationsmodelle und Herausforderungen ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe in den Kommunen“, die vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) an der Berliner Humboldt-Universität im Auftrag der Bertelsmann Stiftung durchgeführt wurde.
bertelsmann-stiftung.de, dw.com/de

Garmisch-Partenkirchen: Integration in der Autowerkstatt

Abdullah Mohamad ist von Syrien nach Deutschland geflüchtet.Nach zahlreichen erfolglosen Bewerbungen beginnt Abdullah ein Praktikum bei der Auto Maier GmbH, einer freien Werkstatt mit 13 Mitarbeitern, in Garmisch-Partenkirchen. Seit Oktober 2015 macht der 22-Jährige dort eine Ausbildung zum KfZ-Mechatroniker, träumt vom Meisterbrief. Schon während Abdullahs Praktikum wusste Betriebsleiter Stefan Maier, dass er mit dem jungen Syrer einen wertvollen Mitarbeiter gefunden hatte: „Mein Bauchgefühl hat mir vom ersten Moment an gesagt: Er passt zu uns.“ Die ganze Geschichte „Vom Aufmachen und Ankommen“ gibt's hier zum Nachlesen:
deutschland-kann-das.de

Oper mit Geflüchteten

Gemeinsam mit dem Zuflucht Kultur e. V. produzierten die Ludwigsburger Schlossfestspiele Wolfgang Amadeus Mozarts Oper „Idomeneo“. In der Oper geht es um das Leben nach dem Krieg und das Überleben. Ein internationales Ensemble aus Asylsuchenden wirkte an der Produktion mit. Nach den Aufführungen bei den Ludwigsburger Schlossfestspielen Anfang Juli soll es weitere Termine geben – am 31.10.2016 um 19:30 Uhr in der Stadthalle Biberach sowie am 3. und 4.11.2016 im Rahmen der EUROPA-KULTURTAGE der EZB im Kurtheater Bad Homburg. Aufführungen im Cuvilliés-Theater München und im Radialsystem Berlin sind in Planung.
zufluchtkultur.de, reportage1.stzn.de (Multimediareportage)

#NichtEgal – Mit Kreativität gegen den Hass im Netz

Mit dem Video-Wettbewerb „#NichtEgal ‒ Die 360°-YouTube-Challenge“ will YouTube zusammen mit seiner Community für mehr Offenheit und Toleranz werben. YouTube-Nutzer sind dazu aufgerufen, Videos gegen Online-Hass zu konzipieren. Zur Teilnahme braucht es einen YouTube-Kanal sowie eine Idee für einen Clip, erklärt in maximal 300 Wörtern, und einen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz. Außerdem muss man mindestens 18 Jahre alt sein, um teilzunehmen. Einsendeschluss für die Konzepte ist der 28. August 2016. Die besten drei Ideen sollen dann als Teil unserer groß angelegten Initiative umgesetzt werden.
youtubecreatorde.blogspot.de, nichtegal.withyoutube.com

#BAMFfaq: Das BAMF beantwortet Fragen rund um Integration, Arbeitsmarktzugang etc.

Im Rahmen der neuen Reihe #BAMFfaq beantwortet das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF Fragen zu Themen wie Integration, Blaue Karte EU, Rückkehrförderung oder Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Los geht's mit dem Thema Arbeitsmarktzugang für geflüchtete Menschen. Dabei werden beispielsweise die verschiedenen Aufenthaltstitel erläutert und darauf aufbauend die Zugangsmöglichkeiten und -bedingungen zum Arbeitsmarkt für Geflüchtete.
bamf.de

Brandenburg: Etwa 1.200 Flüchlingsausweise ausgestellt

Seit dem Start am 11. Mai sind in Brandenburg laut Innenministerium rund 1.200 Flüchtlingsausweise ausgestellt worden. Bundesweit wurden bereits mehr als 90.000 Asylsuchende mit dem Auskunftsnachweis ausgestattet, so das BAMF.

Das Dokument enthält neben Namen, Geburtsdatum, Körpergröße, Augenfarbe und Lichtbild auch die zuständige Aufnahmeeinrichtung sowie die ausstellende Behörde und soll das Asylverfahren beschleunigen und Missbrauch durch Mehrfachregistrierungen verhindern.
rbb-online.de

65 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention

Heute vor 65 Jahren, nämlich am 28. Juli 1951, wurde auf einer UN-Sonderkonferenz in Genf das „Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“ verabschiedet, welches 1964 in Kraft trat. Ergänzt wurde es im Jahr 1967 durch das „Protokoll über die Rechtsstellung der Flüchtlinge“.

Die Genfer Flüchlingskonvention ist auch heute noch das wichtigste internationale Dokument für den Flüchtlingsschutz, denn sie legt fest, wer ein Flüchtling ist und welchen Schutz, welche Hilfe und Rechte der- oder diejenige von den Unterzeichnerstaaten, bisher 147, erhalten sollte. Pflichten, die ein Flüchtling gegenüber dem Gastland erfüllen muss, sind dort genauso festgeschrieben wie Gruppen, z.B. Kriegsverbrecher, die vom Flüchtlingsstatus ausgeschlossen sind.
dw.com, unhcr.de

Förderpreis „Helfende Hand“ – Bewerbungsschluss rückt näher

Mit dem Förderpreis „Helfende Hand“ des Bundesinnenministeriums werden Ideen und Konzepte, die das Interesse der Menschen für das Ehrenamt im Bevölkerungsschutz wecken, sowie Unternehmen, Einrichtungen und Personen ausgezeichnet, die den ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitarbeiter vorbildlich begleiten und fördern. In diesem Jahr vergibt die Jury außerdem den Sonderpreis „Integration von Flüchtlingen in die (Hilfs-)Organisationen des Bevölkerungsschutzes“. Bewerbungen können noch bis zum 31. Juli 2016 eingereicht werden. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière wird den Preis dann am 28. November 2016 in Berlin verleihen.
helfende-hand-foerderpreis.de

