Milliardenhilfe für syrische Flüchtlinge

Weitere 1,169 Mrd. Euro wird die Bundesrepublik für die Opfer des syrischen Bürgerkriegs zur Verfügung stellen. Das kündigte Bundesaußenminister Gabriel auf der internationalen Syrien-Geberkonferenz in Brüssel an. Konkret solle das Geld Geflüchteten im Libanon, Jordanien, der Türkei und Syrien selbst zugute kommen.
dw.com/de

Klicktipp: Plattform „InfoMigrants“

Die Deutsche Welle, France Médias Monde und die italienische Nachrichtenagentur ANSA haben sich zusammengetan und die Plattform „InfoMigrants“ ins Leben gerufen. Das Online-Projekt bietet Migranten und Geflüchteten Informationen in drei Sprachen (Englisch, Arabisch und Französisch) und will neben Tagesnachrichten und Erfahrungsberichten Geflüchteter auch über die Gefahren auf der Flucht nach Europa sowie über das europäische Asylverfahren informieren.

„Wir wollen Flüchtlingen unabhängige Informationen bieten und falsche Geschichten der Schlepper und Menschenhändler entlarven. In Zukunft können Migranten ihre Erfahrungsberichte auch einschicken, zum Beispiel als Videos und mit Fotos. Wir möchten mit ihnen über Soziale Medien ins Gespräch kommen“, erklärt DW-Programmdirektorin Gerda Meuer. Finanziert wird das Projekt von der EU-Kommission. Die französisch-deutsch-italienische Kooperation ist zunächst für ein Jahr angesetzt.
en.infomigrants.net, dw.com

Berlin: „Kochen mit Freunden“ aus aller Welt am 25. und 26. Februar 2017

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „kulinarische Mitmachreisen“ lädt das Kinder-, Jugend- und Familienzentrum FEZ-Berlin Familien aus verschiedenen Ländern wie Syrien oder Bosnien Ende Februar zum gemeinsamen Kochen ein. In zehn Mitmachküchen bereiten Kinder- und Familienteams dann zusammen mit Profiköchen, wie TV-Koch Achim Müller, landestypische Spezialitäten zu. Zusätzlich gibt es eine Bühnenshow mit Musik und Tanz sowie ein Mitmachprogramm, bei dem bspw. ein Kochbuch erstellt wird.

Die Veranstaltung findet am Samstag und Sonntag jeweils von 12-18 Uhr statt. Ein Tagesicket kostet 7,50 € pro Person. Familien ab 3 Personen zahlen 6 € pro Person. Die Eintrittskarten sind unter tickets.fez-berlin.de erhältlich.
www.fez-berlin.de

Uni Göttingen unterstützt Ehrenamtliche

Mit einem neuen Angebot unterstützt die Universität Göttingen Studierende, die sich für geflüchtete Menschen engagieren möchten. Das Projekt „Integrationstandems & Supervised Networking“ bereitet sie auf ihren Einsatz vor und begleitet die Arbeit mit Workshops und Seminaren.

Ziel des Projekts ist es, die Teilnehmer an ein langfristiges soziales Engagement heranzuführen und im Bereich der Integration zu qualifizieren. Die Studierenden arbeiten in Tandems und Gruppen zusammen und vernetzen sich mit Ehrenamtlichen, Geflüchteten sowie mit Göttinger Einrichtungen und Initiativen.

In Begleitveranstaltungen erhalten sie zudem eine Einführung in die Themen Ehrenamt und Integration sowie einen Einblick in die aktuelle Situation von geflüchteten Menschen in Göttingen und werden ermuntert, sich mit den eigenen Ressourcen und Kompetenzen auseinanderzusetzen. Ein wichtiger Punkt ist auch die Anbindung an die Fachinhalte, wie zum Beispiel Sprachkenntnisse oder psychologische und pädagogische Kenntnisse in der Beratung. Supervisionstreffen und offene Gespräche für Teilnehmende und Interessierte runden das Angebot ab. Es besteht auch die Möglichkeit, ein Zertifikat zu erwerben.
uni-goettingen.de

Baden-Württemberg: Förderprogramm zur Qualifizierung Ehrenamtlicher neu aufgelegt

Das Land Baden-Württemberg hat 2016 auf das hohe bürgerschaftliche Engagement in der Flüchtlingshilfe reagiert und Förderprogramme zur Unterstützung und Qualifizierung für Ehrenamtliche aufgelegt.

Im Rahmen dieser Maßnahmen wurde der Aktionsfonds „Qualifiziert.Engagiert.“ ins Leben gerufen, mit dem Schulungsmaßnahmen aus verschiedenen Themenfeldern förderfähig sind, z.B. Interkulturelles Training, Ehrenamtliche Sprachförderung, Psychische Belastungen und Traumata erkennen und damit umgehen, Rechtliche Rahmenbedingungen und Verfahrensfragen, Aufgabe und Grenzen des Ehrenamtes.

Auch 2017 können sich Flüchtllingshelfer um eine Förderung durch den Aktionsfonds bewerben. Antragsberechtigt sind Kommunen, eingetragene Vereine, in der Flüchtlingshilfe aktive Träger sowie lokale Initiativen.

Neu ist, dass Anträge nun ohne bestimmte Fristen laufend bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg gestellt werden können. Hinzugekommen sind außerdem einige neue Themenfelder, die sich in der praktischen Arbeit ergeben haben. Damit soll die Qualifizierung in der Flüchtlingshilfe Engagierter noch bedarfsgerechter geplant und umgesetzt werden.

Seminare, Schulungen und Workshops für bürgerschaftlich Engagierte in der Flüchtlingshilfe können bis zum 30. Juni 2017 stattfinden. Die Antragstellung ist ab sofort mit dem neuen Antragsformular möglich.
lpb-bw.de (Förderrichtlinien und Antragsformular)

Lesetipp: Flüchtlingshelfer mobilisieren

Der Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt) erhielt Ende November des letzten Jahres den Politikaward 2016 für „Kampagnen von Bund, Ländern und Gemeinden“. Grund dafür war die Einreichung eines Kommunikationskonzeptes, das Tätigkeit von Soziallotsen kommunizieren hilft. Markus Bauer, Landrat des Salzlandkreises, hatte bereits vor der Ankunft des ersten Flüchtlingsstroms im Herbst 2015 die Diskussionen über Strukturen zur Integration angestoßen und dabei geholfen, ein Betreuungskonzept durch den Kreistag zu verabschieden. In einer Art Kurzinterview mit politik & kommunikation schildert Markus Bauer, wie der Einsatz von Soziallotsen zum wichtigen Bestandteil der Flüchtlingshilfe im Salzlandkreis geworden ist.
politik-kommunikation.de >>

Bamf-Chefin Jutta Cordt betont Bedeutung von Sprache für die Integration

„Bei uns liegt der erste Schritt, der die Basis für eine berufliche Qualifikation legt - und das ist das Thema Sprache. […] Denn ohne Sprache ist eine Integration in den Arbeitsmarkt nahezu ausgeschlossen und eine gesellschaftliche Integration deutlich erschwert.“

BAMF-Chefin Jutta Cordt betont, wie wichtig Sprachkenntnisse für eine gelungene Integration sind und verweist auf die Integrationkurse des BAMF, in denen die Vermittlung von kulturellen Werten und Sprache im Mittelpunkt steht.
dw.com/de

Bochum: Zentrale Anlaufstelle für Geflüchtete

Seit heute bündelt das Amt für Soziales der Stadt Bochum seine Hilfen für Geflüchtete und Asylbewerber. In dem frisch renovierten Gebäude in der Diekampstraße 26 fasst es für das gesamte Bochumer Stadtgebiet die Hilfen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, die Beratung und Betreuung von Geflüchteten und Asylbewerbern sowie die Verwaltung von Übergangseinrichtungen zusammen. Für jeden der sechs Stadtbezirke in Bochum sind zudem separate Flüchtlingsbüros geplant. Sie sollen Anlaufstellen und Wegweiser für Ehrenamtliche, Geflüchtete sowie Bürgerinnen und Bürger sein.
bochum.de

Handbookgermany: Neuer Online-Knotenpunkt für Geflüchtete in Deutschland

Um zielgerichtet geflüchtete Menschen zu erreichen, hat das Journalistennetzwerk „Neue deutsche Medienmacher“ mit handbookgermany.de ein zentrales Informationsportal für und mit geflüchteten Menschen erstellt. Es ist seit dem 1. Februar online und wird laufend erweitert.

In einer mehrsprachigen Redaktion mit Journalistinnen und Journalisten im Exil werden bestehende Informationsangebote gebündelt, der Mediennutzung der Zielgruppe angepasst und weiterentwickelt. „Vertrauenswürdigkeit ist ein wichtiges Element, denn viele Geflüchtete verlassen sich lieber auf die eigene Community. Wir bringen neben Informationen auch persönliche Erfahrungen ein.“, weiß der syrische Netzaktivist Monis Bukhari, der handbookgermany.de inhaltlich mitentwickelt.

Das neue Portal soll die Menschen dort abholen, wo sie kommunizieren – in den sozialen Netzwerken. Inhalte werden zielgerichtet über Social-Media-Kanäle verbreitet. Die zentrale Informationsplattform ist zudem auf die Nutzung mit Smartphones ausgerichtet und enthält auch niedrigschwellige Angebote: „In unseren kurzen Infovideos werden Themen wie z.B. Familienzusammenführung nicht in komplizierten Texten oder von Experten erklärt, sondern von einem syrischen Vater, der seine Frau und Kinder zu sich geholt hat“, erläutert Konstantina Vassiliou-Enz von den Neuen deutschen Medienmachern. Detailwissen und weiterführende Links gibt es als Ergänzung.

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz fördert das Projekt: „Wir schaffen mit dem Portal Handbookgermany.de die Startseite für Flüchtlinge zu Themen wie Arbeit, Bildung, Leben und Wohnen in Deutschland. Das Handbuch ist ein Begleiter für die ersten Jahre, das qualifizierte Information und Alltagsorientierung liefert. Starke Medienpartner wie die Deutsche Welle, Behörden, Verbände und Initiativen unterstützen das Projekt mit Inhalten.“

handbookgermany.de wird von der Telekom und Adobe Systems unterstützt und ist die Weiterentwicklung des Portals refugees.telekom.de, das die Telekom im Herbst 2015 gestartet hatte.
neuemedienmacher.de, bundesregierung.de, handbookgermany.de

Refugee Consulting Germany: Neues Infoportal für Flüchtlingshelfer

Christoph Tiefensee ist seit 2014 ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe im Saarland tätig und musste im Laufe der Zeit feststellen, dass vor allem die Recherchen nach den doch recht umfangreichen Regelungen, Bestimmungen, Gesetzen und Verordnungen eine sehr umfangreiche und zeitaufwendige Aufgabe darstellen. Deshalb hat er das Projekt „Refugee Consulting Germany“ ins Leben gerufen.

Unter rcg-online.eu finden Flüchtlingshelfer gesammelte Informationen, Links und Formulare für eine sinnvolle und effektive Flüchtlingsarbeit. Im Einzelnen bietet das neue Portal Infos zu folgenden Themen:

  • Helferinnen und Helfer im Ehrenamt (Versicherung, rechtl. Grundlagen)
  • Asylverfahren (Unterschiede der einzelnen Anerkennungsarten, etc.)
  • Familiennachzug (Voraussetzung, Unterlagen, Termine)
  • Leistungen (Grundsicherung, Jobcenter, Arbeitsamt etc.)
  • Arbeit und Beruf (Bewerbung, Arbeit, Ausbildung u. Praktikum)
  • Krankenkasse (Wissenswertes zur Gesetzlichen Krankenkasse)
  • Auto, Führerschein und Verkehr (Voraussetzungen für Umschreibung, etc.)
  • Verbraucherportal (Widerrufsrecht, AGB-Fallen, Zahlungsmethoden etc.)

