Schutzkonzept für Flüchtlingskinder bundesweit?

Flüchtlingskinder besser vor Gewalt oder Missbrauch schützen, will ein neues Modellprojekt des Kinderhilfswerks Plan International und der Johanniter-Unfall-Hilfe in Hamburg. Der Titel: "Stärkung einer kinderfreundlichen Umgebung und Sicherstellung des Kinderschutzes in Hamburger Flüchtlingsunterkünften." Konkret gehe es darum, Kinderräume, separate Toiletten und eine ausreichende Bewachung der Unterkünfte zu realisieren. Privatsphäre und Spielmöglichkeiten seien nötig, um die Kleinen vor der oft spannungsgeladenen Atmosphäre in den Unterkünften zu schützen, sagte Maike Röttger, Geschäftsführerin von Plan International Deutschland, bei der Präsentation der Initiative am Dienstag in Hamburg. Das Schutzkonzept wird dank einer Finanzierung des Bundesfamilienministeriums seit Januar bereits in einer Unterkunft in Hamburg-Stellingen umgesetzt – und könnte nun bundesweit ausgerollt werden. Im Mai wird eine zweite Hamburger Flüchtlingsunterkunft entsprechend eingerichtet. Die Bedürfnisse und Ängste wurden in einer Befragung von Kindern in vier Erstaufnahmeeinrichtungen erhoben.
ndr.de, abendblatt.de

Neue Wohnungen für Flüchtlinge in Fuhlsbüttel

120 neue Wohnungen für Flüchtlinge will das städtische Unternehmen Fördern und Wohnen in der Nähe der U-Bahnhaltestelle Fuhlsbüttel Nord bauen. In den neuen Unterkünfte sollen mehr als 600 Menschen einen Unterschlupf finden. Näheres will der Bezirk Nord am 7. April verraten.
ndr.de

Hamburg startet Flächensuche „CityScope“ im Mai

Bild: BU
Bild: HCU Hamburg)
Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz will bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Hamburg neue Wege gehen. Einwohner sollen sich anhand eines interaktiven Stadtmodells namens CityScope direkt an der Flächensuche beteiligen können. Anfang Mai startet diese Form der Öffentlichkeitsbeteiligung mit einer Auftaktveranstaltung. An großen Modelltischen kann dann in verschiedene Stadtteile gezoomt werden, um städtische Grundstücke zu finden, die sich zur Unterbringung von Flüchtlingen eignen könnten.
hamburg.de

Aktuelle Zahlen aus Schleswig-Holstein.

Schleswig-Holstein-Karte-UnterkunftIm laufenden Jahr 2016 sind bis Mitte März genau 4.599 Asylsuchende in Schleswig-Holstein aufgenommen worden, wie das Innenministerium vermeldet. Damit ist auch im nördlichsten Bundesland der Trend derzeit eher rückläufig, was auf die geschlossene Balkan-Route zurückzuführen ist. Aktuell stehen 12.752 Plätze für die Erstaufnahme zur Verfügung. Diese verteilen sich auf 14 Einrichtungen, die entweder in Betrieb sind oder als Reserve bezugsfertig vorgehalten werden. Die Erstaufnahmen befinden sich in Neumünster (1.300 Plätze), Boostedt (2.000), Glückstadt (1.128), Albersdorf (500), Eggebek (492), Kellinghusen (550), Kiel Ravensberg/Nordmarksportfeld (640), Kiel Wik (500), Lübeck (1.152), Lütjenburg (1.027), Putlos (1.440 Plätze), Schloss Salzau (320), Seeth (1.406) und Wentorf (297 Plätze).

2015 kamen rund 55.000 Flüchtlinge und Asylbewerber nach Schleswig-Holstein, die aber teilweise in andere Bundesländer vermittelt wurden. Für 35.076 Asylsuchenden war der Flächenstaat im Norden auch zuständig.
schleswig-holstein.de (Angaben ständig aktualisiert) via welt.de

Bistum Augsburg stellt bis zu 1,4 Mio. Euro für Flüchtlingshilfe bereit

Mit dem Geld werden in diesem 24 Wohnungen für ca. 90 Geflüchtete in der Augsburger Innenstadt hergerichtet. Die Unterkünfte sind Eigentum der St. Ulrichswerks der Diözese Augsburg GmbH. Die Stadt mietet für die kommenden drei Jahre die Wohnungen, das Bistum streckt einen Betrag von 600.000 Euro vor, um notwendige bauliche Anpassungen vornehmen zu können.

