Schleswig-Holstein nimmt Hamburger Flüchtlinge

Foto: Olaf Bathke
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Solidarität im Norden: Das Bundesland Schleswig-Holstein erklärt sich dazu bereit, Hamburg bei der Unterbringung von Flüchtlingen zu helfen. 1.000 Asylsuchende aus der Hansestadt könnten im April in einer neuen Erstaufnahme-Einrichtung, einer früheren Kaserne, unterkommen. "Wir wollen helfen, und wir werden helfen", sagte Schleswig-Holsteins Innenminister Stefan Studt (SPD). In dem Bundesland zwischen Nord- und Ostsee ist die Situation vergleichsweise entspannt: Von 12.000 Plätzen in 13 Erstaufnahmen sind derzeit nur 6.000 belegt. Schleswig-Holstein nutzt die Atempause, um in den Unterkünften nun verstärkt Angebote für die Integration zu schaffen, etwa Sprachkurse oder schulische Angebote.
ndr.de, hamburg.sat1regional.de (Video)

Bildung als Baustein für Integration

deutsch-kurseDas Projekt oncampus der Fachhochschule Lübeck bietet kostenlose Online-Kurse auf Deutsch und Englisch für Flüchtlinge an. Ein Teil der Kurse wird im Selbststudium, andere mit einem Mentor erarbeitet und für den Abschluss eines betreuten Kurses stellt die Uni Studierenden ein Zertifikat aus. Ziel der Lernplattform ist es, die Integration zu erleichtern und Flüchtlinge willkommen zu heißen.
integration.oncampus.de

Leitfaden für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe in Bredstedt

Das Amt Mittleres Nordfriesland in Bredstedt hat zusammen mit dem früheren Leiter der Ausländerbehörde Hans Degen einen „Leitfaden für die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe“ erarbeitet. Gesetzestexte, Zahlen und Fakten sucht man darin jedoch vergeblich, vielmehr gibt der Leitfaden praktische Hinweise, wie interkulturelle Verständigung gelingen kann.
amnf.de (Leitfaden, PDF)