Geflüchtete Kinder erzählen

wie man in Google-Aktien in der Schweiz investieren kann Das Kinderhilfswerk World Vision stellt in Kooperation mit der Hoffnungsträger-Stiftung die Studie „Angekommen in Deutschland – wenn geflüchtete Kinder erzählen“ vor, die Flüchtlingskindern eine Stimme gibt.

Die Studie basiert auf Interviews mit geflüchteten Kindern, die in Begleitung von Familienangehörigen nach Deutschland gekommen sind, und über ihre Fluchtgründe, ihre Erlebnisse, ihre Ängste und Erwartungen an Deutschland berichten. Die Studie befasste sich bewusst mit der Situation begleiteter Kinder, da sie im deutschen Asylsystem einfach ihren Familien zugeordnet und in der öffentlichen Diskussion weniger beachtet werden als unbegleitete Minderjährige. Die befragten Kinder stammen aus Afghanistan, Serbien, Syrien, dem Iran, Eritrea und aus dem Kosovo.

Angekommen in DeutschlandAus den Erzählungen der Kinder und der wissenschaftlichen Auswertung wurden konkrete Handlungs-Empfehlungen abgeleitet, um die Situation von geflüchteten Kindern zu verbessern.

Neben World Vision und der Hoffnungsträger-Stiftung haben die Goethe-Universität Frankfurt, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Aktion Integration (aki) Ludwigsburg und die von Steffi Graf gegründete Stiftung „Children for Tomorrow“ an der Entstehung der Studie mitgewirkt.
worldvision-institut.de, hoffnungstraeger.de, Studie als PDF

Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum wird mobil

in Google-Aktien investieren Kurz vor Ostern bringt die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum ihre mobile Beratung an den Start. So sollen zukünftig Flüchtlinge und Helfer direkt in den Unterkünften die Beratungsangebote wahrnehmen können. Diese Form der Beratunsgarbeit wird zunächst getestet, um etwaige Bedarfe zu klären. Anschließend soll sie in einem regelmäßigen Wochenrhythmus fortgeführt werden.
radiobochum.de

Paten für Asylbewerber gesucht

In der osthessischen Stadt Gelnhausen suchen die Ökumenische Flüchtlingshilfe und der Bürgermeister der Stadt Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für in der Stadt Flüchtlinge engagieren wollen und können. In Form von Patenschaften können Geflüchtete bei Behördengängen und Arztbesuchen, bei der Amtspostbearbeitung oder beim Deutschlernen unterstützt werden. Der Bürgermeister von Gelnhausen, Thorsten Stolz, ist froh über die bisherige rege Unterstützung durch die örtlichen christlichen und islamischen Gemeinden, Sportvereine und Privatpersonen ungemein für die Flüchtlinge. Anfang April findet ein erstes Treffen für potentielle Paten statt.
osthessen-news.de

Hilfe für HelferInnen

Google-Aktien kaufen Die Caritas der Gemeinde Coesfeld (NRW) hat für die ehrenamtlichen HelferInnen des Kreises den „Fachdienst Integration und Migration“ (FIM) eingerichtet. Die zwei Frauen, die für den Fachdienst tätig sind, sollen zukünftig die Arbeit der ehrenamtlich tätigen FlüchtlingshelferInnen unterstützen. So sollen sie die Weiterbildungskurse für „Integrationslotsen“ vorantreiben aber auch das Wissensmanagement rund um die Fragen Asylrecht, Traumatisierung oder beim beim Aufbau von lokalen Flüchtlingsinitiativen unterstützen.
www.wn.de

Projekt „Mundart“ vereint Sprache, Berufstraining und Theater

Seit Februar 2016 haben junge Flüchtlinge in Essen die Möglichkeit, mithilfe von Sprachcoaching, Theaterspiel und Berufsberatung im Projekt „Mundart“ einen leichteren Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Der Kurs, zu dem ein Eignungstest erforderlich ist, wird mit ca. 20 Migranten, im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, besetzt und dauert neun Monate. Die Initiative, welche aus einer Zusammenarbeit der Bochumer Defakto GmbH und dem Jobcenter resultiert, konnte bereits erste Erfolge verbuchen - nach Abschluss des Kurses werden über 40% der TeilnehmerInnen unmittelbar mit einer Ausbildung oder einer neuen Arbeit beginnen.
www.derwesten.de

Brandenburg: Workshop für Willkommensinitiativen

Am 2. Mai 2016 findet in der Jugendbildungsstätte Kurt Löwenstein (Freienwalder Allee 8, 16356 Werneuchen) von 10 bis 17 Uhr der Workshop „Neonazistischen Bedrohungen effektiver entgegen treten: Unterstützung für Willkommensinitiativen und Engagierte in der Flüchtlingshilfe“ statt. Organisiert wird das Ganze von der Bundesarbeitsgemeinschaft Kirche und Rechtsextremismus (BAG K+R) in Kooperation mit der Jugendbildungsstätte „Kurt Löwenstein“, dem Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter Gewalt und dem Bundesverband Mobile Beratung.

Der Workshop richtet sich insbesondere an Engagierte aus Willkommensinitiativen und in der Flüchtlingshilfe – insbesondere in Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Neben dem Erfahrungsaustausch und Expertenberichten bietet der Workshop die Möglichkeit, sich zu vernetzen. Die Teilnehmerzahl ist auf 40 begrenzt, um Anmeldung bis zum 8. April 2016 wird gebeten.
bagkr.de

Infoflyer zum Thema „Arbeitsrecht für Geflüchtete“

Der DGB-Bundesvorstand und das Projekt „Faire Mobilität“ haben mehrere Infoflyer zum Thema „Arbeitsrecht für Geflüchtete“ herausgegeben. Diese behandeln die Themen „Mindestlohn“, „Kein Lohn“, „Leiharbeit“ und „Selbstständigkeit“ und richten sich vor allem an Geflüchtete, die über eine Arbeitserlaubnis verfügen. Die Flyer sind in fünf Sprachen – Deutsch, Arabisch, Farsi, Englisch und Französisch – verfügbar.
faire-mobilitaet.de

„WIR“ will Flüchtlinge in Hamburg schnell in den Arbeitsmarkt integrieren

Im Herbst vergangenen Jahres haben die Ausländerbehörde und die Agentur für Arbeit in Hamburg das Projekt „WIR“ („work and integration for refugees“) gestartet. Ziel ist es, Geflüchtete möglichst schnell und gut in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dafür sollen bis Ende des Jahres alle Flüchtlinge mit Bleibeperspektive im IT-System der Bundesagentur für Arbeit erfasst sein. Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat sich das Projekt einmal genauer angeschaut.
hamburg.sat1regional.de (Video, ca. 2:10 min)

BFDF-Plätze für Geflüchtete in Hamburg

Der AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. ermöglicht jungen Menschen, sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes für das Allgemeinwohl zu engagieren. Ab dem 1. Mai 2016 bietet der AFS auch BFDF-Plätze für Geflüchtete in Hamburg an. Dabei kommt ein spezielles Konzept zur pädagogischen Begleitung von Freiwilligen mit Fluchterfahrung zum Einsatz. So sollen die Chancen der Geflüchteten auf dem Arbeitsmarkt positiv beeinflusst und zu einer nachhaltigen Integration beitragen werden.
afs.de

Schutzkonzept für Flüchtlingskinder bundesweit?

Flüchtlingskinder besser vor Gewalt oder Missbrauch schützen, will ein neues Modellprojekt des Kinderhilfswerks Plan International und der Johanniter-Unfall-Hilfe in Hamburg. Der Titel: "Stärkung einer kinderfreundlichen Umgebung und Sicherstellung des Kinderschutzes in Hamburger Flüchtlingsunterkünften." Konkret gehe es darum, Kinderräume, separate Toiletten und eine ausreichende Bewachung der Unterkünfte zu realisieren. Privatsphäre und Spielmöglichkeiten seien nötig, um die Kleinen vor der oft spannungsgeladenen Atmosphäre in den Unterkünften zu schützen, sagte Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland, bei der Präsentation der Initiative am Dienstag in Hamburg. Das Schutzkonzept wird dank einer Finanzierung des Bundesfamilienministeriums seit Januar bereits in einer Unterkunft in Hamburg-Stellingen umgesetzt – und könnte nun bundesweit ausgerollt werden. Im Mai wird eine zweite Hamburger Flüchtlingsunterkunft entsprechend eingerichtet. Die Bedürfnisse und Ängste wurden in einer Befragung von Kindern in vier Erstaufnahmeeinrichtungen erhoben.
ndr.de, abendblatt.de

Neue Wohnungen für Flüchtlinge in Fuhlsbüttel

120 neue Wohnungen für Flüchtlinge will das städtische Unternehmen Fördern und Wohnen in der Nähe der U-Bahnhaltestelle Fuhlsbüttel Nord bauen. In den neuen Unterkünfte sollen mehr als 600 Menschen einen Unterschlupf finden. Näheres will der Bezirk Nord am 7. April verraten.
ndr.de

Hör-Tipp: Potsdamer Grundschüler über Flüchtlinge

 Jeder ist willkommen... Foto: radioeins, Amelie Ernst

Jeder ist willkommen... Foto: radioeins, Amelie Ernst

Es sind Sätze, die unter die Haut gehen. Ausgesprochen von Kindern einer Grundschule im brandenburgischen Potsdam. Radio Eins begleitet die Schüler der Willkommensklasse an der Weidenhof-Grundschule schon länger. Dieses Mal ging es zu einem Ausflug in eine andere Schule. Hier zwei Aussagen, die keiner weiteren Beschreibung bedürfen:

"Eigentlich muss man doch Respekt vor denen haben, weil was die schon alles hinter sich haben. Im Gegensatz zu denen haben wir eigentlich nichts hinter uns so richtig. Weil die mussten ja laufen und sowas alles."

"Wir haben Geld und können es uns gut gehen lassen und manche haben kein Geld und müssen da flüchten, damit sie überhaupt noch ihr Leben haben. Da find ich es nicht richtig, wenn man die Grenzen einfach schließt."