Weitere 800.000 Euro fließen in ein Projekt des Stadt-Caritasverbandes. Auf dem Grundstück einer Pfarrei entstehen Unterkünfte für insgesamt 60 Flüchtlinge.
zenit.org

Berlin: Fragen und Antworten zur Gesundheitskarte

Seit kurzem erhalten Flüchtlinge in Berlin keine grünen Krankenscheine mehr, sondern die elektronische Gesundheitskarte (eGK). Daraus ergeben sich Fragen, die auch für Helfer in den Notunterkünften relevant sind, da dort viele Flüchtlinge Rat suchen. Müssen Asylbewerber die neue Karte gesondert beantragen? Erfolgt der Startflächendeckend? Das Netzwerk "Berlin hilft" klärt die wichtigsten Fragen zur Umstellung.
berlin-hilft.com

Status quo: Flüchtlinge in Berlin Prenzlauer Berg

Wie viele Flüchtlinge leben derzeit in den Unterkünften im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg? Wie sind sie verteilt und woher kommen sie? Wo gehen die Jüngeren in Kitas und Schulen? Wie lange werden die Turnhallen noch als Notunterkünfte gebraucht? Diese und viele weitere Fragen beantwortet das Team der Online-Lokalzeitung "Prenzlauer Berg Nachrichten" in einem Schwerpunkt-Beitrag.
prenzlauerberg-nachrichten.de

Weitere Flüchtlinge ziehen in die Bonner Ermekeilkaserne

Die Bezirksregierung Köln lässt derzeit weitere Teile der Ermekeilkaserne in der Bonner Südstadt für die Unterbringung von Flüchtlingen herrichten. Wie viele Menschen wann genau in die Häuser 4 und 7 einziehen sollen, steht bisher noch nicht fest. Voraussichtlich wird das Deutsche Rote Kreuz die künftigen Bewohner versorgen. Im Haus 3 der Kaserne ist bereits eine Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht, in der aktuell 350 Flüchtlinge leben.
general-anzeiger-bonn.de

Schulung zur Wohnungssuche für Flüchtlinge

Was müssen Helfer alles beachten, wenn Sie Flüchtlingen bei der Wohnungssuche helfen? Das hat Place4Refugees Berlin vom Kompato e.V. in einer Schulung aufbereitet – und bietet die entsprechende Präsentation nun zum Download an. Ein praktisches Hilfsmittel für alle, die sich in dem Umfeld engagieren. Von rechtlichen Aspekten wie Wohnpflicht und Wohnrecht mit Aufenthaltsgestattung über konkrete Zuständigkeiten von Ämtern in Berlin oder die Kostenübernahme durch Jobcenter bis hin zur Vertragsgestaltung enthält das Dokument wohl alles, was für die Wohnungssuche für Flüchtlinge wichtig ist. Prädikat: Wertvoll!
place4refugees.de/material (PDF-Download auf der Seite)

Tausche Dosen und Schnur gegen Haus für Geflüchtete

Dass man mit einer guten Idee auch ohne Geld etwas für hilfsbedürftige Menschen tun kann, zeigt ein Student aus München – zumindest ist Philipp Christov auf einem sehr guten Weg, sein Ziel zu erreichen. Und das lautet: Ein Haus für Geflüchtete zu ertauschen.

Die Idee, einen Gegenstand jeweils gegen eine immer höherwertige Sache einzutauschen, ist freilich nicht neu: Vorbild ist ein Kanadier, dem es gelang, sich von einer Büroklammer zum eigenen Haus „hochzutauschen“. Auch Philipp Christov will es auf diese Weise zu einem Haus bringen – allerdings nicht für sich selbst, sondern für geflüchtete Menschen.

Philipp Christov

Gestartet hat der Student seine Tauschaktion im April 2015 mit zwei Dosen Kidneybohnen und einer Schnur, aus denen er ein Dosentelefon bastelte. Weniger als ein Jahr später war Philipp Christov im Besitz eines Kleinwagens, den er nun zuerst gegen einen Gutschein für einen professionellen Werbefilm und diesen dann in eine Feier für bis zu 150 Leute inklusive Getränke und Buffet im Wert von rund 10.000 Euro eintauschte.

