Geflüchtete Kinder erzählen

Das Kinderhilfswerk World Vision stellt in Kooperation mit der Hoffnungsträger-Stiftung die Studie „Angekommen in Deutschland – wenn geflüchtete Kinder erzählen“ vor, die Flüchtlingskindern eine Stimme gibt.

Die Studie basiert auf Interviews mit geflüchteten Kindern, die in Begleitung von Familienangehörigen nach Deutschland gekommen sind, und über ihre Fluchtgründe, ihre Erlebnisse, ihre Ängste und Erwartungen an Deutschland berichten. Die Studie befasste sich bewusst mit der Situation begleiteter Kinder, da sie im deutschen Asylsystem einfach ihren Familien zugeordnet und in der öffentlichen Diskussion weniger beachtet werden als unbegleitete Minderjährige. Die befragten Kinder stammen aus Afghanistan, Serbien, Syrien, dem Iran, Eritrea und aus dem Kosovo.

Angekommen in DeutschlandAus den Erzählungen der Kinder und der wissenschaftlichen Auswertung wurden konkrete Handlungs-Empfehlungen abgeleitet, um die Situation von geflüchteten Kindern zu verbessern.

Neben World Vision und der Hoffnungsträger-Stiftung haben die Goethe-Universität Frankfurt, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Aktion Integration (aki) Ludwigsburg und die von Steffi Graf gegründete Stiftung „Children for Tomorrow“ an der Entstehung der Studie mitgewirkt.
worldvision-institut.de, hoffnungstraeger.de, Studie als PDF

Hilfe für HelferInnen

Die Caritas der Gemeinde Coesfeld (NRW) hat für die ehrenamtlichen HelferInnen des Kreises den „Fachdienst Integration und Migration“ (FIM) eingerichtet. Die zwei Frauen, die für den Fachdienst tätig sind, sollen zukünftig die Arbeit der ehrenamtlich tätigen FlüchtlingshelferInnen unterstützen. So sollen sie die Weiterbildungskurse für „Integrationslotsen“ vorantreiben aber auch das Wissensmanagement rund um die Fragen Asylrecht, Traumatisierung oder beim beim Aufbau von lokalen Flüchtlingsinitiativen unterstützen.
www.wn.de

Projekt „Mundart“ vereint Sprache, Berufstraining und Theater

Seit Februar 2016 haben junge Flüchtlinge in Essen die Möglichkeit, mithilfe von Sprachcoaching, Theaterspiel und Berufsberatung im Projekt „Mundart“ einen leichteren Einstieg in den Arbeitsmarkt zu finden. Der Kurs, zu dem ein Eignungstest erforderlich ist, wird mit ca. 20 Migranten, im Alter zwischen 18 und 25 Jahren, besetzt und dauert neun Monate. Die Initiative, welche aus einer Zusammenarbeit der Bochumer Defakto GmbH und dem Jobcenter resultiert, konnte bereits erste Erfolge verbuchen - nach Abschluss des Kurses werden über 40% der TeilnehmerInnen unmittelbar mit einer Ausbildung oder einer neuen Arbeit beginnen.
www.derwesten.de

Infoflyer zum Thema „Arbeitsrecht für Geflüchtete“

Der DGB-Bundesvorstand und das Projekt „Faire Mobilität“ haben mehrere Infoflyer zum Thema „Arbeitsrecht für Geflüchtete“ herausgegeben. Diese behandeln die Themen „Mindestlohn“, „Kein Lohn“, „Leiharbeit“ und „Selbstständigkeit“ und richten sich vor allem an Geflüchtete, die über eine Arbeitserlaubnis verfügen. Die Flyer sind in fünf Sprachen – Deutsch, Arabisch, Farsi, Englisch und Französisch – verfügbar.
faire-mobilitaet.de

„WIR“ will Flüchtlinge in Hamburg schnell in den Arbeitsmarkt integrieren

Im Herbst vergangenen Jahres haben die Ausländerbehörde und die Agentur für Arbeit in Hamburg das Projekt „WIR“ („work and integration for refugees“) gestartet. Ziel ist es, Geflüchtete möglichst schnell und gut in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dafür sollen bis Ende des Jahres alle Flüchtlinge mit Bleibeperspektive im IT-System der Bundesagentur für Arbeit erfasst sein. Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat sich das Projekt einmal genauer angeschaut.
hamburg.sat1regional.de (Video, ca. 2:10 min)

BFDF-Plätze für Geflüchtete in Hamburg

Der AFS Interkulturelle Begegnungen e.V. ermöglicht jungen Menschen, sich im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes für das Allgemeinwohl zu engagieren. Ab dem 1. Mai 2016 bietet der AFS auch BFDF-Plätze für Geflüchtete in Hamburg an. Dabei kommt ein spezielles Konzept zur pädagogischen Begleitung von Freiwilligen mit Fluchterfahrung zum Einsatz. So sollen die Chancen der Geflüchteten auf dem Arbeitsmarkt positiv beeinflusst und zu einer nachhaltigen Integration beitragen werden.
afs.de

Stiftungen fördern ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit

Unter dem Titel „Stiftungen helfen – Engagement für Flüchtlinge in Niedersachsen“ haben sich insgesamt 31 Institutionen aus Hannover und Umland zusammengeschlossen, um freiwillige Helfer zu unterstützen. Hierzu steht ab sofort ein Fonds im Wert von 250.000 Euro zur Verfügung. Dieses Geld kann bspw. für Fahrkarten oder Sprachkurse genutzt werden. Gefördert werden ehrenamtliche Aktivitäten mit bis zu 500 Euro.
www.welt.de, www.stiftungen-helfen.de

Niedersachsen: Landesregierung will Basissprachkurse in sämtlichen Kommunen

Niedersachen-BroschuereDie niedersächsische Landesregierung will die Sprachförderung für Geflüchtete deutlich ausbauen. Durch entsprechende neue Angebote sollen bis zum Ende dieses Jahres 33.000 Menschen erreicht werden.

Dazu will die Landesregierung in sämtlichen Kommunen Basissprachkurse sicherstellen. Um diese mit qualifizierten Lehrkräften zu besetzen, sollten zukünftig 1.500 Lehramtsstudierende zusätzlich zu ihren eigenen Fächern auch „Deutsch als Zweitsprache" unterrichten können und die Beschäftigungsbedingungen für Lehrkräfte verbessert werden.

Das sind die Ergebnisse einer ersten Integrationskonferenz, die das Bündnis „Niedersachsen packt an" letzte Woche in Hannover organisiert hat. Im Rahmen der Konferenz wurden auch zwei neue Broschüren zur Integration und zur Sprachförderung für geflüchtete Menschen in Niedersachsen veröffentlicht.
haz.de, stk.niedersachsen.de (Broschüren zum Download)

Polizei Niedersachsen: Info-Video für Geflüchtete

Die Polizei Niedersachsen hat vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingssituation ein animiertes Erklärvideo über die Aufgaben und Zuständigkeiten der Polizei in Deutschland produziert. Darin werden ohne Worte und in sehr einfachen Bildern die wesentlichen Aufgaben veranschaulicht. Der Film sei produziert worden, um ein positives Bild der Polizei zu vermitteln, „als Freund und Helfer, aber auch als ein deutlicher Hinweis auf die Stellung der Polizei in einem Rechtsstaat“.

2016-03-17 Polizei Niedersachsen 299x190Der Grat zwischen der unbestritten guten Absicht der Ordnungshüter und der Gefahr, mit der einfachen Symbolik auf Kleinkind-Niveau geflüchtete Menschen für dumm zu verkaufen, ist allerdings schmal. Entsprechend ambivalent fallen die bisherigen Reaktionen zu dem über die sozialen Netzwerke verbreiteten Video aus. Gelungen oder nicht? Urteilt selbst!
facebook.com via taz.de

Refugee Phrasebook: Wichtige Wörter und Ausdrücke in 44 Sprachen

Von Berlin aus koordiniert eine Initiative das Projekt „Refugee Phrasebook“. Ziel ist es, hilfreiche Phrasen, Vokabeln und Links für Geflüchtete und Helfer bereitzustellen, um Neuankömmlingen eine Orientierungshilfe zu bieten. Dafür übersetzt ein Netzwerk von Freiwilligen Vokabular zur ersten Orientierung mit einem Grundwortschatz sowie medizinischen und juristischen Themen in 44 Sprachen. Die Materialien werden als offene Daten und als druckfertige Dateien zur Verfügung gestellt. Sie sind unter einer offenen Lizenz verfügbar, damit Flüchtlingsinitiativen, Designer und Helfer die Daten kostenfrei nutzen und anpassen können.
refugeephrasebook.de

Dortmund: FlüchtlingshelferInnen schaffen Strukturen

In Dortmund gibt es bereits mehr als 2.000 Ehrenamtliche, die sich in unterschiedlichster Weise in der Flüchtlingsarbeit engagieren. Am 10. März 2016 gründeten VertreterInnen von 15 Vereinen und Organisationen das „Netzwerk Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe“ in Dortmund. So will man Strukturen für eine vernetzte Arbeit schaffen und eine Zentrale für die stadtweite Koordination der Ehrenamtlichen in der Arbeit mit Geflüchteten schaffen. Zukünftig will man sich in sechswöchigem Rythmus treffen.
nordstadtblogger.de, nefdo.wordpress.com (Webseite des Netzwerks)

Wissenstransfer Brandenburg – USA

Gut 30 Studierende der US-Uni Harvard Kennedy School of Goverment suchten zu Beginn der Woche den direkten Austausch zu HelferInnen der brandenburger Übergangsheime in Stahnsdorf bei Berlin. Inzwischen sei das Flüchtlingsthema auf Platz zwei direkt hinter dem VW-Dieselskandal in den USA. Das Team des Internationalen Bundes (IB), Betreiber der Unterkünfte, organisierte eine Gesprächsrunde zwischen Heimpersonal, Geflüchteten und den amerikanischen StudentInnen, die anschließend zu einem Treffen mit Bundesjustizminister Heiko Maaß (SPD) weiterreisten.
maz-online.de

Trier: Projekt für geflüchtete Künstler

Das Trierer Kultur- und Kommunikationszentrum Tufa startet am 8. April das Projekt „Kunstasyl", mit dem geflüchteten und Asyl suchenden Künstlern die Möglichkeit gegeben werden soll, kreativ tätig zu werden.

