Projekt „Physik für Flüchtlinge“ für Kinder und Jugendliche

In insgesamt 30 deutschlandweit angesiedelten Flüchtlingsunterkünften (z.B. Berlin, Freiburg, Frankfurt) können geflüchtete Kinder und Jugendliche spielerisch die Physik entdecken. Die Mädchen und Jungen bekommen dann Besuch von Physikern der Deutschen Physikalischen Gesellschaft DPG, die das Projekt Physik für Flüchtlinge ins Leben gerufen hat.

An einem Nachmittag in der Woche lernen die Geflüchteten dann das Experimentieren mit naturwissenschaftlichen Phänomenen. So erfahren sie bspw., wie man eine Lampe mit Schaltkreis, Kabel und Batterie zum Leuchten bringt. Für das Projekt engagieren sich zur Zeit 170 freiwillige Helfer. Eine finanzielle Unterstützung in Höhe rund 150.000 Euro kommt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung. Weitere Helfer und Helferinnen sind willkommen.
www.deutschlandfunk.de

Regierungserklärung: Angela Merkel hält Kurs

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit einer kämpferischen Regierungserklärung im Bundestag klargemacht, dass sie ihre Flüchtlingspolitik der offenen Türen fortsetzen will. Ihre Wähler wähnt sie hinter sich und verwies dabei auf Umfragen, wonach 90 Prozent der Bevölkerung Menschen, die vor Krieg und Terror fliehen, Schutz und Unterkunft in Deutschland geben wollen. "Ich finde das wunderbar", sagte Angela Merkel dazu.
Gleichzeitig will die Bundeskanzlerin per Drei-Punkte-Plan die Flüchtlingszahlen "spürbar und nachhaltig reduzieren". Dabei gehe es darum, 1. die Fluchtursachen zu bekämpfen, 2. die EU-Außengrenze zwischen Griechenland und Türkei zu schützen und Lasten besser zu verteilen und 3. den Zuzug besser zu ordnen und zu steuern.
faz.net, welt.de, bundeskanzlerin.de

Politik: Integrationskonzepte im Vergleich

Die CDU hat gestern unter dem Titel "Fordern und Fördern" ein Konzept für die Integration von Flüchtlingen in Deutschland vorgelegt. Die SPD hatte bereits im Januar einen "Integrationsplan für Deutschland" ausgearbeitet. Und auch die Grünen haben längst ein entsprechendes Konzept der Bundestagsfraktion publiziert. Andrea Dernbach, Cordula Eubel und Albert Funk vom "Tagesspiegel" nehmen die Papiermenge zum Anlass, die unterschiedlichen Ansätze der Parteien zu vergleichen. Die Schwerpunkte, das ist allen Konzepten gemein, liegen bei Bildung, Wohnungsbau und Arbeit. Alle Details drüben bei den Kollegen.
tagesspiegel.de

Freie Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen

In vielen Bundesländern gibt es derzeit freie Kapazitäten in den Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge. Das berichtet Spiegel Online unter Berufung auf einen Artikel in der "Welt am Sonntag". Demnach werden in Sachsen im Moment nur 25 Prozent, in Thüringen 33 Prozent, in Nordrhein-Westfalen 40 Prozent und in Schleswig-Holstein 46 Prozent der vorhandenen Plätze genutzt. Nahezu voll ausgelastet seien dagegen die Erstaufnahmen in beliebten Großstädten wie Hamburg, Berlin und Bremen, aber auch in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Die meisten Bundeländer bereiteten sich allerdings schon wieder auf ein deutliches Anschwellen der Flüchtlingszahlen im Frühling vor. Zehn Länder wollen sogar mehr Plätze in Erstaufnahmeeinrichtungen schaffen.
spiegel.de

Flüchtlingshilfe: Bisher mehr als 1.200 neue Bufdi-Stellen eingerichtet

Von den in den kommenden drei Jahren geplanten jeweils bis zu 10.000 zusätzlichen Stellen im Bundesfreiwilligendienst, die im Rahmen des im Dezember 2015 von der Bundesregierung gestarteten Sonderprogramms zur Flüchtlingshilfe geschaffen werden sollen, waren am 27. Januar 1.225 eingerichtet. Die meisten davon entstanden bisher in Sachsen-Anhalt (197), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (192) und Sachsen (174). Knapp 20 Prozent der neuen Bufdi-Stellen werden laut der „Mitteldeutschen Zeitung" mit Geflüchteten besetzt.
mz-web.de, welt.de