Wir sind gespannt, wie die Aktion weitergeht und drücken Philipp die Daumen, dass er sein Ziel, sich bis zum kommenden Winter zu einem Haus für Geflüchtete hochzutauschen, erreicht! Wer ihn unterstützen möchte, findet alle Infos auf der Website dasdosentelefon.de.
spiegel.de (Interview mit Philipp Christov), sat1bayern.de (TV-Beitrag)

Zentrale Erstaufnahme in Hamburg Bergedorf

Die Hansestadt Hamburg will ab Mai 900 Flüchtlinge im früheren Dima-Sportcenter in Lohbrügge unterbringen und hat das Gebäude dazu gekauft. Somit entsteht die zweite Zentrale Erstaufnahme im Bezirk Bergedorf. Betrieben wird sie vom Malteser Hilfsdienst. Das Center am Havighorster Weg mit Platz für 1.000 Leute, Großküche, Duschen und Toiletten diente bis dato auch als Location für Sportevents und Feiern.
bergedorfer-zeitung.de, ndr.de

Leipzig: Symposium zur Unterbringungspraxis von Geflüchteten

Der Initiativkreis: Menschen.Würdig veranstaltet am 12. März gemeinsam mit dem Kulturbüro Sachsen im Geisteswissenschaftlichen Zentrum der Uni Leipzig das Symposium „Das Wohnen lernen? Zur Unterbringungspraxis von Geflüchteten und Wege zum selbstbestimmten Wohnen“. Ziel der Tagung ist neben einer kritischen Analyse der Wohn- und Lebenssituation von Geflüchteten, US-amerikanische und europäische Projekte der Wohnungslosenhilfe der gegenwärtigen Praxis gegenüber zu stellen und zu diskutieren.

Insbesondere wird das Konzept des „Housing first“ als Alternative zum herkömmlichen System der vorübergehenden Unterbringung in Notunterkünften vorgestellt. Dieser relativ neue Ansatz aus der US-Sozialpolitik hat sich überaus bewährt und setzt im Gegensatz zu vielen anderen Konzepten darauf, obdachlosen Menschen zuerst schnell und vor allem ohne Vorbedingungen Wohnraum zu vermitteln und diese daran anschließend durch Sozialarbeiter bedarfsgerecht zu betreuen. Damit werden Kostenträgern und Wohnungssuchenden Zwischenlösungen wie die Unterbringung in einer Notunterkunft erspart.
l-iz.de, menschen-wuerdig.org

Geldkarte für Flüchtlinge auch in Hamburg?

Das monatliche Taschengeld für Flüchtlinge könnte in Hamburg bald per Geldkarte ausgezahlt werden. Dafür macht sich Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) stark. Damit wäre Hamburg das zweite Bundesland, das von Bargeld auf Geldkarte umstellt. Baden-Württemberg will ab dem Sommer das Taschengeld für Flüchtlinge in Höhe von 149 Euro nur noch auf Geldkarten buchen. Derzeit wird das Geld in vielen Erstaufnahmeeinrichtungen bundesweit in bar ausgezahlt, was entsprechend viel Arbeit macht und auch Sicherheitsaspekte berührt. In Hamburg knüpft man die elektronische Lösung an eine Bedingung: "Wenn eine Geldkarte dazu dient, die Verwendung des Geldes auf wenige Konsumgüter einzuschränken, bin ich damit nicht einverstanden", sagte Katharina Fegebank. Sie will das Sachleistungsprinzip vermeiden.
welt.de

Hamburg: Beteiligung von Geflüchteten bei Errichtung von Unterkünften

SPD und Grüne haben einen Antrag in die Hamburger Bürgerschaft eingebracht, wonach geflüchtete Menschen künftig bei der Errichtung von Unterkünften eingebunden werden sollen, um deren Integration zu fördern. Viele Zuwanderer hätten bereits berufliche Erfahrungen und Kenntnisse, die für dieses Konzept genutzt werden könnten.

Zudem ließe sich diese Hilfe zur Selbsthilfe dazu nutzen, Geflüchtete entsprechend zu qualifizieren. Das Vorhaben soll nach dem Willen von SPD und Grünen von der Handels- und der Handwerkskammer, dem Jobcenter sowie der Arbeitsagentur begleitet werden.

