Berliner Turnhallen freigezogen

Am vergangenen Freitag haben Asylsuchende die letzte zur Notunterkunft umfunktionierte Turnhalle in der Fritz-Reuter-Straße in Pankow verlassen. Möglichst bis zum Jahresende sollen auch Geflüchtete, die derzeit noch in Hangars und Bürogebäuden untergebracht sind, in Containerdörfer oder Modulbauten (MUFs) umziehen.

Derzeit kommen etwa 30 bis 40 Geflüchtete in Berlin an – die meisten aus Syrien, Irak und Afghanistan. Ein Grund, warum der Senat den Senat innerhalb von zehn Jahren den Bestand an günstigem Wohnraum von derzeit 300.000 Wohnungen auf 400.000 erhöhen will.
tagesspiegel.de

Bayern: Flüchtlinge und Einheimische wandern gemeinsam

Eine Gemeinschaftsinitiative des Deutschen Alpenvereins (DAV) und des Malteser Hilfsdiensts bringt ab sofort Flüchtlinge und Bergführer zusammen. Im Rahmen des Projekts Alpen.Leben.Menschen – kurz A.L.M. – lernen die Geflüchteten bei Bergwanderungen, Ausflügen in Kletterhallen oder gemeinsamen Hüttenabenden ihre neue Heimat besser kennen. Gefördert wird das Projekt von der Deutschen Bundesstiftung für Umwelt (DBU).
www.merkur.de

Freiburg: Neues Wohnprojekt für Geflüchtete und Studenten geplant

Das zu Jahresbeginn verlängerte Wohnprojekt „Längenloh“ im Freiburger Stadtteil Zähringen, bei dem 150 Geflüchtete mit 72 Studierenden zusammenleben (wir berichteten), wird wohl im August beendet. Ein neues Wohnprojekt ist aber schon geplant: Im Stadtteil Waldsee soll eine Unterkunft in ähnlicher Größe wie in Zähringen entstehen, in der Studierende wieder mit Geflüchteten zusammenleben.
fudder.de

Niedersachsen: Letzte Notunterkunft für Geflüchtete schließt

Mit dem „Haus Johannes“ in der Hannoverschen Straße in Osnabrück wird dieser Tage die letzte Flüchtlingsnotunterkunft des Landes Niedersachsen geschlossen, da kein Bedarf mehr besteht.

Die von den Maltesern betriebene Notunterkunft im ehemaligen Finanzamt Osnabrück-Land hatte am 8. Februar 2016 den Betrieb aufgenommen und seither 566 geflüchtete Menschen beherbergt, darunter viele Familien mit Kindern aus insgesamt 26 Nationen, die von 27 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut wurden.

Wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf das Innenministerium berichtet, sind derzeit bis zu 6.500 Plätze für Geflüchtete in der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen vorhanden, von denen knapp 3.000 Plätze belegt sind. Zudem stünden 14.500 Reserveplätze zur Verfügung oder seien gegebenenfalls innerhalb weniger Tage und Wochen verfügbar.
noz.de, malteser-osnabrueck.de

Dortmund: Wegweiser zur Wohnungssuche für Geflüchtete

Der Planerladen e.V. hat einen Wegweiser herausgebracht, der geflüchteten Menschen in Dortmund die Suche nach einer Wohnung erleichtern soll.

Aktuell ist der Wohnungsmarkt in Dortmund sehr angespannt, so dass nur wenig freie Wohnungen zur Verfügung stehen. Vor allem Wohnungen zu niedrigen Mieten für eine Person oder große Familien sind schwer zu finden. Daher kann die Wohnungssuche derzeit lange dauern. Davon sollte sich aber niemand entmutigen lassen, auch wenn die Suche nach einer eigenen Wohnung gerade für neu nach Deutschland gekommene Menschen nicht so einfach ist.

Viele einzelne Schritte sind notwendig, sowohl bei der Suche als auch nach dem Einzug in die eigenen vier Wände. Der Prozess ist vielschichtig und wirft eine Menge Fragen auf: Woher erfahre ich, wo es freie Wohnungen gibt? Wie kann ich Kontakt zum Vermieter aufnehmen? Welche Vorgaben müssen erfüllt sein, damit das Sozialamt oder das Jobcenter die Miete übernimmt? Was kommt alles auf mich zu, wenn ich eine Wohnung gefunden habe? Wer kann mir bei diesen vielen Fragen helfen?

Für Geflüchtete, die noch nicht in einer eigenen Wohnung leben, bietet der Planerladen e.V. nun mit einem dreisprachigen Wegweiser (deutsch, englisch, arabisch) Unterstützung an. Im Rahmen des Integrationsprojektes im Wohnbereich wurde dieser Wegweiser entwickelt, der Antworten auf diese Fragen gibt und Anlauf- und Beratungsstellen benennt, bei denen Geflüchtete Unterstützung bekommen können.

Regina Hermanns, die das Planerladen-Projekt flügge mit dem Ziel der Integration und dem Empowerment von Geflüchteten in Dortmund betreut, erläutert: „In der Broschüre werden die aufeinanderfolgenden Schritte der Wohnungssuche aufgezeigt und mit entsprechenden Hinweisen für Transferleistungsbezieher und den Anforderungen der Leistungsträger (Sozialamt oder Jobcenter) ergänzt: angefangen bei den benötigten Formularen über das Finden von Wohnungsanzeigen bis hin zu Tipps zum Besichtigungstermin und zum Mietvertrag. Der Wegweiser hört aber nicht an der Stelle auf, an der der Mietvertrag unterschrieben wird, sondern geht z.B. auch auf das Möblieren der Wohnung, das Zusammenleben in einer Hausgemeinschaft oder die Abfalltrennung ein.“

Der Wegweiser ist kostenlos in der Integrationsagentur des Planerladen e.V., Schützenstraße 42, 44147 Dortmund (Tel.: 0231/8820700, E-Mail: integration@planerladen.de) und unter dem nachfolgenden Link als Download erhältlich.
planerladen.de (PDF)

Celle: Wohnraum für Geflüchtete gesucht

Um schutzsuchenden Menschen ein Zuhause geben zu können, bittet die Celler Zuwanderungsagentur weiterhin um private Unterstützung. Auch wenn die Zahl der in Celle ankommenden geflüchteten Menschen im Vergleich zu den Vormonaten stark gesunken sei, werde weiterhin geeigneter Wohnraum gesucht. So soll auch zukünftig die dezentrale Unterbringung außerhalb von Sammelunterkünften sichergestellt werden.
celle.de

München: Besonderer Schutz für LGBT-Geflüchtete

Die Stadt München will homo-, bi- und transsexuelle Geflüchtete bald in besonders geschützten Räumlichkeiten unterbringen und betreuen. Das hat der städtische Sozialausschuss kürzlich beschlossen.

In einem ersten Modellprojekt will das Amt für Wohnen und Migration die sogenannten LGBT-Geflüchteten in bis zu fünf Wohngemeinschaften unterbringen und sozialpädagogisch betreuen.

Rückmeldungen aus Beratungsstellen, Unterkünften sowie der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen hätten ergeben, dass es einen akuten Bedarf für eine gesonderte Unterbringung von homo-, bi- und transsexuellen Geflüchteten gibt, für die Verfolgung aufgrund sexueller Orientierung häufig der ausschlaggebende Fluchtgrund ist.

Darüber hinaus will die Stadt München die Kapazitäten zur Unterbringung von geflüchteten Frauen weiter ausbauen.
muenchen.de

Freiburger Wohnprojekt „Längenloh“ verlängert

Im Rahmen des Freiburger Wohnprojektes „Längenloh“ leben 150 Geflüchtete und halb so viele Studierende zusammen in einer Wohnanlage. Das Wohnprojekt wurde ursprünglich aus der Not heraus geboren: Als der erwartete Zuzug Geflüchteter ausblieb und wertvoller Wohnraum leer stand, einigte sich die Stadt Freiburg mit dem Studierendenwerk darauf, die freien Zimmer Studierenden zur Verfügung zu stellen. Nun wird das Projekt verlängert – zumindest für das Sommersemester. Dann wird neu geplant. Übrigens plant die Stadt auch ein langfristiges Neubauprojekt nach dem Vorbild „Längenloh“.
swr.de

Städteregion Aachen: Letzte Notunterkunft geschlossen

Zum Jahresende 2016 ist in Monschau-Höfen die letzte Notunterkunft der Städteregion Aachen für geflüchtete Menschen geschlossen worden. Um allen Helfern „Danke“ zu sagen und gemeinsam auf die zeitweise sehr turbulenten Monate zurückzublicken zu können, wurde eine kleine Abschiedsfeier veranstaltet. Die Städteregion hatte seit Anfang Oktober 2015 sieben Notunterkünfte mit insgesamt 1.103 Plätzen betrieben.
aachener-nachrichten.de, staedteregion-aachen.de

Köln: 840 Geflüchtete in Wohnungen vermittelt

Wie die Stadt Köln mitteilt, konnten im vergangenen Jahr durch das Projekt „Auszugsmanagement" des Amtes für Wohnungswesen, das Geflüchtete bei der Wohnungssuche unterstützt, 840 Personen in 293 Wohnungen vermittelt werden.