Das Projekt erhebt laut Christoph Tiefensee keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Vielmehr soll es auch dem Austausch von persönlichen Erfahrungen und Informationen dienen, lebt letztlich also auch von der Mitwirkung anderer in der Flüchtlingshilfe Engagierter.
rcg-online.eu

Terre des Femmes: Info-Flyer und Patinnen-Projekt

Mit einem Info-Flyer in neun Sprachen (Albanisch, Arabisch, Englisch, Kurdisch, Persisch, Französisch, Serbisch, Patschu und Urdu) klärt die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes geflüchtete Frauen über ihre Rechte auf. Der Flyer informiert mit Hilfe von Illustrationen an einigen Beispielen, dass für Frauen und Männer in Deutschland die gleichen Rechte gelten.
Durch die Illustrationen ist der Flyer auch für Primäre und Sekundäre Analphabeten bzw. ohne entsprechende Sprachkenntnisse verständlich. Es wird deutlich gemacht, dass Frauen über dieselben persönlichen Freiheiten verfügen wie Männer, und dass geschlechtsspezifische Gewaltformen in Deutschland verboten sind. Außerdem sind die Notrufnummern der Polizei und des Hilfetelefons abgedruckt. So sollen Frauen ermutigt werden, Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie von Gewalt betroffen sind.

Um geflüchteten Frauen die Integration in Deutschland zu erleichtern und zwischenmenschliche Begegnungen zu fördern, startet Terre des Femmes zudem das Patinnenprogramm „CONNECT – Empowerment für geflüchtete Frauen“. Für die Patenschaft werden noch engagierte Frauen gesucht, die in Deutschland geboren bzw. erfolgreich integriert sind, in Berlin leben und eine mindestens einjährige Patenschaft übernehmen möchten.

Die Patinnen werden die geflüchteten Frauen durch wöchentliche Treffen bei ihrem Ankommen in Deutschland begleiten und sie bei ihrer Integration unterstützen. Bevor die Patenschaft beginnt, wird laut Terre des Femmes voraussichtlich Ende März eine umfassende zweieinhalbtägige Schulung stattfinden.
frauenrechte.de (Flyer), frauenrechte.de (Patinnen)

Buchtipp: Echte Schätze 2

Katze Kim ist zurück! In der zweiten mehrsprachigen Ausgabe von „Echte Schätze“ wird in den Sprachen Deutsch, Englisch, Türkisch, Russisch und Arabisch kindgerecht erklärt, wie Jungen und Mädchen mit Gefühlen wie Trauer umgehen und um Hilfe bitten können, und wie wichtig es ist, selbst über den eigenen Körper bestimmen zu können. Wie schon die erste Ausgabe (wir berichteten) entstand auch „Echte Schätze 2“ aus der Zusammenarbeit des PETZE-Instituts mit dem Verlag mebes & noack. Das Buch kostet 7,50 Euro.
verlagmebesundnoack.de

Downloadtipp: Projektjahrbuch 2015

Etwa 200 Projekte hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 2015 im Auftrag des Bundesministeriums des Innern (BMI) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Im Mittelpunkt dieser Integrationsprojekte – von journalistischen Medienprojekten über interkulturelle Kochtreffs bis hin zu Sporttreffs – stand das soziale Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. All diese Projekte listet das BAMF nun im „Projektjahrbuch 2015“, das kostenlos zum Download bereitsteht. Die Vielfalt an gelungenen Beispielen soll Inspiration bieten und zur Nachahmung anregen. Zudem gibt's in der Publikation Infos, wie man sich um eine Projektförderung bewerben kann.
bamf.de

Integration Geflüchteter ist Thema in Davos

„Wir müssen asylsuchende Menschen so schnell wie möglich in Arbeit kriegen. Das beginnt mit der Klärung der Kompetenzen geht über Sprachtraining und Aus- und Weiterbildung bis hin zur Vermittlung einer Arbeit.“

Alain Dehaze, Chef des weltgrößten Personaldienstleisters Adecco, stellt noch einmal heraus, dass Integration mit Arbeit und gezielter Schulung am schnellsten und besten funktioniert. Dabei lobt er auch, dass Asylsuchende dank Gesetzesänderungen in Deutschland inzwischen schneller Zugang zum Arbeitsmarkt haben.
wiwo.de

Uni Bielefeld: Was die Gesundheitskarte für Geflüchtete bringt

Elektronische Gesundheitskarten sollen Geflüchteten in Deutschland unbürokratisch zu medizinischer Versorgung verhelfen. Bewirkt diese Regelung auch, dass sich diese Menschen als selbstbestimmt empfinden und gesellschaftlich besser mitwirken können? Das untersucht jetzt ein Projekt der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld. Es ist eins von zwei neuen Forschungsprojekten der Fakultät zu sozialer Teilhabe und Gesundheit von Geflüchteten. Beide Studien starten im Februar 2017, gefördert vom Wissenschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Gesundheitswissenschaftler Professor Dr. Oliver Razum und Judith Wenner leiten die neuen Projekte.

Das Projekt zur Gesundheitskarte heißt „Soziale Teilhabe durch Gesundheit: Analyse der Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte für Geflüchtete in NRW“, das zweite Projekt „Vergleichsdatenbank für quantitative Forschung zu Gesundheit und gesundheitlicher Versorgung Geflüchteter“. Die Datenbank soll repräsentative Studien bereitstellen, die Vergleiche zwischen der Gesundheit von Geflüchteten mit anderen Gruppen erlauben, die in Deutschland leben.

Die beiden Projekte werden mit insgesamt 365.000 Euro gefördert und laufen bis Ende 2019. Sie gehören zum Forschungsschwerpunkt „Flucht und Gesundheit“ der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld.
ekvv.uni-bielefeld.de

Spenden für Geflüchtete: Erleichterungen verlängert

Bereits im September 2015 hatte das Bundesfinanzministerium im Einvernehmen mit den Bundesländern Vereinfachungen für private Spender und steuerbegünstigte Organisationen beschlossen. Diese ursprünglich bis Ende 2016 befristeten Regelungen wurden nun bis Ende 2018 verlängert.

Die wichtigsten Vereinfachungen: Für Sonderkonten von Hilfsorganisationen zur Unterstützung von Geflüchteten gilt weiterhin der vereinfachte Spendennachweis: Es genügt z.B. ein Bareinzahlungsbeleg, der Kontoauszug eines Kreditinstituts oder bei Online-Banking der PC-Ausdruck. Eine Betragsbegrenzung gibt es nicht.

Alle gemeinnützigen Organisationen dürfen unabhängig von ihren eigentlichen Satzungszwecken Spenden für geflüchtete Menschen sammeln, wenn sie auf die Sonderaktion hinweisen. Auch nicht gemeinnützige Organisationen können auf Treuhandkonten Spenden zur Förderung der Hilfe für Geflüchtete sammeln. Die Zuwendungen an diese Sammelstellen sind steuerlich abziehbar, wenn die Gelder der Sammlung an eine gemeinnützige Organisation zur Förderung der Hilfe für Flüchtlinge weitergeleitet werden. Zudem gelten Nachweiserleichterungen für gemeinnützige Organisationen bei der Unterstützung von Geflüchteten: So kann insbesondere auf den Nachweis der Hilfebedürftigkeit verzichtet werden.

Schenkungen zu ausschließlich mildtätigen Zwecken zugunsten der Hilfe für geflüchtete sind darüber hinaus von der Schenkungsteuer befreit.
handelsblatt.combundesfinanzministerium.de

Anfragen-Rekord von Geflüchteten beim Suchdienst des DRK

Im vergangenen Jahr haben sich so viele Geflüchtete wie noch nie mit Anfragen beim Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes gemeldet. Von Januar bis zum Stichtag 21. Dezember haben sich demnach 2.724 geflüchtete Menschen auf der Suche nach Angehörigen ans DRK gewandt, rund 66 Prozent mehr als 2015. Die meisten Anfragen kamen von Menschen aus Afghanistan, Syrien, Somalia, Eritrea und Irak. In etwa jedem zweiten Fall konnte das DRK mit seinem internationalen Netzwerk weiterhelfen.
stuttgarter-zeitung.de

Besserer Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften

Um die Sicherheit von Kindern, Frauen und Jugendlichen sowie anderen besonders schutzbedürftigen Personen in Not- und Gemeinschaftsunterkünften zu verbessern, haben UNICEF und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) im vergangenen Jahr die Bundesinitiative „Schutz von Frauen und Kindern in Flüchtlingsunterkünften“ ins Leben gerufen. Die mit 25 Koordinatorenstellen gestartete Initiative soll in diesem Jahr ausgebaut werden. Weitere 75 Koordinatorenstellen für Gewaltschutz sind bundesweit geplant, von der jede mit jährlich 40.000 Euro vom BMFSFJ gefördert wird. Aufgabe der Koordinatoren ist es, basierend auf den im Juli 2016 von UNICEF, BMFSFJ und weiteren Partnern veröffentlichten Mindeststandards, mit den Leitern der Unterkünfte Schutzkonzepte zu entwickeln, zu implementieren und deren Umsetzung zu verfolgen.

„Kinder und ihre Familien sollten grundsätzlich möglichst kurz in Not- und Gemeinschaftsunterkünften bleiben. Solange sie sich dort aufhalten, müssen sie vor Gewalt und Missbrauch geschützt werden und Zugang zu strukturierten Spiel- und Lernangeboten haben. Dass sich künftig 75 weitere Koordinatoren um besseren Schutz in Einrichtungen kümmern und ihr Wissen in ihre Netzwerke weitertragen werden, ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung“,

so Kirsten Di Martino, Country Coordinator, Refugee and Migrant Response – Germany, UNICEF.

Um die Stellen bewerben können sich freie, kommunale und private Träger von Flüchtlingsunterkünften ebenso wie Einrichtungen in Landesträgerschaft. Das Verfahren zur Interessenbekundung endet am 10. Februar 2017.
unicef.de

Ban Ki-moon fordert mehr Toleranz gegenüber Geflüchteten

ban-ki-moon_150x150px„Jeder Migrant ist ein Mensch ausgestattet mit Menschenrechten. Es ist die Grundlage der New Yorker Erklärung, die Menschenrechte und Grundfreiheiten aller Migranten unabhängig von ihrem Status zu schützen und zu wahren.“

In seiner Erklärung zum Internationalen Tag der Migranten am 18. Dezember 2016 rief der scheidende UN-Generalsekretär Ban Ki-moon weltweit zu mehr Kooperation und Toleranz gegenüber Geflüchteten und Migranten auf. Er forderte die Herkunfts-, Transit- und Zielländer auf, stärker international zusammenzuarbeiten.
unric.org

Stuttgart: Stadt schafft Dienstleistungszentrum für Geflüchtete

Die Stadt Stuttgart schafft in der Jägerstraße ein Dienstleistungszentrum für geflüchtete Menschen, in dem diese alles für ihre ersten Schritte aus einer Hand erhalten sollen.

Bereits seit Juli ist dort das Sozialamt mit der neuen „Abteilung Flüchtlinge" und dem „Bürgerservice Soziale Leistungen" dort vertreten. Nun folgt das Amt für öffentliche Ordnung mit dem „Sachgebiet Flüchtlinge" der Ausländerbehörde. Anfang nächsten Jahres werden laut einer Mitteilung der Stadt zudem die Abteilung „Migration und Teilhabe" des Jobcenters sowie der „Ausbildungscampus" ihre Arbeit in dem Gebäude aufnehmen.