Linktipp: Infopool der bagfa

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V. (bagfa) hat bereits einen großen Infopool angelegt, in dem man Beispiele aus der Arbeit von Freiwilligenagenturen findet und der eine Übersicht zu Webportalen, Websites, Studien, Artikeln, Leitfäden mit dem Bezug zu Engagement für und von Flüchtlinge(n) bietet. Das Team der bagfa ist an weiteren Hinweisen interessiert und aktualisiert die Übersicht regelmäßig.
bagfa.de

youvo.org – eine Plattform stellt sich vor

Foto: Sebastian Schütz
Foto: Sebastian Schütz

Zahllose Menschen, Initiativen und Organisationen unterstützen die notwendige Arbeit in der Flüchtlingshilfe. Dabei kann einiges zu kurz kommen. youvo.org will im Bereich Kommunikation und Fundraising unterstützen. In loser Abfolge stellen wir Tools und Plattformen vor, die für einzelne Themenfelder der Flüchtlingsarbeit relevant sein können. Den Anfang macht Anne-Sophie Pahl, sie stellt youvo.org vor.
„youvo.org – eine Plattform stellt sich vor“ weiterlesen

„Wir zusammen“ – Netzwerk der Deutschen Wirtschaft

36 deutsche Unternehmen haben sich zum Netzwerk „Wir zusammen“ zusammengeschlossen, um ihr Engagement für Flüchtlinge zu bündeln. Mit dabei sind u.a. die Adam Opel AG, die Deutsche Bank AG, die Deutsche Post DHL Group, die Henkel GmbH, ProSiebenSat.1 Media SE und die TUI Group – bei der Umsetzung der Aktion helfen unter anderem Jung von Matt, Roland Berger und SZG.

Auf der Website des Netzwerkes werden Integrationsinitiativen, wie z.B. Sportprojekte der adidas Gruppe oder Sprachkurse der RWE AG, gesammelt. So wollen die Organisatoren auch für weiteres Engagement in der deutschen Wirtschaft werben.
Wir-zusammen.de, onetoone.de

Modulare Wohnlösung für Geflüchtete

Über eine interessante Lösung für bezahlbaren Wohnraum berichtet das „pv magazine": Die Wohnmodule des Freiburger Architekten Rolf Disch sollen sich schnell errichten lassen, allen gängigen Baustandards entsprechen und darüber hinaus dank Solarenergie im Jahresschnitt mehr Strom erzeugen als sie verbrauchen.

Bild: Rolf Disch SolarArchitektur
Bild: Rolf Disch SolarArchitektur

In jedem Wohnmodul sei die gesamte Haustechnik bereits installiert und durch die Modulbauweise könnten in kurzer Zeit frei kombinierbare Wohngruppen entstehen, die bei Bedarf mit geringem Aufwand versetzbar seien.

Der Richtpreis liege bei einem Modul mit Küche und Bad, Haustechnik, Lüftung und Wärmedämmung bei rund 1.800 Euro pro Quadratmeter und damit am unteren Ende der üblichen Wohnungsbaupreise. Mit den Preisen für Blechcontainer mit Minimalausstattung könne man zwar nicht mithalten, doch für diese müssten Kommunen aufgrund der fehlenden Dämmung im Gegensatz zu der Lösung aus Freiburg auch noch hohe Heizkosten hinzu kalkulieren.
pv-magazine.de, plusenergiehaus.de

KfW: Förderkredite für Flüchtlingshilfe stark nachgefragt

Die staatliche Förderbank KfW unterstützt Kommunen mit zinslosen Darlehen bei der Flüchtlingshilfe. Im September 2015 wurde die anfangs mit 300 Millionen Euro ausgestattete Sonderförderung „Flüchtlingsunterkünfte“ gestartet. Die Nachfrage war aber so groß, dass das Programmvolumen schnell auf 1 Milliarde und Ende Januar auf insgesamt 1,5 Milliarden Euro aufgestockt wurde. Zusätzlich investiert die KfW über internationale Projekte Geld in die Bekämpfung von Fluchtursachen. Rund 1,4 Milliarden Euro sind laut KfW bislang in 70 laufende Initiativen in 20 Ländern geflossen.
wiwo.de, kfw.de

