Geflüchtete an Hochschulen: Infobroschüre veröffentlicht

Immer mehr geflüchtete Menschen möchten in Deutschland studieren. Das stellt Hochschulen und Studentenwerke vor neue Herausforderungen. Zwar haben sie langjährige Erfahrung bei der Integration von internationalen Studierenden, bei der Zielgruppe der Geflüchteten ergeben sich für sie aber spezifische Fragen.

Welchen asyl- und aufenthaltsrechtlichen Regelungen unterliegen Geflüchtete, die ein Studium aufnehmen wollen? Was gilt es hinsichtlich Zulassung und Immatrikulation zu berücksichtigen? Auf welche Möglichkeiten der Studienförderung können Geflüchtete zurückgreifen? Gibt es Hilfsangebote, die traumatisierte Geflüchtete in Anspruch nehmen können?

Antworten haben das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), die Kultusministerkonferenz (KMK), der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), das Deutsche Studentenwerk (DSW) und die Hochschulrektorenkonferenz (HRK), begleitet durch den Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration (SVR), nun in einer Informationsbroschüre zusammengestellt.
idw-online.de, bamf.de (Broschüre als PDF)

Berlin: Bücherkisten für Flüchtlingsunterkünfte

Berlins Bibliotheken wollen Flüchtlingsunterkünfte flächendeckend mit Bücherkisten versorgen. 125.000 Euro stellt der Senat hierfür bereit. Die Kisten sollen unter anderem Informationen über Berlin, Sprachkurse oder auch Comics beinhalten, die das Deutschlernen erleichtern. Seit gut einem Jahr geben die Bibliotheken auch Nutzerausweise an Geflüchtete aus, die noch keine feste Wohnadresse haben. Rund 5.200 solcher Ausweise wurden bereits ausgestellt.
rbb-online.de

Wiesbaden: Kultur von, mit und für Flüchtlinge

Das Wiesbadener Kultur- und das Integrationsamt haben das Sonderprogramm „Kultur von, mit und für Flüchtlinge“ entwickelt. Das Programm will Geflüchteten Möglichkeiten eröffnen, sich kulturell zu betätigen, aber auch eigene Fluchterlebnisse und Erfahrungen aus den Herkunftsländern künstlerisch zum Ausdruck zu bringen. Besonderer Wert liegt auf der Begegnung und dem gegenseitigen Austausch von Geflüchteten und Einheimischen. Fünfzehn Projekte werden im zweiten Halbjahr 2016 und ersten Halbjahr 2017 mit einer Förderung aus dem Sonderetat von 50.000 Euro durchgeführt. Sie werden von Kulturschaffenden professionell angeleitet und sollen nachhaltig wirken.
wiesbadener-kurier.de, wiesbaden.de

Hamburg: Mehr Wohnungen für Geflüchtete

Auf Initiative der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen hat die Hamburger Bürgerschaft im Juli die Auflage eines Integrationsfonds in Höhe von zehn Millionen Euro beschlossen. Einen ersten Antrag aus Mitteln dieses Fonds bringt Rot-Grün jetzt auf den Weg: Die Stiftung Wohnbrücke soll mit 200.000 Euro gefördert werden. Das gemeinnützige und bisher rein aus Spenden finanzierte Projekt vermittelt Geflüchtete von der öffentlichen Unterbringung in privaten Wohnraum.
welt.de, gruene-fraktion-hamburg.de

Velbert: Basisschulung für Flüchtlingshelfer

Die Stadt Velbert bietet im November in Zusammenarbeit mit der Bergischen Diakonie eine weitere kostenlose Basisschulung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe an. Diese startet am 9. November und umfasst insgesamt drei Module. Sie befassen sich mit den Grundzügen des Asylrechts (9. November), der Rolle als Ehrenamtlicher (23. November) sowie den Grundlagen der Kommunikation und interkultureller Unterschiede (1. Dezember). Die Schulung richtet sich an alle, die sich bereits in der Flüchtlingshilfe engagieren oder in Zukunft Geflüchtete bei der Integration unterstützen wollen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt.
velbert.de

Wiener Symphoniker spielen Benefizkonzert für Geflüchtete

Bereits zum zweiten Mal nach 2015 veranstaltet die Erzdiözese Wien ein Benefizkonzert, um die Caritas in ihrem Engagement für Flüchtlingshilfe und Integration zu unterstützen. Unter der Leitung von Manfred Honeck spielen die Wiener Symphoniker am 12. November um 15 Uhr in der Wiener Karlskirche Johannes Brahms' Symphonie Nr. 1 in c-Moll, opus 68. Der Reinerlös kommt der Förderung der vielfältigen Bildungs- und Integrationsprojekte der Caritas zugute.
erzdioezese-wien.at

Tagesspiegel: Sonderausgabe von Geflüchteten

Am vergangenen Samstag erschien der Berliner „Tagesspiegel“ wie angekündigt mit einer besonderen Ausgabe: Sie wurde in weiten Teilen von geflüchteten Journalisten geschrieben und gestaltet. Insgesamt haben ca. 25 Journalisten aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, Iran und Somalia mitgearbeitet.

Die Themen der Artikel, die von den Journalisten gemeinsam mit der Tagesspiegel-Redaktion erarbeitet wurden, behandeln unter anderem folgende Themen: Was erwarten sich geflüchtete Menschen von der deutschen Politik? Wie informieren sie sich? Welche Ängste, Wünsche, Träume haben sie? Was heißt „Meinungsfreiheit" in Deutschland und in Syrien? Auf der Doppelseite „Mehr Berlin" schildern neun Autoren prägende Begegnungen mit Berlinern. Für die Kinderseite hat eine syrische Journalistin Botschaften geflüchteter Kinder an deutsche Kinder gesammelt.

Einer der Höhepunkte der Ausgabe ist das Interview mit Kanzleramtschef Peter Altmaier, den fünf der geflüchteten Journalisten befragt haben. Des Weiteren zieht sich eine Fotoserie mit dem Titel „Mein Moment“ durch das Blatt. In dieser erzählen die Journalisten die Geschichte, die hinter der für sie besonders wichtigen Aufnahme steckt.

Texte aus der Sonderausgabe sowie Informationen über die Autoren gibt´s unter dem nachfolgenden Link. Unter dem Hashtag #jetztschreibenwir wird außerdem zu dem Thema getwittert.
tagesspiegel.de

Brandenburg: Integration durch Hochschulbildung

Brandenburg will geflüchtete Menschen künftig noch stärker über die Hochschulen integrieren. Wissenschaftsministerin Martina Münch kündigt an, die Entwicklung von Angeboten für Geflüchtete an den Hochschulen in diesem Jahr mit rund einer Million Euro und im kommenden Jahr mit 1,2 Millionen Euro zu unterstützen.

Die Hochschulen im Land Brandenburg haben in den vergangenen Monaten bereits zahlreiche Projekte zur Integration auf dem Weg gebracht, um Geflüchteten Deutschkenntnisse zu vermitteln, sie auf ein Studium vorzubereiten und zu beraten. Eine Übersicht gibt es unter dem nachfolgenden Link.
mwfk.brandenburg.de

ICC Berlin dient ab Februar nicht mehr als Anlaufstelle für Geflüchtete

Das Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin-Charlottenburg, das wie berichtet erst im Mai als Anlaufstelle für Geflüchtete eröffnet wurde, soll nach Informationen des „rbb“ ab dem 1. Februar nicht mehr zu diesem Zweck genutzt werden und dann nur noch als „Reservestandort" zur Verfügung stehen. Ab diesem Zeitpunkt werde das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten neue Räume in der Darwinstraße im selben Bezirk in Betrieb nehmen, wo dann Anträge etwa auf Taschengeld oder für die Wohnungssuche eingereicht werden können. Auch die derzeitige Notunterkunft im ICC solle aufgelöst werden.
rbb-online.de

Wetterfestes Mini-Haus zur Selbstmontage

2016-10-14-duffy-shelter-325x206Aus London kommt mit Duffy Shelter ein neuer Bausatz für eine Not-Behausung, die vor Wind, Regen und Schlamm schützt, und sich in unter einer Stunde nur mit einem Schraubendreher montieren lässt. 35 dieser Bausätze sollen in einen Transporter von der Größe eines Mercedes Sprinter passen.

Fertig verschraubt entsteht ein 1,85 Meter langer, 1,25 Meter breiter und 1,42 Meter hoher isolierter Unterschlupf, der zwei Personen Platz zum Schlafen bietet. Ein Standfuß schützt die Bewohner auch auf schlammigen oder überschwemmten Untergrund vor Feuchtigkeit und Schmutz. Leider gibt es noch keine Infos zum Preis.
wired.de, inhabitat.com, duffylondon.com

Sachsen: Hilfssystem für LSBTI-Geflüchtete

In Sachsen wurde in den vergangenen Monaten ein landesweites Hilfsangebot für homosexuelle und transgeschlechtliche Geflüchtete aufgebaut. Das „Netzwerk für queere Refugees" hilft LSBTI-Geflüchteten, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, mit der schnellen Zuweisung in eine Schutzwohnung und berät etwa bei Behördengängen. Die Projekte der LSBTI-Vereine werden vom Freistaat mit rund 190.000 Euro gefördert.
queer.de, dnn.de, sachsen.de

Hochschule Koblenz: Weiterbildung zur sozialen Arbeit mit Flüchtlingskinder

HS Koblenz

Um auf die komplexe Berufspraxis der sozialen Arbeit mit Flüchtlingskindern vorzubereiten, hat das Institut für Forschung und Weiterbildung an der Hochschule Koblenz in Kooperation mit dem Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz und Pro Asyl eine berufsbegleitende Weiterbildung für Fachkräfte entwickelt. Dabei wird die Gesamtheit der sozialpädagogischen Konzepte, rechtlichen Rahmenbedingungen und traumapädagogischen Ansätze berücksichtigt.

Nun erhielten die ersten 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Zertifikat der Weiterbildung „Soziale Arbeit mit Flüchtlingskindern“. Der zweite Kurs läuft bereits und wird im November abgeschlossen. Aufgrund des hohen Bedarfs soll bald ein weiterer Durchgang starten.
hs-koblenz.de

Österreich: Akademie unterstützt geflüchtete Studierende

Vor einer Woche startete die Akademie „Zusammen:Österreich“ für das neue Studienjahr: 100 Studierende mit Flucht- und Migrationshintergrund erhalten die Chance, an Weiterbildungsworkshops, Coachings und einem Mentoringprogramm teilzunehmen.

34 von ihnen erhalten zusätzlich das „Liese Prokop Stipendium“, das mit einer finanziellen Unterstützung von 300 Euro pro Monat dotiert ist. Besonders viele der 34 Stipendiatinnen und Stipendiaten stammen aus Syrien und Afghanistan. Ihre Studienrichtungen reichen von Medizin und Rechtswissenschaften bis hin zu Politik- und Wirtschaftswissenschaften.

Ab heute treffen alle 100 Studierenden der Akademie zu einem ersten Workshop-Wochenende im niederösterreichischen Frankenfels zusammen.
ots.at, zusammen-oesterreich.at

1.000 Wärmflaschen für Geflüchtete in Griechenland

Die Initiative „50 aus Idomeni“ rechnet damit, dass fast alle der Geflüchteten den nasskalten Winter in den griechischen Flüchtlingscamps verbringen müssen – und dies meist in unbeheizten Zelten oder in zugigen Industriehallen. Um zumindest etwas zu helfen, will die Initiative möglich schnell 1.000 Wärmflaschen für das Familiencamp Langadikia organisieren. 2.500 Euro sind hierfür nötig, von denen rund die Hälfte bereits gesammelt wurden. Wer für die Aktion spenden möchte, findet alle Infos unter dem nachfolgenden Link.
50ausidomeni.de

Bielefeld: Willkommensbündnis für geflüchtete und einheimische Kids gegründet

Als Partner des neu gegründeten „Willkommensbündnis Bielefeld“ gestalten der DSC Arminia Bielefeld sowie das Fan-Projekt Bielefeld und der Verein Bielefeld United im Rahmen des Programms „Willkommen im Fußball“ der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung vielfältige Angebote für Jugendliche. So werden gemeinsam Fußballtrainings, interaktive Sprachkurse oder berufsorientierende Seminare angeboten. Auch Freizeitangebote wie etwa der Besuch von Heim- und Auswärtsspielen des DSC Arminia werden geschaffen. Die Angebote richten sich sowohl an junge Geflüchtete als auch an benachteiligte Bielefelder Jugendliche.