Nachzuhören ist der Beitrag bei den Kollegen von radioeins.de >>

BTU hilft – Studierende helfen Geflohenen

Ein Team von engagierten Studierenden der BTU Cottbus-Senftenberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hilfsangebote, Aufrufe und Projekte verschiedener sozialer Einrichtungen, Organisationen und Initiativen zu sammeln und zu listen, um so Helfende und Organisatoren zusammenzubringen. Wer wissen will, wo in Cottbus Hilfe benötigt wird, kann sich hier informieren:
facebook.com/StudentischeHilfeFuerGeflohene.Cottbus

Stiftungen fördern ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

Unter dem Titel „Stiftungen helfen – Engagement für Flüchtlinge in Niedersachsen“ haben sich insgesamt 31 Institutionen aus Hannover und Umland zusammengeschlossen, um freiwillige Helfer zu unterstützen. Hierzu steht ab sofort ein Fonds im Wert von 250.000 Euro zur Verfügung. Dieses Geld kann bspw. für Fahrkarten oder Sprachkurse genutzt werden. Gefördert werden ehrenamtliche Aktivitäten mit bis zu 500 Euro.
www.welt.de, www.stiftungen-helfen.de

Strapazen im Winter: Ärzte über kranke Flüchtlinge

Wer kommt 2016 eigentlich nach Deutschland? Glaubt man aktuellen Medienberichten, sind es längst nicht mehr nur junge Männer. Rund 50 Prozent der Ankommenden in den Unterkünften bei München waren in den ersten Monaten 2016 Kinder und Jugendliche, berichtet etwa Spiegel Online. Auch alte Menschen wagen die Flucht. Damit einher geht auch der Umstand, dass Ärzte von einer Zunahme von Härtefällen sprechen. Die Strapazen der Flucht hinterlassen im Winterhalbjahr offenbar besonders deutliche Spuren: Oft kommen die Menschen schwer gezeichnet bei uns an und brauchen vor allem ärztliche Versorgung. Das beschreibt Spiegel Online zumindest für die bayrischen Übergangscamps Erding und Feldkirchen, die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut werden, aber sicher auch beispielhaft für andere Unterkünfte im Land gelten dürfen.
spiegel.de

Seniorin spendet kistenweise Schuhe für Idomeni

Notwendige Hilfe leisten viele Helferinnen und Helfer aus Deutschland dieser Tage nicht nur hierzulande, sondern auch im Chaos-Camp von Idomeni. Und da gibt es Geschichten, die einfach nur schön sind, etwa die von Christa Hardt: Die 75-Jährige lebt nördlich von Dresden und hatte früher einen Schuhladen. Aus den Restbeständen hat sie kürzlich mehrere Kisten mit Gummistiefeln für Kinder sowie Turnschuhen und Espandrillos für wärmeres Wetter gepackt und dem Dresden-Balkan-Konvoi mitgegeben. Dessen bereits zwölfter Treck machte sich Ende der vergangenen Woche auf den langen Weg nach Griechenland, wo die Hilfe weiterhin dringend gebraucht wird. Spenden geht auch hier.
sz-online.de

Hamburg startet Flächensuche „CityScope“ im Mai

Bild: BU
Bild: HCU Hamburg)
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz will bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Hamburg neue Wege gehen. Einwohner sollen sich anhand eines interaktiven Stadtmodells namens CityScope direkt an der Flächensuche beteiligen können. Anfang Mai startet diese Form der Öffentlichkeitsbeteiligung mit einer Auftaktveranstaltung. An großen Modelltischen kann dann in verschiedene Stadtteile gezoomt werden, um städtische Grundstücke zu finden, die sich zur Unterbringung von Flüchtlingen eignen könnten.
hamburg.de

Aktuelle Zahlen aus Schleswig-Holstein.

Schleswig-Holstein-Karte-UnterkunftIm laufenden Jahr 2016 sind bis Mitte März genau 4.599 Asylsuchende in Schleswig-Holstein aufgenommen worden, wie das Innenministerium vermeldet. Damit ist auch im nördlichsten Bundesland der Trend derzeit eher rückläufig, was auf die geschlossene Balkan-Route zurückzuführen ist. Aktuell stehen 12.752 Plätze für die Erstaufnahme zur Verfügung. Diese verteilen sich auf 14 Einrichtungen, die entweder in Betrieb sind oder als Reserve bezugsfertig vorgehalten werden. Die Erstaufnahmen befinden sich in Neumünster (1.300 Plätze), Boostedt (2.000), Glückstadt (1.128), Albersdorf (500), Eggebek (492), Kellinghusen (550), Kiel Ravensberg/Nordmarksportfeld (640), Kiel Wik (500), Lübeck (1.152), Lütjenburg (1.027), Putlos (1.440 Plätze), Schloss Salzau (320), Seeth (1.406) und Wentorf (297 Plätze).

2015 kamen rund 55.000 Flüchtlinge und Asylbewerber nach Schleswig-Holstein, die aber teilweise in andere Bundesländer vermittelt wurden. Für 35.076 Asylsuchenden war der Flächenstaat im Norden auch zuständig.
schleswig-holstein.de (Angaben ständig aktualisiert) via welt.de

Niedersachsen: Landesregierung will Basissprachkurse in sämtlichen Kommunen

Niedersachen-BroschuereDie niedersächsische Landesregierung will die Sprachförderung für Geflüchtete deutlich ausbauen. Durch entsprechende neue Angebote sollen bis zum Ende dieses Jahres 33.000 Menschen erreicht werden.

Dazu will die Landesregierung in sämtlichen Kommunen Basissprachkurse sicherstellen. Um diese mit qualifizierten Lehrkräften zu besetzen, sollten zukünftig 1.500 Lehramtsstudierende zusätzlich zu ihren eigenen Fächern auch „Deutsch als Zweitsprache" unterrichten können und die Beschäftigungsbedingungen für Lehrkräfte verbessert werden.

Das sind die Ergebnisse einer ersten Integrationskonferenz, die das Bündnis „Niedersachsen packt an" letzte Woche in Hannover organisiert hat. Im Rahmen der Konferenz wurden auch zwei neue Broschüren zur Integration und zur Sprachförderung für geflüchtete Menschen in Niedersachsen veröffentlicht.
haz.de, stk.niedersachsen.de (Broschüren zum Download)

NRW: Anreize für engagierte Pensionäre

Der Düsseldorfer Landtag hat durch Änderungen im Landesbeamtenversorgungsgesetz Anreize für pensionierte Beamte und Staatsbedienstete kurz vor dem Ruhestand geschaffen, die sich für Geflüchtete engagieren wollen.

Sollten die Pensionäre durch ihre Tätigkeiten hinzuverdienen, wird ihnen das in diesem und im nächsten Jahr ausnahmsweise nicht auf ihre Pension angerechnet. Eine weitere Änderung belohnt Polizisten, die ihren Ruhestand aufschieben: Sie sollen dafür mit einem zehnprozentigen Zuschlag belohnt werden.
rp-online.de, wdr.de, haufe.de

Polizei Niedersachsen: Info-Video für Geflüchtete

Die Polizei Niedersachsen hat vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation ein animiertes Erklärvideo über die Aufgaben und Zuständigkeiten der Polizei in Deutschland produziert. Darin werden ohne Worte und in sehr einfachen Bildern die wesentlichen Aufgaben veranschaulicht. Der Film sei produziert worden, um ein positives Bild der Polizei zu vermitteln, „als Freund und Helfer, aber auch als ein deutlicher Hinweis auf die Stellung der Polizei in einem Rechtsstaat“.

2016-03-17 Polizei Niedersachsen 299x190Der Grat zwischen der unbestritten guten Absicht der Ordnungshüter und der Gefahr, mit der einfachen Symbolik auf Kleinkind-Niveau geflüchtete Menschen für dumm zu verkaufen, ist allerdings schmal. Entsprechend ambivalent fallen die bisherigen Reaktionen zu dem über die sozialen Netzwerke verbreiteten Video aus. Gelungen oder nicht? Urteilt selbst!
facebook.com via taz.de

Refugee Phrasebook: Wichtige Wörter und Ausdrücke in 44 Sprachen

Von Berlin aus koordiniert eine Initiative das Projekt „Refugee Phrasebook“. Ziel ist es, hilfreiche Phrasen, Vokabeln und Links für Geflüchtete und Helfer bereitzustellen, um Neuankömmlingen eine Orientierungshilfe zu bieten. Dafür übersetzt ein Netzwerk von Freiwilligen Vokabular zur ersten Orientierung mit einem Grundwortschatz sowie medizinischen und juristischen Themen in 44 Sprachen. Die Materialien werden als offene Daten und als druckfertige Dateien zur Verfügung gestellt. Sie sind unter einer offenen Lizenz verfügbar, damit Flüchtlingsinitiativen, Designer und Helfer die Daten kostenfrei nutzen und anpassen können.
refugeephrasebook.de

Hello Festival in Berlin

Die Integration von Geflüchteten steht beim Hello Festival im Mittelpunkt. Die Veranstalter laden vom 18. bis zum 20. März in der Arena Berlin zu Konferenzen, TED-Talks und Straßenfußball ein. Das Programm steht ganz im Zeichen von Information, Engagement und Begegnung.
hello-festival.de

Seenotretter und Rettungsschwimmer helfen in Griechenland

Seit dem 7. März 2016 ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vor der griechischen Insel Lesbos mit dem Seenotrettungskreuzer MINDEN im Einsatz. Mit an Bord sind auch zwei Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Neben der Unterstützung der griechischen HelferInnen soll der Einsatz auch Hilfe zur Selbsthilfe sein.

Der Einsatz der MINDEN ist Teil der Initiative „Members assisting Members“ der International Maritime Rescue Federation (IMRF). In ihr sind 125 Seenotrettungs- und Wasserrettungsorganisationen aus 48 Ländern zusammengeschlossen.