Moonjourney – Kurzfilmprojekt #‎astronautswelcome‬

Der Verein Perspektiven für jugendliche Flüchtlinge e.V. und die Werbe-Abteilung der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF München) haben gemeinsam den Kurzfilm "Moonjourney" umgesetzt. Die Studierenden der HFF haben ehrenamtlich dafür gearbeitet. Der Perspektiven für jugendliche Flüchtlinge e.V. unterstützt unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Deutschland. „Der Film konnte vor allem entstehen konnte, weil wir ganz viel Hilfe aus der Filmbranche bekommen  haben,“ so Philipp Trauer von der Co-Produktionsfirma Trimaphilm.
rtl2.de, pfjf.de

Deutschbuch für Geflüchtete – Kooperation zwischen München und Leipzig

Die MacherInnen des soziokulturellen Zentrums "Die VILLA" stellen Geflüchteten, die in Leipzig angekommen sind, ein Deutschlernbuch mit den wesentlichsten deutschen Grundbegriffen und Redewendungen zu Verfügung.

Die Hefte finden ihre Anwendung in den ehrenamtlichen Sprachlernangeboten, können aber auch zum Selbststudium genutzt werden. Im ersten Schwung wurden bereits 4.000 Stück mit englischer und mit arabischer Übersetzung gedruckt.

Gleichzeitig ist der Einsatz der Bücher in Leipzig ein schönes Vernetzungsprojekt. So wurden die Hefte von der Flüchtlingshilfe München entwickelt und auch der "Die VILLA" zum Nachdruck unkompliziert zur Verfügung gestellt.
villa-leipzig.de, fluechtlingshilfe-muenchen.de (Hefte in sieben Versionen zum Download)

Führerscheinprüfung auf Arabisch

Die theoretische Führerscheinprüfung kann in Deutschland laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ bald wieder in arabischer Sprache abgelegt werden. Bis zum Jahr 2011 war dies bereits möglich, wurde dann aber abgeschafft. Zu verdanken ist die Neuaufnahme der arabischen Sprache einer Petition der Nettetaler Flüchtlingshelferin Nimet Said, die vom CDU-Bundestagsabgeordneten Uwe Schummer unterstützt wurde. Die Petition hatte Erfolg: Bundesminister Alexander Dobrindt hat laut dem Bericht nun entschieden, Arabisch wieder als Prüfungssprache in die Fahrerlaubnis-Verordnung aufzunehmen.
rp-online.de

Aktionsbündnis „Wir machen das“

Die von 100 Frauen aus Kunst, Wissenschaft und öffentlichem Leben initiierte und inzwischen von zahlreichen Initiativen, Personen und Institutionen unterstützte Bewegung „Wir machen das" will demonstrieren, dass ein Zusammenleben mit neu in Deutschland angekommenen Menschen auf Augenhöhe und auf Dauer möglich ist, und die öffentlichen Stimmen derjenigen stärken, für die Zuwanderung keine Bedrohung ist.

Logo: we’re doing it e.V.
Logo: We’re doing it e.V.

Dabei bringt sich jede und jeder auf ihre bzw. seine Art ein: „Vom Kleiderfalten bis Lobbyismus, von Sammelklage bis Seenotrettung, vom Beherbergen bis zum Bauvorhaben, von Rechtsberatung bis Sprachvermittlung, von kultureller Teilhabe bis Arbeitsplatzvermittlung, vom persönlichen Statement bis zur Medienkampagne.“

Wer mehr über die Initiative erfahren möchte, dem sei heute Abend die ZDF-Sendung "Aspekte" ans Herz gelegt: Dort wird Schriftstellerin Annika Reich, die das Aktionsbündnis zusammen mit anderen Frauen ins Leben gerufen hat, zu Gast sein.
zeit.de, wirmachendas.jetzt, zdf.de ("Aspekte")