Willkommensbündnis Bielefeld

Los geht es am 17. Oktober mit einem Herbstcamp an der Laborschule Bielefeld. Das einwöchige Camp beinhaltet neben Sprach- und Fußballtraining auch einen Besuch der Stadionschule sowie eine gemeinsame Fahrt zum Auswärtsspiel des DSC Arminia bei Fortuna Düsseldorf. Interessierte im Alter von 12 bis 17 Jahren können sich unter kontakt@bielefeld-united.de oder unter 0172-7237317 anmelden.
arminia-bielefeld.de

Martin Dulig: Zuwanderung als Chance

Was tun gegen das vor allem durch den Boom des Online-Handels verursachte Ladensterben im ländlichen Raum? Nach Vorstellung von Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig könnte die Zuwanderung hier auch eine Chance bieten. Es gebe viele Geflüchtete, die früher ein Geschäft hatten und nun auch in Deutschland einen Laden aufmachen könnten, sagte Dulig im Gespräch mit der „Sächsischen Zeitung“.

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„Wir reden immer von Tante-Emma-Laden. Warum nicht auch mal ein Onkel-Achmed-Laden?“

Martin Dulig, sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats Sachsen.
sz-online.de

Lese-Tipp: Sensibilisierung und Hilfe für LGBT-Geflüchtete

Auch im liberalen Deutschland fehlt es häufig an staatlichen Maßnahmen und Mitteln, um lesbische, schwule und transgeschlechtliche Geflüchtete vor Gewalt und Diskriminierung zu schützen und ihnen Hilfe anzubieten. Zu oft werde diese Aufgabe ehrenamtlichen Helfern überlassen, kritisieren die Grünen-Bundestagsabgeordneten Luise Amtsberg und Kai Gehring in einem Gastbeitrag im „Tagesspiegel“.
tagesspiegel.de

Bochum: Fußballturnier mit Geflüchteten

Am morgigen Samstag steigt ab 10 Uhr am Nachwuchsleistungszentrum des Fußball-Zweitligisten VfL Bochum ein Turnier der besonderen Art: Unter dem Motto „Schön, dass du da bist!” kommen acht Mannschaften, die zu einem Großteil aus Geflüchteten bestehen, zusammen, um gemeinsam zu kicken. Dazu gibt es auch ein buntes Rahmenprogramm, zu dem alle Bochumer Bürger herzlich eingeladen sind.
vfl-bochum.de

Baden-Württemberg: Weitere 300.000 Euro für elf zusätzliche Flüchtlingshilfe-Projekte

Bereits im Juli hatte die baden-württembergische Landesregierung wie berichtet 54 Bündnisse vorgestellt, die in diesem Jahr durch das Programm „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“ gefördert werden. Nun werden zusätzlich zu der dafür vorgesehenen einen Million Euro weitere 300.000 Euro für elf zusätzliche Flüchtlingshilfe-Projekte zur Verfügung gestellt.

Damit reagiert das Land auf die große Nachfrage durch Kommunen und Kreise. Die für eine Förderung ausgewählten Bündnisse erhalten in der Regel 15.000 Euro, größere Städte und Landkreise bis zu 50.000 Euro. Eine Auflistung der nun zusätzlich ausgewählten Bündnisse stellt das Sozialministerium hier bereit.

Inklusive der jetzt neu geförderten Projekte hat das Land bislang insgesamt 133 lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe ermöglicht.
sozialministerium.baden-wuerttemberg.de

Wintersemester: Uni-Einführungen für Geflüchtete in Bielefeld und Siegen

Mehr als 80 Geflüchtete werden im nun gestarteten Wintersemester an Orientierungs- und Sprachkursen an der Universität Bielefeld teilnehmen. An der Uni Siegen erhalten derweil knapp 100 junge Menschen mit Fluchthintergrund eine spezielle Erstsemester-Einführung.

150 weitere Geflüchtete haben wie bereits berichtet zum Start des Wintersemesters ein Vorbereitungsstudium an der Uni Bremen aufgenommen.
uni-bielefeld.de (Bielefeld), siegener-zeitung.de (Siegen)

Uni Bremen: Studienstart für 150 Geflüchtete

Mit Beginn des Wintersemesters hatten am Dienstag an der Universität Bremen 150 Geflüchtete ihren ersten Uni-Tag. Die akademisch vorgebildeten Studierenden aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und anderen Ländern werden zunächst mit dem Vorbereitungsstudium ‚Integra‘ auf ein anschließendes Fachstudium an einer der vier Hochschulen des Bundeslands Bremen vorbereitet. Auf dem Lehrplan stehen neben der Weiterbildung in Deutsch auch Vorlesungen zu den Fächern, welche die Geflüchteten anschließend studieren möchten.
nwzonline.de, stadtreporter.de

Ability4refugees: Hilfsmittelbörse für Geflüchtete mit Handicap

In Deutschland ist es für Geflüchtete mit Behinderung oft schwer, geeignete Hilfsmittel wie Rollstühle, Gehhilfen oder Hörgeräte zu bekommen. Das Gesetz sieht in der Regel nur eine akute medizinische Versorgung vor. Ability4refugees will deshalb für diese Menschen Hilfsmittel vermitteln.

Ability4refugees ist ein Projekt der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und der Andreas-Mohn-Stiftung und wurde bisher nur via Facebook angeboten. Nun gibt es für das Projekt auch eine eigene Website, auf der Hilfsmittel in den Kategorien Kommunikation, Wohnen und Mobilität angeboten oder gesucht werden können. Die Hilfsmittel müssen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
ability4refugees.de via kobinet-nachrichten.org

Kultur macht stark: Knapp 20.000 junge Geflüchtete haben teilgenommen

Mit „Kultur macht stark" fördert das Bundesbildungsministerium kulturelle Bildungsangebote außerhalb der Schule für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Dazu gehören Musikunterricht, Theateraufführungen und Museumsbesuche.

Aufgrund des verstärkten Zuzugs von geflüchteten Menschen im Sommer 2015 wurde in dem Programm verstärkt zu Maßnahmen für geflüchtete Kinder und Jugendliche aufgerufen, an denen bisher schon 19.873 junge Geflüchtete teilgenommen haben.

Das Programm „Kultur macht stark" läuft noch bis Ende 2017, insgesamt stellt das BMBF dafür bis zu 230 Millionen Euro bereit.
bmbf.de

Göttingen: 18 Wohnungen für Geflüchtete

Die Städtische Wohnungsbau Göttingen hat einen dreistöckigen Neubau mit 18 Wohnungen errichtet, die von der Stadt für fünf Jahre angemietet werden und in denen geflüchtete Menschen untergebracht werden. Die Stadt Göttingen betreut in ihren Unterkünften laut dem „Göttinger Tageblatt“ derzeit 1.442 Geflüchtete. Seit 2013 hat die Stadt 2.214 Asylsuchende aufgenommen.
goettinger-tageblatt.de

BMI: 2015-er Flüchtlingszahlen deutlich nach unten korrigiert

Im vergangenen Jahr kamen deutlich weniger geflüchtete Menschen nach Deutschland als bislang kommuniziert. Statt der bisher veröffentlichten Zahl von 1,1 Millionen waren es im vergangenen Jahr etwa 890.000 Asylsuchende, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière vor einigen Tagen bekanntgab.

Die Differenz ergebe sich vor allem aus Mehrfachmeldungen, da Asysuchende mit dem EASY-System nur anonymisiert verteilt werden und dort ausschließlich nach den die Kriterien „Herkunftsland" und „Zielort" erfasst werden. Auch spätere Weiter- oder Rückreisen bleiben in EASY unberücksichtigt.
bmi.bund.de

Entzug der Arbeitserlaubnis: Baufirma streikt für afghanischen Mitarbeiter

2016-10-01-strasser-224x300Vor sechs Jahren kam Tavus Qurban als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland, seit bereits viereinhalb Jahren ist er ohne Unterbrechung bei der oberbayerischen Firma Strasser als Bauarbeiter tätig. „Engagiert, stets arbeitswillig und mit großen Fleiß hat er seitdem Deutsch gelernt und sich gut eingearbeitet. Inzwischen ist Tavus Qurban voll im Unternehmen integriert. Er bezahlt seine eigene Mietswohnung, führt Steuern und Krankenversicherung ab, so wie jeder andere berufstätige deutsche Mitbürger“, schreibt die Firma. Doch nun entzieht ihm das Landratsamt Altötting zum 1. Oktober die Arbeitserlaubnis. Schon ab der kommenden Woche darf er nicht mehr auf der Baustelle erscheinen.

Begründung der Behörde: Tavus Qurban habe nicht ausreichend mitgewirkt, seine Papiere zu beschaffen. Qurban war 2010 ohne Geburtsurkunde nach Deutschland gekommen. Gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ beschreibt Tavus Qurban die Situation wie folgt: „Ich habe das versucht, aber die afghanische Botschaft stellt mir keine Geburtsurkunde aus. Die bekommt man nur noch in Afghanistan selbst. Wer aber soll das dort für mich machen? Meine ganze Familie lebt jetzt in Australien.“ Auch sein Arbeitgeber bestätigt, dass mehrere Termine beim afghanischen Konsulat keinen Erfolg gebracht hätten. Ihm werde nur ein afghanischer Pass angeboten, was aus Sicht der Firma wohl einer Abschiebung nach Afghanistan gleichkäme.

Tavus versteht die Welt nicht mehr. Er möchte in Deutschland bleiben, hat hier Arbeit und eine neue Zukunft gefunden. Selbst wenn er keine weitere Aufenthaltsgenehmigung erhält, nach Afghanistan will er nie mehr zurück. Seine ganze Familie ist inzwischen von dort geflohen. Und auch sein Arbeitgeber will den guten Mitarbeiter nicht verlieren. „Dass Tavus das Unternehmen verlassen soll, werden wir nicht akzeptieren“, sagt Firmenchef Stefan Birnbacher der „Welt“. „Wir in der Firma brauchen Leute wie ihn. Ich kann viele Stellen nicht besetzen, weil wir keine Leute finden, die auf dem Bau arbeiten wollen.“

Aus diesem Grund hat sich die Firma über eine Pressemitteilung sowie über einen Facebook-Post an die Öffentlichkeit gewandt und gestern aus Protest gegen den Entzug der Arbeitserlaubnis für Tavus Qurban auf allen 30 Baustellen von 10 bis 12 Uhr die Arbeit niedergelegt. „Wir stehen hinter Tavus! Für uns ist nicht nachvollziehbar, dass voll integrierte Flüchtlinge, die inzwischen Jahre bei uns tätig sind und niemanden mehr auf der Tasche liegen, abgeschoben werden“, schreibt die Firma auf Facebook. „Wir haben unseren Beitrag als mittelständisches Unternehmen zum Thema Integration geleistet – nun erwarten wir dasselbe von den Behörden und fordern daher: endlich einen Pass und eine uneingeschränkte Arbeitserlaubnis für Tavus!“
welt.de, ovb-online.de, sueddeutsche.de (Interview mit Tavus Qurban)

Leipzig: Wegweiser für Engagement in der Flüchtlingshilfe

Die Stadt Leipzig hat mit dem Wegweiser „Ehrenamtliches Engagement in der Leipziger Flüchtlingshilfe“ eine Übersicht über ehrenamtlich getragene Angebote für Geflüchtete und konkrete Möglichkeiten zur Beteiligung erstellt. Zudem werden darin Infos über die Annahme von Sachspenden vermittelt und Unterstützungsmöglichkeiten für Freiwillige vorgestellt. Der Wegweiser richtet sich somit an alle, die sich bereits für ein Zusammenleben mit Geflüchteten engagieren oder dies noch tun möchten und soll zur Vernetzung und Kooperation anregen.
leipzig.de (Wegweiser als PDF)

Großes Interesse der Kommunen am BMBF-Koordinatorenprogramm

Schon 80 Prozent der insgesamt 402 antragsberechtigten Kreise und kreisfreien Städte haben sich laut Bundesbildungsministerin Johanna Wanka um die Finanzierung von Koordinatoren beworben, die Bildungsangebote für geflüchtete Menschen aufeinander abstimmen. Rund 190 Anträge seien bereits bewilligt worden.

