Berlin: Fragen und Antworten zur Gesundheitskarte

Seit kurzem erhalten Flüchtlinge in Berlin keine grünen Krankenscheine mehr, sondern die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Daraus ergeben sich Fragen, die auch für Helfer in den Notunterkünften relevant sind, da dort viele Flüchtlinge Rat suchen. Müssen Asylbewerber die neue Karte gesondert beantragen? Erfolgt der Startflächendeckend? Das Netzwerk "Berlin hilft" klärt die wichtigsten Fragen zur Umstellung.
berlin-hilft.com

Status quo: Flüchtlinge in Berlin Prenzlauer Berg

Wie viele Flüchtlinge leben derzeit in den Unterkünften im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg? Wie sind sie verteilt und woher kommen sie? Wo gehen die Jüngeren in Kitas und Schulen? Wie lange werden die Turnhallen noch als Notunterkünfte gebraucht? Diese und viele weitere Fragen beantwortet das Team der Online-Lokalzeitung "Prenzlauer Berg Nachrichten" in einem Schwerpunkt-Beitrag.
prenzlauerberg-nachrichten.de

Schulung zur Wohnungssuche für Flüchtlinge

Was müssen Helfer alles beachten, wenn Sie Flüchtlingen bei der Wohnungssuche helfen? Das hat Place4Refugees Berlin vom Kompato e.V. in einer Schulung aufbereitet – und bietet die entsprechende Präsentation nun zum Download an. Ein praktisches Hilfsmittel für alle, die sich in dem Umfeld engagieren. Von rechtlichen Aspekten wie Wohnpflicht und Wohnrecht mit Aufenthaltsgestattung über konkrete Zuständigkeiten von Ämtern in Berlin oder die Kostenübernahme durch Jobcenter bis hin zur Vertragsgestaltung enthält das Dokument wohl alles, was für die Wohnungssuche für Flüchtlinge wichtig ist. Prädikat: Wertvoll!
place4refugees.de/material (PDF-Download auf der Seite)

Zentrale Erstaufnahme in Hamburg Bergedorf

Die Hansestadt Hamburg will ab Mai 900 Flüchtlinge im früheren Dima-Sportcenter in Lohbrügge unterbringen und hat das Gebäude dazu gekauft. Somit entsteht die zweite Zentrale Erstaufnahme im Bezirk Bergedorf. Betrieben wird sie vom Malteser Hilfsdienst. Das Center am Havighorster Weg mit Platz für 1.000 Leute, Großküche, Duschen und Toiletten diente bis dato auch als Location für Sportevents und Feiern.
bergedorfer-zeitung.de, ndr.de

Lese-Tipp: 1 Sozialberaterin für 1018 Asylbewerber

Wenn zehn bullige Pakistaner, denen gerade die Arbeitserlaubnis verweigerte wurde, ins Büro von Sigrun Grüninger stürmen, möchte man mit der Helferin der Diakonie nicht tauschen. Doch die Asylsozialberaterin aus Neu-Ulm konnte den Männern an anderer Stelle helfen: Heute spielen sie in einem Cricket-Team zusammen. Ihrer Arbeit widmet die "Süddeutsche Zeitung" ein lesenswertes Portrait. Das zeigt auch in Zahlen auf, mit welchen Herausforderungen Sigrun Grüninger zu kämpfen hat: Rein rechnerisch ist sie für 1018 Asylbewerber zuständig. Mit sechs weiteren Kollegen stemmt sie die Asyl- und Migrationsberatung der Diakonie Neu-Ulm. Ihre Klienten kommen aus den Kreisen Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen. Eine Arbeit zwischen großer Not, für die man Sigrun Grüninger und ihrem Team einfach Respekt zollen muss.
sueddeutsche.de

Geldkarte für Flüchtlinge auch in Hamburg?

Das monatliche Taschengeld für Flüchtlinge könnte in Hamburg bald per Geldkarte ausgezahlt werden. Dafür macht sich Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) stark. Damit wäre Hamburg das zweite Bundesland, das von Bargeld auf Geldkarte umstellt. Baden-Württemberg will ab dem Sommer das Taschengeld für Flüchtlinge in Höhe von 149 Euro nur noch auf Geldkarten buchen. Derzeit wird das Geld in vielen Erstaufnahmeeinrichtungen bundesweit in bar ausgezahlt, was entsprechend viel Arbeit macht und auch Sicherheitsaspekte berührt. In Hamburg knüpft man die elektronische Lösung an eine Bedingung: "Wenn eine Geldkarte dazu dient, die Verwendung des Geldes auf wenige Konsumgüter einzuschränken, bin ich damit nicht einverstanden", sagte Katharina Fegebank. Sie will das Sachleistungsprinzip vermeiden.
welt.de

Panorama fragt Helfer: Schaffen wir das wirklich?

Flüchtlinge beim gemeinsamen Kochen mit einem Helfer. Bild: NDR
Flüchtlinge beim gemeinsamen Kochen mit einem Helfer. Bild: NDR
Willkommen in der Wirklichkeit – so überschreibt das NDR-Magazin Panorama einen Beitrag, mit dem die Fernsehmacher der Flüchtlingshilfe und Integration in Deutschland auf den Zahn fühlen. Am Beispiel ehrenamtlicher und institutioneller Helfer versucht die Sendung ein Stimmungsbild einzufangen. Es geht um Zeit, Geduld, Erwartungen, Druck. Auch auf Seiten der Flüchtlinge. Mancher sehnt sich – typisch deutsch – nach einem Masterplan. Doch dem Betrachter wird schnell klar: Den wird's nicht geben. Immerhin: Die Reportage ist in deutscher und arabischer Sprache zu sehen. Vielleicht können sich beide Seiten – Geflüchtete und Helfer – dadurch wieder ein Stück näher kommen.
ndr.de (deutsche Fassung) ndr.de (arabische Fassung)

2.000 Menschen bei Fluchtkonferenz in Hamburg

Stolze 2.000 Besucher zählte die erste große Flüchtlingskonferenz am vergangenen Wochenende in der Hamburger Kampnagelfabrik. Die Teilnehmer waren unter anderem aus Frankreich, Dänemark, Belgien, Spanien, Polen und Tunesien angereist. Sie diskutierten in über 30 Workshops und Debatten über Fluchtgründe, Asylgesetze und die politische Selbstorganisation. Die Flüchtlinge forderten im Rahmen der Veranstaltung vor allem eine Änderung des Dublin-Systems der EU, damit sich Flüchtlinge in Europa frei bewegen können. Auch mahnten sie eine bessere Vernetzung untereinander an. Letzteres nahmen sich auch die Flüchtlingshelfer vor, die ebenfalls zahlreich vor Ort waren. Im nächsten Jahr soll eine ähnliche Konferenz in Berlin stattfinden. Wir haben ein paar Berichte von der Konferenz für Euch zusammengetragen.
welt.de, taz.de. ndr.de (mit Video), refugeeconference.blogsport.eu (Konferenz-Website)