"Wir wollen den Menschen Angebote machen, um sie zügig in unserer Gesellschaft einzugliedern. Deshalb dürfen wir sie nicht zur Untätigkeit verdammen, sondern müssen ihnen Chancen geben, aktiv ihre Lebensbedingungen zu gestalten", begründete der grüne Wohnungsbauexperte Olaf Duge den Vorstoß.
abendblatt.de

Initiative „Willkommen im Dorf“ bereichert das Zusammenleben

Die in der rheinhessischen Gemeinde Jugenheim ins Leben gerufene Willkommensinitiative schafft neben einer erfolgreichen Integration von Flüchtlingen auch einen besseren Zusammenhalt innerhalb der Dorfgemeinschaft – durch den Zuzug von Flüchtingskindern konnte bspw. die von der Schließung bedrohte Kita weitergeführt werden. Das ehrenamtliche Projekt, welches von Vertretern aus Vereinen, Parteien und Institutionen ins Leben gerufen wurde, schwört dabei auf eine gute Vernetzung untereinander und Veranstaltungen, bei denen die Verteilung von Zuständigkeiten in Form von Patenschaften eindeutig festgelegt wird. Dadurch kann eine Integration in allen Bereichen gelingen, angefangen vom gemeinsamen Arztbesuch bis hin zum Fußballspielen im Verein.
www.deutschlandfunk.de

Berlin gibt Standorte neuer Unterkünfte bekannt

Mit 68 temporären Unterkünften will der Senat Wohnraum für 34.000 neue Flüchtlinge in den Bezirken schaffen. Jetzt sind die Standorte für die 30 Containerdörfer und 38 modularen Unterkünfte veröffentlich worden. Gezeichnet von den vielen Streitigkeiten zwischen Senat und Bezirken werden gerade alle Planungen in größtmöglichem Einvernehmen vorangetrieben, berichtet der "Tagesspiegel". Die neuen Containerdörfer sollen noch im Sommer aufgestellt werden, auch um jene rund 10.000 Menschen, die aktuell noch in Turnhallen leben, dort einquartieren zu können. Auf die Ehrenamtlichen, die aktuell in diesen Notunterkünften große Hilfe leisten und viele Basisaufgaben wie etwa die Essens- und Kleiderausgabe stemmen, kommen womöglich viele neue Aufgaben zu. Viele Helfer wollen ihr Engagement in den neuen Unterkünften fortsetzen, wie uns beim täglichen Sichten der Kommentare in den entsprechenden Facebook-Gruppen der lokalen Netzwerke aufgefallen ist.
tagesspiegel.de (Überblick), tagesspiegel.de (Standort-Liste als PDF)

Berlin: Unterkunft für homo- und transsexuelle Geflüchtete

Homosexuelle und transgeschlechtliche Menschen sind in Flüchtlingsunterkünften immer wieder Drohungen und körperlicher Gewalt ausgesetzt. Um sie davor zu schützen, eröffnet die Berliner Schwulenberatung in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) am Wochenende im Stadtteil Treptow das erste Wohnheim der Hauptstadt speziell für schwule, lesbische und transsexuelle Geflüchtete. 124 besonders Schutzbedürftige sollen hier Platz finden. In Nürnberg wurde kürzlich ein ähnliches Angebot gestartet (wir berichteten).
taz.de, berliner-kurier.de

Berlin: 15 Containerdörfer für Flüchtlinge

Gestern gaben die Fraktionen im Hauptausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses 78 Millionen Euro für den Bau von Containerdörfern zur Unterbringung Geflüchteter frei. Zudem hat sich die Koalition aus SPD und CDU auf die Standorte für 15 Containerdörfer geeinigt, die in der Regel jeweils Platz für 500 Menschen bieten. Im Juni sollen die ersten Container aufgestellt werden. Eine Einigung des Senats über weitere Standorte, an denen modulare Unterkünfte für Flüchtlinge (MUFs) entstehen sollen, steht noch aus.
morgenpost.de

Christen und Muslime unter einem Dach

Im ehemaligen Benediktinerkloster der Gemeinde St. Martin in Weingarten (Baden-Württemberg) leben seit zwei Jahren Christen und Muslime unter einem Dach. Die katholische Gemeinde hat unter Pfarrer Eckehard Schmid die Tore für christliche und muslimische Geflüchtete geöffnet und den ehemaligen Wohntrakt der Mönche als Unterkunft für Menschen aus Eirtrea und Syrien freigegeben. Thomas Wagner berichtet für Deutschlandradio Kultur über die Integrationsarbeit im Ländle.
deutschlandradiokultur.de

Freie Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen

In vielen Bundesländern gibt es derzeit freie Kapazitäten in den Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge. Das berichtet Spiegel Online unter Berufung auf einen Artikel in der "Welt am Sonntag". Demnach werden in Sachsen im Moment nur 25 Prozent, in Thüringen 33 Prozent, in Nordrhein-Westfalen 40 Prozent und in Schleswig-Holstein 46 Prozent der vorhandenen Plätze genutzt. Nahezu voll ausgelastet seien dagegen die Erstaufnahmen in beliebten Großstädten wie Hamburg, Berlin und Bremen, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die meisten Bundeländer bereiteten sich allerdings schon wieder auf ein deutliches Anschwellen der Flüchtlingszahlen im Frühling vor. Zehn Länder wollen sogar mehr Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen schaffen.
spiegel.de