Das Bundesbildungsministerium (BMBF) finanziert kommunale Koordinatoren mit bis zu 60 Millionen Euro. Die Stellen sind zunächst auf zwei Jahre begrenzt. Kreise und kreisfreie Städte können je nach Einwohnerzahl bis zu drei Stellen beantragen.
bmbf.de

KVB bildet Geflüchtete zu Busfahrern aus

KVB

13 Geflüchtete aus Syrien, Afghanistan, Ägypten, dem Iran und dem Irak haben jetzt eine Ausbildung zum Busfahrer bei den Kölner Verkehrs-Betrieben (KVB) begonnen. Diese erfolgt in enger Kooperation mit der Agentur für Arbeit Köln, dem Jobcenter sowie dem Bildungswerk Verkehr Wirtschaft Logistik Nordrhein-Westfalen.

Die Ausbildung dauert insgesamt rund ein Jahr und beginnt mit einem sechs bis neun Wochen dauernden Sprachkurs. Anschließend machen diejenigen, die ihn noch nicht haben, den Führerschein der Klasse B. Danach folgt die Qualifizierung zum Busfahrer (Führerschein Klasse D) mit einer Abschlussprüfung vor der IHK. Wer sie bestanden hat, macht drei Monate lang ein Praktikum bei der KVB und hat dann die Chance auf eine unbefristete Festanstellung als Busfahrer.
kvb-koeln.de

Evangelische Journalistenschule bildet geflüchtete Journalisten aus

Gestern ist das Projekt „Amal, Berlin!“ („Hoffnung, Berlin!“) in der Evangelischen Journalistenschule gestartet. Zehn geflüchtete Journalistinnen und Journalisten aus Syrien, Afghanistan, Iran und Palästina werden für die Arbeit in Deutschland vorbereitet. Der zweimonatige Workshop befasst sich mit den rechtlichen, ethischen, handwerklichen und wirtschaftlichen Besonderheiten des Journalismus in Deutschland.

Im Praxisteil der Weiterbildung wird ein Online-Newsletter entwickelt, der Nachrichten aus Berlin auf Arabisch und Farsi über das Smartphone verbreitet. Voraussichtlich Anfang 2017 wird der Newsletter an den Start gehen, der für Neuangekommene die Funktion einer Lokalzeitung übernehmen soll.
ekd.de, amalberlin.net

Tagesspiegel-Interview mit der Integrationsbeauftragten Aydan Özoğuz

Staatsministerin Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und eine der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD, spricht in einem lesenswerten Interview mit dem „Tagesspiegel“ über die Integration von Geflüchteten, ihre Forderungen an die Wirtschaft, die Wahlerfolge der AfD und Störfeuer aus der Regierungskoalition.

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„Wenn aus einer Regierungspartei heraus gesagt wird, eigentlich wolle man gar nicht, dass Flüchtlinge sich integrierten, dann macht das alle Mühe geradezu absurd.“

Aydan Özoğuz, Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.
tagesspiegel.de

Stuttgart: Neue Info-Plattform für Geflüchtete und Ehrenamtler

Die neue Website fluechtlinge.stuttgart.de (auch zu erreichen unter refugees.stuttgart.de) bietet zentral gebündelt Informationen für geflüchtete Menschen, ehrenamtliche Engagierte sowie für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Geflüchtete können sich in deutscher, englischer und arabischer Sprache beispielsweise über das Asyl- und Anerkennungsverfahren informieren und finden darüber hinaus viele Hinweise und Links rund um das Leben in Deutschland und speziell in Stuttgart.

Vielfältig ist auch das Themenfeld für ehrenamtlich Engagierte und für Menschen, die sich künftig in der Arbeit mit Geflüchteten einbringen möchten. Helferinnen und Helfer entscheiden selbst, ob sie eine länger- oder kurzfristige Verpflichtung eingehen und wie sie ihre Mitarbeit gestalten wollen. Wer sich engagieren möchte, findet auf der Webseite konkrete Informationen über Zeit-, Geld- und Sachspenden.

Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger finden auf der neuen Online-Plattform in Bereichen wie „Flüchtlingssituation“, „Soziale Integration“ und „Wohnraum für Flüchtlinge“ umfangreiche Infos, um sich ein Bild über die Situation der Geflüchteten in ihrer Stadt sowie über den „Stuttgarter Weg" in der Flüchtlingspolitik zu machen.
fluechtlinge.stuttgart.de

Tagesspiegel lässt geflüchtete Journalisten zu Wort kommen

Der Berliner „Tagesspiegel“ hat in Kooperation mit dem Internationalen Journalisten- und Mediendialogprogramm der Friedrich-Naumann-Stiftung ein Projekt entwickelt, das geflüchteten Journalisten eine eigene Stimme verleihen soll. 30 von ihnen tauschen sich seit Juni regelmäßig in Workshops mit Redakteuren aus und bereiten eine Tagesspiegel-Sonderausgabe vor, die überwiegend von den geflüchteten Journalisten geschrieben und gestaltet wird und am 15. Oktober erscheinen soll.
tagesspiegel.de

Estrel Berlin: Zweite Jobmesse angekündigt

Nach dem Erfolg der Erstauflage im Februar dieses Jahres mit über 5.000 Teilnehmern und 211 Ausstellern wird das Estrel Berlin am 25. Januar 2017 eine Neuauflage der Jobbörse für Geflüchtete und Migranten veranstalten.

Die Jobbörse, die wieder zusammen mit der Agentur für Arbeit Berlin Süd und Berlin Partner initiiert wird, möchte arbeitsberechtigte Geflüchtete in einen direkten Dialog mit Unternehmen und Bildungseinrichtungen bringen. Die Messebesucher können sich sowohl über Ausbildungsangebote und Jobchancen informieren, als auch Auskünfte zu Arbeits- und Ausbildungsstrukturen erhalten.
estrel.com, jobboerse-estrel.de

Bericht: Keine Wohnsitzauflage für Geflüchtete in Niedersachsen

Niedersachsen verzichtet auf eine Anwendung der umstrittenen Wohnsitzauflage für Geflüchtete mit anerkanntem Asylanspruch, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf das niedersächsische Innenministerium. Dieses habe kürzlich einen entsprechenden Erlass an die Ausländerbehörden des Landes verschickt. Damit dürfen die Menschen ihren Wohnort nach Anerkennung des Asylantrags - anders als in Baden-Württemberg oder Bayern - in Niedersachsen frei wählen. Auch Rheinland-Pfalz lehnt die Wohnsitzauflage ab. Andere Bundesländer streiten noch um die Umsetzung.
presseportal.de

Multimilliardär investiert in Flüchtlingshilfe

Mit einer überraschenden Ankündigung meldete sich jüngst Hedgefonds-Manager George Soros zur Wort. In einem Gastbeitrag im „Wall Street Journal“ kündigte er an, 500 Millionen US-Dollar in „Start-ups, etablierte Firmen sowie soziale Initiativen und Unternehmen, die von Migranten und Geflüchteten gegründet wurden“ zu investieren. Dabei hat der Multimilliardär (geschätztes Vermögen: rund 25 Milliarden Dollar) offenbar vor allem Europa im Blick und hofft auf andere Investoren, die seinem Beispiel folgen. Wir auch.
welt.de

Österreich: Muslimische Flüchtlingsorganisation geplant

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) plant die Gründung einer Flüchtlingsorganisation, die parallel zu Caritas und Diakonie z.B. Unterkünfte bereitstellen und Asylwerber versorgen soll, um so auch staatliche Institutionen und NGOs zu entlasten. Die IGGiÖ verknüpft die Ankündigung mit einer Forderung an die Politik zur finanziellen Unterstützung, da die Moscheen diese Arbeit laut Präsident Ibrahim Olgun nicht allein durch ihre Mitgliedsbeiträge finanzieren können.
derstandard.at, islamiq.de

Katholische Jugend: Aktionsjahr für die Integration von Geflüchteten

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) setzt sich gemeinsam mit seinen Mitglieds- und Diözesanverbänden für die Integration von Geflüchteten und gegen Menschenfeindlichkeit ein. Unter dem Motto „Zukunftszeit. Gemeinsam für ein buntes Land“ beginnt am heutigen Freitag ein Aktionsjahr.

Viele Jugendverbandsgruppen engagieren sich schon stark in der Flüchtlingshilfe oder gegen Rechtsextremismus. Zukunftszeit soll dieses Engagement sichtbarer machen und weitere Aktionen anstoßen. Um ein Zeichen zu setzen, sollen dabei bis zur Bundestagswahl im September 2017 mit möglichst vielen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland 35.000 Stunden des Engagements für die Integration von Geflüchteten und gegen Menschenfeindlichkeit gesammelt werden. 35.000 Stunden entsprechen etwa vier Jahren, der Dauer einer Legislaturperiode des Deutschen Bundestags.

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„Der Widerstand gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus ist für uns als Christinnen und Christen Pflicht und Auftrag zugleich.“

Lisi Maier, Bundesvorsitzende der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
bdkj.info

Dresden: Psychosoziales Zentrum für Geflüchtete eröffnet

In Dresden wurde vor wenigen Tagen ein psychosoziales Zentrum für seelisch belastete Geflüchtete eröffnet. Es ist als zentrale Anlaufstelle für diese Menschen gedacht und soll sie beraten und an Fachärzte vermitteln. Zudem sollen haupt-und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer geschult und sensibiliert werden. Auch in Leipzig gibt es bereits ein solches Zentrum.
mdr.de, medienservice.sachsen.de

Krefeld: Jugendliche Paten unterstützen geflüchtete Minderjährige

Mit dem neuen Projekt „I go, You go, We go" der Union der türkischen und islamischen Vereine in Krefeld und Umgebung soll geflüchteten Kindern und Jugendlichen die Orientierung und Integration in ihrer neuen Heimat erleichtert werden. 30 Jugendliche haben sich laut der „Rheinischen Post“ bereits als Paten zur Verfügung gestellt, um den jungen Geflüchteten zum Beispiel bei den Hausaufgaben zu helfen oder einfach nur Freizeit mit ihnen zu verbringen.
rp-online.de

FH Lübeck startet Deutschkurse für Geflüchtete

Mit Unterstützung durch das Programm „Integra“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und in der Projektträgerschaft des Deutschen Akademischen Austauschdienstes in Bonn (DAAD) führt das Sprachenzentrum der Fachhochschule Lübeck zwei studienvorbereitende Deutschkurse für Geflüchtete durch.