Die Abteilung Flüchtlinge im Sozialamt ist federführend bei der Unterbringung der Geflüchteten, die nach dem „Stuttgarter Modell" erfolgt. 44 Mitarbeiter kümmern sich um Zuweisung und Aufnahme von Geflüchteten in die Unterkünfte, das Belegungsmanagement, die Akquise, oder den Unterhalt der Unterkünfte. 41 Mitarbeiter des Bürgerservice Soziale Leistungen versorgen Geflüchtete mit Transferleistungen.

Die Abteilung Migration und Teilhabe des Jobcenters wird im Frühjahr 2017 ihre Arbeit aufnehmen. 20 Mitarbeiter kümmern sich dann um 2.600 Geflüchtete, die einen Aufenthaltstitel haben, und unterstützen diese u.a. bei der Sicherung des Lebensunterhalts und der Eingliederung in den Arbeitsmarkt.

Ebenfalls im Frühjahr 2017 startet der Ausbildungscampus, in dem Vertreter von Arbeitsagentur, Jobcenter, Sozial- und Jugendamt, der Abteilung Integration, freie Träger, der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer Region Stuttgart zusammenarbeiten. Sie sind Servicepartner für die Geflüchteten und die Unternehmen der Region. Ziel ist es, vor allem jungen Geflüchteten aus dem Vorbereitungsjahr Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse („VABO-Klassen") Perspektiven zu eröffnen. Die rund 370 Schüler sollen leichter in Ausbildung und Arbeit vermittelt werden. Unternehmen werden zudem beraten, wie sie Geflüchtete ausbilden und einstellen können.
stuttgart.de

Ratgeber: Diskriminierungsschutz in Deutschland

fluechtlingsbroschuere_deutsch_250pxJeder darf sich gegen Diskriminierung in Deutschland wehren – und das unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) stärkt nun ihr Angebot für Geflüchtete und Neuzugewanderte: Im neuen Ratgeber „Diskriminierungsschutz in Deutschland“ wird in zehn Sprachen erläutert, wie rechtlich gegen Diskriminierung vorgegangen werden kann und wo es Unterstützung und Hilfe gibt. Das juristische Beratungsteam der ADS bietet außerdem künftig auch eine Beratung auf Arabisch an.
antidiskriminierungsstelle.de

Flüchtlingskinder lernen Weihnachtsfest kennen

In einer Willkommensklasse im nordrhein-westfälischen Ratingen werden den SchülerInnnen derzeit die Sitten und Bräuche rund um das deutsche Weihnachtsfest vermittelt. Neben dem Öffnen von Adventskalender-Türchen werden Plätzchen gebacken und Kerzen angezündet. Darüber hinaus erfahren die 10- bis 14-Jährigen die biblische Geschichte und befragen die Bürger, wie ihnen Weihnachten gefällt und was ihnen das Fest bedeutet. Die Antworten werden in Wort und Bild festgehalten und sollen zu einem späteren Zeipunkt in Form von Postern in einer Ausstellung präsentiert werden.
www.rp-online.de

Grenzenlose Wärme: Dortmunder Studierende helfen in Griechenland

grenzenlose-waerme-logo16 Studenten der FH Dortmund starten das Hilfsprojekt „Grenzenlose Wärme“ für Geflüchtete in Griechenland. Konkret fährt das Team am 27. Dezember mit drei Transportern voll mit bereits gesammelten Spenden in ein Flüchtlingscamp in die Nähe von Athen, um die Spenden zu verteilen und um die ehrenamtlichen Helfer dort über die Feiertage und den Jahreswechsel beispielsweise bei der Essensausgabe oder bei der Durchführung von Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche zu entlasten. Geld- und Sachspenden (besonders Winterkleidung) sind herzlich willkommen!
lokalplus.nrw, grenzenlose-wärme.de (Projektseite)

DIMR: Bericht über Menschenrechtssituation in Deutschland

Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat seinen ersten Bericht an den Bundestag über die Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland vorgestellt. Gemäß dem Gesetz über die Rechtsstellung und Aufgaben des Deutschen Instituts für Menschenrechte (DIMRG) legt das Institut dem Deutschen Bundestag einen solchen Bericht ab 2016 jährlich vor. Das Gesetz sieht vor, dass der Bundestag zum Bericht des Instituts Stellung nehmen soll.

Der größte Teil des rund 160-seitigen Berichts, der den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 30. Juni 2016 umfasst, ist dem Thema Flucht gewidmet. Kritisiert wird unter anderem, dass etliche Gesetzesänderungen, wie die beiden Asylpakete und das Integrationsgesetz, menschenrechtlich problematisch seien, beispielsweise die Einschränkung des Familiennachzugs, Wohnsitzauflagen oder die Einstufung von weiteren Ländern als „sichere Herkunftsstaaten". In einigen Bereichen habe es jedoch auch positive Veränderungen gegeben, wie zum Beispiel den Bürokratieabbau beim Zugang zum Arbeitsmarkt.

Besorgt zeigt sich Beate Rudolf, die Direktorin des Instituts, mit Blick auf den wachsenden Rassismus und die steigende Gewalt gegen Geflüchtete:

Beate Rudolf

„Ich finde es empörend, dass Menschen das Dach über dem Kopf angezündet wird, die gerade ihre zerbombten Häuser verlassen mussten. Für Hass und Gewalt gibt es keine Rechtfertigung."

institut-fuer-menschenrechte.de, institut-fuer-menschenrechte.de (Bericht als PDF)

Spendenaktion: 3.000 Mal Freude schenken

freude-schenken_150x150pxGemeinsam haben HelpTo und das „Bündnis für Brandenburg“ eine große Weihnachtsspendenaktion gestartet: Über Partner wie die Arche, die Tafeln sowie die Betreiber von Flüchtlingsunterkünften sollen im ganzen Land Brandenburg 3.000 kleine Geschenkpakete an Kinder aus hilfsbedürftigen Familien verteilt werden. Jedes dieser Geschenke hat einen Wert von fünf Euro und enthält ein kleines Buch, Stifte, Malblock, Spielzeug und Süßigkeiten.

Um die Aktion „3.000 Mal Freude schenken“ realisieren zu können, werden Spender gesucht. Eingepackt werden die Geschenke dann in einer gemeinsamen Aktion in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Landtag am Potsdamer Brauhausberg. Daran beteiligen sich die in der Einrichtung lebenden Geflüchtete sowie weitere ehrenamtliche Helfer. Ab Mitte Dezember geht's ans Verteilen.
betterplace.org (Spendenseite)

Leipzig: Schutzhaus für geflüchtete Frauen und ihre Kinder

In Leipzig gibt es nun das erste sächsische Schutzhaus für geflüchtete Frauen, in denen diese Schutz vor häuslicher Gewalt finden können. Es handelt sich um zwei Wohnungen an einer geheim gehaltenen Adresse, in denen es zwölf Plätze für schutzsuchende Frauen und ihre Kinder gibt. Wie Gesine Märtens, Vorstand des Trägervereins „Frauen für Frauen Leipzig“ erläutert, sind geflüchtete Frauen bei familiärer Gewalt in einer besonders schwierigen Situation, da sie im Gegensatz zu betroffenen deutschen Frauen meist keine Freundin oder Mutter hätten, zu der sie im Notfall gehen könnten. Zudem fehle es an Geld, um eine eigene Wohnung zu suchen. Das Pilotprojekt wird bis Ende 2018 mit rund 350.000 Euro aus Landesmitteln finanziert.
sz-online.de, l-iz.de, she-leipzig.de (Kontakt zum Schutzhaus)

IPSO richtet psychosoziale Beratung für traumatisierte Flüchtlinge in Hamburg ein

Die International Psychosocial Organisation (IPSO) will im nächsten Jahr ein neues psychosoziales Beratungsangebot für Flüchtlinge in Hamburg einrichten. Der Clou: Die Beratung wird von geeigneten Flüchtlingen, etwa Akademikern aus dem sozialen oder medizinischen Bereich, selbst durchgeführt. 24 von ihnen werden ab Februar 2017 dafür von der IPSO ausgebildet. Dieses Konzept soll eine gewisse Nähe zwischen Hilfesuchenden und Beratern garantieren. Das Projekt wird vom Unternehmer Michael Otto mit 340.000 Euro unterstützt.
abendblatt.de, welt.de, ipsocontext.org

München: Aufstockung der Angebote für geflüchtete Frauen

Die Stadt München hat, nachdem sie bereits zwei Unterkünfte für geflüchtete Frauen reserviert hatte, am vergangenen Dienstag weitere Beschlüsse zur Verbesserung der Situation von geflüchteten Frauen und Mädchen gefasst.

Unter anderem erhalten die Beratungsstellen Jadwiga und Solwodi mehr Geld, um ihre Beratungsangebote dem erhöhten Bedarf anzupassen. Diese Angebote richten sich an Opfer von internationalem Menschenhandel, an von Zwangsheirat oder Genitalverstümmelung bedrohte Frauen sowie an Frauen, die unter Gewalterfahrungen aller Art zu leiden haben.

Eine sechsstellige Summe erhält außerdem das Projekt „Berufsstarterinnen plus“, das Frauen mit Fluchthintergrund beim Einstieg in den Arbeitsmarkt oder in eine Ausbildung unterstützt. Finanziert werden auch ein sexualpädagogisches Angebot von Pro Familia und die Arbeit von Marikas zur Vermeidung von Prostitution.

„Das Thema wird den Stadtrat allerdings noch weiter beschäftigen“, kündigt Gülseren Demirel, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Münchner Stadtrat, an. „Wir brauchen dringend noch mehr gesonderte Unterkünfte für geflüchtete Frauen, die in den Gemeinschaftsunterkünften nicht gut aufgehoben sind." Ein weiteres Defizit sei der starke Männer-Überhang beim Sicherheitspersonal. „Hier drängen wir darauf, verstärkt weibliches Security-Personal einzustellen, denn männliches Personal trägt bei vielen geflüchtete Frauen nicht zum subjektiven Sicherheitsgefühl bei“, so Demirel.
tz.de, gruene-fraktion-muenchen.de

Volles Asylrecht für Flüchtlinge aus Syrien? Zwei Gerichte entscheiden gegensätzlich.

Für Verwirrung sorgen diese Woche die Entscheidungen zweier Gerichte zum Asylrecht für Syrer. Dabei geht es um den Umstand, dass viele Flüchtlinge aus dem Land in Deutschland von den Behörden nur subsidiären Schutz zugesprochen bekommen. Dagegen hat ein 18-jähriger Flüchtling nun vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf geklagt – und Recht bekommen. Dem Urteil zufolge müsse dem Mann der volle Flüchtlingsstatus zugesprochen werden, weil ihm bei einer Rückkehr nach Syrien pauschal politische Verfolgung durch das Regime des Präsidenten drohe. Dieses Urteil hat Grundsatzcharakter, meinen Prozessbeobachter. Dem widerspricht allerdings eine Entscheidung des ranghöheren Oberverwaltungsgerichts Schleswig in einem ähnlich gelagerten Berufungsverfahren. Die Vorsitzende Richterin argumentierte, es würde keine Anhaltspunkte dafür geben, dass der syrische Staat alle Rückkehrer unter Generalverdacht stelle. Demzufolge sei es rechtens, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nur den eingeschränkten Schutzstatus gewähre. Das allerdings erschwert massiv den Familiennachzug. Deswegen klagen derzeit weit über 30.000 syrische Flüchtlinge auf volles Asylrecht. Anwälte gegen davon aus, dass das Innenministerium den Nachzug von Angehörigen bewusst eindämmen will und raten dringend dazu, die Beratungsangebote von Organisationen wie dem Roten Kreuz, der Caritas, der Diakonie oder dem Informationsverbund Asyl und Migration wahrzunehmen und sich sehr genau auf die Anhörungen im Asylverfahren vorzubereiten.
welt.de, mdr.de (Schleswig), dw.com (allgemein)

NRW: Neue Landeserstaufnahmeeinrichtung wird in Bochum errichtet

In Bochum beginnen in diesen Tagen die Bauarbeiten für eine neue zentrale Landeserstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete. Aufgabe der neuen LEA in Bochum wird es sein, alle nach Nordrhein-Westfalen kommenden Geflüchteten an einer zentralen Stelle des Landes zu erfassen.