Auch im Jahr 2017 ist das Auszugsmanagement weiterhin auf die Unterstützung der Bevölkerung bei der Wohnungssuche angewiesen. Kölnerinnen und Kölner, die freien Wohnraum zur Verfügung stellen können, finden hier weitere Informationen.
stadt-koeln.de

Düsseldorf: Geflüchtete ziehen aufs Gelände der Bergischen Kaserne

Die Stadt Düsseldorf hat auf dem ehemaligen Sportplatz der Bergischen Kaserne in Hubbelrath elf Leichtbauhallen und weitere Container zur Unterbringung von insgesamt 384 geflüchteten Menschen errichtet. Acht Hallen mit festen Wänden und doppeltem Zeltdach dienen als Unterkunft, drei sind als Speise- und Aufenthaltsräume mit je 140 Plätzen vorgesehen. Dazu kommen je 16 Toiletten- und Duschcontainer und acht Container mit je vier Waschmaschinen und Trockner. Außerdem gibt es weitere acht Container für Pförtner, Verwaltung, Beratung und Lager sowie acht Kinderwagen-Überdachungen.
lokalkompass.de, duesseldorf.de

Berlin: Freizug der Turnhallen bis Ende März

Berlins neuer Senat hat ein 100-Tage-Programm vorgelegt. Laut diesem sollen 1.600 Geflüchtete, die aktuell noch in Turnhallen untergebracht sind, bis Ende März in feste Quartiere umziehen. Bis dahin sollen noch sechs weitere Containerdörfer fertiggestellt werden: Stadion Wilmersdorf an der Fritz-Künstler Straße, Alte Jakobstraße in Kreuzberg, Dingolfinger Straße in Marzahn-Hellersdorf, Am Oberhafen in Spandau und Finckensteinallee in Steglitz-Zehlendorf.
tagesspiegel.de (100-Tage-Programm), tagesspiegel.de (Container-Dörfer)

Köln: Mindeststandards zur Unterbringung Geflüchteter beschlossen

Der Kölner Stadtrat hat in dieser Woche verbindliche Mindeststandards für die Unterbringung und Betreuung geflüchteter Menschen beschlossen, von denen derzeit mehr als 13.300 in städtischen Einrichtungen untergebracht sind. So wird unter anderem der personelle Betreuungsschlüssel für die Sozialarbeiter in den als Notunterkunft genutzten Standorten an der Friedrich-Naumann-Straße (Porz-Eil) und Matthias-Brüggen-Straße (Ossendorf) auf 1:60 (bisher 1:80) festgesetzt. Gleiches gilt mit Blick auf alle Leichtbauhallen-Standorte sowie noch belegte Turnhallen. Für die übrigen Einrichtungen soll ein detailliertes Betreuungskonzept ausgearbeitet und dem Rat bis März 2017 vorgelegt werden.

Ebenfalls bis zum März soll die Verwaltung ein Umsetzungskonzept vorlegen, um das Ehrenamt zu stärken. Darin sollen insbesondere die Eigenarten und unterschiedlichen Bedarfe in den Stadtteilen berücksichtigt werden. Für die medizinische Versorgung soll die Verwaltung zudem Verbesserungsvorschläge erarbeiten, die insbesondere die Situation in den kleineren Notunterkünften berücksichtigen. Wie die Stadt betont, werden die Mindeststandards nur „vorübergehend aufgrund des enormen Handlungsdrucks bei der Flüchtlingsunterbringung“ angewandt.

Darüber hinaus wurde bekanntgegeben, dass die Stadt Köln nun spezielle Wohneinheiten für homo-, bi-, trans- und intersexuell veranlagte Geflüchtete, sogenannte LSBTI-Schutzbedürftige, bereitstellt und die ersten fünf solcher Plätze bereits bezogen wurden. Weitere LSBTI-Wohngemeinschaften sollen von der Stadt Köln in Kürze zur Verfügung gestellt werden.
stadt-koeln.de, (Standards), stadt-koeln.de (LSBTI)

Berlin: In die Umquartierung von Geflüchteten kommt Bewegung

Nach Informationen des „rbb“ werden im Laufe der nächsten Tage rund 800 Geflüchtete aus Sporthallen in eine Unterkunft in der Heerstraße im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und zwei Containerdörfer in Lichtenberg und Pankow umziehen können. Dann sollen insgesamt neun Berliner Turnhallen sollen wieder für den Sport genutzt werden können. Der neue rot-rot-grüne Senat hatte wie berichtet letzte Woche angekündigt, den Umzug von Geflüchteten aus Sporthallen in menschenwürdige Unterkünfte beschleunigen zu wollen.
rbb-online.de

Freiburger Wohnprojekt: Studenten und Geflüchtete wünschen sich Verlängerung

150 Geflüchtete und 72 Studierende leben in Freiburg in einem integrativen Wohnprojekt (wir berichteten) zusammen. Allerdings war das Projekt von Beginn an auf sechs Monate bis März 2017 begrenzt. Die Geflüchteten und Studierenden wollen nun aber, dass dieses deutschlandweit einzigartige Projekt verlängert wird. Die Stadt zeigt sich dem gegenüber grundsätzlich aufgeschlossen und will eine Verlängerung prüfen, berichtet die „Badische Zeitung“.
badische-zeitung.de

DRK sammelt Geschenke und organisiert Weihnachtsfeiern in Flüchtlingsunterkünften

Unter dem Motto Deutsches Rotes Geschenk sammelt das Deutsche Rote Kreuz Weihnachtsgeschenke für Bedürftige in Deutschland und weltweit. Auch die Ehrenamtlichen der nordrhein-westfälischen Hilfsorganisation sammeln Präsente, um sie dann u.a. an in Armut lebende Menschen oder Geflüchtete zu verschenken. In Flüchtlingsunterkünften, z.B. im Kreis Euskirchen, veranstalten sie zudem Weihnachtsfeste, bei denen dann gemeinsam gesungen und gegessen wird. Dabei werden die gespendeten Geschenke verteilt. Darüber hinaus beschenken auch die Flüchtlinge ihre Besucher und singen Lieder aus ihren Heimatländern. So entsteht ein Austausch zur Förderung der Integration.
www.rp-online.de

Ankommen in Mümmelmannsberg

Mümmelmannsberg, eine Siedlung im Hamburger Stadtteil Billstedt, ist für ihre Vielfältigkeit bekannt. Und genau diese Vielfalt wird in den kurzen Videos über die Bewohner, ihr Leben und ihren Weg in die neue Heimat deutlich, die im Rahmen des Projektes „Ankommen in Mümmelmannsberg“ entstanden sind. Wir wünschen viel Vergnügen mit den zehn Filmprotraits!
ankommen-in-muemmelmannsberg.de

Lahr: Theaterprojekt präsentiert zweites Stück

Im Theater "BAAL novo" der Stadt Lahr feiert das zweite Stück des Theaterprojekts Theater der Migranten am Sonntag, dem 18. Dezember 2016 Premiere. Die seit 2015 existierende Theatergruppe besteht aus Flüchtlingen, Migranten und Einheimischen. Im neuen Stück "Im Wartesaal der Träume" geht es u.a. um Vertreibung, Flucht und die Hoffnung auf ein besseres Leben. Geflüchtete haben freien Eintritt, Flüchtlingshelfer zahlen 5 Euro, der reguläre Eintritt kostet 9 Euro. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr.
www.lahrer-zeitung.de, baalnovo.com

Berlin: Zügige Belegung fertiger Unterkünfte angekündigt

Der neue rot-rot-grüne Senat in der Hauptstadt will den Umzug von Geflüchteten aus Sporthallen in menschenwürdige Unterkünfte beschleunigen. „Da sich die Situation in den Turnhallen verschlechtert und teilweise prekäre Bedingungen herrschen, sollen bereits während der Laufzeit der Ausschreibungen temporäre Lösungen gefunden werden“, kündigte der Senat gestern in einer Pressemitteilung an. Um auf die langwierigen, aber rechtlich vorgeschriebenen Ausschreibungsverfahren für die neuen Unterkünfte zumindest vorläufig zu verzichten, beruft sich der Senat auf das im Berliner Polizeigesetz enthaltene Konstrukt der „Gefahrenabwehr". Derzeit sind noch rund 2.800 Geflüchtete in Berliner Sporthallen untergebracht.
morgenpost.de, rbb-online.de, berlin.de

Berliner Polizeisporthalle wird geräumt

Aufatmen in der Polizeisporthalle in Berlin Pankow: Ein Großteil der dort unter schwierigsten Bedinungen lebenden rund 90 Flüchtlinge können zum 15. Dezember in eine neue Containerunterkunft in Berlin Karow (ebenfalls Bezirk Pankow) umziehen, berichtet der "Tagesspiegel". Die Turnhalle wird geschlossen. Ein Teil der Bewohner zieht in andere Unterkünfte, zwei Familien können in Wohnungen umziehen. Dafür haben sich der neue Pankower Bezirksbürgermeister Sören Benn und die Bewohner und Helfer stark gemacht. Für andere noch immer als Notunterkünfte genutzte Turnhallen gibt es derweil noch keine Lösung, weil das zuständige Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (Laf) entsprechende Ausschreibungen für den Betrieb von Tempohomes schlecht vorbereitet hatte. Das zeigt das Beispiel der Turnhalle in der Malmöer Straße (Prenzlauer Berg), wo Unterstützer die katastrophalen Verhältnisse für die Bewohner in ihrer Not nun öffentlich anprangern.
tagesspiegel.de (Pankow), prenzlauerberg-nachrichten.de (Malmöer)

Leipzig: Schutzhaus für geflüchtete Frauen und ihre Kinder

In Leipzig gibt es nun das erste sächsische Schutzhaus für geflüchtete Frauen, in denen diese Schutz vor häuslicher Gewalt finden können. Es handelt sich um zwei Wohnungen an einer geheim gehaltenen Adresse, in denen es zwölf Plätze für schutzsuchende Frauen und ihre Kinder gibt. Wie Gesine Märtens, Vorstand des Trägervereins „Frauen für Frauen Leipzig“ erläutert, sind geflüchtete Frauen bei familiärer Gewalt in einer besonders schwierigen Situation, da sie im Gegensatz zu betroffenen deutschen Frauen meist keine Freundin oder Mutter hätten, zu der sie im Notfall gehen könnten. Zudem fehle es an Geld, um eine eigene Wohnung zu suchen. Das Pilotprojekt wird bis Ende 2018 mit rund 350.000 Euro aus Landesmitteln finanziert.
sz-online.de, l-iz.de, she-leipzig.de (Kontakt zum Schutzhaus)

Berliner Flüchtlinge können nach Brandenburg

Das mit dem Zuzug von Flüchtlingen noch immer arg überforderte Berlin kann ab sofort deutlich mehr Flüchtlinge zeitweise in Brandenburg unterbringen. Darauf haben sich die beiden Bundesländer jetzt geeinigt. Durch die Ausweitung können auch Flüchtlinge aus sicheren Herkunftsländern etwa in der Erstaufnahme Wünsdorf im Landkreis Teltow-Fläming unterkommen. Das könnte den Freizug so mancher noch immer als Notunterkunft genutzten Berliner Sporthalle beschleunigen.
pnn.de

NRW: Wohnsitzauflage für Geflüchtete ab 1. Dezember

Asylbewerber in Nordrhein-Westfalen können ab dem 1. Dezember ihren Wohnort nicht mehr frei wählen. Dann tritt in NRW die landesinterne Wohnsitzauflage in Kraft, die Geflüchtete verpflichtet, für maximal drei Jahre in der Kommune zu wohnen, der sie zugewiesen wurden.