Bundeswehr: Ausbildungsplätze für Geflüchtete

Um bei der Integration im Arbeitsmarkt zu helfen, sollen zunächst im Rahmen eines Pilotprojektes mehr als hundert aus Syrien geflüchtete Menschen einen Ausbildungsplatz bei der Bundeswehr erhalten, und zwar in den Bereichen Handwerk, Technik, Medizin und Logistik. „Die Idee ist, dass sie eines Tages nach Syrien zurückgehen und beim Aufbau helfen“, so Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Als Soldaten sollen Menschen mit syrischer Staatsangehörigkeit aber nicht zum Einsatz kommen.
zeit.de

Berlin: LAF eröffnet im August

Das neue Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) soll im August eröffnen. Geleitet wird das Amt von Claudia Langeheine. Die 49-jährige ist Juristin und derzeit noch Direktorin des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten. Seinen Hauptsitz hat das LAF in der Bundesallee. Dort sollen sich künftig 550 Mitarbeiter um die Anliegen von Geflüchteten kümmern. Weitere Standorte sind in der Kruppstraße und in den Treptowers – für 2017 ist außerdem ein Standort in der Darwinstraße geplant. Mit dem neuen Amt soll auch das Lageso in der Turmstraße entlastet werden.
tagesspiegel.de

Berlin: Print-Kampagne für Willkommenskultur

Berlin-wieder-und-wieder-vereint_920px„Berlin wieder und wieder vereint“ – unter diesem Motto haben Plantage Berlin und die Schwarzkopf Stiftung eine Anzeigen- und Plakatkampagne gestartet, die Offenheit, Toleranz und Engagement in der Bundeshauptstadt fördern soll. Ziel ist es, dazu beizutragen, dass – vor allem in Berlin – positiv an die Herausforderungen der Flüchtlingskrise herangegangen wird.

Andre-Schmitz-Schwarzkopf_150x150px„In den letzten Monaten sind in Berlin viele Initiativen entstanden, die zeigen, dass 'Wir schaffen das!' auch in der jetzigen Situation nicht nur eine Wunschformel ist, sondern konkretes Handeln. Darauf möchten wir mit der Kampagne aufmerksam machen",

sagt André Schmitz-Schwarzkopf, Vorstandsvorsitzender der Schwarzkopf-Stiftung.

wuv.de

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BIFF – Initiative am Wirtschaftsstandort Frankfurt-Rhein-Main

Unternehmen in Frankfurt Rhein-Main wollen geflüchteten Menschen einen Einstieg in den Arbeitsmarkt bieten und stellen dafür Ausbildungs- und Arbeitsplätze bereit. In Zusammenarbeit mit der Stadt Frankfurt am Main, der Arbeitsagentur Frankfurt und der Industrie-und Handelskammer Frankfurt am Main wurde ein Programm zur Integration in Arbeit entwickelt, das auf mehrere Jahre angelegt ist. Im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative BIFF – Berufliche Integration von Flüchtlingen in Frankfurt-Rhein-Main sollen in der Region die drei Phasen Berufsorientierung, Qualifizierung und Berufsausbildung durchlaufen werden. Teilnehmen können zugewanderte junge Menschen ab 16 Jahren mit Bleibeperspektive in Frankfurt und mindestens einer Duldung oder Aufenthaltsgestattung. So soll für sie eine gesicherte Beschäftigung und folglich eine gelungene Integration gewährleistet werden.
gjb-frankfurt.de

Konferenz zur Flüchtlingspolitik

Frank-Walter-Steinmeier_photothek_Thomas-Koehler_150x150pxBeim Treffen „Dialog mit internationalen Flüchtlings- und Migrationsorganisationen über verstärkte globale Zusammenarbeit in der Flüchtlingskrise“, zu dem Außenminister Frank-Walter Steinmeier am vergangenen Dienstag eingeladen hatte, ging es um folgende Frage: Wie kann man Fluchtursachen bekämpfen und flüchtenden Menschen in Not helfen?

Die Teilnehmer verständigten sich auf eine Reihe praktischer Maßnahmen, wie z.B. den Aufbau einer neuen Analyseplattform für Migration in Zusammenarbeit mit den Flüchtlingsorganisationen und Informationskampagnen in den Herkunftsländern, um dort über Fehlinformationen und Einwanderungsmöglichkeiten aufzuklären. Zudem soll durch das Angebot von Sprachkursen und Programmen der beruflichen Bildung, die Anerkennung erworbener Fähigkeiten und Abschlüsse, die Förderung der gesellschaftlichen Einbindung und den Abbau von Fremdenfeindlichkeit die Integration erleichtert werden.
auswaertiges-amt.de, deutschlandfunk.de

Ausstellung: „Freedom From Fear“

Noch bis Sonntag, den 17. Juli 2016 zeigt The Archivist, eine Galerie in East London, Portraits Geflüchteter, u.a. aus der DR Kongo, Syrien und dem Iran. Sie erzählen die Geschichten von Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten und jetzt im Vereinigten Königreich in Freiheit leben. Mit dieser Ausstellung wollen die britische Fotografin Caroline Irby und die Journalistin Veronique Mistiaen herausstellen, welchen positiven Einfluss Geflüchtete auf die Gesellschaft haben.
theproudarchivist.co.uk, reuters.com