Hamburg: Neue Flüchtlingsunterkunft in Meiendorf

In einem ehemaligen Baumarkt am Hellmesbergerweg im Hamburger Ortsteil Meiendorf hat eine neue Flüchtlingsunterkunft mit bis zu 600 Plätzen eröffnet. Betrieben wird die Unterkunft mit 36 Wohnbereichen für jeweils bis zu 28 Personen vom neu gegründeten AWO Landesverband Hamburg. Frauen und Mütter mit kleinen Kindern können einen separaten Wohn- und Schlafbereich mit Sanitäranlagen nutzen, zudem gibt es eine Kantine. Freiwillige Helfer der Initiative "Meiendorf hilft" wollen eine Kleiderkammer, eine Sport-AG und Angebote für Kinder schaffen.
mopo.de, meiendorf-hilft.de

Berlin erwartet 2016 bis zu 60.000 neue Flüchtlinge

Weitere 50.000 bis 60.000 neue Flüchtlinge könnten im laufenden Jahr in Berlin ankommen. Davon gehen die Behörden der Hauptstadt aus. Das heißt natürlich auch, dass deutlich mehr Unterkünfte benötigt werden. Aktuell warten noch 10.000 Menschen in Notunterkünften auf eine dauerhafte Unterbringung. Für 2016 müssten den Angaben der Behörden zufolge rund 34.000 zusätzliche Plätze her. Deshalb sollen möglichst schnell neue eingeschossige Wohncontainer entstehen. Gebaut wird auch an 36 Modularbauten. Außderm verhandelt der Berliner Senat offenbar mit mehreren Hotelbetreibern und will einfache Fertighäuser errichten.
tagesspiegel.de

Hamburg: Medizin-Container für Geflüchtete

Seit November ist in Hamburg ein „Refugee First Response Center“ im Einsatz. In diesem Medizin-Container in einer Hamburger Erstaufnahemeinrichtung können sich Ärzte, die Menschen behandeln, welche weder Deutsch noch Englisch sprechen, per Knopfdruck mit etwa 750 medizinisch geschulten Dolmetschern verbinden lassen.

Jetzt erklärte sich die Dorit & Alexander Otto-Stiftung bereit, zehn weitere dieser Hightech-Medizin-Container zu finanzieren – einzig unter der Bedingung, dass die Stadt Hamburg die laufenden Kosten für den Video-Dolmetschdienst und die Internetverbindung trägt.
hamburg.de

Gütersloh plant bis zu acht Neubauten für Flüchtlinge

Gütersloh hat einen Rahmenplan für die Unterbringung von Flüchtlingen vorgelegt. Demnach rechnet die Stadt in diesem Jahr mit etwa 1.600 neuen Flüchtlingen – an sieben Standorten im Stadtgebiet sollen deshalb neue Unterbingungsmöglichkeiten entstehen. Dafür hat die Verwaltung einen Mix aus Containern, Schwedenhäusern und modularen Holzbauten vorgeschlagen. Bislang gibt es in Gütersloh 26 eigene, gekaufte oder gemietete Flüchtlingsunterkünfte.
nw.de

Berlin will Flüchtlinge in Hotels unterbringen

Die Anzahl der 10.000 Hotelplätze in insgesamt 22 Berliner Hotels, über die zu Beginn der Woche zwischen Senat und der Hotelkette „Grand City Hotels“ (GCH) verhandelt wurde (wir berichteten), wurde drastisch nach unten korrigiert. Nach Angaben des Betreibers GHC handelt es sich nur noch um 93 Zimmer in zwei Hotels. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Preisvorstellungen der Verhandlungspartner.
www.rbb-online.de