Dort soll auch unmittelbar entschieden werden, ob in NRW eintreffende Geflüchtete gemäß den Vereinbarungen des Königsteiner Schlüssels in ein anderes Bundesland weiterreisen müssen. Alle in Nordrhein-Westfalen verbleibenden Geflüchteten werden nach ihrem Aufenthalt in der LEA Bochum in eine der schon bestehenden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes (Bielefeld, Bonn, Dortmund, Essen, Mönchengladbach, Münster, Unna sowie im Kreis Siegen-Wittgenstein) weitergeleitet.

Die neue Landeserstaufnahmeeinrichtung wird an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr geöffnet sein. Die Aufenthaltsdauer der ankommenden Geflüchteten soll nur wenige Stunden betragen.
bszonline.de, bezreg-arnsberg.nrw.de

Zweites Ankunftszentrum in Niedersachsen eröffnet

Gemeinsam mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hat das Land Niedersachsen am Erstaufnahmestandort Bramsche-Hesepe (Landkreis Osnabrück) ein zweites Ankunftszentrum für geflüchtete Menschen in Betrieb genommen. Eine erste Einrichtung existiert bereits in Bad Fallingbostel.

In den Ankunftszentren verfolgt das Bundesamt gemeinsam mit dem Land das Ziel, alle Verfahrensschritte – von der Registrierung über die medizinische Erstuntersuchung über die Asylantragstellung und Anhörung bis zu einer ersten Arbeitsmarktorientierung – unter einem Dach zu bündeln und so die Asylverfahren insgesamt zu beschleunigen.

Zusammen mit dem Ankunftszentrum in Bad Fallingbostel können die Kapazitäten nun kurzfristig auf insgesamt bis zu 800 Registrierungen und Asylantragstellungen täglich hochfahren werden. Hinzu kommen weitere Kapazitäten für Registrierung, ED-Behandlung und Asylantragstellung an den anderen Standorten der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) in Braunschweig, Friedland, Oldenburg und Osnabrück. Diese Erstaufnahmestandorte bleiben unabhängig vom neuen Ankunftszentrum erhalten.

Nach Angaben des Niedersächsischen Innenministeriums sind seit Jahresbeginn deutlich weniger Geflüchtete nach Niedersachsen gekommen als im Vorjahr. Waren es im Herbst 2015 noch bis zu 1.900 Asylsuchende täglich, seien es inzwischen im Tagesschnitt zwischen 50 und 70. In den Einrichtungen des Landes sind aktuell knapp 3.000 Asylsuchende untergebracht, in Bramsche 635.
mi.niedersachsen.de

Trier: Gesundheitskarte für Geflüchtete beschlossen

Der Stadtrat von Trier hat die Einführung einer elektronischen Gesundheitskarte für Geflüchtete beschlossen, um diesen einen diskriminierungsfreien und schnellen Zugang zur medizinischen Versorgung zu ermöglichen. Mit dieser Karte benötigen Asylbewerber keine amtliche Bescheinigung mehr, um einen Arzt aufzusuchen. Die Gesundheitskarte für Geflüchtete soll es zum „nächstmöglichen Termin“ geben, voraussichtlich ab dem 1. April 2017.
volksfreund.de, swr.de

Relocation: Erste Geflüchtete in München gelandet

In das Relocation-Programm, das die Verteilung von 160.000 Asylsuchenden in die Länder der EU vorsieht, kommt nun endlich Bewegung. Deutschland hatte sich im Rahmen des Programms zur Aufnahme von rund 27.000 geflüchteten Menschen verpflichtet. Wie wir vor einigen Tagen berichteten, sollen monatlich jeweils 500 Geflüchtete aus Griechenland und Italien über den Flughafen München nach Deutschland einreisen und von dort aus auf Einrichtungen in allen Bundesländern verteilt werden. Der „Münchner Merkur“ berichtet nun, dass in dieser Woche die ersten 227 Geflüchteten im Rahmen des Relocation-Programms sicher in München gelandet sind.
merkur.de

Uni Duisburg-Essen: Mitfahrgelegenheiten für Geflüchtete gesucht

65 Geflüchtete sind derzeit als Gasthörer an der Uni Duisburg-Essen eingeschrieben und bereiten sich auf ein Studium an der UDE vor. Viele von ihnen sind allerdings nicht campusnah untergebracht und können sich die hohen Fahrkosten von rund 100 Euro monatlich nicht leisten. Deshalb organisiert das Akademische Auslandsamt der UDE nun Mitfahrgelegenheiten und hofft auf die vielen Studenten, die aus anderen Städten Nordrhein-Westfalens zur Uni pendeln.

Wer täglich aus dem Kreis Wesel, Recklinghausen, Düsseldorf oder Dortmund an einen der beiden Hochschulstandorte pendelt, kann eine Mobilitätspatenschaft übernehmen und einem Gasthörer damit eine kostengünstige Fahrt zur Universität ermöglichen. Angebote können an baerbel.enger@uni-due.de gerichtet werden.
derwesten.de

Relocation: Deutschland nimmt monatlich 1.000 Geflüchtete aus Griechenland und Italien auf

Das Relocation-Programm der EU, das die Übernahme von 160.000 Asylsuchenden aus Italien und Griechenland vorsieht, wurde bislang äußerst schleppend umgesetzt. Doch jetzt scheint endlich Bewegung in die Angelegenheit zu kommen: Wie die „Süddeutsche Zeitung“ unter Berufung auf das Bundesinnenministerium berichtet, sollen nun monatlich jeweils 500 Geflüchtete aus Griechenland und Italien über den Flughafen München nach Deutschland einreisen. Die Bundesrepublik hatte sich im Rahmen des EU-Programms verpflichtet, rund 27.000 Menschen aufzunehmen.

Am Flughafen werden die Menschen dem Bericht zufolge in Empfang genommen und in Bussen zunächst in ein nahe gelegenes Camp nach Erding gebracht, wo sie für das deutsche Asylverfahren registriert werden. Nach maximal 72 Stunden in Erding sollen die Neuangekommenen dann nach dem Königsteiner Schlüssel auf Erstaufnahmeeinrichtungen in allen Bundesländern verteilt werden.
sueddeutsche.de

Augsburg: Neues Bildungs- und Beratungszentrum

Gemeinsam mit der Tür an Tür-Integrationsprojekte gGmbH und dem Diakonischen Werk richtet die Stadt Augsburg in der Kresslesmühle (Barfüßerstraße 4) ein neues Bildungs- und Beratungszentrum ein. Das Beratungsangebot wird sich an Zugewanderte aus EU-Ländern und Geflüchtete sowie an Augsburger ab 16 Jahren richten. Zusätzlich sollen wechselnde Träger Sprechstunden zu integrationsfördernden Themen, wie Spracherwerb, Ausbildung, Schule oder Hochschule, anbieten.

Die Aufgabe zweier Bildungskoordinatoren der Stadt wird es sein, die Bildungsangebote aufeinander abzustimmen, Akteure zu vernetzen und das bereits laufende Projekt „Bildung integriert“ zu ergänzen. Finanziert werden die Stellen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
presse-augsburg.de

Eberswalde: Flüchtlingshelfer aus Kenia

2009 flüchtete Thomas Mboya Ochieng nach Deutschland. Heute koordiniert der Kenianer die Flüchtlingshilfe im brandenburgischen Eberswalde, ist Ansprechpartner für 1.100 Geflüchtete. Er steht in engem Kontakt mit den freiwilligen Helfern der Stadt, informiert die geflüchteten Menschen über die Angebote in Eberswalde, wie z.B. Sprachunterricht, und erklärt, an welche Behörden sie sich wenden können. Dabei hilft Thomas Mboya Ochieng, dass er Ähnliches durchlebt hat: „Ich habe das Gleiche durchgemacht wie sie. Ich kenne ihre Erwartungen, ich verstehe ihre Schwierigkeiten. Und ich erkenne, wobei sie wirklich Hilfe brauchen.“ Doch seine wichtigste Aufgabe ist es, Brücken zu bauen zwischen Neuankömmlingen und Anwohnern.
dw.com/de

Gründerpatenschaften: BMWi unterstützt Selbständigkeit von Geflüchteten

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) startet in der Region Berlin-Brandenburg das Pilotprojekt „Gründerpatenschaften", das die unternehmerischen Potenziale von geflüchteten Menschen für eine Selbständigkeit aktivieren und stärken soll. Interessierte Organisationen können sich bis zum 7. Dezember 2016 bewerben.

Gründungswillige Geflüchtete stehen aufgrund sprachlicher Barrieren und fehlender Kenntnisse der hiesigen Strukturen vor zusätzlichen Herausforderungen, wenn es um den Aufbau eines eigenen Unternehmens geht. Damit diese Faktoren nicht zum Ausschlusskriterium für eine Selbständigkeit werden, bedarf es einer gezielten Unterstützung. Indem sie ihr Wissen weitergeben, Netzwerke eröffnen und als persönlicher Ansprechpartner zur Verfügung stehen, können erfahrene Unternehmerinnen und Unternehmer hier einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Gründung eines Geflüchteten leisten. Mit dem Pilotprojekt sollen sie als „Gründerpaten" gewonnen und mit Geflüchteten zusammengebracht werden, die an der Umsetzung ihrer Ideen arbeiten und Unterstützung bei der Gestaltung ihrer Selbständigkeit benötigen.

Neben dem Ziel, Geflüchteten die Selbständigkeit als berufliche Perspektive zu eröffnen, soll gleichzeitig der Aufbau einer nachhaltigen Zusammenarbeit zwischen den Partnern in diesem Bereich erreicht werden. Dazu ist u. a. die Zusammenarbeit mit bereits etablierten Netzwerken und regionalen Akteuren vorgesehen.

Das Pilotprojekt ist Teil der Initiative „Die Neue Gründerzeit" des BMWi. Die Förderung erfolgt bis Ende 2018.
bmwi.de (Förderbekanntmachung)

Niedersachsen: Projekt stärkt Verbraucherkompetenz von Asylsuchenden

Der Abschluss von Mobilfunkverträgen, die Eröffnung eines Girokontos oder die Wahl des Stromversorgers – für Geflüchtete ist es oft besonders schwer, Angebote zu beurteilen und die eigenen Rechte und Pflichten zu kennen. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat deshalb jetzt ein Projekt gestartet, um die Verbraucherkompetenz von Asylsuchenden zu stärken und sie bei Problemen unabhängig zu beraten.