ZDF begleitet BAMF-Entscheiderin

Insgesamt vier Entscheidungszentren betreibt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Deutschland – in Nürnberg, Berlin, Bonn und Mannheim. Das ZDF hat die ehemalige Unternehmsberaterin Birgit Schoierer, die in einem dieser Zentren für das BAMF Flüchtlingsgeschichten protokolliert, begleitet. Ihre Zeilen entscheiden mit, ob ein Geflüchteter in Deutschland ‪Asyl‬ bekommt. „Ich versuche, in den Gesprächen Sicherheit zu vermitteln und Vertrauen zu schaffen und dem Antragsteller Raum zu geben“, so die Entscheiderin im zweieinhalbminütigen Video.
zdf.de

Ai Weiwei visualisiert erneut Flüchtlingsthematik

Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei setzt sich erneut mit der Flüchtlingsthematik auseinander. Wie schon im Februar in Berlin (wir berichteten) kamen für die Installion im Wasserbecken des Wiener Belvedere-Schlossparks gebrauchte Rettungswesten zu Einsatz. Die auf Plattformen angeordneten 1.005 Westen bilden zusammen den Buchstaben F. Welches F-Wort Ai Weiwei damit meint, lässt er offen.

Das Video zeigt, wie das Kunstwerk installiert wurde:

Bis zum 20. November wird „translocation - transformation“, die erste große Einzelpräsentation des Künstlers in Österreich, die sich mit Veränderungsprozessen beschäftigt, die durch Vertreibung und Migration ausgelöst werden, übrigens noch zu sehen sein.
ots.at, spiegel.de, dw.com/de

PROTHEGE: Therapie für geflüchtete Menschen

Hundertausende flohen in den vergangenen Monaten vor Krieg, Verfolgung und Armut nach Deutschland. Viele von ihnen leiden u.a. unter den traumatischen Erlebnissen in ihrer Heimat und auf der Flucht oder ihrem unsicheren Aufenthaltsstatus. Aus verschiedenen Gründen ist die Aussicht auf eine psychotherapeutische Behandlung für diese Menschen allerdings gering.

Ein Team aus Psychologen, die an der Psychologischen Hochschule Berlin und der Berliner Akademie für Psychotherapie in Verhaltenstherapie oder Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie ausgebildet werden, hat deshalb das Projekt „Therapie für Geflüchtete“ (PROTHEGE) ins Leben gerufen. So soll für Geflüchtete die Möglichkeit einer stabilisierenden Kurzzeittherapie geschaffen werden. PROTHEGE kann noch bis zum 1. August 2016 auf gemeinschaftscrowd.de, der Crowdfundingplattform der GLS Treuhand, unterstützt werden. Die Umsetzung des Projektes ist für den Zeitraum Oktober 2016 - September 2017 geplant.
facebook.com, gemeinschaftscrowd.de

Länder wollen Notunterkünfte schließen

In vielen Bundesländern sollen die Notunterkünfte für Geflüchtete geschlossen und laut dpa-Umfrage auch die Zahl der regulären Erstaufnahmeplätze weiter reduziert werden. Grund ist der starke Rückgang des Flüchtlingszuzugs – so wurden von Anfang Januar bis Ende Juni nach Angaben von Innenminister de Maizière (CDU) nur noch 222.264 Neuankömmlinge registriert, im vergangenen Jahr waren es 1,1 Mio. bundesweit. Da aber niemand weiß, wie sich die Zahlen entwickeln werden, planen viele Länder, bei den Unterkünften Reserven vorzuhalten.

Der steigende Bedarf an normalem Wohnraum für geflüchtete Menschen hingegen stellt die Bundesländer vor Herausforderungen. Laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young rechnen die Kommunen damit, dass in diesem Jahr ca. 733.000 Flüchtlinge unterzubringen sind. Somit müsste bis Ende des Jahres noch Wohnraum für etwa 460.000 Menschen geschaffen werden.
welt.de

Website: „Deutschland kann das“

Mit der Verabschiedung des Integrationsgesetzes (wir berichteten) hat die Bundesregierung auch die Website „Deutschland kann das“ online gestellt. Dort werden Projekte vorgestellt, deren Ziel es ist, die Integration Geflüchteter zu fördern. Außerdem werden die Kernpunkte des Integrationsgesetzes erklärt. Zudem gibt es auf der Seite einen Überblick über Broschüren, Apps und andere Online-Angebote zum Thema Integration.
deutschland-kann-das.de via dw.com/de

Mix It!: Weitere Projektwochen in Brandenburg geplant

Mix-it_Filmpremiere-Berlin_Liedel_920pxIm Rahmen des Projektes Mix It!, einer Initiative der Deutschen Filmakademie in Kooperation mit bilderbewegen e.V., haben 90 Jugendliche mit und ohne Fluchthintergrund innerhalb von drei Projektwochen in Berlin unter Anleitung von Filmschaffenden in Workshops Kurzfilme zum Thema „Identität“ entwickelt. Diese feierten diese Woche im Filmtheater am Friedrichshain Leinwandpremiere und sind ab sofort auf YouTube zu sehen.

Ab September sind zwei weitere Projektwochen in Brandenburg geplant. Ziel des Projektes ist es, dass sich einheimische und geflüchtete Jugendliche über das Medium Film auf Augenhöhe begegnen, kennenlernen und zusammenarbeiten.
deutsche-filmakademie.de , facebook.com

Integrationsgesetz beschlossen

Der Bundestag hat gestern mit den Stimmen der Regierungskoalition das Integrationsgesetz verabschiedet. Es soll Geflüchteten den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern und beinhaltet neue Fördermöglichkeiten, aber auch neue Restriktionen.