Berliner Bürgermeister: Mindestlohn für Flüchtlinge

Wie können Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden und was bedeutet das für den Mindestlohn? Eine klare Ansage kommt dazu vom Regierenden Bürgermeister von Berlin. Im Interview mit der "Zeit" formuliert Michael Müller einen sehr wichtigen Punkt:

Foto: Senatskanzlei/Martin Becker
Foto: Martin Becker
"Am Mindestlohn darf nicht gerüttelt werden. Und die CDU erweist den Flüchtlingen und uns allen einen Bärendienst, wenn sie alle paar Wochen erneut mit Vorschlägen zu Aufweichungen um die Ecke kommt, noch dazu ganz offensichtlich ohne politische Verständigung in den eigenen Reihen. Es darf auf keinen Fall ein Niedriglohnsektor für Flüchtlinge entstehen. Und wir dürfen nicht selbst Konkurrenz zu anderen Arbeitnehmern durch unterschiedliche Entlohnung schaffen. Gleichzeitig müssen wir aus meiner Sicht diskutieren, wie wir den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Wir brauchen zum Beispiel eine Form von zweitem Arbeitsmarkt der Gemeinnützigkeit."

In dem Interview thematisiert Müller auch die aktuelle Situation am Lageso und die Unterstützung von McKinsey beim Erstellen eines Masterplans für die Integration der Neuankömmlinge in Berlin. Vieles klingt schlüssig, vor allem die Menschlichkeit ist dem Bürgermeister wichtig. Schade nur, dass er die großartige Arbeit der vielen freiwilligen Helfer in den Notunterkünften und anderswo mit keinem Wort erwähnt. Nachzulesen ist das vollständige (und viel diskutierte) Interview unter zeit.de

Volz Gruppe möchte Flüchtlinge einstellen

Volz-GruppeDie Volz Gruppe aus Deilingen, die sich auf die Fertigung von Rohrverbindungskomponenten in der Hydraulik und Kugeln für die Kugelhahnindustrie spezialisiert hat, möchte Flüchtlinge ins Unternehmen integrieren und "vom Praktikum über Ausbildungsplätze bis zu Festanstellungen alle Formen der Mitarbeit anbieten", wie es in einer Mitteilung heißt. Allerdings kritisiert die 4.000-Mann-Firma aus Baden-Württemberg den bürokratischen Aufwand, der damit verbunden sei. "Allein die verschiedenen Aufenthaltstitel und die damit verbundenen unterschiedlichen Zugangsbedingungen zum Arbeitsmarkt sind schwer zu durchschauen", so Volz-Geschäftsführer Dr. Christoph Fleig. "Uns fehlt es einfach an Rechtssicherheit."
pressebox.de

Bill Gates über Flüchtlingshilfe und Integration

In einem Interview mahnt Microsoft-Gründer und Milliardär Bill Gates zu kreativen Lösungen in der Flüchtlingsfrage und pocht auf das Engagement der Jungen. Auch die technischen Möglichkeiten, diese Krise zu meistern, stellt er heraus – insbesondere jene, die durchs Internet möglich werden:

Bill-Gates"Die Krisen machen deutlich, dass es uns aus moralischer Sicht interessieren sollte, was Menschen weit weg von uns passiert und dass es uns auch betreffen wird. Wenn die Menschen in Afrika ihre Felder nicht mehr ausreichend bestellen können, müssen sie Flüchtlinge werden – und das wären dann so viele, dass selbst das jetzige Problem dagegen klein erschiene. Dann brauchen wir Kreativität: Was sollten diese Flüchtlinge machen? Könnten die Kinder mit ihren Internet-Fähigkeiten Sprachen lernen? Welche Jobs könnten sie übernehmen, wie könnten wir uns organisieren? Das letzte Mal, als wir so eine Krise hatten, hatten wir solche Hilfsmittel noch nicht."

Das vollständige Interview gibt's drüben bei heise.de.

ZEESA – zentrale Kleiderkammer für Berlin

Berliner-KleiderkammernIn Berlin gehen die Vorbereitungen zur Gründung einer zentralen Kleiderkammer nach Hamburger Vorbild voran. Zwar haben sich bereits in einigen Bezirken regionale Zentralkammern etabliert. Nichtsdestotrotz werden die Pläne für eine berlinweite Kammer unter dem Arbeitstitel ZEESA derzeit konkretisiert. Gestern fand das dritte Vernetzungstreffen zwischen den Ansprechpartnern für Kleiderkammern bzw. Spendenkammern in kleineren und größeren Unterkünften statt. Das Ziel der engagierten Helferinnen und Helfer: Ergänzend zu den bestehenden Kleiderkammern soll eine zentrale Spendenannahmestelle und -sortierung aufgebaut werden, von der die Einrichtungen dann bei Bedarf sortierte Kleidung erhalten können. Denn nicht selten fehlt in der einen Notunterkunft jene Kleidung, die in einer anderen noch auf Vorrat in den Regalen liegt. Eine zentrale Annahme könnte die bedarfsgerechte Verteilung vereinfachen und die Arbeit in den Notunterkünften selbst verringern, so die Idee. Die Kommunikation läuft derzeit über eine geschlossene Facebook-Gruppe. Wer sich für die Kleiderkammern engagieren möchte, kann dieser beitreten.
facebook.com

Berlin gibt Standorte neuer Unterkünfte bekannt

Mit 68 temporären Unterkünften will der Senat Wohnraum für 34.000 neue Flüchtlinge in den Bezirken schaffen. Jetzt sind die Standorte für die 30 Containerdörfer und 38 modularen Unterkünfte veröffentlich worden. Gezeichnet von den vielen Streitigkeiten zwischen Senat und Bezirken werden gerade alle Planungen in größtmöglichem Einvernehmen vorangetrieben, berichtet der "Tagesspiegel". Die neuen Containerdörfer sollen noch im Sommer aufgestellt werden, auch um jene rund 10.000 Menschen, die aktuell noch in Turnhallen leben, dort einquartieren zu können. Auf die Ehrenamtlichen, die aktuell in diesen Notunterkünften große Hilfe leisten und viele Basisaufgaben wie etwa die Essens- und Kleiderausgabe stemmen, kommen womöglich viele neue Aufgaben zu. Viele Helfer wollen ihr Engagement in den neuen Unterkünften fortsetzen, wie uns beim täglichen Sichten der Kommentare in den entsprechenden Facebook-Gruppen der lokalen Netzwerke aufgefallen ist.
tagesspiegel.de (Überblick), tagesspiegel.de (Standort-Liste als PDF)

Asylothek auf dem Berliner Flughafen Tempelhof?