Dies teilt das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales mit. Dieses sieht in der Wohnsitzauflage ein „wichtiges Instrument zur Steuerung von Integration“. Sie wirke „integrationshemmenden Konzentrationen in bestimmten Städten entgegen“ und gebe „den Kommunen, Schulen und Kindertageseinrichtungen Planungssicherheit für ihre Integrationsangebote“.

Die Wohnsitzauflage findet keine Anwendung bei Personen, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgehen oder eine Ausbildung oder ein Studium aufgenommen haben.

„In einigen Kommunen sind die Integrationsangebote überlastet, in anderen Regionen des Landes sind sie bei weitem nicht ausgeschöpft. Darum nutzen wir die Möglichkeiten, die uns das Integrationsgesetz des Bundes bietet“, erklärte NRW-Integrationsminister Rainer Schmeltzer.
rp-online.de, mais.nrw

Noch immer harren tausende Flüchtlinge in Berliner Sporthallen aus

In Berlin müssen noch immer tausende Flüchtlinge in Sporthallen wohnen, weil längst fertige Folgeunterkünfte wegen fehlerhafter Ausschreibungen nicht in Betrieb genommen werden können. Das Versagen der Verwaltung betrifft rund 3.300 Menschen in 38 Turnhallen. Besonders angespannt sei die Lage im Stadtteil Wilmersdorf, wo in einer Halle 200 Menschen seit nunmehr 12 Monaten unter einem Dach wohnen, wie die Initiative "Willkommen in Wilmersdorf" berichtet. Dort ist ein umgebautes Bürogebäude längst bezugsfertig, kann aber nicht bezogen werden, weil ein unterlegener Betreiber von Flüchtlingsheimen gegen die Ausschreibung klagt. Leidtragende sind die Zugezogenen, die weiter unter menschenunwürdigen Zuständen ausharren müssen.
tagesspiegel.de

Hamburg: Kita und Spielplatz für Erstaufnahme in Niendorf

In der vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) betriebenen Erstaufnahme in der Papenreye im Stadtteil Niendorf (Bezirk Eimsbüttel) wurden am Wochenende eine Kita und ein Spielplatz eröffnet. Die Hilfsorganisation "Ein Herz für Kinder" spendierte noch einen Fußball- und Basketballplatz. Damit ist das Containerdorf, in dem derzeit 200 Flüchtlinge leben, insbesondere für Kinder lebenswerter geworden.
bild.de, hamburg.de

Til Schweiger eröffnet Kita für Flüchtlingskinder

schweiger-kita750Gemeinsam mit dem niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius hat Schauspieler und Regisseur Til Schweiger am Mittwoch in einer Osnabrücker Aufnahmeeinrichtung eine Kindertagesstätte für Flüchtlingskinder eröffnet. Bis zu 50 Kinder können dort betreut werden. 915.000 Euro hat das Projekt insgesamt gekostet, 500.000 Euro hat die Til Schweiger Foundation beigesteuert. Die Kita wurde in der Modulbauweise errichtet und kann leicht ab- und an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden, sollte die Aufnahmeeinrichtung geschlossen werden.
spiegel.de, ndr.de, welt.de, tilschweigerfoundation.de

Kirche: Caritas nimmt mehr unbegleitete Geflüchtete auf

Die katholische Kirche in Bayern hat ihre Flüchtlingshilfe ausgeweitet. Die Einrichtungen der Caritas und ihrer Fachverbände haben aufgrund des Bedarfs bis zum Herbst dieses Jahres die Zahl der Plätze zur Unterbringung und pädagogischen Begleitung unbegleiteter minderjähriger Geflüchteter und junger Volljähriger um 500 auf nunmehr 3.000 erhöht.
merkur.de, erzbistum-muenchen.de

Begegnungsstätte „Mühlencafé“ in Elmshorn

muehlencafe-elmshorn_300pxSeit Ende Oktober betreibt des Willkommensteam Elmshorn mit dem Mühlencafé eine Begegnungsstätte für Alteingesessene und Zugewanderte. Dort können Menschen aus unterschiedlichen Sprach- und Kulturkreisen zusammenkommen und sich austauschen. Geflüchtete erhalten Hilfe bei Fragen zu Formularen und Behördengängen, auch ein Deutschkurs speziell für Flüchtlinge aus Afghanistan wird angeboten.

Neben Getränken und Snacks bietet das Mühlencafé eine kleine Bibliothek und Informationsmaterial rund um Flucht und Asyl, Wörterbücher für viele verschiedene Sprachen, Bücher zum Deutsch lernen, eine Spielecke für Kinder sowie wechselnde Kunstausstellungen. Auch die Mitglieder des Willkommensteams kommen dort regelmäßig zusammen, um sich über ihre ehremamtliche Arbeit auszutauschen. Das Café ist von Dienstag bis Donnerstag von 14 Uhr bis 18 Uhr geöffnet, am Freitag von 13 uhr bis 17 Uhr.
willkommensteamelmshorn.wordpress.com

Bodenseekreis: Neue Unterkünfte für Geflüchtete geplant

Im Bodenseekreis wird laut „Südkurier“ ein umfangreiches Bauprogramm forciert, um neue Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber in vielen Kreisgemeinden zu schaffen. Demnach werden derzeit in Tettnang zwei Gebäude und in Bermatingen ein Haus gebaut. Der Baubeginn für eine Gemeinschaftsunterkunft in Salem-Stefansfeld sei für März 2017 geplant. Insgesamt könnten, abhängig von der Entwicklung der Zuweisungszahlen, für 27 bis 30 Millionen Euro in elf Städten und Gemeinden knapp 1.300 Plätze neu geschaffen werden.
suedkurier.de

Berlin: Räumung der Turnhallen verzögert sich

Mehr als 27.000 Asylbewerber sind derzeit noch in Berliner Notunterkünften untergebracht, 3.700 davon in Turnhallen. Letztere sollten eigentlich schon im September dieses Jahres wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen, doch laut Senat wird dies aufgrund des Sanierungsbedarfs noch bis zum Sommer 2017 dauern.

Der Senat kündigte außerdem an, bis zum Jahresende elf Containersiedlungen für Geflüchtete und drei Gebäudekomplexe in Fertigbauweise fertigstellen zu wollen, wodurch 3.500 zusätzliche Plätze für Geflüchtete geschaffen werden sollen.
rbb-online.de, berliner-kurier.de

Köln: Über 1.500 neue Wohnplätze für Geflüchtete geplant

Die Anzahl der von der Stadt Köln untergebrachten Geflüchteten hatte im August dieses Jahres mit 13.862 den bisherigen Höchststand erreicht. Seitdem ist die Tendenz sinkend: 13.459 waren es am 20. Oktober. Um die Rückgabe der insgesamt 27 zur vorübergehenden Unterbringung von Geflüchteten aus dem Schul- und Sportbetrieb genommenen Turnhallen voranzutreiben, errichtet und saniert die Stadt laut der „Kölnischen Rundschau“ derzeit zahlreiche neue Unterkünfte. Bis Anfang April 2017 sollen demnach insgesamt 1.535 neue Wohnplätze für Geflüchtete entstehen, von denen 234 bereits im November und 406 Dezember bezugsfertig werden sollen.
rundschau-online.de

Hamburg setzt auf stärkere Durchmischung

Die Hansestadt will Unterkünfte, die zunächst für Flüchtlinge geplant waren, künftig auch bedürftigen Hamburgern zugänglich machen, womit der Senat auf Forderungen verschiedener Bürgerinitiativen eingeht. Das erklärte Ziel sind gemischte Quartiere und eine bessere Integration. So darf zunächst der städtische Betreiber Fördern und Wohnen einige Unterkünfte an "vordringlich Wohnungssuchende" (also Menschen mit Wohnberechtigungs- oder Dringlichkeitsscheinen) vergeben – und später sogar frei auf dem Wohnungsmarkt vermieten.
welt.de, ndr.de (mit Video)

Wohnprojekt vereint Einheimische und Geflüchtete

Im baden-württembergischen Leonberg sind die ersten Einheimischen und Geflüchteten gemeinsam in das sogenannte Hoffnungshaus gezogen. Das Wohnprojekt wurde unter dem Motto „Fremde werden Freunde“ von der Hoffnungsträger-Stiftung ins Leben gerufen. Das Zusammenleben im Hoffnungshaus geht weit über nachbarschaftliche Beziehungen hinaus, so werden bei den derzeit 25 Bewohnern bspw. die Mahlzeiten gemeinsam eingenommen oder Gesellschaftsspiele zusammen gespielt.

In den Zwei- bis Fünf-Zimmer-Wohnungen leben zur Zeit Familien aus Afghanistan und Syrien und drei deutsche Familien. Weiterhin geplant sind zwei Frauen- und Männer-WGs. Platz gibt es noch für zehn weitere Personen. Voraussetzung für den Einzug ins Haus ist die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement und die Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen zum Einstieg in den Arbeitsmarkt. In 2017 soll ein zweites Haus direkt nebenan folgen.
www.stuttgarter-zeitung.de

„Ort der Begegnung“ entsteht am Flughafen Tempelhof

tempelhof-ort-der-begegnung-govolunteer_300x200pxAuf dem Vorfeld vor den Hangars am Flughafen Tempelhof soll auf 6.000 Quadratmetern ein Park entstehen, der Begegnung und Integration ermöglicht. Dafür errichten Geflüchtete und helfende Berliner gemeinsam Gärten, Spiel- und Sportflächen, Sitzmöglichkeiten sowie Räume für Bildung und Austausch. Initiiert wurde das Projekt „Ort der Begegnung“ von GoVolunteer und TAMAJA, dem Betreiber der Notunterkunft am ehemaligen Flughafen Tempelhof. Vedad Ibisevic, Kapität von Hertha BSC, ist Botschafter des Projektes und unterstützt dieses auch finanziell.