Anfang September hat der erste der beiden Deutschkurse begonnen. Er bereitet 13 junge Menschen aus Syrien, dem Iran, dem Irak und aus dem Jemen, die bereits eine Hochschulzugangsberechtigung (HZB) haben, sprachlich auf das Studium vor. Einige Teilnehmende werden ihr Studium schon im kommenden Wintersemester 2016/ 2017 aufnehmen und sind bereits eingeschrieben. Ein weiterer Deutschkurs für Geflüchtete, ebenfalls mit Hochschulzugangsberechtigung, wird semesterbegleitend ab Oktober bis Ende Januar 2017 angeboten.
fh-luebeck.de

Fahum: Fortschrittliche Übersetzungs-App für arabisch sprechende Geflüchtete

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat in Zusammenarbeit mit seiner Spin-off Firma Yocoy die Übersetzungs-App Fahum entwickelt, die es arabisch sprechenden Geflüchteten ermöglicht, schnell und effizient mit Deutschsprechern zu kommunizieren, was den Dialog beispielsweise mit Behörden, auf der Straße oder beim Einkaufen erleichtern soll.

Im Gegensatz zur Google-Übersetzung werden nach Angaben der Entwickler dank der sogenannten ACT-Technologie (Always Correct Translation) die relevanten Dialoge garantiert korrekt übersetzt. Dies geschieht nämlich nicht Wort für Wort, sondern über flexible Dialog-Bausteine, die es den Gesprächspartnern erlauben, ihre Fragen, Gedanken und Informationen in der eigenen Muttersprache einzugeben und die Antworten dann wieder in dieser zu erhalten – in geschriebener oder gesprochener Form.

Die App bietet außerdem Links zu vielen wichtigen flüchtlingsrelevanten Informationen auf Arabisch, die auf dem Fahum-Webportal bereitgestellt sind. Bei der Übersetzung und Auswahl der Themengebiete und Inhalte haben syrische Studenten, Geflüchtete und andere freiwillige Muttersprachler geholfen.

Erweitert werden die Dialoge über Lexika und die Möglichkeit, Fotos zu machen und einzubinden. Großen Wert haben die Entwickler auf die Tonalität gelegt. Dialoge können auch als Sprachdateien abgespielt werden.

Die Technologiestiftung Berlin und der Rotary Club Hamburg-Walddörfer haben die Entwicklung unterstützt. Das Ziel ist nun, dass die App möglichst große Verbreitung findet, damit Geflüchtete Hilfe und Erleichterung bei der Überwindung der Sprachbarrieren finden. Zudem sollen weitere Unterstützer gewonnen werden, um die Dialoge zu erweitern und die App auch für andere Sprachen wie Urdu, Paschtu und Farsi anbieten zu können.
dfki.de, play.google.com (App für Android), itunes.apple.com (App für iOS)

TÜV Nord: Führerscheinprüfung bald auch auf Arabisch möglich

Ab dem 4. Oktober kann die theoretische Führerscheinprüfung in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Bremen und Schleswig-Holstein auch auf Hocharabisch auf dem Prüfungs-PC abgelegt werden. Alle vier Bundesländer, in denen der TÜV Nord als Prüforganisation tätig ist, haben diese Prüfungssprache zugelassen. Die erforderlichen Softwareupdates wurden auf alle Theorie-Standorte verteilt und die Fahrerlaubnisprüfer auf die Umsetzung entsprechend vorbereitet.
tuev-nord-group.com

UNICEF: Fast 50 Millionen Kinder sind entwurzelt

 

UnicefDas UN-Kinderhilfswerk UNICEF hat den Report „Uprooted“ veröffentlicht, der erstmals alle verfügbaren Informationen zu Flucht und Migration von Kindern zusammenträgt. Demnach sind fast 50 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit in Folge von Flucht und Migration entwurzelt – mehr als die Hälfte von ihnen (28 Millionen) wurden durch Konflikte aus ihrem Zuhause vertrieben.

Die Kinder und Jugendlichen, die oft traumatischen Situationen von Konflikt und Gewalt entkommen sind, sind auf der Flucht großen Risiken ausgesetzt: der Gefahr, bei der Bootsüberfahrt zu ertrinken, an Hunger und Durst zu sterben und Opfer von Menschenhandel, Kidnapping, Vergewaltigung oder Mord zu werden. In den Transit- und Zielländern begegnet ihnen häufig Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung. Trotzdem ist die Not der Familien in ihren Herkunftsländern häufig so groß, dass ihnen keine andere Wahl bleibt, als diese Gefahren in Kauf zu nehmen.

Unter 18-Jährige stellen nur rund ein Drittel der Weltbevölkerung, aber die Hälfte der Flüchtlinge. Rund 45 Prozent aller Flüchtlingskinder unter dem Mandat des UN-Flüchtlingskommissariats (UNHCR) kamen 2015 aus Syrien und Afghanistan. Immer mehr Kinder und Jugendliche verlassen ihre Heimat allein, ohne den Schutz der Eltern: 2015 haben über 100.000 sogenannte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in 78 Ländern Asyl beantragt – das sind drei Mal so viele wie 2014.

Während die Türkei die größte Zahl an Flüchtlingen weltweit aufgenommen hat, beherbergt der Libanon die meisten Flüchtlinge pro Einwohner. Gemessen an ihrer Wirtschaftskraft haben hingegen die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien und Pakistan die meisten Flüchtlinge zu versorgen.

In dem Bericht „Uprooted“ setzt sich UNICEF für sichere und legale Zuzugsmöglichkeiten ein. Migration könne sowohl für die Kinder als auch für die Gesellschaften, in die sie zuwandern, große Chancen bieten. Einer Analyse zufolge zahlen Migranten in Ländern mit hohem Einkommen mehr Steuern und Sozialleistungen, als sie erhalten, füllen Lücken im Arbeitsmarkt und tragen zu Wirtschaftswachstum und Innovationen bei.

Vor den beiden Weltgipfeln zu Flucht und Migration am 19. und 20. September bei den Vereinten Nationen in New York hat UNICEF sechs Forderungen die Regierungen formuliert.
unicef.de (Zusammenfassung mit Forderungen) unicef.de (Report als PDF)

No Stranger Place: Fotoserie zeigt gelebte Integration

Anlässlich des Jahrestages der Ereignisse vom 4. September 2015 hat das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Kooperation mit dem renommierten Dokumentarfotografen Aubrey Wade das Fotoprojekt „No Stranger Place“ ins Leben gerufen. Es zeigt in 14 Familienporträts Menschen in Deutschland, Österreich und Schweden, die Geflüchtete bei sich aufgenommen haben und erzählt deren Geschichten. Es sind Berichte von Solidarität, Mitgefühl und Freundschaft, die dem großen zivilgesellschaftlichen Engagement des letzten Jahres ein Gesicht geben.
unhcr.de

Brandenburg übernimmt Geflüchtete aus Berlin

Um die Erstaufnahmeeinrichtungen in der Hauptstadt zu entlasten, sollen ab Oktober neu in Berlin ankommende Geflüchtete in Brandenburg unterbracht werden. Ein entsprechender Beschluss der Brandenburger Landesregierung sei für den heutigen Dienstag geplant, berichtet der rbb. Den Anfang sollen knapp tausend Geflüchtete machen, die in eine Erstaufnahmeeinrichtung in Wünsdorf (Teltow-Fläming) ziehen. Das Land Berlin werde die Kosten für die Unterbringung und Verpflegung der Menschen übernehmen und die Beschulung der Kinder finanzieren.
rbb-online.de

HWR Berlin: Gasthörerschaft für Geflüchtete

Im Oktober 2016 startet das neue GasthörerInnen-Programm für Geflüchtete „JUST - Join Us and Study“ an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin. Das Spektrum der Seminare reicht von Wirtschaftsdeutsch für Anfänger über Marketing und Mathematik bis zu Themen rund um Menschenrechte und interkulturelle Kommunikation.

Die kostenlose Teilnahme an den ausgewählten Lehrveranstaltungen in deutscher und englischer Sprache ist für Geflüchtete, die in Berlin leben, auch dann möglich, wenn sie noch keine Zusage für einen regulären Studienplatz erhalten haben.

Interessierte können sich zudem in den Sprechstunden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentralen Studienberatung am Campus Schöneberg und am Campus Lichtenberg individuell beraten lassen. Das Programm wird vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) gefördert.

Am 22. September wird die Studienberatung im Rahmen einer Infoveranstaltung Auskünfte zum Kursangebot und den Anmeldemodalitäten erteilen.
idw-online.de

EKD-Studie: Steigende Hilfsbereitschaft in Deutschland

Die Zahl der in der Flüchtlingshilfe Engagierten ist von November 2015 (10,9 Prozent) bis Mai 2016 (11,9 Prozent) weiter gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland, für die zwischen November 2015 und August 2016 in vier Befragungswellen jeweils 2.000 bzw. 1.000 Deutsche befragt wurden.

Weitere Erkenntnisse der Befragungen: Drei von vier Deutschen können sich laut der Erhebung einen persönlichen Beitrag zur Flüchtlingshilfe vorstellen und knapp zwei Drittel der Bevölkerung haben inzwischen bereits eigene Erfahrungen im Kontakt zu Geflüchteten gemacht.
ekd.de, ekd.de (Studie als PDF)

Darmstadt: Bildungs- und Beratungsprojekt für geflüchtete Frauen

Das nun vorgestellte städtisch geförderte Bildungs- und Beratungsprojekt „FriDa – Geflüchtete Frauen – Respekt und Integration in Darmstadt“ des Frauenkompetenzzentrums richtet sich an Frauen und Mütter, die sich in einem Asylverfahren befinden oder einen Antrag auf Asyl in Deutschland stellen wollen und qualifiziert in das Berufsleben einsteigen möchten.

Die Schwerpunkte liegen dabei in der Förderung der Sprachkompetenz sowie der individuellen Begleitung für die beruflichen Perspektiven der Frauen. Durch Beratungs- und Qualifizierungsangebote soll die Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt verbessert werden.

Für die Bewohnerinnen der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete der Darmstädter Außenstelle Michaelisstraße sind ebenfalls Zugangsmöglichkeiten zu „FriDa“ geplant. Als Voraussetzung zur Teilnahme am Projekt sind lediglich Grundkenntnisse der deutschen oder englischen Sprache sowie ein Schulabschluss nötig. Für die Teilnehmerinnen ist das Projekt kostenfrei.
darmstaedter-tagblatt.de, darmstadt.de, femkom.de

#WithRefugees: Petition geht an Regierungen weltweit

Mehr als 700.000 Menschen haben bereits die Petition #WithRefugees des UNHCR unterschrieben. Sie wird am 19. September vor dem UN-Weltgipfel zu Flüchtlingen und Migranten an die UN-Zentrale in New York übergeben.

Mit der Petition werden Regierungen dazu aufgerufen, sicherzustellen, dass jedes Flüchtlingskind eine Ausbildung erhält, jede Flüchtlingsfamilie an einem sicheren Platz leben kann und jeder Geflüchtete die Möglichkeit hat, zu arbeiten oder einen Beruf zu erlernen, um einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können.

Weitere Unterzeichner sind natürlich herzlich willkommen!
unhcr.org

Übersichtskarte: Über 500 Integrationsprojekte für Geflüchtete

Auf der Landkarte der kürzlich von der Bundesregierung gestarteten Website „Deutschland kann das“ (wir berichteten) finden sich inzwischen mehr als 500 Projekte, die sich für die Integration von Geflüchteten in Deutschland einsetzen.

Die regelmäßig aktualisierte Projektkarte bietet einen räumlichen Überblick, wo in Deutschland Menschen für Integration aktiv sind. Die Übersicht erhebt aber keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Rote Markierungen zeigen Projekte an, bei denen man mitmachen kann, blaue stehen für andere interessante Initiativen. Neue Projekte können über dieses Kontaktformular gemeldet werden.
deutschland-kann-das.de

Dresden: Integrationspreis für Ehrenamtliche

Die Stadt Dresden will mit einem Integrationspreis erfolgreiches Engagement für die Integration von Asylsuchenden und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der sächsischen Landeshauptstadt auszeichnen. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und soll am 20. Dezember vergeben werden.