Ehrenamtliche wollen in dem zur Massenunterkunft für 2.500 Menschen umfunktionierten Ex-Flughafen Berlin Tempelhof eine sogenannte "Asylothek" einrichten. Das ist "eine Bücherei, in der man lesen und Filme gucken kann, in der gebastelt und Hausaufgabenbetreuung angeboten wird, es kann Theater gespielt und Musik gemacht werden." So beschreiben die Initiatoren das Projekt auf der Plattform betterplace.org, wo sie um Spenden für das Vorhaben bitten. Die erste Berliner Asylothek gibt es seit Ende November 2015 in einer Flüchtlingsunterkunft im Bezirk Pankow. Im ehemaligen Flughafen Tempelhof soll ein Raum, der von der Initiative "Tempelhof Hilft" im Rahmen eines Begegnungscafés zur Verfügung gestellt wird, für die Asylothek genutzt werden.

So könnte die Asylothek in Tempelhof aussehen.
So könnte die Asylothek in Tempelhof aussehen.

Bereits im Jahr 2012 rief der Initiator Günter Reichert in einer Nürnberger Gemeinschaftsunterkunft die erste Asylothek ins Leben. Inzwischen gibt es nach Angaben der Initiatoren bereits 76 bestehende oder in Planung befindliche Asylotheken in ganz Deutschland. Das Projekt wurde unter anderem mit dem Deutschen Bürgerpreis ausgezeichnet.
asylothekberlin.wordpress.com, facebook.com/asylothek.berlin, betterplace.org, asylothek.de

Regierungserklärung: Angela Merkel hält Kurs

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit einer kämpferischen Regierungserklärung im Bundestag klargemacht, dass sie ihre Flüchtlingspolitik der offenen Türen fortsetzen will. Ihre Wähler wähnt sie hinter sich und verwies dabei auf Umfragen, wonach 90 Prozent der Bevölkerung Menschen, die vor Krieg und Terror fliehen, Schutz und Unterkunft in Deutschland geben wollen. "Ich finde das wunderbar", sagte Angela Merkel dazu.
Gleichzeitig will die Bundeskanzlerin per Drei-Punkte-Plan die Flüchtlingszahlen "spürbar und nachhaltig reduzieren". Dabei gehe es darum, 1. die Fluchtursachen zu bekämpfen, 2. die EU-Außengrenze zwischen Griechenland und Türkei zu schützen und Lasten besser zu verteilen und 3. den Zuzug besser zu ordnen und zu steuern.
faz.net, welt.de, bundeskanzlerin.de

Marktplatz der Begegnungen in Hamburg

Über 1.000 Flüchtlinge und 118 Begleiter sind beim zweiten "Marktplatz der Begegnungen" in den Börsensälen der Handelskammer Hamburg mit 48 Arbeitgebern zusammengetroffen. Die Veranstaltung haben die Handwerkskammer Hamburg, die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration sowie die Agentur für Arbeit mit dem Jobcenter Hamburg und die Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein (UVNord) auf die Beine gestellt. Neben zahlreichen Vorträgen boten eine "Informationsinsel" und ein Treffpunkt "Paten für Flüchtlinge" die Möglichkeit zur Begegnung.
hk24.de

Politik: Integrationskonzepte im Vergleich

Die CDU hat gestern unter dem Titel "Fordern und Fördern" ein Konzept für die Integration von Flüchtlingen in Deutschland vorgelegt. Die SPD hatte bereits im Januar einen "Integrationsplan für Deutschland" ausgearbeitet. Und auch die Grünen haben längst ein entsprechendes Konzept der Bundestagsfraktion publiziert. Andrea Dernbach, Cordula Eubel und Albert Funk vom "Tagesspiegel" nehmen die Papiermenge zum Anlass, die unterschiedlichen Ansätze der Parteien zu vergleichen. Die Schwerpunkte, das ist allen Konzepten gemein, liegen bei Bildung, Wohnungsbau und Arbeit. Alle Details drüben bei den Kollegen.
tagesspiegel.de

Freie Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen

In vielen Bundesländern gibt es derzeit freie Kapazitäten in den Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge. Das berichtet Spiegel Online unter Berufung auf einen Artikel in der "Welt am Sonntag". Demnach werden in Sachsen im Moment nur 25 Prozent, in Thüringen 33 Prozent, in Nordrhein-Westfalen 40 Prozent und in Schleswig-Holstein 46 Prozent der vorhandenen Plätze genutzt. Nahezu voll ausgelastet seien dagegen die Erstaufnahmen in beliebten Großstädten wie Hamburg, Berlin und Bremen, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die meisten Bundeländer bereiteten sich allerdings schon wieder auf ein deutliches Anschwellen der Flüchtlingszahlen im Frühling vor. Zehn Länder wollen sogar mehr Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen schaffen.
spiegel.de

Willkommenskonzert in der Philharmonie Berlin

Daniel Barenboim in Aktion. Foto: Holger Kettner
Daniel Barenboim in Aktion. Foto: Holger Kettner
Die Berliner Philharmoniker, das Konzerthausorchester Berlin und die Staatskapelle Berlin laden Flüchtlinge, ihre Familien sowie Helferinnen und Helfer am 01. März zu einem kostenlosen Konzert ein. Die drei Orchester, ihre Chefdirigenten Daniel Barenboim, Iván Fischer und Sir Simon Rattle und die Intendanten möchten mit dem Abend in der Philharmonie (los geht's um 18 Uhr) Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, willkommen heißen und zugleich den vielen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement danken. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, Institutionen, Vereinen oder Initiativen können Flüchtlinge sowie Helferinnen und Helfer für das Konzert online anmelden. Aus organisatorischen Gründen werden nur Sammelanmeldungen berücksichtigt.
berliner-philharmoniker.de