Asylpaket II: Große Koalition einigt sich auf neue Eckpunkte zum Asylverfahren

Nach den öffentlichen und scharfen Diskursen zwischen CSU, CDU und SPD um Detailregelungen im Umgang mit Asylsuchenden, hat Vizekanzler Sigmar Gabriel am gestrigen Abend die neuen Rahmenbedingungen (Asylpaket II) bekannt gegeben, auf die sich die Parteichefs Merkel, Seehofer und Gabriel am Tage geeinigt hatten. Spiegel Online hat die wichtigsten Änderungen in einem ersten Überblick zusammengestellt.
spiegel.de

Engagement-Tipps für Flüchtlingshilfe

Das gemeinnützige Analyse- und Beratungshaus PHINEO hat einen Ratgeber für wirksames Engagement in der Flüchtlingshilfe veröffentlicht. Der von der Bertelsmann Stiftung geförderte und kostenlos angebotene Ratgeber mit dem Titel "Vom Willkommen zum Ankommen: Wirksames Engagement für Flüchtlinge in Deutschland" gibt konkrete Tipps für die Akuthilfe und für langfristiges Engagement, die anhand von Themenbereichen wie Wohnen, Gesundheit, Sprache oder Rechtsberatung systematisch aufbereitet wurden. Auf der Website fuer-fluechtlinge-spenden.de finden GeldgeberInnen zudem 74 ausgewählte Projekte, die sich in den Bereichen Integration, Asyl und Demokratieförderung engagieren.
fuer-fluechtlinge-spenden.de, Ratgeber "Vom Willkommen zum Ankommen" (PDF)

ISEKI spendet Elektrofahrzeuge

ISEKI, Generalimporteur von MEGA-Elektrofahrzeugen aus französischer Produktion, will mehrere Gebrauchte an gemeinnützige Organisationen spenden.

Foto: ISEKI-Maschinen GmbH
Foto: ISEKI-Maschinen GmbH

Die Fahrzeuge sind laut ISEKI technisch geprüft und voll fahrtüchtig, besitzen aufgrund des Batteriestatus aber mögliche Einschränkungen in der täglichen Reichweite. Gemeinnützige Institutionen und Vereine können sich bis zum 4. März 2016 um eines oder mehrere der Fahrzeuge bewerben.
facebook.com

ADIA – Online-Sprachlern- und Infoportal

Im September letzten Jahres hat in Erding ein ehrenamtlich arbeitendes Team aus sechs Experten das Projekt ADIA, eine Bildungsplattform für Flüchtlinge, ins Leben gerufen. Auf dem Portal finden Helfer und Flüchtlinge Informationen und Links rund um die Themen Asyl, Flucht, Sprache und Integration – von medizinischen Übersetzungshilfen für den Arztbesuch bis hin zum Übungsportal für Bewerbungen.
adia-erding.de

Welcome2Work

Screenshot: www.welcome2work.de
Screenshot: www.welcome2work.de
Die Jobplattform Welcome2Work will Flüchtlinge und Unternehmen zusammenbringen. Jobsuchende können dort ein Bewerberprofil anlegen oder sich direkt auf offene Stellen bewerben. Firmen haben die Möglichkeit, gezielt nach neuen Mitarbeitern zu suchen, sie können aber auch Stellenanzeigen schalten. Die Macher des Portals stehen in regelmäßigem Kontakt mit Helfervereinen, Sozialarbeitern und Rechtsanwälten. In lokalen Workshops in Karlsruhe unterstützen sie Geflüchtete bei der Erstellung von Bewerbungsmappen, Paten stehen den Jobsuchenden während des gesamten Bewerbungsprozeses zur Seite.
welcome2work.de

Katze präsentiert Literatur für Deutsch-Kurse

Katze Paulinchen (sic!) betreibt mit ihrem Frauchen das Projekt „4 Pfoten für Flüchtlinge“ und hat dabei bereits eine lange Liste zum Thema „Deutsch als Zweitsprache“ zusammengestellt und Literatur, die das Deutschlernen für Geflüchtete erleichtern soll. Die Katzenmutter arbeitet hauptberuflich und ehrenamtlich mit Flüchtlingen, ist ausgebildete Lehrerin und gibt Deutschunterricht für Menschen aus verschiedensten Ländern. Ihr Projekt soll einen Überblick zu verschiedenen Unterrichtsmaterialien liefern und kann gern mit weiteren Tipps unterstützt werden.
samtpfotenleserei.wordpress.com (Projekt-Webseite mit allen Links)