Ben Stiller besuchte Flüchtlingsunterkunft in Berlin

Eigentlich war Ben Stiller in der Hauptstadt, um seinen neuen Film „Zoolander No. 2“ vorzustellen. Vor der Premiere am Abend besuchte der Schauspieler die Flüchtlingsunterkunft im alten Rathaus Wilmersdorf. Dieser Besuch wurde Stiller zufolge vom UN-Flüchtlingshilfswerk organisiert. Er habe die Gelegenheit nutzen wollen, ein paar der Menschen zu treffen, weil er gewusst habe, dass es in Deutschland viele Flüchtlinge gebe, so der US-Star. „Es war gut, ein paar Familien zu treffen und zu sehen, womit sie fertig werden müssen“, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Ben Stiller fordert, nicht nur ein politisches Problem, sondern auch die menschliche Seite zu betrachten. Auf Twitter schreibt er dazu: „Sie [die Flüchtlinge, Anm. d. Red.] brauchen unsere Solidarität & Unterstützung.“

tagesspiegel.de (letzter Absatz)

Modulare Wohnlösung für Geflüchtete

Über eine interessante Lösung für bezahlbaren Wohnraum berichtet das „pv magazine": Die Wohnmodule des Freiburger Architekten Rolf Disch sollen sich schnell errichten lassen, allen gängigen Baustandards entsprechen und darüber hinaus dank Solarenergie im Jahresschnitt mehr Strom erzeugen als sie verbrauchen.

Bild: Rolf Disch SolarArchitektur
Bild: Rolf Disch SolarArchitektur

In jedem Wohnmodul sei die gesamte Haustechnik bereits installiert und durch die Modulbauweise könnten in kurzer Zeit frei kombinierbare Wohngruppen entstehen, die bei Bedarf mit geringem Aufwand versetzbar seien.

Der Richtpreis liege bei einem Modul mit Küche und Bad, Haustechnik, Lüftung und Wärmedämmung bei rund 1.800 Euro pro Quadratmeter und damit am unteren Ende der üblichen Wohnungsbaupreise. Mit den Preisen für Blechcontainer mit Minimalausstattung könne man zwar nicht mithalten, doch für diese müssten Kommunen aufgrund der fehlenden Dämmung im Gegensatz zu der Lösung aus Freiburg auch noch hohe Heizkosten hinzu kalkulieren.
pv-magazine.de, plusenergiehaus.de

Nürnberg: Erste Unterkunft für homosexuelle Flüchtlinge

Menschen fliehen nicht nur vor Krieg, sondern auch weil sie in ihrer Heimat wegen ihrer sexuellen Orientierung verfolgt und mit dem Tod bedroht werden. Und leider werden schwule und lesbische Asylsuchende auch hierzulande in Massenunterkünften nicht selten angefeindet.

Damit sich einige von ihnen sicher fühlen können, wurde in Nürnberg nun die erste Unterkunft für homosexuelle Geflüchtete eröffnet. Zu verdanken ist dies dem schwul-lesbischen Zentrum Fliederlich, das eine Wohnung angemietet hat, die aus fünf Doppelzimmern und einer Küche zur Selbstversorgung besteht. Die Mietkosten werden weitgehend von der Stadt Nürnberg getragen.

Es handelt sich angeblich um die bislang erste Unterkunft ihrer Art in Deutschland. Aber dabei wird es nicht bleiben: In Berlin sollen im März ebenfalls Wohnräume für homosexuelle Flüchtlinge eröffnet werden. Und auch in München und Frankfurt gibt es bereits ähnliche Überlegungen.
spiegel.de, br.de

Berlin will Flüchtlinge in Hotels unterbringen

Laut einem Bericht der FAZ verhandelt der Berliner Senat mit einer Hotelkette über die mehrjährige Anmietung von 10.000 Hotelplätzen für Flüchtlinge. Es gehe um 22 Hotels in der Hauptstadt, die zur Gesellschaft „Grand City Hotels“ (GCH) gehören. 50 Euro je Platz und Nacht verlange der Betreiber für die Unterbringung; auch Betreuungs- und Integrationsangebote sollen inkludiert sein.
faz.net

Hamburg: 240 Helfer für Sophienterrasse

Diese Woche sind die ersten Flüchtlinge, vor allem Familien mit Bleibeperspektive, in die für 190 Menschen konzipierte Unterkunft im ehemaligen Kreiswehrersatzamt an der Hamburger Sophienterrasse (wir berichteten) eingezogen. Sie werden dort von hunderten Helfern empfangen. Die 240 Mitglieder des bestens organisierten Vereins "Flüchtlingshilfe Harvestehude" wollen sich um die Neuankömmlinge kümmern und vor allem Angebote zur Integration auf die Beine stellen, etwa Ausflüge organisieren oder Kindern bei den Schulaufgaben helfen.
mopo.de, ndr.de, hamburg.sat1regional.de (TV-Beitrag)

„Kinderfreundlicher Raum“ in Tempelhof

Am 17. Dezember eröffnete die Hilfsorganisation Save the Children in der Flüchtlingsunterkunft in Berlin Tempelhof einen Schutz- und Spielraum für Kinder. In dem „Kinderfreundlichen Raum“ können die Kleinen spielen, lernen und kreativ sein. Die Einrichtung und Spielsachen haben Sponsoren zur Verfügung gestellt, geschultes Personal bietet psychologische Hilfe.