Hamburg: Neue Flüchtlingsunterkunft in Meiendorf

In einem ehemaligen Baumarkt am Hellmesbergerweg im Hamburger Ortsteil Meiendorf hat eine neue Flüchtlingsunterkunft mit bis zu 600 Plätzen eröffnet. Betrieben wird die Unterkunft mit 36 Wohnbereichen für jeweils bis zu 28 Personen vom neu gegründeten AWO Landesverband Hamburg. Frauen und Mütter mit kleinen Kindern können einen separaten Wohn- und Schlafbereich mit Sanitäranlagen nutzen, zudem gibt es eine Kantine. Freiwillige Helfer der Initiative "Meiendorf hilft" wollen eine Kleiderkammer, eine Sport-AG und Angebote für Kinder schaffen.
mopo.de, meiendorf-hilft.de

Mentoren begleiten qualifizierte Zuwanderer

In Hamburg gibt es ein interessantes Integrationsprojekt, in dessen Rahmen sich Mentoren aus verschiedenen Unternehmen um qualifizierte Zuwanderer kümmern und diese beim Einstieg ins deutsche Arbeitsleben begleiten. Die Kollegen des Wirtschaftsmagazins "brand eins" begleiten drei Paare auf diesem Weg. Ein aktuelles Video zeigt Ayham Shapiah (28), Betriebswirt mit Schwerpunkt Finanzen aus Latakia in Syrien. Er ist seit Oktober 2014 in Deutschland und wird von Juliane Bossmann (29), Firmenkundenbetreuerin in der Hamburger Niederlassung der GLS Bank, begleitet. Neben dem Video gibt es auch ein schriftliches Interview. Auf die Beine gestellt haben das Mentoren-Programm die zwei erfahrenen Personalerinnen Yukiko Elisabeth Kobayashi und Alexa Drichelt.
brandeinslab.de

Berlin erwartet 2016 bis zu 60.000 neue Flüchtlinge

Weitere 50.000 bis 60.000 neue Flüchtlinge könnten im laufenden Jahr in Berlin ankommen. Davon gehen die Behörden der Hauptstadt aus. Das heißt natürlich auch, dass deutlich mehr Unterkünfte benötigt werden. Aktuell warten noch 10.000 Menschen in Notunterkünften auf eine dauerhafte Unterbringung. Für 2016 müssten den Angaben der Behörden zufolge rund 34.000 zusätzliche Plätze her. Deshalb sollen möglichst schnell neue eingeschossige Wohncontainer entstehen. Gebaut wird auch an 36 Modularbauten. Außderm verhandelt der Berliner Senat offenbar mit mehreren Hotelbetreibern und will einfache Fertighäuser errichten.
tagesspiegel.de

Hamburg: 240 Helfer für Sophienterrasse

Diese Woche sind die ersten Flüchtlinge, vor allem Familien mit Bleibeperspektive, in die für 190 Menschen konzipierte Unterkunft im ehemaligen Kreiswehrersatzamt an der Hamburger Sophienterrasse (wir berichteten) eingezogen. Sie werden dort von hunderten Helfern empfangen. Die 240 Mitglieder des bestens organisierten Vereins "Flüchtlingshilfe Harvestehude" wollen sich um die Neuankömmlinge kümmern und vor allem Angebote zur Integration auf die Beine stellen, etwa Ausflüge organisieren oder Kindern bei den Schulaufgaben helfen.
mopo.de, ndr.de, hamburg.sat1regional.de (TV-Beitrag)

Schleswig-Holstein nimmt Hamburger Flüchtlinge

Foto: Olaf Bathke
Foto: Olaf Bathke
Solidarität im Norden: Das Bundesland Schleswig-Holstein erklärt sich dazu bereit, Hamburg bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu helfen. 1.000 Asylsuchende aus der Hansestadt könnten im April in einer neuen Erstaufnahme-Einrichtung, einer früheren Kaserne, unterkommen. "Wir wollen helfen, und wir werden helfen", sagte Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD). In dem Bundesland zwischen Nord- und Ostsee ist die Situation vergleichsweise entspannt: Von 12.000 Plätzen in 13 Erstaufnahmen sind derzeit nur 6.000 belegt. Schleswig-Holstein nutzt die Atempause, um in den Unterkünften nun verstärkt Angebote für die Integration zu schaffen, etwa Sprachkurse oder schulische Angebote.
ndr.de, hamburg.sat1regional.de (Video)

Zwischenbelegung in Ottensen

In Hamburg ziehen nun erstmals Flüchtlinge in Wohnungen des städtischen Unternehmens Saga-GWG ein. Rund 100 Flüchtlinge sollen die 15 Wohnungen im Stadtteil Ottensen für sechs Monate nutzen können. Danach gibt es in dem Häuser-Komplex umfangreiche Renovierungen, weshalb die Wohnungen als Ausweichquartiere für die dortigen Mieter benötigt werden. Die Linke fordert derweil, dass Hamburg für die Unterbringung deutlich mehr leerstehende Wohnungen städtischer Wohnungsgesellschaften nutzt.
abendblatt.de

Project Reconnect spendiert 25.000 Chromebooks

Project-Reconnect-300x300Google.org und NetHope haben eine Initiative für Flüchtlinge in Deutschland gestartet. Das "Project Reconnect" stellt dabei gemeinnützigen Organisationen, die mit Flüchtlingen arbeiten, insgesamt 25.000 Chromebooks zur Verfügung. Ziel ist es, Flüchtlingen den wichtigen Zugang zu Informations- und Bildungsangeboten zu ermöglichen. Organisationen der Flüchtlingshilfe, etwa Erstaufnahmestellen, Schulen, Beratungszentren oder Jugendprogramme, können sich zunächst für bis zu 5.000 Chromebooks bewerben. Die entsprechenden Anfragen an reconnect@nethope.org für die erste Runde sollten bis 8. Februar 2016 eingehen, die Mails für die zweite Ausschreibung bis zum 8. März 2016. Weitere Partner sind der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Deutsche Telekom. Erste Chromebooks wurden in Berlin übergeben.
reconnect.nethope.org (Projekt-Seite) via asb.de