Für Geflüchtete mit laufendem Asylverfahren sollen 100.000 gemeinnützige Jobs geschaffen werden, ähnlich der Ein-Euro-Jobs für Hartz-IV-Empfänger, und Asylbewerber sollen künftig ohne Wartezeit als Leiharbeiter arbeiten dürfen. Zudem soll in Regionen mit geringer Arbeitslosigkeit die Vorrangprüfung für drei Jahre ausgesetzt werden.

Was im Integrationsgesetz außerdem zu den Punkten Integrationskurse, Ausbildung, Wohnsitzzuweisung etc. festgeschrieben ist und welche Kritikpunkte es gibt, haben die Kollegen von tagesschau.de zusammengefasst.
tagesschau.de

#TeamRefugees bei Olympia 2016

Vom 5. bis zum 21. August 2016 werden in Rio de Janeiro die Olympischen Spiele 2016 ausgetragen. Zum ersten Mal ermöglicht das IOC „Flüchtlings-Athleten und Athletinnen“ eine Teilnahme. Insgesamt zehn geflüchtete Sportlerinnen und Sportler aus Syrien, der DR Kongo, dem Südsudan und Äthiopien werden als Team Refugee Olympic Athletes an den Spielen teilnehmen. Mit dabei ist auch die syrische Schwimmerin Yusra Mardini, die im Herbst 2015 nach Deutschland flüchtete (wir berichteten). Auf der Seite des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) werden die Mitglieder des #TeamRefugees vorgestellt.
unhcr.org

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Fotoserie: „Where the children sleep“

Gemeinsam mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR), dem Stockholmer Fotomuseum Fotografiska und der schwedischen Zeitung Aftonbladet hat Magnus Wennman im Rahmen einer Fotoreportage Menschen auf der Flucht porträtiert. Auf dem Weg von Jordanien bis in seine Heimat Schweden hat der preigekrönte Fotoreporter Aufnahmen gemacht – in offiziellen Lagern, improvisierten Camps und Notunterkünften. Für die Fotoserie „Where the children sleep“ haben Kinder auf der Flucht Magnus Wennman gezeigt, wo sie nachts schlafen, und ihm ihre Geschichten erzählt.

Die berührenden Bilder sind in einer Wanderausstellung und auf der Website von Aftonbladet zu sehen. Der Kehrer Verlag bringt außerdem einen Bildband heraus.
daserste.de

Positionspapier der Initiative „Chance Ausbildung“

Positionspapier_Chance-AusbildungUm Zugewanderte schnell und effektiv in den Arbeitsmarkt integrieren zu können, bedarf es vereinfachter Zugangsmöglichkeiten, so die Initiative „Chance Ausbildung – jeder wird gebraucht!“, an der Vertreter von elf Ministerien aus acht deutschen Bundesländern sowie die Bundesagentur für Arbeit zusammen mit der Bertelsmann Stiftung beteiligt sind. Im Rahmen eines Positionspapiers stellt die Initiative konkrete Ziele und Handlungsvorschläge zur Diskussion. Neben spezifischer Unterstützung werden u.a. auch übergreifende Angebote, wie z.B. Aufbau und Weiterentwickling von Netzwerken und Mentoring-Angeboten, gefordert, um eine Integrationsinfrastruktur zu entwickeln.
bertelsmann-stiftung.de

Modekollektion für Menschen auf der Flucht

Modedesignerin Angela Luna, Absolventin der Parsons School of Design in New York, hat im Rahmen ihrer Abschlussarbeit eine Unisex-Kleiderkollektion namens Adiff entwickelt. Beim Design stand dabei die Frage im Fokus, wie Mode dazu beitragen kann, Menschen auf der Flucht zu helfen. Ihre Kollektion umfasst sieben Multifunktionsjacken aus reiß- und wetterfesten Materialien, die je nach Modell als Schlafsack, Rucksack, Kinder-Rückentrage, Rettungsweste und sogar als Zelt für bis zu sechs Personen verwendet werden können.

Nachdem Angela Luna nun ihren Abschluss in der Tasche hat, soll Adiff auf den Markt gebracht werden. Die Designerin ist derzeit im Gespräch mit Textilherstellern und Lieferanten. Auch das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und das International Rescue Committee (IRC) sollen schon Interesse signalisiert haben.

Neben Angela Luna gibt es noch mehr Designer, die Mode und Flüchtlingshilfe zusammenbringen, wie z.B. Studierende des London Royal College of Arts, die eine Weste entworfen haben, welche sich auch zum Schlafsack mit Platz für einen Erwachsenen und ein Kind oder zum Zelt umbauen lässt (wir berichteten).
adiff.com, fastcodesign.com

THW: Arabisch mit deutschen Untertiteln

Was ist das THW? Und warum lohnt es sich, dabei zu sein? Diese Fragen will das Technische Hilfswerk in einem Animtationsclip beantworten – und zwar auf Arabisch. Der Informationsfilm will arabischsprachige Menschen animieren, sich zu engagieren – er zeigt die Vorteile eines solches Engagements auf und auch, welche Voraussetzungen man mitbringen muss, um dabei zu sein. Film ab!


youtube.com

Refugee Class an der UdK Berlin

Im Rahmen der Refugee Class for Professionals für den Bereich der darstellenden Kunst lädt das Berlin Career College der Universität der Künste Berlin zu einem weiteren Modul ein. Vom 11. bis zum 15. Juli geben ehrenamtliche Dozenten der UdK Berlin kostenlose Workshops für geflüchtete Künstler. Zu den Schwerpunkten gehören u.a. Video, biografisches Theater sowie Körper- und Improvisationstraining. So soll dazu beigetragen werden, professionelle Akteure – egal ob etabliert und neu angekommen – in der Welt der darstellenden Künste in Berlin zu unterstützen und zu vernetzen.
ziw.udk-berlin.de (Programm in englischer Sprache)

Ehrlicher Finder

50.000 Euro Bargeld und Sparbücher mit einem Guthaben von mehr als 100.000 Euro – das fand Muhannad M., ein 25-jähriger Flüchtling aus Syrien, als er in seiner noch kaum eingerichteten Wohnung in Minden einen von einer karitativen Einrichtung gespendeten Schrank aufbaute. Die Bankunterlagen sowie die hundert neuwertigen 500-Euro-Scheine waren in einer Art Geheimfach unter einem Einlegeboden versteckt.