Project Reconnect spendiert 25.000 Chromebooks

Project-Reconnect-300x300Google.org und NetHope haben eine Initiative für Flüchtlinge in Deutschland gestartet. Das "Project Reconnect" stellt dabei gemeinnützigen Organisationen, die mit Flüchtlingen arbeiten, insgesamt 25.000 Chromebooks zur Verfügung. Ziel ist es, Flüchtlingen den wichtigen Zugang zu Informations- und Bildungsangeboten zu ermöglichen. Organisationen der Flüchtlingshilfe, etwa Erstaufnahmestellen, Schulen, Beratungszentren oder Jugendprogramme, können sich zunächst für bis zu 5.000 Chromebooks bewerben. Die entsprechenden Anfragen an reconnect@nethope.org für die erste Runde sollten bis 8. Februar 2016 eingehen, die Mails für die zweite Ausschreibung bis zum 8. März 2016. Weitere Partner sind der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und die Deutsche Telekom. Erste Chromebooks wurden in Berlin übergeben.
reconnect.nethope.org (Projekt-Seite) via asb.de

Nürnberger Tage zum Asyl- und Aufenthaltsrecht – Tagungsdoku online

Im vergangenen Herbst fanden am 16. und 17. November die 5. Nürnberger Tage zum Asyl- und Aufenthaltsrecht statt. Überschrieben waren sie mit „Humanitäre Krisen und Flucht: Herausforderungen für Deutschland und Europa“. Jetzt ging auf der Seite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) die Tagungsdokumentation online mit einer Zusammenfassung der Reden, Diskussionen und Foren.
bamf.de >> (Online-Dossier)

Online-Spendenportal für Flüchtlinge

Das Portal zusammen-für-flüchtlinge.de gehört zur Spendenplattform betterplace.org. Es soll „Hilfsprojekte, die geflüchtete Menschen unterstützen, und Menschen, die sich engagieren möchten“, zusammenbringen. Aktuell sind dort über 260 Projekte – von der Nothilfe in Krisengebieten bis hin zu Initiativen zur Integration – gebündelt. Bisher wurden bereits knapp 2,8 Mio. Euro für diese Projekte gespendet (Stand 22.01.2016).
betterplace.org (Pressemitteilung als PDF)

Willkommenslotsen bis 15. Februar anmelden

BMWiSogenannte "Willkommenslotsen" sollen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dabei helfen, Flüchtlinge auszubilden oder zu beschäftigen. Die Umsetzung dieser Erweiterung des Förderprogramms zur "Passgenauen Besetzung" lässt sich das Bundeswirtschaftsministerium von 2016 bis 2018 jährlich sechs Millionen Euro kosten. Eile ist geboten: Denn Förderanträge müssen bis zum 15. Februar beim Zentralverband des Deutschen Handwerks eingereicht werden, der als Leitstelle für die Anträge fungiert. Dem Bund geht es bei den "Willkommenslotsen" vor allem darum, Fachkräfte aus dem Kreis der Flüchtlinge mit Bleibeperspektive schnell in die richtigen Branchen einzugliedern. Der Mangel ist hier und dort bekanntlich groß. Dabei sollen die Lotsen vor Ort praktische Fragen wie etwa zu Hospitation, Praktika, Einstiegsqualifizierung oder Ausbildung klären und die KMU damit entlasten. Die Lotsen und ihre Leistungen werden bei den Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern, den Kammern der Freien Berufe sowie anderen gemeinnützig tätigen Organisationen der Wirtschaft angesiedelt. Diese Träger können sich für die Mittel nun bewerben.
automobilwoche.de (Erläuterung), zdh.de (Infos und Antrag)

openSAP: Onlinekurs für ehrenamtliche DeutschlehrerInnen

In enger Zusammenarbeit mit dem Paritätischen Wohlfahrtsverband bietet die Onlineplattform openSAP ab dem 1. Februar 2016 einen mehrwöchigen Online-Kurs für Interessierten, die als ehrenamtliche DeutschlehrerInnen für Asylsuchende und in der Flüchtlingsarbeit aktiv werden wollen. „Dieser Kurs soll Sie als ehrenamtlicher Deutschlehrer bei Ihren ersten Schritten unterstützen. Sie müssen keine formale Ausbildung als Lehrer haben – Sie brauchen nur etwas freie Zeit, Geduld und die Bereitschaft, mit den Asylsuchenden in Ihrem Umfeld in Kontakt zu treten.“

Im Kurs stellen ehrenamtliche DeutschlehrerInnen ihre Aktivitäten vor und erläutern Methoden, die bei der Unterrichtsvorbereitung und Durchführung helfen. Darüber hinaus bieten MitarbeiterInnen vom Paritätischen Wohlfahrtsverband wertvolle Tipps zu den logistischen und organisatorischen Aspekten, wenn man solch ein Deutschlernprojekt umsetzen möchte.

