Berlin beschließt Masterplan zur Integration

Der Berliner Senat hat gestern den Masterplan zur Integration von Flüchtlingen beschlossen – und damit ein zehnjähriges Projekt angeschoben. Der von McKinsey mit entwickelte Masterplan sieht u.a. die Neugründung eines Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten als Ersatz für das in die Schlagzeilen gekommene LAGeSo vor. Außerdem werden Registrierung, Leistungsgewährung, Erstberatung, Gesundheitsversorgung und Sprachkurse neu geregelt. Der Plan umfasst aber auch Bildung und Ausbildung, Integration in den Arbeitsmarkt und kulturelle Angebote. Jeder Flüchtling soll in Berlin künftig schnell einen Sprach- und Wertevermittlungskurs machen können. Zudem soll die "Erwerbsorientierung" gefördert werden – etwa mit Bildungsberatung, Coaching oder gemeinnütziger Arbeit. Ein Nachbarschaftsprogramm für die Integration der Zugezogenen in ihrem Wohnumfeld rundet das Maßnahmenpaket ab. Bleibt zu hoffen, dass Berlin zügig loslegt.
tagesspiegel.de, rbb-online.de, berlin.de (Masterplan im Detail)

Notunterkünfte: Berlin will Turnhallen räumen.

Die NUK als Abkürzung für Notunterkunft gehört inzwischen zum normalen Berliner Sprachgebrauch. Gemeint sind damit zumeist Turnhallen, die zu Wohnstätten für geflüchtete Menschen umfunktioniert worden sind. Schließlich fand man in der Hauptstadt lange keine andere Möglichkeit für die massenhafte Unterbringung von Flüchtlingen in den Stadtbezirken. Doch nun sollen die Turnhallen geräumt werden. Bis Jahresende sollen alle derzeit 63 noch als NUK genutzten Sportstätten wieder ihrer ursprünglichen Verwendung zugeführt werden – nach einer Sanierung. 9.300 Menschen leben derzeit noch in den Hallen. Künftig kommen sie in anderen Gebäuden und vielen neuen Wohncontainern unter. Beim "Freizug" sollen vorhandene Bindungen im Kiez berücksichtigt werden. Soll heißen: Die Flüchtlinge sollen möglichst im Bezirk bleiben können. Das hilft auch der Arbeit der Unterstützerkreise, die sich vielerorts gebildet haben. Die Aktivitäten, welche die zumeist ehrenamtlichen Helfer aufgebaut haben, könnten auf diese Weise fortgeführt werden, hoffen die Unterstützerkreise.
tagesspiegel.de, rbb-online.de, morgenpost.de

ZEESA – zentrale Kleiderkammer für Berlin

Berliner-KleiderkammernIn Berlin gehen die Vorbereitungen zur Gründung einer zentralen Kleiderkammer nach Hamburger Vorbild voran. Zwar haben sich bereits in einigen Bezirken regionale Zentralkammern etabliert. Nichtsdestotrotz werden die Pläne für eine berlinweite Kammer unter dem Arbeitstitel ZEESA derzeit konkretisiert. Gestern fand das dritte Vernetzungstreffen zwischen den Ansprechpartnern für Kleiderkammern bzw. Spendenkammern in kleineren und größeren Unterkünften statt. Das Ziel der engagierten Helferinnen und Helfer: Ergänzend zu den bestehenden Kleiderkammern soll eine zentrale Spendenannahmestelle und -sortierung aufgebaut werden, von der die Einrichtungen dann bei Bedarf sortierte Kleidung erhalten können. Denn nicht selten fehlt in der einen Notunterkunft jene Kleidung, die in einer anderen noch auf Vorrat in den Regalen liegt. Eine zentrale Annahme könnte die bedarfsgerechte Verteilung vereinfachen und die Arbeit in den Notunterkünften selbst verringern, so die Idee. Die Kommunikation läuft derzeit über eine geschlossene Facebook-Gruppe. Wer sich für die Kleiderkammern engagieren möchte, kann dieser beitreten.
facebook.com

Start FM: Arabischsprachiges Integrationsradio geplant

Der arabischsprachige Radiosender „Start FM" soll Geflüchteten und Migranten in Berlin und Brandenburg praktische Lebenshilfe in ihrer neuen Heimat anbieten. Am 10. Februar stellte sich das neue Integrationsradio in einer zweistündigen Pilotsendung vor. Ob Start FM „on air“ gehen wird, entscheidet im Frühjahr die Landesmedienanstalt Berlin-Brandenburg, welche die UKW-Frequenzen vergibt. Wir drücken die Daumen!
deutschlandradiokultur.de (Audio-Beitrag)