Das Beratungskonzept, das speziell auf die Bedürfnisse der Geflüchteten zugeschnitten ist, wurde in enger Kooperation mit Flüchtlingshelfern entwickelt. Es umfasst Informationsmaterialien in verschiedenen Sprachen, Veranstaltungen und Schulungen sowie die individuelle Beratung und rechtliche Unterstützung geflüchteter Menschen.

Durch die Förderung des Landes Niedersachsen kann die Beratung Geflüchteter kostenfrei angeboten werden. Diese wird über Gutscheine realisiert, die in allen niedersächsischen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale eingelöst und beim Projektkoordinator angefordert werden können. Beraten wird unter anderem zu den Themen Telefon und Internet, Girokonto, Vertragsrecht, Rundfunkbeitrag und Versicherungsschutz.
verbraucherzentrale-niedersachsen.de

Petition: Geflüchtete aus Griechenland und Italien nach Deutschland holen

Deutschland hatte sich im Rahmen des europäischen „Relocation“-Programms verpflichtet, bis September 2017 etwa 27.300 Geflüchtete aus Griechenland und Italien aufzunehmen. Doch die Umsetzung verläuft bislang äußerst schleppend.

Initiativen aus Darmstadt, Osnabrück, Mannheim, Marburg, Wolfsburg und Heidelberg, die Flüchtlingsräte aus Bayern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Berlin und Baden-Württemberg sowie weitere Organisationen fordern die deutsche Bundesregierung deshalb nun in einer Petition auf, für eine schnelle und vollständige Umsetzung ihrer Zusagen im Rahmen des „Relocation“-Programms zu sorgen.

„In Deutschland sind ausreichend leer stehende Flüchtlingsunterkünfte vorhanden, in denen die Menschen vorläufig unterkommen können. Es gibt eine ganze Reihe von Kommunen, die sich zur Aufnahme bereit erklärt haben und es gibt nach wie vor zigtausende freiwilliger Helfer*innen, die die Geflüchteten willkommen heißen und unterstützen würden. Das einzige, was fehlt, ist der politische Wille der Bundesregierung.“

Aus der Petition „Relocation jetzt umsetzen!“
weact.campact.de

Berlin: Charité startet mobile Impfversorgung von Geflüchteten

CharitéMit dem Medibus ist in Berlin Deutschlands erstes Impfmobil für die Versorgung von Geflüchteten an den Start gegangen.

Der zwölf Meter lange umgebaute Linienbus fährt Notunterkünfte in der Hauptstadt an und verfügt über zwei voll ausgestattete Behandlungsbereiche sowie eine leistungsfähige IT-Infrastruktur, über die sich Dolmetscher für 50 Sprachen live per Video zuschalten lassen.
tagesspiegel.de, wired.de, charite.de

Video-Experiment: Unterwegs mit dem Smartphone eines Geflüchteten

Die BBC Media Action, die Charity-Organisation der britischen Rundfunkanstalt, hat ein bewegendes Experiment gewagt und will basierend auf Interviews mit insgesamt über 100 Geflüchteten und Helfern auf die Missstände in der Kommunikation von Menschen auf der Flucht – unterwegs, im „Transit“-Bereich oder in Europa – aufmerksam machen. Die Ergebnisse der Interviews veranschaulicht die BBC Media Action in einem Video – und versetzt die Zuschauer temporär in die lebensbedrohliche Welt eines Geflüchteten:

Im Rahmen der Interviews machten die Befragten auch Vorschläge, wie sich die Kommunikation verbessern ließe, z.B. durch (mehr) Übersetzer und Rechtsberater in den Camps, regelmäßige Treffen, auf denen über die aktuelle Situation auf den Fluchtrouten informiert wird, oder (mehr und bessere) Internetzugänge in den Camps.
bbc.co.uk

ICC Berlin dient ab Februar nicht mehr als Anlaufstelle für Geflüchtete

Das Internationale Congress Centrum (ICC) in Berlin-Charlottenburg, das wie berichtet erst im Mai als Anlaufstelle für Geflüchtete eröffnet wurde, soll nach Informationen des „rbb“ ab dem 1. Februar nicht mehr zu diesem Zweck genutzt werden und dann nur noch als „Reservestandort" zur Verfügung stehen. Ab diesem Zeitpunkt werde das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten neue Räume in der Darwinstraße im selben Bezirk in Betrieb nehmen, wo dann Anträge etwa auf Taschengeld oder für die Wohnungssuche eingereicht werden können. Auch die derzeitige Notunterkunft im ICC solle aufgelöst werden.
rbb-online.de

Sachsen: Hilfssystem für LSBTI-Geflüchtete

In Sachsen wurde in den vergangenen Monaten ein landesweites Hilfsangebot für homosexuelle und transgeschlechtliche Geflüchtete aufgebaut. Das „Netzwerk für queere Refugees" hilft LSBTI-Geflüchteten, die von Gewalt bedroht oder betroffen sind, mit der schnellen Zuweisung in eine Schutzwohnung und berät etwa bei Behördengängen. Die Projekte der LSBTI-Vereine werden vom Freistaat mit rund 190.000 Euro gefördert.
queer.de, dnn.de, sachsen.de

Hochschule Koblenz: Weiterbildung zur sozialen Arbeit mit Flüchtlingskinder

HS Koblenz

Um auf die komplexe Berufspraxis der sozialen Arbeit mit Flüchtlingskindern vorzubereiten, hat das Institut für Forschung und Weiterbildung an der Hochschule Koblenz in Kooperation mit dem Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen Rheinland-Pfalz und Pro Asyl eine berufsbegleitende Weiterbildung für Fachkräfte entwickelt. Dabei wird die Gesamtheit der sozialpädagogischen Konzepte, rechtlichen Rahmenbedingungen und traumapädagogischen Ansätze berücksichtigt.

Nun erhielten die ersten 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer das Zertifikat der Weiterbildung „Soziale Arbeit mit Flüchtlingskindern“. Der zweite Kurs läuft bereits und wird im November abgeschlossen. Aufgrund des hohen Bedarfs soll bald ein weiterer Durchgang starten.
hs-koblenz.de

Projekt unterstützt Flüchtlinge nach Auszug aus Übergangseinrichtungen

In den Dortmunder Stadtteilen Brackel und Aplerbeck ist in dieser Woche ein Projekt zur besseren Integration der dort lebenden 200 Flüchtlinge gestartet. Die Initiative „lokal willkommen“ will den Geflüchteten helfen, sich nach dem Auszug aus den Flüchtlingsheimen in ihrer neuen Umgebung im jeweiligen Stadtteil zurecht zu finden. Dabei werden sie nun von Ehrenamtlichen begleitet. Die Hilfesuchenden können sich bei Fragen und Problemen im Alltag an das Sozialinstitut Kommende Dortmund wenden. Unterstützt wird das Projekt vom Caritasverband.
www.lokalkompass.de, www.radio912.de

Handfeste Hilfe in Ebersbach

„Die Helfer haben erfragt, welche Schulbildung die Flüchtlinge haben, und geschaut, wie können wir homogene Lerngruppen zusammenstellen. Das hätten wir als Stadtverwaltung niemals geschafft.“

Dietmar Vogl von der Ebersbacher Stadtverwaltung erklärt, wie pragmatisch die Flüchtlingshilfe in Ebersbach (Baden-Württemberg) angegangen wurde. In einem Beitrag der Göppinger Kreisnachrichten kommen verschiedene Protagonisten der Ebersbacher Flüchtlingshilfe zu Wort und berichten über den nicht immer einfachen Weg der Professionalisierung.
swp.de >>

Lesetipp: Die Flüchtlingshilfe in Freiburg hat sich deutlich gewandelt

In einem aufschlußreichen Interview berichten Antje Reinhard und Hans Steiner vom Amt für Migration und Integration in Freiburg (Baden-Württemberg) vom Wandel der Hilfe für geflüchtete Menschen im Verlauf des letzten Jahres. Sie ziehen insgesamt ein positives Fazit und nehmen auch Stellung zu aktuellen Herausforderungen, wie der Wohnungssuche und der Notwendigkeit von Kulturbotschaftern für die weitere Integrationsarbeit auf beiden Seiten.

Ein schönes Lesestück: badische-zeitung.de >>

Neues Caritaszentrum in Euskirchen

In Euskirchen (NRW) hat die Caritas ein neues Zentrum für Migration und Flüchtlingshilfe eingeweiht. In zentraler Stadtlage bündelt die Caritas all ihre Services und Hilfen an einem Standort. Der zentrale Punkt im Haus ist das „Café International“. Zur Eröffnung brachte Caritasvorstand Franz Josef Funken die Notwendigkeit des Engagements für geflüchtete Menschen auf einen Nenner: „Die Frage ist nicht ob, sondern wie wir uns öffnen“.
eifeler-presse-agentur.de >>

Das UFA Camp 2016 sucht noch TeilnehmerInnen

Im Kreativ-Camp der Fernsehproduktionsfirma UFA haben neun jugendliche Geflüchtete und drei TV-Stars insgesamt fünf Tage Zeit, um drei authentische und persönliche Videos zu drehen. Tenor der Videos sollen Begegnungen der Protagonisten sein, die sich nicht nur besser kennen lernen, sondern auch etwas über einander erfahren. In alltäglichen Situationen wie Tischtennis spielen, kochen oder durch den Kiez spazieren, stellen sie sich
gegenseitig Fragen, sprechen über Sorgen, Träume und das, was für sie selbst am Wichtigsten ist im Leben.

Bis zum 12. Oktober 2016 können sich Geflüchtete im Alter von 16 – 25 Jahren noch unter der Email camp@ufa.de bewerben.

Lese-Tipp: Sensibilisierung und Hilfe für LGBT-Geflüchtete

Auch im liberalen Deutschland fehlt es häufig an staatlichen Maßnahmen und Mitteln, um lesbische, schwule und transgeschlechtliche Geflüchtete vor Gewalt und Diskriminierung zu schützen und ihnen Hilfe anzubieten. Zu oft werde diese Aufgabe ehrenamtlichen Helfern überlassen, kritisieren die Grünen-Bundestagsabgeordneten Luise Amtsberg und Kai Gehring in einem Gastbeitrag im „Tagesspiegel“.
tagesspiegel.de

Ability4refugees: Hilfsmittelbörse für Geflüchtete mit Handicap

In Deutschland ist es für Geflüchtete mit Behinderung oft schwer, geeignete Hilfsmittel wie Rollstühle, Gehhilfen oder Hörgeräte zu bekommen. Das Gesetz sieht in der Regel nur eine akute medizinische Versorgung vor. Ability4refugees will deshalb für diese Menschen Hilfsmittel vermitteln.