Vom 24. bis zum 29. Oktober soll jeweils von 10 bis 17 Uhr aufgebaut, geschraubt, gepflanzt und gestrichen werden. Wer dabei mithelfen möchte, kann sich hier anmelden. Eingeweiht wird der „Ort der Begegnung“ dann am 20. November mit allen Bewohnern der TAMAJA-Unterkunft Flughafen Tempelhof und allen Helfern von GoVolunteer.
facebook.com >>

Hamburg: Mehr Wohnungen für Geflüchtete

Auf Initiative der Regierungsfraktionen von SPD und Grünen hat die Hamburger Bürgerschaft im Juli die Auflage eines Integrationsfonds in Höhe von zehn Millionen Euro beschlossen. Einen ersten Antrag aus Mitteln dieses Fonds bringt Rot-Grün jetzt auf den Weg: Die Stiftung Wohnbrücke soll mit 200.000 Euro gefördert werden. Das gemeinnützige und bisher rein aus Spenden finanzierte Projekt vermittelt Geflüchtete von der öffentlichen Unterbringung in privaten Wohnraum.
welt.de, gruene-fraktion-hamburg.de

Wetterfestes Mini-Haus zur Selbstmontage

2016-10-14-duffy-shelter-325x206Aus London kommt mit Duffy Shelter ein neuer Bausatz für eine Not-Behausung, die vor Wind, Regen und Schlamm schützt, und sich in unter einer Stunde nur mit einem Schraubendreher montieren lässt. 35 dieser Bausätze sollen in einen Transporter von der Größe eines Mercedes Sprinter passen.

Fertig verschraubt entsteht ein 1,85 Meter langer, 1,25 Meter breiter und 1,42 Meter hoher isolierter Unterschlupf, der zwei Personen Platz zum Schlafen bietet. Ein Standfuß schützt die Bewohner auch auf schlammigen oder überschwemmten Untergrund vor Feuchtigkeit und Schmutz. Leider gibt es noch keine Infos zum Preis.
wired.de, inhabitat.com, duffylondon.com

Braunschweiger Turnhallen sollen bald freigegeben werden

Fünf Turnhallen wurden in Braunschweig in den vergangenen Monaten als Unterkünfte für Geflüchtete genutzt. Drei von ihnen – in Watenbüttel, in der Weststadt und im Heidberg – sollen in Kürze wieder für die Nutzung durch Vereine und Schulen freigegeben werden. Schon seit dem Sommer wohnen dort keine geflüchteten Menschen mehr. Bereits Ende dieser Woche soll der Umbau abgeschlossen sein – im Wesentlichen geht es dabei um den Rückbau von Trennwänden, Essenausgaben, Schutzbelägen auf den Fußböden sowie Zu- und Ableitungen. Ein genauer Termin für die Freigabe steht allerdings noch nicht fest, da u.a. noch die Böden gutachterlich geprüft werden müssen.
braunschweiger-zeitung.de

Erlangen: Wohnen für Hilfe

Das in Erlangen bereits etablierte Projekt „Wohnen für Hilfe“ soll künftig auch auf anerkannte Asylbewerber ausgedehnt werden. Bei diesem Programm „vermieten“ meist Ältere, aber auch Familien und Alleinerziehende, Wohnraum an Jüngere – derzeit meist an Studierende –, die ihnen im Gegenzug im Haushalt helfen. In Erlangen warten aktuell noch 270 Asysuchende auf eine Wohnung, doch sozial geförderter Wohnraum ist knapp. Alternative Vermietungsformen wie „Wohnen für Hilfe“ könnten zur Lösung des Wohnungsproblems beitragen.
nordbayern.de

Göttingen: 18 Wohnungen für Geflüchtete

Die Städtische Wohnungsbau Göttingen hat einen dreistöckigen Neubau mit 18 Wohnungen errichtet, die von der Stadt für fünf Jahre angemietet werden und in denen geflüchtete Menschen untergebracht werden. Die Stadt Göttingen betreut in ihren Unterkünften laut dem „Göttinger Tageblatt“ derzeit 1.442 Geflüchtete. Seit 2013 hat die Stadt 2.214 Asylsuchende aufgenommen.
goettinger-tageblatt.de

Wohnleitfaden für Berlin und Brandenburg

wohnleitfaden_screenshot_300x200pxMüll trennen, richtig lüften, Notdienst informieren – mit einem Wohnleitfaden wollen die großen Wohnungsunternehmen in Berlin und Brandenburg Geflüchtete „bei ihren ersten Schritten in den neuen Nachbarschaften unterstützen und ihnen das Einleben erleichtern“, so Maren Kern, Vorstand beim Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU). Der vierseitige Leitfaden erklärt auf Arabisch, Englisch und Deutsch und mithilfe von Piktogrammen viele Wohnthemen, wie z.B. „Gemeinschaftlicher Umgang“, „Nutzung der Wohnung“ und „Müllentsorgung“. Der Wohnleitfaden steht als PDF zum kostenlosen Download zur Verfügung.
bbu.de

Die ersten Geflüchteten ziehen in die HafenCity

Etwa 100 Menschen sollen pro Woche in die Unterkunft in der Kirchenpauerstraße in der Hamburger HafenCity einziehen. Die ersten beziehen die Wohneinheiten, die je drei Doppelzimmer à 14 qm, Bad und Gemeinschaftsküche umfassen, am 4. Oktober. Pro Etage gibt es Küchen und Sanitärbereiche, auch Verwaltungsbereiche, Waschräume, Beratung und Gruppenräume sind vorhanden. Die Stadt hatte für die Folgeunterkunft, die zeitlich begrenzt betrieben wird, 528 Container gekauft. Ab Januar 2020 sollen dort Wohnungen im üblichen Drittelmix gebaut werden.
welt.de, ndr.de (mit Video)

Bericht: Keine Wohnsitzauflage für Geflüchtete in Niedersachsen

Niedersachsen verzichtet auf eine Anwendung der umstrittenen Wohnsitzauflage für Geflüchtete mit anerkanntem Asylanspruch, berichtet die „Neue Osnabrücker Zeitung“ unter Berufung auf das niedersächsische Innenministerium. Dieses habe kürzlich einen entsprechenden Erlass an die Ausländerbehörden des Landes verschickt. Damit dürfen die Menschen ihren Wohnort nach Anerkennung des Asylantrags - anders als in Baden-Württemberg oder Bayern - in Niedersachsen frei wählen. Auch Rheinland-Pfalz lehnt die Wohnsitzauflage ab. Andere Bundesländer streiten noch um die Umsetzung.
presseportal.de

Berliner Turnhallen sollen bis Jahresende freigezogen werden

Wie der Berliner Senat gestern beschloss, sollen bis Ende des Jahres die noch als Notunterkünfte umfunktionierten 43 Turnhallen freigezogen sein. Bis dahin sollen die dort derzeit noch untergebrachten etwa 5.000 Geflüchteten in hergerichtete Gebäude oder Containersiedlungen ziehen. 18 dieser Containersiedlungen will man bis Ende Dezember fertigstellen. Eigentlich sollten 30 dieser sogenannten Tempohomes an Standorten im gesamten Stadtgebiet errichtet werden. Ob die restlichen zwölf trotz der zurückgegangen Flüchtlingszahlen gebaut werden, soll im nächsten Jahr geprüft werden.
morgenpost.de

Hamburg baut Folgeunterkunft für 400 Menschen.

Im Hamburger Stadtteil Groß Borstel entsteht bis Ende 2017 eine Folgeunterkunft für max. 400 Flüchtlinge nahe einer historischen Gartenanlage. Darauf hat sich das Bezirksamt in Gesprächen mit Institutionen vor Ort geeinigt. Dazu werden fünf viergeschossige sowie ein dreigeschossiges Gebäude mit Ein-, Zwei- und Dreizimmerwohnungen gebaut. Nach Fertigstellung können dann auch etwa 100 Menschen aus einer Containern in der Nähe in die neuen Räumlichkeiten umziehen.
abendblatt.de

Paris will humanitäre Aufnahmelager einrichten

Mitte Oktober soll im Norden von Paris in einer Lagerhalle der Staatsbahn SNCF ein Aufnahmezentrum für 400 geflüchtete Männer öffnen. Ein zweites Zentrum für etwa 350 Frauen und Kinder soll bis Jahresende in einer aufgelassenen Wasseraufbereitungsanlage im Pariser Vorort Ivry-sur-Seine eingerichtet werden. „Diese Aufnahmezentren sind die ersten ihrer Art in Europa, denn sie sind im Herzen einer dichtbesiedelten Stadt, im Herzen von Paris. Wir handeln mit klarem Verstand und ohne Naivität, sondern human. Das ist unsere Aufgabe”, kommentierte Anne Hidalgo, Bürgermeisterin von Paris, am Dienstag die Pläne.
de.euronews.com, tempsreel.nouvelobs.com (frz.)

Breitensport und Integration im Sauerland

Im südlichen Sauerland bietet der Sportverein TuS 08 Bilstein seit mehr als 100 Jahren ein vielfältiges Sportangebot für Menschen jeden Alters. Seit Frühjahr 2015 haben auch Geflüchtete die Möglichkeit, das umfangreiche sportliche Angebot des Vereins zu nutzen. Dabei soll bei gemeinsamen sportlichen Aktivitäten der Grundstein für eine gelunge Integration in der Gemeinde gelegt werden. Für sein gesellschaftliches Engagement erhielt der Verein nun eine Spende in Höhe von 2.500 Euro von der Krombacher Brauerei.
derwesten.de, tus08-bilstein.de

Freiburg: Wohnprojekt für Geflüchtete und Studierende

Studentinnen und Studenten, die in Freiburg ein günstiges Zimmer suchen und sich zudem für Geflüchtete engagieren wollen, können jetzt beides miteinander verbinden. Denn die Stadt hat zusammen mit dem Studierendenwerk ein interessantes Wohnprojekt gestartet.

Das Prinzip: Studierende wohnen für relativ kleines Geld in vollmöblierten WGs in einer gemeinsamen Wohnanlage mit Geflüchteten und engagieren sich im Gegenzug in Projekten mit Geflüchteten wie zum Beispiel Tandempartnerschaften, Sportangeboten oder Deutschkursen.

