Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum wird mobil

Kurz vor Ostern bringt die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum ihre mobile Beratung an den Start. So sollen zukünftig Flüchtlinge und Helfer direkt in den Unterkünften die Beratungsangebote wahrnehmen können. Diese Form der Beratunsgarbeit wird zunächst getestet, um etwaige Bedarfe zu klären. Anschließend soll sie in einem regelmäßigen Wochenrhythmus fortgeführt werden.
radiobochum.de

Paten für Asylbewerber gesucht

In der osthessischen Stadt Gelnhausen suchen die Ökumenische Flüchtlingshilfe und der Bürgermeister der Stadt Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für in der Stadt Flüchtlinge engagieren wollen und können. In Form von Patenschaften können Geflüchtete bei Behördengängen und Arztbesuchen, bei der Amtspostbearbeitung oder beim Deutschlernen unterstützt werden. Der Bürgermeister von Gelnhausen, Thorsten Stolz, ist froh über die bisherige rege Unterstützung durch die örtlichen christlichen und islamischen Gemeinden, Sportvereine und Privatpersonen ungemein für die Flüchtlinge. Anfang April findet ein erstes Treffen für potentielle Paten statt.
osthessen-news.de

Schutzkonzept für Flüchtlingskinder bundesweit?

Flüchtlingskinder besser vor Gewalt oder Missbrauch schützen, will ein neues Modellprojekt des Kinderhilfswerks Plan International und der Johanniter-Unfall-Hilfe in Hamburg. Der Titel: "Stärkung einer kinderfreundlichen Umgebung und Sicherstellung des Kinderschutzes in Hamburger Flüchtlingsunterkünften." Konkret gehe es darum, Kinderräume, separate Toiletten und eine ausreichende Bewachung der Unterkünfte zu realisieren. Privatsphäre und Spielmöglichkeiten seien nötig, um die Kleinen vor der oft spannungsgeladenen Atmosphäre in den Unterkünften zu schützen, sagte Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland, bei der Präsentation der Initiative am Dienstag in Hamburg. Das Schutzkonzept wird dank einer Finanzierung des Bundesfamilienministeriums seit Januar bereits in einer Unterkunft in Hamburg-Stellingen umgesetzt – und könnte nun bundesweit ausgerollt werden. Im Mai wird eine zweite Hamburger Flüchtlingsunterkunft entsprechend eingerichtet. Die Bedürfnisse und Ängste wurden in einer Befragung von Kindern in vier Erstaufnahmeeinrichtungen erhoben.
ndr.de, abendblatt.de

BTU hilft – Studierende helfen Geflohenen

Ein Team von engagierten Studierenden der BTU Cottbus-Senftenberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Hilfsangebote, Aufrufe und Projekte verschiedener sozialer Einrichtungen, Organisationen und Initiativen zu sammeln und zu listen, um so Helfende und Organisatoren zusammenzubringen. Wer wissen will, wo in Cottbus Hilfe benötigt wird, kann sich hier informieren:
facebook.com/StudentischeHilfeFuerGeflohene.Cottbus

Strapazen im Winter: Ärzte über kranke Flüchtlinge

Wer kommt 2016 eigentlich nach Deutschland? Glaubt man aktuellen Medienberichten, sind es längst nicht mehr nur junge Männer. Rund 50 Prozent der Ankommenden in den Unterkünften bei München waren in den ersten Monaten 2016 Kinder und Jugendliche, berichtet etwa Spiegel Online. Auch alte Menschen wagen die Flucht. Damit einher geht auch der Umstand, dass Ärzte von einer Zunahme von Härtefällen sprechen. Die Strapazen der Flucht hinterlassen im Winterhalbjahr offenbar besonders deutliche Spuren: Oft kommen die Menschen schwer gezeichnet bei uns an und brauchen vor allem ärztliche Versorgung. Das beschreibt Spiegel Online zumindest für die bayrischen Übergangscamps Erding und Feldkirchen, die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut werden, aber sicher auch beispielhaft für andere Unterkünfte im Land gelten dürfen.
spiegel.de

NRW: Anreize für engagierte Pensionäre

Der Düsseldorfer Landtag hat durch Änderungen im Landesbeamtenversorgungsgesetz Anreize für pensionierte Beamte und Staatsbedienstete kurz vor dem Ruhestand geschaffen, die sich für Geflüchtete engagieren wollen.

Sollten die Pensionäre durch ihre Tätigkeiten hinzuverdienen, wird ihnen das in diesem und im nächsten Jahr ausnahmsweise nicht auf ihre Pension angerechnet. Eine weitere Änderung belohnt Polizisten, die ihren Ruhestand aufschieben: Sie sollen dafür mit einem zehnprozentigen Zuschlag belohnt werden.
rp-online.de, wdr.de, haufe.de

Seenotretter und Rettungsschwimmer helfen in Griechenland

Seit dem 7. März 2016 ist die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) vor der griechischen Insel Lesbos mit dem Seenotrettungskreuzer MINDEN im Einsatz. Mit an Bord sind auch zwei Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Neben der Unterstützung der griechischen HelferInnen soll der Einsatz auch Hilfe zur Selbsthilfe sein.

Der Einsatz der MINDEN ist Teil der Initiative „Members assisting Members“ der International Maritime Rescue Federation (IMRF). In ihr sind 125 Seenotrettungs- und Wasserrettungsorganisationen aus 48 Ländern zusammengeschlossen.

Die IMRF-Mitglieder wollen Kapazitäten und Fähigkeiten der über die Grenzen ihrer Ressourcen hinaus tätigen griechischen Kollegen erweitern und das Hellenic Rescue Team (HRT) ausbilden. Die Freiwilligenorganisation soll zukünftig die griechische Küstenwache entlasten.

In ihrer ersten Woche konnten die Seenotretter bereits 601 Menschen auf hoher See retten, darunter mehr als 120 Kinder.
segelreporter.com, seenotretter-imrf.de

Brandenburg: Neues Landesaufnahmegesetz beschlossen

Der Brandenburger Landtag hat mit der Mehrheit der rot-roten Regierungsmehrheit die Neuauflage des Landesaufnahmegesetzes zur Regelung der Unterbringung, Betreuung und sozialen Unterstützung von Asylsuchenden in den Kommunen beschlossen.

Das neue Gesetz soll zum 1. April in Kraft treten und Geflüchteten unter anderem den Gang zum Arzt erleichtern, welcher künftig nicht mehr bei der Sozialbehörde beantragt werden muss. Zudem soll die Zahl an Sozialpädagogen und Sozialarbeiter für geflüchtete Menschen erhöht werden.

