Ökonom: Zuwanderung als Chance

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat im vergangenen Jahr eine Studie veröffentlicht, wonach der ökonomische Nutzen durch die Zuwanderung von geflüchteten Menschen langfristig höher ist als die Kosten. Fratzscher plädiert dafür, die Ausgaben des Staates nicht ausschließlich als Kosten, sondern als Investitionen anzusehen, die auf längere Sicht der Wirtschaft und Gesellschaft zugutekommen werden. Deutschland sei besser denn je gerüstet, um diese Herausforderung zu bestehen.
welt.de

2016-03-15 Marcel Fratzscher 301x211

"Der Arbeitsmarkt ist hervorragend aufgestellt: Wir haben eine Million freie Stellen. Viele der Geflüchteten werden die Renten der Babyboomer zahlen."

Feuerwehr und DRK werben um Geflüchtete als Helfer

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) will geflüchtete Menschen mit Bleibestatus als ehrenamtliche Helfer gewinnen. In den nächsten zehn Jahren sollen nach Angaben des Verbands möglichst 60.000 Freiwillige als neue Mitglieder begrüßt werden.

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will Neuankömmlinge in Deutschland als Helfer gewinnen. Diese Form der Teilhabe sei ein guter Weg für eine gelingende Integration in die Gesellschaft, so DRK-Generalsekretär Christian Reuter.
welt.de

Dresden: Sonderstudienplätze für Geflüchtete

Zusätzlich zum bisherigen Studienangebot hat die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) acht Studienplätze in Bachelor-Studiengängen der Sozialen Arbeit und der Elementarpädagogik geschaffen. Damit zielt die ehs darauf ab, Fachkräfte auszubilden, die später als Vermittler zwischen den Kulturen wirken und die sich professionell in die Integrationsarbeit einbringen können.

Geflüchtete Menschen, die sich rechtmäßig in Deutschland aufhalten und die über Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2/C1 verfügen, können sich noch bis zum 1. April 2016 an der Hochschule für die Sonderstudienplätze in den Studiengängen Soziale Arbeit sowie Bildung und Erziehung in der Kindheit (jeweils sechs Semester, Start im September 2016) bewerben.
idw-online.de, ehs-dresden.de

Brandenburg: Neues Landesaufnahmegesetz beschlossen

Der Brandenburger Landtag hat mit der Mehrheit der rot-roten Regierungsmehrheit die Neuauflage des Landesaufnahmegesetzes zur Regelung der Unterbringung, Betreuung und sozialen Unterstützung von Asylsuchenden in den Kommunen beschlossen.

Das neue Gesetz soll zum 1. April in Kraft treten und Geflüchteten unter anderem den Gang zum Arzt erleichtern, welcher künftig nicht mehr bei der Sozialbehörde beantragt werden muss. Zudem soll die Zahl an Sozialpädagogen und Sozialarbeiter für geflüchtete Menschen erhöht werden.

Die „Märkische Allgemeine“ klärt im folgenden Artikel die wichtigsten Fragen zur Neuauflage des brandenburgischen Landesaufnahmegesetzes.
maz-online.de

Deutsche Muslime gründen Verband für Flüchtlingshilfe

Drei muslimische Bundesverbände wollen ihre Hilfe für geflüchtete Menschen künftig besser koordinieren und weiter ausbauen. Zu diesem Zweck haben sich der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IR) und die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden (IGS) jetzt zum Verband Muslimische Flüchtlingshilfe (VMF) zusammengeschlossen.

Zur Vorsitzenden des VMF wurde Nurhan Soykan, Generalsekretärin des Zentralrates der Muslime, gewählt. Sie erklärte, dass angesichts der Flüchtlingssituation vor allem die Muslime vor großen Herausforderungen stünden. Es sei deshalb wichtig und notwendig, die Kräfte zu bündeln, um die neu ankommenden Menschen bestmöglich zu unterstützen, sie aufzunehmen und ihnen eine Perspektive zu bieten.

Andere Organisationen und Einzelpersonen werden eingeladen, sich dem neu gegründeten Verband anzuschließen.
deutschlandfunk.de, islamiq.de, islam.de

Senioren unterstützen Geflüchtete

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS) beteiligt sich mit dem Projekt „Alt für Jung-Patenschaften - Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete“ an dem neuen Programm des Bundesfamilienministeriums „Menschen stärken Menschen“, über das wir hier bereits berichteten.

An 20 bis 30 Standorten sollen 300 neue Patenschaften für geflüchtete Menschen entstehen. Dabei kann es sich nach Angaben der BaS sowohl um ein längerfristiges Mentoring von Geflüchteten unterschiedlichen Alters als auch um Patenschaften für ganze Familien handeln.

Seniorenbüros oder andere Akteure der offenen Altenarbeit und der Engagementförderung älterer Menschen werden eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen, welches zunächst bis zum Ende dieses Jahres läuft.
seniorenbueros.org (PDF mit weiteren Infos zur Beteiligung)

Tausche Dosen und Schnur gegen Haus für Geflüchtete

Dass man mit einer guten Idee auch ohne Geld etwas für hilfsbedürftige Menschen tun kann, zeigt ein Student aus München – zumindest ist Philipp Christov auf einem sehr guten Weg, sein Ziel zu erreichen. Und das lautet: Ein Haus für Geflüchtete zu ertauschen.

Die Idee, einen Gegenstand jeweils gegen eine immer höherwertige Sache einzutauschen, ist freilich nicht neu: Vorbild ist ein Kanadier, dem es gelang, sich von einer Büroklammer zum eigenen Haus „hochzutauschen“. Auch Philipp Christov will es auf diese Weise zu einem Haus bringen – allerdings nicht für sich selbst, sondern für geflüchtete Menschen.