Flüchtlingsrat Berlin sucht ab sofort neue Räume für die Geschäftsstelle

Das Team des Flüchtlingsrates Berlin ist auf der Suche nach einer neuen Bleibe für seine Geschäftsstelle. Bisher stapeln sich die KollegInnen in einem einzigen, viel zu kleinen Büroraum. Vor diesem Hintergrund erreichte uns die Rundmail mit der Bitte um Hilfe bei der Suche nach geeigneten Räumen.

Die harten Fakten bzw. (flexiblen) Vorstellungen für die künftige Geschäftsstelle lauten:  „Flüchtlingsrat Berlin sucht ab sofort neue Räume für die Geschäftsstelle“ weiterlesen

Willkommenskonzert in der Philharmonie Berlin

Daniel Barenboim in Aktion. Foto: Holger Kettner
Daniel Barenboim in Aktion. Foto: Holger Kettner
Die Berliner Philharmoniker, das Konzerthausorchester Berlin und die Staatskapelle Berlin laden Flüchtlinge, ihre Familien sowie Helferinnen und Helfer am 01. März zu einem kostenlosen Konzert ein. Die drei Orchester, ihre Chefdirigenten Daniel Barenboim, Iván Fischer und Sir Simon Rattle und die Intendanten möchten mit dem Abend in der Philharmonie (los geht's um 18 Uhr) Menschen, die aus ihrer Heimat geflohen sind, willkommen heißen und zugleich den vielen Helferinnen und Helfern für ihr Engagement danken. Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, Institutionen, Vereinen oder Initiativen können Flüchtlinge sowie Helferinnen und Helfer für das Konzert online anmelden. Aus organisatorischen Gründen werden nur Sammelanmeldungen berücksichtigt.
berliner-philharmoniker.de

Willkommenskultur auf der Berlinale

Unter dem Motto „Das Recht auf Glück“ startet heute die 66. Berlinale. Zahlreiche Festival-Beiträge beschäftigen sich in diesem Jahr mit den Themen Flucht, Vertreibung und Integration. Doch das Engagement geht darüber hinaus: Für Geflüchtete soll es Ticket-Ermäßigungen, freie Platzkontingente und Patenschaften geben. Außerdem ist das Berlinale-Publikum aufgerufen, für Organisationen, die sich um Flüchtlinge kümmern, zu spenden. In Kooperation mit der Initiative „Über den Tellerrand kochen“ werden die Besucher mit den kulinarischen Vorlieben der Menschen aus aller Welt bekannt gemacht. Zudem werden Workshops angeboten, um Flüchtlingskindern den Umgang mit westlichen Medien näherzubringen.
dw.com/de, deutschlandfunk.de (Interview mit Berlinale-Chef Dieter Kosslick)

Flüchtlingspaten Syrien e.V. für menschliche Flüchtlingspolitik

Die Berliner Organisation Flüchtlingspaten Syrien e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Sponsoren und Paten zu finden, Spenden zu sammeln und Syrern die Flucht aus dem Krieg zu ermöglichen. Mit fast tausend regelmäßigen Patenschaften ist es bisher bereits gelungen, den Lebensunterhalt von über 40 Menschen aus Familien, die vor dem Krieg in Syrien flohen, zu finanzieren. Wie Helfen hier konkret aussieht, beschreibt Flüchtlingspate Peter Kuttner gegenüber dem rbb.
fluechtlingspaten-syrien.de, rbb-online.de (Bericht über Peter Kuttner)

Berlin erwartet 2016 bis zu 60.000 neue Flüchtlinge

Weitere 50.000 bis 60.000 neue Flüchtlinge könnten im laufenden Jahr in Berlin ankommen. Davon gehen die Behörden der Hauptstadt aus. Das heißt natürlich auch, dass deutlich mehr Unterkünfte benötigt werden. Aktuell warten noch 10.000 Menschen in Notunterkünften auf eine dauerhafte Unterbringung. Für 2016 müssten den Angaben der Behörden zufolge rund 34.000 zusätzliche Plätze her. Deshalb sollen möglichst schnell neue eingeschossige Wohncontainer entstehen. Gebaut wird auch an 36 Modularbauten. Außderm verhandelt der Berliner Senat offenbar mit mehreren Hotelbetreibern und will einfache Fertighäuser errichten.
tagesspiegel.de