Ability4refugees ist ein Projekt der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) und der Andreas-Mohn-Stiftung und wurde bisher nur via Facebook angeboten. Nun gibt es für das Projekt auch eine eigene Website, auf der Hilfsmittel in den Kategorien Kommunikation, Wohnen und Mobilität angeboten oder gesucht werden können. Die Hilfsmittel müssen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.
ability4refugees.de via kobinet-nachrichten.org

Leipzig: Wegweiser für Engagement in der Flüchtlingshilfe

Die Stadt Leipzig hat mit dem Wegweiser „Ehrenamtliches Engagement in der Leipziger Flüchtlingshilfe“ eine Übersicht über ehrenamtlich getragene Angebote für Geflüchtete und konkrete Möglichkeiten zur Beteiligung erstellt. Zudem werden darin Infos über die Annahme von Sachspenden vermittelt und Unterstützungsmöglichkeiten für Freiwillige vorgestellt. Der Wegweiser richtet sich somit an alle, die sich bereits für ein Zusammenleben mit Geflüchteten engagieren oder dies noch tun möchten und soll zur Vernetzung und Kooperation anregen.
leipzig.de (Wegweiser als PDF)

Programm: Emergency Social Safety Net

Ab dem 1. Oktober können Geflüchtete in der Türkei mittels spezieller Prepaid-Karten Geld am Automaten abheben. Damit sollen sie Einkäufe erledigen, Mieten begleichen oder Bildungsangebote zahlen können. Jede dieser Karten wird monatlich mit hundert türkischen Lira (ca. 30 Euro) aufgeladen. Die EU hatte für das Programm „Emergency Social Safety Net“ 348 Millionen Euro bereitgestellt (wir berichteten).
dw.com/de

Stuttgart: Neue Info-Plattform für Geflüchtete und Ehrenamtler

Die neue Website fluechtlinge.stuttgart.de (auch zu erreichen unter refugees.stuttgart.de) bietet zentral gebündelt Informationen für geflüchtete Menschen, ehrenamtliche Engagierte sowie für interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Geflüchtete können sich in deutscher, englischer und arabischer Sprache beispielsweise über das Asyl- und Anerkennungsverfahren informieren und finden darüber hinaus viele Hinweise und Links rund um das Leben in Deutschland und speziell in Stuttgart.

Vielfältig ist auch das Themenfeld für ehrenamtlich Engagierte und für Menschen, die sich künftig in der Arbeit mit Geflüchteten einbringen möchten. Helferinnen und Helfer entscheiden selbst, ob sie eine länger- oder kurzfristige Verpflichtung eingehen und wie sie ihre Mitarbeit gestalten wollen. Wer sich engagieren möchte, findet auf der Webseite konkrete Informationen über Zeit-, Geld- und Sachspenden.

Auch interessierte Bürgerinnen und Bürger finden auf der neuen Online-Plattform in Bereichen wie „Flüchtlingssituation“, „Soziale Integration“ und „Wohnraum für Flüchtlinge“ umfangreiche Infos, um sich ein Bild über die Situation der Geflüchteten in ihrer Stadt sowie über den „Stuttgarter Weg" in der Flüchtlingspolitik zu machen.
fluechtlinge.stuttgart.de

Weltgipfel zu Flucht und Migration in New York

52 Länder nahmen zu Beginn der Woche an den Weltgipfeln zu Flucht und Migration in New York teil. Sie machten Zusagen zur Aufnahme von mehr als 360.000 Flüchtlingen. Außerdem einigte sich die Staatengemeinschaft darauf, die Finanzzusagen für humanitäre Hilfe im Vergleich zu 2015 um 4,5 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Zusätzlich wurde beschlossen, einer Million Flüchtlingskinder den Zugang zu Bildung zu erleichtern und für eine Million Geflüchtete die Beschäftigungschancen zu verbessern. Beim Flüchtlingsgipfel, zu dem US-Präsident Obama eingeladen hatte, waren Deutschland, Schweden, Kanada, Mexiko, Äthiopien, Jordanien und UN-Generalssekretär Ban Ki-moon Mitgastgeber.
bundesregierung.de

Multimilliardär investiert in Flüchtlingshilfe

Mit einer überraschenden Ankündigung meldete sich jüngst Hedgefonds-Manager George Soros zur Wort. In einem Gastbeitrag im „Wall Street Journal“ kündigte er an, 500 Millionen US-Dollar in „Start-ups, etablierte Firmen sowie soziale Initiativen und Unternehmen, die von Migranten und Geflüchteten gegründet wurden“ zu investieren. Dabei hat der Multimilliardär (geschätztes Vermögen: rund 25 Milliarden Dollar) offenbar vor allem Europa im Blick und hofft auf andere Investoren, die seinem Beispiel folgen. Wir auch.
welt.de

Österreich: Muslimische Flüchtlingsorganisation geplant

Die Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ) plant die Gründung einer Flüchtlingsorganisation, die parallel zu Caritas und Diakonie z.B. Unterkünfte bereitstellen und Asylwerber versorgen soll, um so auch staatliche Institutionen und NGOs zu entlasten. Die IGGiÖ verknüpft die Ankündigung mit einer Forderung an die Politik zur finanziellen Unterstützung, da die Moscheen diese Arbeit laut Präsident Ibrahim Olgun nicht allein durch ihre Mitgliedsbeiträge finanzieren können.
derstandard.at, islamiq.de

Portal „Freifunk hilft“ gestartet

freifunk_hilft_400pxDie Freifunker haben „Freifunk hilft“ gestartet. Das Hilfe-Portal „soll die Kontaktaufnahme zwischen sozialen Trägern und lokalen Freifunkgruppen erleichtern und dokumentiert für neue Freiwillige die Erfahrungen, die die Freifunk-Community bei der Vernetzung von bisher über vierhundert sozialen Einrichtungen gesammelt hat.“ So sollen der ehrenamtliche Aufbau und die Betreuung von Freifunk-Standorten an Orten, denen wenig Geld für digitale Infrastruktur zur Verfügung steht, koordiniert und u.a. noch mehr Flüchtlingsunterkünfte mit Internetzugängen ausgestattet werden können.
freifunk-hilft.de, netzpolitik.org

Wettbewerb „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ 2016

Das von der Bundesregierung gegründete Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Extremismus und Gewalt (BfDT) würdigt im Rahmen des Wettbewerbs „Aktiv für Demokratie und Toleranz“ zivilgesellschaftliche Projekte, die sich u.a. für Radikalisierungsprävention (z.B. gegen Islamismus und Salafismus) sowie gegen Rechtsextremismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (z.B. gegen Antiziganismus, Antisemitismus, Rassismus, Muslimenfeindlichkeit und Homosexuellenfeindlichkeit) einsetzen. Zu gewinnen gibt es Geldpreise in Höhe von 1.000 bis 5.000 Euro. Wer sich bewerben will, kann noch bis zum 25.09.2016 seine Unterlagen einreichen.
buendnis-toleranz.de

Dresden: Psychosoziales Zentrum für Geflüchtete eröffnet

In Dresden wurde vor wenigen Tagen ein psychosoziales Zentrum für seelisch belastete Geflüchtete eröffnet. Es ist als zentrale Anlaufstelle für diese Menschen gedacht und soll sie beraten und an Fachärzte vermitteln. Zudem sollen haupt-und ehrenamtliche Flüchtlingshelfer geschult und sensibiliert werden. Auch in Leipzig gibt es bereits ein solches Zentrum.
mdr.de, medienservice.sachsen.de

Netzwerk „Not alone“ unterstützt minderjährige Geflüchtete

In Berlin und Brandenburg will sich künftig das Netzwerk „Not alone“ um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kümmern. Dafür arbeiten Freiwillige aus Sozialverbänden, Ärzteschaft und Flüchtlingsheimen zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei die persönliche Begleitung durch Paten. Bereits 20 Medizinstudenten haben sich bereit erklärt, sich in ihrer Freizeit um einen minderjährigen Geflüchteten zu kümmern und dabei zu helfen, passende Sportvereine, Praktikums- oder Ausbildungsplätze zu finden. „Wir holen die Jugendlichen da ab, wo sie untergebracht sind, und stellen ihnen Lotsen an die Seite. Dann geht es darum, die Jugendlichen auf das Leben in Deutschland vorzubereiten“, erklärt Reiner Felsberg, Geschäftsführer des Marburger Bundes Berlin Brandenburg. Die Ärztegewerkschaft hat das Projekt mitinitiiert.
tagesspiegel, dw.com/de

EU gibt Geldkarten an Flüchtlinge in der Türkei aus.

In der Türkei lebende syrische Flüchtlinge sollen ihren Alltagsbedarf bald selbst bezahlen können, statt sich in Lagern versorgen zu lassen. Die EU will ihnen erstmals über Guthabenkarten direkt Geld zukommen lassen, damit die Flüchtlinge Nahrungsmittel, Unterbringung oder Schulbücher für Kinder finanzieren können. Dafür werden 348 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Es sei das größte humanitäre EU-Hilfsprogramm aller Zeiten und eine bahnbrechende Neuerung, sagte EU-Kommissar Christos Stylianides.
dw.com, zeit.de

EKD-Studie: Steigende Hilfsbereitschaft in Deutschland

Die Zahl der in der Flüchtlingshilfe Engagierten ist von November 2015 (10,9 Prozent) bis Mai 2016 (11,9 Prozent) weiter gestiegen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Evangelischen Kirche in Deutschland, für die zwischen November 2015 und August 2016 in vier Befragungswellen jeweils 2.000 bzw. 1.000 Deutsche befragt wurden.

Weitere Erkenntnisse der Befragungen: Drei von vier Deutschen können sich laut der Erhebung einen persönlichen Beitrag zur Flüchtlingshilfe vorstellen und knapp zwei Drittel der Bevölkerung haben inzwischen bereits eigene Erfahrungen im Kontakt zu Geflüchteten gemacht.
ekd.de, ekd.de (Studie als PDF)

#WithRefugees: Petition geht an Regierungen weltweit

Mehr als 700.000 Menschen haben bereits die Petition #WithRefugees des UNHCR unterschrieben. Sie wird am 19. September vor dem UN-Weltgipfel zu Flüchtlingen und Migranten an die UN-Zentrale in New York übergeben.

Mit der Petition werden Regierungen dazu aufgerufen, sicherzustellen, dass jedes Flüchtlingskind eine Ausbildung erhält, jede Flüchtlingsfamilie an einem sicheren Platz leben kann und jeder Geflüchtete die Möglichkeit hat, zu arbeiten oder einen Beruf zu erlernen, um einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten zu können.

Weitere Unterzeichner sind natürlich herzlich willkommen!
unhcr.org

Hilfsprogramm für Geflüchtete mit psychischen Störungen

Seit dem 1. November 2015 fördert das Bundesministerium für Arbeit und Soziales das „Interpersonelle Integrative Modellprojekt für Flüchtlinge“. Dabei betreuen Psychiater, Sozialarbeiter und Ergotherapeuten in Zusammenarbeit mit Dolmetschern an der Psychologischen Hochschule Berlin (PHB), PUK der Charité im SHK, der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Campus Charité Mitte sowie weiteren Kliniken und Praxen Berlins geflüchtete Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben. „Wir möchten die Flüchtlinge durch die Therapie entlasten, ihnen bei der Bearbeitung ihrer psychischen Probleme und interpersonellen Belastungen helfen und gleichzeitig ihre Integration in die Arbeits- und Sozialwelt erleichtern“, erklärt Projektgründerin Prof. Eva-Lotta Brakemeier. Noch bis Oktober dieses Jahres läuft das Modellprojekt, das bereits wertvolle Informationen zu Entlastung und Verbesserung der psychischen Symptome durch eine Kurzzeittherapie liefert.
idw-online.de

Aktion Deutschland Hilft: Zwischenbilanz zur Flüchtlingshilfe

Vor einem Jahr rief das Nothilfebündnis Aktion Deutschland Hilft zu Spenden für geflüchtete Menschen weltweit auf. Vom bisherigen Spendeneingang in Höhe von 21,3 Millionen Euro entfallen 4,1 Millionen auf Deutschland.

Mit den Spendengeldern für die Flüchtlingshilfe weltweit wurden mehrheitlich Projekte für aus Syrien Geflohene und auch für Binnenflüchtlinge im Nordirak finanziert. Zudem lag der Fokus auf Krisenregionen in Afrika wie Kongo, Tschad, Somalia und Südsudan. Neben der Versorgung mit Hilfsgütern geht es dabei vor allem um Strukturhilfe und medizinische Versorgung.