Philipp Christov

Gestartet hat der Student seine Tauschaktion im April 2015 mit zwei Dosen Kidneybohnen und einer Schnur, aus denen er ein Dosentelefon bastelte. Weniger als ein Jahr später war Philipp Christov im Besitz eines Kleinwagens, den er nun zuerst gegen einen Gutschein für einen professionellen Werbefilm und diesen dann in eine Feier für bis zu 150 Leute inklusive Getränke und Buffet im Wert von rund 10.000 Euro eintauschte.

Wir sind gespannt, wie die Aktion weitergeht und drücken Philipp die Daumen, dass er sein Ziel, sich bis zum kommenden Winter zu einem Haus für Geflüchtete hochzutauschen, erreicht! Wer ihn unterstützen möchte, findet alle Infos auf der Website dasdosentelefon.de.
spiegel.de (Interview mit Philipp Christov), sat1bayern.de (TV-Beitrag)

Berlin: Geflüchtete als Museumsführer

Im Berliner Projekt „Multaka" werden Geflüchtete aus Syrien und dem Irak zu Museums-Guides fortgebildet und bieten dann für Landsleute Führungen in arabischer Sprache an (wir berichteten). Im Interview mit dem RBB berichtet Projektleiterin Razan Nassreddine unter anderem über die beliebtesten Führungen.

Razan Nassreddine

Die Geflüchteten sehen, wie schlimm die Situation in Deutschland nach den Kriegen war. Die Flucht, die während des Zweiten Weltkrieges einsetzte. Es gibt den Flüchtlingen Hoffnung, wenn sie sehen, dass das heute so starke Deutschland es auch geschafft hat. Sie sehen es als Vorbild und sagen sich, "wir werden Syrien später auch wieder aufbauen können“.

Das vollständige Interview gibt's bei rbb-online.de.

Dresdner helfen in Idomeni

Eine Gruppe Freiwilliger aus Dresden hilft, die Situation der Geflüchteten in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze wenigstens etwas zu verbessern. Rund ein Dutzend Ehrenamtliche des „Dresden-Balkan-Konvois“ versorgen die an der geschlossenen Grenze Ausharrenden mit dem Nötigsten, weitere sieben Helfer aus Dresden kümmern sich auf der griechischen Insel Chios um Geflüchtete. Natürlich sind die Freiwilligen aus der sächsischen Hauptstadt hierfür auf Geld- und Sachspenden angewiesen. Wer die Helfer bei ihrer wichtigen Mission unterstützen möchte, findet alle Infos dazu auf der Website supportconvoy.org. Derzeit werden hauptsächlich Zelte, Isomatten, Schlafsäcke, Schuhe sowie haltbare Lebensmittel benötigt.
dnn.de, supportconvoy.orgbetterplace.org (Geldspenden)

Paderborn: Hohe Hilfsbereitschaft

500 bis 600 Ehrenamtliche sind derzeit in der Stadt Paderborn regelmäßig in der Flüchtlingshilfe engagiert, etwa 300 weitere helfen sporadisch. Seit dem Beginn des neuen Jahres stagniert die Zahl der Freiwilligen allerdings. Gesucht werden vor allem noch erfahrene Ehrenamtliche im Bereich der Sprachpädagogik. Die „Neue Westfälische“ bietet einen Überblick über die Anlaufstellen, an die sich Menschen wenden können, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchten.
nw.de

Hamburg: Weiterbildung für geflüchtete Ingenieure

2016-03-08 TUHH

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) bietet unter dem Titel „integral” ein nach eigenen Angaben in Deutschland einzigartiges Programm zur Weiterbildung für geflüchtete Ingenieurinnen und Ingenieure an, welches diese fachlich und sprachlich in den Themengebieten Umwelt, Energie und Wasser weiterbildet, um ihnen einen schnellen und zu ihrer Ausbildung passenden Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Durch Jobmessen, Exkurse, Bewerbungstrainings und Praktika soll zudem ein enger Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern geschaffen werden.

Das Programm dauert bis zu drei Semester und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Teilnahmebedingungen sind ein abgeschlossenes Ingenieursstudium (Bachelor oder Master), gute Deutschkenntnisse (Niveau B1/B2) und eine Aufenthaltserlaubnis.

Die Pilotphase des Weiterbildungsprogramms startet am 1. April 2016, Bewerbungsschluss ist am 20. März. Eine Infoveranstaltung für Interessenten ist für den kommenden Donnerstag (10. März) um 16 Uhr an der TUHH angesetzt.
idw-online.de, tuhh.de (Flyer mit Infos und Ansprechpartner)

Coburg: Zentrale Koordination der Flüchtlingshilfe

Der Kreisverband Coburg der Arbeiterwohlfahrt hat eine zentrale Stelle zur Koordination der Flüchtlingsarbeit eingerichtet. Ansprechpartnerin ist die Sozialpädagogin Dagmar Escher, die ab sofort Ehrenamtliche betreut, die sich in ihrer Stadt oder Gemeinde um Flüchtlinge kümmern. Frau Escher soll unter anderem Helfende von Verwaltungsaufgaben entlasten, Informationen bündeln und Geflüchtete beraten.
infranken.de

Leipzig: Symposium zur Unterbringungspraxis von Geflüchteten

Der Initiativkreis: Menschen.Würdig veranstaltet am 12. März gemeinsam mit dem Kulturbüro Sachsen im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Uni Leipzig das Symposium „Das Wohnen lernen? Zur Unterbringungspraxis von Geflüchteten und Wege zum selbstbestimmten Wohnen“. Ziel der Tagung ist neben einer kritischen Analyse der Wohn- und Lebenssituation von Geflüchteten, US-amerikanische und europäische Projekte der Wohnungslosenhilfe der gegenwärtigen Praxis gegenüber zu stellen und zu diskutieren.