Noch bis zum 2. Oktober können Bewerbungen und Vorschläge bei der Stadt eingereicht werden. Gesucht werden vorbildliche Aktivitäten des interkulturellen Engagements, die einen nachhaltigen Beitrag für ein vielfältiges, weltoffenes und solidarisches Miteinander in der Dresdner Stadtgesellschaft leisten.

Mit dem Dresdner Integrationspreis können Initiativen, Vereine, Verbände und Unternehmen ausgezeichnet werden, die im besonderen Maße Verantwortung übernehmen.
dnn.de, dresden.de

Aktion Deutschland Hilft: Zwischenbilanz zur Flüchtlingshilfe

Vor einem Jahr rief das Nothilfebündnis Aktion Deutschland Hilft zu Spenden für geflüchtete Menschen weltweit auf. Vom bisherigen Spendeneingang in Höhe von 21,3 Millionen Euro entfallen 4,1 Millionen auf Deutschland.

Mit den Spendengeldern für die Flüchtlingshilfe weltweit wurden mehrheitlich Projekte für aus Syrien Geflohene und auch für Binnenflüchtlinge im Nordirak finanziert. Zudem lag der Fokus auf Krisenregionen in Afrika wie Kongo, Tschad, Somalia und Südsudan. Neben der Versorgung mit Hilfsgütern geht es dabei vor allem um Strukturhilfe und medizinische Versorgung.

Von den Spendengeldern wurden bislang mit knapp 3 Millionen Euro Projekte in Deutschland gefördert. Hier liegt der Schwerpunkt auf Integrationsmaßnahmen wie der Unterstützung von Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und der Sprachförderung in Kindertagesstätten und Schulen.
aktion-deutschland-hilft.de

Asylplus: Neue Lernzentren im Landkreis München

Der Verein Asylplus, der Geflüchteten Zugang zu computergestütztem Deutschlernen und anderen integrationsfördernden Themenbereichen bietet, richtet mit Unterstützung des Landkreises München neue Lernzentren in Städten und Gemeinden des Kreises ein.

Asylplus stellt dafür bis zu 200 Chromebooks zur Verfügung, die der Verein im Rahmen des Project Reconnect, einer Initiative der Google Stiftung für Geflüchtete in Deutschland, erhalten hat. Die ersten 130 Geräte wurden bereits an die Gemeinden Gräfelfing, Haar, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Kirchheim, Oberhaching, Putzbrunn, Unterföhring und Unterschleißheim ausgeliefert; weitere Auslieferungen sollen in Kürze erfolgen.

Aus der zunächst lokalen Initiative ist eine deutsche Erfolgsgeschichte geworden: Asylplus hat bundesweit inzwischen mehr als 70 Lernzentren mit mehr als 700 Computern ausgestattet, den weitaus größten Teil davon in Bayern.
landkreis-muenchen.de

Frauen iD: Kulturelle Projekte mit geflüchteten Frauen

Das Paritätisches Bildungswerk kann ab sofort bis Ende 2017 Kulturmaßnahmen mit geflüchteten Frauen im Alter von 18-26 Jahren mit insgesamt 600.000 Euro fördern. Es handelt sich um Fördermittel, die im Auftrag des Bundesbildungsministeriums im Programm "Kultur macht stark" vergeben werden.

Unter dem Titel „Frauen iD" (Frauen in Deutschland) können regionale Bündnisse für Bildung, die aus mindestens drei Partnerorganisationen bestehen, Anträge stellen. Ziel ist es, das Selbstwertgefühl und die Selbstlernkompetenzen der geflüchteten Frauen in Deutschland durch kulturelle Bildungsangebote zu fördern. Gefördert werden Kulturangebote aus allen Sparten wie Malerei, Theater, Musik, Tanz und angewandte Kunst.
presseportal.de, b-paritaet.de

Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen

Unterkünfte für geflüchtete Menschen bergen durch das Zusammenleben von Personen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Sprachen, dem engen Zusammenleben, der oftmals mangelnden Privatsphäre, der Unsicherheit über den Aufenthaltsstatus und weiterer Faktoren Konfliktpotentiale. Zudem sind Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und rechtsradikal motivierte Straftaten traurige Realität.

Aus diesem Grund haben der ASB Regionalverband Münsterland und der ASB NRW die Broschüre „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“ entwickelt und stellen diese ab sofort zur Verfügung. Der Gewaltschutz geht dabei über das Eingreifen bei tatsächlichen Tätigkeiten hinaus und beinhaltet unter anderem ein Konzept zur Raumaufteilung und ein Bekenntnis zu einem harmonischen und respektvollen Umgang innerhalb der Einrichtung. Die Broschüre enthält daher auch Empfehlungen für präventive Maßnahmen. Sie kann hier als PDF heruntergeladen werden. Gedruckte Einzelexemplare können (solange der Vorrat reicht) kostenfrei bestellt werden beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW, per E-Mail: velte@asb-nrw.de

Ergänzend zur Broschüre wurden vom ASB NRW mit Unterstützung des ASB Regionalverbands Münsterland auch Empfehlungen und Dokumente für Willkommensmappen erarbeitet, die Geflüchteten die Orientierung in einer Einrichtung und in der deutschen Gesellschaft erleichtern und für mehr Transparenz sorgen sollen. Die Dokumente sind in den Sprachen Albanisch, Arabisch, Dari, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Russisch und Serbisch verfasst. Der Download ist auf der Website des ASB NRW möglich.
asbnrw.de

Italien: Geflüchtete spenden für Erdbebenopfer

Aus der Katastrophenregion in Zentralitalien, die bis heute leider immer noch von zahlreichen Nachbeben erschüttert wird und in der nach aktuellem Stand mindestens 267 Menschen ihr Leben verloren, gibt es zum Glück auch einige mutmachende Meldungen. Die Rettung der zehnjährigen Giorgia, die nach 16 Stunden lebend aus den Trümmern geborgen werden konnte, gehört ebenso dazu wie der unermüdliche Einsatz der Retter und Helfer trotz der weiterhin akuten Gefahrenlage.

Und dann haben wir auch die folgende berührende Geschichte entdeckt, die zeigt, wie Menschen zusammenhalten, wenn es wirklich darauf ankommt: Etwa 75 Geflüchtete, die im süditalienischen Gioiosa Ionica leben, wollen dem Land, in dem sie sich willkommen fühlen, etwas zurückgeben und spenden einen Teil ihres knappen Taschengelds.
metro.co.uk

TU Dresden: Fachtag zum Deutschunterricht mit Geflüchteten

Heute findet der erste Fachtag „Deutsch von Anfang an für Flüchtlinge fördern“ an der TU Dresden statt. Dabei werden sich über 80 Fachwissenschaftler, professionelle Lehrkräfte sowie ehrenamtliche Sprachvermittler aus ganz Deutschland zur Spezifik des Deutschunterrichts mit Geflüchteten austauschen.

Die Teilnehmer wollen damit zum einen Fachwissen koordinieren, Schnittstellen zwischen Ehrenamt und fundiertem Unterricht in den Fächern Deutsch als Fremdsprache bzw. Deutsch als Zweitsprache professionalisieren, aber auch neue Forschungsfragen aufdecken.
tu-dresden.de

Freiburg: Wohnprojekt für Geflüchtete und Studierende

Studentinnen und Studenten, die in Freiburg ein günstiges Zimmer suchen und sich zudem für Geflüchtete engagieren wollen, können jetzt beides miteinander verbinden. Denn die Stadt hat zusammen mit dem Studierendenwerk ein interessantes Wohnprojekt gestartet.

Das Prinzip: Studierende wohnen für relativ kleines Geld in vollmöblierten WGs in einer gemeinsamen Wohnanlage mit Geflüchteten und engagieren sich im Gegenzug in Projekten mit Geflüchteten wie zum Beispiel Tandempartnerschaften, Sportangeboten oder Deutschkursen.

Interessierte Studentinnen und Studenten können sich ab sofort für das Wohnprojekt bewerben.
badische-zeitung.de, swfr.de (Infos und Bewerbung)

Berlin: Mehr Geld zur Förderung von Kursen für Geflüchtete

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft stellt zusätzliche Mittel für die Förderung von Kursen für Geflüchtete an den Studienkollegs der Technischen Universität und der Freien Universität bereit. Rund 285.000 Euro werden zugesichert, die sich zu etwa gleichen Teilen auf die beiden Universitäten aufteilen. Mit der Förderung sollen zwei bzw. bei entsprechender Nachfrage vier weitere Kurse für Geflüchtete an den Studienkollegs finanziert werden.
berlin.de

Qualifizierung für Geflüchtete: Einstieg in die Lebensmittelindustrie

Ab November bietet das KIN-Lebensmittelinstitut in Neumünster einen einjährigen Lehrgang zum „Qualifizierten Lebensmittelpraktiker“ an. Dieses deutschlandweit einmalige Projekt soll Geflüchteten praxisorientierte und branchenübergreifende Grundfertigkeiten für die Industrie vermitteln und so den Einstieg in eine Berufsausbildung erleichtern.

Dabei wechseln sich theoretische Schulungen und industriebezogene Sprachkurse mit Praxisphasen in Betrieben ab. Bewerben können sich Geflüchtete im Alter von 18 bis 25 Jahren mit Sprachkenntnissen der Stufe B1.

Zum Projektstart sucht das KIN bundesweit noch Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie, die den Teilnehmern einen Praktikumsplatz anbieten.
gastro.de, kin.de

GZSZ castet Geflüchtete aus Syrien

Sieben Schauspielerinnen und Schauspieler aus Syrien haben sich bei einem Casting für die RTL-Soap „Gute Zeiten, schlechte Zeiten" bei der UFA in Potsdam-Babelsberg vorgestellt und wurden beim Vorsprechen von den GZSZ-Darstellern Wolfgang Bahro, Ulrike Frank und Lea Marlen Woitack unterstützt. Weil die Castings in der UFA-Datenbank verwaltet werden, könnten sich auch Besetzungsmöglichkeiten in anderen Produktionen ergeben.
morgenpost.de

Landesmusikakademie NRW: Integration durch Musik

Die kostenlose Kursreihe „Verstehen durch Musik“, die vom 31. August bis zum 5. Oktober 2016 an der Landesmusikakademie NRW in Heek-Nienborg stattfindet, soll vermitteln, wie Musik als universelle Sprache einen Beitrag zur gesellschaftlichen Partizipation von Geflüchteten leisten und damit Sprachbarrieren ein Stück weit überwinden kann.

In der Kursreihe werden abwechselnd jeden Mittwoch von 17:00 bis 20:00 Uhr zwei Schwerpunkte geboten: „Singen“ und „Elementares Musizieren“. Es besteht die Möglichkeit, an beiden Kursschwerpunkten teilzunehmen oder auch nur an einem.

Musikalische Voraussetzungen werden nicht erwartet und Kurzentschlossene können sogar noch am ersten Abend unangemeldet dazukommen. Regulär bittet die Landesmusikakademie aber um Anmeldung auf ihrer Website.
borkenerzeitung.de, lmr-nrw.de

Medienbericht: Jutta Cordt wird BAMF-Chefin

Beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) steht nach Informationen der „Nürnberger Nachrichten“ ein Führungswechsel an. Demnach wird Jutta Cordt, die seit 2014 die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit leitet, ab dem kommenden Jahr beim BAMF Nachfolgerin von Frank-Jürgen Weise, der aktuell in Personalunion Chef des BAMF und der Bundesagentur für Arbeit ist.