Die IMRF-Mitglieder wollen Kapazitäten und Fähigkeiten der über die Grenzen ihrer Ressourcen hinaus tätigen griechischen Kollegen erweitern und das Hellenic Rescue Team (HRT) ausbilden. Die Freiwilligenorganisation soll zukünftig die griechische Küstenwache entlasten.

In ihrer ersten Woche konnten die Seenotretter bereits 601 Menschen auf hoher See retten, darunter mehr als 120 Kinder.
segelreporter.com, seenotretter-imrf.de

Flüchtlingshilfe Neckarbischofsheim meldet Erfolg

Obwohl die 70 angekündigten Flüchtlinge noch gar nicht in der Kleinstadt angekommen sind, war die Spendenbereitschft der BürgerInnen und Unternehmen bereits groß. Die Flüchtlingshilfe Neckarbischofsheim hatte in Kooperation mit ansässigen Firmen und einem lokalen Gymnasium zu Spenden aufgerufen und ist mit Rücklauf sehr zufrieden. Als Lager konnte ein leerstehender Supermarkt aktiviert werden, die Geflüchteten sollen im April auf einem stillgelegten Firmengelände untergebracht werden.
rnz.de, fh-nbh.de (Webseite der Flüchtlingshilfe Neckarbischofsheim)

Dortmund: FlüchtlingshelferInnen schaffen Strukturen

In Dortmund gibt es bereits mehr als 2.000 Ehrenamtliche, die sich in unterschiedlichster Weise in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Am 10. März 2016 gründeten VertreterInnen von 15 Vereinen und Organisationen das „Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe“ in Dortmund. So will man Strukturen für eine vernetzte Arbeit schaffen und eine Zentrale für die stadtweite Koordination der Ehrenamtlichen in der Arbeit mit Geflüchteten schaffen. Zukünftig will man sich in sechswöchigem Rythmus treffen.
nordstadtblogger.de, nefdo.wordpress.com (Webseite des Netzwerks)

Wissenstransfer Brandenburg – USA

Gut 30 Studierende der US-Uni Harvard Kennedy School of Goverment suchten zu Beginn der Woche den direkten Austausch zu HelferInnen der brandenburger Übergangsheime in Stahnsdorf bei Berlin. Inzwischen sei das Flüchtlingsthema auf Platz zwei direkt hinter dem VW-Dieselskandal in den USA. Das Team des Internationalen Bundes (IB), Betreiber der Unterkünfte, organisierte eine Gesprächsrunde zwischen Heimpersonal, Geflüchteten und den amerikanischen StudentInnen, die anschließend zu einem Treffen mit Bundesjustizminister Heiko Maaß (SPD) weiterreisten.
maz-online.de

Bistum Augsburg stellt bis zu 1,4 Mio. Euro für Flüchtlingshilfe bereit

Mit dem Geld werden in diesem 24 Wohnungen für ca. 90 Geflüchtete in der Augsburger Innenstadt hergerichtet. Die Unterkünfte sind Eigentum der St. Ulrichswerks der Diözese Augsburg GmbH. Die Stadt mietet für die kommenden drei Jahre die Wohnungen, das Bistum streckt einen Betrag von 600.000 Euro vor, um notwendige bauliche Anpassungen vornehmen zu können.

Weitere 800.000 Euro fließen in ein Projekt des Stadt-Caritasverbandes. Auf dem Grundstück einer Pfarrei entstehen Unterkünfte für insgesamt 60 Flüchtlinge.
zenit.org

Trier: Projekt für geflüchtete Künstler

Das Trierer Kultur- und Kommunikationszentrum Tufa startet am 8. April das Projekt „Kunstasyl", mit dem geflüchteten und Asyl suchenden Künstlern die Möglichkeit gegeben werden soll, kreativ tätig zu werden.

Dabei stellt das Zentrum seine Räumlichkeiten bis zum 1. Mai als Gemeinschaftsatelier einschließlich Material und Werkzeug für die vielfältigen Formen der Bildenden Kunst zur Verfügung.

Die Tufa sucht noch weitere geflüchtete Künstler, die Interesse haben, an dem Projekt teilzunehmen.
wochenspiegellive.de, lokalo.de

Ökonom: Zuwanderung als Chance

Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat im vergangenen Jahr eine Studie veröffentlicht, wonach der ökonomische Nutzen durch die Zuwanderung von geflüchteten Menschen langfristig höher ist als die Kosten. Fratzscher plädiert dafür, die Ausgaben des Staates nicht ausschließlich als Kosten, sondern als Investitionen anzusehen, die auf längere Sicht der Wirtschaft und Gesellschaft zugutekommen werden. Deutschland sei besser denn je gerüstet, um diese Herausforderung zu bestehen.
welt.de

2016-03-15 Marcel Fratzscher 301x211

"Der Arbeitsmarkt ist hervorragend aufgestellt: Wir haben eine Million freie Stellen. Viele der Geflüchteten werden die Renten der Babyboomer zahlen."

Feuerwehr und DRK werben um Geflüchtete als Helfer

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) will geflüchtete Menschen mit Bleibestatus als ehrenamtliche Helfer gewinnen. In den nächsten zehn Jahren sollen nach Angaben des Verbands möglichst 60.000 Freiwillige als neue Mitglieder begrüßt werden.

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will Neuankömmlinge in Deutschland als Helfer gewinnen. Diese Form der Teilhabe sei ein guter Weg für eine gelingende Integration in die Gesellschaft, so DRK-Generalsekretär Christian Reuter.
welt.de

Dresden: Sonderstudienplätze für Geflüchtete

Zusätzlich zum bisherigen Studienangebot hat die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) acht Studienplätze in Bachelor-Studiengängen der Sozialen Arbeit und der Elementarpädagogik geschaffen. Damit zielt die ehs darauf ab, Fachkräfte auszubilden, die später als Vermittler zwischen den Kulturen wirken und die sich professionell in die Integrationsarbeit einbringen können.

Geflüchtete Menschen, die sich rechtmäßig in Deutschland aufhalten und die über Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2/C1 verfügen, können sich noch bis zum 1. April 2016 an der Hochschule für die Sonderstudienplätze in den Studiengängen Soziale Arbeit sowie Bildung und Erziehung in der Kindheit (jeweils sechs Semester, Start im September 2016) bewerben.
idw-online.de, ehs-dresden.de

Berlin: Fragen und Antworten zur Gesundheitskarte

Seit kurzem erhalten Flüchtlinge in Berlin keine grünen Krankenscheine mehr, sondern die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Daraus ergeben sich Fragen, die auch für Helfer in den Notunterkünften relevant sind, da dort viele Flüchtlinge Rat suchen. Müssen Asylbewerber die neue Karte gesondert beantragen? Erfolgt der Startflächendeckend? Das Netzwerk "Berlin hilft" klärt die wichtigsten Fragen zur Umstellung.
berlin-hilft.com

Open Space Netzwerkveranstaltung „Digitale Bildung & Geflüchtete“

Am 8. und 9. April 2016 findet in Berlin die Netzwerkveranstaltung „Digitale Bildung & Geflüchtete“ statt. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man Geflüchteten die Teilhabe an Bildung und Gesellschaft ermöglicht. Dazu werden Fragen zur Digitalen Bildung diskutiert, Projekte und Initiativen vorgestellt und gemeinsam Konzepte ausgearbeitet und weiterentwickelt. Veranstaltet wird das Ganze von werkstatt.bpb.de, einem Projekt der Bundeszentrale für politische Bildung, als Partner sind u.a. das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), das Goethe-Institut sowie das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) dabei.
bpb.de

Codedoor: Integrationshilfe mit Laptops und Bildungsprogramm

Die beiden Programmierer Nicolas Ritouet und Karan Dehghani gründeten vergangenes Jahr Codedoor.org. Die Non-Profit-Organisation stellt Geflüchteten Laptops, einen Platz zum Arbeiten und ein Kursprogramm zur Verfügung. So sollen sie das Programmieren lernen, um nach zweijähriger Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. Das Codedoor-Team bereitet alte Laptops auf, stellt Räumlichkeiten und Software sowie Tutoren zur Verfügung.

Das Programm steht allen interessierten Geflüchteten offen – Voraussetzungen sind Englischkenntnisse und Eigenmotivation. Zur Zeit finden Kurse bereits in Berlin und Frankfurt am Main statt, weitere Städte sollen folgen. Florian Wallner, bei Codedoor verantwortlich für Communication & Partnerships, verrät ihm Interview, wie man das Projekt unterstützen kann.
codedoor.org; onlinemarketingrockstars.de

Status quo: Flüchtlinge in Berlin Prenzlauer Berg

Wie viele Flüchtlinge leben derzeit in den Unterkünften im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg? Wie sind sie verteilt und woher kommen sie? Wo gehen die Jüngeren in Kitas und Schulen? Wie lange werden die Turnhallen noch als Notunterkünfte gebraucht? Diese und viele weitere Fragen beantwortet das Team der Online-Lokalzeitung "Prenzlauer Berg Nachrichten" in einem Schwerpunkt-Beitrag.
prenzlauerberg-nachrichten.de

Handshake2Deutschland: TV- und Onlineangebot für Flüchtlinge und Helfer

Der österreichische Medienunternehmer Alexander von Trauttmansdorff (High View) und Frank Apfel, Geschäftsführer von Apfel TV Kontor, starten „Handshake2Deutschland“, ein TV- und Onlineangebot für Flüchtlinge und Helfer. Neben Erklärfilmen, Nachrichten und Informationen soll das Programm auch ein Format beeinhalten, in dem Sprachkurse und Apps für Migranten vorgestellt werden. Letzte Woche ist „H2D“ mit einem Pilotprojekt in der Flüchtlingsunterkunft der Kurpfalz-Kaserne Speyer gestartet.
h-2-d.de, wuv.de

Brandenburg: Neues Landesaufnahmegesetz beschlossen

Der Brandenburger Landtag hat mit der Mehrheit der rot-roten Regierungsmehrheit die Neuauflage des Landesaufnahmegesetzes zur Regelung der Unterbringung, Betreuung und sozialen Unterstützung von Asylsuchenden in den Kommunen beschlossen.