Tagung „Integration heißt Teilhabe“

Am 21. und 22. Juni 2016 veranstaltet die Stiftung Mitarbeit in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung die Tagung „Integration heißt Teilhabe“. Dabei soll die Frage im Mittelpunkt stehen, wie die Zivilgesellschaft den Wandel mitgestaltet, der durch die Zuwanderung der Flüchtlinge auf die Gesellschaft zukommt. Dabei fokussiert die Veranstaltung auf das bürgerschaftliche Engagement von, für und mit Flüchtlingen und deren Partizipation. Das Angebot der Tagung richtet sich an selbstorganisierte Initiativen und zivilgesellschaftliche Organisationen und an Menschen mit Fluchterfahrungen und Zuwanderungsgeschichte. Die Veranstaltung findet in Berlin statt.
mitarbeit.de

Berlin will Flüchtlinge in Hotels unterbringen

Die Anzahl der 10.000 Hotelplätze in insgesamt 22 Berliner Hotels, über die zu Beginn der Woche zwischen Senat und der Hotelkette „Grand City Hotels“ (GCH) verhandelt wurde (wir berichteten), wurde drastisch nach unten korrigiert. Nach Angaben des Betreibers GHC handelt es sich nur noch um 93 Zimmer in zwei Hotels. Grund hierfür sind die unterschiedlichen Preisvorstellungen der Verhandlungspartner.
www.rbb-online.de

SHE36 lädt zur Solidaritätsfahrradfahrt in Berlin

Am Samstag, den 6. Februar lädt SHE36 zur SoliRide zugunsten von „Moabit hilft“, bei der Hygieneartikel fürs LAGeSo gesammelt werden. Die Fixietruppe bereitet zwei Lostöpfe vor: einen, in dem sich Lose mit der Info zu den aktuell benötigten Hygieneartikeln befinden und einen mit Zetteln mit Adressen von Drogeriemärkten. Nach dem Ziehen aus beiden Töpfen bleibt eine Stunde Zeit, um die „gezogenen“ Artikel – frei nach dem eigenen Budget – in der „gezogenen“ Drogerie einzukaufen. Los geht's um 12 Uhr am Hausvogteiplatz in Berlin Mitte. Ziel ist das Haus der Kulturen der Welt – von dort aus geht es dann gemeinsam weiter zum Lager von „Moabit hilft“ am LAGeSo.
facebook.com/events

Ben Stiller besuchte Flüchtlingsunterkunft in Berlin

Eigentlich war Ben Stiller in der Hauptstadt, um seinen neuen Film „Zoolander No. 2“ vorzustellen. Vor der Premiere am Abend besuchte der Schauspieler die Flüchtlingsunterkunft im alten Rathaus Wilmersdorf. Dieser Besuch wurde Stiller zufolge vom UN-Flüchtlingshilfswerk organisiert. Er habe die Gelegenheit nutzen wollen, ein paar der Menschen zu treffen, weil er gewusst habe, dass es in Deutschland viele Flüchtlinge gebe, so der US-Star. „Es war gut, ein paar Familien zu treffen und zu sehen, womit sie fertig werden müssen“, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Ben Stiller fordert, nicht nur ein politisches Problem, sondern auch die menschliche Seite zu betrachten. Auf Twitter schreibt er dazu: „Sie [die Flüchtlinge, Anm. d. Red.] brauchen unsere Solidarität & Unterstützung.“

tagesspiegel.de (letzter Absatz)

Berlin plant Messe für arbeitssuchende Flüchtlinge

Um Flüchtlingen schneller einen Arbeitsplatz vermitteln zu können, planen die Wirtschaftsförderung des Bezirksamtes Tempelhof-Schöneberg und Unternehmen des Stadtteils derzeit eine Messe für arbeitssuchende Flüchlinge. Auf dieser Messe können Unternehmen und Interessierte direkt Kontakt miteinander aufnehmen. Der Bezirk, der ca. 18.000 kleine und mittelständische Unternehmen umfasst, arbeitet hierbei mit Unternehmensnetzwerken des Bezirks zusammen, die sich auf verschiedene Schwerpunkte konzentrieren, wie produzierendes Gewerbe oder Dienstleistungen. Am kommenden Donnerstag, 04.02.2016, trifft sich das Gremium mit Arbeitsagentur, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und Vertretern der Jugendberufsagentur zur Besprechung der weiteren Organisation.
www.morgenpost.de