Die „Märkische Allgemeine“ klärt im folgenden Artikel die wichtigsten Fragen zur Neuauflage des brandenburgischen Landesaufnahmegesetzes.
maz-online.de

Deutsche Muslime gründen Verband für Flüchtlingshilfe

Drei muslimische Bundesverbände wollen ihre Hilfe für geflüchtete Menschen künftig besser koordinieren und weiter ausbauen. Zu diesem Zweck haben sich der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IR) und die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden (IGS) jetzt zum Verband Muslimische Flüchtlingshilfe (VMF) zusammengeschlossen.

Zur Vorsitzenden des VMF wurde Nurhan Soykan, Generalsekretärin des Zentralrates der Muslime, gewählt. Sie erklärte, dass angesichts der Flüchtlingssituation vor allem die Muslime vor großen Herausforderungen stünden. Es sei deshalb wichtig und notwendig, die Kräfte zu bündeln, um die neu ankommenden Menschen bestmöglich zu unterstützen, sie aufzunehmen und ihnen eine Perspektive zu bieten.

Andere Organisationen und Einzelpersonen werden eingeladen, sich dem neu gegründeten Verband anzuschließen.
deutschlandfunk.de, islamiq.de, islam.de

Schulung zur Wohnungssuche für Flüchtlinge

Was müssen Helfer alles beachten, wenn Sie Flüchtlingen bei der Wohnungssuche helfen? Das hat Place4Refugees Berlin vom Kompato e.V. in einer Schulung aufbereitet – und bietet die entsprechende Präsentation nun zum Download an. Ein praktisches Hilfsmittel für alle, die sich in dem Umfeld engagieren. Von rechtlichen Aspekten wie Wohnpflicht und Wohnrecht mit Aufenthaltsgestattung über konkrete Zuständigkeiten von Ämtern in Berlin oder die Kostenübernahme durch Jobcenter bis hin zur Vertragsgestaltung enthält das Dokument wohl alles, was für die Wohnungssuche für Flüchtlinge wichtig ist. Prädikat: Wertvoll!
place4refugees.de/material (PDF-Download auf der Seite)

Projektzentrum für Integration und für Flüchtlinge in Schwäbisch Gmünd

Anfang Februar wurde in Schwäbisch Gmünd ein „Projektzentrum für Integration und für Flüchtlinge“ (Pfiff) gegründet. Dieses soll hilfebedürftigen Geflüchteten eine Anlaufstelle bieten und als Schnittstelle zwischen Ämtern, Jobcenter und Fachberatern fungieren. Das Pfiff will für jeden Flüchtling mithilfe eines von Arbeitsamt und Jobcenter konzipierten Fragebogens, den die Hilfesuchenden ausfüllen, einen individuellen Integrationsplan zusammenstellen.
swp.de

Dresdner helfen in Idomeni

Eine Gruppe Freiwilliger aus Dresden hilft, die Situation der Geflüchteten in Idomeni an der griechisch-mazedonischen Grenze wenigstens etwas zu verbessern. Rund ein Dutzend Ehrenamtliche des „Dresden-Balkan-Konvois“ versorgen die an der geschlossenen Grenze Ausharrenden mit dem Nötigsten, weitere sieben Helfer aus Dresden kümmern sich auf der griechischen Insel Chios um Geflüchtete. Natürlich sind die Freiwilligen aus der sächsischen Hauptstadt hierfür auf Geld- und Sachspenden angewiesen. Wer die Helfer bei ihrer wichtigen Mission unterstützen möchte, findet alle Infos dazu auf der Website supportconvoy.org. Derzeit werden hauptsächlich Zelte, Isomatten, Schlafsäcke, Schuhe sowie haltbare Lebensmittel benötigt.
dnn.de, supportconvoy.orgbetterplace.org (Geldspenden)

Paderborn: Hohe Hilfsbereitschaft

500 bis 600 Ehrenamtliche sind derzeit in der Stadt Paderborn regelmäßig in der Flüchtlingshilfe engagiert, etwa 300 weitere helfen sporadisch. Seit dem Beginn des neuen Jahres stagniert die Zahl der Freiwilligen allerdings. Gesucht werden vor allem noch erfahrene Ehrenamtliche im Bereich der Sprachpädagogik. Die „Neue Westfälische“ bietet einen Überblick über die Anlaufstellen, an die sich Menschen wenden können, die sich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchten.
nw.de

Coburg: Zentrale Koordination der Flüchtlingshilfe

Der Kreisverband Coburg der Arbeiterwohlfahrt hat eine zentrale Stelle zur Koordination der Flüchtlingsarbeit eingerichtet. Ansprechpartnerin ist die Sozialpädagogin Dagmar Escher, die ab sofort Ehrenamtliche betreut, die sich in ihrer Stadt oder Gemeinde um Flüchtlinge kümmern. Frau Escher soll unter anderem Helfende von Verwaltungsaufgaben entlasten, Informationen bündeln und Geflüchtete beraten.
infranken.de

Schulungen für ehrenamtliche Sprachbegleiter

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) schreibt Fördermittel in Höhe von einer Million Euro für Modellprojekte zur Schulung ehrenamtlicher Sprachbegleiter aus. Ehrenamtliche sollen im Rahmen dieser Projekte u.a. lernen, erste Grundregeln der Grammatik und Aussprache methodisch zu vermitteln. Zentraler Punkt ist die auch Vernetzung der Sprachbegleiter untereinander und mit Dritten. Anträge können über das Förderportal easy-Online gestellt werden, Antragsfrist ist der 30.03.2016.
bamf.de

Sachsen: Förderprogramm für Flüchtlingshilfe

Zur Unterstützung ehrenamtlichen Engagements bei der Aufnahme und Betreuung von Flüchtlingen und Asylbewerbern legt der Freistaat Sachsen auch 2016 ein Sonderprogramm auf und stellt hierfür bis zu 1 Million Euro zur Verfügung. Konkret können Helfende für eine ehrenamtliche Tätigkeit von durchschnittlich mindestens 20 Stunden monatlich eine pauschale Aufwandsentschädigung von bis zu 40 Euro monatlich erhalten.