Das neue Gesetz soll zum 1. April in Kraft treten und Geflüchteten unter anderem den Gang zum Arzt erleichtern, welcher künftig nicht mehr bei der Sozialbehörde beantragt werden muss. Zudem soll die Zahl an Sozialpädagogen und Sozialarbeiter für geflüchtete Menschen erhöht werden.

Die „Märkische Allgemeine“ klärt im folgenden Artikel die wichtigsten Fragen zur Neuauflage des brandenburgischen Landesaufnahmegesetzes.
maz-online.de

Deutsche Muslime gründen Verband für Flüchtlingshilfe

Drei muslimische Bundesverbände wollen ihre Hilfe für geflüchtete Menschen künftig besser koordinieren und weiter ausbauen. Zu diesem Zweck haben sich der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IR) und die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden (IGS) jetzt zum Verband Muslimische Flüchtlingshilfe (VMF) zusammengeschlossen.

Zur Vorsitzenden des VMF wurde Nurhan Soykan, Generalsekretärin des Zentralrates der Muslime, gewählt. Sie erklärte, dass angesichts der Flüchtlingssituation vor allem die Muslime vor großen Herausforderungen stünden. Es sei deshalb wichtig und notwendig, die Kräfte zu bündeln, um die neu ankommenden Menschen bestmöglich zu unterstützen, sie aufzunehmen und ihnen eine Perspektive zu bieten.

Andere Organisationen und Einzelpersonen werden eingeladen, sich dem neu gegründeten Verband anzuschließen.
deutschlandfunk.de, islamiq.de, islam.de

Weitere Flüchtlinge ziehen in die Bonner Ermekeilkaserne

Die Bezirksregierung Köln lässt derzeit weitere Teile der Ermekeilkaserne in der Bonner Südstadt für die Unterbringung von Flüchtlingen herrichten. Wie viele Menschen wann genau in die Häuser 4 und 7 einziehen sollen, steht bisher noch nicht fest. Voraussichtlich wird das Deutsche Rote Kreuz die künftigen Bewohner versorgen. Im Haus 3 der Kaserne ist bereits eine Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht, in der aktuell 350 Flüchtlinge leben.
general-anzeiger-bonn.de

Senioren unterstützen Geflüchtete

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS) beteiligt sich mit dem Projekt „Alt für Jung-Patenschaften - Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete“ an dem neuen Programm des Bundesfamilienministeriums „Menschen stärken Menschen“, über das wir hier bereits berichteten.

An 20 bis 30 Standorten sollen 300 neue Patenschaften für geflüchtete Menschen entstehen. Dabei kann es sich nach Angaben der BaS sowohl um ein längerfristiges Mentoring von Geflüchteten unterschiedlichen Alters als auch um Patenschaften für ganze Familien handeln.

Seniorenbüros oder andere Akteure der offenen Altenarbeit und der Engagementförderung älterer Menschen werden eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen, welches zunächst bis zum Ende dieses Jahres läuft.
seniorenbueros.org (PDF mit weiteren Infos zur Beteiligung)

Deutsche Unternehmen offen für die Beschäftigung von Flüchtlingen

Deutsche Unternehmen sind offen für die Integration Geflüchteter. 59 Prozent könnten sich vorstellen, in der Zukunft Flüchtlinge zu integrieren, 19 Prozent tun dies bereits. Das zeigt eine Umfrage des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) und des Personaldienstleisters Hays, im Rahmen derer 354 Entscheider aus Unternehmen befragt wurden.
csr-news.net

Schulung zur Wohnungssuche für Flüchtlinge

Was müssen Helfer alles beachten, wenn Sie Flüchtlingen bei der Wohnungssuche helfen? Das hat Place4Refugees Berlin vom Kompato e.V. in einer Schulung aufbereitet – und bietet die entsprechende Präsentation nun zum Download an. Ein praktisches Hilfsmittel für alle, die sich in dem Umfeld engagieren. Von rechtlichen Aspekten wie Wohnpflicht und Wohnrecht mit Aufenthaltsgestattung über konkrete Zuständigkeiten von Ämtern in Berlin oder die Kostenübernahme durch Jobcenter bis hin zur Vertragsgestaltung enthält das Dokument wohl alles, was für die Wohnungssuche für Flüchtlinge wichtig ist. Prädikat: Wertvoll!
place4refugees.de/material (PDF-Download auf der Seite)

Tausche Dosen und Schnur gegen Haus für Geflüchtete

Dass man mit einer guten Idee auch ohne Geld etwas für hilfsbedürftige Menschen tun kann, zeigt ein Student aus München – zumindest ist Philipp Christov auf einem sehr guten Weg, sein Ziel zu erreichen. Und das lautet: Ein Haus für Geflüchtete zu ertauschen.

Die Idee, einen Gegenstand jeweils gegen eine immer höherwertige Sache einzutauschen, ist freilich nicht neu: Vorbild ist ein Kanadier, dem es gelang, sich von einer Büroklammer zum eigenen Haus „hochzutauschen“. Auch Philipp Christov will es auf diese Weise zu einem Haus bringen – allerdings nicht für sich selbst, sondern für geflüchtete Menschen.

Philipp Christov

Gestartet hat der Student seine Tauschaktion im April 2015 mit zwei Dosen Kidneybohnen und einer Schnur, aus denen er ein Dosentelefon bastelte. Weniger als ein Jahr später war Philipp Christov im Besitz eines Kleinwagens, den er nun zuerst gegen einen Gutschein für einen professionellen Werbefilm und diesen dann in eine Feier für bis zu 150 Leute inklusive Getränke und Buffet im Wert von rund 10.000 Euro eintauschte.

Wir sind gespannt, wie die Aktion weitergeht und drücken Philipp die Daumen, dass er sein Ziel, sich bis zum kommenden Winter zu einem Haus für Geflüchtete hochzutauschen, erreicht! Wer ihn unterstützen möchte, findet alle Infos auf der Website dasdosentelefon.de.
spiegel.de (Interview mit Philipp Christov), sat1bayern.de (TV-Beitrag)

Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“

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Um sich bei der Integration von Flüchtlingen gegenseitig zu unterstützen, haben deutsche Unternehmen das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ gegründet. Gestern gaben Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer im Bundeswirtschaftsministerium den offiziellen Startschuss für das Projekt. Etwa 330 Firmen gehören dem Netzwerk bisher an, welches vom Bund mit 2,8 Millionen Euro gefördert wird. Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, auf der sich Unternehmen, die Flüchtlinge beschäftigen wollen, zu Rechtsfragen, Integrationsinitiativen, Veranstaltungen sowie über gelungene Beispiele informieren können.
bmwi.de, dw.com/de

Bonner Privatgymnasium führt Flüchtlingsklasse ein

Die Otto-Kühne-Schule im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg hat für 15 bis 17 Jahre alte Schüler aus Krisenländern wie Syrien, Afghanistan und dem Iran eine Flüchtlingsklasse eingerichtet. Die Internationale Vorbereitungsklasse (IVK) besteht offiziell seit dem 1. Februar 2016 an dem Privatgymnasium und wird von Ursula Coester als Klassenlehrerin betreut. Das erklärte Ziel ist es, „alle IVK-Schüler an den mittleren Schulabschluss in der Klasse zehn heranzuführen“. DW-Redakteurin Dunja Dragojevic war zu Besuch in Bonn.
dw.com/de

Bischöfe und Rabbiner gemeinsam für Integration

Im Rahmen der christlich-jüdischen „Woche der Brüderlichkeit“ haben sich Rabbiner und Bischöfe in Hannover zum Thema Integration beraten. Gemeinsam wollen sich die Religionsvertreter gegen Fremdenhass und für die Integration von Geflüchteten, aber auch gegen Antisemitismus einsetzen. Heinrich Bedford-Strohm, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sagte, „[e]r sei dankbar dafür, dass die Religionsgemeinschaften in Deutschland in der Flüchtlingsfrage ‚große Gemeinsamkeiten‘ hätten“.
juedische-allgemeine.de

Projektzentrum für Integration und für Flüchtlinge in Schwäbisch Gmünd

Anfang Februar wurde in Schwäbisch Gmünd ein „Projektzentrum für Integration und für Flüchtlinge“ (Pfiff) gegründet. Dieses soll hilfebedürftigen Geflüchteten eine Anlaufstelle bieten und als Schnittstelle zwischen Ämtern, Jobcenter und Fachberatern fungieren. Das Pfiff will für jeden Flüchtling mithilfe eines von Arbeitsamt und Jobcenter konzipierten Fragebogens, den die Hilfesuchenden ausfüllen, einen individuellen Integrationsplan zusammenstellen.
swp.de

Berlin: Geflüchtete als Museumsführer

Im Berliner Projekt „Multaka" werden Geflüchtete aus Syrien und dem Irak zu Museums-Guides fortgebildet und bieten dann für Landsleute Führungen in arabischer Sprache an (wir berichteten). Im Interview mit dem RBB berichtet Projektleiterin Razan Nassreddine unter anderem über die beliebtesten Führungen.

Razan Nassreddine

Die Geflüchteten sehen, wie schlimm die Situation in Deutschland nach den Kriegen war. Die Flucht, die während des Zweiten Weltkrieges einsetzte. Es gibt den Flüchtlingen Hoffnung, wenn sie sehen, dass das heute so starke Deutschland es auch geschafft hat. Sie sehen es als Vorbild und sagen sich, "wir werden Syrien später auch wieder aufbauen können“.

Das vollständige Interview gibt's bei rbb-online.de.