Berlin will Flüchtlinge in Hotels unterbringen

Laut einem Bericht der FAZ verhandelt der Berliner Senat mit einer Hotelkette über die mehrjährige Anmietung von 10.000 Hotelplätzen für Flüchtlinge. Es gehe um 22 Hotels in der Hauptstadt, die zur Gesellschaft „Grand City Hotels“ (GCH) gehören. 50 Euro je Platz und Nacht verlange der Betreiber für die Unterbringung; auch Betreuungs- und Integrationsangebote sollen inkludiert sein.
faz.net

Musik hilft – Benefizkonzert zur Flüchtlingshilfe in Berlin Hellersdorf

Am 20. Februar findet in der Jugendfreizeiteinrichtung Eastend in Berlin Hellersdorf ein Benefizkonzert zur Flüchtlingshilfe statt. Zu hören gibt es Cover berühmter Bands von Pink Floyd über The Police, Die Ärzte bis hin zu AC/DC und Metallica. Der Eintritt kostet 5 Euro. Die Einnahmen kommen dem Verein Hellersdorf hilft e.V. und dem Projekt Sea-Watch zugute.
eastend-berlin.com, facebook.com/events

Berlin: Jobbörse für Geflüchtete

Das Estrel Hotel Berlin veranstaltet heute eine Jobbörse für geflüchtete Menschen. Mehr als 150 Firmen und Organisationen – darunter die Berliner Sparkasse, Gegenbauer, IHK Berlin, Vattenfall und Zalando – haben ihre Teilnahme zugesagt. Auch die Agentur für Arbeit Berlin Süd wird mit einem mehrsprachigen Team vor Ort sein, um konkrete Fragen (z.B. arbeitsrechtlicher Natur) zu beantworten.
berlinonline.de, tw-media.com, jobboerse-estrel.de

#refugeeswelcome – Leitfaden zum Helfen in Berlin

Wer mit Zeit, Geld und/oder Sachspenden Flüchtlinge in Berlin unterstützen möchte, weiß oft nicht, wo und wie. Für all diejenigen hat Jule Müller, Gründerin des Online Magazins im gegenteil!, einen tollen Leitfaden mit praktischen Tipps und Links rund um Möglichkeiten zur Flüchtlingshilfe in der Bundeshauptstadt zusammengestellt.
docs.google.com (Leitfaden), journelles.de (Interview mit Jule Müller)

„Kinderfreundlicher Raum“ in Tempelhof

Am 17. Dezember eröffnete die Hilfsorganisation Save the Children in der Flüchtlingsunterkunft in Berlin Tempelhof einen Schutz- und Spielraum für Kinder. In dem „Kinderfreundlichen Raum“ können die Kleinen spielen, lernen und kreativ sein. Die Einrichtung und Spielsachen haben Sponsoren zur Verfügung gestellt, geschultes Personal bietet psychologische Hilfe.

Dieses Pilotprojekt soll den Kinderflüchtlingen Struktur sowie ein Stück Normalität bieten und sie zudem auf den Besuch von Kitas und Schulen vorbereiten. Weitere Schutz- und Spielräume sind für 2016 geplant.
savethechildren.de, zdf.de (Bericht, 1:50 min)

Project Reconnect spendiert 25.000 Chromebooks

Project-Reconnect-300x300Google.org und NetHope haben eine Initiative für Flüchtlinge in Deutschland gestartet. Das "Project Reconnect" stellt dabei gemeinnützigen Organisationen, die mit Flüchtlingen arbeiten, insgesamt 25.000 Chromebooks zur Verfügung. Ziel ist es, Flüchtlingen den wichtigen Zugang zu Informations- und Bildungsangeboten zu ermöglichen. Organisationen der Flüchtlingshilfe, etwa Erstaufnahmestellen, Schulen, Beratungszentren oder Jugendprogramme, können sich zunächst für bis zu 5.000 Chromebooks bewerben. Die entsprechenden Anfragen an reconnect@nethope.org für die erste Runde sollten bis 8. Februar 2016 eingehen, die Mails für die zweite Ausschreibung bis zum 8. März 2016. Weitere Partner sind der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Deutsche Telekom. Erste Chromebooks wurden in Berlin übergeben.
reconnect.nethope.org (Projekt-Seite) via asb.de