Antragsberechtigt sind Projektträger, bei denen das Ehrenamt geleistet wird. Förderfähige Tätigkeiten sind die Vermittlungen von Sprachkenntnissen und Dolmetscherleistungen, die Sammlung, Aufbereitung und Ausgabe von Sachspenden sowie allgemeine soziale und kulturelle Betreuungen wie die Begleitungen zu Behörden, Einrichtungen und medizinischen Behandlungen sowie sonstige integrative Maßnahmen. Nicht förderfähig sind politische oder religiöse Aktivitäten sowie Maßnahmen, für die es spezielle Förderprogramme gibt. Auch Verfahrens- und Rechtsberatung und Maßnahmen der Integration in Ausbildung, Arbeit und Beruf zählen nicht dazu.
sachsen.de

„Welcome to Germany“: App für Flüchtlinge

Nach dem Vorbild der „Welcome-App Dresden“ von Saxonia Systems AG soll die mehrsprachige App „Welcome to Germany“ Geflüchteten die Orientierung in Deutschland erleichtern. Sie erhalten Informationen zu Asylberatung, Sprachkursen, Notfallhilfe, Religion, Kleidungs- und Lebensmittelspenden, aber auch zu Freizeitgestaltung und Begegnungsstätten. Zu allen Bereichen sind Adressen der wichtigen Ansprechpartner hinterlegt. Die App ist im Google Play Store, bei Microsoft und im App Store erhältlich.
welcome-app-concept.de, stern.de

Welcome Help! e.V. – Hilfe für Menschen in Not

Das Team von „Welcome Help!“ will Geflüchteten in den Lagern entlang der Grenzen direkt und unbürokratisch helfen und organisiert u.a. Hilfsfahrten nach Slowenien, Frankreich, Griechenland und Mazedonien. Vor Ort verteilen die Helfer Lebensmittel, Kleidung, Decken und andere dringend benötigte Dinge. Wer das Hilfsprojekt unterstützen möchte, kann dies bei betterplace.org tun.
welcomehelp.eu, facebook.com/welcomehelp

„Hilfe für Helfer“ in Bonn

Im November 2015 gründete die Bürgerstiftung Bonn gemeinsam mit Bonner Stiftungen, Wohlfahrtsverbänden, Kammern und Unternehmen den Hilfsfonds „Hilfe für Helfer“, um mit Fördermitteln von bis zu 1.000 Euro Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit unbürokratisch und schnell zu unterstützen.

Über 120.000 Euro stehen insbesondere für Teilhabe der Flüchtlinge am gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben, Vernetzung und Einbindung von Flüchtlingen in ihrer Nachbarschaft, Fahrtkosten für den öffentlichen Nahverkehr, Durchführung von Veranstaltung und Qualifizierung der in der Flüchtlingsarbeit Tätigen im Bereich Coaching sowie Supervision mit Blick auf interkulturelle Kompetenzgewinnung zur Verfügung.
buergerstiftung-bonn.de

München: Ehrung für Flüchtlingshelfer

Für ihr Engagement während des großen Andrangs geflüchteter Menschen im Spätsommer 2015 hat die Münchner Bevölkerung den Wilhelm-Hoegner-Preis der SPD-Landtagsfraktion erhalten. Die Auszeichnung wurde von Oberbürgermeister Dieter Reiter stellvertretend für die Münchner Bürger entgegengenommen. Der Wilhelm-Hoegner-Preis ist nach dem bislang einzigen bayerischen Ministerpräsidenten der SPD benannt und wird seit 1987 jährlich für besondere Verdienste um Freiheits- und Persönlichkeitsrechte verliehen.
sueddeutsche.de, br.de, abendzeitung-muenchen.de

Beto: Flüchtlingshilfe-App benötigt finanzielle Unterstützung

Beto ist der Name einer neuen App zur Koordination von Flüchtlingshilfe und Integration. Die von Passauer Studenten entwickelte Anwendung will Helfer, Geflüchtete und Organisationen miteinander verknüpfen, indem sie Hilfsangebote mit individuellen Hilfsanfragen abgleicht. So soll zum einen eine effektive Abstimmung von Bedarf und benötigten Hilfsangeboten ermöglicht werden, zum anderen aber auch eine Plattform zur Verfügung gestellt werden, auf der sich Menschen über gegenseitiges Helfen treffen, kennenlernen und bereichern können.

2016-02-25 Beto

Das einfach gehaltene Design soll die App schnell verständlich und intuitiv nutzbar machen, eine Chatfunktion die spontane Kommunikation ermöglichen und eine automatische Übersetzungsfunktion Sprachbarrieren beseitigen. Für die finale Umsetzung des Projekts benötigt das Passauer Studententeam allerdings noch finanzielle Unterstützer und hat deshalb eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter ins Leben gerufen. Dort finden Interessierte weitere Infos zur App und ein Video der Projektgründerinnen.
unternehmen-heute.de, facebook.com, kickstarter.com (Crowdfunding)

Thüringen: Zentrale Info-Plattform für Flüchtlingshilfe

In Thüringen wurde gestern eine neue Internetseite freigeschaltet, die zentral über Angebote der Flüchtlingshilfe im Freistaat informiert. Auf der Seite, die unter thüringen-hilft.de bzw. thuringia-helps.de zu erreichen ist, finden sich eine Stellenbörse, Hilfs-, Sprach- und Qualifizierungsangebote sowie Adressen und Veranstaltungshinweise.

2016-02-25 thüringen-hilft.de

Die Seite ist in deutscher und englischer Sprache an den Start gegangen; nach Angaben der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die den Internetauftritt zunächst bis 2018 betreut, sollen sämtliche Infos künftig auch auf Arabisch, Russisch, Farsi, Französisch und Spanisch abrufbar sein.
jenapolis.de, mdr.de, thüringen-hilft.de

JACK sucht Frauen mit Nähfertigkeiten

Die JACK – Bildungsstätte für Migrantinnen und Flüchtlinge in Berlin-Neukölln ist ein Projekt des Pallotti-Mobil e.V. „Bedürftige helfen Bedürftigen“, das sich mit Alphabetisierungs-, Deutsch- und Computerkursen, Kunst- und Kultur- sowie persönlichkeitsstärkenden Angeboten vor allem an geflüchtete und besonders schutzbedürftige Frauen aus Afrika richtet. Immer Dienstag Nachmittag kommt in der Bildungsstätte eine Nähgruppe zusammen, um u.a. Kleidung zu nähen. Dafür sucht JACK nun Frauen, die die Gruppe mit ihren Näh-, Strick- und Häkelfertigkeiten unterstützen können.
facebook.com (Aufruf)

ÖPNV-Tickets mit Bedürftigen teilen

In Berlin kann man auf bestimmte ÖPNV-Tickets zu eingegrenzten Zeiten zusätzlich Personen in öffentlichen Verkehrsmitteln mitnehmen. Die „NaturFreunde Berlin“ haben dafür schon vor einiger Zeit die Aktion „Ticketteilen“ ins Leben gerufen. Mit einem Button zeigen Ticketinhaber, dass sie bereit sind eine oder mehrere Personen auf ihrer Fahrt mitzunehmen.