Insbesondere wird das Konzept des „Housing first“ als Alternative zum herkömmlichen System der vorübergehenden Unterbringung in Notunterkünften vorgestellt. Dieser relativ neue Ansatz aus der US-Sozialpolitik hat sich überaus bewährt und setzt im Gegensatz zu vielen anderen Konzepten darauf, obdachlosen Menschen zuerst schnell und vor allem ohne Vorbedingungen Wohnraum zu vermitteln und diese daran anschließend durch Sozialarbeiter bedarfsgerecht zu betreuen. Damit werden Kostenträgern und Wohnungssuchenden Zwischenlösungen wie die Unterbringung in einer Notunterkunft erspart.
l-iz.de, menschen-wuerdig.org

Sachsen: Förderprogramm für Flüchtlingshilfe

Zur Unterstützung ehrenamtlichen Engagements bei der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern legt der Freistaat Sachsen auch 2016 ein Sonderprogramm auf und stellt hierfür bis zu 1 Million Euro zur Verfügung. Konkret können Helfende für eine ehrenamtliche Tätigkeit von durchschnittlich mindestens 20 Stunden monatlich eine pauschale Aufwandsentschädigung von bis zu 40 Euro monatlich erhalten.

Antragsberechtigt sind Projektträger, bei denen das Ehrenamt geleistet wird. Förderfähige Tätigkeiten sind die Vermittlungen von Sprachkenntnissen und Dolmetscherleistungen, die Sammlung, Aufbereitung und Ausgabe von Sachspenden sowie allgemeine soziale und kulturelle Betreuungen wie die Begleitungen zu Behörden, Einrichtungen und medizinischen Behandlungen sowie sonstige integrative Maßnahmen. Nicht förderfähig sind politische oder religiöse Aktivitäten sowie Maßnahmen, für die es spezielle Förderprogramme gibt. Auch Verfahrens- und Rechtsberatung und Maßnahmen der Integration in Ausbildung, Arbeit und Beruf zählen nicht dazu.
sachsen.de

Hochschule Anhalt: Erfolgreiche Integration

80 Geflüchtete haben im Januar und Februar vier 7-wöchige Intensivsprachkurse an allen drei Standorten der Hochschule Anhalt in Bernburg, Dessau-Roßlau und Köthen besucht. 77 Teilnehmer haben die erste Prüfung erfolgreich abgeschlossen und werden ab dem 1. März in einen Sprachkurs höheren Niveaus wechseln, der im Juli endet. Daran anschließend werden Willkommensseminare stattfinden, die neben dem Sprachunterricht vor allem Gesprächs- und Weiterbildungsangebote beinhalten.

Die Hochschule Anhalt hat an allen drei Standorten zudem ein Beratungsnetz für Flüchtlinge aufgebaut und organisiert in Zusammenarbeit mit privaten Bildungsträgern sowie den Agenturen für Arbeit und Jobcentern Infoveranstaltungen. 15 internationale Studierende mit Sprachkenntnissen in Arabisch, Farsi und Kurdisch unterstützen die Flüchtlingsarbeit von Behörden in der Region. Zusätzlich betreuen Studierende als sogenannte Sprachlotsen Geflüchtete ehrenamtlich bei der Integration in den deutschen Alltag.
jenapolis.de

Ab 10. März: Aktionswochen gegen Rassismus

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden in diesem Jahr vom 10. bis 23. März statt. Sie stehen unter dem Motto „100 % Menschenwürde – gemeinsam gegen Rassismus“. Mehr als 1.000 Veranstaltungen wurden bereits für die Aktionstage gemeldet.

Die bundesweite Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag, dem 10. März um 16 Uhr in Halle (Saale) statt, wo in diesem Jahr 75 Veranstaltungen durchgeführt werden. Wichtige Signale sollen auch aus Dresden kommen, wo es mit 69 Meldungen deutlich mehr Veranstaltungen als in den Vorjahren gibt. Unter den Bundesländern steht Baden-Württemberg an der Spitze: 25 Prozent der gemeldeten Veranstaltungen finden im Ländle statt.

Die bundesweite Eröffnung des in die Aktionswochen integrierten Projekts „Muslime laden ein“ wird am 11. März in Düsseldorf stattfinden. Für den 19. März ruft zudem ein breites Bündnis mit Amnesty International, Pro Asyl, dem Interkulturellen Rat und der Stiftung gegen Rassismus zu einem Aktionstag unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt“ auf, an dem viele Aktionen der Solidarität gestartet werden sollen.
internationale-wochen-gegen-rassismus.de

München: Ehrung für Flüchtlingshelfer

Für ihr Engagement während des großen Andrangs geflüchteter Menschen im Spätsommer 2015 hat die Münchner Bevölkerung den Wilhelm-Hoegner-Preis der SPD-Landtagsfraktion erhalten. Die Auszeichnung wurde von Oberbürgermeister Dieter Reiter stellvertretend für die Münchner Bürger entgegengenommen. Der Wilhelm-Hoegner-Preis ist nach dem bislang einzigen bayerischen Ministerpräsidenten der SPD benannt und wird seit 1987 jährlich für besondere Verdienste um Freiheits- und Persönlichkeitsrechte verliehen.
sueddeutsche.de, br.de, abendzeitung-muenchen.de

Hamburg: Beteiligung von Geflüchteten bei Errichtung von Unterkünften

SPD und Grüne haben einen Antrag in die Hamburger Bürgerschaft eingebracht, wonach geflüchtete Menschen künftig bei der Errichtung von Unterkünften eingebunden werden sollen, um deren Integration zu fördern. Viele Zuwanderer hätten bereits berufliche Erfahrungen und Kenntnisse, die für dieses Konzept genutzt werden könnten.