Berliner Kunsthochschule bereitet Flüchtlinge aufs Studium vor

Die Weißensee Kunsthochschule Berlin startet zum Sommersemester 2016 mit einer *foundationClass für Geflüchtete. Personen, die in ihren Heimatländern entweder ein Kunst- oder Designstudium aufnehmen wollten, schon begonnen hatten oder einen Studienwechsel anstreben, sollen in einem über ein bis zwei Semester geplanten Kurs die Grundlagen für eine Bewerbung an einer deutschen Kunsthochschule vermittelt bekommen. Prof. Ulf Aminde – vom Fachgebiet Künstlerische Grundlagen – leitet den Kurs. Das Projekt wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft aus der Berliner Qualitätsoffensive für die Lehre finanziert.
kh-berlin.de via art-in-berlin.de, kh-berlin.de (Englisch)

Studium: Leistungspunkte für Flüchtlingshilfe

Die Freie Universität und die Humboldt-Universität in Berlin belohnen ehrenamtliche Flüchtlingshilfe von Studenten laut einem Bericht der „Berliner Morgenpost" mit Leistungspunkten. So könnten sich Bachelor-Studenten der FU je nach Fachbereich ihre Praktika in der organisierten Flüchtlingshilfe anrechnen lassen, an der Humboldt-Uni sei dies sogar an allen Fakultäten möglich.
morgenpost.de

HelpTo – Hilfe-Portal für Flüchtlinge

Das Hilfe-Portal HelpTo soll engagierte Bürger, Initiativen, Kommunen und Unternehmen mit Flüchtlingen und Bedürftigen zusammenbringen – es ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Helfenden und Hilfesuchenden. Sachspenden, ehrenamtliches Engagement oder die Vermittlung von Arbeit oder Wohnungen etc. können über das Hilfe-Portal koordiniert werden.

Wie HelpTo funktioniert, erklärt dieses kurze Video (Dauer ca. 1 min):

Das Besondere an dem Portal ist seine regionale Struktur – es ist für Städte und Landkreise einsetzbar und jeweils unter einer eigenen Subdomain, z.B. http://ortsname.helpto.de, erreichbar. Bisher ist das Team in Brandenburg, Berlin, Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Baden-Württemberg aktiv. Im Frühjahr 2016 wird der bundesweite Ausbau des Portals angestrebt – dann werden alle Landkreise und kreisfreien Städte freigeschaltet.
helpto.de

Fokuswoche „alice solidarisch“

Noch bis zum 22. Januar kommen im Rahmen der Fokuswoche „alice solidarisch“ Lehrende, Studierende, Geflüchtete und Experten an der Alice Salomon Hochschule Berlin zusammen, um innovative Strategien für die Inklusion von Flüchtlingen zu entwickeln. Alle Veranstaltungen sind öffentlich. Eine Anmeldung für die Teilnahme ist nicht erforderlich.
ash-berlin.eu (Programm)

Refugio: Zusammenleben in Berlin Neukölln

Bild: Refugio
Bild: Refugio
Mit dem Refugio in Neukölln haben Elke Naters und Sven Lager in Kooperation mit der Berliner Stadtmission im Sommer 2015 ein Haus geschaffen, in dem auf fünf Etagen sowohl Flüchtlinge als auch Einheimische unter einem Dach zusammen wohnen. "Wir bieten Zuflucht, Gemeinschaft und Erneuerung für Weltenwanderer aller Kulturen, und fördern uns gegenseitig in unseren einzigartigen Fähigkeiten und Talenten. Das ist der Sharehausgedanke, den wir in Afrika entwickelt und mit neuen Freunden weitergedacht haben", heißt es auf der Website des Refugio. Das Zusammenleben läuft wie in einer WG und ein Coachingprogramm soll dafür sorgen, dass jeder "mit Freude Deutsch lernen und gute Arbeit oder sinnvolle Ausbildung beginnen kann". Ein Netzwerk von Freunden und Partnern unterstützt das Wohnprojekt und auch Begegnungen im Café des Sharehauses sind möglich.
refugio.berlin, berliner-stadtmission.de, daserste.de (TV-Beitrag)