Dabei stellt das Zentrum seine Räumlichkeiten bis zum 1. Mai als Gemeinschaftsatelier einschließlich Material und Werkzeug für die vielfältigen Formen der Bildenden Kunst zur Verfügung.

Die Tufa sucht noch weitere geflüchtete Künstler, die Interesse haben, an dem Projekt teilzunehmen.
wochenspiegellive.de, lokalo.de

Feuerwehr und DRK werben um Geflüchtete als Helfer

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) will geflüchtete Menschen mit Bleibestatus als ehrenamtliche Helfer gewinnen. In den nächsten zehn Jahren sollen nach Angaben des Verbands möglichst 60.000 Freiwillige als neue Mitglieder begrüßt werden.

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) will Neuankömmlinge in Deutschland als Helfer gewinnen. Diese Form der Teilhabe sei ein guter Weg für eine gelingende Integration in die Gesellschaft, so DRK-Generalsekretär Christian Reuter.
welt.de

Dresden: Sonderstudienplätze für Geflüchtete

Zusätzlich zum bisherigen Studienangebot hat die Evangelische Hochschule Dresden (ehs) acht Studienplätze in Bachelor-Studiengängen der Sozialen Arbeit und der Elementarpädagogik geschaffen. Damit zielt die ehs darauf ab, Fachkräfte auszubilden, die später als Vermittler zwischen den Kulturen wirken und die sich professionell in die Integrationsarbeit einbringen können.

Geflüchtete Menschen, die sich rechtmäßig in Deutschland aufhalten und die über Deutschkenntnisse auf dem Niveau B2/C1 verfügen, können sich noch bis zum 1. April 2016 an der Hochschule für die Sonderstudienplätze in den Studiengängen Soziale Arbeit sowie Bildung und Erziehung in der Kindheit (jeweils sechs Semester, Start im September 2016) bewerben.
idw-online.de, ehs-dresden.de

Codedoor: Integrationshilfe mit Laptops und Bildungsprogramm

Die beiden Programmierer Nicolas Ritouet und Karan Dehghani gründeten vergangenes Jahr Codedoor.org. Die Non-Profit-Organisation stellt Geflüchteten Laptops, einen Platz zum Arbeiten und ein Kursprogramm zur Verfügung. So sollen sie das Programmieren lernen, um nach zweijähriger Ausbildung auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. Das Codedoor-Team bereitet alte Laptops auf, stellt Räumlichkeiten und Software sowie Tutoren zur Verfügung.

Das Programm steht allen interessierten Geflüchteten offen – Voraussetzungen sind Englischkenntnisse und Eigenmotivation. Zur Zeit finden Kurse bereits in Berlin und Frankfurt am Main statt, weitere Städte sollen folgen. Florian Wallner, bei Codedoor verantwortlich für Communication & Partnerships, verrät ihm Interview, wie man das Projekt unterstützen kann.
codedoor.org; onlinemarketingrockstars.de

Handshake2Deutschland: TV- und Onlineangebot für Flüchtlinge und Helfer

Der österreichische Medienunternehmer Alexander von Trauttmansdorff (High View) und Frank Apfel, Geschäftsführer von Apfel TV Kontor, starten „Handshake2Deutschland“, ein TV- und Onlineangebot für Flüchtlinge und Helfer. Neben Erklärfilmen, Nachrichten und Informationen soll das Programm auch ein Format beeinhalten, in dem Sprachkurse und Apps für Migranten vorgestellt werden. Letzte Woche ist „H2D“ mit einem Pilotprojekt in der Flüchtlingsunterkunft der Kurpfalz-Kaserne Speyer gestartet.
h-2-d.de, wuv.de

Brandenburg: Neues Landesaufnahmegesetz beschlossen

Der Brandenburger Landtag hat mit der Mehrheit der rot-roten Regierungsmehrheit die Neuauflage des Landesaufnahmegesetzes zur Regelung der Unterbringung, Betreuung und sozialen Unterstützung von Asylsuchenden in den Kommunen beschlossen.

Das neue Gesetz soll zum 1. April in Kraft treten und Geflüchteten unter anderem den Gang zum Arzt erleichtern, welcher künftig nicht mehr bei der Sozialbehörde beantragt werden muss. Zudem soll die Zahl an Sozialpädagogen und Sozialarbeiter für geflüchtete Menschen erhöht werden.

Die „Märkische Allgemeine“ klärt im folgenden Artikel die wichtigsten Fragen zur Neuauflage des brandenburgischen Landesaufnahmegesetzes.
maz-online.de

Deutsche Muslime gründen Verband für Flüchtlingshilfe

Drei muslimische Bundesverbände wollen ihre Hilfe für geflüchtete Menschen künftig besser koordinieren und weiter ausbauen. Zu diesem Zweck haben sich der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IR) und die Islamische Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden (IGS) jetzt zum Verband Muslimische Flüchtlingshilfe (VMF) zusammengeschlossen.

Zur Vorsitzenden des VMF wurde Nurhan Soykan, Generalsekretärin des Zentralrates der Muslime, gewählt. Sie erklärte, dass angesichts der Flüchtlingssituation vor allem die Muslime vor großen Herausforderungen stünden. Es sei deshalb wichtig und notwendig, die Kräfte zu bündeln, um die neu ankommenden Menschen bestmöglich zu unterstützen, sie aufzunehmen und ihnen eine Perspektive zu bieten.

Andere Organisationen und Einzelpersonen werden eingeladen, sich dem neu gegründeten Verband anzuschließen.
deutschlandfunk.de, islamiq.de, islam.de

Senioren unterstützen Geflüchtete

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS) beteiligt sich mit dem Projekt „Alt für Jung-Patenschaften - Seniorenbüros unterstützen Geflüchtete“ an dem neuen Programm des Bundesfamilienministeriums „Menschen stärken Menschen“, über das wir hier bereits berichteten.

An 20 bis 30 Standorten sollen 300 neue Patenschaften für geflüchtete Menschen entstehen. Dabei kann es sich nach Angaben der BaS sowohl um ein längerfristiges Mentoring von Geflüchteten unterschiedlichen Alters als auch um Patenschaften für ganze Familien handeln.

Seniorenbüros oder andere Akteure der offenen Altenarbeit und der Engagementförderung älterer Menschen werden eingeladen, sich an dem Projekt zu beteiligen, welches zunächst bis zum Ende dieses Jahres läuft.
seniorenbueros.org (PDF mit weiteren Infos zur Beteiligung)

Deutsche Unternehmen offen für die Beschäftigung von Flüchtlingen

Deutsche Unternehmen sind offen für die Integration Geflüchteter. 59 Prozent könnten sich vorstellen, in der Zukunft Flüchtlinge zu integrieren, 19 Prozent tun dies bereits. Das zeigt eine Umfrage des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) und des Personaldienstleisters Hays, im Rahmen derer 354 Entscheider aus Unternehmen befragt wurden.
csr-news.net

Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“

Unternehmen-integrieren-Fluechtlinge_BMWi-Susanne-Eriksson_620x413px
Um sich bei der Integration von Flüchtlingen gegenseitig zu unterstützen, haben deutsche Unternehmen das Netzwerk „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ gegründet. Gestern gaben Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und DIHK-Präsident Dr. Eric Schweitzer im Bundeswirtschaftsministerium den offiziellen Startschuss für das Projekt. Etwa 330 Firmen gehören dem Netzwerk bisher an, welches vom Bund mit 2,8 Millionen Euro gefördert wird. Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, auf der sich Unternehmen, die Flüchtlinge beschäftigen wollen, zu Rechtsfragen, Integrationsinitiativen, Veranstaltungen sowie über gelungene Beispiele informieren können.
bmwi.de, dw.com/de

Bonner Privatgymnasium führt Flüchtlingsklasse ein

Die Otto-Kühne-Schule im Bonner Stadtbezirk Bad Godesberg hat für 15 bis 17 Jahre alte Schüler aus Krisenländern wie Syrien, Afghanistan und dem Iran eine Flüchtlingsklasse eingerichtet. Die Internationale Vorbereitungsklasse (IVK) besteht offiziell seit dem 1. Februar 2016 an dem Privatgymnasium und wird von Ursula Coester als Klassenlehrerin betreut. Das erklärte Ziel ist es, „alle IVK-Schüler an den mittleren Schulabschluss in der Klasse zehn heranzuführen“. DW-Redakteurin Dunja Dragojevic war zu Besuch in Bonn.
dw.com/de

Lese-Tipp: 1 Sozialberaterin für 1018 Asylbewerber

Wenn zehn bullige Pakistaner, denen gerade die Arbeitserlaubnis verweigerte wurde, ins Büro von Sigrun Grüninger stürmen, möchte man mit der Helferin der Diakonie nicht tauschen. Doch die Asylsozialberaterin aus Neu-Ulm konnte den Männern an anderer Stelle helfen: Heute spielen sie in einem Cricket-Team zusammen. Ihrer Arbeit widmet die "Süddeutsche Zeitung" ein lesenswertes Portrait. Das zeigt auch in Zahlen auf, mit welchen Herausforderungen Sigrun Grüninger zu kämpfen hat: Rein rechnerisch ist sie für 1018 Asylbewerber zuständig. Mit sechs weiteren Kollegen stemmt sie die Asyl- und Migrationsberatung der Diakonie Neu-Ulm. Ihre Klienten kommen aus den Kreisen Neu-Ulm, Günzburg und Dillingen. Eine Arbeit zwischen großer Not, für die man Sigrun Grüninger und ihrem Team einfach Respekt zollen muss.
sueddeutsche.de

Hamburg: Weiterbildung für geflüchtete Ingenieure

2016-03-08 TUHH

Die Technische Universität Hamburg (TUHH) bietet unter dem Titel „integral” ein nach eigenen Angaben in Deutschland einzigartiges Programm zur Weiterbildung für geflüchtete Ingenieurinnen und Ingenieure an, welches diese fachlich und sprachlich in den Themengebieten Umwelt, Energie und Wasser weiterbildet, um ihnen einen schnellen und zu ihrer Ausbildung passenden Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Durch Jobmessen, Exkurse, Bewerbungstrainings und Praktika soll zudem ein enger Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern geschaffen werden.