Der Kurs wird kostenlos angeboten, Einschreibevoraussetzung sind nur das Anlegen eines Nutzerkontos auf openSAP und eine Anmeldung. open.sap.com

Weltkindertag 2016 – „Kindern ein Zuhause geben“

Unter dem Motto „Kindern ein Zuhause geben“ findet am 20. September 2016 der diesjährige Weltkindertag statt. Im Mittelpunkt stehen die Bedürfnisse, Interessen und Rechte von Kindern, die sich unter anderem auch auf die Versorgung und Integration von Flüchtlingskindern beziehen. Neben einer Vielzahl von Initiativen zum Thema „Kinderrecht“ finden in Berlin und Köln bereits am 18. September 2016 zwei Kinderfeste statt, zu denen jeweils rund 100.000 Besucher erwartet werden.
www.unicef.de

Patenschaftsprogramm für Flüchtlinge

Das Bundesfamilienministerium hat unter dem Titel „Menschen stärken Menschen“ ein Programm gestartet, mit dem Engagement für geflüchtete Menschen gefördert werden soll. Neben Patenschaften sollen darüber auch Gastfamilien und Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge gewonnen werden. Das Ministerium stellt dafür zehn Millionen Euro bereit, die an Wohlfahrtsverbände, Stiftungen, Migrantenorganisationen und Freiwilligenagenturen als Träger der Patenschaften fließen werden. In diesem Jahr sind 25.000 neue Patenschaften geplant.
bmfsfj.de, zeit.de

Leitfaden für Unterbringung und Integration

Leitfaden für Unterbringung und IntegrationDas Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat eine Spezial-Publikation zum Thema "Flüchtlinge und Asylsuchende in Kommunen" veröffentlicht. Das kostenfreie Special informiert u.a. über das erleichterte Baurecht für Flüchtlingsunterkünfte, die Inobhutnahme von unbegleiteten Kindern, die Ausbildung und Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und vieles mehr. Das Difu unterstützt Kommunen bei der Unterbringung und Integration von Flüchtlingen und Asylsuchenden auch mit einem Online-Wegweiser.
difu.de (Flüchtlinge und Asylsuchende in Kommunen; PDF), difu.de
(Online-Wegweiser; PDF)

Einheitliche Ausweise für alle Flüchtlinge

Der Bundestag hat gestern die Einführung eines einheitlichen Ausweises für alle Flüchtlinge in Deutschland beschlossen. Dieser Flüchtlingsausweis soll vor allem die Probleme bei der Registrierung lösen und den Datenaustausch zwischen den Behörden beschleunigen. Zugleich soll die Zahl der unregistrierten Asylbewerber sinken. Ohne das neue Papierdokument soll es künftig aber auch keine Leistungen mehr geben. Das Projekt wird vom Bund gerade mit höchster Eile durch die Gesetzgebung gepeitscht, schon Ende Januar soll der Bundesrat abschließend beraten. Eine Pilotphase ab Mitte Februar ist in Berlin, Bielefeld, Heidelberg und Zirndorf geplant. Danach soll der einheitliche Papier-Flüchtlingsausweis bundesweit ausgestellt werden.
faz.net

„Ankommen“: App soll bei der Integration helfen

Die App „Ankommen“ soll Geflüchteten während der ersten Wochen in Deutschland schnelle und umfassende Orientierung bieten. Neben Hinweisen zum Leben in Deutschland bietet die App Infos zum Asylverfahren sowie zum Weg in Ausbildung und Arbeit. Auch ein multimedialer Sprachkurs ist enthalten. „Ankommen“ ist kostenlos, steht in fünf Sprachen (Arabisch, Englisch, Farsi, Französisch und Deutsch) zur Verfügung und ist nach dem Download auch ohne Internetzugang nutzbar. Das Gemeinschaftsprojekt des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), der Bundesagentur für Arbeit, des Goethe-Instituts sowie des BR ist bisher für Android im Google Play Store verfügbar, die iOS-Version soll in Kürze folgen.
ankommenapp.de, br.de