Foto: © Flüchtlinge mitnehmen 2016
Foto: © Flüchtlinge mitnehmen 2016

Auch im Pott gibt es eine ähnliche Aktion. Die „youngcaritas im ruhrbistum“ hat für die Städte Köln, ‎Herne‬, Essen‬, Gelsenkirchen‬, ‎Bochum‬ und ‎Duisburg‬ „Flüchtlinge mitnehmen“ gestartet. Es funktioniert nach dem gleichen Prinzip – ein Button an der Jacke zeigt Flüchtlingen, dass sie der tragenden Person mitfahren können. Die Macherinnen sind derzeit auf der Suche nach Spenden, um die Aktion auf weitere Städte auszuweiten.
ticketteilen.org (Berlin), fluechtlinge-mitnehmen.de (Ruhrpott)

Freifunk verhilft Geflüchteten zu Internetzugang

„Der Aufbau und Unterhalt der Freifunkinfrastruktur in Arnsberg ist nicht nur ehrenamtliches bürgerschaftliches Engagement, sondern auch aktive Flüchtlingshilfe.“

Ronny Gängler ist einer der Freifunker in Arnsberg, die sich für die digitale Vernetzung der Stadt in Nordrhein-Westfalen stark machen. Freifunk ist eine deutschlandweite Initiative, die mithilfe von privat zur Verfügung gestelltem jedoch öffentlich zugänglichem WLAN die freie Kommunikation in digitalen Datennetzen ermöglichen will.

In Arnsberg gibt es für Nutzung – eben auch durch Flüchtlinge – ganz konkrete Zahlen. So seien an einem durchschnittlichen Abend etwa 40 Prozent der Freifunk-Nutzer Personen in Flüchtlingsunterkünften der Stadt.
derwesten.de, freifunk.net

HelpTo: Ab sofort auch in Leipzig

Die Onlineplattform HelpTo ist jetzt auch in Leipzig gestartet. Über das Hilfe-Portal sollen die vielfältigen Initiativen und Angebote für Geflüchtete in der Stadt gebündelt werden. Auf der Webseite können Menschen und Organisationen Hilfsaktionen einstellen, ebenso können Geflüchtete selbst ihre Hilfe anbieten. Das Onlineportal ist bereits in mehreren anderen Bundesländern aktiv (wir berichteten). Mit Leipzig ist nun der erste Ableger in Sachsen hinzugekommen.
mz-web.de, l-iz.de, leipzig.helpto.de

Flüchtlingshilfe: Bisher mehr als 1.200 neue Bufdi-Stellen eingerichtet

Von den in den kommenden drei Jahren geplanten jeweils bis zu 10.000 zusätzlichen Stellen im Bundesfreiwilligendienst, die im Rahmen des im Dezember 2015 von der Bundesregierung gestarteten Sonderprogramms zur Flüchtlingshilfe geschaffen werden sollen, waren am 27. Januar 1.225 eingerichtet. Die meisten davon entstanden bisher in Sachsen-Anhalt (197), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (192) und Sachsen (174). Knapp 20 Prozent der neuen Bufdi-Stellen werden laut der „Mitteldeutschen Zeitung" mit Geflüchteten besetzt.
mz-web.de, welt.de

Bündnis für Weltoffenheit

Eine Allianz für „Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland und Europa“ haben Religionsvertreter, Gewerkschaften, Arbeitgeber und Repräsentanten von Verbänden unterzeichnet. Das Bündnis fordert, die Flüchtlings- und Einwanderungsdebatte „sachlich und lösungsorientiert“ zu führen, „statt öffentlich Ressentiments zu schüren“. Zu den Unterzeichnern gehören u.a. die Evangelische und Katholische Kirche, der Koordinationsrat der Muslime, der Zentralrat der Juden, der Gewerkschaftsbund, Arbeitgeberverbände und auch der Olympische Sportbund.

Gestern wurden in Berlin die Ziele der Allianz vorgestellt. Im Interview betont Dr. Karin Fehres, Vorstand Sportentwicklung beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB): „Das Wichtigste ist, […] weiter mit ganzer Kraft für eine bessere Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen in unserem Land zu kämpfen […]. Und das wird jeder (der Bündnisparter, Anm. d. Redaktion.) in dem Kontext machen, den er kennt […].“
allianz-fuer-weltoffenheit.de, dw.com/de, mediathek.rbb-online.de (Radiointerview mit Dr. Karin Fehres)

Linktipp: Infopool der bagfa

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. (bagfa) hat bereits einen großen Infopool angelegt, in dem man Beispiele aus der Arbeit von Freiwilligenagenturen findet und der eine Übersicht zu Webportalen, Websites, Studien, Artikeln, Leitfäden mit dem Bezug zu Engagement für und von Flüchtlinge(n) bietet. Das Team der bagfa ist an weiteren Hinweisen interessiert und aktualisiert die Übersicht regelmäßig.
bagfa.de

Flüchtlingsrat Berlin sucht ab sofort neue Räume für die Geschäftsstelle

Das Team des Flüchtlingsrates Berlin ist auf der Suche nach einer neuen Bleibe für seine Geschäftsstelle. Bisher stapeln sich die KollegInnen in einem einzigen, viel zu kleinen Büroraum. Vor diesem Hintergrund erreichte uns die Rundmail mit der Bitte um Hilfe bei der Suche nach geeigneten Räumen.

Die harten Fakten bzw. (flexiblen) Vorstellungen für die künftige Geschäftsstelle lauten:  “Flüchtlingsrat Berlin sucht ab sofort neue Räume für die Geschäftsstelle” weiterlesen

youvo.org – eine Plattform stellt sich vor

Foto: Sebastian Schütz
Foto: Sebastian Schütz

Zahllose Menschen, Initiativen und Organisationen unterstützen die notwendige Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Dabei kann einiges zu kurz kommen. youvo.org will im Bereich Kommunikation und Fundraising unterstützen. In loser Abfolge stellen wir Tools und Plattformen vor, die für einzelne Themenfelder der Flüchtlingsarbeit relevant sein können. Den Anfang macht Anne-Sophie Pahl, sie stellt youvo.org vor.
“youvo.org – eine Plattform stellt sich vor” weiterlesen

Willkommenskultur auf der Berlinale

Unter dem Motto „Das Recht auf Glück“ startet heute die 66. Berlinale. Zahlreiche Festival-Beiträge beschäftigen sich in diesem Jahr mit den Themen Flucht, Vertreibung und Integration. Doch das Engagement geht darüber hinaus: Für Geflüchtete soll es Ticket-Ermäßigungen, freie Platzkontingente und Patenschaften geben. Außerdem ist das Berlinale-Publikum aufgerufen, für Organisationen, die sich um Flüchtlinge kümmern, zu spenden. In Kooperation mit der Initiative „Über den Tellerrand kochen“ werden die Besucher mit den kulinarischen Vorlieben der Menschen aus aller Welt bekannt gemacht. Zudem werden Workshops angeboten, um Flüchtlingskindern den Umgang mit westlichen Medien näherzubringen.
dw.com/de, deutschlandfunk.de (Interview mit Berlinale-Chef Dieter Kosslick)