Das Programm dauert bis zu drei Semester und wird mit einem Zertifikat abgeschlossen. Teilnahmebedingungen sind ein abgeschlossenes Ingenieursstudium (Bachelor oder Master), gute Deutschkenntnisse (Niveau B1/B2) und eine Aufenthaltserlaubnis.

Die Pilotphase des Weiterbildungsprogramms startet am 1. April 2016, Bewerbungsschluss ist am 20. März. Eine Infoveranstaltung für Interessenten ist für den kommenden Donnerstag (10. März) um 16 Uhr an der TUHH angesetzt.
idw-online.de, tuhh.de (Flyer mit Infos und Ansprechpartner)

Coburg: Zentrale Koordination der Flüchtlingshilfe

Der Kreisverband Coburg der Arbeiterwohlfahrt hat eine zentrale Stelle zur Koordination der Flüchtlingsarbeit eingerichtet. Ansprechpartnerin ist die Sozialpädagogin Dagmar Escher, die ab sofort Ehrenamtliche betreut, die sich in ihrer Stadt oder Gemeinde um Flüchtlinge kümmern. Frau Escher soll unter anderem Helfende von Verwaltungsaufgaben entlasten, Informationen bündeln und Geflüchtete beraten.
infranken.de

Geldkarte für Flüchtlinge auch in Hamburg?

Das monatliche Taschengeld für Flüchtlinge könnte in Hamburg bald per Geldkarte ausgezahlt werden. Dafür macht sich Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) stark. Damit wäre Hamburg das zweite Bundesland, das von Bargeld auf Geldkarte umstellt. Baden-Württemberg will ab dem Sommer das Taschengeld für Flüchtlinge in Höhe von 149 Euro nur noch auf Geldkarten buchen. Derzeit wird das Geld in vielen Erstaufnahmeeinrichtungen bundesweit in bar ausgezahlt, was entsprechend viel Arbeit macht und auch Sicherheitsaspekte berührt. In Hamburg knüpft man die elektronische Lösung an eine Bedingung: "Wenn eine Geldkarte dazu dient, die Verwendung des Geldes auf wenige Konsumgüter einzuschränken, bin ich damit nicht einverstanden", sagte Katharina Fegebank. Sie will das Sachleistungsprinzip vermeiden.
welt.de

Hochschule Anhalt: Erfolgreiche Integration

80 Geflüchtete haben im Januar und Februar vier 7-wöchige Intensivsprachkurse an allen drei Standorten der Hochschule Anhalt in Bernburg, Dessau-Roßlau und Köthen besucht. 77 Teilnehmer haben die erste Prüfung erfolgreich abgeschlossen und werden ab dem 1. März in einen Sprachkurs höheren Niveaus wechseln, der im Juli endet. Daran anschließend werden Willkommensseminare stattfinden, die neben dem Sprachunterricht vor allem Gesprächs- und Weiterbildungsangebote beinhalten.

Die Hochschule Anhalt hat an allen drei Standorten zudem ein Beratungsnetz für Flüchtlinge aufgebaut und organisiert in Zusammenarbeit mit privaten Bildungsträgern sowie den Agenturen für Arbeit und Jobcentern Infoveranstaltungen. 15 internationale Studierende mit Sprachkenntnissen in Arabisch, Farsi und Kurdisch unterstützen die Flüchtlingsarbeit von Behörden in der Region. Zusätzlich betreuen Studierende als sogenannte Sprachlotsen Geflüchtete ehrenamtlich bei der Integration in den deutschen Alltag.
jenapolis.de

Ab 10. März: Aktionswochen gegen Rassismus

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden in diesem Jahr vom 10. bis 23. März statt. Sie stehen unter dem Motto „100 % Menschenwürde – gemeinsam gegen Rassismus“. Mehr als 1.000 Veranstaltungen wurden bereits für die Aktionstage gemeldet.

Die bundesweite Auftaktveranstaltung findet am Donnerstag, dem 10. März um 16 Uhr in Halle (Saale) statt, wo in diesem Jahr 75 Veranstaltungen durchgeführt werden. Wichtige Signale sollen auch aus Dresden kommen, wo es mit 69 Meldungen deutlich mehr Veranstaltungen als in den Vorjahren gibt. Unter den Bundesländern steht Baden-Württemberg an der Spitze: 25 Prozent der gemeldeten Veranstaltungen finden im Ländle statt.

Die bundesweite Eröffnung des in die Aktionswochen integrierten Projekts „Muslime laden ein“ wird am 11. März in Düsseldorf stattfinden. Für den 19. März ruft zudem ein breites Bündnis mit Amnesty International, Pro Asyl, dem Interkulturellen Rat und der Stiftung gegen Rassismus zu einem Aktionstag unter dem Motto „Hand in Hand gegen Rassismus – für Menschenrechte und Vielfalt“ auf, an dem viele Aktionen der Solidarität gestartet werden sollen.
internationale-wochen-gegen-rassismus.de

Panorama fragt Helfer: Schaffen wir das wirklich?

Flüchtlinge beim gemeinsamen Kochen mit einem Helfer. Bild: NDR
Flüchtlinge beim gemeinsamen Kochen mit einem Helfer. Bild: NDR
Willkommen in der Wirklichkeit – so überschreibt das NDR-Magazin Panorama einen Beitrag, mit dem die Fernsehmacher der Flüchtlingshilfe und Integration in Deutschland auf den Zahn fühlen. Am Beispiel ehrenamtlicher und institutioneller Helfer versucht die Sendung ein Stimmungsbild einzufangen. Es geht um Zeit, Geduld, Erwartungen, Druck. Auch auf Seiten der Flüchtlinge. Mancher sehnt sich – typisch deutsch – nach einem Masterplan. Doch dem Betrachter wird schnell klar: Den wird's nicht geben. Immerhin: Die Reportage ist in deutscher und arabischer Sprache zu sehen. Vielleicht können sich beide Seiten – Geflüchtete und Helfer – dadurch wieder ein Stück näher kommen.
ndr.de (deutsche Fassung) ndr.de (arabische Fassung)

BAMF fördert „House of Resources“

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF sucht gut vernetzte integrativ wirkende Vereine, Verbände und Migrantenorganisationen, die als „House of Resources“ agieren möchten. Diese unterstützen dann wiederum kleinere Organisationen und Gruppen, die nicht über ausreichendes Know-How, finanzielle oder strukturelle Ressourcen verfügen, indem sie Ressourcen und Dienstleistungen zur Verfügung stellen. Diese Hilfestellungen können zum Beispiel Unterstützung beim Projektmanagement, Gewährung finanzieller Mittel für konkrete Maßnahmen oder die Bereitsstellung von Räumlichkeiten und technischem Equipment umfassen.

„House of Resources“ soll laut BAMF für mindestens drei Jahre mit einer Fördersumme von maximal 150.000 Euro jährlich konzipiert werden. Anträge können über das Förderportal easy-Online gestellt werden, Antragsfrist ist der 30.03.2016.
bamf.de

Techfugees: Technologie für Geflüchtete

Mike Butcher, IT-Journalist bei TechCrunch, hat mit Freunden die Non-Profit-Oganisation Techfugees gegründet.

Im Rahmen dieses Projektes werden Konferenzen und Hackathons mit dem Ziel organisiert, Entwickler, Entrepreneure und Start-ups mit NGOs, Medien sowie (inter-)nationalen Behörden zusammenzubringen, um gemeinsam Produkte und Lösungen für die gegenwärtige Flüchtlingssituation zu entwickeln. Langfristig sollen diese den Geflüchteten die Integration erleichtern.
entwickler.de

Intergrationsarbeit bei „stern im norden“

„stern im norden“, ein überkonfessionell christliches Zentrum für Kinder, Jugend und Familie in Dortmund bietet, unterstützt von Ehrenamtlichen, regelmäßig Anfängersprachkurse für Flüchtlinge und Migranten sowie individuelle Begleitung für Besuche bei Behörden, Ärzten und Schulen an. Auch um die Verteilung von Möbeln kümmern sich die Helfer. Bei gemeinsamem Essen und Musik schafft der einmal im Monat stattfindende „Internationale Gesprächsabend“ für Flüchtlinge und Interessierten viel Raum zum Kennenlernen und Austauschen.
sternimnorden.de

Hamburg: Beteiligung von Geflüchteten bei Errichtung von Unterkünften

SPD und Grüne haben einen Antrag in die Hamburger Bürgerschaft eingebracht, wonach geflüchtete Menschen künftig bei der Errichtung von Unterkünften eingebunden werden sollen, um deren Integration zu fördern. Viele Zuwanderer hätten bereits berufliche Erfahrungen und Kenntnisse, die für dieses Konzept genutzt werden könnten.

Zudem ließe sich diese Hilfe zur Selbsthilfe dazu nutzen, Geflüchtete entsprechend zu qualifizieren. Das Vorhaben soll nach dem Willen von SPD und Grünen von der Handels- und der Handwerkskammer, dem Jobcenter sowie der Arbeitsagentur begleitet werden.