Muhannad meldete seinen wertvollen Fund der Ausländerbehörde, die wiederum die Polizei informierte. Laut einer Sprecherin der Stadt Minden wissen die Beamten auch bereits, wer das Geld im Schrank gelassen habe. Der junge Syrer kann sich nun wohl über einen Finderlohn freuen – drei Prozent des Wertes seines Fundes stünden ihm laut Stadtsprecherin zu.
welt.de

Buchtipp: Die Flüchtlinge sind da!

Rund ein Drittel aller Geflüchteten, die derzeit nach Europa kommen, sind minderjährig. Die Kinder und Jugendlichen sind häufig allein unterwegs und zum Teil schulpflichtig.

Wie verändert und verbessert diese Zuwanderung unsere Schulen? Dieser Frage widmet sich das Buch „Die Flüchtlinge sind da!“ von Bildungs- und Wissenschaftsjournalist Armin Himmelrath und Katharina Blaß, freie Journalistin aus Hamburg. Dabei zeigen Schüler, Pädagogen und die Migranten selbst ihren Alltag – und wie Integration in der Schule uns alle bereichern kann.

Gewinnspiel
Das Buch „Die Flüchtlinge sind da!“ ist im Juni 2016 beim hep verlag erschienen und kostet 19 Euro. Wir verlosen zwei Exemplare des Buches von Armin Himmelrath und Katharina Blaß! Schickt einfach eine Mail mit dem Betreff „Gewinnspiel“ und eurer Adresse an post@helferzentrale.org
Einsendeschluss ist der 08.07.2016. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen: Mitmachen darf jeder, ausgenommen die Mitarbeiter der teilnehmenden Firmen. Das Los entscheidet. Die Gewinner werden nach der Ziehung benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Jeans for Refugees

RainbowMit seinem Projekt „Jeans for Refugees“ will Designer Johny Dar Geflüchteten weltweit helfen. Im Rahmen der Fundraising-Initiative spenden über einhundert Prominente, darunter etwa Sir Elton John, Woody Allen, Sharon Stone, Vivienne Westwood, Kate Moss und Emma Watson, ihre Jeans, die von Johny Dar bemalt und veredelt werden. Die Jeans-Unikate werden dann im Oktober 2016 in der Saatchi Galerie in London ausgestellt und versteigert. Der gesamte Erlös geht an das International Rescue Committee, eine Hilfsorganisation für Geflüchtete und Kriegsopfer.
15 Exemplare aus dem „Jeans for Refugees“-Projekt werden übrigens im Rahmen einer Kunstinstallation auf der PREMIUM (Hall 3 (H3-A 04), die vom 28. bis zum 30. Juni 2016 in Berlin stattfindet, zu sehen sein.
jeansforrefugees.com

Expertise zur beruflichen Qualifizierung von jungen Geflüchteten

Um junge Geflüchtete in Lehre und Studium besser zu integrieren, haben Dr. Frank Braun und Dr. Tilly Lex vom Deutschen Jugendinstitut e.V. die wichtigsten Infos dazu in einer Broschüre mit dem Titel „Berufliche Qualifizierung von jungen Flüchtlingen in Deutschland“ zusammengefasst. Die Expertise behandelt unter anderem Themen wie Schulpflicht, Sprachförderung und die duale Berufsausbildung. Sie soll vor allem den Mitarbeitern in Jobcentern, Arbeitsagenturen und Beratungsstellen helfen, einen Überblick über die Vielzahl von Bildungs- und Fördermaßnahmen zu bekommen, um diese schneller und zielgerichteter zu vermitteln.
dji.de (Expertise als PDF) via idw-online.de

Broschüre: „Hetze gegen Flüchtlinge in Sozialen Medien – Handlungsempfehlungen“

Hassreden gegen Geflüchte im Social Web begegnen uns immer wieder. Viele wollen gegen diese rassistischen und flüchtlingsfeindlichen Aussagen vorgehen, wollen handeln, widersprechen, wissen aber oft nicht wie. Handlungsempfehlungen dazu hat nun die Amadeu Antonio Stiftung in einer Broschüre zusammengetragen. Die Publikation „Hetze gegen Flüchtlinge in Sozialen Medien - Handlungsempfehlungen“ beantwortet u.a. folgende Fragen: Wie melde ich rassistische Beiträge? Wie kann ich eine Anzeige machen? Was muss ich tun, wenn ich selbst ins Fadenkreuz gerate?
Gefördert wurde das Ganze vom Bundesministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend und der Freudenberg Stiftung. Die Broschüre kann kostenfrei bei der Amadeu Antonio Stiftung bestellt oder auf der Webseite heruntergeladen werden:
amadeu-antonio-stiftung.de

Junge Wirtschaft bietet Geflüchteten Berufsperspektiven

Im Rahmen der Aktion „JUGEND STÄRKEN – 1000 Chancen“ engagieren sich die Wirtschaftsjunioren Deutschland für die Integration in Deutschland angekommener Flüchtlinge. Bundesweit übernehmen sie Patenschaften, vermitteln Praktika, geben Einblicke in ihre Betriebe oder stellen die duale Berufsausbildung vor. Fast 200 junge Geflüchtete konnten von diesen Chancen allein in diesem Jahr bereits profitieren.