Jutta Cordt soll dem Bericht zufolge schon ab Oktober dieses Jahres in der Nürnberger BAMF-Zentrale eingearbeitet werden und im neuen Jahr die Leitung der Bundesbehörde übernehmen, in der jede Menge Arbeit wartet: Im BAMF stapeln sich wie kürzlich berichtet immer noch mehr als eine halbe Million noch nicht entschiedene Asylanträge.
nordbayern.de

Münster: Sommerfest für Geflüchtete

Das LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster lädt Geflüchtete, Migranten und alle Interessierten am Samstag, dem 27.8. von 15 bis 21 Uhr zum interkulturellen Sommerfest ein. Neben diversen Sonderveranstaltungen zum Kennenlernen des Museums stellen Geflüchtete ihre Heimatländer kulturell vor.

Das Vermittlungsteam des LWL-Museums bietet an diesem Tag Besichtigungen auf Deutsch, Englisch, Arabisch, Urdu, Farsi und Kurdisch an. Zusätzlich veranstaltet das Museum diverse Workshops rund um die Exponate des Hauses. Auf extra eingerichteten Vorlese-Inseln können Kindern Bücher in verschiedenen Sprachen vorgelesen werden. Auch die Geflüchteten selbst tragen zum Programm bei und präsentieren neben einer Einführung in Hennamalerei auch Grundkenntnisse in persischer Kalligrafie, die vor Ort selbst umgesetzt werden können. Für die kulinarische Versorgung stehen diverse Angebote aus den Heimatländern der Geflüchteten zur Auswahl.

Der Dokumentarfilm „Weltklasse Kreisklasse. Eine Saison bei Genclikspor Recklinghausen" liefert um 17.15 Uhr Einblicke in den Trainingsalltag eines türkisch geprägten Fußballvereins. Abgerundet wird das Sommerfest durch ein Konzert der Refugee-Band "Révolution R." um 19 Uhr.

Der Eintritt in die Sammlung ist ab 15 Uhr kostenfrei, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.
lwl.org

DRK: Lob für Helfer, Kritik an Flüchtlingspolitik

Rudolf Seiters, der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), bezeichnete die Lage in Syrien als „eine der schlimmsten humanitären Katastrophen seit Ende des Zweiten Weltkrieges" und forderte von der Politik „ein faires Verteilsystem für Flüchtlinge und eine europäische Gesamtkonzeption". Lobende Worte fand Seiters für die vielen ehrenamtlichen Helfer:

Rudolf Seiters

 

 

„Die Hilfsbereitschaft ist nach wie vor überwältigend. In dieser Form, in dieser Größenordnung und über einen so langen Zeitraum haben wir das in Deutschland noch nie gesehen."

Rudolf Seiters, Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK)
domradio.de

Berlin: Start für Willkommenszentrum

In der Potsdamer Straße hat heute das Willkommenszentrum seine Arbeit aufgenommen, das als zentrale Anlaufstelle zur Integration für Geflüchtete und andere Neu-Berliner gedacht ist.

Die Mitarbeiter sollen in mehreren Sprachen nicht nur über Aufenthalts-Perspektiven und Arbeitsmöglichkeiten informieren, sondern auch das Zusammenleben in Berlin erklären und dabei eng mit Verbänden und ehrenamtlichen Organisationen zusammenarbeiten.

Die Leitung des beim Beauftragten des Senats für Integration und Migration angesiedelten Zentrums übernimmt Nele Allenberg.
rbb-online.de, berliner-zeitung.de, berlin.de (Website des Willkommenszentrums)

Niedersachsen: Deutschunterricht für Flüchtlingskinder

Niedersachsen will in allen Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes ein einheitliches schulisches Angebot für Flüchtlingskinder einrichten. Vorbild ist das Konzept der „Interkulturellen Lernwerkstatt“, das bereits erfolgreich in Friedland eingesetzt wird.

In den niedersächsischen Erstaufnahmeeinrichtungen sind derzeit 325 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 18 Jahren untergebracht. Die Schulpflicht gilt für sie noch nicht, da diese erst nach der Verteilung der Asylbewerber auf die Kommunen greift.
braunschweiger-zeitung.de

Österreich: Geflüchtete Syrer verteilen Dankeskarten

Mit einer landesweiten Aktion wollen sich syrische Flüchtlinge bei der österreichischen Bevölkerung für ihre Gastfreundschaft und Menschlichkeit bedanken und am Freitag und Samstag unter dem Motto „Die Brücke des Friedens“ Dankeskarten verteilen.

In der Ankündigung auf Facebook heißt es:
„Wir Syrer wollen uns bei der österreichischen Bevölkerung für die Gastfreundschaft und Menschlichkeit bedanken. Wir möchten euch sagen, dass wir nicht hier sind um zu töten oder zu terrorisieren. Wir sind genau vor solchem Terror aus unsere Heimat geflüchtet. Wir sind Flüchtlinge und möchten wie alle anderen Menschen in Frieden leben. Wir haben die Initiative ergriffen und werden Dankeskarten am 19. und 20. August österreichweit verteilen.“
facebook.com via oe24.at

HS Bremen: Weiterbildung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Ab dem 9. September wird an der Hochschule Bremen das Weiterbildungsmodul „Orientierung zur Begleitung geflüchteter Menschen“ angeboten. An fünf Nachmittagen mit jeweils sechs Unterrichtsstunden werden Themen wie Interkulturelle Kompetenz, Asyl- und Aufenthaltsrecht, Konfliktmanagement, Nähe / Distanz und sozialrechtliche Leistungen und Rechtsschutz behandelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten auch einen Überblick über Angebote und Leistungen für Geflüchtete in der Stadt Bremen.

Angesprochen sind Menschen, die sich in die Thematik einarbeiten wollen, die beruflich am Rande mit geflüchteten Menschen zu tun haben und Menschen die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren und handlungssicherer werden möchten.
hs-bremen.de

Studie: Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Im Rahmen der zweiten bundesweiten EFA-Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität wurden 2.291 Personen online befragt, die sich ehrenamtlich in der Arbeit mit Geflüchteten engagieren.

Die Mehrheit der Ehrenamtlichen ist sich einig, dass Deutschland durch die verstärkte Ankunft von Geflüchteten im Herbst 2015 nicht überfordert gewesen sei. Konsens herrscht auch bezüglich des gesellschaftspolitischen Anspruchs: Die überwiegende Mehrheit der Befragten möchte mit ihrem Einsatz die Gesellschaft zumindest im Kleinen verändern (97 Prozent) und ein Zeichen gegen Rassismus setzen (90 Prozent).

Bemerkenswert: Drei Viertel aller Ehrenamtlichen sind nach wie vor Frauen, bei den unter 50-jährigen sogar über 80 Prozent.
tagesspiegel.de, hu-berlin.de (Studie)

Berliner Unis kooperieren: Neue Kurse für studieninteressierte Geflüchtete

In Kooperation mit der Freien Universität Berlin und der Technischen Universität Berlin (TU Berlin) bietet die Humboldt-Universität zu Berlin (HU) ab dem Wintersemester 2016/2017 vier zusätzliche Deutschsprachkurse und Vorbereitungskurse an. Studieninteressierte Geflüchtete sollen so gezielt auf den Zugang zum regulären Studium vorbereitet werden.

Mit der Kooperation soll nicht nur die Möglichkeit der Integration geschaffen werden, sondern die Hochschulen wollen ihre Angebote für Geflüchtete optimal umsetzen und diese gezielt fördern.

Mit der Förderung aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird ab September ein bereits bestehender Sprachkurs der HU am gemeinsamen Studienkolleg der HU und Freien Universität fortgeführt, zwei neue Sprachkurse starten an der HU im Oktober, ein weiterer wird zusammen mit dem Studienkolleg der TU Berlin angeboten.

Mit Vorbereitungskursen werden Geflüchtete in Ergänzung zu den Sprachkursen in das wissenschaftliche Arbeiten und die Fachsprache eingeführt. Geflüchtete, die teilnehmen wollen, können sich ab sofort bis zum 16. September 2016 in der offenen Sprechstunde für Geflüchtete der HU anmelden. Nähere Infos dazu gibt´s unter dem nachfolgenden Link.
hu-berlin.de

BAMF: Aktuelle Zahlen zu Asylanträgen

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat aktuelle Zahlen zu den Asylanträgen in Deutschland vorgelegt. Demnach hat die Behörde im Juli über die Anträge von 53.008 Personen entschieden (Vormonat 51.757).

16.579 der Antragssteller erhielten im Juli die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach der Genfer Flüchtlingskonvention (31,3% aller Asylentscheidungen), 15.943 Personen (30,01%) einen eingeschränkten Status (subsidiärer Schutz) und 1.027 Personen (1,9%) Abschiebungsschutz. Abgelehnt wurden 12.434 Anträge (30,1%).

Die Anzahl der noch nicht entschiedenen Anträge lag laut BAMF Ende Juli noch bei über einer halben Million. Die Behörde rechnet damit, „einen Großteil“ der anhängigen Verfahren bis zum Jahresende entschieden zu haben, da Neuzugänge von Asylsuchenden nach Deutschland gegenwärtig rückläufig sind und die Entscheidungen des Bundesamts zunehmen.
bamf.de

WBS-Flüchtlingsinitiative meldet bundesweit Erfolge

Als im letzten Jahr viele Geflüchtete nach Deutschland kamen, hat der Weiterbildungsspezialist WBS Training bundesweit 50.000 Euro für kostenlose Kurse bereitgestellt - sowohl für Flüchtlinge als auch für ehrenamtliche Deutschlehrer und für Unternehmen, die geflüchtete Menschen einstellen wollten. Es folgten förderfähige Deutsch-Einstiegskurse und seit 2016 Integrationskurse, Fachkurse inklusive Deutschunterricht und begleitende Angebote zur Integration von Migranten.

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Von Oktober 2015 bis März 2016 besuchten etwa 3.000 geflüchtete Menschen die Willkommenskurse und kostenlosen Deutschkurse. An den Integrationskursen und Trainings mit Deutschanteil nahmen bereits rund 500 Geflüchtete teil. Nachfolgend berichtet WBS exemplarisch über drei Erfolgsgeschichten aus Bremen, Wuppertal und Bautzen.
wbstraining.de

„Willkommen in Frankfurt“ jetzt auch auf Arabisch

Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) haben ihre Broschüre „Welcome to Frankfurt“, die sie im Oktober 2015 als Willkommens-Broschüre für Geflüchtete in Frankfurt auf Englisch entworfen hatten, jetzt in arabischer Sprache veröffentlicht. Die Broschüre soll durch verschiedene lokale Organisationen an Geflüchtete verteilt werden. Eine deutsche Übersetzung für den Sprachunterricht wird gegenwärtig vorbereitet.

Die englischsprachige Broschüre wurde aufgrund der starken Nachfrage im November 2015 in einer zweiten Auflage gedruckt und soll in den nächsten Wochen in einer dritten Auflage erscheinen.
frankfurt-university.de

BAMF unter Druck: Klagewelle wegen schleppender Asylverfahren

Immer mehr Geflüchtete sind mit der langsamen Bearbeitungszeit ihrer Asylanträge unzufrieden und ziehen deshalb vor Gericht. Nach Informationen des Radiosenders hr-Info waren Ende Mai bundesweit knapp 6.000 sogenannte Untätigkeitsklagen gegen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) anhängig, fast doppelt so viel wie zwei Monate zuvor. Diese Zahl habe das Amt auf Anfrage des Senders genannt.
hr-online.de

Uni Potsdam: Zweiter Durchgang des Qualifizierungsprogramms für geflüchtete Lehrer

Das an der Universität Potsdam im April 2016 begonnene, bundesweit einmalige Qualifizierungsprogramm für geflüchtete Lehrkräfte (wir berichteten) geht in die nächste Runde: Bis zum 31. August können sich berufserfahrene Lehrerinnen und Lehrer, die nach Deutschland geflohen sind, für die Teilnahme am einjährigen Refugee Teachers Welcome Programm online bewerben. Im ersten Durchgang hatten sich laut der Uni 700 Bewerberinnen und Bewerber gemeldet.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer absolvieren zunächst einen Deutsch-Intensivkurs und bekommen „Buddys“ zur Seite gestellt - Studierende, die beim Einleben in Potsdam und an der Universität helfen sollen und zum Beispiel bei der Bewältigung bürokratischer Angelegenheiten sowie weiterer Herausforderungen des neuen Alltags unterstützen.