Mühlheim: „manroland“-Bau wird Unterkunft

In Mühlheim sollen ab dem Sommer 110 Flüchtlinge in einem ehemaligen Bürohaus des Druckmaschinenherstellers manroland in der Borsigstraße leben können. Das Gebäude soll für mindestens fünf Jahre gemietet werden. Eine umfangreiche Sanierung ist geplant. Neben Wohnraum ist auch viel Platz für Bildung, Kultur und Begegnung angedacht. Und die Mitarbeiter von manroland überlegen schon, wie die neue Nachbarschaft gestaltet werden kann. Die Lokalpresse will von Überlegungen zur Öffnung der Betriebskantine für die Flüchtlinge erfahren haben.
op-online.de

WLAN-Versorgung für Hamburger Unterkünfte

Bis zum Sommer soll es in allen 34 Zentralen Erstaufnahmen für Flüchtlinge in Hamburg kostenfreies WLAN geben. Aktuell ist dieses bereits in rund der Hälfte der Erstaufnahmen und in einem Drittel der knapp 90 Folgeunterkünfte vorhanden. Das "Projekt 42" soll die Lücken schließen. Dafür werden noch Paten gesucht. Für die Internet-Bereitstellung sorgen Freifunk Hamburg, Dataport, Willy.tel und Telekom, berichtet der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge.
welt.de, hamburg.freifunk.net (Projekt 42)

Junge Flüchtlinge lernen bei BMW

Foto: BMW Group
Foto: BMW Group
Acht junge Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan starten dieser Tage im BMW Werk München mit der sogenannten Einstiegsqualifizierung für Jugendliche (EQ). In einem sechsmonatigen Praxiseinsatz können die zwischen 17 und 23 Jahre alten Berufsstarter die Qualifikation erwerben, um anschließend eine Berufsausbildung beginnen zu können. Auch in anderen Werken von BMW starten derzeit junge Flüchtlinge mit dem Programm, beispielsweise in Leipzig. Das EQ-Programm gibt es bei BMW schon länger, es wurde nun eigens um zusätzliche Gruppen für Flüchtlinge erweitert, bei denen "einzelne Inhalte an deren besonderen Unterstützungsbedarf angepasst wurden", wie es in der Pressemitteilung heißt. So werden berufs- und branchenrelevante Sprachkenntnisse vermittelt, interkulturelle Trainings durchgeführt und es gibt Unterstützung bei Behördengängen.
press.bmwgroup.com

Rollenspiel in Davos

Beim elitären Weltwirtschaftsforum in Davos sind 40 Teilnehmer dem Aufruf der Stiftung Crossroads gefolgt, um per Rollenspiel das Schicksal von Flüchtlingen zu erfahren. Im Keller des Hilton Hotels bekamen sie dafür eine neue Identität und wurden fortan von Lagerkommandanten und Soladaten, gespielt von Mitarbeitern von Hilfsorganisationen und ehemaligen Flüchtlinge, schikaniert. "Handelsblatt"-Redakteurin Nicole Bastian hat sich auf das Experiment eingelassen und berichtet.
handelsblatt.com

Willkommenslotsen bis 15. Februar anmelden

BMWiSogenannte "Willkommenslotsen" sollen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dabei helfen, Flüchtlinge auszubilden oder zu beschäftigen. Die Umsetzung dieser Erweiterung des Förderprogramms zur "Passgenauen Besetzung" lässt sich das Bundeswirtschaftsministerium von 2016 bis 2018 jährlich sechs Millionen Euro kosten. Eile ist geboten: Denn Förderanträge müssen bis zum 15. Februar beim Zentralverband des Deutschen Handwerks eingereicht werden, der als Leitstelle für die Anträge fungiert. Dem Bund geht es bei den "Willkommenslotsen" vor allem darum, Fachkräfte aus dem Kreis der Flüchtlinge mit Bleibeperspektive schnell in die richtigen Branchen einzugliedern. Der Mangel ist hier und dort bekanntlich groß. Dabei sollen die Lotsen vor Ort praktische Fragen wie etwa zu Hospitation, Praktika, Einstiegsqualifizierung oder Ausbildung klären und die KMU damit entlasten. Die Lotsen und ihre Leistungen werden bei den Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern, den Kammern der Freien Berufe sowie anderen gemeinnützig tätigen Organisationen der Wirtschaft angesiedelt. Diese Träger können sich für die Mittel nun bewerben.
automobilwoche.de (Erläuterung), zdh.de (Infos und Antrag)

Hamburg: Weichenstellung für Zuwandererkinder

Das gleichnamige Projekt der Hamburger Zeit-Stiftung erhält eine Million Euro vom Bundesfamilienministerium und will mit dem Geld 400 bis 500 geflüchtete Kinder und Jugendliche in Hamburg intensiv fördern. Besonders interessant ist der integrative Ansatz: Bei dem Projekt helfen nicht Pädagogen, sondern Studenten. Sie verpflichten sich, wöchentlich mindestens vier Stunden mit zwei bis drei jungen Flüchtlingen Deutsch zu lernen. Damit soll den Kindern und Jugendlichen, die in internationalen Vorbereitungsklassen an Hamburger Schulen unterrichtet werden, der Übergang in das schulische Regelsystem erleichtert werden. Die Studenten (bzw. Mentoren) werden bei "Weichenstellung" von Lehrern und Erziehungswissenschaftlern gecoacht. Das nun fördernde Ministerium sieht in dem Projekt ein Vorbild auch für andere Bundesländer.
welt.de (Förderung), zeit-stiftung.de (Projekt)

Freie Unterkünfte in Brandenburg

Hör-Tipp: Amelie Ernst von Radio Eins hat sich in Brandenburg umgehört, wie der Stand bei der Unterbringung von Flüchtlingen ist. Und siehe da: Einige extra geschaffene Unterkünfte stehen leer. In den Landkreisen ist man durchaus froh über die Atempause, um Überbelegungen an anderen Orten abzubauen oder Vorbereitungen für ein neues Anschwellen des Zustroms zu treffen. Vielleicht sollten die Berliner mal in Brandenburg klopfen? Doch das ist offenbar nicht so ohne Weiteres möglich.
radioeins.de