Ausschreibung der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)

Die Bundeszentrale für politische Bildung will mindestens 20 Modellprojekte zum Themenfeld Flucht und Asyl noch in diesem Jahr fördern. Förderungsfähige Projekte müssen mindestens über sechs Monate laufen und das im Zeitraum zwischen März und Dezember 2016. Dabei können die zu fördernden Angebote sehr unterschiedlich sein und von Fortbildungsangeboten über Veranstaltungen bis zu interkulturellen Maßnahmen reichen. Entsprechende Projektanträge müssen bis zum 31. Januar 2016 eingereicht werden. Als Fördersummen stehen mindestens 20.000 € bis maximal 50.000 € pro pro Projekt zur Verfügung.
bpb.de (Infos inkl. Ausschreibung & Antragsformular) via wie-kann-ich-helfen.info

Anleitung für den Bau von Trennwänden

Foto: NUK Wichertstraße
Foto: NUK Wichertstraße

Das Team der Notunterkunft in der Berliner Wichertstraße (Bezirk Prenzlauer Berg) hat ein ausgesprochen nützliches Tutorial‬ erstellt, das erklärt, wie man schnell und günstig Trennwände für Großraum-Notunterkünfte wie etwa Turnhallen bauen kann. Dabei geht es vor allem um ein kleines bisschen Privatspähre für die Flüchtlinge – Sichtschutz sei Dank. Was man für die Trennwände braucht? Gewerbeplane, Kabelbinder, Holzleisten, Eisenwaren für die Verschraubung – und natürlich viele fleißige Hände. Danke für diese praktische Anleitung!!
nuk-wichertstrasse.de (Anleitung als PDF), nuk-wichertstrasse.de (Bericht und Fotos vom Bau)

Sprachkurse für Flüchtlinge

In Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit entwickelt die Deutsche Welle einen Online-Deutschkurs für Flüchtlinge, um ihnen den Einstieg in den deutschen Stellenmark zu erleichtern. Der modular aufgebaute Kurs soll ab Herbst 2016 auf den Webseiten der Kooperationspartner verfügbar sein.
dw.com

Yallah Deutschland

Die Krautreporter haben ein Videoportal „für, von und über Flüchtlinge“ gestartet. Alle Beiträge werden sowohl in deutscher als auch in arabischer Sprache veröffentlicht – weitere Sprachen nicht ausgeschlossen. Das Portal ist für den mobilen Aufruf auf dem Smartphone optimiert und auch einen WhatsApp-Service gibt es. Zunächst für zwei Monate wird das Projekt vom Medieninnovationszentrum Babelsberg finanziert.
yallahdeutschland.de, krautreporter.de (Hintergrund)

Robert Bosch Stiftung fördert lokale Projekte.

Die Robert Bosch Stiftung fördert im Rahmen ihres Programms "Miteinander, füreinander! Begegnungen mit Flüchtlingen gestalten" lokale Praxisprojekte, die Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Flüchtlingen und der Bevölkerung vor Ort initiieren. Bewerben können sich Initiativen und Projekte aus ganz Deutschland. Pro Projekt gibt es 1.000 bis maximal 15.000 Euro, bei mindestens drei Monaten Projektlaufzeit. Einzelveranstaltungen wie Willkommensfeste werden nicht gefördert.
bosch-stiftung.de

Flüchtlingsthematik an Hochschulen

Der Hochschulverband für interkulturelle Studien e.V. hat eine Stellungnahme zur Flüchtlingsthematik an Hochschulen veröffentlicht. Der Verband will in drei Bereichen Wissen und Ressourcen bereitstellen, um die Herausforderungen zu bewältigen, die sich aus der Flüchtlingssituation ergeben: So sollen die interkulturellen Kompetenzen der sowohl professionellen als auch ehrenamtlichen Helfer gestärkt, Zugewanderten Trainings und Studienangebote offeriert und die verstärkte Zuwanderung begleitend erforscht werden.
idw-online.de