Interessierte Studentinnen und Studenten können sich ab sofort für das Wohnprojekt bewerben.
badische-zeitung.de, swfr.de (Infos und Bewerbung)

Hamburg: Apartments für homo- und transsexuelle Geflüchtete

Die Stadt Hamburg will Apartments für besonders schutzbedürftige LSBTI-Geflüchtete nach dem Frauenhaus-Modell reservieren, kündigte Sozialsenatorin Melanie Leonhard an. Zurzeit finden die abschließenden Gespräche statt, um das Belegungsverfahren abzustimmen. Eine Belegung soll kurzfristig ermöglicht werden.

Die Allgemeine Vermittlungsstelle weist bereits seit Monaten all jenen Geflüchteten prioritär einen Platz in der Folgeunterkunft zu, die einen besonderen Schutzbedarf haben. Hierzu zählen nicht nur hochschwangere Frauen und schwerkranke Personen, sondern auch LSBTI-Geflüchtete.

Schon jetzt gibt es ausgewiesene Plätze für LSBTI-Geflüchtete in der Erstaufnahmeeinrichtung Hellmesbergerweg, die auch mit separaten, abschließbaren Sanitärcontainern verknüpft sind.

Die Betreiber der Unterkünfte wurden ergänzend dazu verpflichtet, bis spätestens Ende August 2016 ein Schutzkonzept für jede einzelne Einrichtung zu entwickeln. Die Konzepte sollen sowohl den Schutz von Geflüchteten mit Behinderung, Kindern und Frauen, als auch LSBTI-Geflüchteten vor Gewalt sicherstellen.
hamburg.de

Mehrgenerationenhaus erhält 25.000 Euro für Flüchtlingshilfe

Im bayrischen Haßfurt haben ehrenamtliche Helfer 25.000 Euro für die Arbeit mit Flüchtlingen erhalten. Neben gemeinsamen Aktivitäten können so bspw. vermehrt Bildungsangebote für die ins Mehrgenerationenhaus kommenden Geflüchteten angeboten werden. Die Geldsumme wurde im Rahmen des Sonderprogramms Zusammenhalt fördern, Integration stärken der Bayerischen Staatsregierung zur Verfügung gestellt. Insgesamt werden durch dieses Projekt 14 Mehrgenerationenhäuser in Bayern mit 390.000 Euro unterstützt.
www.br.de

Berlin: LAF eröffnet im August

Das neue Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) soll im August eröffnen. Geleitet wird das Amt von Claudia Langeheine. Die 49-jährige ist Juristin und derzeit noch Direktorin des Landesamtes für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten. Seinen Hauptsitz hat das LAF in der Bundesallee. Dort sollen sich künftig 550 Mitarbeiter um die Anliegen von Geflüchteten kümmern. Weitere Standorte sind in der Kruppstraße und in den Treptowers – für 2017 ist außerdem ein Standort in der Darwinstraße geplant. Mit dem neuen Amt soll auch das Lageso in der Turmstraße entlastet werden.
tagesspiegel.de

Berlin: Entscheidung zu neuem Ankunftszentrum für Geflüchtete

Das geplante große Ankunftszentrum am Tempelhofer Feld wird es in der ursprünglich geplanten Form nicht geben: Es soll stattdessen am 1. September an zwei Standorten eröffnet werden.

Im Hangar 5 auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof sollen Asylbewerber künftig maximal die ersten 72 Stunden zur Aufnahme ihrer Personaldaten verbringen, sagte Sozialsenator Mario Czaja. Die Kurzzeitunterkunft soll 324 Plätze bieten. In der Bundesallee sollen Geflüchtete anschließend zusammen mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge weiter registriert werden und ihren Asylantrag beim BAMF stellen können. Darauf hätten sich Bund und Land nach langen Verhandlungen geeinigt, wie Czaja erläuterte. Ziel sei es, bis zum Jahresende die Hangars als Notunterkünfte aufgeben zu können.

Der Entscheidung für die nun vorgestellte Lösung sei eine intensive Prüfung der Bedingungen am Flughafen Tempelhof vorausgegangen, für die mehrere Gutachten eingeholt wurden. Auch mögliche andere Standorte seien geprüft worden. Die Prüfungen hätten ergeben, dass die Gesamtkosten für Planung, Herrichtung und Schallschutz 10 Millionen Euro betragen würden und dass sich die Bauzeit bis mindestens Januar 2017 hinziehen würde. Dagegen sei die nun getroffene Entscheidung für zwei Standorte „kurzfristig zu realisieren und kostengünstig“.
morgenpost.de, tagesspiegel.de, berlin.de

Köln: Stadt unterstützt Geflüchtete bei der Wohnungssuche

Seit 2011 unterstützt das Projekt „Auszugsmanagement" der Stadt Köln Geflüchtete in Köln erfolgreich bei der Wohnungssuche. Mitarbeiter des Wohnungsamtes und drei freier Träger der Flüchtlingshilfe akquirieren Wohnungen, begleiten die Menschen bei Besichtigungsterminen mit Vermietern, helfen bei Behördengängen und unterstützen die neuen Mieter dabei, sich im Stadtteil zu integrieren. Darüber hinaus stehen die Mitarbeiter des Auszugsmanagements Mietern und Vermietern in den ersten drei Monaten nach Bezug der Wohnung als Ansprechpartner zur Verfügung.

Im ersten Halbjahr 2016 konnten bereits 194 Wohnungen bezogen werden. 575 Menschen fanden auf diese Weise ein eigenes Zuhause außerhalb städtischer Unterkünfte. Das Projekt knüpft damit erfolgreich an das Vorjahr an und wird die Vermittlungszahlen vermutlich noch einmal steigern können: Im Jahr 2015 waren insgesamt 288 Wohnungen vermittelt worden. 652 Personen fanden dadurch ein neues Zuhause.

Allerdings ist das Auszugsmanagement auch weiterhin auf Angebote aus der Bevölkerung angewiesen. Kölnerinnen und Kölner, die freien Wohnraum zur Verfügung stellen möchten, können dies per E-Mail unter auszugsmanagement@stadt-koeln.de mit Angaben zum freien Wohnraum tun.
stadt-koeln.de

Flüchtlingskompromiss in Hamburg

Die gute Nachricht zuerst: In Hamburg wird es keinen Volksentscheid gegen große Flüchtlingsunterkünfte geben. Ein verhandelter Kompromiss zwischen Senat und der entsprechenden Volksinitiative "Hamburg für gute Integration" wurde von der Bürgerschaft mehrheitlich abgesegnet. Die Vereinbarung sieht vor, dass in allen dauerhaften Folge-Unterkünften maximal 300 Menschen untergebracht werden. Die geplanten Heime werden entsprechend umgeplant. Im Gegenzug kann die Stadt dafür bis zu 300 solcher Unterkünfte planen, etwa doppelt so viele wie bisher. Was vor allem für den Fall wichtig ist, wenn der Zustrom wieder ansteigt. Natürlich kann man den Entscheidungsprozess in Hamburg nun kritisieren, was die Opposition auch ausführlich tut, doch entscheidend ist wohl, dass es nicht zum Volksentscheid kommt – und somit auch Stimmungsmache gegen Flüchtlinge vermieden werden kann.
ndr.de, shz.de, zeit.de

Länder wollen Notunterkünfte schließen

In vielen Bundesländern sollen die Notunterkünfte für Geflüchtete geschlossen und laut dpa-Umfrage auch die Zahl der regulären Erstaufnahmeplätze weiter reduziert werden. Grund ist der starke Rückgang des Flüchtlingszuzugs – so wurden von Anfang Januar bis Ende Juni nach Angaben von Innenminister de Maizière (CDU) nur noch 222.264 Neuankömmlinge registriert, im vergangenen Jahr waren es 1,1 Mio. bundesweit. Da aber niemand weiß, wie sich die Zahlen entwickeln werden, planen viele Länder, bei den Unterkünften Reserven vorzuhalten.

Der steigende Bedarf an normalem Wohnraum für geflüchtete Menschen hingegen stellt die Bundesländer vor Herausforderungen. Laut einer Umfrage der Beratungsgesellschaft Ernst & Young rechnen die Kommunen damit, dass in diesem Jahr ca. 733.000 Flüchtlinge unterzubringen sind. Somit müsste bis Ende des Jahres noch Wohnraum für etwa 460.000 Menschen geschaffen werden.
welt.de

Hamburg: Schwimmunterricht für Flüchtlinge

Nachdem in Hamburg zuletzt mehrere Geflüchtete beim Baden ums Leben kamen, hat die Stadt an den vielen Badeseen im Bezirk Bergedorf nun spezielle Schilder aufgestellt. Diese machen mit Zeichnungen auf die Abbruchkanten im Wasser aufmerksam. Zudem werden ein Notfallplan für Unfälle entwickelt und die Nichtschwimmerbereiche der Badeseen besser gekennzeichnet. Und es soll Schwimmunterricht für Flüchtlinge geben.
ndr.de

Investitionsprogramm für Integration

Bundesbauministerin Barbara Hendricks stellte gestern das neue „Investitionspaket für sozialen Zusammenhalt“ im Kabinett vor. Mit weiteren 800 Mio. Euro, verteilt über vier Jahre, will der Bund Städten und Gemeinden helfen, in die Infrastruktur zur Integration von Flüchtlingen zu investieren. Mit dem Geld sollen vor allem Bildungseinrichtungen, aber auch Begegnungsstätten und Stadtteilzentren ausgebaut und verbessert werden. Ab Herbst dieses Jahres kann eine Finanzierung beantragt werden.
tagesschau.de

Hamburg: Bürgerverträge zur Flüchtlingsunterbringung und deutlich niedrigere Prognosen

In Hamburg rückt eine Vereinbarung zwischen Senat und dem Dachverband der Bürgerinitiativen gegen Großunterkünfte für Flüchtlinge näher. Angeblich sind für die Stadtteile sogenannte Bürgerverträge geplant, in denen Zahl, Ort und Dauer der Unterbringung von Flüchtlingen festgeschrieben werden. Damit könnte auch ein entsprechendes Volksbegehren abgewendet werden.
ndr.de

In Neugraben-Fischbek hat man sich diese Woche bereits auf einen Kompromiss geeinigt: Maximal 1.500 Menschen sollen dort nun untergebracht werden. Die Infrastruktur (Schulen, Ärzte und Nahverkehr) soll deutlich verbessert werden.
abendblatt.de