"Wir wollen den Menschen Angebote machen, um sie zügig in unserer Gesellschaft einzugliedern. Deshalb dürfen wir sie nicht zur Untätigkeit verdammen, sondern müssen ihnen Chancen geben, aktiv ihre Lebensbedingungen zu gestalten", begründete der grüne Wohnungsbauexperte Olaf Duge den Vorstoß.
abendblatt.de

Berlin: Großer Andrang bei Jobmesse

4.100 geflüchtete Frauen und Männer, die meisten aus Syrien, hatten sich zur Jobmesse im Berliner Estrel-Hotel (wir berichteten) angemeldet - rund 5.000 sind nach Angaben des RBB gekommen. Sie konnten sich gestern bei 211 Unternehmen und Bildungsinitiativen über deren Arbeitsplatz- und Ausbildungsangebote informieren. Rund 1.000 Stellen waren zu vergeben, darunter Praktika und Ausbildungsplätze.
rbb-online.de, tagesspiegel.de, ardmediathek.de (Video)

Al Ard – ein Magazin für alle

Das gemeinnützige Unternehmen Al Ard gUG organisiert seit August 2015 Patenschaften, Deutsch-Nachhilfe, Beratung, gemeinsame Unternehmungen und Feste. Auch ein Online-Magazin ist der Teil der Initiative – arabische und deutsche Autoren schreiben über Flucht und Heimat, Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Das „Al Ard“-Magazin ist Ratgeber für Flüchtlinge und Informationsquelle für alle.

Das Kulturblatt soll nun auch in gedruckter Form erscheinen und kostenlos in Berlin verteilt werden. Dafür wird auf Startnext noch Geld gesammelt.
al-ard.de

Auto CV: Vereinfachte Jobsuche für Geflüchtete

Die App SelfieJobs (erhältlich im Google Play Store und im App Store) soll den Erstkontakt zwischen Bewerbern und Unternehmen vereinfachen. Mit dem Projekt „Auto CV“ will Martin Tall, Gründer und CEO von SelfieJobs, nun auch Migranten und Flüchtlingen die Jobsuche vereinfachen. Eine mobile Übersetzungsfunktion soll die Kommunikation während des Bewerbungsprozesses ermöglichen, kann aber auch bei der Arbeit eingesetzt werden. Im Interview mit den Kollegen vom Human Ressources Manager erklärt Martin Tall die Funktionsweise.
goselfiejobs.se, humanresourcesmanager.de (Interview)

Berliner Bürgermeister: Mindestlohn für Flüchtlinge

Wie können Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt integriert werden und was bedeutet das für den Mindestlohn? Eine klare Ansage kommt dazu vom Regierenden Bürgermeister von Berlin. Im Interview mit der "Zeit" formuliert Michael Müller einen sehr wichtigen Punkt:

Foto: Senatskanzlei/Martin Becker
Foto: Martin Becker
"Am Mindestlohn darf nicht gerüttelt werden. Und die CDU erweist den Flüchtlingen und uns allen einen Bärendienst, wenn sie alle paar Wochen erneut mit Vorschlägen zu Aufweichungen um die Ecke kommt, noch dazu ganz offensichtlich ohne politische Verständigung in den eigenen Reihen. Es darf auf keinen Fall ein Niedriglohnsektor für Flüchtlinge entstehen. Und wir dürfen nicht selbst Konkurrenz zu anderen Arbeitnehmern durch unterschiedliche Entlohnung schaffen. Gleichzeitig müssen wir aus meiner Sicht diskutieren, wie wir den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Wir brauchen zum Beispiel eine Form von zweitem Arbeitsmarkt der Gemeinnützigkeit."

In dem Interview thematisiert Müller auch die aktuelle Situation am Lageso und die Unterstützung von McKinsey beim Erstellen eines Masterplans für die Integration der Neuankömmlinge in Berlin. Vieles klingt schlüssig, vor allem die Menschlichkeit ist dem Bürgermeister wichtig. Schade nur, dass er die großartige Arbeit der vielen freiwilligen Helfer in den Notunterkünften und anderswo mit keinem Wort erwähnt. Nachzulesen ist das vollständige (und viel diskutierte) Interview unter zeit.de

Volz Gruppe möchte Flüchtlinge einstellen

Volz-GruppeDie Volz Gruppe aus Deilingen, die sich auf die Fertigung von Rohrverbindungskomponenten in der Hydraulik und Kugeln für die Kugelhahnindustrie spezialisiert hat, möchte Flüchtlinge ins Unternehmen integrieren und "vom Praktikum über Ausbildungsplätze bis zu Festanstellungen alle Formen der Mitarbeit anbieten", wie es in einer Mitteilung heißt. Allerdings kritisiert die 4.000-Mann-Firma aus Baden-Württemberg den bürokratischen Aufwand, der damit verbunden sei. "Allein die verschiedenen Aufenthaltstitel und die damit verbundenen unterschiedlichen Zugangsbedingungen zum Arbeitsmarkt sind schwer zu durchschauen", so Volz-Geschäftsführer Dr. Christoph Fleig. "Uns fehlt es einfach an Rechtssicherheit."
pressebox.de

Initiative „Willkommen im Dorf“ bereichert das Zusammenleben

Die in der rheinhessischen Gemeinde Jugenheim ins Leben gerufene Willkommensinitiative schafft neben einer erfolgreichen Integration von Flüchtlingen auch einen besseren Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft – durch den Zuzug von Flüchtingskindern konnte bspw. die von der Schließung bedrohte Kita weitergeführt werden. Das ehrenamtliche Projekt, welches von Vertretern aus Vereinen, Parteien und Institutionen ins Leben gerufen wurde, schwört dabei auf eine gute Vernetzung untereinander und Veranstaltungen, bei denen die Verteilung von Zuständigkeiten in Form von Patenschaften eindeutig festgelegt wird. Dadurch kann eine Integration in allen Bereichen gelingen, angefangen vom gemeinsamen Arztbesuch bis hin zum Fußballspielen im Verein.
www.deutschlandfunk.de

Beto: Flüchtlingshilfe-App benötigt finanzielle Unterstützung

Beto ist der Name einer neuen App zur Koordination von Flüchtlingshilfe und Integration. Die von Passauer Studenten entwickelte Anwendung will Helfer, Geflüchtete und Organisationen miteinander verknüpfen, indem sie Hilfsangebote mit individuellen Hilfsanfragen abgleicht. So soll zum einen eine effektive Abstimmung von Bedarf und benötigten Hilfsangeboten ermöglicht werden, zum anderen aber auch eine Plattform zur Verfügung gestellt werden, auf der sich Menschen über gegenseitiges Helfen treffen, kennenlernen und bereichern können.

2016-02-25 Beto

Das einfach gehaltene Design soll die App schnell verständlich und intuitiv nutzbar machen, eine Chatfunktion die spontane Kommunikation ermöglichen und eine automatische Übersetzungsfunktion Sprachbarrieren beseitigen. Für die finale Umsetzung des Projekts benötigt das Passauer Studententeam allerdings noch finanzielle Unterstützer und hat deshalb eine Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter ins Leben gerufen. Dort finden Interessierte weitere Infos zur App und ein Video der Projektgründerinnen.
unternehmen-heute.de, facebook.com, kickstarter.com (Crowdfunding)

Geflüchtete mit guten Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt

34 Prozent der deutschen Unternehmen wollen laut einer Befragung des Ifo-Instituts unter rund tausend Personalleitern in diesem oder im kommenden Jahr geflüchtete Menschen einstellen. Bemerkenswert: Bei den Unternehmen, die bereits zuvor Asylbewerber beschäftigt haben, liegt der Anteil mit 68 Prozent sogar doppelt so hoch. Als potenziell größte Hindernisse für eine Einstellung geflüchteter Menschen werden von den Firmen deren Sprachkenntnisse und Qualifikation sowie bürokratische Hürden wie die bislang noch obligatorische Vorrangprüfung angesehen.
spiegel.de

Thüringen: Zentrale Info-Plattform für Flüchtlingshilfe

In Thüringen wurde gestern eine neue Internetseite freigeschaltet, die zentral über Angebote der Flüchtlingshilfe im Freistaat informiert. Auf der Seite, die unter thüringen-hilft.de bzw. thuringia-helps.de zu erreichen ist, finden sich eine Stellenbörse, Hilfs-, Sprach- und Qualifizierungsangebote sowie Adressen und Veranstaltungshinweise.

2016-02-25 thüringen-hilft.de

Die Seite ist in deutscher und englischer Sprache an den Start gegangen; nach Angaben der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG), die den Internetauftritt zunächst bis 2018 betreut, sollen sämtliche Infos künftig auch auf Arabisch, Russisch, Farsi, Französisch und Spanisch abrufbar sein.
jenapolis.de, mdr.de, thüringen-hilft.de

Hamburg: Wörterbuch für die Tigrinya-sprachige Community

Im Sommer kam Daniel Michael Gebregergsh aus Eritrea nach Hamburg. Er spricht neben seiner Muttersprache Tigrinya auch Amharisch, Arabisch, Englisch, Deutsch sowie etwas Italienisch und Griechisch und arbeitet inzwischen als Übersetzer für „f & w fördern und wohnen“. Für die Tigrinya-sprachige Community in den Hamburger Unterkünften hat Daniel Michael ein dreisprachiges Wörterbuch mit 130 Seiten erstellt – davon 50 Seiten Redewendungen und 80 Seiten Wörterbuch. Die Druckkosten für die ersten 50 Exemplare hat er sich geliehen und will diese seinen Landsleuten in den Hamburger Unterkünften selbst anbieten. Wer den Druck weiterer Exemplare unterstützen will, kann auf der Seite der von RWKaro - Initiative Refugees welcome Karoviertel unter dem Betreff „Daniel Michaels Buch“ spenden.
facebook.de

Bochum: Zeitung von Geflüchteten

In Bochum haben sieben Geflüchtete gemeinsam mit dem Redaktionsteam der Stadtteilzeitung „Drei-Viertel“ eine eigene Sonderausgabe verfasst, die nun in Cafés, Stadtteilzentren und weiteren Orten ausliegt. „Neu in Deutschland“ richtet sich nicht nur an Geflüchtete (einige Artikel wurden auf Arabisch übersetzt), sondern auch an Einheimische, die durch die Sonderausgabe mehr über die Neuankömmlinge, ihre Hintergründe und Perspektiven erfahren können.
derwesten.de

Asylothek auf dem Berliner Flughafen Tempelhof?