Bilder gegen Bürgerängste

Die „Top15 der Besorgten-Bürger-Ängste“ – von „Wir haben keinen Platz in Deutschland“ bis „Hilfe, wir werden von fremden Kulturen überflutet“ – hat eine Gruppe deutscher Zeichner illustriert. Getreu dem Motto „Weniger Angst, mehr Wissen“ sollen die Ängste der „besorgten Bürger“ mit Fakten und tollen Zeichnungen entkräftet werden.
bildkorrektur.tumblr.com

Maßnahmen der Bundesregierung 2016

2015 kamen rund eine Million Flüchtlinge nach Deutschland. Zur Förderung der Integration und der Entlastung der Bundesländer plant die Bundesregierung verschiedene Maßnahmen – von finanziellen Entlastungen für die Länder über spezielle Integrationskurse bis hin zur Gesundheitskarte für Flüchtlinge.
dw.com

Schaffen wir das?

So heißt das 365-Tage-Langzeitprojekt zur Flüchtlingskrise der Axel Springer Akademie. Ein Jahr lang begleiten 17 Journalisten der Akademie zehn Menschen, die mit Flüchtlingen zu tun haben, mit Texten, Bildern und Videos. Neben Portraits von Flüchtlingen und Helfern liefert das Projekt aktuelle Hintergrundinformationen zur Flüchtlingskrise.
schaffenwirdas.de

Lesestart für Flüchtlingskinder

Foto: © Stiftung Lesen/BMBF/Axel Sommer
Foto: © Stiftung Lesen/BMBF/Axel Sommer

Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung startete die Stiftung Lesen ein Programm, um Kindern von Flüchtlingen mithilfe von Geschichten die deutsche Sprache näher zu bringen. In Erstaufnahmeeinrichtungen erhalten Kinder bis fünf Jahre ein Lesestart-Set mit altersgerechtem Buch. Außerdem erhalten die Einrichtungen in jedem Programmjahr eine Lese- und Medienbox für die Arbeit mit Kindern bis zwölf Jahren. Das Programm „Lesestart für Flüchtlingskinder“ ist zunächst für drei Jahre angelegt und wird von ehrenamtlichen Vorlesepaten unterstützt.
stiftunglesen.de

Neue Zeitschrift „Abwab“ hilft Flüchtlingen beim Ankommen.

Der syrische Journalist Ramy al-Asheq hat eine Zeitschrift namens "Abwab" (übersetzt: "Die Türen") gegründet. Das Blatt soll künftig monatlich erscheinen und Flüchtlingen quasi eine Gebrauchsanweisung für Deutschland bieten – natürlich auf Arabisch. Ramy al-Asheq ist selbst aus Syrien geflüchtet und fand offene Türen in Köln bei einer Gastfamilie. Sein Magazin vermittelt nützliches Wissen über die neue Heimat, fordert seine Landsleute aber auch heraus: Flüchtlinge müssten aktiv werden, um in Deutschland anzukommen, so Ramy al-Asheq. Und so gibt's in der ersten Ausgabe u.a. "Zehn Schritte zur Integration".
dw.com

Deutsche spendeten 2015 so viel wie nie zuvor.

Der Deutsche Spendenrat bezeichnet 2015 als "Rekordjahr". Nicht nur die Gesamtsumme der Spenden (je nach Berechnung wird von 5,4 bis 7 Milliarden Euro gesprochen), sondern auch die Zahl der Spender ist wohl gestiegen. Eine SPIEGEL ONLINE-Umfrage bestätigt die Angaben: Acht der größten Hilfsorganisationen in Deutschland verzeichneten einen stabilen oder gar höheren Spendeneingang als 2014. Als Gründe werden übereinstimmend zwei Ereignisse angegeben: Das schlimme Erdbeben im Frühjahr in Nepal und der starke Flüchtlingszustrom nach Deutschland. Wir vermuten: Bei den Erhebungen wurden nur Geldspenden berücksichtigt, das große ehrenamtliche Engagement und die umfangreichen Sachspenden für Flüchtlinge verdeutlichen eine noch viel größere Spendenbereitschaft in Deutschland. Hoffen wir, dass die Deutschen auch 2016 Herz und Portemonnaie weiter offen halten.
spiegel.de