Flüchtlingspaten Syrien e.V. für menschliche Flüchtlingspolitik

Die Berliner Organisation Flüchtlingspaten Syrien e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Sponsoren und Paten zu finden, Spenden zu sammeln und Syrern die Flucht aus dem Krieg zu ermöglichen. Mit fast tausend regelmäßigen Patenschaften ist es bisher bereits gelungen, den Lebensunterhalt von über 40 Menschen aus Familien, die vor dem Krieg in Syrien flohen, zu finanzieren. Wie Helfen hier konkret aussieht, beschreibt Flüchtlingspate Peter Kuttner gegenüber dem rbb.
fluechtlingspaten-syrien.de, rbb-online.de (Bericht über Peter Kuttner)

Bremer Flüchtlingshelfer vernetzen sich

Mehr als 100 haupt- und ehrenamtlich in der Bremer Flüchtlingshilfe Engagierte haben sich am vergangenen Wochenende zum „Markt der Möglichkeiten“ getroffen, um sich kennenzulernen, auszutauschen und voneinander zu lernen. Zur Veranstaltung eingeladen hatten der Bremer Rat für Integration und die Bremer Bürgerstiftung mit dem Ziel, die Vernetzung der Aktiven in der Flüchtlingshilfe der Stadt zu fördern.
radiobremen.de, weserreport.blogspot.de, weser-kurier.de

Hamburg: Medizin-Container für Geflüchtete

Seit November ist in Hamburg ein „Refugee First Response Center“ im Einsatz. In diesem Medizin-Container in einer Hamburger Erstaufnahemeinrichtung können sich Ärzte, die Menschen behandeln, welche weder Deutsch noch Englisch sprechen, per Knopfdruck mit etwa 750 medizinisch geschulten Dolmetschern verbinden lassen.

Jetzt erklärte sich die Dorit & Alexander Otto-Stiftung bereit, zehn weitere dieser Hightech-Medizin-Container zu finanzieren – einzig unter der Bedingung, dass die Stadt Hamburg die laufenden Kosten für den Video-Dolmetschdienst und die Internetverbindung trägt.
hamburg.de

PHINEO entwickelt Ratgeber für wirksames Engagement für Flüchtlinge

PHINEO hat einen Ratgeber für wirksames Engagement für Flüchtlinge entwickelt. Auf www.fuer-fluechtlinge-spenden.de stellt das gemeinnützige Analyse- und Beratungshaus über 70 Projekte, die sich in den Bereichen Integration, Asyl und Demokratieförderung engagieren und/oder die Zielgruppe der geflüchteten Menschen ansprechen, vor. Alle Organisationen wurden von PHINEO mit dem Spendensiegel „Wirkt-Siegel“ als besonders wirkungsvoll ausgezeichnet. Der Ratgeber ist kostenfrei und wurde von von der Bertelsmann Stiftung gefördert.
fluechtlingshilfe.phineo.org

Ehrenamts-Card für Frankfurter Helfer

Bild: © Stadt Frankfurt am Main
Bild: © Stadt Frankfurt am Main

In Frankfurt am Main setzen sich viele Bürger in ihrer Freizeit für Flüchtlinge ein. Dieses Engagement würdigt die Stadt nun mit 1.000 Ehrenamts-Cards. Diese können noch bis zum 30. April beantragt werden. Damit bekommen besonders Engagierte u.a. freien Eintritt in Museen oder ermäßigten Eintritt bei Veranstaltungen. Eine Karte beantragen kann, „wer sich seit mindestens fünf Jahren, mindestens fünf Stunden pro Woche im Stadtgebiet Frankfurt bei einer oder mehreren Organisationen ehrenamtlich engagiert […]“.
frankfurt.de

Ben Stiller besuchte Flüchtlingsunterkunft in Berlin

Eigentlich war Ben Stiller in der Hauptstadt, um seinen neuen Film „Zoolander No. 2“ vorzustellen. Vor der Premiere am Abend besuchte der Schauspieler die Flüchtlingsunterkunft im alten Rathaus Wilmersdorf. Dieser Besuch wurde Stiller zufolge vom UN-Flüchtlingshilfswerk organisiert. Er habe die Gelegenheit nutzen wollen, ein paar der Menschen zu treffen, weil er gewusst habe, dass es in Deutschland viele Flüchtlinge gebe, so der US-Star. „Es war gut, ein paar Familien zu treffen und zu sehen, womit sie fertig werden müssen“, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Ben Stiller fordert, nicht nur ein politisches Problem, sondern auch die menschliche Seite zu betrachten. Auf Twitter schreibt er dazu: „Sie [die Flüchtlinge, Anm. d. Red.] brauchen unsere Solidarität & Unterstützung.“

tagesspiegel.de (letzter Absatz)

KfW: Förderkredite für Flüchtlingshilfe stark nachgefragt

Die staatliche Förderbank KfW unterstützt Kommunen mit zinslosen Darlehen bei der Flüchtlingshilfe. Im September 2015 wurde die anfangs mit 300 Millionen Euro ausgestattete Sonderförderung „Flüchtlingsunterkünfte“ gestartet. Die Nachfrage war aber so groß, dass das Programmvolumen schnell auf 1 Milliarde und Ende Januar auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro aufgestockt wurde. Zusätzlich investiert die KfW über internationale Projekte Geld in die Bekämpfung von Fluchtursachen. Rund 1,4 Milliarden Euro sind laut KfW bislang in 70 laufende Initiativen in 20 Ländern geflossen.
wiwo.de, kfw.de

Moonjourney – Kurzfilmprojekt #‎astronautswelcome‬

Der Verein Perspektiven für jugendliche Flüchtlinge e.V. und die Werbe-Abteilung der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München) haben gemeinsam den Kurzfilm "Moonjourney" umgesetzt. Die Studierenden der HFF haben ehrenamtlich dafür gearbeitet. Der Perspektiven für jugendliche Flüchtlinge e.V. unterstützt unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland. „Der Film konnte vor allem entstehen konnte, weil wir ganz viel Hilfe aus der Filmbranche bekommen  haben,“ so Philipp Trauer von der Co-Produktionsfirma Trimaphilm.
rtl2.de, pfjf.de

Deutschbuch für Geflüchtete – Kooperation zwischen München und Leipzig

Die MacherInnen des soziokulturellen Zentrums "Die VILLA" stellen Geflüchteten, die in Leipzig angekommen sind, ein Deutschlernbuch mit den wesentlichsten deutschen Grundbegriffen und Redewendungen zu Verfügung.

Die Hefte finden ihre Anwendung in den ehrenamtlichen Sprachlernangeboten, können aber auch zum Selbststudium genutzt werden. Im ersten Schwung wurden bereits 4.000 Stück mit englischer und mit arabischer Übersetzung gedruckt.