Die oben genannten Lösungen mit den Bürgern werden auch deshalb einfacher, weil die Stadt ihre Prognosen zum Flüchtlingszuzug deutlich nach unten korrigiert: Für das laufende Jahr 2016 wird mit nur 14.500 Schutzsuchenden gerechnet, für 2017 mit 15.500. Bis Ende 2017 sollen ergo nur noch 29.700 Plätze neu geschaffen werden. Bisher hatte der Senat mit 39.000 zusätzlichen Plätzen allein schon für 2016 geplant. Klar ist aber auch: Platzt der Flüchtlingsdeal mit der Türkei, könnten sich auch die Zahlen schnell wieder ändern. Und darauf sollte man vorbereitet sein, auch in Hamburg.
welt.de

DLRG gibt Bade-Tipps für Flüchtlinge heraus

Baderegeln-DLRG-ArabischZuletzt haben sich leider die Fälle gehäuft, bei denen Flüchtlinge beim Baden in deutschen Gewässern verunglückt sind. Daher empfehlen wir heute die Baderegeln der DLRG, die es auch in Arabisch oder Serbisch gibt. Diese sollten nach Möglichkeit in jeder Erstaufnahme oder Unterkunft zugänglich und sichtbar gemacht werden, um weitere Unfälle zu vermeiden. Das Faltblatt und ein Plakat gibt es einsprachig oder bis zu viersprachig als PDF-Dateien zum Herunterladen und Ausdrucken.
dlrg.de

BAMF mit interaktiver Karte

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge BAMF ist mit Außenstellen sowie Entscheidungs- und Ankunftszentren in ganz Deutschland vertreten. Alle entsprechenden Adressen kann man sich künftig auch in einer interaktiven Karte anzeigen lassen, die außerdem die Möglichkeit bietet, Entfernungen und Anfahrtswege zu berechnen.
bamf.de

Neue Flüchtlingsberatung in Wesseling

In der Bonner Straße 11 in Wesseling (Nordrhein-Westfalen) haben Vertreter der Kirchengemeinden, der Stadtverwaltung, der Gemeindecaritas und engagierte Freiwillige eine neue Beratungsstelle für geflüchtete Menschen eröffnet. Flüchtlinge und Migranten erhalten dort Informationen zu Asylverfahren, Aufenthaltsrecht, Sozialleistungen, Behörden und Einrichtungen, Zugang zu Arbeit und Ausbildung sowie Ankommen, Wohnen und Leben in Deutschland.
werbekurier.de

Hamburg: Flüchtlingszahlen auf Rekordtief

Nur 948 Geflüchtete haben im Mai die Hansestadt erreicht – der niedrigste Wert seit Beginn des starken Zustroms vor einem Jahr. Von den im Vormonat in Hamburg angekommenen Menschen mussten die Behörden sogar nur 346 in Erstaufnahme-Einrichtungen unterbringen, die anderen kamen privat unter oder wurden auf andere Bundesländer verteilt. Eine Einigung zwischen dem Senat und der Volksinitiative gegen Großunterkünfte wird wahrscheinlicher.
welt.de

Lübeck sucht Wohnraum für Flüchtlinge

In Lübeck bleibt Wohnraum für Flüchtlinge knapp. Das Land Schleswig-Holstein bietet der Stadt daher nun an, das Containerdorf auf dem Volksfest-Platz, das bisher als Erstaufnahme genutzt wird, zu übernehmen. Von den 1.100 Plätzen dort sind nur noch 126 belegt, berichtet der NDR. Mehr als 500 Flüchtlinge bringt die Stadt aktuell in Hotels und Ferienwohnungen unter – für Lübeck ein teures Unterfangen. Im Containerdorf müssten allerdings die Abwasser-Infrastruktur erneuert und Küchen eingebaut werden, damit die Menschen dort auch für längere Zeit wohnen können.
ndr.de (Video)

Berlin: Noch 10.000 Flüchtlinge in Turnhallen

Man fühlt sich unweigerlich an den Pannenflughafen erinnert: Noch immer leben in Berlin rund 10.000 geflüchtete Menschen in Turnhallen, davon ein Drittel Kinder und Jugendliche. Der Fahrplan für den Aufbau der Container-Heime, in welche die Turnhallen-Bewohner umziehen sollen, steht zwar. Allein: Der Aufbau dieser "Tempohomes" geht nicht schnell genug voran, warnt das Berliner Immobilienmanagement (BIM). Immerhin sollen die meisten der 57 derzeit noch belegten Turnhallen an 45 Standorten noch vor dem neuen Schuljahr "freigezogen" werden. Allein im Bezirk Pankow entstehen neun zusätzliche Container- und Fertigbauunterkünfte. Die Integrationsbeauftragte des Bezirks, Katarina Niewiedzial, sieht ihren Tätigkeitsschwerpunkt deshalb so langsam vor dem Wandel – weg von der Hilfe und Versorgung, hin zur Integration. Und sie gesteht: Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer im Bezirk wäre die Flüchtlingshilfe kaum zu schaffen gewesen. Um so glücklicher ist Frau Niewiedzial, dass sich auch rund um die neuen Tempohomes schon Helfergruppen formieren.
tagesspiegel.de (Tempohomes), morgenpost.de (Hallen-Freizug), tagesspiegel.de (Pankow)

Hamburg: Bunte Boxen in der HafenCity

Weiße und grüne Container werden in Kürze das Zuhause für 720 geflüchtete Menschen in Hamburg sein. In der Hafencity wurde dazu kürzlich bis zu einer Höhe von acht Metern Sand aufgeschüttet – als Schutz gegen Hochwasser. So richtig entspannt werden die Menschen in der HafenCity allerdings nicht wohnen: Ringsum drehen sich Bagger und Kräne. Im Quartier Elbbrücken entstehen gleichzeitig Wohnungen, Straßen, Bahnhöfe und im Untergrund auch noch ein Bahn-Tunnel. Ohnehin ist der Standort nicht von Dauer: Die Container-Siedlung soll 2020 wieder abgebaut werden. Dann entstehen dort Wohnhäuser.
bild.de

Hamburg: Wohnungen statt Kleingärten

Bei der Suche nach Flächen für den sozialen Wohnungsbau (auch zur Unterbringung von Geflüchteten) will Hamburg neue Wege gehen – und ein Tabu brechen: Kleingärtner sollen ihre Parzellen räumen und Platz schaffen für neue Wohnungen. Denn in Hamburg gibt es noch recht viele Laubenpieper in zentraler Lage – ein Luxus, den sich die Stadt womöglich ab 2019 nicht mehr leisten kann. Aus einem Strategie-Papier geht hervor, dass der Senat eine stärkere Verdichtung im Stadtgebiet anstrebt, um künftig 12.000 neue Wohnungen pro Jahr bauen zu können. Und es liegt auf der Hand: Die Entschleunigung weniger kann in wachsenden Städten nicht der Unterbringung vieler im Wege stehen. Das gilt nicht nur für Hamburg. In der Hansestadt sind zudem auch neue Gewerbeflächen gefragt, damit die Wirtschaft wachsen kann. So soll die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt schneller und besser gelingen.
bild.de, abendblatt.de

BAMF kontrolliert Flüchtlinge in Hamburg

Mobile Teams von Zoll und Bundeswehr rücken derzeit in Hamburger Erstaufnahmen an, um für das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Bearbeitung von Asylverfahren zu beschleunigen. Dabei werden die Geflüchteten erkennungsdienstlich behandelt und Daten aktualisiert. "Es ist eine Art Nacherfassung", sagte Kerstin Graupner, die Sprecherin des Hamburger Flüchtlingskoordinators Anselm Sprandel gegenüber der "taz" und ergänzte: "Bei dem Andrang in den Wintermonaten sind nicht alle richtig erfasst worden."
taz.de

Hamburg: Zimmer für junge Geflüchtete gesucht

In Hamburg leben derzeit rund 1.300 unbegleitete, noch minderjährige Flüchtlinge. Etwa 750 davon, die kurz vor ihrer Volljährigkeit stehen, sind bereits selbstständig in ihrer Lebensführung und könnten auch außerhalb von Jugendhilfeeinrichtungen leben. Aus diesem Grund sucht das Projekt „Zimmerfrei – Wohnraum für unbegleitete minderjährige Geflüchtete“ der Lawaetz wohnen & leben gGmbH ab sofort Wohnraum für 16 und 17-jährige unbegleitete Geflüchtete in Privatwohnungen.

„Wir suchen Privatpersonen und Wohngemeinschaften, die sich vorstellen können, ein Zimmer in ihrer Wohnung an einen jungen Geflüchteten zu vermieten, um ihm ein gutes Ankommen und eine schnellere Integration in Hamburg zu ermöglichen“, sagt Willi van Buggenum, Geschäftsführer der Lawaetz gGmbH.

In Frage kommen Zimmer und kleine Appartements, WG-Zimmer sowie Zimmer zur Zwischenmiete mit langfristiger Perspektive. Die Zimmer können möbliert, teilmöbliert oder unmöbliert vermietet werden. Die potenziellen Vermieter gehen dabei keine weiteren Verpflichtungen ein, da die jungen Menschen einen gesetzlichen Vormund haben, der sich um die rechtlichen Belange kümmert. Die Miete und gegebenenfalls Kaution können gesichert über Leistungen der Grundsicherung oder ALG II finanziert werden. Sozialpädagogische Unterstützung erhalten die jungen Geflüchteten durch Mitarbeiter eines Jugendhilfeträgers.