Zudem ließe sich diese Hilfe zur Selbsthilfe dazu nutzen, Geflüchtete entsprechend zu qualifizieren. Das Vorhaben soll nach dem Willen von SPD und Grünen von der Handels- und der Handwerkskammer, dem Jobcenter sowie der Arbeitsagentur begleitet werden.

"Wir wollen den Menschen Angebote machen, um sie zügig in unserer Gesellschaft einzugliedern. Deshalb dürfen wir sie nicht zur Untätigkeit verdammen, sondern müssen ihnen Chancen geben, aktiv ihre Lebensbedingungen zu gestalten", begründete der grüne Wohnungsbauexperte Olaf Duge den Vorstoß.
abendblatt.de

Berlin: Großer Andrang bei Jobmesse

4.100 geflüchtete Frauen und Männer, die meisten aus Syrien, hatten sich zur Jobmesse im Berliner Estrel-Hotel (wir berichteten) angemeldet - rund 5.000 sind nach Angaben des RBB gekommen. Sie konnten sich gestern bei 211 Unternehmen und Bildungsinitiativen über deren Arbeitsplatz- und Ausbildungsangebote informieren. Rund 1.000 Stellen waren zu vergeben, darunter Praktika und Ausbildungsplätze.
rbb-online.de, tagesspiegel.de, ardmediathek.de (Video)

Beto: Flüchtlingshilfe-App benötigt finanzielle Unterstützung

Beto ist der Name einer neuen App zur Koordination von Flüchtlingshilfe und Integration. Die von Passauer Studenten entwickelte Anwendung will Helfer, Geflüchtete und Organisationen miteinander verknüpfen, indem sie Hilfsangebote mit individuellen Hilfsanfragen abgleicht. So soll zum einen eine effektive Abstimmung von Bedarf und benötigten Hilfsangeboten ermöglicht werden, zum anderen aber auch eine Plattform zur Verfügung gestellt werden, auf der sich Menschen über gegenseitiges Helfen treffen, kennenlernen und bereichern können.

2016-02-25 Beto

Das einfach gehaltene Design soll die App schnell verständlich und intuitiv nutzbar machen, eine Chatfunktion die spontane Kommunikation ermöglichen und eine automatische Übersetzungsfunktion Sprachbarrieren beseitigen. Für die finale Umsetzung des Projekts benötigt das Passauer Studententeam allerdings noch finanzielle Unterstützer und hat deshalb eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter ins Leben gerufen. Dort finden Interessierte weitere Infos zur App und ein Video der Projektgründerinnen.
unternehmen-heute.de, facebook.com, kickstarter.com (Crowdfunding)

Geflüchtete mit guten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt

34 Prozent der deutschen Unternehmen wollen laut einer Befragung des Ifo-Instituts unter rund tausend Personalleitern in diesem oder im kommenden Jahr geflüchtete Menschen einstellen. Bemerkenswert: Bei den Unternehmen, die bereits zuvor Asylbewerber beschäftigt haben, liegt der Anteil mit 68 Prozent sogar doppelt so hoch. Als potenziell größte Hindernisse für eine Einstellung geflüchteter Menschen werden von den Firmen deren Sprachkenntnisse und Qualifikation sowie bürokratische Hürden wie die bislang noch obligatorische Vorrangprüfung angesehen.
spiegel.de

Thüringen: Zentrale Info-Plattform für Flüchtlingshilfe

In Thüringen wurde gestern eine neue Internetseite freigeschaltet, die zentral über Angebote der Flüchtlingshilfe im Freistaat informiert. Auf der Seite, die unter thüringen-hilft.de bzw. thuringia-helps.de zu erreichen ist, finden sich eine Stellenbörse, Hilfs-, Sprach- und Qualifizierungsangebote sowie Adressen und Veranstaltungshinweise.

2016-02-25 thüringen-hilft.de

Die Seite ist in deutscher und englischer Sprache an den Start gegangen; nach Angaben der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die den Internetauftritt zunächst bis 2018 betreut, sollen sämtliche Infos künftig auch auf Arabisch, Russisch, Farsi, Französisch und Spanisch abrufbar sein.
jenapolis.de, mdr.de, thüringen-hilft.de

Bochum: Zeitung von Geflüchteten

In Bochum haben sieben Geflüchtete gemeinsam mit dem Redaktionsteam der Stadtteilzeitung „Drei-Viertel“ eine eigene Sonderausgabe verfasst, die nun in Cafés, Stadtteilzentren und weiteren Orten ausliegt. „Neu in Deutschland“ richtet sich nicht nur an Geflüchtete (einige Artikel wurden auf Arabisch übersetzt), sondern auch an Einheimische, die durch die Sonderausgabe mehr über die Neuankömmlinge, ihre Hintergründe und Perspektiven erfahren können.
derwesten.de