Refugio: Zusammenleben in Berlin Neukölln

Bild: Refugio
Bild: Refugio
Mit dem Refugio in Neukölln haben Elke Naters und Sven Lager in Kooperation mit der Berliner Stadtmission im Sommer 2015 ein Haus geschaffen, in dem auf fünf Etagen sowohl Flüchtlinge als auch Einheimische unter einem Dach zusammen wohnen. "Wir bieten Zuflucht, Gemeinschaft und Erneuerung für Weltenwanderer aller Kulturen, und fördern uns gegenseitig in unseren einzigartigen Fähigkeiten und Talenten. Das ist der Sharehausgedanke, den wir in Afrika entwickelt und mit neuen Freunden weitergedacht haben", heißt es auf der Website des Refugio. Das Zusammenleben läuft wie in einer WG und ein Coachingprogramm soll dafür sorgen, dass jeder "mit Freude Deutsch lernen und gute Arbeit oder sinnvolle Ausbildung beginnen kann". Ein Netzwerk von Freunden und Partnern unterstützt das Wohnprojekt und auch Begegnungen im Café des Sharehauses sind möglich.
refugio.berlin, berliner-stadtmission.de, daserste.de (TV-Beitrag)

„Münchner Freiwillige – Wir helfen“ gegründet

Jene Ehrenamtlichen, die im Herbst Tausenden Flüchtlingen ein herzliches Willkommen am Münchener Hauptbahnhof bereitet haben und mit ihrem Engagement Bilder produziert haben, die um die Welt gingen, überführen ihre freiwillige Arbeit jetzt in einen Verein. Dieser wurde am Wochenende gegründet und heißt "Münchner Freiwillige - Wir helfen". Damit wollen die Helfer vor allem eine gewisse Rechtssicherheit für die Zukunft schaffen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Viele Ehrenamtliche vom Hauptbahnhof bieten heute beispielsweise Kinderbetreuung in Notunterkünften an oder organisieren Ausflüge. Diese Angebote will "Münchner Freiwillige - Wir helfen" künftig auch an anderen Standorten ermöglichen, was perfekt zum Integrationsplan der Stadt passt.
sueddeutsche.de (letzter Absatz im Artikel)

„Integrationsplan für ganz München“

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) zeigt weiterhin anschaulich, wie eine Großstadt verantwortungsbewusst und lösungsorientiert den Zustrom neuer Nachbarn meistern kann. Am Wochenende hat Reiter einen "Integrationsplan für ganz München" angekündigt. Deutschkurse sollen Geflüchtete künftig unabhängig von ihrer aktuellen Unterkunft und dem eventuellen Engagement ehrenamtlicher Helfer in der gesamten Stadt erhalten. Auf diesem Weg, hofft Reiter, könnten sich die Menschen schneller in das deutsche Rechts- und Wertesystem integrieren. Schon kommende Woche sollen Vertreter des Bildungs- und Sozialreferats entsprechende Ideen diskutieren. Das anhaltende Engagement vieler Ehrenamtlicher lobte Reiter ausdrücklich.
sueddeutsche.de

Hamburg plant Flüchtlingsdorf in der HafenCity

Bis zu 720 Flüchtlinge können womöglich bald in der HafenCity unterkommen. Dort soll – auf städtischem Grund zwischen Lohsepark und dem Hannoverschen Bahnhof – ein Containerdorf entstehen. Geklärt werden muss noch, ob auf dem Gelände der Flutschutz gewährleistet ist. Im Falle dessen wäre der Standort für etwa drei Jahre nutzbar, bevor dort anschließend weitere Neubauten entstehen.
ndr.de, mopo.de

Mega-Kleiderkammer sucht City-Standort

Erst kürzlich ist Hamburgs größte Kleiderkammer aus einer Messehalle auf das Gelände der Otto Group in Bramfeld umgezogen. 100 Helfer, vier Laster, drei Gabelstapler und 25 Hubwagen waren nötig, um die 1.500 Europaletten mit Spenden an den neuen Ort des Geschehens zu verfrachten. Nun wird der Warenein- und -ausgang sogar digital per IT-System erfasst und gesteuert. Ein Problem gibt es allerdings: Die neue Lagerhalle liegt so weit ab vom Schuss, dass kaum noch Freiwillige kommen. Daher suchen die Betreiber noch einen Standort in der Innenstadt, wo Spenden angenommen und sortiert werden können. Wer irgendwo zwischen Hauptbahnhof und Altona rund 1.600 Quadratmeter übrig hat, kann sich gerne melden.
abendblatt.de

Einheitliche Ausweise für alle Flüchtlinge

Der Bundestag hat gestern die Einführung eines einheitlichen Ausweises für alle Flüchtlinge in Deutschland beschlossen. Dieser Flüchtlingsausweis soll vor allem die Probleme bei der Registrierung lösen und den Datenaustausch zwischen den Behörden beschleunigen. Zugleich soll die Zahl der unregistrierten Asylbewerber sinken. Ohne das neue Papierdokument soll es künftig aber auch keine Leistungen mehr geben. Das Projekt wird vom Bund gerade mit höchster Eile durch die Gesetzgebung gepeitscht, schon Ende Januar soll der Bundesrat abschließend beraten. Eine Pilotphase ab Mitte Februar ist in Berlin, Bielefeld, Heidelberg und Zirndorf geplant. Danach soll der einheitliche Papier-Flüchtlingsausweis bundesweit ausgestellt werden.
faz.net

Hold-Up Ankommer Berlin – Refugee Integration.

Bild: MakeSense Germany‎
Bild: MakeSense Germany‎
Am 19. Januar 2016 laden die Initiativen MakeSense und ANKOMMER. Perspektive Deutschland zu einem Kreativ-Workshop ein, der Interessierten binnen zwei Stunden vermitteln soll, wie sie eigene Integrationsprojekte starten können. Die Veranstaltung findet im Social Impact Lab Berlin im Bezirk Kreuzberg statt. Los geht's um 19 Uhr.
facebook.com/events, germany.makesense.org, ankommer.eu

Hamburg will Flüchtlinge an Universitäten holen

Die Hamburger Wissenschaftsbehörde stellt 3,1 Millionen Euro bereit, damit Flüchtlinge ein Studium in der Hansestadt antreten können. Dadurch erhoffen sich die Hamburger nicht nur erfolgreiche Integration, sondern auch eine Internationalisierung der städtischen Hochschulen. Das Geld dafür stammt aus sogenannten Leistungsorientierten Mitteln (LOM) für die Hochschulen, die 2014 an die zuständige Behörde zurückgeflossen sind. Die Mittel schlagen also nicht zusätzlich zu Buche, sondern sind bereits vorhanden. Ende Januar wird entschieden, welche integrativen Projekte an den sechs Hochschulen sowie dem UKE finanziert werden.
abendblatt.de