Im Anschluss an diese erste Ausbildungsetappe besuchen die Lehrkräfte im Sommersemester 2017 pädagogische und fachdidaktische Lehrveranstaltungen. Auch hier sind sie nicht auf sich allein gestellt: Ihnen wird ein intensiver Austausch mit deutschen Lehramtsstudierenden ermöglicht. Praktika sorgen zudem dafür, dass die Geflüchteten an das deutsche Schul- und Unterrichtssystem herangeführt werden.

Das Programm erfordert die tägliche Teilnahme an den Seminaren. Der Unterricht ist dank der Unterstützung durch das brandenburgische Wissenschaftsministerium in Höhe von 200.000 Euro kostenlos. Voraussetzungen für die Teilnahme sind ein Universitätsabschluss, mehrjährige Berufspraxis als Lehrerin oder Lehrer in der Heimat, der Flüchtlingsstatus und Englischkenntnisse (Niveau B1).
uni-potsdam.de

DRK Gießen: Neue Angebote für Geflüchtete

Der DRK-Kreisverband Gießen hat zwei neue Projekte ins Leben gerufen, um weiterführende Hilfe und damit einen Beitrag zur Integration von Geflüchteten zu leisten: eine Migrationsberatung und ein Patenschaftsprogramm.

Stephanie Hillgärtner ist ab sofort für die Migrationsberatung des Kreisverbandes zuständig. Diese richtet sich an erwachsene Migranten, die aufenthaltsberechtigt sind oder an Integrationskursen teilnehmen und soll aufzeigen, welche Angebote und Hilfestellungen Stadt, Landkreis oder Organisationen in Gießen bieten und wie diese in Anspruch genommen werden können. Informationen über staatliche Hilfen, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse oder der Umgang mit Behörden – all diese Themen werden in der Migrationsberatung ausführlich behandelt. Wichtig sei, dass Geflüchtete eine Vertrauensperson mitbringen, die übersetzen kann, wenn die eigenen Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen.

Der DRK-Kreisverband Gießen beteiligt sich darüber hinaus auch am Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen“ des Bundesfamilienministeriums. Basher Ali wird als zuständiger Mitarbeiter des DRK künftig Geflüchtete und Paten zusammenbringen. Die ersten Patenschaften wurden bereits geschlossen.
giessener-anzeiger.de, drk-giessen.de (weitere Infos)

Hamburg: Apartments für homo- und transsexuelle Geflüchtete

Die Stadt Hamburg will Apartments für besonders schutzbedürftige LSBTI-Geflüchtete nach dem Frauenhaus-Modell reservieren, kündigte Sozialsenatorin Melanie Leonhard an. Zurzeit finden die abschließenden Gespräche statt, um das Belegungsverfahren abzustimmen. Eine Belegung soll kurzfristig ermöglicht werden.

Die Allgemeine Vermittlungsstelle weist bereits seit Monaten all jenen Geflüchteten prioritär einen Platz in der Folgeunterkunft zu, die einen besonderen Schutzbedarf haben. Hierzu zählen nicht nur hochschwangere Frauen und schwerkranke Personen, sondern auch LSBTI-Geflüchtete.

Schon jetzt gibt es ausgewiesene Plätze für LSBTI-Geflüchtete in der Erstaufnahmeeinrichtung Hellmesbergerweg, die auch mit separaten, abschließbaren Sanitärcontainern verknüpft sind.

Die Betreiber der Unterkünfte wurden ergänzend dazu verpflichtet, bis spätestens Ende August 2016 ein Schutzkonzept für jede einzelne Einrichtung zu entwickeln. Die Konzepte sollen sowohl den Schutz von Geflüchteten mit Behinderung, Kindern und Frauen, als auch LSBTI-Geflüchteten vor Gewalt sicherstellen.
hamburg.de

NRW investiert in Sozialberatung von Geflüchteten

Nordrhein-Westfalen fördert die Sozialberatung von Geflüchteten dieses Jahr mit rund 27 Millionen Euro, rund 20 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Mit dem Geld sollen rund 400 Personalstellen in der sozialen Beratung gefördert werden.

In Dortmund, Siegen und Bonn entstehen drei neue Psychosoziale Zentren. In den bisher bestehenden zehn Zentren soll zudem das Personal aufgestockt werden. Ein weiterer Förderschwerpunkt liegt in die Beratung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten.
mik.nrw.de

Hamburg: Weiterbildung für geflüchtete Ingenieure geht in die zweite Runde

Mit der Weiterbildung „integral“ bietet die Technische Universität Hamburg (TUHH) wie berichtet ein in Deutschland einzigartiges Programm für geflüchtete Ingenieurinnen und Ingenieure und setzt dieses nun nach einem erfolgreichen Start fort.

Ziel ist es, Geflüchteten den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Das Weiterbildungsprogramm startet am 4. Oktober 2016. Eine Infoveranstaltung für Interessenten findet am 9. August 2016 um 18 Uhr an der TUHH statt.

Das Programm besteht aus den Schwerpunkten fachliche und sprachliche Weiterbildung sowie einer Einführung in den Arbeitsmarkt. In der Weiterbildung werden die fachlichen Kenntnisse mit den Anforderungen möglicher Arbeitgeber verglichen und ein individueller Lehrplan entworfen. In Sprachkursen wird die deutsche Ingenieurssprache vermittelt und gefestigt. Durch Jobmessen, Exkurse, Bewerbungstrainings und Praktika wird ein enger Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern geschaffen. Das Programm dauert bis zu drei Semester und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen.

Teilnahmebedingungen sind ein abgeschlossenes Ingenieursstudium (Bachelor oder Master), gute Deutschkenntnisse (Niveau B1/B2) und eine Aufenthaltserlaubnis. Die Weiterbildung ist kostenfrei. Gesucht werden noch Firmen, die Interesse am Programm haben und im Rahmen dessen Praktika oder Projekte durchführen möchten.
tuhh.de

Berlin: LAF löst LaGeSo in Flüchtlingsfragen ab

Seit dem gestrigen 1. August ist in Berlin das neue Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) für Geflüchtete zuständig und löst damit das wegen Überforderung häufig kritisierte Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) ab.

Damit werden statt 165 Mitarbeitern künftig 550 in Vollzeit Angestellte für den Asylbereich zuständig sein, wobei derzeit noch 50 bis 60 der Stellen unbesetzt sind. Seinen Hauptsitz hat das LAF in der Bundesallee in Wilmersdorf, weitere Standorte sollen folgen. Das LAF kümmert sich fortan um die Aufnahme, Registrierung und Unterbringung von Asylsuchenden sowie die Gewährung von Sozialleistungen.

Leiterin der neuen Behörde ist Claudia Langeheine, die zuvor Direktorin des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten war. Sie will dafür sorgen, dass Geflüchtete im LAF für alle Fragen künftig nur noch einen Ansprechpartner haben.
tagesspiegel.de, rbb-online.de, berliner-zeitung.de

Til-Schweiger-Stiftung zieht erste Bilanz

Die Stiftung von Filmemacher und Schauspieler Til Schweiger hat ihren ersten Geschäftsbericht vorgelegt. Von den in den ersten vier Monaten zusammengekommenen Spendengeldern in Höhe von rund einer Million Euro seien rund 643.000 Euro bewilligt worden, teilte die Til Schweiger Foundation mit. Rund 20 verschiedene Projekte habe die Stiftung damit unterstützt, viele davon im Bereich Flüchtlingshilfe.

Neben unmittelbaren Sofortmaßnahmen wie traumatherapeutischer Stabilisierung und einer mobilen Arztpraxis sei vor allem Integration und Sprachförderung von Kindern unterstützt worden.

Die Bauarbeiten für das von der Stiftung finanzierte Kinderbetreuungs-Haus auf dem Gelände der Flüchtlingsaufnahmeeinrichtung in Osnabrück sollen im August beginnen.
stern.de, ndr.de, tilschweigerfoundation.de

Refugee Radio Rhein-Neckar: Radio von Geflüchteten

Der bermuda.funk, das Freie Radio Rhein-Neckar, hat das Projekt „Refugee Radio Rhein-Neckar“ gestartet. Es soll zum einen Geflüchteten die Möglichkeit geben, selbst auf Sendung zu gehen. Zum anderen möchte es Gruppen und Initiativen in der Region vernetzen. Zur Umsetzung erhält der Sender 14.000 Euro aus dem Innovationsfonds Kunst des Landes Baden-Württemberg.

Konkret findet seit Ende Juli einmal wöchentlich ein Refugee Radio-Café statt. Hier gibt es die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre Radiotechnik kennenzulernen, zu erfahren, welche Plattformen das freie Radio Rhein-Neckar bietet, selbst auf Sendung zu gehen oder einfach Radio zu hören und sich bei einem Kaffee oder Tee auszutauschen. Ergänzend werden Kurz- und Langworkshops zu Radio-Interview, Studio- und Aufnahmetechnik sowie weiteren Themen der freien Radioarbeit angeboten.
rnz.de, bermudafunk.org

FC St. Pauli integriert Flüchtlingsclub

Fußball-Zweitligist FC St. Pauli übernimmt nun auch offiziell die Patenschaft für den aus Geflüchteten bestehenden Fußballverein FC Lampedusa Hamburg. Nach einem zweieinhalbjährigen Miteinander habe man sich entschieden, „eine sportliche und gesellschaftspolitische Einheit" zu werden, so der FC Lampedusa in einer Mitteilung.

Gemeinsam möchten beide Clubs Geflüchteten und Migrierten in der Hansestadt die Möglichkeit geben, Fußball zu spielen, unabhängig von Pässen, Dokumenten aller Art, Herkunft, Religion, Aufenthaltsdauer oder fußballerischen Fähigkeiten.

Der FC Lampedusa Hamburg bleibt weiterhin ein selbstorganiserter Fußballclub, wird vom FC St. Pauli bei der Bereitstellung von Sportanlagen und Ausrüstung unterstützt, und versteht sich als das offizielle ‘Refugee-Team’ des FCSP. Um den Zusammenschluss noch deutlicher zu machen, heißt der FC Lampedusa Hamburg ab sofort FC Lampedusa St. Pauli.
ndr.de, fclampedusa-hh.de

Hochschule Darmstadt: Einstiegsprogramm für studieninteressierte Geflüchtete

Die Hochschule Darmstadt startet ein weiteres Angebot, um geflüchteten Studieninteressierten den Einstieg ins Studium zu erleichtern. Ab dem kommenden Wintersemester 2016/17 erhalten Geflüchtete mit direkter Hochschulzugangs-Berechtigung und Interesse an einem ingenieurwissenschaftlichen Bachelor-Studium die Gelegenheit, dieses auch ohne die dafür nötigen Deutschkenntnisse zu beginnen. Um auf das für ein Studium geforderte Sprachniveau zu kommen, besuchen sie über zwei Semester hinweg einen Intensiv-Deutschkurs.

Mittelpunkt des neuen Programms ist die Unterstützung von Geflüchteten beim Studienstart. Sie belegen englischsprachige Mathematik-Module für ingenieurwissenschaftliche Studierende sowie eine Einführung in die Elektrotechnik. Flankierend gibt es einen Intensiv-Sprachkurs vom Sprachenzentrum der Hochschule Darmstadt. Ziel ist das Bestehen der Deutschen Sprachprüfung für den Hochschulzugang. Die Lehrveranstaltungen besuchen die Geflüchteten gemeinsam mit regulären Studierenden der Hochschule. Unterstützung beim Studienstart erhalten sie von mehrsprachigen Tutorinnen und Tutoren.