Einheitliche Ausweise für alle Flüchtlinge

Der Bundestag hat gestern die Einführung eines einheitlichen Ausweises für alle Flüchtlinge in Deutschland beschlossen. Dieser Flüchtlingsausweis soll vor allem die Probleme bei der Registrierung lösen und den Datenaustausch zwischen den Behörden beschleunigen. Zugleich soll die Zahl der unregistrierten Asylbewerber sinken. Ohne das neue Papierdokument soll es künftig aber auch keine Leistungen mehr geben. Das Projekt wird vom Bund gerade mit höchster Eile durch die Gesetzgebung gepeitscht, schon Ende Januar soll der Bundesrat abschließend beraten. Eine Pilotphase ab Mitte Februar ist in Berlin, Bielefeld, Heidelberg und Zirndorf geplant. Danach soll der einheitliche Papier-Flüchtlingsausweis bundesweit ausgestellt werden.
faz.net

Tag der offenen Tür bei Kreuzberg hilft

Kreuzberg hilft lädt alle Interessierten ein, einen Blick hinter die Kulissen der Initiative zu werfen und lädt am 30. Januar 2016 zum Tag der offenen Tür am Mariannenplatz 1 in Kreuzberg. Vor Ort kann man sich die Räumlichkeiten anschauen und erfahren, wie die Initiative geflüchtete Menschen konkret unterstützt. Die Veranstaltung ist kostenlos, das Team freut sich aber über Spenden in Form von Hygieneartikeln oder Drogeriemarktgutscheinen.
facebook.com/events

Songs For Refugees – Benefizkonzert

Studierende der SRH Hochschule der populären Künste (hdpk) Berlin haben im Rahmen des Projektes Songs For Refugees unter der Leitung des Studiengangs Musikproduktion eine Compilation-CD aufgenommen, deren Verkaufserlöse der Berliner Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V. (KuB) zugute kommen. Auf der Platte ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei. Die musikalische Bandbreite reicht von Afro-Pop über Rap und Garagerock bis hin zu elektronischen Klängen. Außerdem hat das Team der hdpk gemeinsam mit Flüchtlingen aus Syrien und Pakistan den Song „Moving“ aufgenommen, den es ebenfalls auf der CD zu hören gibt.

Das offizielle Release-Konzert findet am kommenden Samstag, den 16. Januar im Berliner PRIVATCLUB in der Skalitzer Straße 85-86 statt. Der Einlass beginnt um 19 Uhr, Tickets gibt's für 4,00 Euro an der Abendkasse. Auch diese Einnahmen werden für die Flüchtlingshilfe gespendet.
songsforrefugees.de, facebook.com/events (Infos zum Konzert)

Rückenwind: Fahrräder für Flüchtlinge

Flüchtlingen ein Stück Selbstständigkeit zurückgeben – das hat sich der Berliner Verein Rückenwind zur Aufgabe gemacht. Im Stadtteil Neukölln – die Werkstatt befindet sich im Sharehaus „Refugio“ in der Lenaustraße 3, 12047 Berlin – sammlen acht Studierende Fahrradteile und Fahrräder und reparieren diese gemeinsam mit Geflüchteten. Bisher hat der Verein bereits 195 Räder wieder auf Vordermann gebracht (Stand 13.01.2016). Unterstützen können Sie Rückenwind mit Rädern, Ersatzteilen, Werkzeug, Geld und vor allem Engagement.
rueckenwind.berlin

Hold-Up Ankommer Berlin – Refugee Integration.

Bild: MakeSense Germany‎
Bild: MakeSense Germany‎
Am 19. Januar 2016 laden die Initiativen MakeSense und ANKOMMER. Perspektive Deutschland zu einem Kreativ-Workshop ein, der Interessierten binnen zwei Stunden vermitteln soll, wie sie eigene Integrationsprojekte starten können. Die Veranstaltung findet im Social Impact Lab Berlin im Bezirk Kreuzberg statt. Los geht's um 19 Uhr.
facebook.com/events, germany.makesense.org, ankommer.eu

Die UdK Berlin engagiert sich für Geflüchtete

Von limitierten Fußballtrikots, deren Verkaufserlös dem Fußballverein „Champions ohne Grenzen e. V.“ , der Flüchtlingskinder trainiert und fördert, gespendet wird, über einen Dokumentarfilm und Willkommensklassen – die Universität der Künste Berlin engagiert sich vielfältig für geflüchtete Menschen. Eine Auswahl der Projekte und Veranstaltungen gibt's hier:
udk-berlin.de