Gesammelt Eindrücke der bisherigen Projektarbeit gibt's hier:

1000-chancen.de

Yusra Mardini für Olympia-Teilnahme nominiert

Im Herbst 2015 kam Yusra Mardini als Flüchtling in Berlin an. Mittlerweile trainiert die syrische Schwimmerin bei den Wasserfreunden Spandau und wurde Anfang Juni vom Internationale Olympische Komitee (IOC) für das Flüchtlingsteam zur Teilnahme bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro nominiert. Im Interview mit dem Deutschen Olympischen Sportbund erzählt die 18-Jährige, was die Teilnahme für sie bedeutet und was sie sich für Olympia vorgenommen hat.
integration-durch-sport.de (Interview), tagesspiegel.de (Yusra Weg nach Berlin)

Ausstellung: Kinder im Exil

Vom 16. Juni bis 20. Juli 2016 zeigt die Akademie der Künste in Berlin (Pariser Platz 4, 10117 Berlin) „Kinder im Exil“, eine Ausstellung, die Erlebnisse der Kinder geflüchteter Menschen früher und heute dokumentiert.

Neben einem historischen Teil, der vor allem Exponate insbesondere aus Nachlässen von Künstlern umfasst, die mit ihren Kindern zwischen 1933 und 1945 ins Exil gehen mussten, werden im aktuellen Teil der Ausstellung Projekte von Künstlern und Kindern vorgestellt, die seit September 2015 in der Akademie und im Akademie-Archiv stattgefunden haben.

Berliner Schüler, auch aus Willkommensklassen, haben sich dort mit Nachlässen und Dokumenten von u.a. Ellen Auerbach, Alfred Döblin, Heinrich Mann oder Bruno Taut beschäftigt. Entstanden sind u.a. Filme, Modelle, Zeichnungen, Musikstücke und Theaterspiele, die Migration auch heute als Herausforderung und Bereicherung zeigen.

Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 22 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
adk.de

I SEA verteilt die Suche nach schiffbrüchigen Flüchtlingen

moas-work-ryp-4-1024x683Mit der iPhone-App „I Sea“ können Helfer per Smartphone von Zuhause aus kleine Teile des Mittelmeeres beobachten, nach Flüchtlingsbooten absuchen, diese markieren und mit den Koordinaten versehen. Migrant Offshore Aid Station (MOAS), die Organisation, die die App ins Leben rief, schaut sich die Markierungen dann an, um ggf. Hilfe einzuleiten, z.B. wenn ein Boot zu kentern droht.

Dazu verteilt MOAS unter ihren Anwendern regelmäßig aktuelle Satellitenbilder und hält die freiweilligen Helfer dazu an, ihren Ausschnitt des zentralen Mittelmeers nach Booten zu durchsuchen. Um Missbrauch zu verhindern, müssen die Helfer eim Abschicken einige persönliche Daten angegeben. Die App befindet sich derzeit in der öffentlichen Testphase.

Anfang Juni intensivierte die Seenotrettungsorganisation ihren Einsatz im zentralen Mittelmeer und weitete mit zwei Schiffen und zwei Drohnen das überwachte Gebiet aus.
moas.eu, iphone-ticker.de

Investitionsprogramm für Integration

Bundesbauministerin Barbara Hendricks stellte gestern das neue „Investitionspaket für sozialen Zusammenhalt“ im Kabinett vor. Mit weiteren 800 Mio. Euro, verteilt über vier Jahre, will der Bund Städten und Gemeinden helfen, in die Infrastruktur zur Integration von Flüchtlingen zu investieren. Mit dem Geld sollen vor allem Bildungseinrichtungen, aber auch Begegnungsstätten und Stadtteilzentren ausgebaut und verbessert werden. Ab Herbst dieses Jahres kann eine Finanzierung beantragt werden.
tagesschau.de

Dialogveranstaltung in Düsseldorf

Am 17. Juni findet in der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste in Düsseldorf die Dialogveranstaltung „Flucht, Migration, Integration – Herausforderungen und Chancen aus Sicht der Forschung“ statt. Den Rahmen für zwei Diskussionrunden, zum einen mit den vortragenden Wissenschaftlern und danach mit Praxisvertretern von Migrantenorganisationen, bilden vier Impulsvorträge aus Instituten der Johannes-Rau-Forschungsgemeinschaft. Die Teilnahme an der Veranstlatung ist kostenlos, eine Anmeldung ist telefonisch, per E-Mail oder Fax möglich.
idw-online.de

BAMF: Grundgesetz-Broschüre für Zugewanderte und Geflüchtete

Mit der Broschüre „Das Grundgesetz – die Basis unseres Zusammenlebens“ will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Zugewanderte und Geflüchtete beim Einleben in Deutschland unterstützen. Mit dem Ziel der Erstorientierung und Wertevermittlung beschreibt die Broschüre in einfachen Worten, welche Bedeutung das Grundgesetz hat und wie es im Alltag gelebt wird. Die Publikation ist in sechs Sprachen (Deutsch, Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Kurdisch) verfügbar und kann kostenlos beim BAMF bestellt werden.
bamf.de