Gleichzeitig ist der Einsatz der Bücher in Leipzig ein schönes Vernetzungsprojekt. So wurden die Hefte von der Flüchtlingshilfe München entwickelt und auch der "Die VILLA" zum Nachdruck unkompliziert zur Verfügung gestellt.
villa-leipzig.de, fluechtlingshilfe-muenchen.de (Hefte in sieben Versionen zum Download)

Syrer helfen bei Integration-App

Informationen zu Alltagsfragen, wichtigen Anlaufstellen und Deutschübungen ... dies sind Inhalte einer Integration-App, die momentan von zwei Syrern in Frankfurt entwickelt wird. Da die Anfang 20-Jährigen aus eigener Erfahrung wissen, worauf es in den ersten Tagen ankommt, möchten sie ihr Wissen gern weitergeben. Die beiden unterstützen mit diesem Projekt die AWO-Ehrenamtsagentur «Freiwillig». Ziel ist es, nicht nur Flüchtlingen einen Service zu bieten, sondern allen Ausländern, die nach Deutschland kommen. Aus diesem Grund soll die App auf Arabisch, Englisch, Französisch und Türkisch verfügbar sein.
www.fnp.de

DRK betreibt Erstaufnahmestellen in Brandenburg

Nachdem Brandenburg turnusgemäß den Gesamtbetrieb seiner Erstaufnahmeeinrichtungen neu ausgeschrieben hatte, übernimmt das Deutsche Rote Kreuz diese Aufgabe nun seit dem 1. Februar für drei Jahre. Neben finanziellen Aspekten soll vor allem das umfangreiche DRK-Konzept den Ausschlag für die Vergabe an den Wohlfahrtsverband gegeben haben. So werde sich künftig die Qualität des Essens verbessern und auch die Kinderbetreuung und Sozialberatung ausgeweitet.
rbb-online.de

Miteinander in Münster

Gemeinsam malen, kochen oder Fußball spielen – die Plattform Miteinander in Münster ermöglicht es den Bürgern, Ideen und Anregungen für gemeinsam mit Flüchtlingen gestaltete Freizeitaktivitäten zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Vorschläge können über ein spezielles Formular eingereicht werden. Ein Redaktionsteam sichtet die eingerichten Aktivitäten und stellt diese live.
miteinander.blog.muenster.org

Rüdesheim setzt auf Outsourcing

Die Stadt Rüdesheim (Hessen) will die Ökumenische Flüchtlingshilfe, die bisher ehrenamtlich arbeitet, mit einer Vollzeitstelle unterstützen. Dabei wird jedoch keine Stelle bei der Stadt geschaffen. Die Stadt stellt allerdings die finanziellen Mittel zur Verfügung, um die notwenige Leistung bei Organisationen, wie dem ASB, den Maltesern oder anderen Organisationen einzukaufen. Ziel ist es, zügig die Postion für die Sozialarbeit zu besetzen.
wiesbadener-tagblatt.de

Buchtipp: Beratung nach Flucht und Migration

Serfiraz Demir, Hanna Reich und Ricarda Mewes wollen mit ihrem Handbuch zur psychologischen
Erstbetreuung von Geflüchteten die Notwendigkeit der gesundheitlichen und psychologischen Betreung Geflüchteter mit einem Grundlagenwerk untermauern. Denn Flüchtlinge, die in Deutschland ankommen, leiden häufig unter migrationsspezifischen Stressoren und psychischen Belastungen. Gleichzeitig ist die Auseinandersetzung mit dieser großen Aufgabe für die psychologische Betreuung Deutschland mit noch wenig Literatur beleuchtet.
Das Buch ist bei WeltTrends, Potsdam 2015, erschienen, hat 139 Seiten und kostet 15,90 Euro zzgl. Porto.
welttrends.de

Aktionsbündnis „Wir machen das“

Die von 100 Frauen aus Kunst, Wissenschaft und öffentlichem Leben initiierte und inzwischen von zahlreichen Initiativen, Personen und Institutionen unterstützte Bewegung „Wir machen das" will demonstrieren, dass ein Zusammenleben mit neu in Deutschland angekommenen Menschen auf Augenhöhe und auf Dauer möglich ist, und die öffentlichen Stimmen derjenigen stärken, für die Zuwanderung keine Bedrohung ist.

Logo: we’re doing it e.V.
Logo: We’re doing it e.V.

Dabei bringt sich jede und jeder auf ihre bzw. seine Art ein: „Vom Kleiderfalten bis Lobbyismus, von Sammelklage bis Seenotrettung, vom Beherbergen bis zum Bauvorhaben, von Rechtsberatung bis Sprachvermittlung, von kultureller Teilhabe bis Arbeitsplatzvermittlung, vom persönlichen Statement bis zur Medienkampagne.“

Wer mehr über die Initiative erfahren möchte, dem sei heute Abend die ZDF-Sendung "Aspekte" ans Herz gelegt: Dort wird Schriftstellerin Annika Reich, die das Aktionsbündnis zusammen mit anderen Frauen ins Leben gerufen hat, zu Gast sein.
zeit.de, wirmachendas.jetzt, zdf.de ("Aspekte")

Design-Studenten entwerfen Multifunktionsweste für Flüchtlinge

Studenten des London Royal College of Arts haben eine Weste entworfen, die sich auch zum Schlafsack mit Platz für einen Erwachsenen und ein Kind oder zum Zelt umbauen lässt. Die Weste ist aus Tyvek gefertigt, einem schnelltrocknenden und reißfesten Material. In den Innentaschen finden wichtige Dokumente Platz. Bei dem Prototyp handelt es sich um ein Modell für die Sommermonate, das ab Juli an Flüchtlinge verteilt werden soll.
mashable.com (Prototyp, mit Video), kickstarter.com (Kampagne für die Multifunktionsweste), wired.de

#refugeeswelcome – Leitfaden zum Helfen in Berlin

Wer mit Zeit, Geld und/oder Sachspenden Flüchtlinge in Berlin unterstützen möchte, weiß oft nicht, wo und wie. Für all diejenigen hat Jule Müller, Gründerin des Online Magazins im gegenteil!, einen tollen Leitfaden mit praktischen Tipps und Links rund um Möglichkeiten zur Flüchtlingshilfe in der Bundeshauptstadt zusammengestellt.
docs.google.com (Leitfaden), journelles.de (Interview mit Jule Müller)

Engagement-Tipps für Flüchtlingshilfe

Das gemeinnützige Analyse- und Beratungshaus PHINEO hat einen Ratgeber für wirksames Engagement in der Flüchtlingshilfe veröffentlicht. Der von der Bertelsmann Stiftung geförderte und kostenlos angebotene Ratgeber mit dem Titel "Vom Willkommen zum Ankommen: Wirksames Engagement für Flüchtlinge in Deutschland" gibt konkrete Tipps für die Akuthilfe und für langfristiges Engagement, die anhand von Themenbereichen wie Wohnen, Gesundheit, Sprache oder Rechtsberatung systematisch aufbereitet wurden. Auf der Website fuer-fluechtlinge-spenden.de finden GeldgeberInnen zudem 74 ausgewählte Projekte, die sich in den Bereichen Integration, Asyl und Demokratieförderung engagieren.
fuer-fluechtlinge-spenden.de, Ratgeber "Vom Willkommen zum Ankommen" (PDF)