Kiron – Online-Universität für Flüchtlinge

Screenshot-KironKann ein Flüchtling in Deutschland trotz ungeklärtem Aufenthaltsstatus zum Beispiel Maschinenbau studieren? Er kann – auf seinem Smartphone. Möglich macht's die Online-Universität Kiron. Diese wurde bereits 2014 von Markus Kreßler und seinem Studienfreund Vincent Zimmer gegründet. Praktisch: Erste Partnerunis wie die RWTH Aachen, die Hochschule Heilbronn, die University of Westafrica und die University of the People in den USA erkennen die bei Kiron absolvierten Online-Kurse bereits an. Aktuell kann man auf Startnext in das Projekt investieren.
tagesspiegel.de (Bericht), startnext.com (Finanzierung), kiron.university

Multaka – Museumsprojekt von Geflüchteten in Berlin

Multaka bedeutet in arabischer Sprache Treffpunkt. In Berlin ist es der Name für ein Museumsprojekt. Irakische und syrische Flüchtlinge bieten Führungen durch verschiedene Museen der Hauptstadt in arabischer Sprache an. Insgesamt 19 Guides wurden dafür bisher ausgebildet, sie erhalten nun das gleiche Honorar, wie alle anderen Museumsführer. Das Projekt wurde von Geflüchteten aus Syrien in Zusammenarbeit mit Berliner Museen entwickelt.

Aktuell werden Führungen im Pergamonmuseum, im Bodemuseum, im Museum für Byzantinische Kunst und im Deutschen Historischen Museum angeboten.
art-magazin.de >>, facebook.com/MultakaTreffpunktMuseum >>, smb.museum >> (Projektwebseite)

Arbeitsmarktintegration Geflüchteter in Berlin

Mit der Initiative „Arrivo Berlin“ wollen die Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, die Handwerkskammer Berlin und das Netzwerk für Bleiberecht „bridge“ Flüchtlinge, die arbeiten oder eine Ausbildung beginnen wollen, und Betriebe in der Hauptstadt zusammenbringen. Erst im November vergangenen Jahres hatte die Bundesregierung beschlossen, Flüchtlingen bereits nach drei Monaten den Zugang zum Arbeitsmarkt zu ermöglichen. So soll auch dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Einen Leitfaden zur „Ausbildung, Beschäftigung und Unterstützung von Flüchtlingen“ gibt's auf der Seite der IHK Berlin als blätterbares E-Book.
morgenpost.de, ihk-berlin.de (E-Book)

Wie Deutschland die Integration packen kann

Naika-ForoutanNaika Foroutan, Professorin für Integrationsforschung und Gesellschaftspolitik an der Humboldt-Universität zu Berlin, erläutert auf Spiegel Online, wie Deutschland zu einem modernen Einwanderungsland werden kann, ohne dass der Nationalismus erstarkt. Das Wichtigste aus ihrer Sicht: ein klares Integrationskonzept. Helfen könnte dabei eine überparteiliche Leitbildkommission. Und ein interessanter Nebeneffekt: Der hohe Bedarf an Helfenden könne Deutschland in eine hochflexible Dienstleistungsgesellschaft verwandeln, so Naika Foroutan.
spiegel.de

Serie über Flüchtlingshelfer in Prenzlauer Berg

Die "Prenzlauer Berg Nachrichten" portraitieren in einer neuen Serie Flüchtlingshelfer aus dem Berliner Bezirk. Im ersten Teil ging es um eine junge Mutter, die in einer zur Notunterkunft umfunktionierten Sporthalle in der Winsstraße regelmäßig hilft – zur Not auch mit dem Baby auf dem Arm. Im zweiten Teil geht es um einen 44-Jährigen, der in der Kleiderkammer einer anderen Notunterkunf (ebenfalls eine Sporthalle) aushilft und auch Begleitdienste für Arzt- oder Ämtergänge der Flüchtlinge koordiniert.
prenzlauerberg-nachrichten.de (Überblick zur Serie)

Cucula – Flüchtlinge bauen Möbel

Foto: © Verena Brüning
Foto: © Verena Brüning

Als Modellbetrieb möchte die Berliner „CUCULA – Refugees Company for Crafts and Design“ Flüchtlingen helfen, sich eine berufliche Zukunft aufzubauen. Designer und Pädagogen vermitteln in der Design-Manufaktur handwerkliche Grundlagen der Holzverarbeitung und des Möbelbaus. Das Ergebnis: echte Designklassiker nach den Plänen des Italieners Enzo Mari, bei denen auch Holz der Boote verarbeitet wird, auf denen die Flüchtlinge nach Europa kamen. Die Erlöse aus dem Verkauf der Möbelstücke soll in die Finanzierung des Lebensunterhalts und der Ausbildung der Flüchtlinge fließen.
cucula.org

Berliner und Flüchtlinge singen gemeinsam.

