IHK gründet Arbeitskreis zur beruflichen Integration

Die Industrie- und Handelskammer aus dem niedersächsischen Stade hat einen Arbeitskreis ins Leben gerufen, der die Firmen im Kreis Cuxhaven bei der beruflichen Eingliederung von Asylsuchenden unterstützen will. Unter der Leitung von Stades IHK Präsident Thomas Windgassen und Geschäftsführerin Maike Bielefeldt wird geklärt, welche Schritte notwendig sind, um einen Flüchtling auszubilden oder zu beschäftigen, denn das regionale Interesse der Unternehmen ist groß, jedoch zögern die Arbeitgeber aufgrund rechtlicher Belange. Um diese Barrieren abzubauen sind erste Maßnahmen erfolgt - es wurden bereits 1.200 Ausbildungsbetriebe in der Region kontaktiert um die Einstiegsqualifizierungen für Flüchtlinge zu erfragen. Zudem wurde ein Leitfaden für Unternehmen der Region Elbe-Weser herausgegeben, der die Voraussetzungen zur Beschäftigung von Flüchtlingen zusammenfasst. Neben der IHK Stade engagieren sich bundesweit 79 Industrie- und Handelskammern mit einem Budget von über 20 Millionen Euro für die Integration von Flüchtlingen.
www.cn-online.de, www.stade.ihk24.de

Profiboxerin fördert Integration von geflüchteten Jugendlichen

„Integration durch Kickboxen – wir trainieren gemeinsam“ so heißt ein neues Vorhaben im niedersächsischen Dörpen, welches vom 6. April bis 15. Juni 2016 von Profiboxerin Heidi Hartmann geleitet wird. Ziel ist es, einheimische Jugendliche und Flüchlinge ab 14 Jahren durch gemeinsames Kickboxen einmal in der Woche näher zusammen zu bringen. Zum einen lernen die Mädchen und Jungs die deutschen Sprache, Disziplin und Fairness. Zum anderen können sie durch das Training Stress abbauen und Langeweile verhindern. Die Sportlerin hat das Projekt gemeinsam mit dem ortsansässigen Arzt auf die Beine gestellt. Finanziell unterstützt wird die Initiative vom Landessportbund. Eine direkte Anmeldung ist bei Heidi Hartmann unter 01 72/4 29 37 10 möglich.
www.noz.de

Goslar: Zuwanderung? Ja, bitte!

Dr. Oliver Junk, Oberbürgermeister der Stadt Goslar (Foto: Stefan Sobotta)
Dr. Oliver Junk, Oberbürgermeister der Stadt Goslar (Foto: Stefan Sobotta)

In Zeiten überhitzter Debatten um Flüchtlingszahlen sendet Goslar ein positives Zeichen: Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk ist bereit, deutlich mehr Geflüchtete aufzunehmen, als er nach geltendem Schlüssel müsste. Denn die Stadt habe in den vergangenen zehn Jahren rund 4.000 Einwohner verloren, Wohnungen gebe es daher reichlich. Der Goslarer OB sieht die Zuwanderung vor diesem Hintergrund vor allem als Chance: „Jeder einzelne Mensch, der sich aus seiner Heimat aufgemacht hat, bringt einen ungeheuren Hunger danach mit, sich wieder etwas aufzubauen. Solch motivierte Neubürger brauchen insbesondere die vielen Städte und Regionen Deutschlands, die derzeit unaufhaltsam an Bürgern und damit an Substanz und Arbeitskräften verlieren.“
solinger-tageblatt.de

HelpTo – Hilfe-Portal für Flüchtlinge

Das Hilfe-Portal HelpTo soll engagierte Bürger, Initiativen, Kommunen und Unternehmen mit Flüchtlingen und Bedürftigen zusammenbringen – es ermöglicht den direkten Kontakt zwischen Helfenden und Hilfesuchenden. Sachspenden, ehrenamtliches Engagement oder die Vermittlung von Arbeit oder Wohnungen etc. können über das Hilfe-Portal koordiniert werden.

Wie HelpTo funktioniert, erklärt dieses kurze Video (Dauer ca. 1 min):

Das Besondere an dem Portal ist seine regionale Struktur – es ist für Städte und Landkreise einsetzbar und jeweils unter einer eigenen Subdomain, z.B. http://ortsname.helpto.de, erreichbar. Bisher ist das Team in Brandenburg, Berlin, Hessen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Baden-Württemberg aktiv. Im Frühjahr 2016 wird der bundesweite Ausbau des Portals angestrebt – dann werden alle Landkreise und kreisfreien Städte freigeschaltet.
helpto.de

Modellversuch: Anonymer Krankenschein

In Göttingen startet die medizinische Flüchtlingshilfe einen dreijährigen Modellversuch, der es Menschen ohne gültige Ausweispapiere ermöglicht, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. In einer neu eröffneten Geschäftsstelle wird nach Prüfung des Bedarfs ein Krankenschein zur Verfügung gestellt, der sowohl die Anonymität der Kranken als auch eine saubere Abrechnung der behandelnden Ärzte mit den Kostenträgern, wie Krankenkassen, ermöglicht. Das Land Niedersachsen finanziert das Projekt in Göttingen und Hannover mit mehr als 1,6 Mio. Euro über den Projektzeitraum.
goettinger-tageblatt.de >>, mfh-goe.org >> (Webseite des Göttinger Vereins)