Von den Spendengeldern wurden bislang mit knapp 3 Millionen Euro Projekte in Deutschland gefördert. Hier liegt der Schwerpunkt auf Integrationsmaßnahmen wie der Unterstützung von Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und der Sprachförderung in Kindertagesstätten und Schulen.
aktion-deutschland-hilft.de

Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen

Unterkünfte für geflüchtete Menschen bergen durch das Zusammenleben von Personen mit einer Vielzahl unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Sprachen, dem engen Zusammenleben, der oftmals mangelnden Privatsphäre, der Unsicherheit über den Aufenthaltsstatus und weiterer Faktoren Konfliktpotentiale. Zudem sind Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte und rechtsradikal motivierte Straftaten traurige Realität.

Aus diesem Grund haben der ASB Regionalverband Münsterland und der ASB NRW die Broschüre „Handlungsempfehlungen für den Gewaltschutz in Flüchtlingseinrichtungen“ entwickelt und stellen diese ab sofort zur Verfügung. Der Gewaltschutz geht dabei über das Eingreifen bei tatsächlichen Tätigkeiten hinaus und beinhaltet unter anderem ein Konzept zur Raumaufteilung und ein Bekenntnis zu einem harmonischen und respektvollen Umgang innerhalb der Einrichtung. Die Broschüre enthält daher auch Empfehlungen für präventive Maßnahmen. Sie kann hier als PDF heruntergeladen werden. Gedruckte Einzelexemplare können (solange der Vorrat reicht) kostenfrei bestellt werden beim Arbeiter-Samariter-Bund NRW, per E-Mail: velte@asb-nrw.de

Ergänzend zur Broschüre wurden vom ASB NRW mit Unterstützung des ASB Regionalverbands Münsterland auch Empfehlungen und Dokumente für Willkommensmappen erarbeitet, die Geflüchteten die Orientierung in einer Einrichtung und in der deutschen Gesellschaft erleichtern und für mehr Transparenz sorgen sollen. Die Dokumente sind in den Sprachen Albanisch, Arabisch, Dari, Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Russisch und Serbisch verfasst. Der Download ist auf der Website des ASB NRW möglich.
asbnrw.de

Italien: Geflüchtete spenden für Erdbebenopfer

Aus der Katastrophenregion in Zentralitalien, die bis heute leider immer noch von zahlreichen Nachbeben erschüttert wird und in der nach aktuellem Stand mindestens 267 Menschen ihr Leben verloren, gibt es zum Glück auch einige mutmachende Meldungen. Die Rettung der zehnjährigen Giorgia, die nach 16 Stunden lebend aus den Trümmern geborgen werden konnte, gehört ebenso dazu wie der unermüdliche Einsatz der Retter und Helfer trotz der weiterhin akuten Gefahrenlage.

Und dann haben wir auch die folgende berührende Geschichte entdeckt, die zeigt, wie Menschen zusammenhalten, wenn es wirklich darauf ankommt: Etwa 75 Geflüchtete, die im süditalienischen Gioiosa Ionica leben, wollen dem Land, in dem sie sich willkommen fühlen, etwas zurückgeben und spenden einen Teil ihres knappen Taschengelds.
metro.co.uk

Aus dem Bürgerkrieg in die Bonner Stadtverwaltung

Nidal Rashow floh vor dem Krieg in seiner Heimat Syrien. Seine Flucht führte ihn schließlich nach Bonn, wo er zunächst in einer Containerunterkunft lebte. Inzwischen arbeitet der 30-Jährige in der Bonner Stadtverwaltung und hilft dort jungen Geflüchteten, sich in Deutschland zurechtzufinden. Mit seinem Gehalt kann Nidal eine Wohnung finanzieren und auf eigenen Beinen stehen.

Unterstützung bekam er von Wedig von Heyden, dem ehemaligen Generalsekretär des Wissenschaftsrates. Er nahm Nidal und seine beiden Brüder unter seine Fittiche. Seit 2008 engagiert Wedig von Heyden für Geflüchtete und weiß, dass Migranten meist Hilfe bei der Wohnungssuche oder bei Arztbesuchen suchen. „Wedig war immer für mich da. Ich hatte großes Glück. Ohne ihn hätte ich vielleicht meinen Sprachkurs nicht abgeschlossen, vielleicht lebte ich heute noch in der Flüchtlingsunterkunft. Wir sagen, er ist unser Vater hier in Deutschland“, sagt Nidal über seinen Helfer.
dw.com/de

Lese-Tipp: Flüchtlinge in der eigenen Wohnung.

Wie es ist, geflüchtete Menschen in der eigenen Wohnung unterzubringen, beschreibt Maren Aline Merken aus Berlin in einem lesenswerten Erfahrungsbericht auf Spiegel Online. Zwischen den traumatisierten Menschen in ihrem Zuhause wurden die Erste-Welt-Probleme der Berlinerin immer kleiner. Und sie kommt zu dem Schluss:

Es prallen Welten aufeinander, wenn man geflüchtete Menschen bei sich aufnimmt. Aber vielleicht ist gerade das der erste richtige Schritt in Richtung Integration. Man lernt so viel mehr, als man erwartet: Respekt, Toleranz, Mitgefühl und Akzeptanz. Und: Dass auch 65 qm reichen, um gut zu leben.

Hier entlang zum Artikel auf Spiegel Online >>

Österreich: Geflüchtete Syrer verteilen Dankeskarten

Mit einer landesweiten Aktion wollen sich syrische Flüchtlinge bei der österreichischen Bevölkerung für ihre Gastfreundschaft und Menschlichkeit bedanken und am Freitag und Samstag unter dem Motto „Die Brücke des Friedens“ Dankeskarten verteilen.

In der Ankündigung auf Facebook heißt es:
„Wir Syrer wollen uns bei der österreichischen Bevölkerung für die Gastfreundschaft und Menschlichkeit bedanken. Wir möchten euch sagen, dass wir nicht hier sind um zu töten oder zu terrorisieren. Wir sind genau vor solchem Terror aus unsere Heimat geflüchtet. Wir sind Flüchtlinge und möchten wie alle anderen Menschen in Frieden leben. Wir haben die Initiative ergriffen und werden Dankeskarten am 19. und 20. August österreichweit verteilen.“
facebook.com via oe24.at

HS Bremen: Weiterbildung für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Ab dem 9. September wird an der Hochschule Bremen das Weiterbildungsmodul „Orientierung zur Begleitung geflüchteter Menschen“ angeboten. An fünf Nachmittagen mit jeweils sechs Unterrichtsstunden werden Themen wie Interkulturelle Kompetenz, Asyl- und Aufenthaltsrecht, Konfliktmanagement, Nähe / Distanz und sozialrechtliche Leistungen und Rechtsschutz behandelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten auch einen Überblick über Angebote und Leistungen für Geflüchtete in der Stadt Bremen.

Angesprochen sind Menschen, die sich in die Thematik einarbeiten wollen, die beruflich am Rande mit geflüchteten Menschen zu tun haben und Menschen die sich in der Flüchtlingsarbeit engagieren und handlungssicherer werden möchten.
hs-bremen.de

Studie: Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit

Im Rahmen der zweiten bundesweiten EFA-Studie des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) der Humboldt-Universität wurden 2.291 Personen online befragt, die sich ehrenamtlich in der Arbeit mit Geflüchteten engagieren.

Die Mehrheit der Ehrenamtlichen ist sich einig, dass Deutschland durch die verstärkte Ankunft von Geflüchteten im Herbst 2015 nicht überfordert gewesen sei. Konsens herrscht auch bezüglich des gesellschaftspolitischen Anspruchs: Die überwiegende Mehrheit der Befragten möchte mit ihrem Einsatz die Gesellschaft zumindest im Kleinen verändern (97 Prozent) und ein Zeichen gegen Rassismus setzen (90 Prozent).

Bemerkenswert: Drei Viertel aller Ehrenamtlichen sind nach wie vor Frauen, bei den unter 50-jährigen sogar über 80 Prozent.
tagesspiegel.de, hu-berlin.de (Studie)

WBS-Flüchtlingsinitiative meldet bundesweit Erfolge

Als im letzten Jahr viele Geflüchtete nach Deutschland kamen, hat der Weiterbildungsspezialist WBS Training bundesweit 50.000 Euro für kostenlose Kurse bereitgestellt - sowohl für Flüchtlinge als auch für ehrenamtliche Deutschlehrer und für Unternehmen, die geflüchtete Menschen einstellen wollten. Es folgten förderfähige Deutsch-Einstiegskurse und seit 2016 Integrationskurse, Fachkurse inklusive Deutschunterricht und begleitende Angebote zur Integration von Migranten.

Die Bilanz kann sich sehen lassen: Von Oktober 2015 bis März 2016 besuchten etwa 3.000 geflüchtete Menschen die Willkommenskurse und kostenlosen Deutschkurse. An den Integrationskursen und Trainings mit Deutschanteil nahmen bereits rund 500 Geflüchtete teil. Nachfolgend berichtet WBS exemplarisch über drei Erfolgsgeschichten aus Bremen, Wuppertal und Bautzen.
wbstraining.de

„Willkommen in Frankfurt“ jetzt auch auf Arabisch

Studierende der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) haben ihre Broschüre „Welcome to Frankfurt“, die sie im Oktober 2015 als Willkommens-Broschüre für Geflüchtete in Frankfurt auf Englisch entworfen hatten, jetzt in arabischer Sprache veröffentlicht. Die Broschüre soll durch verschiedene lokale Organisationen an Geflüchtete verteilt werden. Eine deutsche Übersetzung für den Sprachunterricht wird gegenwärtig vorbereitet.

Die englischsprachige Broschüre wurde aufgrund der starken Nachfrage im November 2015 in einer zweiten Auflage gedruckt und soll in den nächsten Wochen in einer dritten Auflage erscheinen.
frankfurt-university.de

DRK Gießen: Neue Angebote für Geflüchtete

Der DRK-Kreisverband Gießen hat zwei neue Projekte ins Leben gerufen, um weiterführende Hilfe und damit einen Beitrag zur Integration von Geflüchteten zu leisten: eine Migrationsberatung und ein Patenschaftsprogramm.

Stephanie Hillgärtner ist ab sofort für die Migrationsberatung des Kreisverbandes zuständig. Diese richtet sich an erwachsene Migranten, die aufenthaltsberechtigt sind oder an Integrationskursen teilnehmen und soll aufzeigen, welche Angebote und Hilfestellungen Stadt, Landkreis oder Organisationen in Gießen bieten und wie diese in Anspruch genommen werden können. Informationen über staatliche Hilfen, die Anerkennung ausländischer Abschlüsse oder der Umgang mit Behörden – all diese Themen werden in der Migrationsberatung ausführlich behandelt. Wichtig sei, dass Geflüchtete eine Vertrauensperson mitbringen, die übersetzen kann, wenn die eigenen Sprachkenntnisse noch nicht ausreichen.