Voraussetzungen für die Teilnahme an dem Einstiegsprogramm sind unter anderem der Nachweis einer Hochschulzugangsberechtigung für das Studium in Deutschland, Deutschkenntnisse auf mindestens abgeschlossenem A2-Niveau und gute Englisch-Kenntnisse. Die Bewerbungsunterlagen müssen unter anderem ein kurzes Motivationsschreiben in englischer Sprache enthalten. Geflüchtete mit fortgeschrittenen Deutschkenntnissen (abgeschlossenes B2-Niveau) können das Einstiegsprogramm auf ein Semester verkürzen.

Ausführliche Infos zu den Voraussetzungen und zum Bewerbungsprozess finden sich in englischer Sprache unter h-da.com/refugees.
idw-online.de

Website für psychisch belastete Geflüchtete

Wie bereits vorab berichtet haben Studierende und Mitarbeiter des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und der Universität Hamburg gemeinsam ein Online-Selbsthilfeinstrument für psychisch belastete Flüchtlinge entwickelt, das nun gestartet ist. Auf der Website refugeeum.eu können sich Geflüchtete ab sofort über verschiedene Belastungsreaktionen wie Angst, Traurigkeit oder Wut informieren. Zugleich werden ihnen Selbsthilfestrategien aufgezeigt. Die Informationen sollen Geflüchteten und ihren Angehörigen dabei helfen, solche Belastungsreaktionen besser zu verstehen und das Wohlbefinden zu steigern.

Die Informations- und Selbsthilfematerialien wurden auf wissenschaftlicher Basis entwickelt, sind leicht verständlich geschrieben und werden zunächst in drei Sprachen (Deutsch, Farsi und Englisch) angeboten. Vier weitere Übersetzungen (Arabisch, Albanisch, Serbisch und Französisch) werden in Kürze folgen.

„Alle auf der Website angebotenen Selbsthilfestrategien können ohne weitere Hilfsmittel angewendet werden. Sie sind ein niederschwelliges Hilfsangebot, ersetzen aber bei psychisch erkrankten Flüchtlingen keinesfalls eine professionelle Behandlung“, erklärt Dr. Mike Mösko, Leiter der Arbeitsgruppe Psychosoziale Migrationsforschung im Institut und der Poliklinik für Medizinische Psychologie des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf.
uke.de, refugeeum.eu

Helfer-Allianz für Deutschland gegründet

Die drei Online-Portale für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe GoVolunteer, HelpTo und ichhelfe.jetzt bündeln ihre Kräfte und rufen die Helfer-Allianz ins Leben. Mit der Initiative sollen digitale Angebote für ehrenamtliches Engagement effizient vernetzt werden.

Über die technische Zusammenführung ihrer Helfer-Plattformen soll eine zentrale digitale Anlaufstelle für alle Bürger geschaffen werden, die helfen möchten. Wer noch keine Erfahrung in der Flüchtlingshilfe gesammelt hat, soll Projekte entdecken, Fragen stellen und seine Hilfe anbieten können. Wer Unterstützung für sich selbst oder sein Projekt brauche, könne ein Gesuch einstellen oder den bereits über 200.000 Nutzern der drei Portale Möglichkeiten zur Mitarbeit präsentieren.

„Wir wollen den Grundstein für mehr Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe legen und laden alle digitalen Hilfsinitiativen ein, sich der Helfer-Allianz anzuschließen“, sagt Malte Bedürftig, Gründer von GoVolunteer und einer der Initiatoren der neuen Initiative.

Mehr als 20 Projekte folgten dem Aufruf bereits – darunter Betterplace, die D21-Helfer-Community der deutschen IT-Wirtschaft, die Hilfsinitiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Auf lange Sicht soll eine gemeinsame Online-Plattform entstehen, die alle Angebote verbindet“, sagt Bedürftig. „Zur Verwirklichung dieser Vision werden jetzt Unterstützer aus Wirtschaft und Politik gesucht.“ Daniel Wetzel von HelpTo ergänzt: „Um die Vernetzung von Helfern und Organisatoren technisch zu ermöglichen, müssen wir jetzt finanzielle Förderer gewinnen. Dafür wollen wir ein Fonds einrichten.“
govolunteer.com

Brandenburg: DGB informiert Geflüchtete über Arbeitsrecht

Mit der neuen Fachstelle „Migration und Gute Arbeit“ baut der Deutsche Gewerkschaftsbund sein Beratungsangebot in Brandenburg weiter aus. Die Fachstelle wird von der Weiterbildungseinrichtung Arbeit und Leben Berlin-Brandenburg, die gemeinsam vom DGB und den Volkshochschulen getragen wird, betrieben.

Sie informiert Migrantinnen und Migranten in Brandenburg über arbeitsrechtliche Fragen wie z.B. Lohn, Arbeitszeiten, Überstunden und Urlaub, sowie über sozialrechtliche Fragen wie z.B. Kranken- und Pflegeversicherung. So soll verhindert werden, dass Zuwanderer und insbesondere Geflüchtete als billige Arbeitskräfte ausgebeutet werden.

Die neue Fachstelle ist landesweit auch mobil unterwegs, um z. B. Geflüchtete in den Unterkünften beraten zu können.
masgf.brandenburg.de

Erlangen: Neue Kommunikationsangebote für Geflüchtete und Helfer

Mit zwei neuen Kommunikationsplattformen will die Stadt Erlangen Informationen für Geflüchtete und Helfer besser bündeln: Die „Welcome App Erlangen“ bietet künftig neben Deutsch in fünf weiteren Sprachen (Arabisch, Farsi, Englisch, Französisch und Russisch) grundlegende Infos an. Auf dem Internetportal „HelpTo Erlangen“ können zudem Gesuche und Angebote der ehrenamtlichen Flüchtlingsarbeit eingestellt und so besser vernetzt werden.
nordbayern.de, erlangen.de

NRW plant Verdopplung der Sprachkurse

Nordrhein-Westfalen will doppelt so viele Sprachkurse wie bisher anbieten, um geflüchtete Menschen auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten. So soll die Zahl der Basissprachkurse von derzeit 3.600 auf 7.200 Plätze ausgebaut werden.

Hintergrund ist, dass der Bund den Ländern vor der Sommerpause bis 2018 insgesamt sieben Milliarden Euro zusätzlich für Geflüchtete zugesichert hatte, von denen NRW 1,3 Milliarden erhält. Das zusätzliche Geld soll neben den weiteren Sprachkursen auch in die kommunalen Integrationszentren sowie in den Ausbau des Landesprogramms „Komm-an NRW“ fließen.
wdr.deaachener-zeitung.de

Paderborn: Erzbistum startet neue Plattform für Flüchtlingshilfe

Unter dem Motto „Miteinander füreinander“ wurde die neue Internetseite fluechtlingshilfe-paderborn.de ins Leben gerufen, mit der das Erzbistum Paderborn Engagement und Initiativen bündeln und vernetzen will. Wer geflüchteten Menschen in Paderborn helfen möchte, findet auf dieser neuen Plattform ab sofort ein breites Spektrum von Informationen, Tipps und Ansprechpartnern.
erzbistum-paderborn.de, fluechtlingshilfe-paderborn.de

Filmuni Babelsberg: Kostenlose Workshops für geflüchtete Filmschaffende

Die Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf will Geflüchteten, die in ihren Herkunftsländern in der Film- und Medienbranche gearbeitet haben, in Deutschland den Wiedereinstieg in den Beruf erleichtern. Vom 8. bis 12. August bietet die Uni deshalb zusammen mit dem Career College der Berliner Universität der Künste (UdK) eine „Refugee Class goes Filmuniversität“ an.

Gemeinsam mit Akteuren aus der Film- und Fernsehbranche geben Dozentinnen und Dozenten der Filmuniversität kostenlose Workshops und Seminare für geflüchtete Film- und Medienschaffende. Im Fokus stehen Themen wie Filmstudium, Film- und Fernsehproduktion, Freiberuflichkeit sowie Festivalarbeit in Deutschland. Dazu geben etablierte Partner wie die Deutsche Welle und die UFA im Rahmen von Exkursionen praktische Einblicke in die Medienarbeit.

Ziel der Workshops ist eine bestmögliche Unterstützung für professionelle Akteure mit Fluchthintergrund und darüber hinaus eine Vernetzung in die Film- und Medienwelt in Berlin und Brandenburg. Anmeldungen sind bis zum 3. August möglich.
maz-online.de, kulturradio.de, filmuniversitaet.de

Berlin: Entscheidung zu neuem Ankunftszentrum für Geflüchtete

Das geplante große Ankunftszentrum am Tempelhofer Feld wird es in der ursprünglich geplanten Form nicht geben: Es soll stattdessen am 1. September an zwei Standorten eröffnet werden.

Im Hangar 5 auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof sollen Asylbewerber künftig maximal die ersten 72 Stunden zur Aufnahme ihrer Personaldaten verbringen, sagte Sozialsenator Mario Czaja. Die Kurzzeitunterkunft soll 324 Plätze bieten. In der Bundesallee sollen Geflüchtete anschließend zusammen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weiter registriert werden und ihren Asylantrag beim BAMF stellen können. Darauf hätten sich Bund und Land nach langen Verhandlungen geeinigt, wie Czaja erläuterte. Ziel sei es, bis zum Jahresende die Hangars als Notunterkünfte aufgeben zu können.

Der Entscheidung für die nun vorgestellte Lösung sei eine intensive Prüfung der Bedingungen am Flughafen Tempelhof vorausgegangen, für die mehrere Gutachten eingeholt wurden. Auch mögliche andere Standorte seien geprüft worden. Die Prüfungen hätten ergeben, dass die Gesamtkosten für Planung, Herrichtung und Schallschutz 10 Millionen Euro betragen würden und dass sich die Bauzeit bis mindestens Januar 2017 hinziehen würde. Dagegen sei die nun getroffene Entscheidung für zwei Standorte „kurzfristig zu realisieren und kostengünstig“.
morgenpost.de, tagesspiegel.de, berlin.de

Leipzig: Projekt für geflüchtete Kunst-Studenten

An der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) wurde eine „Akademie für transkulturellen Austausch“ gegründet. Es handelt sich um bundesweit einmaliges Projekt, bei dem geflüchtete Design- und Kunst-Studenten ein akademisches Angebot erhalten. Leute, die ihr Studium aufgrund von Krieg und Flucht abbrechen mussten, sollen damit ihre Ausbildung fortsetzen können.

Die Akademie besteht aus einem viersemestrigen Programmstudium mit der Möglichkeit, jederzeit in das reguläre Diplomstudium wechseln zu können. Studiengebühren fallen nicht an. 10 bis 15 Geflüchtete sollen mit Beginn des Wintersemesters Anfang Oktober in Leipzig anfangen.
lvz.de

Berlin: Summer School von Studierenden für Geflüchtete

Am 2. August startet an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin die erste Summer School für Geflüchtete. Einen Monat lang moderieren Studierende der HWR Berlin Seminare für Geflüchtete in kleinen Gruppen von bis zu 25 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Auf dem englischsprachigen Workshop-Programm stehen neben landeskundlichen Themen Einführungskurse in die Betriebs-Wirtschaftslehre sowie Exkursionen. An vier Wochentagen – außer montags – beginnen die Kurstage jeweils um 10.00 Uhr mit einer Gesprächsrunde in deutscher Sprache, in der die ausländischen Teilnehmer/innen ihre Sprachkenntnisse aufbauen und vertiefen können.
hwr-berlin.de