Hamburg: Internationale Konferenz für Geflüchtete und Migranten

In Hamburg findet am kommenden Wochenende (26. bis 28. Februar) eine Internationale Konferenz für Geflüchtete und Migranten statt. Bei der Konferenz soll es darum gehen, Geflüchtete und ihre Netzwerke zu stärken und weiterzuentwickeln, die aktuelle Situation in Deutschland und Europa zu analysieren und an konkreten Ideen zu arbeiten, um die Lebensbedingungen der Geflüchteten und Migranten positiv zu verändern. Organisiert wird die Konferenz von diversen Flüchtlingsinitiativen und Einzelpersonen aus Deutschland und Frankreich, die von Hamburger Aktivisten unterstützt werden. Finanziert wird sie durch verschiedene Stiftungen und Organisationen, zudem läuft noch bis zum 25. Februar eine Crowdfunding-Kampagne. Zur Konferenz werden rund 1.000 Teilnehmer erwartet.
epo.de, refugeeconference.blogsport.eu, nordstarter.org (Crowdfunding)

Thüringer Hochschulen: Infotag für Geflüchtete

Am morgigen Samstag, dem 20. Februar von 10 bis 14 Uhr beraten Vertreter der Thüringer Hochschulen, des Studentenwerks sowie der Thüringer Handwerks- und Handelskammern im comcenter Brühl in Erfurt zu den verschiedenen Bildungs- und Studienwegen, die Geflüchtete und Migranten in Thüringen einschlagen können. Besucher erfahren in Vorträgen oder im persönlichen Gespräch jeweils in Deutsch und in Englisch, welche Fächerkombinationen an den Thüringer Hochschulen möglich sind, wie sich ein Studium finanzieren lässt und welche Unterbringungsmöglichkeiten es gibt. Auf Wunsch werden auch vorhandene Zeugnisse geprüft. Die Industrie- und Handelskammern zeigen zudem Ausbildungswege in Thüringen auf.
jenapolis.de

Berlin: Unterkunft für homo- und transsexuelle Geflüchtete

Homosexuelle und transgeschlechtliche Menschen sind in Flüchtlingsunterkünften immer wieder Drohungen und körperlicher Gewalt ausgesetzt. Um sie davor zu schützen, eröffnet die Berliner Schwulenberatung in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) am Wochenende im Stadtteil Treptow das erste Wohnheim der Hauptstadt speziell für schwule, lesbische und transsexuelle Geflüchtete. 124 besonders Schutzbedürftige sollen hier Platz finden. In Nürnberg wurde kürzlich ein ähnliches Angebot gestartet (wir berichteten).
taz.de, berliner-kurier.de

Zahlen zur kirchlichen Flüchtlingshilfe

Die deutschen Bistümer und kirchlichen Hilfswerke haben nach eigenen Angaben 2015 insgesamt mindestens 112 Millionen Euro für die Flüchtlingshilfe aufgewendet (2014: 73 Millionen Euro). Neben der finanziellen Hilfe stellten die Bistümer, Hilfswerke, katholischen Verbände, Orden und Gemeinden mindestens 1.280 Unterkünfte zur Verfügung. In der Flüchtlingshilfe der Kirche sind derzeit rund 5.100 hauptamtliche und mehr als 100.000 ehrenamtliche Helfer engagiert.
sueddeutsche.de, dbk.de

Vorstudium für Geflüchtete

Die Hochschule Darmstadt startet im April ein studienvorbereitendes Einstiegs-Angebot: Das sogenannte propädeutische Vorstudium geht über zwei Semester und richtet sich an Geflüchtete mit Hochschulzugangsberechtigung, Bleibeperspektive und Basis-Deutschkenntnissen, die nicht alle für die Aufnahme eines regulären Studiums nötigen Voraussetzungen erfüllen - etwa wegen unvollständiger Unterlagen oder nicht ausreichender Sprachkenntnisse.

Die Hochschule Darmstadt richtet zudem eine Koordinationsstelle ein, die hochschulübergreifend zum Thema Geflüchtete ansprechbar ist. Sie nimmt Anfragen entgegen, begleitet und berät Studierende vor und während des Vorstudiums und vernetzt sich mit Beteiligten innerhalb der Hochschule sowie mit externen Partnern, etwa Behörden, Vereinen, Initiativen sowie Aufnahmeeinrichtungen und Wohnstätten.

Geplant sind auch ein psychosoziales Beratungsangebot, das sich an traumatisierte Studierende richtet, sowie der Einsatz von mehrsprachigen Studienberatern, die Neuankömmlingen als Mentoren zur Seite stehen.
idw-online.de, h-da.de

HelpTo: Ab sofort auch in Leipzig

Die Onlineplattform HelpTo ist jetzt auch in Leipzig gestartet. Über das Hilfe-Portal sollen die vielfältigen Initiativen und Angebote für Geflüchtete in der Stadt gebündelt werden. Auf der Webseite können Menschen und Organisationen Hilfsaktionen einstellen, ebenso können Geflüchtete selbst ihre Hilfe anbieten. Das Onlineportal ist bereits in mehreren anderen Bundesländern aktiv (wir berichteten). Mit Leipzig ist nun der erste Ableger in Sachsen hinzugekommen.
mz-web.de, l-iz.de, leipzig.helpto.de

Start FM: Arabischsprachiges Integrationsradio geplant

Der arabischsprachige Radiosender „Start FM" soll Geflüchteten und Migranten in Berlin und Brandenburg praktische Lebenshilfe in ihrer neuen Heimat anbieten. Am 10. Februar stellte sich das neue Integrationsradio in einer zweistündigen Pilotsendung vor. Ob Start FM „on air“ gehen wird, entscheidet im Frühjahr die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg, welche die UKW-Frequenzen vergibt. Wir drücken die Daumen!
deutschlandradiokultur.de (Audio-Beitrag)