REFUGEE RADIO NETWORK – Radio für Flüchtlinge

Das Refugee Radio Network ist ein neues Projekt, bei dem eine größere Gruppe von Flüchtlingen in Hamburg Sendungen für lokale Radiosender des Bürgerfunks produziert. Diese werden dann zum Beispiel bei Tide 96.0 oder dem Freien Sender Kombinat ausgestrahlt. Inhaltlich wird vor allem darüber berichtet, wie sich Flüchtlinge in Deutschland zurecht finden. Hilfestellung beim Ankommen per Radio – das ist die Idee. Deutschlandradio Kultur hat die Radio-Macher besucht. Den Beitrag kann man entweder nachhören oder nachlesen.
deutschlandradiokultur.de, refugeeradionetwork.net

Kiron – Online-Universität für Flüchtlinge

Screenshot-KironKann ein Flüchtling in Deutschland trotz ungeklärtem Aufenthaltsstatus zum Beispiel Maschinenbau studieren? Er kann – auf seinem Smartphone. Möglich macht's die Online-Universität Kiron. Diese wurde bereits 2014 von Markus Kreßler und seinem Studienfreund Vincent Zimmer gegründet. Praktisch: Erste Partnerunis wie die RWTH Aachen, die Hochschule Heilbronn, die University of Westafrica und die University of the People in den USA erkennen die bei Kiron absolvierten Online-Kurse bereits an. Aktuell kann man auf Startnext in das Projekt investieren.
tagesspiegel.de (Bericht), startnext.com (Finanzierung), kiron.university

Anleitung für den Bau von Trennwänden

Foto: NUK Wichertstraße
Foto: NUK Wichertstraße

Das Team der Notunterkunft in der Berliner Wichertstraße (Bezirk Prenzlauer Berg) hat ein ausgesprochen nützliches Tutorial‬ erstellt, das erklärt, wie man schnell und günstig Trennwände für Großraum-Notunterkünfte wie etwa Turnhallen bauen kann. Dabei geht es vor allem um ein kleines bisschen Privatspähre für die Flüchtlinge – Sichtschutz sei Dank. Was man für die Trennwände braucht? Gewerbeplane, Kabelbinder, Holzleisten, Eisenwaren für die Verschraubung – und natürlich viele fleißige Hände. Danke für diese praktische Anleitung!!
nuk-wichertstrasse.de (Anleitung als PDF), nuk-wichertstrasse.de (Bericht und Fotos vom Bau)

Wie Deutschland die Integration packen kann

Naika-ForoutanNaika Foroutan, Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin, erläutert auf Spiegel Online, wie Deutschland zu einem modernen Einwanderungsland werden kann, ohne dass der Nationalismus erstarkt. Das Wichtigste aus ihrer Sicht: ein klares Integrationskonzept. Helfen könnte dabei eine überparteiliche Leitbildkommission. Und ein interessanter Nebeneffekt: Der hohe Bedarf an Helfenden könne Deutschland in eine hochflexible Dienstleistungsgesellschaft verwandeln, so Naika Foroutan.
spiegel.de

Hamburg zieht Jahresbilanz für 2015

Genau 22.299 Flüchtlinge hat die Hansestadt im vergangenen Jahr aufgenommen – dreimal so viele wie im Jahr davor. Allein im Dezember kamen 6.550 Geflüchtete nach Hamburg, zuvor waren es regelmäßig rund 10.000 Menschen pro Monat. An 33 Standorten erfolgt die Zentrale Erstaufnahme mit Kapazitäten für 21.000 Menschen, darüber hinaus wurden 86 Folgeunterkünfte mit insgesamt 18.000 Plätzen geschaffen.
welt.de

Hamburger Thalia Theater verteilt Spendengelder

Stattliche 120.000 Euro hat das Hamburger Thalia Theater bis zum Jahrsende 2015 vom Publikum für Flüchtlinge gesammelt. Das Geld kommt nun Projekten und Initiativen wie dem Flüchtlingscafé "Why Not" in der Marktstraße, dem "Sprachbrücke Hamburg e.V". oder der "Refugee Law Clinic" (Rechtsberatung für Flüchtlinge) zugute. Obendrein wird die "Embassy of Hope", das Flüchtlingscafé im Thalia in der Gaußstraße, durch die großzügigen Spenden des Thalia-Publikums finanziert.
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Serie über Flüchtlingshelfer in Prenzlauer Berg

Die "Prenzlauer Berg Nachrichten" portraitieren in einer neuen Serie Flüchtlingshelfer aus dem Berliner Bezirk. Im ersten Teil ging es um eine junge Mutter, die in einer zur Notunterkunft umfunktionierten Sporthalle in der Winsstraße regelmäßig hilft – zur Not auch mit dem Baby auf dem Arm. Im zweiten Teil geht es um einen 44-Jährigen, der in der Kleiderkammer einer anderen Notunterkunf (ebenfalls eine Sporthalle) aushilft und auch Begleitdienste für Arzt- oder Ämtergänge der Flüchtlinge koordiniert.
prenzlauerberg-nachrichten.de (Überblick zur Serie)

Berliner und Flüchtlinge singen gemeinsam.

In Berlin hat sich ein Begegnungschor gegründet. Motto: "Berliner singen mit Flüchtlingen." Sogar ein eigener Verein wurde dafür gegründet. Jeden Mittwoch wird von 18:30 bis 21:00 Uhr in Berlin-Mitte geprobt. Die Aufnahme in den Chor ist für "Alt"-Berliner derzeit noch an die Bedingung geknüpft, mit einem Geflüchteten im Tandem zur Probe zu kommen. Ende Februar ist ein Auftritt im Radialsystem Berlin geplant.
begegnungschor.com, facebook.com/begegnungschor

Robert Bosch Stiftung fördert lokale Projekte.

Die Robert Bosch Stiftung fördert im Rahmen ihres Programms "Miteinander, füreinander! Begegnungen mit Flüchtlingen gestalten" lokale Praxisprojekte, die Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Flüchtlingen und der Bevölkerung vor Ort initiieren. Bewerben können sich Initiativen und Projekte aus ganz Deutschland. Pro Projekt gibt es 1.000 bis maximal 15.000 Euro, bei mindestens drei Monaten Projektlaufzeit. Einzelveranstaltungen wie Willkommensfeste werden nicht gefördert.
bosch-stiftung.de

Hamburg: 38.000 Jacken für Flüchtlinge.