Dieses Pilotprojekt soll den Kinderflüchtlingen Struktur sowie ein Stück Normalität bieten und sie zudem auf den Besuch von Kitas und Schulen vorbereiten. Weitere Schutz- und Spielräume sind für 2016 geplant.
savethechildren.de, zdf.de (Bericht, 1:50 min)

Schleswig-Holstein nimmt Hamburger Flüchtlinge

Foto: Olaf Bathke
Foto: Olaf Bathke
Solidarität im Norden: Das Bundesland Schleswig-Holstein erklärt sich dazu bereit, Hamburg bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu helfen. 1.000 Asylsuchende aus der Hansestadt könnten im April in einer neuen Erstaufnahme-Einrichtung, einer früheren Kaserne, unterkommen. "Wir wollen helfen, und wir werden helfen", sagte Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD). In dem Bundesland zwischen Nord- und Ostsee ist die Situation vergleichsweise entspannt: Von 12.000 Plätzen in 13 Erstaufnahmen sind derzeit nur 6.000 belegt. Schleswig-Holstein nutzt die Atempause, um in den Unterkünften nun verstärkt Angebote für die Integration zu schaffen, etwa Sprachkurse oder schulische Angebote.
ndr.de, hamburg.sat1regional.de (Video)

Zwischenbelegung in Ottensen

In Hamburg ziehen nun erstmals Flüchtlinge in Wohnungen des städtischen Unternehmens Saga-GWG ein. Rund 100 Flüchtlinge sollen die 15 Wohnungen im Stadtteil Ottensen für sechs Monate nutzen können. Danach gibt es in dem Häuser-Komplex umfangreiche Renovierungen, weshalb die Wohnungen als Ausweichquartiere für die dortigen Mieter benötigt werden. Die Linke fordert derweil, dass Hamburg für die Unterbringung deutlich mehr leerstehende Wohnungen städtischer Wohnungsgesellschaften nutzt.
abendblatt.de

Mühlheim: „manroland“-Bau wird Unterkunft

In Mühlheim sollen ab dem Sommer 110 Flüchtlinge in einem ehemaligen Bürohaus des Druckmaschinenherstellers manroland in der Borsigstraße leben können. Das Gebäude soll für mindestens fünf Jahre gemietet werden. Eine umfangreiche Sanierung ist geplant. Neben Wohnraum ist auch viel Platz für Bildung, Kultur und Begegnung angedacht. Und die Mitarbeiter von manroland überlegen schon, wie die neue Nachbarschaft gestaltet werden kann. Die Lokalpresse will von Überlegungen zur Öffnung der Betriebskantine für die Flüchtlinge erfahren haben.
op-online.de

WLAN-Versorgung für Hamburger Unterkünfte

Bis zum Sommer soll es in allen 34 Zentralen Erstaufnahmen für Flüchtlinge in Hamburg kostenfreies WLAN geben. Aktuell ist dieses bereits in rund der Hälfte der Erstaufnahmen und in einem Drittel der knapp 90 Folgeunterkünfte vorhanden. Das "Projekt 42" soll die Lücken schließen. Dafür werden noch Paten gesucht. Für die Internet-Bereitstellung sorgen Freifunk Hamburg, Dataport, Willy.tel und Telekom, berichtet der Zentrale Koordinierungsstab Flüchtlinge.
welt.de, hamburg.freifunk.net (Projekt 42)

Freie Unterkünfte in Brandenburg

Hör-Tipp: Amelie Ernst von Radio Eins hat sich in Brandenburg umgehört, wie der Stand bei der Unterbringung von Flüchtlingen ist. Und siehe da: Einige extra geschaffene Unterkünfte stehen leer. In den Landkreisen ist man durchaus froh über die Atempause, um Überbelegungen an anderen Orten abzubauen oder Vorbereitungen für ein neues Anschwellen des Zustroms zu treffen. Vielleicht sollten die Berliner mal in Brandenburg klopfen? Doch das ist offenbar nicht so ohne Weiteres möglich.
radioeins.de

