Hessen: Lehrkräfte-Offensive für Flüchtlingshilfe

Die hessische Landesregierung will rund 800 neue Lehrerstellen für die intensive Sprachförderung von Flüchtlingen schaffen und hat hierfür rund 10.000 Briefe an Pensionäre unter 67 Jahren, auf ein Referendariat wartende Lehrkräfte mit dem ersten Staatsexamen im Fach Deutsch und fertig ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer, die sich bereits um eine Stelle beworben haben, verschickt.

Ergebnis: Knapp 700 Ruheständler erklärten ihr Interesse an einer zeitlich befristeten Rückkehr in den Schuldienst. Rund 230 Lehrkräfte mit erstem Staatsexamen würden eine befristete Anstellung annehmen. Und von den gut 4.000 fertig ausgebildeten Lehrkräften zeigten sich mehr als 1.200 bereit, Deutsch als Zweitsprache zu unterrichten oder in den Regelunterricht einzusteigen.
fr-online.de

Syrer helfen bei Integration-App

Informationen zu Alltagsfragen, wichtigen Anlaufstellen und Deutschübungen ... dies sind Inhalte einer Integration-App, die momentan von zwei Syrern in Frankfurt entwickelt wird. Da die Anfang 20-Jährigen aus eigener Erfahrung wissen, worauf es in den ersten Tagen ankommt, möchten sie ihr Wissen gern weitergeben. Die beiden unterstützen mit diesem Projekt die AWO-Ehrenamtsagentur «Freiwillig». Ziel ist es, nicht nur Flüchtlingen einen Service zu bieten, sondern allen Ausländern, die nach Deutschland kommen. Aus diesem Grund soll die App auf Arabisch, Englisch, Französisch und Türkisch verfügbar sein.
www.fnp.de

Termin: IntegrationsCamp der Wirtschaft – ICW16

Am Montag, 29.02.2016 veranstaltet der Unternehmerverband Hessenmetall das IntegrationsCamp der Wirtschaft – ICW16 im Haus der Wirtschaft Hessen in Frankfurt/Main.

Die Wirtschaft will Flüchtlinge in Arbeit und Ausbildung integrieren, so der Verband. Das IntegrationsCamp stellt den Erfahrungsaustausch zu den Konzepten, die bereits erprobt werden oder in den nächsten Wochen starten, in den Mittelpunkt. Vorgestellt werden die wichtigsten Förderinstrumente und Ansprechpartner für Unternehmen. Interessierte können im Lauf des Tages Konzepte näher kennen lernen, die erfolgversprechend sind und Kontakte zu knüpfen.

IntegrationsCamp der Wirtschaft – ICW16
Montag, 29.02.2016, 10:00 bis 18:00 Uhr
Haus der Wirtschaft Hessen
Emil-von-Behring-Str. 4
60439 Frankfurt

hessenmetall.de >>

Rüdesheim setzt auf Outsourcing

Die Stadt Rüdesheim (Hessen) will die Ökumenische Flüchtlingshilfe, die bisher ehrenamtlich arbeitet, mit einer Vollzeitstelle unterstützen. Dabei wird jedoch keine Stelle bei der Stadt geschaffen. Die Stadt stellt allerdings die finanziellen Mittel zur Verfügung, um die notwenige Leistung bei Organisationen, wie dem ASB, den Maltesern oder anderen Organisationen einzukaufen. Ziel ist es, zügig die Postion für die Sozialarbeit zu besetzen.
wiesbadener-tagblatt.de

Kostenlose Zeitung: „Hier in Wiesbaden“

„Hier in Wiesbaden – unsere Stadt leicht erklärt“ ist eine kostenlose Zeitung, die Migranten das Leben in der hessischen Landeshauptstadt näherbringen will. Das Projekt des Wiesbadener Kuriers und des Wiesbadener Tagblatts bündelt Informationen zu den Themen Schule & Arbeit, Verkehr, Gesundheit, Einkaufen sowie Freizeit & Sport. Alle Texte sind auf Deutsch verfasst und leicht verständlich formuliert (Sprachniveau A2). Zur Erläuterung gibt es Grafiken, Fotos und eine Lexikonspalte. So kann die Zeitung auch als Lernmaterial in Deutsch- und Integrationskursen genutzt werden.

„Hier in Wiesbaden“ erscheint quartalsweise – 3.000 gedruckte Exemplare werden an die wichtigsten Anlaufstellen für Flüchtlinge in der Stadt verteilt. Die Zeitung kann aber auch online gelesen und als PDF heruntergeladen werden.
hier-in-wiesbaden.de (Januarausgabe als PDF), wiesbadener-kurier.de

Mühlheim: „manroland“-Bau wird Unterkunft

In Mühlheim sollen ab dem Sommer 110 Flüchtlinge in einem ehemaligen Bürohaus des Druckmaschinenherstellers manroland in der Borsigstraße leben können. Das Gebäude soll für mindestens fünf Jahre gemietet werden. Eine umfangreiche Sanierung ist geplant. Neben Wohnraum ist auch viel Platz für Bildung, Kultur und Begegnung angedacht. Und die Mitarbeiter von manroland überlegen schon, wie die neue Nachbarschaft gestaltet werden kann. Die Lokalpresse will von Überlegungen zur Öffnung der Betriebskantine für die Flüchtlinge erfahren haben.
op-online.de

HelpTo – Hilfe-Portal für Flüchtlinge

Das Hilfe-Portal HelpTo soll engagierte Bürger, Initiativen, Kommunen und Unternehmen mit Flüchtlingen und Bedürftigen zusammenbringen – es ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Helfenden und Hilfesuchenden. Sachspenden, ehrenamtliches Engagement oder die Vermittlung von Arbeit oder Wohnungen etc. können über das Hilfe-Portal koordiniert werden.

Wie HelpTo funktioniert, erklärt dieses kurze Video (Dauer ca. 1 min):

Das Besondere an dem Portal ist seine regionale Struktur – es ist für Städte und Landkreise einsetzbar und jeweils unter einer eigenen Subdomain, z.B. http://ortsname.helpto.de, erreichbar. Bisher ist das Team in Brandenburg, Berlin, Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Baden-Württemberg aktiv. Im Frühjahr 2016 wird der bundesweite Ausbau des Portals angestrebt – dann werden alle Landkreise und kreisfreien Städte freigeschaltet.
helpto.de