ArrivalAid sucht Projektpartner

ArrivalAid ist eine Initiative in München zur Aus- und Fortbildung von Ehrenamtlichen, die Geflüchtete auf den Anhörungstermin beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) vorbereiten und sie zu diesem begleiten. Seit Herbst 2015 konnten die Kapazitäten in der bayrischen Landeshauptstadt auf über 50 Ehrenamtliche verdoppelt werden. Nun will das Team sein Angebot auch Flüchtlingen in anderen Städten zugänglich machen. Dafür sucht ArrivalAid lokale Projektpartner, die das vor Ort aufbauen.
arrivalaid.org; thechanger.org (Gesuch Projektpartner)

Halle/Saale: Neue Website für Flüchtlingshelfer

2016-01-26 HalleDie Freiwilligen-Agentur Halle hat eine Online-Plattform für Engagierte in der Flüchtlingshilfe gestartet. Die Webseite „Willkommen in Halle“, die vom Land Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle unterstützt wird, soll Freiwilligen den Einstieg ins Ehrenamt erleichtern und bietet u.a. einen Überblick zu Engagement-Angeboten, Infos zu Begegnungsmöglichkeiten und Veranstaltungstipps, Fortbildungen, Spendeninfos sowie Links und Hinweise zu Organisationen und Materialien.
mz-web.de, hallespektrum.de, willkommen-in-halle.de

Rheinland-Pfalz: Förderprogramm für Ehrenamtliche

Mit einem neuen Programm des Bundeslandes Rheinland-Pfalz namens „ehrenamtliche Dialogbotschafterinnen und Dialogbotschafter“ sollen Kommunen eine einfache und unbürokratische Projektförderung für bürgerschaftliches Engagement vor Ort erhalten. Kreisfreie Städten, Landkreise und große kreisangehörige Städte können bis zu 1.000 Euro pro Monat erhalten, um damit Aktivitäten neuer oder bestehender Initiativen zu unterstützen.
mrn-news.de

WLAN-Versorgung für Hamburger Unterkünfte

Bis zum Sommer soll es in allen 34 Zentralen Erstaufnahmen für Flüchtlinge in Hamburg kostenfreies WLAN geben. Aktuell ist dieses bereits in rund der Hälfte der Erstaufnahmen und in einem Drittel der knapp 90 Folgeunterkünfte vorhanden. Das "Projekt 42" soll die Lücken schließen. Dafür werden noch Paten gesucht. Für die Internet-Bereitstellung sorgen Freifunk Hamburg, Dataport, Willy.tel und Telekom, berichtet der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge.
welt.de, hamburg.freifunk.net (Projekt 42)

Berliner Kunsthochschule bereitet Flüchtlinge aufs Studium vor

Die Weißensee Kunsthochschule Berlin startet zum Sommersemester 2016 mit einer *foundationClass für Geflüchtete. Personen, die in ihren Heimatländern entweder ein Kunst- oder Designstudium aufnehmen wollten, schon begonnen hatten oder einen Studienwechsel anstreben, sollen in einem über ein bis zwei Semester geplanten Kurs die Grundlagen für eine Bewerbung an einer deutschen Kunsthochschule vermittelt bekommen. Prof. Ulf Aminde – vom Fachgebiet Künstlerische Grundlagen – leitet den Kurs. Das Projekt wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft aus der Berliner Qualitätsoffensive für die Lehre finanziert.
kh-berlin.de via art-in-berlin.de, kh-berlin.de (Englisch)

Internet & Computer for Refugees

Weil Kommunikation „Austausch und Teilhabe“ bedeutet, hat es sich die Gruppe „Internet for Refugees“ in Dresden zur Aufgabe gemacht, Asylunterkünfte ans Netz zu bringen. Unterstützt wird sie dabei u.a. vom Chaos Computer Club Dresden, dem Netzwerk „Asyl, Migration Flucht Dresden“ sowie Freifunk Dresden. So soll Flüchtlingen der Zugriff auf relevante Informationen wie Ansprechpartner, Hilfsangebote und Sprachunterstützung sowie auch die Kommunikation mit z.B. Angehörigen ermöglicht werden.
it4refugees.noblogs.org, facebook.com (Interview mit „Internet for Refugees“)

Studium: Leistungspunkte für Flüchtlingshilfe

Die Freie Universität und die Humboldt-Universität in Berlin belohnen ehrenamtliche Flüchtlingshilfe von Studenten laut einem Bericht der „Berliner Morgenpost" mit Leistungspunkten. So könnten sich Bachelor-Studenten der FU je nach Fachbereich ihre Praktika in der organisierten Flüchtlingshilfe anrechnen lassen, an der Humboldt-Uni sei dies sogar an allen Fakultäten möglich.
morgenpost.de

HelpTo – Hilfe-Portal für Flüchtlinge

Das Hilfe-Portal HelpTo soll engagierte Bürger, Initiativen, Kommunen und Unternehmen mit Flüchtlingen und Bedürftigen zusammenbringen – es ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Helfenden und Hilfesuchenden. Sachspenden, ehrenamtliches Engagement oder die Vermittlung von Arbeit oder Wohnungen etc. können über das Hilfe-Portal koordiniert werden.

Wie HelpTo funktioniert, erklärt dieses kurze Video (Dauer ca. 1 min):

Das Besondere an dem Portal ist seine regionale Struktur – es ist für Städte und Landkreise einsetzbar und jeweils unter einer eigenen Subdomain, z.B. http://ortsname.helpto.de, erreichbar. Bisher ist das Team in Brandenburg, Berlin, Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Baden-Württemberg aktiv. Im Frühjahr 2016 wird der bundesweite Ausbau des Portals angestrebt – dann werden alle Landkreise und kreisfreien Städte freigeschaltet.
helpto.de

Refimo: Neue Jobvermittlung für Flüchtlinge

Vier Studenten haben in Eigeninitiative das Webportal „Refimo" auf die Beine gestellt, das jobsuchende Flüchtlinge und Fachkräfte suchende Unternehmer unkompliziert zusammenbringen soll.