Refugio: Zusammenleben in Berlin Neukölln

Bild: Refugio
Bild: Refugio
Mit dem Refugio in Neukölln haben Elke Naters und Sven Lager in Kooperation mit der Berliner Stadtmission im Sommer 2015 ein Haus geschaffen, in dem auf fünf Etagen sowohl Flüchtlinge als auch Einheimische unter einem Dach zusammen wohnen. "Wir bieten Zuflucht, Gemeinschaft und Erneuerung für Weltenwanderer aller Kulturen, und fördern uns gegenseitig in unseren einzigartigen Fähigkeiten und Talenten. Das ist der Sharehausgedanke, den wir in Afrika entwickelt und mit neuen Freunden weitergedacht haben", heißt es auf der Website des Refugio. Das Zusammenleben läuft wie in einer WG und ein Coachingprogramm soll dafür sorgen, dass jeder "mit Freude Deutsch lernen und gute Arbeit oder sinnvolle Ausbildung beginnen kann". Ein Netzwerk von Freunden und Partnern unterstützt das Wohnprojekt und auch Begegnungen im Café des Sharehauses sind möglich.
refugio.berlin, berliner-stadtmission.de, daserste.de (TV-Beitrag)

Hamburg plant Flüchtlingsdorf in der HafenCity

Bis zu 720 Flüchtlinge können womöglich bald in der HafenCity unterkommen. Dort soll – auf städtischem Grund zwischen Lohsepark und dem Hannoverschen Bahnhof – ein Containerdorf entstehen. Geklärt werden muss noch, ob auf dem Gelände der Flutschutz gewährleistet ist. Im Falle dessen wäre der Standort für etwa drei Jahre nutzbar, bevor dort anschließend weitere Neubauten entstehen.
ndr.de, mopo.de

Leitfaden für Unterbringung und Integration

Leitfaden für Unterbringung und IntegrationDas Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat eine Spezial-Publikation zum Thema "Flüchtlinge und Asylsuchende in Kommunen" veröffentlicht. Das kostenfreie Special informiert u.a. über das erleichterte Baurecht für Flüchtlingsunterkünfte, die Inobhutnahme von unbegleiteten Kindern, die Ausbildung und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und vieles mehr. Das Difu unterstützt Kommunen bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden auch mit einem Online-Wegweiser.
difu.de (Flüchtlinge und Asylsuchende in Kommunen; PDF), difu.de
(Online-Wegweiser; PDF)

Anleitung für den Bau von Trennwänden

Foto: NUK Wichertstraße
Foto: NUK Wichertstraße

Das Team der Notunterkunft in der Berliner Wichertstraße (Bezirk Prenzlauer Berg) hat ein ausgesprochen nützliches Tutorial‬ erstellt, das erklärt, wie man schnell und günstig Trennwände für Großraum-Notunterkünfte wie etwa Turnhallen bauen kann. Dabei geht es vor allem um ein kleines bisschen Privatspähre für die Flüchtlinge – Sichtschutz sei Dank. Was man für die Trennwände braucht? Gewerbeplane, Kabelbinder, Holzleisten, Eisenwaren für die Verschraubung – und natürlich viele fleißige Hände. Danke für diese praktische Anleitung!!
nuk-wichertstrasse.de (Anleitung als PDF), nuk-wichertstrasse.de (Bericht und Fotos vom Bau)

Keine Zelte mehr in Hamburg.

In der Hansestadt müssen Flüchtlinge nicht länger in leichten Zelten leben. Seit dem Jahreswechsel hätten die meisten Geflüchteten ein festes Dach über dem Kopf, berichtet der NDR. Etwa 500 Flüchtlinge aus Zelten auf dem Gelände der Erstaufnahme sind vor kurzem ins neue Container-Dorf in der Vogt-Kölln-Straße beim Niendorfer Gehege gezogen. Allgemein hat sich die Lage in Hamburg entspannt. Es gibt sogar mehrere Hundert freie Plätze.
ndr.de

Sophienterrasse bereit für 190 Flüchtlinge.

In Hamburg können ab dem 25. Januar 190 Flüchtlinge ins ehemalige Kreiswehrersatzamt im schicken Stadtteil Harvestehude einziehen. In der Unterkunft in der Sophienterrasse 1a gibt es 23 Gemeinschafts-Wohnungen mit zwei bis vier Bewohnern pro Zimmer. In der dritten oder vierten Januar-Woche soll der Einzug beginnen. Ein Spielplatz für Kinder soll noch entstehen.
hamburg1.de, bild.de