In Hamburg sind am Dienstag weitere 38.000 Winterjacken eingetroffen. Die vier Container hat der australische Toilettenpapier-Fabrikant Henry Ngai gespendet, den Transport aus Asien die Reederei Hapag Lloyd finanziert. Insgesamt hat Ngai 100.000 Jacken für Flüchtlinge auf den Weg nach Hamburg geschickt. 60 Prozent der Spende wird die Hamburger Kleiderkammer von Hanseatic Help an Flüchtlinge ausgeben, der Rest soll über das Rote Kreuz in ganz Deutschland verteilt werden.
welt.de

Friedenszeichen aus Schwimmwesten

Auf der griechischen Insel Lesbos haben Freiwillige rund 3.000 Rettungswesten aus Protest zu einem riesigen Peace-Zeichen arrangiert. Ein Video zeigt die Aktion eindrucksvoll aus der Vogelperspektive. Auf Lesbos liegen nahe Mithymna mittlerweile die Westen von fast 500.000 Flüchtlingen, die von der nahe gelegenen Türkei auf die zu Griechenland gehörende Insel übergesetzt haben.
spiegel.de (Video), wochenblatt.de (Text)

2015 kamen 79.272 Flüchtlinge nach Berlin.

Im abgelaufenen Jahr kamen nach offiziellen Angaben des Senats 79.272 Flüchtlinge nach Berlin. 55.111 von ihnen leben noch in der Stadt, etwa in Notunterkünften oder Aufnahmeeinrichtungen. Über die Feiertage kamen laut "Tagesspiegel" täglich rund 400 Menschen per Zug in Berlin an, außer am ersten Weihnachtstag und an Neujahr. Vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (bekannt als Lageso), das seit heute wieder geöffnet hat, bildeten sich schon am frühen Morgen die ersten Schlangen – bei Temperaturen von -10 Grad und darunter. Mitarbeiter von Vivantes helfen vor Ort mit dem Nötigsten aus.
tagesspiegel.de

Keine Zelte mehr in Hamburg.

In der Hansestadt müssen Flüchtlinge nicht länger in leichten Zelten leben. Seit dem Jahreswechsel hätten die meisten Geflüchteten ein festes Dach über dem Kopf, berichtet der NDR. Etwa 500 Flüchtlinge aus Zelten auf dem Gelände der Erstaufnahme sind vor kurzem ins neue Container-Dorf in der Vogt-Kölln-Straße beim Niendorfer Gehege gezogen. Allgemein hat sich die Lage in Hamburg entspannt. Es gibt sogar mehrere Hundert freie Plätze.
ndr.de

Berlin sagt Danke.

Für die Hilfe bei der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge will sich die Stadt bei allen Berlinern bedanken – mit einem Tag, an dem es freien Eintritt in öffentliche Einrichtungen wie Zoo, Tierpark, Aquarien, Opern, Theater oder Museen gibt. Am Sonntag, den 31. Januar 2016, heißt es: Berlin sagt Danke! Eine Liste der kostenfrei zugänglichen Einrichtungen soll in Kürze auf einer noch zu erstellenden Webseite unter www.berlin-sagt-danke.de zu finden sein.
bz-berlin.de, bild.de, berlin-sagt-danke.de

Neue Zeitschrift „Abwab“ hilft Flüchtlingen beim Ankommen.

Der syrische Journalist Ramy al-Asheq hat eine Zeitschrift namens "Abwab" (übersetzt: "Die Türen") gegründet. Das Blatt soll künftig monatlich erscheinen und Flüchtlingen quasi eine Gebrauchsanweisung für Deutschland bieten – natürlich auf Arabisch. Ramy al-Asheq ist selbst aus Syrien geflüchtet und fand offene Türen in Köln bei einer Gastfamilie. Sein Magazin vermittelt nützliches Wissen über die neue Heimat, fordert seine Landsleute aber auch heraus: Flüchtlinge müssten aktiv werden, um in Deutschland anzukommen, so Ramy al-Asheq. Und so gibt's in der ersten Ausgabe u.a. "Zehn Schritte zur Integration".
dw.com

Deutsche spendeten 2015 so viel wie nie zuvor.

Der Deutsche Spendenrat bezeichnet 2015 als "Rekordjahr". Nicht nur die Gesamtsumme der Spenden (je nach Berechnung wird von 5,4 bis 7 Milliarden Euro gesprochen), sondern auch die Zahl der Spender ist wohl gestiegen. Eine SPIEGEL ONLINE-Umfrage bestätigt die Angaben: Acht der größten Hilfsorganisationen in Deutschland verzeichneten einen stabilen oder gar höheren Spendeneingang als 2014. Als Gründe werden übereinstimmend zwei Ereignisse angegeben: Das schlimme Erdbeben im Frühjahr in Nepal und der starke Flüchtlingszustrom nach Deutschland. Wir vermuten: Bei den Erhebungen wurden nur Geldspenden berücksichtigt, das große ehrenamtliche Engagement und die umfangreichen Sachspenden für Flüchtlinge verdeutlichen eine noch viel größere Spendenbereitschaft in Deutschland. Hoffen wir, dass die Deutschen auch 2016 Herz und Portemonnaie weiter offen halten.
spiegel.de

Sophienterrasse bereit für 190 Flüchtlinge.

In Hamburg können ab dem 25. Januar 190 Flüchtlinge ins ehemalige Kreiswehrersatzamt im schicken Stadtteil Harvestehude einziehen. In der Unterkunft in der Sophienterrasse 1a gibt es 23 Gemeinschafts-Wohnungen mit zwei bis vier Bewohnern pro Zimmer. In der dritten oder vierten Januar-Woche soll der Einzug beginnen. Ein Spielplatz für Kinder soll noch entstehen.
hamburg1.de, bild.de

Berlin: PACK A BAG – neue Kampagne für Soforthilfe-Rücksäcke.

Auf der Crowdfunding-Plattform Startnext ist eine neue Kampagne für Willkommens-Rucksäcke für ankommende Flüchtlinge in Berlin gestartet. Die Aktion mit dem Titel "PACK A BAG" gibt es bereits zum zweiten Mal – nun quasi in der Winter-Version. Die Rucksäcke enthalten neben einer Flasche Wasser, Essen, Zahnbürste, Hygiene-Artikeln auch eine Decke, ein Handtuch und eben zusätzlich Mütze, Schal und Fleecejacke. Je mehr Geld gespendet wird, desto mehr Rucksäcke für Neuankömmlinge in Berlin können gepackt und verteilt werden. PACK A BAG ist ein Projekt des Neuköllner Kulturverein e.V. mit Unterstützung von "Moabit hilft".
startnext.com/pack-a-bag-2 via facebook.com/Moabithilft