Flüchtlingshilfe: Bisher mehr als 1.200 neue Bufdi-Stellen eingerichtet

Von den in den kommenden drei Jahren geplanten jeweils bis zu 10.000 zusätzlichen Stellen im Bundesfreiwilligendienst, die im Rahmen des im Dezember 2015 von der Bundesregierung gestarteten Sonderprogramms zur Flüchtlingshilfe geschaffen werden sollen, waren am 27. Januar 1.225 eingerichtet. Die meisten davon entstanden bisher in Sachsen-Anhalt (197), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (192) und Sachsen (174). Knapp 20 Prozent der neuen Bufdi-Stellen werden laut der „Mitteldeutschen Zeitung" mit Geflüchteten besetzt.
mz-web.de, welt.de

Bremer Flüchtlingshelfer vernetzen sich

Mehr als 100 haupt- und ehrenamtlich in der Bremer Flüchtlingshilfe Engagierte haben sich am vergangenen Wochenende zum „Markt der Möglichkeiten“ getroffen, um sich kennenzulernen, auszutauschen und voneinander zu lernen. Zur Veranstaltung eingeladen hatten der Bremer Rat für Integration und die Bremer Bürgerstiftung mit dem Ziel, die Vernetzung der Aktiven in der Flüchtlingshilfe der Stadt zu fördern.
radiobremen.de, weserreport.blogspot.de, weser-kurier.de

Hessen: Lehrkräfte-Offensive für Flüchtlingshilfe

Die hessische Landesregierung will rund 800 neue Lehrerstellen für die intensive Sprachförderung von Flüchtlingen schaffen und hat hierfür rund 10.000 Briefe an Pensionäre unter 67 Jahren, auf ein Referendariat wartende Lehrkräfte mit dem ersten Staatsexamen im Fach Deutsch und fertig ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, die sich bereits um eine Stelle beworben haben, verschickt.

Ergebnis: Knapp 700 Ruheständler erklärten ihr Interesse an einer zeitlich befristeten Rückkehr in den Schuldienst. Rund 230 Lehrkräfte mit erstem Staatsexamen würden eine befristete Anstellung annehmen. Und von den gut 4.000 fertig ausgebildeten Lehrkräften zeigten sich mehr als 1.200 bereit, Deutsch als Zweitsprache zu unterrichten oder in den Regelunterricht einzusteigen.
fr-online.de

„Wer sind diese Deutschen?“

Foto: Screenshot YouTube / Zukar
Foto: Screenshot YouTube / Zukar

Das fragt sich der vor zweieinhalb Jahren aus Syrien nach Berlin geflüchtete Filmemacher Firas Alshater in der ersten Folge seiner kürzlich gestarteten Webserie „Zukar“, in der er Deutschland aus der Perspektive eines Flüchtlings zeigt. Mit seiner sympathischen Art und einer großen Portion Humor stößt der Syrer auf große Resonanz und ist gerade auf dem besten Weg zum YouTube-Star.
youtube.com

Modulare Wohnlösung für Geflüchtete

Über eine interessante Lösung für bezahlbaren Wohnraum berichtet das „pv magazine": Die Wohnmodule des Freiburger Architekten Rolf Disch sollen sich schnell errichten lassen, allen gängigen Baustandards entsprechen und darüber hinaus dank Solarenergie im Jahresschnitt mehr Strom erzeugen als sie verbrauchen.

Bild: Rolf Disch SolarArchitektur
Bild: Rolf Disch SolarArchitektur

In jedem Wohnmodul sei die gesamte Haustechnik bereits installiert und durch die Modulbauweise könnten in kurzer Zeit frei kombinierbare Wohngruppen entstehen, die bei Bedarf mit geringem Aufwand versetzbar seien.

Der Richtpreis liege bei einem Modul mit Küche und Bad, Haustechnik, Lüftung und Wärmedämmung bei rund 1.800 Euro pro Quadratmeter und damit am unteren Ende der üblichen Wohnungsbaupreise. Mit den Preisen für Blechcontainer mit Minimalausstattung könne man zwar nicht mithalten, doch für diese müssten Kommunen aufgrund der fehlenden Dämmung im Gegensatz zu der Lösung aus Freiburg auch noch hohe Heizkosten hinzu kalkulieren.
pv-magazine.de, plusenergiehaus.de

KfW: Förderkredite für Flüchtlingshilfe stark nachgefragt

Die staatliche Förderbank KfW unterstützt Kommunen mit zinslosen Darlehen bei der Flüchtlingshilfe. Im September 2015 wurde die anfangs mit 300 Millionen Euro ausgestattete Sonderförderung „Flüchtlingsunterkünfte“ gestartet. Die Nachfrage war aber so groß, dass das Programmvolumen schnell auf 1 Milliarde und Ende Januar auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro aufgestockt wurde. Zusätzlich investiert die KfW über internationale Projekte Geld in die Bekämpfung von Fluchtursachen. Rund 1,4 Milliarden Euro sind laut KfW bislang in 70 laufende Initiativen in 20 Ländern geflossen.
wiwo.de, kfw.de

Nürnberg: Erste Unterkunft für homosexuelle Flüchtlinge

Menschen fliehen nicht nur vor Krieg, sondern auch weil sie in ihrer Heimat wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und mit dem Tod bedroht werden. Und leider werden schwule und lesbische Asylsuchende auch hierzulande in Massenunterkünften nicht selten angefeindet.

Damit sich einige von ihnen sicher fühlen können, wurde in Nürnberg nun die erste Unterkunft für homosexuelle Geflüchtete eröffnet. Zu verdanken ist dies dem schwul-lesbischen Zentrum Fliederlich, das eine Wohnung angemietet hat, die aus fünf Doppelzimmern und einer Küche zur Selbstversorgung besteht. Die Mietkosten werden weitgehend von der Stadt Nürnberg getragen.