Zentrale Erstaufnahme in Hamburg Bergedorf

Die Hansestadt Hamburg will ab Mai 900 Flüchtlinge im früheren Dima-Sportcenter in Lohbrügge unterbringen und hat das Gebäude dazu gekauft. Somit entsteht die zweite Zentrale Erstaufnahme im Bezirk Bergedorf. Betrieben wird sie vom Malteser Hilfsdienst. Das Center am Havighorster Weg mit Platz für 1.000 Leute, Großküche, Duschen und Toiletten diente bis dato auch als Location für Sportevents und Feiern.
bergedorfer-zeitung.de, ndr.de

Dresdner helfen in Idomeni

Eine Gruppe Freiwilliger aus Dresden hilft, die Situation der Geflüchteten in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze wenigstens etwas zu verbessern. Rund ein Dutzend Ehrenamtliche des „Dresden-Balkan-Konvois“ versorgen die an der geschlossenen Grenze Ausharrenden mit dem Nötigsten, weitere sieben Helfer aus Dresden kümmern sich auf der griechischen Insel Chios um Geflüchtete. Natürlich sind die Freiwilligen aus der sächsischen Hauptstadt hierfür auf Geld- und Sachspenden angewiesen. Wer die Helfer bei ihrer wichtigen Mission unterstützen möchte, findet alle Infos dazu auf der Website supportconvoy.org. Derzeit werden hauptsächlich Zelte, Isomatten, Schlafsäcke, Schuhe sowie haltbare Lebensmittel benötigt.
dnn.de, supportconvoy.orgbetterplace.org (Geldspenden)

Paderborn: Hohe Hilfsbereitschaft

500 bis 600 Ehrenamtliche sind derzeit in der Stadt Paderborn regelmäßig in der Flüchtlingshilfe engagiert, etwa 300 weitere helfen sporadisch. Seit dem Beginn des neuen Jahres stagniert die Zahl der Freiwilligen allerdings. Gesucht werden vor allem noch erfahrene Ehrenamtliche im Bereich der Sprachpädagogik. Die „Neue Westfälische“ bietet einen Überblick über die Anlaufstellen, an die sich Menschen wenden können, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchten.
nw.de

Lese-Tipp: 1 Sozialberaterin für 1018 Asylbewerber

Wenn zehn bullige Pakistaner, denen gerade die Arbeitserlaubnis verweigerte wurde, ins Büro von Sigrun Grüninger stürmen, möchte man mit der Helferin der Diakonie nicht tauschen. Doch die Asylsozialberaterin aus Neu-Ulm konnte den Männern an anderer Stelle helfen: Heute spielen sie in einem Cricket-Team zusammen. Ihrer Arbeit widmet die "Süddeutsche Zeitung" ein lesenswertes Portrait. Das zeigt auch in Zahlen auf, mit welchen Herausforderungen Sigrun Grüninger zu kämpfen hat: Rein rechnerisch ist sie für 1018 Asylbewerber zuständig. Mit sechs weiteren Kollegen stemmt sie die Asyl- und Migrationsberatung der Diakonie Neu-Ulm. Ihre Klienten kommen aus den Kreisen Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen. Eine Arbeit zwischen großer Not, für die man Sigrun Grüninger und ihrem Team einfach Respekt zollen muss.
sueddeutsche.de

Hamburg: Weiterbildung für geflüchtete Ingenieure

2016-03-08 TUHH

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) bietet unter dem Titel „integral” ein nach eigenen Angaben in Deutschland einzigartiges Programm zur Weiterbildung für geflüchtete Ingenieurinnen und Ingenieure an, welches diese fachlich und sprachlich in den Themengebieten Umwelt, Energie und Wasser weiterbildet, um ihnen einen schnellen und zu ihrer Ausbildung passenden Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Durch Jobmessen, Exkurse, Bewerbungstrainings und Praktika soll zudem ein enger Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern geschaffen werden.

Das Programm dauert bis zu drei Semester und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Teilnahmebedingungen sind ein abgeschlossenes Ingenieursstudium (Bachelor oder Master), gute Deutschkenntnisse (Niveau B1/B2) und eine Aufenthaltserlaubnis.

Die Pilotphase des Weiterbildungsprogramms startet am 1. April 2016, Bewerbungsschluss ist am 20. März. Eine Infoveranstaltung für Interessenten ist für den kommenden Donnerstag (10. März) um 16 Uhr an der TUHH angesetzt.
idw-online.de, tuhh.de (Flyer mit Infos und Ansprechpartner)

Coburg: Zentrale Koordination der Flüchtlingshilfe

Der Kreisverband Coburg der Arbeiterwohlfahrt hat eine zentrale Stelle zur Koordination der Flüchtlingsarbeit eingerichtet. Ansprechpartnerin ist die Sozialpädagogin Dagmar Escher, die ab sofort Ehrenamtliche betreut, die sich in ihrer Stadt oder Gemeinde um Flüchtlinge kümmern. Frau Escher soll unter anderem Helfende von Verwaltungsaufgaben entlasten, Informationen bündeln und Geflüchtete beraten.
infranken.de

Leipzig: Symposium zur Unterbringungspraxis von Geflüchteten

Der Initiativkreis: Menschen.Würdig veranstaltet am 12. März gemeinsam mit dem Kulturbüro Sachsen im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Uni Leipzig das Symposium „Das Wohnen lernen? Zur Unterbringungspraxis von Geflüchteten und Wege zum selbstbestimmten Wohnen“. Ziel der Tagung ist neben einer kritischen Analyse der Wohn- und Lebenssituation von Geflüchteten, US-amerikanische und europäische Projekte der Wohnungslosenhilfe der gegenwärtigen Praxis gegenüber zu stellen und zu diskutieren.

Insbesondere wird das Konzept des „Housing first“ als Alternative zum herkömmlichen System der vorübergehenden Unterbringung in Notunterkünften vorgestellt. Dieser relativ neue Ansatz aus der US-Sozialpolitik hat sich überaus bewährt und setzt im Gegensatz zu vielen anderen Konzepten darauf, obdachlosen Menschen zuerst schnell und vor allem ohne Vorbedingungen Wohnraum zu vermitteln und diese daran anschließend durch Sozialarbeiter bedarfsgerecht zu betreuen. Damit werden Kostenträgern und Wohnungssuchenden Zwischenlösungen wie die Unterbringung in einer Notunterkunft erspart.
l-iz.de, menschen-wuerdig.org

Geldkarte für Flüchtlinge auch in Hamburg?

Das monatliche Taschengeld für Flüchtlinge könnte in Hamburg bald per Geldkarte ausgezahlt werden. Dafür macht sich Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) stark. Damit wäre Hamburg das zweite Bundesland, das von Bargeld auf Geldkarte umstellt. Baden-Württemberg will ab dem Sommer das Taschengeld für Flüchtlinge in Höhe von 149 Euro nur noch auf Geldkarten buchen. Derzeit wird das Geld in vielen Erstaufnahmeeinrichtungen bundesweit in bar ausgezahlt, was entsprechend viel Arbeit macht und auch Sicherheitsaspekte berührt. In Hamburg knüpft man die elektronische Lösung an eine Bedingung: "Wenn eine Geldkarte dazu dient, die Verwendung des Geldes auf wenige Konsumgüter einzuschränken, bin ich damit nicht einverstanden", sagte Katharina Fegebank. Sie will das Sachleistungsprinzip vermeiden.
welt.de

Schulungen für ehrenamtliche Sprachbegleiter

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) schreibt Fördermittel in Höhe von einer Million Euro für Modellprojekte zur Schulung ehrenamtlicher Sprachbegleiter aus. Ehrenamtliche sollen im Rahmen dieser Projekte u.a. lernen, erste Grundregeln der Grammatik und Aussprache methodisch zu vermitteln. Zentraler Punkt ist die auch Vernetzung der Sprachbegleiter untereinander und mit Dritten. Anträge können über das Förderportal easy-Online gestellt werden, Antragsfrist ist der 30.03.2016.
bamf.de

Sachsen: Förderprogramm für Flüchtlingshilfe

Zur Unterstützung ehrenamtlichen Engagements bei der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern legt der Freistaat Sachsen auch 2016 ein Sonderprogramm auf und stellt hierfür bis zu 1 Million Euro zur Verfügung. Konkret können Helfende für eine ehrenamtliche Tätigkeit von durchschnittlich mindestens 20 Stunden monatlich eine pauschale Aufwandsentschädigung von bis zu 40 Euro monatlich erhalten.

Antragsberechtigt sind Projektträger, bei denen das Ehrenamt geleistet wird. Förderfähige Tätigkeiten sind die Vermittlungen von Sprachkenntnissen und Dolmetscherleistungen, die Sammlung, Aufbereitung und Ausgabe von Sachspenden sowie allgemeine soziale und kulturelle Betreuungen wie die Begleitungen zu Behörden, Einrichtungen und medizinischen Behandlungen sowie sonstige integrative Maßnahmen. Nicht förderfähig sind politische oder religiöse Aktivitäten sowie Maßnahmen, für die es spezielle Förderprogramme gibt. Auch Verfahrens- und Rechtsberatung und Maßnahmen der Integration in Ausbildung, Arbeit und Beruf zählen nicht dazu.
sachsen.de

Hochschule Anhalt: Erfolgreiche Integration

80 Geflüchtete haben im Januar und Februar vier 7-wöchige Intensivsprachkurse an allen drei Standorten der Hochschule Anhalt in Bernburg, Dessau-Roßlau und Köthen besucht. 77 Teilnehmer haben die erste Prüfung erfolgreich abgeschlossen und werden ab dem 1. März in einen Sprachkurs höheren Niveaus wechseln, der im Juli endet. Daran anschließend werden Willkommensseminare stattfinden, die neben dem Sprachunterricht vor allem Gesprächs- und Weiterbildungsangebote beinhalten.