Wer ein ungenutztes Zimmer anbieten möchte, kann sich direkt bei Sabine Vielhaben und Jonas Ehrsam, den beiden Mitarbeitern von Zimmerfrei telefonisch (040-7166 87650) oder per E-Mail melden: zimmerfrei@lawaetz-ggmbh.de
hamburg.de, zimmerfrei-lawaetz.de (Website des Projekts)

Hamburg: Erster Medizin-Container in Flüchtlingsunterkunft in Betrieb

Insgesamt zehn Medizin-Container, in denen Ärzte Dolmetscher per Videochat hinzuschalten können, hatte die Dorit & Alexander Otto-Stiftung angekündigt finanzieren zu wollen (wir berichteten). Seit dem 25. April ist der erste davon in Betrieb – und zwar in der Zentralen Erstaufnahme Rugenbarg im Stadtteil Osdorf. Etwa zehn Personen finden im Warteraum des drei Meter langen Containers Platz. Derzeit werde geprüft, welche Standorte für die weiteren neun Container infrage kommen.
abendblatt.de

Weniger Expresswohnungen in Hamburg

5.600 Expresswohnungen für bis zu 28.000 Flüchtlinge wollte der Hamburger Senat eigentlich bauen lassen. Nun werden die Pläne aufgrund des rückläufigen Zustroms nach unten korrigiert. Die Stadt plant jetzt noch mit 4.800 Wohnungen, die zunächst Flüchtlingen zur Verfügung stehen. Wo genau diese Unterkünfte entstehen, können die Bürger der Hansestadt vom 11. Mai an über die Flächensuche CityScope mitbestimmen. Der Streit um die geplanten Großunterkünfte geht derweil weiter. Eine Initiative hofft auf kleinere Unterkünfte mit mehr Standorten. Hamburg will dagegen an jeweils einer Stelle 800 Wohnungen bauen.
ndr.de, welt.de

Hessen: 23 Erstaufnahme-Einrichtungen werden geschlossen

Die hessische Landesregierung zieht die Konsequenzen aus dem massiven Rückgang der Zahl der ankommenden Geflüchteten: Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) kündigte jetzt an, dass im Laufe dieses Jahres 23 der bislang rund 60 Einrichtungen zur Erstaufnahme von Flüchtlingen geschlossen werden.

19 Standorte mit rund 20.000 Plätzen sollen weiterhin zur Verfügung stehen. Parallel dazu will die Landesregierung 20 Standorte mit rund 15.000 Plätzen als „passive Reserve“ beibehalten, die bei Bedarf aktiviert werden kann.

Nach Angaben des Ministers kommen derzeit täglich nur noch rund 50 geflüchtete Menschen nach Hessen, die in Erstaufnahmeeinrichtungen untergebracht werden. Im Oktober 2015 habe der Spitzenwert noch bei 1.370 Asylsuchenden täglich gelegen.
faz.net, fnp.de

Berlin: ICC soll „Leistungszentrum“ für Flüchtlinge werden

Seit Dezember 2015 wird das ICC, das ehemalige Kongresszentrum im Berliner Stadttteil Charlottenburg, als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Nun soll es zu einem sogenannten „Leistungszentrum“ umgewandelt werden: Wie Sozialsenator Mario Czaja (CDU) ankündigte, sollen Geflüchtete dort ab dem 20. Mai 2016 die ihnen zustehenden Sozialleistungen abholen können. In dem ehemaligen Kongresszentrum sind dafür 100 Arbeitsplätze geplant, so der rbb.
Ebenfalls in Charlottenburg soll eine eigene Behörde für Flüchtlingsfragen entstehen. Die endgültige Entscheidung über den Stadtort des neuen Flüchtlingsamts wird am 27. April erwartet.
rbb-online.de („Leistungszentrum“), rbb-online.de (Flüchtlingsamt)

Berlin: Standorte von sieben Flüchtlingscontainern stehen fest

Insgesamt sollen in Berlin 30 Containerunterkünfte für Flüchtlinge entstehen. Wie der rbb berichtet, haben sich der Berliner Senat und die Bezirke nach monatelagen Diskussionen nun auf die ersten sieben Standorte festgelegt. Zwei Wohncontainer, in der Zossener Straße in Hellersdorf sowie am Bahnweg in Treptow, sollen bereits im Juni eröffnet werden. Die Fertigstellung vier weiterer, in Hohenschönhausen in der Wollenberger Straße, in Spandau Am Oberhafen, in Britz am Buckower Damm, in Karow in der Siverstorpstraße und in Französisch Buchholz am Rosenthaler Weg, ist für Mitte August geplant.
rbb-online.de

Notunterkünfte: Berlin will Turnhallen räumen.

Die NUK als Abkürzung für Notunterkunft gehört inzwischen zum normalen Berliner Sprachgebrauch. Gemeint sind damit zumeist Turnhallen, die zu Wohnstätten für geflüchtete Menschen umfunktioniert worden sind. Schließlich fand man in der Hauptstadt lange keine andere Möglichkeit für die massenhafte Unterbringung von Flüchtlingen in den Stadtbezirken. Doch nun sollen die Turnhallen geräumt werden. Bis Jahresende sollen alle derzeit 63 noch als NUK genutzten Sportstätten wieder ihrer ursprünglichen Verwendung zugeführt werden – nach einer Sanierung. 9.300 Menschen leben derzeit noch in den Hallen. Künftig kommen sie in anderen Gebäuden und vielen neuen Wohncontainern unter. Beim "Freizug" sollen vorhandene Bindungen im Kiez berücksichtigt werden. Soll heißen: Die Flüchtlinge sollen möglichst im Bezirk bleiben können. Das hilft auch der Arbeit der Unterstützerkreise, die sich vielerorts gebildet haben. Die Aktivitäten, welche die zumeist ehrenamtlichen Helfer aufgebaut haben, könnten auf diese Weise fortgeführt werden, hoffen die Unterstützerkreise.
tagesspiegel.de, rbb-online.de, morgenpost.de

Tübingen: Wohnkonzept bezieht Geflüchtete ein

Eine außergewöhnliche Art, neuen Wohnraum für geflüchtete Menschen zu schaffen, wird derzeit in Tübingen auf den Weg gebracht. Das „urbane Regal“ ist vor allem deshalb besonders, weil die späteren Bewohner am Ausbau mitwirken sollen. Das sorgt für ein Gemeinschaftsgefühl und für fachliche Fähigkeiten und senkt zudem die Kosten.

Das modulare System wurde von dem Berliner Architekt Max Schwitalla zusammen mit der ETH Zürich und dem Aufzugbauer Schindler entwickelt und soll von handwerklich geschickten Asylsuchenden unter professioneller Anleitung umgesetzt werden. Bevor es konkret losgehen kann, sind allerdings noch einige offene Fragen zu klären.
tagblatt.de

Gastfamilien und Wohnraum für minderjährige Flüchtlinge gesucht

Im niedersächsischen Osnabrück werden zur Zeit Familien gesucht, die junge Flüchtlinge in ihrer Familie aufnehmen möchten oder aber Wohnraum zur Verfügung wollen. Momentan suchen 119 Mädchen und Jungen, die zwischen 15 und 17 Jahre alt sind, ein neues Zuahuse. Betreut wird das Vorhaben durch den Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) und den Internationalen Bund (IB). Alle Informationen zum Vorhaben gibt es am 20.04.2016 um 18.00 Uhr in der „Alten Kasse“ im Stadtteil Hellern - Anmeldungen nimmt Herr Möller bis Montag 18.04.2016 per Telefon unter: 0541/3589530 oder E-Mail an: Mirko-Moeller@internationaler.bund de entgegen.
www.noz.de

Wohnbauten – ohne Hast, aber Sinn und Verstand

Unter der Überschrift „Bauen für Geflüchtete – Neue Wohnkonzepte“ hat die Autorin Ute Maasberg für den Blog des Gothe-Instituts aktuelle Vorschläge für das sinnvolle Bauen von Wohnunterkünften für Geflüchtete zusammengestellt. So würden aktuell auf „Bundes- und Länderebene [...] im Eiltempo baurechtliche Planungserleichterungen beim Bereitstellen vorhandener und beim Bauen neuer Unterkünfte geschaffen“, wodurch jedoch die Gefahr besteht, dass nun mehr improvisiert würde. Maasberg verweist u.a. auf den Architekturprofessor Jörg Friedrich, der sich von Verantwortlichen sinnvolle Bebauungen wünscht, statt improvisierter Schnellschüsse.
goethe.de

Köln kauft Wohnheim für Flüchtlinge in Holland

Im Kölner Stadtteil Rodenkirchen sollen 232 zweigeschossige Hartplastik-Container, die ehemals zu einem Studentenwohnheim gehörten, Platz für etwa 300 Menschen bieten. Jeder Container hat die Größe einer kleinen Wohnung, auf jeder Etage gibt es eine Gemeinschaftsküche. Für rund 2,2 Millionen Euro hatte die Stadt Köln die Container in den Niederlanden gekauft. Schon bald sollen nun geflüchtete Familien einziehen. Auf dem Gelände in Rodenkirchen entstehen deshalb noch eine Spielwiese mit Fußballtoren und ein Spielplatz.
wdr.de

Berlin: Gerhart-Hauptmann-Schule als Integrationsprojekt

Im Berliner Stadtteil Friedrichshain-Kreuzberg entsteht auf dem Gelände der Gerhart-Hauptmann-Schule an der Ohlauer Straße ab Herbst ein Integrationsprojekt. Unter dem Namen „Campus Ohlauer“ sind etwa 140 preiswerte Mietwohnungen geplant – davon 37 Sozialwohnungen, 56 Wohnungen für Studenten, 35 für Flüchtlinge und zwölf für obdachlose Frauen mit Kindern. Im Erdgeschoss soll zudem eine Familienbibliothek eingerichtet werden. Realisieren soll das Ganze die landeseigene Wohnungsbau­gesellschaft Howoge.
morgenpost.de

Wettbewerb: Berlin sucht die perfekte Unterkunft für Geflüchtete

Mit dem „Berlin Award 2016 - Heimat in der Fremde“ ruft die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin einen Wettbewerb ins Leben, der innovative Projekte zur Unterbringung Geflüchteter würdigen soll. Die einzureichenden Projektbeiträge sollten in erster Linie umsetzbar oder bereits realisiert sein. Ideen und Projekte können bis zum 28. April 2016 eingereicht werden.
stadtentwicklung.berlin.de

Begegnungscafé in der NUK im ehemaligen Flughafen Tempelhof

Auf dem Gelände des ehemaligen Flughafen Tempelhof soll ein Begegnungscafé für Bewohner, Anwohner und freiwillige Helfer entstehen. Dieser Raum soll der Begegnung, dem Austausch und Kennenlernen dienen. Zur Finanzierung des Vorhabens hat der THFwelcome e.V. eine Crowdfunding-Aktion gestartet – das Spendenziel von 2.000 Euro wurde innerhalb von nur 48 Stunden erreicht.
startnext.com

Brandenburg will Berliner Flüchtlinge abnehmen

In Berlin leben vielerorts noch immer knapp 10.000 geflüchtete Menschen in Turnhallen. Das könnte sich ändern, wenn sich heute die Regierenden mit den Nachbarn aus Brandenburg einigen. Die Märker haben rund 4350 Erstaufnahme-Plätze frei, die sie nun Berlin anbieten – natürlich gegen Bares. In der Mark würden die Menschen dann nicht mehr in Sporthallen, sondern in ehemaligen Kasernen oder Bürogebäuden unterkommen.
tagesspiegel.de

Schutzkonzept für Flüchtlingskinder bundesweit?