Es handelt sich angeblich um die bislang erste Unterkunft ihrer Art in Deutschland. Aber dabei wird es nicht bleiben: In Berlin sollen im März ebenfalls Wohnräume für homosexuelle Flüchtlinge eröffnet werden. Und auch in München und Frankfurt gibt es bereits ähnliche Überlegungen.
spiegel.de, br.de

DRK betreibt Erstaufnahmestellen in Brandenburg

Nachdem Brandenburg turnusgemäß den Gesamtbetrieb seiner Erstaufnahmeeinrichtungen neu ausgeschrieben hatte, übernimmt das Deutsche Rote Kreuz diese Aufgabe nun seit dem 1. Februar für drei Jahre. Neben finanziellen Aspekten soll vor allem das umfangreiche DRK-Konzept den Ausschlag für die Vergabe an den Wohlfahrtsverband gegeben haben. So werde sich künftig die Qualität des Essens verbessern und auch die Kinderbetreuung und Sozialberatung ausgeweitet.
rbb-online.de

Führerscheinprüfung auf Arabisch

Die theoretische Führerscheinprüfung kann in Deutschland laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ bald wieder in arabischer Sprache abgelegt werden. Bis zum Jahr 2011 war dies bereits möglich, wurde dann aber abgeschafft. Zu verdanken ist die Neuaufnahme der arabischen Sprache einer Petition der Nettetaler Flüchtlingshelferin Nimet Said, die vom CDU-Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer unterstützt wurde. Die Petition hatte Erfolg: Bundesminister Alexander Dobrindt hat laut dem Bericht nun entschieden, Arabisch wieder als Prüfungssprache in die Fahrerlaubnis-Verordnung aufzunehmen.
rp-online.de

Aktionsbündnis „Wir machen das“

Die von 100 Frauen aus Kunst, Wissenschaft und öffentlichem Leben initiierte und inzwischen von zahlreichen Initiativen, Personen und Institutionen unterstützte Bewegung „Wir machen das" will demonstrieren, dass ein Zusammenleben mit neu in Deutschland angekommenen Menschen auf Augenhöhe und auf Dauer möglich ist, und die öffentlichen Stimmen derjenigen stärken, für die Zuwanderung keine Bedrohung ist.

Logo: we’re doing it e.V.
Logo: We’re doing it e.V.

Dabei bringt sich jede und jeder auf ihre bzw. seine Art ein: „Vom Kleiderfalten bis Lobbyismus, von Sammelklage bis Seenotrettung, vom Beherbergen bis zum Bauvorhaben, von Rechtsberatung bis Sprachvermittlung, von kultureller Teilhabe bis Arbeitsplatzvermittlung, vom persönlichen Statement bis zur Medienkampagne.“

Wer mehr über die Initiative erfahren möchte, dem sei heute Abend die ZDF-Sendung "Aspekte" ans Herz gelegt: Dort wird Schriftstellerin Annika Reich, die das Aktionsbündnis zusammen mit anderen Frauen ins Leben gerufen hat, zu Gast sein.
zeit.de, wirmachendas.jetzt, zdf.de ("Aspekte")

Berlin: Jobbörse für Geflüchtete

Das Estrel Hotel Berlin veranstaltet heute eine Jobbörse für geflüchtete Menschen. Mehr als 150 Firmen und Organisationen – darunter die Berliner Sparkasse, Gegenbauer, IHK Berlin, Vattenfall und Zalando – haben ihre Teilnahme zugesagt. Auch die Agentur für Arbeit Berlin Süd wird mit einem mehrsprachigen Team vor Ort sein, um konkrete Fragen (z.B. arbeitsrechtlicher Natur) zu beantworten.
berlinonline.de, tw-media.com, jobboerse-estrel.de

Engagement-Tipps für Flüchtlingshilfe

Das gemeinnützige Analyse- und Beratungshaus PHINEO hat einen Ratgeber für wirksames Engagement in der Flüchtlingshilfe veröffentlicht. Der von der Bertelsmann Stiftung geförderte und kostenlos angebotene Ratgeber mit dem Titel "Vom Willkommen zum Ankommen: Wirksames Engagement für Flüchtlinge in Deutschland" gibt konkrete Tipps für die Akuthilfe und für langfristiges Engagement, die anhand von Themenbereichen wie Wohnen, Gesundheit, Sprache oder Rechtsberatung systematisch aufbereitet wurden. Auf der Website fuer-fluechtlinge-spenden.de finden GeldgeberInnen zudem 74 ausgewählte Projekte, die sich in den Bereichen Integration, Asyl und Demokratieförderung engagieren.
fuer-fluechtlinge-spenden.de, Ratgeber "Vom Willkommen zum Ankommen" (PDF)

ISEKI spendet Elektrofahrzeuge

ISEKI, Generalimporteur von MEGA-Elektrofahrzeugen aus französischer Produktion, will mehrere Gebrauchte an gemeinnützige Organisationen spenden.