Die Hochschule Anhalt hat an allen drei Standorten zudem ein Beratungsnetz für Flüchtlinge aufgebaut und organisiert in Zusammenarbeit mit privaten Bildungsträgern sowie den Agenturen für Arbeit und Jobcentern Infoveranstaltungen. 15 internationale Studierende mit Sprachkenntnissen in Arabisch, Farsi und Kurdisch unterstützen die Flüchtlingsarbeit von Behörden in der Region. Zusätzlich betreuen Studierende als sogenannte Sprachlotsen Geflüchtete ehrenamtlich bei der Integration in den deutschen Alltag.
jenapolis.de

Ab 10. März: Aktionswochen gegen Rassismus

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden in diesem Jahr vom 10. bis 23. März statt. Sie stehen unter dem Motto „100 % Menschenwürde – gemeinsam gegen Rassismus“. Mehr als 1.000 Veranstaltungen wurden bereits für die Aktionstage gemeldet.

Die bundesweite Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag, dem 10. März um 16 Uhr in Halle (Saale) statt, wo in diesem Jahr 75 Veranstaltungen durchgeführt werden. Wichtige Signale sollen auch aus Dresden kommen, wo es mit 69 Meldungen deutlich mehr Veranstaltungen als in den Vorjahren gibt. Unter den Bundesländern steht Baden-Württemberg an der Spitze: 25 Prozent der gemeldeten Veranstaltungen finden im Ländle statt.

Die bundesweite Eröffnung des in die Aktionswochen integrierten Projekts „Muslime laden ein“ wird am 11. März in Düsseldorf stattfinden. Für den 19. März ruft zudem ein breites Bündnis mit Amnesty International, Pro Asyl, dem Interkulturellen Rat und der Stiftung gegen Rassismus zu einem Aktionstag unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt“ auf, an dem viele Aktionen der Solidarität gestartet werden sollen.
internationale-wochen-gegen-rassismus.de

Panorama fragt Helfer: Schaffen wir das wirklich?

Flüchtlinge beim gemeinsamen Kochen mit einem Helfer. Bild: NDR
Flüchtlinge beim gemeinsamen Kochen mit einem Helfer. Bild: NDR
Willkommen in der Wirklichkeit – so überschreibt das NDR-Magazin Panorama einen Beitrag, mit dem die Fernsehmacher der Flüchtlingshilfe und Integration in Deutschland auf den Zahn fühlen. Am Beispiel ehrenamtlicher und institutioneller Helfer versucht die Sendung ein Stimmungsbild einzufangen. Es geht um Zeit, Geduld, Erwartungen, Druck. Auch auf Seiten der Flüchtlinge. Mancher sehnt sich – typisch deutsch – nach einem Masterplan. Doch dem Betrachter wird schnell klar: Den wird's nicht geben. Immerhin: Die Reportage ist in deutscher und arabischer Sprache zu sehen. Vielleicht können sich beide Seiten – Geflüchtete und Helfer – dadurch wieder ein Stück näher kommen.
ndr.de (deutsche Fassung) ndr.de (arabische Fassung)

Messe „Zivilgesellschaft 4.0 – Geflüchtete und digitale Selbstorganisation“

Foto: Refugee-Hackathon | © Lionel-Kreglinger/Berlin 2015
Foto: Refugee-Hackathon | © Lionel-Kreglinger/Berlin 2015
Vom 3. bis zum 5. März 2016 findet im Berliner Haus der Kulturen der Welt die Messe „Zivilgesellschaft 4.0 – Geflüchtete und digitale Selbstorganisation“ statt. Das Projekt „100 Jahre Gegenwart“ bildet den Rahmen für die Veranstaltung, auf der Geflüchtete, Aktivisten, Entwickler, Theoretiker und Künstler zusammenkommen, um kritisch über die aktuelle Situation zu reflektieren, Strategien zu entwickeln und Lösungen festzuhalten.
hkw.de

BAMF fördert „House of Resources“

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF sucht gut vernetzte integrativ wirkende Vereine, Verbände und Migrantenorganisationen, die als „House of Resources“ agieren möchten. Diese unterstützen dann wiederum kleinere Organisationen und Gruppen, die nicht über ausreichendes Know-How, finanzielle oder strukturelle Ressourcen verfügen, indem sie Ressourcen und Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Diese Hilfestellungen können zum Beispiel Unterstützung beim Projektmanagement, Gewährung finanzieller Mittel für konkrete Maßnahmen oder die Bereitsstellung von Räumlichkeiten und technischem Equipment umfassen.

„House of Resources“ soll laut BAMF für mindestens drei Jahre mit einer Fördersumme von maximal 150.000 Euro jährlich konzipiert werden. Anträge können über das Förderportal easy-Online gestellt werden, Antragsfrist ist der 30.03.2016.
bamf.de

„Welcome to Germany“: App für Flüchtlinge

Nach dem Vorbild der „Welcome-App Dresden“ von Saxonia Systems AG soll die mehrsprachige App „Welcome to Germany“ Geflüchteten die Orientierung in Deutschland erleichtern. Sie erhalten Informationen zu Asylberatung, Sprachkursen, Notfallhilfe, Religion, Kleidungs- und Lebensmittelspenden, aber auch zu Freizeitgestaltung und Begegnungsstätten. Zu allen Bereichen sind Adressen der wichtigen Ansprechpartner hinterlegt. Die App ist im Google Play Store, bei Microsoft und im App Store erhältlich.
welcome-app-concept.de, stern.de

Welcome Help! e.V. – Hilfe für Menschen in Not

Das Team von „Welcome Help!“ will Geflüchteten in den Lagern entlang der Grenzen direkt und unbürokratisch helfen und organisiert u.a. Hilfsfahrten nach Slowenien, Frankreich, Griechenland und Mazedonien. Vor Ort verteilen die Helfer Lebensmittel, Kleidung, Decken und andere dringend benötigte Dinge. Wer das Hilfsprojekt unterstützen möchte, kann dies bei betterplace.org tun.
welcomehelp.eu, facebook.com/welcomehelp

Techfugees: Technologie für Geflüchtete

Mike Butcher, IT-Journalist bei TechCrunch, hat mit Freunden die Non-Profit-Oganisation Techfugees gegründet.

Im Rahmen dieses Projektes werden Konferenzen und Hackathons mit dem Ziel organisiert, Entwickler, Entrepreneure und Start-ups mit NGOs, Medien sowie (inter-)nationalen Behörden zusammenzubringen, um gemeinsam Produkte und Lösungen für die gegenwärtige Flüchtlingssituation zu entwickeln. Langfristig sollen diese den Geflüchteten die Integration erleichtern.
entwickler.de

Intergrationsarbeit bei „stern im norden“

„stern im norden“, ein überkonfessionell christliches Zentrum für Kinder, Jugend und Familie in Dortmund bietet, unterstützt von Ehrenamtlichen, regelmäßig Anfängersprachkurse für Flüchtlinge und Migranten sowie individuelle Begleitung für Besuche bei Behörden, Ärzten und Schulen an. Auch um die Verteilung von Möbeln kümmern sich die Helfer. Bei gemeinsamem Essen und Musik schafft der einmal im Monat stattfindende „Internationale Gesprächsabend“ für Flüchtlinge und Interessierten viel Raum zum Kennenlernen und Austauschen.
sternimnorden.de

„Hilfe für Helfer“ in Bonn

Im November 2015 gründete die Bürgerstiftung Bonn gemeinsam mit Bonner Stiftungen, Wohlfahrtsverbänden, Kammern und Unternehmen den Hilfsfonds „Hilfe für Helfer“, um mit Fördermitteln von bis zu 1.000 Euro Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit unbürokratisch und schnell zu unterstützen.

Über 120.000 Euro stehen insbesondere für Teilhabe der Flüchtlinge am gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben, Vernetzung und Einbindung von Flüchtlingen in ihrer Nachbarschaft, Fahrtkosten für den öffentlichen Nahverkehr, Durchführung von Veranstaltung und Qualifizierung der in der Flüchtlingsarbeit Tätigen im Bereich Coaching sowie Supervision mit Blick auf interkulturelle Kompetenzgewinnung zur Verfügung.
buergerstiftung-bonn.de

München: Ehrung für Flüchtlingshelfer

Für ihr Engagement während des großen Andrangs geflüchteter Menschen im Spätsommer 2015 hat die Münchner Bevölkerung den Wilhelm-Hoegner-Preis der SPD-Landtagsfraktion erhalten. Die Auszeichnung wurde von Oberbürgermeister Dieter Reiter stellvertretend für die Münchner Bürger entgegengenommen. Der Wilhelm-Hoegner-Preis ist nach dem bislang einzigen bayerischen Ministerpräsidenten der SPD benannt und wird seit 1987 jährlich für besondere Verdienste um Freiheits- und Persönlichkeitsrechte verliehen.
sueddeutsche.de, br.de, abendzeitung-muenchen.de

Hamburg: Beteiligung von Geflüchteten bei Errichtung von Unterkünften

SPD und Grüne haben einen Antrag in die Hamburger Bürgerschaft eingebracht, wonach geflüchtete Menschen künftig bei der Errichtung von Unterkünften eingebunden werden sollen, um deren Integration zu fördern. Viele Zuwanderer hätten bereits berufliche Erfahrungen und Kenntnisse, die für dieses Konzept genutzt werden könnten.

Zudem ließe sich diese Hilfe zur Selbsthilfe dazu nutzen, Geflüchtete entsprechend zu qualifizieren. Das Vorhaben soll nach dem Willen von SPD und Grünen von der Handels- und der Handwerkskammer, dem Jobcenter sowie der Arbeitsagentur begleitet werden.