In Berlin hat sich ein Begegnungschor gegründet. Motto: "Berliner singen mit Flüchtlingen." Sogar ein eigener Verein wurde dafür gegründet. Jeden Mittwoch wird von 18:30 bis 21:00 Uhr in Berlin-Mitte geprobt. Die Aufnahme in den Chor ist für "Alt"-Berliner derzeit noch an die Bedingung geknüpft, mit einem Geflüchteten im Tandem zur Probe zu kommen. Ende Februar ist ein Auftritt im Radialsystem Berlin geplant.
begegnungschor.com, facebook.com/begegnungschor

2015 kamen 79.272 Flüchtlinge nach Berlin.

Im abgelaufenen Jahr kamen nach offiziellen Angaben des Senats 79.272 Flüchtlinge nach Berlin. 55.111 von ihnen leben noch in der Stadt, etwa in Notunterkünften oder Aufnahmeeinrichtungen. Über die Feiertage kamen laut "Tagesspiegel" täglich rund 400 Menschen per Zug in Berlin an, außer am ersten Weihnachtstag und an Neujahr. Vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (bekannt als Lageso), das seit heute wieder geöffnet hat, bildeten sich schon am frühen Morgen die ersten Schlangen – bei Temperaturen von -10 Grad und darunter. Mitarbeiter von Vivantes helfen vor Ort mit dem Nötigsten aus.
tagesspiegel.de

Elektronische Gesundheitskarte für Berlins Flüchtlinge

Ab heute erhalten Flüchtlinge in Berlin eine elektronische Gesundheitskarte – vorerst allerdings nur neu ankommende Asylbewerber, die sich in der Bundesallee registrieren lassen. Künftig müssen die Menschen müssten nicht mehr für einen Krankenschein am LaGeSo anstehen, sondern könnten direkt in eine Arztpraxis oder ins Krankenhaus gehen. Die Kosten für diese medizinische Versorgung trägt das Land. Außerdem hat Berlins Sozialsenator Mario Czaja (CDU) ein separates Flüchtlingsamt angekündigt. Auch neue große Unterkünfte sollen in Berlin entstehen.
rbb-online.de

Berlin sagt Danke.

Für die Hilfe bei der Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge will sich die Stadt bei allen Berlinern bedanken – mit einem Tag, an dem es freien Eintritt in öffentliche Einrichtungen wie Zoo, Tierpark, Aquarien, Opern, Theater oder Museen gibt. Am Sonntag, den 31. Januar 2016, heißt es: Berlin sagt Danke! Eine Liste der kostenfrei zugänglichen Einrichtungen soll in Kürze auf einer noch zu erstellenden Webseite unter www.berlin-sagt-danke.de zu finden sein.
bz-berlin.de, bild.de, berlin-sagt-danke.de

Berlin: PACK A BAG – neue Kampagne für Soforthilfe-Rücksäcke.

Auf der Crowdfunding-Plattform Startnext ist eine neue Kampagne für Willkommens-Rucksäcke für ankommende Flüchtlinge in Berlin gestartet. Die Aktion mit dem Titel "PACK A BAG" gibt es bereits zum zweiten Mal – nun quasi in der Winter-Version. Die Rucksäcke enthalten neben einer Flasche Wasser, Essen, Zahnbürste, Hygiene-Artikeln auch eine Decke, ein Handtuch und eben zusätzlich Mütze, Schal und Fleecejacke. Je mehr Geld gespendet wird, desto mehr Rucksäcke für Neuankömmlinge in Berlin können gepackt und verteilt werden. PACK A BAG ist ein Projekt des Neuköllner Kulturverein e.V. mit Unterstützung von "Moabit hilft".
startnext.com/pack-a-bag-2 via facebook.com/Moabithilft