Ausstellung: Refugee Camera

Fotograf Kevin Mc Elvaney hat Einwegkameras an Flüchtende verteilt und sie gebeten, ihren Weg zu dokumentieren. Die dabei entstandenen Bilder und Videos kann man sich nun im Rahmen der Ausstellung „Refugee Camera“ anschauen. Los geht's heute mit Vernissage und Konzert in den Spreewerkstätten (Molkenmarkt 2, 10179 Berlin). Die Ausstellung ist dann am Samstag und Sonntag (11. und 12.06.2016) jeweils von 12 bis 18 Uhr für Besucher geöffnet, der Eintritt ist frei. Anschließend macht die Ausstellung in Hannover (15. bis 19. Juni 2016) und Edinburgh (01. bis 21. Juli 2016) Station.


kevin-mcelvaney.com

Flüchtlingsintegration: Potenziale der Digitalisierung

Rohleder-Bernhard_Bitkom_200x200px„Die Digitalisierung kann uns helfen, die große Herausforderung der Integration der geflüchteten Menschen besser und schneller zu meistern. Die Digitalunternehmen selbst können darüber hinaus selbst viel beitragen, um vor Ort in ihrem direkten Umfeld Flüchtlingen konkrete Hilfe zukommen zu lassen.“

Dr. Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Digitalverbandes Bitkom, ist sich sicher, dass die Digitalisierung über den Arbeitsmarkt hinaus großes Potenzial bietet, um die Integration von Geflüchteten zu verbessern und zu beschleunigen. Wie das konkret aussehen kann, wurde im Positionspapier „Flüchtlingsintegration: Potenziale der Digitalisierung“ niedergeschrieben. Zudem hat der Digitalverband Fallbeispiele und einen Überblick, wie Unternehmen aktiv werden können, zusammengestellt.
bitkom.org

Aktion: Bücher, nicht Boote

Aktion_Auoren-helfen_Mit der Aktion „Bücher, nicht Boote“ unterstützt die Initiative Autoren helfen die Arbeit des Flüchtlingspaten Syrien e.V. Im Rahmen dessen findet am Montag, den 13. Juni 2016, in den Räumen des Flüchtlingspaten Syrien e.V. (Paulstraße 19, Berlin-Moabit) eine Benefizlesung statt. Los geht's um 16 Uhr mit einer einstündigen Lesung für Kinder, um 19:30 Uhr beginnt die Abendlesung.
Außerdem gibt es für alle neuen Patenschaften ab zehn Euro, die am Aktionstag (Dienstag, den 14. Juni) per Lastschrift auf www.fluechtlingspaten-syrien.de abgeschlossen werden, eine „Bücher-Flatrate“ – solange die Patenschaft läuft, bis zu einem ganzen Jahr lang: Monatlich kommt dann ein signiertes Buch frei Haus! Die Flatrate gibt's mit Lesestoff für Erwachsene, aber natürlich auch für Kinder und Jugendliche.
fluechtlingspaten-syrien.de

BAMF mit interaktiver Karte

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF ist mit Außenstellen sowie Entscheidungs- und Ankunftszentren in ganz Deutschland vertreten. Alle entsprechenden Adressen kann man sich künftig auch in einer interaktiven Karte anzeigen lassen, die außerdem die Möglichkeit bietet, Entfernungen und Anfahrtswege zu berechnen.
bamf.de

Wefugees – Gemeinschaft ohne Grenzen

Die Plattform Wefugees will Geflüchtete, Helfer und Experten zusammenbringen. In der „Gemeinschaft ohne Grenzen“ können diese sich über ganz alltägliche Fragen zum Leben in Deutschland, wie z.B. nach mehrsprachigen Ärzten, der Führerscheinprüfung oder über den Ablauf des Asylverfahrens, austauschen. Dieser Austausch erfolg hauptsächlich auf Englisch und bietet natürlich auch die Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen und sich zu vernetzen.
wefugees.de

Neue Flüchtlingsberatung in Wesseling

In der Bonner Straße 11 in Wesseling (Nordrhein-Westfalen) haben Vertreter der Kirchengemeinden, der Stadtverwaltung, der Gemeindecaritas und engagierte Freiwillige eine neue Beratungsstelle für geflüchtete Menschen eröffnet. Flüchtlinge und Migranten erhalten dort Informationen zu Asylverfahren, Aufenthaltsrecht, Sozialleistungen, Behörden und Einrichtungen, Zugang zu Arbeit und Ausbildung sowie Ankommen, Wohnen und Leben in Deutschland.
werbekurier.de

Ramadan Mubarak

Für 1,6 Milliarden Muslime weltweit begann gestern der Fastenmonat Ramadan. Auch in Flüchtlingsunterkünften in Berlin wird gefastet, so z.B. im Hangar 1 des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Neben geänderten Essenzeiten (Frühstück gibt es von 1.30 Uhr bis 2.30 Uhr, Abendessen von 21.30 bis 23.30 Uhr) wurde dort auch ein eigener Bereich zum Beten und Essen während des Ramadan eingerichtet. Die Sozialarbeiter sind während der Fastenzeit bis Mitternacht, statt wie sonst bis 19 Uhr in den Unterkünften.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. (ZDM) unterstützt auch in diesem Jahr mit seiner Ramadan-Aktion „Deutschland sorgt für die Flüchtlinge“ seine Gemeinden logistisch und finanziell bei der Organisation der Iftar-Abende (Mahl am Ende eines Tages während des Ramadan) mit Flüchtlingen.