Ehrenamtliche wollen in dem zur Massenunterkunft für 2.500 Menschen umfunktionierten Ex-Flughafen Berlin Tempelhof eine sogenannte "Asylothek" einrichten. Das ist "eine Bücherei, in der man lesen und Filme gucken kann, in der gebastelt und Hausaufgabenbetreuung angeboten wird, es kann Theater gespielt und Musik gemacht werden." So beschreiben die Initiatoren das Projekt auf der Plattform betterplace.org, wo sie um Spenden für das Vorhaben bitten. Die erste Berliner Asylothek gibt es seit Ende November 2015 in einer Flüchtlingsunterkunft im Bezirk Pankow. Im ehemaligen Flughafen Tempelhof soll ein Raum, der von der Initiative "Tempelhof Hilft" im Rahmen eines Begegnungscafés zur Verfügung gestellt wird, für die Asylothek genutzt werden.

So könnte die Asylothek in Tempelhof aussehen.
So könnte die Asylothek in Tempelhof aussehen.

Bereits im Jahr 2012 rief der Initiator Günter Reichert in einer Nürnberger Gemeinschaftsunterkunft die erste Asylothek ins Leben. Inzwischen gibt es nach Angaben der Initiatoren bereits 76 bestehende oder in Planung befindliche Asylotheken in ganz Deutschland. Das Projekt wurde unter anderem mit dem Deutschen Bürgerpreis ausgezeichnet.
asylothekberlin.wordpress.com, facebook.com/asylothek.berlin, betterplace.org, asylothek.de

Uni Postdam: Fortbildung für geflüchtete Lehrer

Geflüchtete Lehrer können sich an der Universität Potsdam für den Einsatz an deutschen Schulen qualifizieren. Das Programm des Bereichs Bildungswissenschaften soll im April starten und einen intensiven Deutschkurs am Sprachenzentrum der Universität sowie einen Kurs, in dem die Lehrkräfte das deutsche Schulsystem kennenlernen und an Schulen hospitieren können, beinhalten. Bewerbungen für das Qualifizierungsprogramm können noch bis zum 15. März eingereicht werden.
uni-potsdam.de, rbb-online.de

Thüringer Hochschulen: Infotag für Geflüchtete

Am morgigen Samstag, dem 20. Februar von 10 bis 14 Uhr beraten Vertreter der Thüringer Hochschulen, des Studentenwerks sowie der Thüringer Handwerks- und Handelskammern im comcenter Brühl in Erfurt zu den verschiedenen Bildungs- und Studienwegen, die Geflüchtete und Migranten in Thüringen einschlagen können. Besucher erfahren in Vorträgen oder im persönlichen Gespräch jeweils in Deutsch und in Englisch, welche Fächerkombinationen an den Thüringer Hochschulen möglich sind, wie sich ein Studium finanzieren lässt und welche Unterbringungsmöglichkeiten es gibt. Auf Wunsch werden auch vorhandene Zeugnisse geprüft. Die Industrie- und Handelskammern zeigen zudem Ausbildungswege in Thüringen auf.
jenapolis.de

ReDI School of Integration – Anne Kjær Riechert im Interview

Anne Kjaer Riechert - copyright Ben Fuchs„Wir fragen uns selbst: Wie kann Technologie das Leben der Flüchtlinge verbessern, die bereits in Deutschland angekommen sind.“

Anne Kjær Riechert ist eine der GründerInnen der ReDI School of Integration, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Geflüchtete auf ihrem Weg in Software-Development-Jobs zu unterstützen. In einem ausführlichen Interview lässt sie ihren Weg vom Treffen mit einem irakischen Flüchtling bis zum Aufbau einer Hilfsorganisation Revue passieren.
factoryberlin.com

Kitchen on the Run

Die Kochcrew von „Über den Tellerrand“ hat ein neues Projekt ins Leben gerufen: „Kitchen on the Run“. Dabei geht's mit einem von TU-Studierenden entworfenen, umgebauten Container durch Europa – fünf Länder in fünf Monaten. Die Initiatoren wollen so Geflüchtete und Einheimische beim Kochen und Essen zusammen an einen Tisch bringen – jeden Tag sollen 15 bis 20 Menschen so Gelegenheit haben, sich auszutauschen. Los gehen soll es ab Mitte März. Bis dahin wird per Crowdfunding noch Geld für das Projekt gesammelt.
kitchenontherun.org

Vorstudium für Geflüchtete

Die Hochschule Darmstadt startet im April ein studienvorbereitendes Einstiegs-Angebot: Das sogenannte propädeutische Vorstudium geht über zwei Semester und richtet sich an Geflüchtete mit Hochschulzugangsberechtigung, Bleibeperspektive und Basis-Deutschkenntnissen, die nicht alle für die Aufnahme eines regulären Studiums nötigen Voraussetzungen erfüllen - etwa wegen unvollständiger Unterlagen oder nicht ausreichender Sprachkenntnisse.

Die Hochschule Darmstadt richtet zudem eine Koordinationsstelle ein, die hochschulübergreifend zum Thema Geflüchtete ansprechbar ist. Sie nimmt Anfragen entgegen, begleitet und berät Studierende vor und während des Vorstudiums und vernetzt sich mit Beteiligten innerhalb der Hochschule sowie mit externen Partnern, etwa Behörden, Vereinen, Initiativen sowie Aufnahmeeinrichtungen und Wohnstätten.

Geplant sind auch ein psychosoziales Beratungsangebot, das sich an traumatisierte Studierende richtet, sowie der Einsatz von mehrsprachigen Studienberatern, die Neuankömmlingen als Mentoren zur Seite stehen.
idw-online.de, h-da.de

Refugee Guide Online

Anfang Oktober 2015 haben Projektinitiator Michael Strautmann und ein Team ehrenamtlicher Helfer, v.a. Studierende und Doktoranden mit verschiedensten (geographischen und kulturellen) Hintergründen, den Refugee Guide als Orientierungshilfe für Neuankömmlinge in Deutschland veröffentlicht. Der Ratgeber richtet sich vorrangig an Geflüchtete, die noch nicht an staatlichen Integrations- und Deutschkursen teilnehmen können. Die teilweise bebilderte Broschüre ist online in über 15 Sprachen erhältlich.
refugeeguide.de

McKinsey soll Berlin bei Integrationskonzept beraten

Drei bis vier Mitarbeiter der Wirtschaftsberatung McKinsey haben bereits seit September 2015 das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin bei der Bewältigung der Registrierung der großen Zahl an Zuwanderern unterstützt. Das bisherige Engagement und die Leistungen von McKinsey-Beratern wurden probono erbracht. Für die Entwicklung eines Masterplans zur Integration soll McKinsey nun einen regulären Beratungsvertrag erhalten und ein tragfähiges Konzept bis Ende März für die Hauptstadt erarbeiten.

rbb-online.de

Marktplatz der Begegnungen in Hamburg

Über 1.000 Flüchtlinge und 118 Begleiter sind beim zweiten "Marktplatz der Begegnungen" in den Börsensälen der Handelskammer Hamburg mit 48 Arbeitgebern zusammengetroffen. Die Veranstaltung haben die Handwerkskammer Hamburg, die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration sowie die Agentur für Arbeit mit dem Jobcenter Hamburg und die Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein (UVNord) auf die Beine gestellt. Neben zahlreichen Vorträgen boten eine "Informationsinsel" und ein Treffpunkt "Paten für Flüchtlinge" die Möglichkeit zur Begegnung.
hk24.de

Integration als Thema auf der didacta in Köln

Das Logo ist ein international geschütztes Warenzeichen. Das Nutzungsrecht für Journalisten ist auf die Berichterstattung über diese Messe beschränkt. Form und Farbe dürfen nicht geändert werden.  The Logo is an international trademark. Journalists are granted a limited right to use it for the coverage of this Trade Fair. Neither form nor colour may be altered.
Foto: © didacta

Heute eröffnet in Köln die diesjährige didacta. Noch bis Samstag stehen auf der weltgrößten Bildungsmesse auch die Themen Integration und Sprachförderung im Mittelpunkt. So lädt u.a. das „Bündnis frühkindliche Bildung“ am 19. Februar um 14 Uhr zur Diskussion zum Thema „Vorurteile abbauen und Integrationsprozesse starten – die Kita als sicherer Ort des Willkommens für Kinder mit Fluchthintergrund“ (Forum didacta aktuell, Halle 6, Stand C 61).
didacta-koeln.de (Programm)

Ulm: LobbyCard für Geflüchtete

Seit fast 20 Jahren gibt es in Ulm schon die LobbyCard. Damit erhalten einkommensschwache Personen günstigeren oder kostenfreien Eintritt in Museen, ins Theater oder in die Bibliothek. Auch Geflüchtete können die LobbyCard beantragen und von den Vergünstigungen profitieren. Zudem werden Neuankömmlingen in Ulm auch kostenlose Stadtführungen angeboten, „damit sie Ulm und die neue Nachbarschaft schnell kennen lernen“. Die Termine für diese Führungen gibt's auf Nachfrage beim Flüchtlingssozialdienst.
ulm.de, ulm.de (Flyer LobbyCard, PDF)

Start FM: Arabischsprachiges Integrationsradio geplant

Der arabischsprachige Radiosender „Start FM" soll Geflüchteten und Migranten in Berlin und Brandenburg praktische Lebenshilfe in ihrer neuen Heimat anbieten. Am 10. Februar stellte sich das neue Integrationsradio in einer zweistündigen Pilotsendung vor. Ob Start FM „on air“ gehen wird, entscheidet im Frühjahr die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg, welche die UKW-Frequenzen vergibt. Wir drücken die Daumen!
deutschlandradiokultur.de (Audio-Beitrag)

Bündnis für Weltoffenheit

Eine Allianz für „Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland und Europa“ haben Religionsvertreter, Gewerkschaften, Arbeitgeber und Repräsentanten von Verbänden unterzeichnet. Das Bündnis fordert, die Flüchtlings- und Einwanderungsdebatte „sachlich und lösungsorientiert“ zu führen, „statt öffentlich Ressentiments zu schüren“. Zu den Unterzeichnern gehören u.a. die Evangelische und Katholische Kirche, der Koordinationsrat der Muslime, der Zentralrat der Juden, der Gewerkschaftsbund, Arbeitgeberverbände und auch der Olympische Sportbund.