Der DRK-Kreisverband Gießen beteiligt sich darüber hinaus auch am Patenschaftsprogramm „Menschen stärken Menschen“ des Bundesfamilienministeriums. Basher Ali wird als zuständiger Mitarbeiter des DRK künftig Geflüchtete und Paten zusammenbringen. Die ersten Patenschaften wurden bereits geschlossen.
giessener-anzeiger.de, drk-giessen.de (weitere Infos)

Pferdetherapie für Flüchtlingskinder

Im baden-württembergischen Nürtingen wird es ab Herbst eine pferdegestützte Therapie für traumatisierte Flüchtlingskinder geben. Entwickelt wird dieses Projekt von der ortsansässigen Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) und dem Psychosozialen Netzwerk der Stadt. Den Kindern soll so geholfen werden die schrecklichen Bilder, die sie auf ihrer Flucht erlebt haben, zu verarbeiten. Bei der Therapie lernen die Mädchen und Jungen dann spielerisch das Verhalten und die Pflege der Tiere kennen und können durch den Kontakt zum Pferd ihr verloren gegangenes Vertrauen wiederaufbauen. Die Auftaktveranstaltung für Kinder, Eltern und Sponsoren wird am 9. Oktober 2016 im nahegelegenden Hippotherapiezentrum in Ostfildern-Scharnhausen stattfinden.
www.gea.de

Charité: Arbeitsgruppe transkulturelle Psychiatrie

Im Rahmen der Arbeitsgruppe transkulturelle Psychiatrie bieten Psychiater, Psychologen, Sozialarbeiter und Ethnologen am Zentrum für interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie (Zipp) der Berliner Charité Therapien für Geflüchtete und Migranten an. Neben Einzel- und Gruppentherapien gibt es in der psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) eine offene pychiatrische Akutsprechstunde für Geflüchtete und Asylsuchende – Dolmetscher für Arabisch und Farsi sind vor Ort. Drei neue Projekte werden nun voraussichtlich mit 1,1 Millionen Euro bewilligt.
psy-ccm.charite.de, spiegel.de (kostenpflichtig)

NRW investiert in Sozialberatung von Geflüchteten

Nordrhein-Westfalen fördert die Sozialberatung von Geflüchteten dieses Jahr mit rund 27 Millionen Euro, rund 20 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Mit dem Geld sollen rund 400 Personalstellen in der sozialen Beratung gefördert werden.

In Dortmund, Siegen und Bonn entstehen drei neue Psychosoziale Zentren. In den bisher bestehenden zehn Zentren soll zudem das Personal aufgestockt werden. Ein weiterer Förderschwerpunkt liegt in die Beratung von unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten.
mik.nrw.de

Schaffe ich das? Ein Flüchtlingshelfer berichtet.

Joachim Ortmann ist Journalist. Oder war es. Bis vor kurzem hat er noch für die Chefredaktion der "Hamburger Morgenpost" gearbeitet. Mit dem Ruhestand setzte er sich nicht etwa zur Ruhe – sondern engagierte sich als Flüchtlingshelfer in der Hansestadt. Seither bestimmen die kleinen großen Sorgen der Flüchtlinge sein Leben. In einem absolut lesenswerten Erfahrungsbericht schreibt Ortmann über völlig überlastete Behörden, verschwundene Pässe, die eigene Unsicherheit und stellt fest: "Ohne all diese Unterstützer, das erlebe ich jeden Tag, wäre das Chaos perfekt."
mopo.de

Til-Schweiger-Stiftung zieht erste Bilanz

Die Stiftung von Filmemacher und Schauspieler Til Schweiger hat ihren ersten Geschäftsbericht vorgelegt. Von den in den ersten vier Monaten zusammengekommenen Spendengeldern in Höhe von rund einer Million Euro seien rund 643.000 Euro bewilligt worden, teilte die Til Schweiger Foundation mit. Rund 20 verschiedene Projekte habe die Stiftung damit unterstützt, viele davon im Bereich Flüchtlingshilfe.

Neben unmittelbaren Sofortmaßnahmen wie traumatherapeutischer Stabilisierung und einer mobilen Arztpraxis sei vor allem Integration und Sprachförderung von Kindern unterstützt worden.

Die Bauarbeiten für das von der Stiftung finanzierte Kinderbetreuungs-Haus auf dem Gelände der Flüchtlingsaufnahmeeinrichtung in Osnabrück sollen im August beginnen.
stern.de, ndr.de, tilschweigerfoundation.de

München: Flüchtling bietet Schutz während Amoklauf

Ein afghanischer Flüchtling hat während der Massenpanik beim Amoklauf in München 200 Menschen bei sich aufgenommen und in seinem Keller in Sicherheit gebracht. Denn wenn es nach Amir Najiarzadeh geht, sind alle Menschen gleich, unabhängig ob Deutscher oder Flüchtling. Der im Sicherheitsdienst tätige Mann war selbst verängstigt, hat aber aus Menschlichkeit gehandelt und sieht sein Handeln als gute Tat im Namen aller Afghanen.
www.dw.com

Ein Jahr ShareTheMeal in Deutschland mit positivem Fazit

ShareTheMeal_app_map_Deutsch-WEBIm Juni 2015 startete die ShareTheMeal-App des UN World Food Programme (WFP) in Deutschland. Gut ein Jahr später haben sich 550.000 Menschen die App für ihr Smartphone heruntergeladen und mehr als 6,5 Millionen Mahlzeiten geteilt.

Die Mahlzeiten erreichen die Menschen in Not über Schulmahlzeiten, spezielle Ernährungsprogramme für Mütter- und Kinder sowie Nahrungsmittelgutscheine des WFP. Während der Pilotphase wurden Mittel für das Schulmahlzeitenprogramm im südafrikanischen Lesotho gesammelt. Nutzer unterstützten bedürftige Schulkinder binnen weniger Monate mit mehr als 1,8 Millionen Tagesrationen. Im Anschluss an die erfolgreiche Pilotphase wurde ShareTheMeal im November 2015 weltweit verfügbar gemacht. In den darauffolgenden Spendenkampagnen unterstützten Nutzer die notleidende Bevölkerung in Syrien und den Nachbarländern.

Aktuelles Ziel der MacherInnen ist es, 1.500 Flüchtlingskindern unter 12 Jahren in Bar Elias, in der Bekaa-Ebene, für ein ganzes Jahr zu helfen.

ShareTheMeal ist in neun Sprachen verfügbar und ermöglicht Spenden in 27 Währungen.
sharethemeal.org >>

(mit Pressematerial des UN World Food Programms)

Schwimmkurs für Kinder von Geflüchteten

In Brokdorf, Schleswig-Holstein, erhalten die Kinder von geflüchteten Menschen einen Schwimmkurs im Freibad des Ortes. Auf Initiative der Bürgermeisterin Elke Göttsche gibt Schwimmmeister Lutz Stüven den Kids Schwimmunterricht.

In den vergangenen Wochen gab es – nicht nur im Brokdorfer Freibad – Badeunfälle, bei denen Geflüchtete zu Schaden kamen. Offenbar gibt es beim Schwimmen Nachholbedarf, den die Brokdorfer zumindest in ihrer Gemeinde gern bedienen wollen und somit die Sicherheit der Kinder erhöhen. An drei Tagen in der Woche will man sich im Freibad treffen, bis die Kinder schwimmen können.
shz.de >>

Website für psychisch belastete Geflüchtete

Wie bereits vorab berichtet haben Studierende und Mitarbeiter des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und der Universität Hamburg gemeinsam ein Online-Selbsthilfeinstrument für psychisch belastete Flüchtlinge entwickelt, das nun gestartet ist. Auf der Website refugeeum.eu können sich Geflüchtete ab sofort über verschiedene Belastungsreaktionen wie Angst, Traurigkeit oder Wut informieren. Zugleich werden ihnen Selbsthilfestrategien aufgezeigt. Die Informationen sollen Geflüchteten und ihren Angehörigen dabei helfen, solche Belastungsreaktionen besser zu verstehen und das Wohlbefinden zu steigern.

Die Informations- und Selbsthilfematerialien wurden auf wissenschaftlicher Basis entwickelt, sind leicht verständlich geschrieben und werden zunächst in drei Sprachen (Deutsch, Farsi und Englisch) angeboten. Vier weitere Übersetzungen (Arabisch, Albanisch, Serbisch und Französisch) werden in Kürze folgen.

„Alle auf der Website angebotenen Selbsthilfestrategien können ohne weitere Hilfsmittel angewendet werden. Sie sind ein niederschwelliges Hilfsangebot, ersetzen aber bei psychisch erkrankten Flüchtlingen keinesfalls eine professionelle Behandlung“, erklärt Dr. Mike Mösko, Leiter der Arbeitsgruppe Psychosoziale Migrationsforschung im Institut und der Poliklinik für Medizinische Psychologie des Uniklinikums Hamburg-Eppendorf.
uke.de, refugeeum.eu

Helfer-Allianz für Deutschland gegründet

Die drei Online-Portale für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe GoVolunteer, HelpTo und ichhelfe.jetzt bündeln ihre Kräfte und rufen die Helfer-Allianz ins Leben. Mit der Initiative sollen digitale Angebote für ehrenamtliches Engagement effizient vernetzt werden.

Über die technische Zusammenführung ihrer Helfer-Plattformen soll eine zentrale digitale Anlaufstelle für alle Bürger geschaffen werden, die helfen möchten. Wer noch keine Erfahrung in der Flüchtlingshilfe gesammelt hat, soll Projekte entdecken, Fragen stellen und seine Hilfe anbieten können. Wer Unterstützung für sich selbst oder sein Projekt brauche, könne ein Gesuch einstellen oder den bereits über 200.000 Nutzern der drei Portale Möglichkeiten zur Mitarbeit präsentieren.

„Wir wollen den Grundstein für mehr Zusammenarbeit in der Flüchtlingshilfe legen und laden alle digitalen Hilfsinitiativen ein, sich der Helfer-Allianz anzuschließen“, sagt Malte Bedürftig, Gründer von GoVolunteer und einer der Initiatoren der neuen Initiative.

Mehr als 20 Projekte folgten dem Aufruf bereits – darunter Betterplace, die D21-Helfer-Community der deutschen IT-Wirtschaft, die Hilfsinitiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. „Auf lange Sicht soll eine gemeinsame Online-Plattform entstehen, die alle Angebote verbindet“, sagt Bedürftig. „Zur Verwirklichung dieser Vision werden jetzt Unterstützer aus Wirtschaft und Politik gesucht.“ Daniel Wetzel von HelpTo ergänzt: „Um die Vernetzung von Helfern und Organisatoren technisch zu ermöglichen, müssen wir jetzt finanzielle Förderer gewinnen. Dafür wollen wir ein Fonds einrichten.“
govolunteer.com

Tagesgruppe „AID“ hilft minderjährigen Flüchtlingen

Im nordrhein-westfälischen Derschlag hat der Verein Abenteuerwerkstatt e.V. das Projekt Ankommen in Deutschland (AID) ins Leben gerufen. Seit Mai 2016 werden sechs minderjährige Flüchtlinge zwischen 15 und 17 Jahren tagsüber im Jugend- und Familienzentrum bei der Integration unterstützt. Sie sind allein nach Deutschland gekommen und leben in Flüchtlingsunterkünften oder Gastfamilien. In der Tagesgruppe können sie wieder zu einem geregelten Alltag finden. So lernen sie vormittags Deutsch und helfen bei der Vorbereitung der Mahlzeiten, am Nachmittag besuchen Sie Museen oder übernehmen handwerkliche Tätigkeiten.
www.rundschau-online.de

Umfrage zur Motivation von Flüchtlingshelfern

Sarah Mittelbach, die sich in Berlin selbst in der Flüchtlingshilfe engagiert, beschäftigt sich nun auch in ihrer Abschlussarbeit mit dem Thema "Flucht". Mittels einer Online-Umfrage will sie beispielsweise mehr über die Motivation von Flüchtlingshelferinnen und -helfern erfahren. Die Beantwortung der Fragen nimmt nur etwa zwei bis drei Minuten in Anspruch. Über rege Teilnahme freut sich Sarah Mittelbach!
Hier geht's zum Umfrage-Tool >>