"Wir wollen den Menschen Angebote machen, um sie zügig in unserer Gesellschaft einzugliedern. Deshalb dürfen wir sie nicht zur Untätigkeit verdammen, sondern müssen ihnen Chancen geben, aktiv ihre Lebensbedingungen zu gestalten", begründete der grüne Wohnungsbauexperte Olaf Duge den Vorstoß.
abendblatt.de

Berlin: Großer Andrang bei Jobmesse

4.100 geflüchtete Frauen und Männer, die meisten aus Syrien, hatten sich zur Jobmesse im Berliner Estrel-Hotel (wir berichteten) angemeldet - rund 5.000 sind nach Angaben des RBB gekommen. Sie konnten sich gestern bei 211 Unternehmen und Bildungsinitiativen über deren Arbeitsplatz- und Ausbildungsangebote informieren. Rund 1.000 Stellen waren zu vergeben, darunter Praktika und Ausbildungsplätze.
rbb-online.de, tagesspiegel.de, ardmediathek.de (Video)

Al Ard – ein Magazin für alle

Das gemeinnützige Unternehmen Al Ard gUG organisiert seit August 2015 Patenschaften, Deutsch-Nachhilfe, Beratung, gemeinsame Unternehmungen und Feste. Auch ein Online-Magazin ist der Teil der Initiative – arabische und deutsche Autoren schreiben über Flucht und Heimat, Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Das „Al Ard“-Magazin ist Ratgeber für Flüchtlinge und Informationsquelle für alle.

Das Kulturblatt soll nun auch in gedruckter Form erscheinen und kostenlos in Berlin verteilt werden. Dafür wird auf Startnext noch Geld gesammelt.
al-ard.de

Auto CV: Vereinfachte Jobsuche für Geflüchtete

Die App SelfieJobs (erhältlich im Google Play Store und im App Store) soll den Erstkontakt zwischen Bewerbern und Unternehmen vereinfachen. Mit dem Projekt „Auto CV“ will Martin Tall, Gründer und CEO von SelfieJobs, nun auch Migranten und Flüchtlingen die Jobsuche vereinfachen. Eine mobile Übersetzungsfunktion soll die Kommunikation während des Bewerbungsprozesses ermöglichen, kann aber auch bei der Arbeit eingesetzt werden. Im Interview mit den Kollegen vom Human Ressources Manager erklärt Martin Tall die Funktionsweise.
goselfiejobs.se, humanresourcesmanager.de (Interview)

2.000 Menschen bei Fluchtkonferenz in Hamburg

Stolze 2.000 Besucher zählte die erste große Flüchtlingskonferenz am vergangenen Wochenende in der Hamburger Kampnagelfabrik. Die Teilnehmer waren unter anderem aus Frankreich, Dänemark, Belgien, Spanien, Polen und Tunesien angereist. Sie diskutierten in über 30 Workshops und Debatten über Fluchtgründe, Asylgesetze und die politische Selbstorganisation. Die Flüchtlinge forderten im Rahmen der Veranstaltung vor allem eine Änderung des Dublin-Systems der EU, damit sich Flüchtlinge in Europa frei bewegen können. Auch mahnten sie eine bessere Vernetzung untereinander an. Letzteres nahmen sich auch die Flüchtlingshelfer vor, die ebenfalls zahlreich vor Ort waren. Im nächsten Jahr soll eine ähnliche Konferenz in Berlin stattfinden. Wir haben ein paar Berichte von der Konferenz für Euch zusammengetragen.
welt.de, taz.de. ndr.de (mit Video), refugeeconference.blogsport.eu (Konferenz-Website)

Berliner Bürgermeister: Mindestlohn für Flüchtlinge

Wie können Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden und was bedeutet das für den Mindestlohn? Eine klare Ansage kommt dazu vom Regierenden Bürgermeister von Berlin. Im Interview mit der "Zeit" formuliert Michael Müller einen sehr wichtigen Punkt:

Foto: Senatskanzlei/Martin Becker
Foto: Martin Becker
"Am Mindestlohn darf nicht gerüttelt werden. Und die CDU erweist den Flüchtlingen und uns allen einen Bärendienst, wenn sie alle paar Wochen erneut mit Vorschlägen zu Aufweichungen um die Ecke kommt, noch dazu ganz offensichtlich ohne politische Verständigung in den eigenen Reihen. Es darf auf keinen Fall ein Niedriglohnsektor für Flüchtlinge entstehen. Und wir dürfen nicht selbst Konkurrenz zu anderen Arbeitnehmern durch unterschiedliche Entlohnung schaffen. Gleichzeitig müssen wir aus meiner Sicht diskutieren, wie wir den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Wir brauchen zum Beispiel eine Form von zweitem Arbeitsmarkt der Gemeinnützigkeit."

In dem Interview thematisiert Müller auch die aktuelle Situation am Lageso und die Unterstützung von McKinsey beim Erstellen eines Masterplans für die Integration der Neuankömmlinge in Berlin. Vieles klingt schlüssig, vor allem die Menschlichkeit ist dem Bürgermeister wichtig. Schade nur, dass er die großartige Arbeit der vielen freiwilligen Helfer in den Notunterkünften und anderswo mit keinem Wort erwähnt. Nachzulesen ist das vollständige (und viel diskutierte) Interview unter zeit.de

Volz Gruppe möchte Flüchtlinge einstellen

Volz-GruppeDie Volz Gruppe aus Deilingen, die sich auf die Fertigung von Rohrverbindungskomponenten in der Hydraulik und Kugeln für die Kugelhahnindustrie spezialisiert hat, möchte Flüchtlinge ins Unternehmen integrieren und "vom Praktikum über Ausbildungsplätze bis zu Festanstellungen alle Formen der Mitarbeit anbieten", wie es in einer Mitteilung heißt. Allerdings kritisiert die 4.000-Mann-Firma aus Baden-Württemberg den bürokratischen Aufwand, der damit verbunden sei. "Allein die verschiedenen Aufenthaltstitel und die damit verbundenen unterschiedlichen Zugangsbedingungen zum Arbeitsmarkt sind schwer zu durchschauen", so Volz-Geschäftsführer Dr. Christoph Fleig. "Uns fehlt es einfach an Rechtssicherheit."
pressebox.de

Bill Gates über Flüchtlingshilfe und Integration

In einem Interview mahnt Microsoft-Gründer und Milliardär Bill Gates zu kreativen Lösungen in der Flüchtlingsfrage und pocht auf das Engagement der Jungen. Auch die technischen Möglichkeiten, diese Krise zu meistern, stellt er heraus – insbesondere jene, die durchs Internet möglich werden:

Bill-Gates"Die Krisen machen deutlich, dass es uns aus moralischer Sicht interessieren sollte, was Menschen weit weg von uns passiert und dass es uns auch betreffen wird. Wenn die Menschen in Afrika ihre Felder nicht mehr ausreichend bestellen können, müssen sie Flüchtlinge werden – und das wären dann so viele, dass selbst das jetzige Problem dagegen klein erschiene. Dann brauchen wir Kreativität: Was sollten diese Flüchtlinge machen? Könnten die Kinder mit ihren Internet-Fähigkeiten Sprachen lernen? Welche Jobs könnten sie übernehmen, wie könnten wir uns organisieren? Das letzte Mal, als wir so eine Krise hatten, hatten wir solche Hilfsmittel noch nicht."

Das vollständige Interview gibt's drüben bei heise.de.

Initiative „Willkommen im Dorf“ bereichert das Zusammenleben

Die in der rheinhessischen Gemeinde Jugenheim ins Leben gerufene Willkommensinitiative schafft neben einer erfolgreichen Integration von Flüchtlingen auch einen besseren Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft – durch den Zuzug von Flüchtingskindern konnte bspw. die von der Schließung bedrohte Kita weitergeführt werden. Das ehrenamtliche Projekt, welches von Vertretern aus Vereinen, Parteien und Institutionen ins Leben gerufen wurde, schwört dabei auf eine gute Vernetzung untereinander und Veranstaltungen, bei denen die Verteilung von Zuständigkeiten in Form von Patenschaften eindeutig festgelegt wird. Dadurch kann eine Integration in allen Bereichen gelingen, angefangen vom gemeinsamen Arztbesuch bis hin zum Fußballspielen im Verein.
www.deutschlandfunk.de

Beto: Flüchtlingshilfe-App benötigt finanzielle Unterstützung

Beto ist der Name einer neuen App zur Koordination von Flüchtlingshilfe und Integration. Die von Passauer Studenten entwickelte Anwendung will Helfer, Geflüchtete und Organisationen miteinander verknüpfen, indem sie Hilfsangebote mit individuellen Hilfsanfragen abgleicht. So soll zum einen eine effektive Abstimmung von Bedarf und benötigten Hilfsangeboten ermöglicht werden, zum anderen aber auch eine Plattform zur Verfügung gestellt werden, auf der sich Menschen über gegenseitiges Helfen treffen, kennenlernen und bereichern können.

2016-02-25 Beto

Das einfach gehaltene Design soll die App schnell verständlich und intuitiv nutzbar machen, eine Chatfunktion die spontane Kommunikation ermöglichen und eine automatische Übersetzungsfunktion Sprachbarrieren beseitigen. Für die finale Umsetzung des Projekts benötigt das Passauer Studententeam allerdings noch finanzielle Unterstützer und hat deshalb eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter ins Leben gerufen. Dort finden Interessierte weitere Infos zur App und ein Video der Projektgründerinnen.
unternehmen-heute.de, facebook.com, kickstarter.com (Crowdfunding)

ZEESA – zentrale Kleiderkammer für Berlin

Berliner-KleiderkammernIn Berlin gehen die Vorbereitungen zur Gründung einer zentralen Kleiderkammer nach Hamburger Vorbild voran. Zwar haben sich bereits in einigen Bezirken regionale Zentralkammern etabliert. Nichtsdestotrotz werden die Pläne für eine berlinweite Kammer unter dem Arbeitstitel ZEESA derzeit konkretisiert. Gestern fand das dritte Vernetzungstreffen zwischen den Ansprechpartnern für Kleiderkammern bzw. Spendenkammern in kleineren und größeren Unterkünften statt. Das Ziel der engagierten Helferinnen und Helfer: Ergänzend zu den bestehenden Kleiderkammern soll eine zentrale Spendenannahmestelle und -sortierung aufgebaut werden, von der die Einrichtungen dann bei Bedarf sortierte Kleidung erhalten können. Denn nicht selten fehlt in der einen Notunterkunft jene Kleidung, die in einer anderen noch auf Vorrat in den Regalen liegt. Eine zentrale Annahme könnte die bedarfsgerechte Verteilung vereinfachen und die Arbeit in den Notunterkünften selbst verringern, so die Idee. Die Kommunikation läuft derzeit über eine geschlossene Facebook-Gruppe. Wer sich für die Kleiderkammern engagieren möchte, kann dieser beitreten.
facebook.com