Gestern wurden in Berlin die Ziele der Allianz vorgestellt. Im Interview betont Dr. Karin Fehres, Vorstand Sportentwicklung beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB): „Das Wichtigste ist, […] weiter mit ganzer Kraft für eine bessere Integration von Menschen mit Migrationshintergrund und Flüchtlingen in unserem Land zu kämpfen […]. Und das wird jeder (der Bündnisparter, Anm. d. Redaktion.) in dem Kontext machen, den er kennt […].“
allianz-fuer-weltoffenheit.de, dw.com/de, mediathek.rbb-online.de (Radiointerview mit Dr. Karin Fehres)

„Wir zusammen“ – Netzwerk der Deutschen Wirtschaft

36 deutsche Unternehmen haben sich zum Netzwerk „Wir zusammen“ zusammengeschlossen, um ihr Engagement für Flüchtlinge zu bündeln. Mit dabei sind u.a. die Adam Opel AG, die Deutsche Bank AG, die Deutsche Post DHL Group, die Henkel GmbH, ProSiebenSat.1 Media SE und die TUI Group – bei der Umsetzung der Aktion helfen unter anderem Jung von Matt, Roland Berger und SZG.

Auf der Website des Netzwerkes werden Integrationsinitiativen, wie z.B. Sportprojekte der adidas Gruppe oder Sprachkurse der RWE AG, gesammelt. So wollen die Organisatoren auch für weiteres Engagement in der deutschen Wirtschaft werben.
Wir-zusammen.de, onetoone.de

Theaterworkshop für jugendliche Flüchtlinge

Im Naturtheater Heidenheim wird jugendlichen Flüchtlingen ein Intensiv-Workshop angeboten. In diesem Kurs lernen die Minderjährigen Grundlagen des Theaterspiels wie Gruppendynamik, Präsenz und Improvisation kennen, indem sie unter Anleitung Szenenmaterial erstellen. Dies wird dann für die neue Saison mit geplanten Stücken, wie „Die kleine Hexe“ oder „Antigone“ genutzt. Das Projekt wird in einer öffentlichen Veranstaltung am Freitag, 12. Februar, um 20 Uhr, und am Sonntag, 14. Februar, 19 Uhr, im Naturtheater vorgestellt.
www.swp.de

Mentoren begleiten qualifizierte Zuwanderer

In Hamburg gibt es ein interessantes Integrationsprojekt, in dessen Rahmen sich Mentoren aus verschiedenen Unternehmen um qualifizierte Zuwanderer kümmern und diese beim Einstieg ins deutsche Arbeitsleben begleiten. Die Kollegen des Wirtschaftsmagazins "brand eins" begleiten drei Paare auf diesem Weg. Ein aktuelles Video zeigt Ayham Shapiah (28), Betriebswirt mit Schwerpunkt Finanzen aus Latakia in Syrien. Er ist seit Oktober 2014 in Deutschland und wird von Juliane Bossmann (29), Firmenkundenbetreuerin in der Hamburger Niederlassung der GLS Bank, begleitet. Neben dem Video gibt es auch ein schriftliches Interview. Auf die Beine gestellt haben das Mentoren-Programm die zwei erfahrenen Personalerinnen Yukiko Elisabeth Kobayashi und Alexa Drichelt.
brandeinslab.de

„Welcome Dinner“ bringt Münsteraner mit Flüchtlingen zusammen

Der Verein WelcomeMünster e.V. hat das Projekt Welcome Dinner ins Leben gerufen, bei dem ein gemeinsames Abendessen zwischen Einwohnern der Stadt Münster und Geflüchteten im Vordergrund steht. Hierzu können sich die Münsteraner online anmelden unter welcomedinnerms.jimdo.com. Nach Vereinbarung eines Termins, kochen die Gastgeber dann zuhaus für ihre Überraschungsgäste und verbringen mit ihnen einen gemeinsamen Abend.
www.wn.de

Hessen: Lehrkräfte-Offensive für Flüchtlingshilfe

Die hessische Landesregierung will rund 800 neue Lehrerstellen für die intensive Sprachförderung von Flüchtlingen schaffen und hat hierfür rund 10.000 Briefe an Pensionäre unter 67 Jahren, auf ein Referendariat wartende Lehrkräfte mit dem ersten Staatsexamen im Fach Deutsch und fertig ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, die sich bereits um eine Stelle beworben haben, verschickt.

Ergebnis: Knapp 700 Ruheständler erklärten ihr Interesse an einer zeitlich befristeten Rückkehr in den Schuldienst. Rund 230 Lehrkräfte mit erstem Staatsexamen würden eine befristete Anstellung annehmen. Und von den gut 4.000 fertig ausgebildeten Lehrkräften zeigten sich mehr als 1.200 bereit, Deutsch als Zweitsprache zu unterrichten oder in den Regelunterricht einzusteigen.
fr-online.de

Umweltschutz als Integrationskurs

Das Thema „Umweltbildung“ haben sich sechs Studierende der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde auf die Fahnen geschrieben. In Zusammenarbeit mit dem Träger der Flüchtlingsunterkunft der Stadt Buckow haben sie einen Integrationskurs für Flüchtlinge entwickelt, der die Neuankömmlinge spielerisch und unkompliziert u.a. über Mülltrennung oder den Umgang mit Lebensmitteln in Deutschland informiert. Der Kurs hat bislang einmal in Buckow statt gefunden. Eine Anleitung zu diesem Projekt wollen die Studierenden als Semesterarbeit veröffentlichen.
www.deutschlandfunk.de

Ortenau: Schulische Integration von Flüchtlingen

Der baden-württembergische Ortenaukreis will die schulische Integration von Flüchtlingen vorantreiben. Derzeit besuchen mehr als 230 junge Migranten die Beruflichen Schulen des Kreises. In den so genannten „Vabo“-Klassen zur Vorqualifizierung für Arbeit und Beruf, von denen es im aktuellen Schuljahr 2015/16 ganze 14 gibt, liegt der Schwerpunkt auf dem Erwerb von Deutschkenntnissen. Das Kultusministerium kündigte hierfür weitere Mittel an.
badische-zeitung.de

Webvideoformate „Begriffswelten Islam“

Gemeinsam mit prominenten YouTubern, wie Florian Mundt ( LeFloid), Nemi El-Hassan (Datteltäter) oder Mirko Drotschmann (Mr.Wissen2Go), will die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) mit Erklärvideos im Internet zu einem besseren Verständnis des Islam beitragen. Im Rahmen des Formates #whatIS werden Begriffe wie Kalifat oder Umma erläutert, in der Reihe #travellingIslam besucht YouTuberin Hatice Schmidt Wissenschaftler und spricht mit ihnen über Themen wie „Scharia“, „Iman“ und „Koran“.
bpb.de, youtube.com (Playlist „Begriffswelten Islam“)

„Wer sind diese Deutschen?“

Foto: Screenshot YouTube / Zukar
Foto: Screenshot YouTube / Zukar

Das fragt sich der vor zweieinhalb Jahren aus Syrien nach Berlin geflüchtete Filmemacher Firas Alshater in der ersten Folge seiner kürzlich gestarteten Webserie „Zukar“, in der er Deutschland aus der Perspektive eines Flüchtlings zeigt. Mit seiner sympathischen Art und einer großen Portion Humor stößt der Syrer auf große Resonanz und ist gerade auf dem besten Weg zum YouTube-Star.
youtube.com

Syrer helfen bei Integration-App

Informationen zu Alltagsfragen, wichtigen Anlaufstellen und Deutschübungen ... dies sind Inhalte einer Integration-App, die momentan von zwei Syrern in Frankfurt entwickelt wird. Da die Anfang 20-Jährigen aus eigener Erfahrung wissen, worauf es in den ersten Tagen ankommt, möchten sie ihr Wissen gern weitergeben. Die beiden unterstützen mit diesem Projekt die AWO-Ehrenamtsagentur «Freiwillig». Ziel ist es, nicht nur Flüchtlingen einen Service zu bieten, sondern allen Ausländern, die nach Deutschland kommen. Aus diesem Grund soll die App auf Arabisch, Englisch, Französisch und Türkisch verfügbar sein.
www.fnp.de

Berlin plant Messe für arbeitssuchende Flüchtlinge

Um Flüchtlingen schneller einen Arbeitsplatz vermitteln zu können, planen die Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg und Unternehmen des Stadtteils derzeit eine Messe für arbeitssuchende Flüchlinge. Auf dieser Messe können Unternehmen und Interessierte direkt Kontakt miteinander aufnehmen. Der Bezirk, der ca. 18.000 kleine und mittelständische Unternehmen umfasst, arbeitet hierbei mit Unternehmensnetzwerken des Bezirks zusammen, die sich auf verschiedene Schwerpunkte konzentrieren, wie produzierendes Gewerbe oder Dienstleistungen. Am kommenden Donnerstag, 04.02.2016, trifft sich das Gremium mit Arbeitsagentur, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und Vertretern der Jugendberufsagentur zur Besprechung der weiteren Organisation.
www.morgenpost.de