2016-01-19 Refimo

Die benutzerfreundlich gestaltete und auf die Smartphone-Darstellung zugeschnittene Plattform gleicht Arbeitsplatzanforderungen mit den persönlichen Kompetenzen, Berufserfahrungen und Wünschen der Bewerber ab und kann in Deutsch, Englisch, Französisch, Persisch und Arabisch genutzt werden. Refimo soll für Flüchtlinge dauerhaft kostenlos bleiben und zunächst in der Rhein-Neckar-Region starten.
rnz.de, refimo.de

„Münchner Freiwillige – Wir helfen“ gegründet

Jene Ehrenamtlichen, die im Herbst Tausenden Flüchtlingen ein herzliches Willkommen am Münchener Hauptbahnhof bereitet haben und mit ihrem Engagement Bilder produziert haben, die um die Welt gingen, überführen ihre freiwillige Arbeit jetzt in einen Verein. Dieser wurde am Wochenende gegründet und heißt "Münchner Freiwillige - Wir helfen". Damit wollen die Helfer vor allem eine gewisse Rechtssicherheit für die Zukunft schaffen, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Viele Ehrenamtliche vom Hauptbahnhof bieten heute beispielsweise Kinderbetreuung in Notunterkünften an oder organisieren Ausflüge. Diese Angebote will "Münchner Freiwillige - Wir helfen" künftig auch an anderen Standorten ermöglichen, was perfekt zum Integrationsplan der Stadt passt.
sueddeutsche.de (letzter Absatz im Artikel)

EMILY soll Ertrinkende retten

EMILY
Foto: EMILY / ©2010 Kimball Hall Photography

Im Rahmen eines Pilotprojektes will die griechische Küstenwache einen Rettungsroboter einsetzen, um vor Lesbos Menschen vor dem Ertrinken zu retten. EMILY, kurz für Emergency Integrated Lifesaving Lanyard, ist ein ferngesteuertes Wasserfahrzeug, das bis zu fünf Menschen Halt bieten kann. Mit einer Batterieladung kann EMILY 20 Minuten arbeiten. Vor einigen Badestränden der USA ist der Rettungsroboter bereits seit Jahren im Einsatz. Um den Rettungseinsatz besser koordinieren zu können, sollen Drohnen Bilder aus der Luft senden.
wired.com

Rückenwind: Fahrräder für Flüchtlinge

Flüchtlingen ein Stück Selbstständigkeit zurückgeben – das hat sich der Berliner Verein Rückenwind zur Aufgabe gemacht. Im Stadtteil Neukölln – die Werkstatt befindet sich im Sharehaus „Refugio“ in der Lenaustraße 3, 12047 Berlin – sammlen acht Studierende Fahrradteile und Fahrräder und reparieren diese gemeinsam mit Geflüchteten. Bisher hat der Verein bereits 195 Räder wieder auf Vordermann gebracht (Stand 13.01.2016). Unterstützen können Sie Rückenwind mit Rädern, Ersatzteilen, Werkzeug, Geld und vor allem Engagement.
rueckenwind.berlin

Leitfaden für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Bredstedt

Das Amt Mittleres Nordfriesland in Bredstedt hat zusammen mit dem früheren Leiter der Ausländerbehörde Hans Degen einen „Leitfaden für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe“ erarbeitet. Gesetzestexte, Zahlen und Fakten sucht man darin jedoch vergeblich, vielmehr gibt der Leitfaden praktische Hinweise, wie interkulturelle Verständigung gelingen kann.
amnf.de (Leitfaden, PDF)

Ausschreibung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Die Bundeszentrale für politische Bildung will mindestens 20 Modellprojekte zum Themenfeld Flucht und Asyl noch in diesem Jahr fördern. Förderungsfähige Projekte müssen mindestens über sechs Monate laufen und das im Zeitraum zwischen März und Dezember 2016. Dabei können die zu fördernden Angebote sehr unterschiedlich sein und von Fortbildungsangeboten über Veranstaltungen bis zu interkulturellen Maßnahmen reichen. Entsprechende Projektanträge müssen bis zum 31. Januar 2016 eingereicht werden. Als Fördersummen stehen mindestens 20.000 € bis maximal 50.000 € pro pro Projekt zur Verfügung.
bpb.de (Infos inkl. Ausschreibung & Antragsformular) via wie-kann-ich-helfen.info

REFUGEE RADIO NETWORK – Radio für Flüchtlinge

Das Refugee Radio Network ist ein neues Projekt, bei dem eine größere Gruppe von Flüchtlingen in Hamburg Sendungen für lokale Radiosender des Bürgerfunks produziert. Diese werden dann zum Beispiel bei Tide 96.0 oder dem Freien Sender Kombinat ausgestrahlt. Inhaltlich wird vor allem darüber berichtet, wie sich Flüchtlinge in Deutschland zurecht finden. Hilfestellung beim Ankommen per Radio – das ist die Idee. Deutschlandradio Kultur hat die Radio-Macher besucht. Den Beitrag kann man entweder nachhören oder nachlesen.
deutschlandradiokultur.de, refugeeradionetwork.net

Sea Watch II vorgestellt

Mit dem Kutter „Sea Watch“ startete eine private Initiative 2015 die selbstorganisierte Hilfe von Flüchtlingsbooten im Mittelmeer. In der vergangenen Woche stellte man nun den 1968 gebauten ehemaligen Fischtrawler "Clupea" vor. Er soll bis zum Frühjahr 2016 auf der Pella-Sietas-Werft in Hamburg zur ausgebaut werden und als „Sea Watch II" gen Mittelmeer in See stechen. Das Schiff ist mit 33 Metern doppelt so lang, wie die erste „Sea Watch“. Somit ist eine deutlich verbesserte medizinische Notversorgung an Bord möglich.
abendblatt.de >>, sea-watch.org >> (Projektwebseite)

Serie über Flüchtlingshelfer in Prenzlauer Berg

Die "Prenzlauer Berg Nachrichten" portraitieren in einer neuen Serie Flüchtlingshelfer aus dem Berliner Bezirk. Im ersten Teil ging es um eine junge Mutter, die in einer zur Notunterkunft umfunktionierten Sporthalle in der Winsstraße regelmäßig hilft – zur Not auch mit dem Baby auf dem Arm. Im zweiten Teil geht es um einen 44-Jährigen, der in der Kleiderkammer einer anderen Notunterkunf (ebenfalls eine Sporthalle) aushilft und auch Begleitdienste für Arzt- oder Ämtergänge der Flüchtlinge koordiniert.
prenzlauerberg-nachrichten.de (Überblick zur Serie)

Berlin sagt Danke.

Für die Hilfe bei der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge will sich die Stadt bei allen Berlinern bedanken – mit einem Tag, an dem es freien Eintritt in öffentliche Einrichtungen wie Zoo, Tierpark, Aquarien, Opern, Theater oder Museen gibt. Am Sonntag, den 31. Januar 2016, heißt es: Berlin sagt Danke! Eine Liste der kostenfrei zugänglichen Einrichtungen soll in Kürze auf einer noch zu erstellenden Webseite unter www.berlin-sagt-danke.de zu finden sein.
bz-berlin.de, bild.de, berlin-sagt-danke.de