Einen Ramadan-Guide für Nicht-Muslime hat Saeed Ahmed für CNN erstellt.
tagesspiegel.de (Berlin), islam.de (ZDM), edition.cnn.com (Guide)

Jobführerschein: Integrationsprogramm für Flüchtlinge in Berlin

Der Berliner Energieversorger Gasag und die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC haben in der Bundeshauptstadt ein Integrationsprogramm für Flüchtlinge gestartet. Kern des sogenannten Jobführerscheins ist ein achtwöchiger Kurs für Geflüchtete, der den Weiterbildungsangeboten der Bundesagentur für Arbeit vorangestellt ist. In Rahmen dieses Kurses sollen sprachliche Qualifikationen vermittelt werden, um so wiederum die Zugangsvoraussetzungen für weitere staatliche Qualifikationskurse zu schaffen. Außerdem gehören u.a. Infos zu Rechten und Pflichten von Arbeitsnehmern in Deutschland sowie Bewerbungsübungen zum Programm.

Stiftung-Jobfuehrerschein„Uns ist es wichtig, ein systemisches Integrations-Programm anzubieten, das zum einen sehr früh ein Angebot bereitstellt, zum anderen nachhaltige Wirkung entfalten kann. Wir haben den Jobführerschein in enger Abstimmung mit der Bundesagentur für Arbeit entwickelt und bieten den Teilnehmern somit einen passgenauen Start für eine berufliche Laufbahn in Deutschland“,

fasst Thorsten Schramm, Geschäftsführer der Stiftung Jobführerschein gGmbH und Manager bei PwC Deutschland, zusammen.

pwc.de

Look Beyond Borders: Das 4-Minuten-Experiment

„Ein vierminütiger Augenkontakt bringt Menschen einander näher als irgendetwas anderes“, so der Psychologe Arthur Aron. Amnesty International hat nun Teile des Experiments des US-Psychologen aus dem Jahr 1997 in Berlin nachgestellt. Dabei saßen sich jeweils ein Europäer und ein Geflüchteter gegenüber und hielten vier Minuten lang Augenkontakt. Das Ergebnis: Ein Video, das berührt und zeigt, wie in kürzesteer Zeit zwischen zwei Menschen mit unterschiedlichen Biografien Nähe und Intimität entsteht:

abendblatt.de

Wertvoller Fund

20.000 Euro haben eine ehrenamtliche Helferin einer Münchner Kleiderkammer für Flüchtlinge und ein Asylbewerber gefunden – und zwar eingerollt in eine Badematte, die als Spende in der Einrichtung abgegeben wurde. Die ehrlichen Finder meldeten das Ganze der Polizei, die das Geld an ein Fundbüro weiterleitete. Nach dem Eigentümer des Bargeldes wird nun gesucht.
sueddeutsche.de

Integrationsbarometer: Deutschland ist freundlich

Das Integrationsklima in Deutschland wird nach wie vor als freundlich wahrgenommen. Das zeigt eine eine repräsentative Befragung zu ebendiesem, die der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen durchgeführt hat.
JG-2016_Abb-4_IKIDafür wurden in der Zeit von März bis August 2015 bundesweit insgesamt 5.396 Personen, davon 1.333 ohne Migrationshintergrund, 999 Spät-/Aussiedler, 1.003 Türkeistämmige, 1.037 Zuwanderer aus einem EU-Land oder ihre Nachkommen und 1.024 Menschen mit einem Migrationshintergrund aus der „übrigen Welt“, interviewt. Herkunftsübergreifend sieht eine Mehrheit der Befragten die Teilhabe am Arbeitsmarkt als mit Abstand wichtigstes Kriterium für eine Zugehörigkeit zur Gesellschaft in Deutschland.
svr-migration.de

Deutschlernen mit dem deutschlernblog

Schon seit 2008 bloggt das deutschlernerblog-Team für Deutschlehrer in aller Welt und natürlich für alle, die Deutsch lernen wollen. Auf der Seite werden Materialien für verschiedene Sprachniveaus und Kategorien, z.B. Hörverstehen, Wortschatz oder Grammatik, bereitgestellt. Ergänzt wird das Ganze mit Hör- und Lesetexten, Cartoons und Videos. Sprachlerntipps, Spiele und Bilder, die u.a. deutsche Redewendungen illustrieren, machen das Angebot rund.
deutschlernerblog.de

App „Anerkennung in Deutschland“

Die App „Anerkennung in Deutschland“ informiert über die Anerkennung von Studien- und Berufsabschlüssen, die im Ausland erworben wurden. Außerdem liefert sie Infos für die Suche nach entsprechenden Beratungsstellen. Herausgegeben wurde das Ganze vom Bundesinstitut für Berufsbildung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Die App ist – neben Deutsch und Englisch –  auch in den Sprachen Arabisch, Dari, Farsi, Paschtu und Tigrinya verfügbar und steht zum Download für Android, iOS und Windows-Phone bereit.
anerkennung-in-deutschland.de

DBU vergibt Stipendien an Geflüchtete

Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) vergibt im Rahmen des MOE-Austauschstipendienprogrammes erstmals zehn Stipendien an Hochschulabsolventen, die z.B. aus Syrien nach Deutschland geflüchtet sind. Vergabevoraussetzungen sind überdurchschnittliche Diplom- oder Masterabschlüsse und gute Deutsch- oder Englischkenntnisse. Ziel ist es, den Stipendiaten Erfahrungen auf verschiedensten Feldern des Umwelt- und Naturschutzes zu vermitteln, die diese später in ihren Heimatländern umsetzen können. Der sechs- bis zwölfmonatige Forschungs- und Weiterbildungsaufenthalt startet mit einer vierwöchigen Einführungsphase in Osnabrück, die u.a. auch einen Deutschintensivkurs beinhaltet. Das Online-Bewerbungsverfahren läuft noch bis einschließlich 20. Juli 2016.
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