Führerscheinprüfung auf Arabisch

Die theoretische Führerscheinprüfung kann in Deutschland laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ bald wieder in arabischer Sprache abgelegt werden. Bis zum Jahr 2011 war dies bereits möglich, wurde dann aber abgeschafft. Zu verdanken ist die Neuaufnahme der arabischen Sprache einer Petition der Nettetaler Flüchtlingshelferin Nimet Said, die vom CDU-Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer unterstützt wurde. Die Petition hatte Erfolg: Bundesminister Alexander Dobrindt hat laut dem Bericht nun entschieden, Arabisch wieder als Prüfungssprache in die Fahrerlaubnis-Verordnung aufzunehmen.
rp-online.de

Miteinander in Münster

Gemeinsam malen, kochen oder Fußball spielen – die Plattform Miteinander in Münster ermöglicht es den Bürgern, Ideen und Anregungen für gemeinsam mit Flüchtlingen gestaltete Freizeitaktivitäten zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Vorschläge können über ein spezielles Formular eingereicht werden. Ein Redaktionsteam sichtet die eingerichten Aktivitäten und stellt diese live.
miteinander.blog.muenster.org

Flüchtlingsmannschaft bei Olympia

Eine "Botschaft der Hoffnung" soll eine Flüchtlingsmannschaft im Sommer bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro senden. Das fünf- bis zehnköpfige Team wird zur Eröffnung ins Olympiastadion einmarschieren und an den Wettkämpfen teilnehmen. Die Gruppe wird neben den übrigen Nationalmannschaften im olympischen Dorf wohnen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sucht in Zusammenarbeit mit Hilforganisationen die qualifiziertesten Athleten unter den Flüchtlingen. Unter den Teilnehmern sind bislang eine syrische Schwimmerin, die in Deutschland trainiert und ein iranischer Taekwondo-Kämpfer, der sich in Belgien auf das sportliche Ereignis vorbereitet.
www.dw.com

ICOON for refugees

ICOON for refugees gibt's jetzt auch in gedruckter Form. Das Bildwörterbuch der Berlinerinnen Gosia Warrink, Katja Koeberlin und Monika Pfau soll mit seinen 1.200 Symbolen und Fotos Helfern und Geflüchteten helfen, sich bei Sprachproblemen untereinander zu verständigen. Die erste Auflage von 30.000 Exemplaren wurde per Crowdfunding finanziert. Wer die Aktion weiter unterstützen möchte, kann für 20 Euro 20 Bücher für die Flüchtlingshilfe spenden. Als Dankeschön bekommt man selbst dann auch ein Buch zugeschickt. ICOON for refugees gibt's übrigens auch als App im Google Play Store und im App Store.
icoonforrefugees.com, icoon-book.com (Shop)

Hamburg: 240 Helfer für Sophienterrasse

Diese Woche sind die ersten Flüchtlinge, vor allem Familien mit Bleibeperspektive, in die für 190 Menschen konzipierte Unterkunft im ehemaligen Kreiswehrersatzamt an der Hamburger Sophienterrasse (wir berichteten) eingezogen. Sie werden dort von hunderten Helfern empfangen. Die 240 Mitglieder des bestens organisierten Vereins "Flüchtlingshilfe Harvestehude" wollen sich um die Neuankömmlinge kümmern und vor allem Angebote zur Integration auf die Beine stellen, etwa Ausflüge organisieren oder Kindern bei den Schulaufgaben helfen.
mopo.de, ndr.de, hamburg.sat1regional.de (TV-Beitrag)

MigrantHire will Flüchtlingen Jobs vermitteln

Screenshot: migranthire.com
Screenshot: migranthire.com
MigrantHire ist eine gemeinnützige Organisation, die Flüchtlingen Jobs vermittelt. 10.000 Geflüchteten will das Team in diesem Jahr helfen, eine Arbeit zu finden, so lautet das erklärte Ziel des Teams.
Wie das funktioniert? Die Flüchtlinge beantworten auf der Website einige Fragen zu ihren beruflichen Qualifikationen und legen ein Profil an. Nun können sie von Unternehmen gefunden und zum persönlichen Kennenlernen eingeladen werden.
migranthire.com

ADIA – Online-Sprachlern- und Infoportal

Im September letzten Jahres hat in Erding ein ehrenamtlich arbeitendes Team aus sechs Experten das Projekt ADIA, eine Bildungsplattform für Flüchtlinge, ins Leben gerufen. Auf dem Portal finden Helfer und Flüchtlinge Informationen und Links rund um die Themen Asyl, Flucht, Sprache und Integration – von medizinischen Übersetzungshilfen für den Arztbesuch bis hin zum Übungsportal für Bewerbungen.
adia-erding.de

Förderung studieninteressierter Flüchlinge

Mit dem Ziel, die Studierfähigkeit von Flüchtlingen zu verbessern und die Internationalisierung der Hochschulen weiter voranzutreiben, fördert die Hamburger Wissenschaftsbehörde ab sofort Projekte an staatlichen Hochschulen. Die 3,1 Mio. Euro des Programms werden unter anderem für Studieneignungs-Tests, den Ausbau von Bibliotheken und die Einführung eines Flüchtlings-Koordinationszentrums genutzt.
www.projektmagazin.de, hamburg.de

Kostenlose Zeitung: „Hier in Wiesbaden“

„Hier in Wiesbaden – unsere Stadt leicht erklärt“ ist eine kostenlose Zeitung, die Migranten das Leben in der hessischen Landeshauptstadt näherbringen will. Das Projekt des Wiesbadener Kuriers und des Wiesbadener Tagblatts bündelt Informationen zu den Themen Schule & Arbeit, Verkehr, Gesundheit, Einkaufen sowie Freizeit & Sport. Alle Texte sind auf Deutsch verfasst und leicht verständlich formuliert (Sprachniveau A2). Zur Erläuterung gibt es Grafiken, Fotos und eine Lexikonspalte. So kann die Zeitung auch als Lernmaterial in Deutsch- und Integrationskursen genutzt werden.

„Hier in Wiesbaden“ erscheint quartalsweise – 3.000 gedruckte Exemplare werden an die wichtigsten Anlaufstellen für Flüchtlinge in der Stadt verteilt. Die Zeitung kann aber auch online gelesen und als PDF heruntergeladen werden.
hier-in-wiesbaden.de (Januarausgabe als PDF), wiesbadener-kurier.de

Welcome2Work

Screenshot: www.welcome2work.de
Screenshot: www.welcome2work.de
Die Jobplattform Welcome2Work will Flüchtlinge und Unternehmen zusammenbringen. Jobsuchende können dort ein Bewerberprofil anlegen oder sich direkt auf offene Stellen bewerben. Firmen haben die Möglichkeit, gezielt nach neuen Mitarbeitern zu suchen, sie können aber auch Stellenanzeigen schalten. Die Macher des Portals stehen in regelmäßigem Kontakt mit Helfervereinen, Sozialarbeitern und Rechtsanwälten. In lokalen Workshops in Karlsruhe unterstützen sie Geflüchtete bei der Erstellung von Bewerbungsmappen, Paten stehen den Jobsuchenden während des gesamten Bewerbungsprozeses zur Seite.
welcome2work.de

Katze präsentiert Literatur für Deutsch-Kurse

Katze Paulinchen (sic!) betreibt mit ihrem Frauchen das Projekt „4 Pfoten für Flüchtlinge“ und hat dabei bereits eine lange Liste zum Thema „Deutsch als Zweitsprache“ zusammengestellt und Literatur, die das Deutschlernen für Geflüchtete erleichtern soll. Die Katzenmutter arbeitet hauptberuflich und ehrenamtlich mit Flüchtlingen, ist ausgebildete Lehrerin und gibt Deutschunterricht für Menschen aus verschiedensten Ländern. Ihr Projekt soll einen Überblick zu verschiedenen Unterrichtsmaterialien liefern und kann gern mit weiteren Tipps unterstützt werden.
samtpfotenleserei.wordpress.com (Projekt-Webseite mit allen Links)

Project Reconnect spendiert 25.000 Chromebooks

Project-Reconnect-300x300Google.org und NetHope haben eine Initiative für Flüchtlinge in Deutschland gestartet. Das "Project Reconnect" stellt dabei gemeinnützigen Organisationen, die mit Flüchtlingen arbeiten, insgesamt 25.000 Chromebooks zur Verfügung. Ziel ist es, Flüchtlingen den wichtigen Zugang zu Informations- und Bildungsangeboten zu ermöglichen. Organisationen der Flüchtlingshilfe, etwa Erstaufnahmestellen, Schulen, Beratungszentren oder Jugendprogramme, können sich zunächst für bis zu 5.000 Chromebooks bewerben. Die entsprechenden Anfragen an reconnect@nethope.org für die erste Runde sollten bis 8. Februar 2016 eingehen, die Mails für die zweite Ausschreibung bis zum 8. März 2016. Weitere Partner sind der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Deutsche Telekom. Erste Chromebooks wurden in Berlin übergeben.
reconnect.nethope.org (Projekt-Seite) via asb.de

Hamburger Info-Seite zu Kulturangeboten

Willkommenskultur-Hamburg-300Die redaktionell betreute Internetplattform Willkommenskultur-hamburg.de ging in der vergangenen Woche online. Sie stellt Wissenswertes zum Thema Kulturarbeit mit Flüchtlingen in Hamburg zur Verfügung. Laut der Hamburger Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler hätten die Hamburger Kultureinrichtungen sehr schnell und sehr vielfältige Angebote für Geflüchtete initiiert. Die Webseite soll die Kulturangebote bündeln und als Anlaufstelle fungieren für alle, die sich in diesem Bereich engagieren. Zusätzlich werden auch allgemeine Informationen zur Situation von Flüchtlingen in Hamburg, bundesweite Nachrichten und aktuelle Termine veröffentlicht.