Geflüchtete mit guten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt

34 Prozent der deutschen Unternehmen wollen laut einer Befragung des Ifo-Instituts unter rund tausend Personalleitern in diesem oder im kommenden Jahr geflüchtete Menschen einstellen. Bemerkenswert: Bei den Unternehmen, die bereits zuvor Asylbewerber beschäftigt haben, liegt der Anteil mit 68 Prozent sogar doppelt so hoch. Als potenziell größte Hindernisse für eine Einstellung geflüchteter Menschen werden von den Firmen deren Sprachkenntnisse und Qualifikation sowie bürokratische Hürden wie die bislang noch obligatorische Vorrangprüfung angesehen.
spiegel.de

Thüringen: Zentrale Info-Plattform für Flüchtlingshilfe

In Thüringen wurde gestern eine neue Internetseite freigeschaltet, die zentral über Angebote der Flüchtlingshilfe im Freistaat informiert. Auf der Seite, die unter thüringen-hilft.de bzw. thuringia-helps.de zu erreichen ist, finden sich eine Stellenbörse, Hilfs-, Sprach- und Qualifizierungsangebote sowie Adressen und Veranstaltungshinweise.

2016-02-25 thüringen-hilft.de

Die Seite ist in deutscher und englischer Sprache an den Start gegangen; nach Angaben der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die den Internetauftritt zunächst bis 2018 betreut, sollen sämtliche Infos künftig auch auf Arabisch, Russisch, Farsi, Französisch und Spanisch abrufbar sein.
jenapolis.de, mdr.de, thüringen-hilft.de

Berliner Miriam-Makeba-Grundschule spendet Computer

Schüler der Miriam-Makeba-Grundschule in Berlin-Moabit spendeten zehn von der Schule ausrangierte Computer an eine Notunterkunft in der Nachbarschaft. In der von den Johannitern betriebenen NUK im ehemaligen Heinrich-von-Kleist Gymnasium sind auch einige der Grundschüler untergebracht. Die Altgeräte sollen ihnen und ihren Familien den Einstieg in Deutschland erleichtern und ihre Selbstständigkeit fördern. An der Miriam-Makeba-Grundschule gibt es derzeit übrigens vier Willkommensklassen.
berliner-zeitung.de

Workshopreihe „Geflüchtete kompetent unterstützen“

Bildung Bewegt – Kollektiv für politische Bildungsarbeit Berlin bietet kostenlose Workshops für Ehrenamtliche an, die Geflüchtete unterstützen. Die beiden nächsten Workshops finden jeweils in der Zeit von 18 bis 21 Uhr im Haus der Begegnung der Diakonie (Morusstr. 18 A, Berlin-Neukölln) statt: „Unterstützungsmöglichkeiten im Asylverfahren“ (25. Februar) und „Willkommen gestalten – Soziale Rechte stärken“ (10. März).

Im dritten Workshop der Reihe geht es am 19. März von 12 bis 18 Uhr im Beteiligungsbüro des Nachbarschaftsheims Neukölln um „Fallstricke bei der Unterstützung von Geflüchteten“. Die Teilnahme an den Workshops ist nur nach vorheriger Anmeldung per E-Mail möglich.
bildungbewegt.wordpress.com (Workshop-Inhalte), facebook.com (Termine)

JACK sucht Frauen mit Nähfertigkeiten

Die JACK – Bildungsstätte für Migrantinnen und Flüchtlinge in Berlin-Neukölln ist ein Projekt des Pallotti-Mobil e.V. „Bedürftige helfen Bedürftigen“, das sich mit Alphabetisierungs-, Deutsch- und Computerkursen, Kunst- und Kultur- sowie persönlichkeitsstärkenden Angeboten vor allem an geflüchtete und besonders schutzbedürftige Frauen aus Afrika richtet. Immer Dienstag Nachmittag kommt in der Bildungsstätte eine Nähgruppe zusammen, um u.a. Kleidung zu nähen. Dafür sucht JACK nun Frauen, die die Gruppe mit ihren Näh-, Strick- und Häkelfertigkeiten unterstützen können.
facebook.com (Aufruf)

Berlin gibt Standorte neuer Unterkünfte bekannt

Mit 68 temporären Unterkünften will der Senat Wohnraum für 34.000 neue Flüchtlinge in den Bezirken schaffen. Jetzt sind die Standorte für die 30 Containerdörfer und 38 modularen Unterkünfte veröffentlich worden. Gezeichnet von den vielen Streitigkeiten zwischen Senat und Bezirken werden gerade alle Planungen in größtmöglichem Einvernehmen vorangetrieben, berichtet der "Tagesspiegel". Die neuen Containerdörfer sollen noch im Sommer aufgestellt werden, auch um jene rund 10.000 Menschen, die aktuell noch in Turnhallen leben, dort einquartieren zu können. Auf die Ehrenamtlichen, die aktuell in diesen Notunterkünften große Hilfe leisten und viele Basisaufgaben wie etwa die Essens- und Kleiderausgabe stemmen, kommen womöglich viele neue Aufgaben zu. Viele Helfer wollen ihr Engagement in den neuen Unterkünften fortsetzen, wie uns beim täglichen Sichten der Kommentare in den entsprechenden Facebook-Gruppen der lokalen Netzwerke aufgefallen ist.
tagesspiegel.de (Überblick), tagesspiegel.de (Standort-Liste als PDF)

Hamburg: Wörterbuch für die Tigrinya-sprachige Community

Im Sommer kam Daniel Michael Gebregergsh aus Eritrea nach Hamburg. Er spricht neben seiner Muttersprache Tigrinya auch Amharisch, Arabisch, Englisch, Deutsch sowie etwas Italienisch und Griechisch und arbeitet inzwischen als Übersetzer für „f & w fördern und wohnen“. Für die Tigrinya-sprachige Community in den Hamburger Unterkünften hat Daniel Michael ein dreisprachiges Wörterbuch mit 130 Seiten erstellt – davon 50 Seiten Redewendungen und 80 Seiten Wörterbuch. Die Druckkosten für die ersten 50 Exemplare hat er sich geliehen und will diese seinen Landsleuten in den Hamburger Unterkünften selbst anbieten. Wer den Druck weiterer Exemplare unterstützen will, kann auf der Seite der von RWKaro - Initiative Refugees welcome Karoviertel unter dem Betreff „Daniel Michaels Buch“ spenden.
facebook.de

Bochum: Zeitung von Geflüchteten

In Bochum haben sieben Geflüchtete gemeinsam mit dem Redaktionsteam der Stadtteilzeitung „Drei-Viertel“ eine eigene Sonderausgabe verfasst, die nun in Cafés, Stadtteilzentren und weiteren Orten ausliegt. „Neu in Deutschland“ richtet sich nicht nur an Geflüchtete (einige Artikel wurden auf Arabisch übersetzt), sondern auch an Einheimische, die durch die Sonderausgabe mehr über die Neuankömmlinge, ihre Hintergründe und Perspektiven erfahren können.
derwesten.de

Hamburg: Internationale Konferenz für Geflüchtete und Migranten

In Hamburg findet am kommenden Wochenende (26. bis 28. Februar) eine Internationale Konferenz für Geflüchtete und Migranten statt. Bei der Konferenz soll es darum gehen, Geflüchtete und ihre Netzwerke zu stärken und weiterzuentwickeln, die aktuelle Situation in Deutschland und Europa zu analysieren und an konkreten Ideen zu arbeiten, um die Lebensbedingungen der Geflüchteten und Migranten positiv zu verändern. Organisiert wird die Konferenz von diversen Flüchtlingsinitiativen und Einzelpersonen aus Deutschland und Frankreich, die von Hamburger Aktivisten unterstützt werden. Finanziert wird sie durch verschiedene Stiftungen und Organisationen, zudem läuft noch bis zum 25. Februar eine Crowdfunding-Kampagne. Zur Konferenz werden rund 1.000 Teilnehmer erwartet.
epo.de, refugeeconference.blogsport.eu, nordstarter.org (Crowdfunding)

Asylothek auf dem Berliner Flughafen Tempelhof?

Ehrenamtliche wollen in dem zur Massenunterkunft für 2.500 Menschen umfunktionierten Ex-Flughafen Berlin Tempelhof eine sogenannte "Asylothek" einrichten. Das ist "eine Bücherei, in der man lesen und Filme gucken kann, in der gebastelt und Hausaufgabenbetreuung angeboten wird, es kann Theater gespielt und Musik gemacht werden." So beschreiben die Initiatoren das Projekt auf der Plattform betterplace.org, wo sie um Spenden für das Vorhaben bitten. Die erste Berliner Asylothek gibt es seit Ende November 2015 in einer Flüchtlingsunterkunft im Bezirk Pankow. Im ehemaligen Flughafen Tempelhof soll ein Raum, der von der Initiative "Tempelhof Hilft" im Rahmen eines Begegnungscafés zur Verfügung gestellt wird, für die Asylothek genutzt werden.

So könnte die Asylothek in Tempelhof aussehen.
So könnte die Asylothek in Tempelhof aussehen.

Bereits im Jahr 2012 rief der Initiator Günter Reichert in einer Nürnberger Gemeinschaftsunterkunft die erste Asylothek ins Leben. Inzwischen gibt es nach Angaben der Initiatoren bereits 76 bestehende oder in Planung befindliche Asylotheken in ganz Deutschland. Das Projekt wurde unter anderem mit dem Deutschen Bürgerpreis ausgezeichnet.
asylothekberlin.wordpress.com, facebook.com/asylothek.berlin, betterplace.org, asylothek.de