Foto: ISEKI-Maschinen GmbH
Foto: ISEKI-Maschinen GmbH

Die Fahrzeuge sind laut ISEKI technisch geprüft und voll fahrtüchtig, besitzen aufgrund des Batteriestatus aber mögliche Einschränkungen in der täglichen Reichweite. Gemeinnützige Institutionen und Vereine können sich bis zum 4. März 2016 um eines oder mehrere der Fahrzeuge bewerben.
facebook.com

Halle/Saale: Neue Website für Flüchtlingshelfer

2016-01-26 HalleDie Freiwilligen-Agentur Halle hat eine Online-Plattform für Engagierte in der Flüchtlingshilfe gestartet. Die Webseite „Willkommen in Halle“, die vom Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle unterstützt wird, soll Freiwilligen den Einstieg ins Ehrenamt erleichtern und bietet u.a. einen Überblick zu Engagement-Angeboten, Infos zu Begegnungsmöglichkeiten und Veranstaltungstipps, Fortbildungen, Spendeninfos sowie Links und Hinweise zu Organisationen und Materialien.
mz-web.de, hallespektrum.de, willkommen-in-halle.de

Rheinland-Pfalz: Förderprogramm für Ehrenamtliche

Mit einem neuen Programm des Bundeslandes Rheinland-Pfalz namens „ehrenamtliche Dialogbotschafterinnen und Dialogbotschafter“ sollen Kommunen eine einfache und unbürokratische Projektförderung für bürgerschaftliches Engagement vor Ort erhalten. Kreisfreie Städten, Landkreise und große kreisangehörige Städte können bis zu 1.000 Euro pro Monat erhalten, um damit Aktivitäten neuer oder bestehender Initiativen zu unterstützen.
mrn-news.de

Studium: Leistungspunkte für Flüchtlingshilfe

Die Freie Universität und die Humboldt-Universität in Berlin belohnen ehrenamtliche Flüchtlingshilfe von Studenten laut einem Bericht der „Berliner Morgenpost" mit Leistungspunkten. So könnten sich Bachelor-Studenten der FU je nach Fachbereich ihre Praktika in der organisierten Flüchtlingshilfe anrechnen lassen, an der Humboldt-Uni sei dies sogar an allen Fakultäten möglich.
morgenpost.de

Goslar: Zuwanderung? Ja, bitte!

Dr. Oliver Junk, Oberbürgermeister der Stadt Goslar (Foto: Stefan Sobotta)
Dr. Oliver Junk, Oberbürgermeister der Stadt Goslar (Foto: Stefan Sobotta)

In Zeiten überhitzter Debatten um Flüchtlingszahlen sendet Goslar ein positives Zeichen: Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk ist bereit, deutlich mehr Geflüchtete aufzunehmen, als er nach geltendem Schlüssel müsste. Denn die Stadt habe in den vergangenen zehn Jahren rund 4.000 Einwohner verloren, Wohnungen gebe es daher reichlich. Der Goslarer OB sieht die Zuwanderung vor diesem Hintergrund vor allem als Chance: „Jeder einzelne Mensch, der sich aus seiner Heimat aufgemacht hat, bringt einen ungeheuren Hunger danach mit, sich wieder etwas aufzubauen. Solch motivierte Neubürger brauchen insbesondere die vielen Städte und Regionen Deutschlands, die derzeit unaufhaltsam an Bürgern und damit an Substanz und Arbeitskräften verlieren.“
solinger-tageblatt.de

Neubrandenburg: Campus für jugendliche Flüchtlinge

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat in Neubrandenburg einen Campus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eingerichtet, für den in der Nähe einer Berufsschule drei Wohngruppen mit 30 Plätzen geschaffen wurden. Hier werden die jungen Neuankömmlinge betreut, in Deutsch unterrichtet und an eine berufliche Ausbildung herangeführt. Firmen in der Umgebung wollen den Kids zudem Praktika anbieten.
ostsee-zeitung.de, ndr.de

Refimo: Neue Jobvermittlung für Flüchtlinge

Vier Studenten haben in Eigeninitiative das Webportal „Refimo" auf die Beine gestellt, das jobsuchende Flüchtlinge und Fachkräfte suchende Unternehmer unkompliziert zusammenbringen soll.

2016-01-19 Refimo

Die benutzerfreundlich gestaltete und auf die Smartphone-Darstellung zugeschnittene Plattform gleicht Arbeitsplatzanforderungen mit den persönlichen Kompetenzen, Berufserfahrungen und Wünschen der Bewerber ab und kann in Deutsch, Englisch, Französisch, Persisch und Arabisch genutzt werden. Refimo soll für Flüchtlinge dauerhaft kostenlos bleiben und zunächst in der Rhein-Neckar-Region starten.
rnz.de, refimo.de

Leitfaden für Unterbringung und Integration

Leitfaden für Unterbringung und IntegrationDas Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat eine Spezial-Publikation zum Thema "Flüchtlinge und Asylsuchende in Kommunen" veröffentlicht. Das kostenfreie Special informiert u.a. über das erleichterte Baurecht für Flüchtlingsunterkünfte, die Inobhutnahme von unbegleiteten Kindern, die Ausbildung und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und vieles mehr. Das Difu unterstützt Kommunen bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden auch mit einem Online-Wegweiser.
difu.de (Flüchtlinge und Asylsuchende in Kommunen; PDF), difu.de
(Online-Wegweiser; PDF)

Ausstellung würdigt Flüchtlingshilfe

„FluchtHELFER – Freiwilliges Engagement für Flüchtlinge in der Europäischen Metropolregion Nürnberg“ ist der Titel einer Wanderausstellung, die sich der Arbeit von Freiwilligen in der Flüchtlingshilfe widmen und stellvertretend für viele Tausende Helfer 15 Ehrenamtliche aus der Region Nürnberg porträtieren wird. Die Wanderausstellung entstand in Kooperation mit 15 Städten und Landkreisen und kann zwischen dem 26. Januar und 19. Februar 2016, jeweils montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr besucht werden.
nuernberg.de