Das Web-Projekt wurde von Kulturbehörde mit 5.000 Euro untertsützt. Der Stadtkultur Hamburg e.V. und der LAG Kinder- und Jugendkultur e.V. sind die Initiatoren.
hamburg.de (Presse-Info), willkommenskultur-hamburg.de

Nürnberger Tage zum Asyl- und Aufenthaltsrecht – Tagungsdoku online

Im vergangenen Herbst fanden am 16. und 17. November die 5. Nürnberger Tage zum Asyl- und Aufenthaltsrecht statt. Überschrieben waren sie mit „Humanitäre Krisen und Flucht: Herausforderungen für Deutschland und Europa“. Jetzt ging auf der Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Tagungsdokumentation online mit einer Zusammenfassung der Reden, Diskussionen und Foren.
bamf.de >> (Online-Dossier)

Junge Flüchtlinge lernen bei BMW

Foto: BMW Group
Foto: BMW Group
Acht junge Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan starten dieser Tage im BMW Werk München mit der sogenannten Einstiegsqualifizierung für Jugendliche (EQ). In einem sechsmonatigen Praxiseinsatz können die zwischen 17 und 23 Jahre alten Berufsstarter die Qualifikation erwerben, um anschließend eine Berufsausbildung beginnen zu können. Auch in anderen Werken von BMW starten derzeit junge Flüchtlinge mit dem Programm, beispielsweise in Leipzig. Das EQ-Programm gibt es bei BMW schon länger, es wurde nun eigens um zusätzliche Gruppen für Flüchtlinge erweitert, bei denen "einzelne Inhalte an deren besonderen Unterstützungsbedarf angepasst wurden", wie es in der Pressemitteilung heißt. So werden berufs- und branchenrelevante Sprachkenntnisse vermittelt, interkulturelle Trainings durchgeführt und es gibt Unterstützung bei Behördengängen.
press.bmwgroup.com

Berliner Kunsthochschule bereitet Flüchtlinge aufs Studium vor

Die Weißensee Kunsthochschule Berlin startet zum Sommersemester 2016 mit einer *foundationClass für Geflüchtete. Personen, die in ihren Heimatländern entweder ein Kunst- oder Designstudium aufnehmen wollten, schon begonnen hatten oder einen Studienwechsel anstreben, sollen in einem über ein bis zwei Semester geplanten Kurs die Grundlagen für eine Bewerbung an einer deutschen Kunsthochschule vermittelt bekommen. Prof. Ulf Aminde – vom Fachgebiet Künstlerische Grundlagen – leitet den Kurs. Das Projekt wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft aus der Berliner Qualitätsoffensive für die Lehre finanziert.
kh-berlin.de via art-in-berlin.de, kh-berlin.de (Englisch)

Kölner Karneval für alle

Mit einem Flyer erklärt das Festkomitee des Kölner Karnevals Geflüchteten in arabischer, englischer und deutscher Sprache, wie und was ihr buntes Treiben in der fünften Jahreszeit bedeutet. Dabei verzichten die Verfasser auf spezielle Hinweise zum Umgang mit Frauen und Alkohol.
rp-online.de

Internet & Computer for Refugees

Weil Kommunikation „Austausch und Teilhabe“ bedeutet, hat es sich die Gruppe „Internet for Refugees“ in Dresden zur Aufgabe gemacht, Asylunterkünfte ans Netz zu bringen. Unterstützt wird sie dabei u.a. vom Chaos Computer Club Dresden, dem Netzwerk „Asyl, Migration Flucht Dresden“ sowie Freifunk Dresden. So soll Flüchtlingen der Zugriff auf relevante Informationen wie Ansprechpartner, Hilfsangebote und Sprachunterstützung sowie auch die Kommunikation mit z.B. Angehörigen ermöglicht werden.
it4refugees.noblogs.org, facebook.com (Interview mit „Internet for Refugees“)

Projekt „IdA – Integration durch Arbeit“ hilft Flüchtlings-Fachkräften

Eine Kombination aus Deutschkursen und beruflicher Orientierung bietet das Programm „IdA - Integration durch Arbeit“. Flüchtlinge, die schon länger in Deutschland leben, werden bei der Überwindung von Sprachbarrieren unterstützt und erhalten gleichzeitig Hilfe bei der Arbeitssuche, in dem bspw. gemeinsam Bewerbungen geschrieben werden. Bestandteil des Programms ist auch ein betriebsbezogenes Praktikum, um den Einstieg ins Arbeitsleben zu erleichtern. Das Projekt ist bereits in Regensburg angelaufen, weitere vier Standorte werden folgen. Insgesamt stellen die bayerischen Arbeitsagenturen bis zum Sommer 2016 rund 10.000 Plätze hierfür zur Verfügung.
www.br.de

Willkommenslotsen bis 15. Februar anmelden

BMWiSogenannte "Willkommenslotsen" sollen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dabei helfen, Flüchtlinge auszubilden oder zu beschäftigen. Die Umsetzung dieser Erweiterung des Förderprogramms zur "Passgenauen Besetzung" lässt sich das Bundeswirtschaftsministerium von 2016 bis 2018 jährlich sechs Millionen Euro kosten. Eile ist geboten: Denn Förderanträge müssen bis zum 15. Februar beim Zentralverband des Deutschen Handwerks eingereicht werden, der als Leitstelle für die Anträge fungiert. Dem Bund geht es bei den "Willkommenslotsen" vor allem darum, Fachkräfte aus dem Kreis der Flüchtlinge mit Bleibeperspektive schnell in die richtigen Branchen einzugliedern. Der Mangel ist hier und dort bekanntlich groß. Dabei sollen die Lotsen vor Ort praktische Fragen wie etwa zu Hospitation, Praktika, Einstiegsqualifizierung oder Ausbildung klären und die KMU damit entlasten. Die Lotsen und ihre Leistungen werden bei den Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern, den Kammern der Freien Berufe sowie anderen gemeinnützig tätigen Organisationen der Wirtschaft angesiedelt. Diese Träger können sich für die Mittel nun bewerben.
automobilwoche.de (Erläuterung), zdh.de (Infos und Antrag)

openSAP: Onlinekurs für ehrenamtliche DeutschlehrerInnen

In enger Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband bietet die Onlineplattform openSAP ab dem 1. Februar 2016 einen mehrwöchigen Online-Kurs für Interessierten, die als ehrenamtliche DeutschlehrerInnen für Asylsuchende und in der Flüchtlingsarbeit aktiv werden wollen. „Dieser Kurs soll Sie als ehrenamtlicher Deutschlehrer bei Ihren ersten Schritten unterstützen. Sie müssen keine formale Ausbildung als Lehrer haben – Sie brauchen nur etwas freie Zeit, Geduld und die Bereitschaft, mit den Asylsuchenden in Ihrem Umfeld in Kontakt zu treten.“

Im Kurs stellen ehrenamtliche DeutschlehrerInnen ihre Aktivitäten vor und erläutern Methoden, die bei der Unterrichtsvorbereitung und Durchführung helfen. Darüber hinaus bieten MitarbeiterInnen vom Paritätischen Wohlfahrtsverband wertvolle Tipps zu den logistischen und organisatorischen Aspekten, wenn man solch ein Deutschlernprojekt umsetzen möchte.

Der Kurs wird kostenlos angeboten, Einschreibevoraussetzung sind nur das Anlegen eines Nutzerkontos auf openSAP und eine Anmeldung. open.sap.com

Hamburg: Weichenstellung für Zuwandererkinder

Das gleichnamige Projekt der Hamburger Zeit-Stiftung erhält eine Million Euro vom Bundesfamilienministerium und will mit dem Geld 400 bis 500 geflüchtete Kinder und Jugendliche in Hamburg intensiv fördern. Besonders interessant ist der integrative Ansatz: Bei dem Projekt helfen nicht Pädagogen, sondern Studenten. Sie verpflichten sich, wöchentlich mindestens vier Stunden mit zwei bis drei jungen Flüchtlingen Deutsch zu lernen. Damit soll den Kindern und Jugendlichen, die in internationalen Vorbereitungsklassen an Hamburger Schulen unterrichtet werden, der Übergang in das schulische Regelsystem erleichtert werden. Die Studenten (bzw. Mentoren) werden bei "Weichenstellung" von Lehrern und Erziehungswissenschaftlern gecoacht. Das nun fördernde Ministerium sieht in dem Projekt ein Vorbild auch für andere Bundesländer.
welt.de (Förderung), zeit-stiftung.de (Projekt)

Patenschaftsprogramm für Flüchtlinge

Das Bundesfamilienministerium hat unter dem Titel „Menschen stärken Menschen“ ein Programm gestartet, mit dem Engagement für geflüchtete Menschen gefördert werden soll. Neben Patenschaften sollen darüber auch Gastfamilien und Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gewonnen werden. Das Ministerium stellt dafür zehn Millionen Euro bereit, die an Wohlfahrtsverbände, Stiftungen, Migrantenorganisationen und Freiwilligenagenturen als Träger der Patenschaften fließen werden. In diesem Jahr sind 25.000 neue Patenschaften geplant.
bmfsfj.de, zeit.de

Neubrandenburg: Campus für jugendliche Flüchtlinge

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat in Neubrandenburg einen Campus für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge eingerichtet, für den in der Nähe einer Berufsschule drei Wohngruppen mit 30 Plätzen geschaffen wurden. Hier werden die jungen Neuankömmlinge betreut, in Deutsch unterrichtet und an eine berufliche Ausbildung herangeführt. Firmen in der Umgebung wollen den Kids zudem Praktika anbieten.
ostsee-zeitung.de, ndr.de

Refimo: Neue Jobvermittlung für Flüchtlinge

Vier Studenten haben in Eigeninitiative das Webportal „Refimo" auf die Beine gestellt, das jobsuchende Flüchtlinge und Fachkräfte suchende Unternehmer unkompliziert zusammenbringen soll.

2016-01-19 Refimo

Die benutzerfreundlich gestaltete und auf die Smartphone-Darstellung zugeschnittene Plattform gleicht Arbeitsplatzanforderungen mit den persönlichen Kompetenzen, Berufserfahrungen und Wünschen der Bewerber ab und kann in Deutsch, Englisch, Französisch, Persisch und Arabisch genutzt werden. Refimo soll für Flüchtlinge dauerhaft kostenlos bleiben und zunächst in der Rhein-Neckar-Region starten.
rnz.de, refimo.de