Flüchtlingskinder besser vor Gewalt oder Missbrauch schützen, will ein neues Modellprojekt des Kinderhilfswerks Plan International und der Johanniter-Unfall-Hilfe in Hamburg. Der Titel: "Stärkung einer kinderfreundlichen Umgebung und Sicherstellung des Kinderschutzes in Hamburger Flüchtlingsunterkünften." Konkret gehe es darum, Kinderräume, separate Toiletten und eine ausreichende Bewachung der Unterkünfte zu realisieren. Privatsphäre und Spielmöglichkeiten seien nötig, um die Kleinen vor der oft spannungsgeladenen Atmosphäre in den Unterkünften zu schützen, sagte Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland, bei der Präsentation der Initiative am Dienstag in Hamburg. Das Schutzkonzept wird dank einer Finanzierung des Bundesfamilienministeriums seit Januar bereits in einer Unterkunft in Hamburg-Stellingen umgesetzt – und könnte nun bundesweit ausgerollt werden. Im Mai wird eine zweite Hamburger Flüchtlingsunterkunft entsprechend eingerichtet. Die Bedürfnisse und Ängste wurden in einer Befragung von Kindern in vier Erstaufnahmeeinrichtungen erhoben.
ndr.de, abendblatt.de

Hamburg startet Flächensuche „CityScope“ im Mai

Bild: BU
Bild: HCU Hamburg)
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz will bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Hamburg neue Wege gehen. Einwohner sollen sich anhand eines interaktiven Stadtmodells namens CityScope direkt an der Flächensuche beteiligen können. Anfang Mai startet diese Form der Öffentlichkeitsbeteiligung mit einer Auftaktveranstaltung. An großen Modelltischen kann dann in verschiedene Stadtteile gezoomt werden, um städtische Grundstücke zu finden, die sich zur Unterbringung von Flüchtlingen eignen könnten.
hamburg.de

Aktuelle Zahlen aus Schleswig-Holstein.

Schleswig-Holstein-Karte-UnterkunftIm laufenden Jahr 2016 sind bis Mitte März genau 4.599 Asylsuchende in Schleswig-Holstein aufgenommen worden, wie das Innenministerium vermeldet. Damit ist auch im nördlichsten Bundesland der Trend derzeit eher rückläufig, was auf die geschlossene Balkan-Route zurückzuführen ist. Aktuell stehen 12.752 Plätze für die Erstaufnahme zur Verfügung. Diese verteilen sich auf 14 Einrichtungen, die entweder in Betrieb sind oder als Reserve bezugsfertig vorgehalten werden. Die Erstaufnahmen befinden sich in Neumünster (1.300 Plätze), Boostedt (2.000), Glückstadt (1.128), Albersdorf (500), Eggebek (492), Kellinghusen (550), Kiel Ravensberg/Nordmarksportfeld (640), Kiel Wik (500), Lübeck (1.152), Lütjenburg (1.027), Putlos (1.440 Plätze), Schloss Salzau (320), Seeth (1.406) und Wentorf (297 Plätze).

2015 kamen rund 55.000 Flüchtlinge und Asylbewerber nach Schleswig-Holstein, die aber teilweise in andere Bundesländer vermittelt wurden. Für 35.076 Asylsuchenden war der Flächenstaat im Norden auch zuständig.
schleswig-holstein.de (Angaben ständig aktualisiert) via welt.de

In Hamburg schließen erste Transit-Unterkünfte

Die kirchliche Caritas hat zwei Unterkünfte für Transitflüchtlinge mangels Nachfrage wieder geschlossen. Dabei handelt es sich um die Einrichtungen an der Neuen Burg und in der Danziger Straße. Geöffnet bleibt dagegen die Transit-Unterkunft in der Moscheegemeinde am Kleinen Pulverteich, wo täglich noch 40 bis 60 Menschen unterkommen.
abendblatt.de, ndr.de

Bistum Augsburg stellt bis zu 1,4 Mio. Euro für Flüchtlingshilfe bereit

Mit dem Geld werden in diesem 24 Wohnungen für ca. 90 Geflüchtete in der Augsburger Innenstadt hergerichtet. Die Unterkünfte sind Eigentum der St. Ulrichswerks der Diözese Augsburg GmbH. Die Stadt mietet für die kommenden drei Jahre die Wohnungen, das Bistum streckt einen Betrag von 600.000 Euro vor, um notwendige bauliche Anpassungen vornehmen zu können.

Weitere 800.000 Euro fließen in ein Projekt des Stadt-Caritasverbandes. Auf dem Grundstück einer Pfarrei entstehen Unterkünfte für insgesamt 60 Flüchtlinge.
zenit.org

Berlin: Fragen und Antworten zur Gesundheitskarte

Seit kurzem erhalten Flüchtlinge in Berlin keine grünen Krankenscheine mehr, sondern die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Daraus ergeben sich Fragen, die auch für Helfer in den Notunterkünften relevant sind, da dort viele Flüchtlinge Rat suchen. Müssen Asylbewerber die neue Karte gesondert beantragen? Erfolgt der Startflächendeckend? Das Netzwerk "Berlin hilft" klärt die wichtigsten Fragen zur Umstellung.
berlin-hilft.com

Status quo: Flüchtlinge in Berlin Prenzlauer Berg

Wie viele Flüchtlinge leben derzeit in den Unterkünften im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg? Wie sind sie verteilt und woher kommen sie? Wo gehen die Jüngeren in Kitas und Schulen? Wie lange werden die Turnhallen noch als Notunterkünfte gebraucht? Diese und viele weitere Fragen beantwortet das Team der Online-Lokalzeitung "Prenzlauer Berg Nachrichten" in einem Schwerpunkt-Beitrag.
prenzlauerberg-nachrichten.de

Weitere Flüchtlinge ziehen in die Bonner Ermekeilkaserne

Die Bezirksregierung Köln lässt derzeit weitere Teile der Ermekeilkaserne in der Bonner Südstadt für die Unterbringung von Flüchtlingen herrichten. Wie viele Menschen wann genau in die Häuser 4 und 7 einziehen sollen, steht bisher noch nicht fest. Voraussichtlich wird das Deutsche Rote Kreuz die künftigen Bewohner versorgen. Im Haus 3 der Kaserne ist bereits eine Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht, in der aktuell 350 Flüchtlinge leben.
general-anzeiger-bonn.de

Schulung zur Wohnungssuche für Flüchtlinge

Was müssen Helfer alles beachten, wenn Sie Flüchtlingen bei der Wohnungssuche helfen? Das hat Place4Refugees Berlin vom Kompato e.V. in einer Schulung aufbereitet – und bietet die entsprechende Präsentation nun zum Download an. Ein praktisches Hilfsmittel für alle, die sich in dem Umfeld engagieren. Von rechtlichen Aspekten wie Wohnpflicht und Wohnrecht mit Aufenthaltsgestattung über konkrete Zuständigkeiten von Ämtern in Berlin oder die Kostenübernahme durch Jobcenter bis hin zur Vertragsgestaltung enthält das Dokument wohl alles, was für die Wohnungssuche für Flüchtlinge wichtig ist. Prädikat: Wertvoll!
place4refugees.de/material (PDF-Download auf der Seite)

Tausche Dosen und Schnur gegen Haus für Geflüchtete

Dass man mit einer guten Idee auch ohne Geld etwas für hilfsbedürftige Menschen tun kann, zeigt ein Student aus München – zumindest ist Philipp Christov auf einem sehr guten Weg, sein Ziel zu erreichen. Und das lautet: Ein Haus für Geflüchtete zu ertauschen.

Die Idee, einen Gegenstand jeweils gegen eine immer höherwertige Sache einzutauschen, ist freilich nicht neu: Vorbild ist ein Kanadier, dem es gelang, sich von einer Büroklammer zum eigenen Haus „hochzutauschen“. Auch Philipp Christov will es auf diese Weise zu einem Haus bringen – allerdings nicht für sich selbst, sondern für geflüchtete Menschen.

Philipp Christov

Gestartet hat der Student seine Tauschaktion im April 2015 mit zwei Dosen Kidneybohnen und einer Schnur, aus denen er ein Dosentelefon bastelte. Weniger als ein Jahr später war Philipp Christov im Besitz eines Kleinwagens, den er nun zuerst gegen einen Gutschein für einen professionellen Werbefilm und diesen dann in eine Feier für bis zu 150 Leute inklusive Getränke und Buffet im Wert von rund 10.000 Euro eintauschte.

Wir sind gespannt, wie die Aktion weitergeht und drücken Philipp die Daumen, dass er sein Ziel, sich bis zum kommenden Winter zu einem Haus für Geflüchtete hochzutauschen, erreicht! Wer ihn unterstützen möchte, findet alle Infos auf der Website dasdosentelefon.de.
spiegel.de (Interview mit Philipp Christov), sat1bayern.de (TV-Beitrag)

Zentrale Erstaufnahme in Hamburg Bergedorf

Die Hansestadt Hamburg will ab Mai 900 Flüchtlinge im früheren Dima-Sportcenter in Lohbrügge unterbringen und hat das Gebäude dazu gekauft. Somit entsteht die zweite Zentrale Erstaufnahme im Bezirk Bergedorf. Betrieben wird sie vom Malteser Hilfsdienst. Das Center am Havighorster Weg mit Platz für 1.000 Leute, Großküche, Duschen und Toiletten diente bis dato auch als Location für Sportevents und Feiern.
bergedorfer-zeitung.de, ndr.de